Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Übersetzung: Daniela Maizner

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Rätsel um den Ehrengast

Klappentext:
Ein verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West hat ein Geheimnis – sie will eigentlich gar keine Hexe sein. Ihre Zauberkunst ist auch nicht besonders gut, eine Tatsache, an die sie ihre Tante Pearl ständig erinnert. Aber sie kann sich der Hexenwelt nicht so einfach verschließen, schon gar nicht in dem kleinen Westwick Corners, wo die Hexen der Familie West schon seit Generationen für Chaos sorgen.
Weitere Schwierigkeiten bahnen sich an, als kurz vor Cendrines Hochzeit eine Leiche auftaucht. Sie erkennt die magischen Verwicklungen in diesem Fall und entdeckt eine Seite an ihrem Verlobten, die ihr so gar nicht gefällt. Cendrine wird gezwungen, sich mit ihren eigenen Kräften auseinanderzusetzen. Werden sie ausreichen, um ihre Familie und die Stadt zu retten?
Am Tatort zeigen alle Beweise auf ihre Tante Pearl, die unbedingt verhindern will, dass Touristen den Weg nach Westwick Corners finden. Dann will sie auch noch unbedingt Tyler Gates, den gutaussehenden neuen Sheriff, aus der Stadt jagen, so wie sie es bereits mit seinen Vorgängern getan hatte. Schlussendlich mischt sich auch noch der Geist von Oma Vi ein und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Zwischen Sheriff Gates und Cendrine fliegen Funken, während die Beweise gegen Tante Pearl immer belastender werden. Kann Cendrine den Fall – und ihr Herz – in die richtige Richtung lenken?
Wenn Ihnen unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft gefallen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrine betreibt die einzige Zeitung der Kleinstadt Westwick Corners, eines Städtchens, das seit der Verlegung des Highways langsam am Aussterben ist. Ihre Familie hat kürzlich den Familiensitz in ein Hotel umgebaut und hofft, damit Touristen anzulocken. Lediglich ihre Tante Pearl versucht, genau dies zu verhindern, obwohl auch die meisten anderen Bürger des Städtchens darin die einzige Überlebenschance ihrer Heimatstadt sehen. Was ihre Mitbürger und selbst ihr Verlobter, der Bürgermeister, jedoch nicht wissen: Cendrine und ihre Verwandten sind Hexen. Als der steinreiche Besitzer eines Reiseunternehmens die Einladung zur Hoteleröffnung akzeptiert, scheinen die Chancen auf Erfolg gut zu stehen, doch wenige Stunden vor der geplanten Eröffnungsfeier liegt gerade der Ehrengast übel zugerichtet tot im Gartenpavillon. Und verschiedene Indizien weisen auf Tante Pearl als Täterin. Wird der Zwischenfall alles ruinieren?
Der Anfang von Colleen Crossʼ Fantasy-Krimi erweckt beinahe den Eindruck, als würde die Geschichte auf eine kitschige Lovestory zwischen der Hauptprotagonistin und dem neuen Sheriff hinauslaufen. Dies bewahrheitet sich zum Glück – zumindest in diesem Band – nicht. Allerdings vergeht einige Zeit, bis die eigentliche Haupthandlung in Schwung kommt.
Ein Problem der Geschichte ist es vielleicht, dass sich die Autorin nicht so ganz entscheiden kann, wo der Schwerpunkt liegen soll; auf Cendrines Familienverhältnissen, ihrem Gefühlsleben, dem Mordfall oder der Magie. Manches wird einfach als gegeben vorausgesetzt, ohne dass es aus der Handlung heraus begründet wird. So taucht mitten in der Handlung plötzlich der Gedanke auf, dass eine gerade hinzugekommene Hexe, wenn sie einmal da ist, doch gleich Cendrines Bruder, den sie (irgendwann) in einen Hund verwandelt hat, wieder zurückverwandeln könnte. Weder vom Bruder noch dem derzeitigen Hund war bis zu diesem Zeitpunkt jemals die Rede gewesen. Das wirkt auf den Leser nicht wirklich rund.
Da der Titel allerdings andeutet, dass wohl noch weitere Abenteuer um diese Hexenfamilie geplant sind, könnte sich die Geschichte in den kommenden Bänden eventuell noch einlaufen. Wenn die Grundlagen erst einmal gelegt sind, konzentriert sich die Handlung dann vielleicht mehr auf die magische Lösung der Kriminalfälle.

Fazit:
Die Idee hinter diesem Fantasy-Krimi ist ausbaufähig. Der vorliegende 1. Band schöpft das Potential jedoch nicht annähernd aus.

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Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

Thomas Kowa
Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ein Schweizer führt durchs Weltall

Klappentext:
Was wäre wenn
Wollten Sie nicht schon immer die Welt fremder Planeten erkunden, aber ohne siebenjährigen Permanentschlaf, ohne schießwütige Aliens und ohne die nervige Schwerelosigkeit? Was, Sie finden Schwerelosigkeit toll? Haben Sie schon mal versucht, im All in eine reife Tomate zu beißen? Ich sag Ihnen, das ist eine Riesensauerei! Also bleiben Sie besser daheim und lesen meinen kleinen Reiseführer für andere Welten … Und nicht vergessen, nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt links.

Rezension:
Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer beamen kann, ist klar im Vorteil
Schweizer im Weltall
Paarinstabilitätssupernova
Nahezu unendliches Leben
Der Zeitreisende
Das putzige Land
Die oberen Zehntausend
Tierliebe
Im Frauengefängnis
1954
Ungewöhnlich für die booksnacks-Reihe sind hier gleich 10 recht unterschiedliche Kurzgeschichten Thomas Kowas in einer persönlichen Anthologie vereint. Anders als der Titel vermuten lassen könnte, handelt es sich dabei keinesfalls ausschließlich um SciFi. Was jedoch alle eint, ist der Sarkasmus, mit dem die Themen angegangen werden. Auch satirische Elemente sind nicht abstreitbar.
Ein paar der Geschichten kannte ich bereits von ihrer Solo-Veröffentlichung als booksnack. Daher wunderte es mich auch bei den anderen Beiträgen nicht, dass sie ausnahmslos ganz anders enden, als man am Anfang vermuten könnte. Gerade dieser Überraschungseffekt macht jedoch zusammen mit dem Humor das Besondere an den Kurzgeschichten des Autors aus. Gewisse Anspielungen auf Missstände des realen Lebens sind dabei mit Sicherheit nicht unbeabsichtigt.

Fazit:
Freunden des skurrilen Humors kann man diese kleine Kurzgeschichtensammlung empfehlen.

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12 – Die Akademie der Zeit

J. F. Sebastian
12 – Die Akademie der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Flucht aus der 7

Klappentext:
„Du bist nicht hier geboren. Nicht hier in dieser Stadt, nicht hier in diesem Land, nicht hier in dieser Welt.“
Das musste Daniel erst einmal verdauen.
Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben des 13-jährigen Daniel. Er lernt ein Mädchen kennen, wird von einem mysteriösen Fremden verfolgt, erfährt ein unglaubliches Geheimnis über seine Familie und muss schmerzhaft feststellen, dass es mehr als nur eine Welt gibt.
Mit „12 – Die Akademie der Zeit“ liefert Autor J. F. Sebastian den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendbuch-Trilogie rund um Familie, Freundschaft und die Zeit.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern kann, lebt Daniel bei seinem Großvater. In der Schule ist er nicht sonderlich beliebt, und wirkliche Freunde hat er nicht. Um so überraschender ist es für ihn, als unerwartet ein Mädchen Kontakt zu ihm sucht. Noch während er mit diesem spricht, fällt ihm jedoch auf, dass ein mysteriöser Fremder ihn zu beobachten scheint. Auf dem Heimweg bestätigt sich diese Feststellung, denn der Fremde verfolgt ihn. Mit Mühe schafft er es zu seinem Großvater, aber was er dort erfährt, stellt alles, was Daniel bisher zu wissen glaubte, auf den Kopf. Sein Opa und er selbst stammen nicht von der Erde – und sie sind in ernster Gefahr. Daniel muss eilig von der Erde, der 7. der 12 bewohnten Welten, fliehen.
Fantasy oder eher SciFi – diese Frage ist bei J. F. Sebastians Jugend-Abenteuer nicht so leicht zu beantworten. Auch wenn das Reisen zwischen verschiedenen Planeten eher an SciFi erinnert und es auf Daniels Heimatwelt, der 12, dem Entwicklungsstand der Erde weit überlegene Energienutzungsformen gibt, steht zumindest in diesem Band doch das Fantasy-Element im Vordergrund. So reist man zwischen den Welten nicht etwa mit Raumschiffen oder anderer Technologie, sondern per Magie. Und genau diese soll auch Daniel an der Akademie der Zeit erlernen, denn er ist – wie er erst jetzt erfährt – der Nachkomme einer traditionellen Salier-Dynastie.
Der Autor kombiniert in diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer verschiedene Elemente, die dem Genre-erfahrenem Leser in ähnlicher Form schon hier und da begegnet sind, geschickt zu einem überzeugenden neuen Mix. Zusammen mit dem Protagonisten muss der Leser die andere Welt und das Leben an der Akademie erst kennenlernen. Leider wird das Umfeld dabei etwas stiefmütterlich behandelt, lernt man außer Daniels neuem Freund Abay doch keinen einzigen seiner Mitschüler kennen. Trotz derartiger kleinerer Schwächen nimmt das Buch den Leser gefangen. Nach dem Cliffhanger am Ende kann man nur hoffen, bald zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer mit SciFi-Touch eröffnet genügend Potential für den Rest der Trilogie.

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Tom Winter und der weiße Hirsch

Nicole Wagner
Tom Winter und der weiße Hirsch

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Des Nachbars Garten

Klappentext:
„Tom fehlten die Worte für das, was ihm in diesem Moment widerfuhr. Er fühlte sich nicht länger wie ein einziges, selbständiges Wesen, sondern als hätte man ihn in der Mitte zerteilt. Dieses zweite Geschöpf, das vor ihm in einem hellen gelben Licht erstrahlte, war genauso wichtig wie er selbst, ihre Leben miteinander verbunden.“
Hals über Kopf stürzt Tom sich ins Abenteuer, die Anderswelt vor Vampir Graf Skelardo zu retten. Dabei ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass er bis eben noch geglaubt hatte, völlig normal zu sein. Zum Glück sind seine Freunde Charlie, Peer und Astos bei ihm, wenn es brenzlig wird …

Rezension:
Tom lebt mit seinem Vater in einem kleinen Vorstadthaus. Schon lange vermutet er, dass im Garten seines Nachbarn merkwürdige Dinge vor sich gehen, ohne das jedoch näher definieren zu können. Während sein Freund Peer von gegenüber ihm glaubt und hilft, der Sache auf den Grund zu gehen, will Charlie, die neben Peer wohnt, ihnen das ausreden. Doch eines Tages stolpern die Freunde mitten in die magische Welt, die ihr Nachbar zu verbergen versucht, hinein. Auf Tom warten zahlreiche Überraschungen, und schneller, als sie es sich versehen, müssen sich die Freunde auf eine Mission begeben, um die magische Welt zu retten.
Diese Grundidee einer jugendlichen Urban Fantasy wirkt nicht prinzipiell neu – und sie ist es auch nicht, auch wenn der Autorin Nicole Wagner durchaus ein paar neue Nuancen einfallen. Dass man schon andere Jugend-Fantasy-Abenteuer mit ähnlicher Ausgangslage gelesen hat, muss natürlich nicht unbedingt negativ sein, gibt es doch einige derartige Geschichten, die durchaus zu gefallen wissen. Das könnte auch hier der Fall sein, zumal die Autorin ein paar tragfähige Ideen entwickelt. Leider ist die Erzählstruktur dieses Werkes nicht besonders ausgefeilt. Auch mehrere Logik-Schnitzer trüben den Lesegenuss etwas. So beginnt Toms Abenteuer im Juli, doch nachdem nur wenige Tage vergangen sind, ist es plötzlich Mitte September. Auch scheint Peers Eltern, die im Gegensatz zu Charlies Eltern und Toms Vater nicht eingeweiht werden, die monatelange Abwesenheit ihres erst 13-jährigen Sohnes kaum zu verwundern. Alles in allem kann das Buch trotz eigentlich ganz brauchbarem Plot nicht restlos überzeugen.
„Tom Winter und der weiße Hirsch“ stellt eine in sich weitgehend abgeschlossene Handlung dar, auch wenn das Tor zu einer möglichen Fortsetzung am Ende weit aufgestoßen wird.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser, dass leider einiges Potential verschenkt.

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Die Novae Experimente – Elmsfire

Adrian MB
Die Novae Experimente – Elmsfire

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die andere Art

Klappentext:
Als die Studentin Clarra eines Nachts eine Begegnung mit einem übernatürlichen Wesen hat, gerät sie in ein schier unglaubliches Abenteuer der ganz besonderen Art.

Rezension:
Als in den Medien Berichte vom Überfall anscheinend übernatürlicher Wesen auftauchen, hält Clarra das zunächst für Blödsinn. Als sie sich jedoch entschließt, noch einen abendlichen Spaziergang durch den Uni-Campus zu unternehmen, trifft sie auf einen Mann, den irgendetwas unnatürliches umgibt. Kurz darauf wird er von Kämpfern in schwarzer Tarnkleidung angegriffen. Bevor er stirbt, kann er Clarra noch eine Akte übergeben, mit der es dieser gelingt zu fliehen. Wie sich herausstellt, hat die US-Regierung diese Wesen mit besonderen Fähigkeiten einst gentechnisch geschaffen und versucht nun alles, die Kontrolle über ihre Schöpfung zu erlangen. Und Clarra mit der Akte, in der sich vermutlich die Regierung belastendes Material befindet, steht ganz weit oben auf der Abschussliste.
Mit diesem Buch ist dem Autor, der sich hinter dem Pseudonym Adrian MB verbirgt, ein von Anfang bis Ende fesselnder Fantasy-Thriller gelungen. Aus der wechselnden Sicht Clarras, des Chefs der CNA, der eilig zur Überwachung der Novae, wie diese Wesen genannt werden, geschaffenen Regierungsbehörde, einer Polizistin sowie verschiedener Novae verfolgt der Roman die sich überstürzenden Ereignisse über einen lediglich einige Tage umfassenden Zeitraum. Schnell wird klar, dass die Novae trotz ihrer sehr verschiedenen ‚übermenschlichen‘ Fähigkeiten charakterlich genau so unterschiedlich wie die Menschen sind. Wird es Clarra gelingen, den Skandal öffentlich zu machen? Kann sie den Novae, die sich ihr offenbaren, mehr trauen als der CNA?
Leider gibt es an diesem hochspannenden Buch auch Schattenseiten, wobei dieser nicht inhaltlicher, sondern handwerklicher Art sind. Die Kommata hat der Autor anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. Dazu kommen zahlreiche Absatzumbrüche mitten im Satz, manchmal sogar mitten in einem Wort. Es ist schade, dass dieses ansonsten sehr gelungene Werk durch derartige Nachlässigkeiten verschandelt wird. Vielleicht kann sie der Autor ja zu einer entsprechenden Nachbesserung überwinden?

Fazit:
Höchst interessanter Fantasy-Thriller, der alle Fans der X-Files und ähnlichem begeistern dürfte – jedoch handwerklich verbesserungswürdig.

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Das Erbe der Macht – 8 – Opfergang

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 8 – Opfergang

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Kleopatras Falle

Klappentext:
Die Lichtkämpfer lecken ihre Wunden. Viel Zeit bleibt jedoch nicht. Leonardo befindet sich in Gefangenschaft, Marks Unterlagen bleiben verschwunden und die Jagd nach dem dritten Sigilsplitter geht weiter.
Als sich Nostradamus mit einer wichtigen Information meldet, müssen die Lichtkämpfer reagieren, um Schlimmeres zu verhindern. Denn die Schattenkrieger sinnen auf Rache.

Rezension:
Die Schlacht ist beendet, doch obwohl die Lichtkämpfer siegreich aus dieser hervorgingen, haben sie kaum Grund zum Feiern. Leonardo ist in der Gewalt der Gegner, viele ihrer noch unerfahrenen Mitlieder sind noch im Bernstein eingeschlossen und können derzeit nicht befreit werden. So müssen sich die einsatzfähigen Teams aufteilen, um an möglichst vielen Stellen weiterarbeiten zu können. Zum einen muss die Suche nach dem noch fehlenden Sigilsplitter weitergehen, zum anderen muss überprüft werden, ob die Erben des letzten Sehers noch Unterlagen in ihrem Besitz haben.
Wer nach dem vorhergehenden Band dachte, jetzt würde es im Castillo vorübergehend etwas ruhiger zugehen, hat sich getäuscht. Aber wer von den Fans dieser Reihe oder allgemein ihres Autors Andreas Suchanek wäre schon auf diese Idee gekommen? Die wissen schließlich, dass eine Ruhepause nicht zu erwarten ist. Gewohnt gekonnt treibt der Autor die Handlung voran. Und über seinen Stil und seine Konstruktionskünste muss beim mittlerweile 8. Band wohl nichts mehr gesagt werden.

Fazit:
Die Schlacht ist gewonnen – auf in die nächste! Aufregend geht es weiter.

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Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch
Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Übersetzung: Christine Blum

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Spur des toten Mädchens

Klappentext:
Wie man einem gesichtslosen Magier zu Leibe rückt, was die Bewohner von Londons teuerster Immobilie so treiben und wie ungünstig es sein kann, wenn man Lady Tyburn einen Gefallen schuldet – diese und noch mehr erfreuliche Erkenntnisse warten bei seinem neuen Fall auf Police Constable Peter Grant. Einen Einblick ins Leben der Reichen und Schönen von London gibt es gratis dazu. Und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten sollte er bei all dem möglichst auch noch.
In seinem sechsten Fall muss der Londoner Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant …

  • ein verschollenes Buch finden,
  • einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären,
  • versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Tyburn zu verscherzen,
  • vermeiden, vom gesichtslosen Magier ins Jenseits befördert zu werden,
  • sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.

Und Lesley ist zurück.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neuer Feinde zu machen. Immer vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Rezension:
Peter Grant ist wieder da! Doch kaum liegt er mit Beverley im Bett, bekommt er einen Anruf von deren Schwester Ty. Bei einer Drogenparty von Jugendlichen gab es einen Todesfall. Unter den Festgenommenen ist auch Tys Tochter – und Peter soll diese möglichst unauffällig ʼraushauen. Das erweist sich als nahezu unmöglich, denn plötzlich ist Tys Tochter sogar die Hauptverdächtige. Und bei der Obduktion des Opfers finden sich Spuren von Magie! Spätestens das macht die Sache auch in rein dienstlicher Hinsicht für Peter und seinen Chef Nightingale interessant. Auch der Gesichtslose scheint in den Zwischenfall verwickelt zu sein, und der hat eine neue Assistentin. Dass auch noch schießwütige amerikanische Magie-Ermittler auftauchen, verkompliziert die Ermittlungen noch weiter. Lady Ty ist höchst sauer auf Peter.
Zum Stil von Ben Aaronovitchs „Peter Grant“-Reihe muss man wohl nicht mehr viel sagen. Allen Fans der Reihe ist es ohnehin bekannt – und Neueinsteiger sollten diese lieber von Anfang an lesen, statt mit diesem Band einzusteigen. Auch diesmal gibt es natürlich wieder zahlreiche Reminiszenzen auf Popkultur, Architektur und Polizeiarbeit. Dass Peter allen Widrigkeiten zum Trotz auch dieses Abenteuer überlebt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Schließlich wird er ja noch gebraucht. Diese herrlich schräge Fantasy-Krimi-Reihe macht auch im mittlerweile 6. Band Spaß. Und vielleicht gelingt es Peter ja sogar, endlich die Identität des gesichtslosen Magiers zu lüften. Und den Fall ins Trockene zu bringen, ohne von Ty ersäuft zu werden.
Die einzigen nicht ganz so positiven Punkte, die hier erwähnt werden müssen, betreffen die deutsche Übersetzung. Im Original heißt dieser Band „The Hanging Tree“. Das lässt sich natürlich nicht wörtlich übersetzen. Die sinngemäße Übersetzung wäre wohl „Der Galgenbaum“. Beim titelgebenden „Hanging Tree“ handelt es sich allerdings um einen Pub, der in der Geschichte eine Rolle spielt. Und der befindet sich weder im ehemaligen Dorf Tyburn, noch gehört er Lady Tyburn oder liegt am gleichnamigen Fluss. Da ist der deutsche Titel wohl nicht ganz glücklich gewählt. Und dann die lieben Hausnummern … Im ganzen Buch wird immer wieder die Adresse des Tatortes mit „Hyde Park Nummer Eins“ genannt, was im Original sicher „Number One, Hyde Park“ hieß. Sorry, aber in meinen Augen ist diese Anpassung an hiesige Gepflogenheiten eine üble Eindeutschung und fällt nicht unter den Begriff Übersetzung. Eine Hausnummer in Großbritannien gehört auch in deutscher Sprache vor den Straßennamen.

Fazit:
Eine neuer Peter Grant, wie jeder Leser und Fan es sich wünscht: humorvoll, spannend und einfach magisch.

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Das Alte Buch der Zauberer

Mario Röse
Das Alte Buch der Zauberer

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Flucht durchs Mittelalter

Klappentext:
Drei Teenager entdecken bei einem Ausflug in eine Burg in den Kellergewölben eine merkwürdige Steinplatte und ein Amulett. Ungewollt lösen sie einen Zauber aus und geraten so in das Mittelalter. Das bleibt vom finsteren Burgherrn Blackmore nicht unbemerkt. Der will sich schon seit vielen Jahren diesen Zauber zu Nutze machen und sieht in den Kindern seine Chance das Geheimnis zu lüften um England zu beherrschen.
Eine gefährliche Flucht beginnt. Aber Anny, Jack und Tom finden mutige und auch phantastische Freunde und stellen sich dem Kampf.

Rezension:
Eric, Tom und Anny treffen sich im Sommercamp, bei dem sie sich bereits im Vorjahr kennenlernten. Mittlerweile sind sie alle 13 und freuen sich auf die gemeinsamen Ferienwochen. An einem Tag findet eine Rätselwanderung statt, bei der die einzelnen Teams anhand verschiedener Hinweise das Ziel finden müssen, welches sich als Burgruine herausstellt. Als die Freunde zusammen die Ruine durchstreifen, finden sie in einem Kellerraum eine verschüttete Steinplatte und ein Amulett. Plötzlich verändert ich der Raum um sie herum, und sie stellen bald fest, dass sie im Mittelalter gelandet sind – einem Mittelalter, in dem außer Zauberern auch diverse unheimliche Tierwesen leben. Auf der Flucht vor dem äußerst unfreundlichem Burgherren verstecken die Freunde das Amulett. Doch wie sollen sie jetzt wieder an das Amulett und mit diesem zur Steinplatte zurückkommen, um in ihre eigene Zeit heimzukehren?
Mario Röses Jugend-Zeitreise-Fantasy gelingt es, einem gängigen Thema interessante neue Aspekte abzugewinnen. Die 3 Protagonisten haben jeweils einen individuellen, glaubhaften Charakter. Lediglich einige der im Mittelalter verwurzelten Charaktere wirken etwas (zu) naiv. Die Handlung nimmt den Leser schnell gefangen und bietet auch für die am Ende angedeutete Fortsetzung noch genügend Potential. So macht das Lesen Spaß.
Nach all diesem Lob für die Story an sich muss die handwerkliche Umsetzung jedoch erheblich kritisiert werden. Leider springt der Autor sinnlos zwischen den Zeitformen hin und her. Während das Abenteuer eigentlich im Präteritum erzählt wird, erscheinen Teilsätze, ganze Sätze und manchmal sogar ganze Absätze ohne inhaltliche Begründung plötzlich im Präsens. Hinzukommen zahlreiche Satzfehler. Beispielsweise wird der Apostroph (’) im ganzen Buch als Komma (,) dargestellt. Außerdem gibt es leider keine Kapiteleinteilung. All dies trübt den Gesamteindruck leider erheblich. Auch die Tatsache, dass Eric im ‚Klappentext‘ überraschenderweise Jack heißt, zeugt von mangelnder Sorgfalt. Dem Buch wäre in dieser Hinsicht eine gründliche Überarbeitung zu wünschen.

Fazit:
Ein interessantes phantastisches Zeitreise-Abenteuer mit jungen Helden, bei dessen Umsetzung leider handwerklich geschlampt wurde.

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Hexenfeuer – Lodernder Hass

Marcel Weyers
Hexenfeuer – Lodernder Hass

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Anfänge der Hexenjagd

Klappentext:
Mein Name ist Elizabeth Willows. Ich bin eine Hexe. Verraten und verstoßen von allen Wesen dieser Welt, baue ich mir mein eigenes Leben in Salem auf. Doch egal wie sehr ich mich auch bemühe, mir Gleichgesinnte zu erschaffen, ich werde immer wieder enttäuscht. Jetzt nehme ich mein Schicksal selbst in die Hand und kreiere mir eine Welt nach meinen Vorstellungen. Die Menschen, die mich verletzt haben, sollen brennen!

Rezension:
Die Hexe Elizabeth Willows erzählt von ihrer Ankunft in der Neuen Welt, wo es sie und ihre Familie nach Salem verschlägt. Doch wegen ihrer besonderen Begabung will selbst ihre Familie nicht viel von ihr wissen – und der Mann, den sie liebt, wird zum erbitterten Hexenjäger.
Wie der Autor Marcel Weyers ausdrücklich beton, handelt es sich bei dieser und mehreren anderen „Hexenfeuer“-Stories um kurze Hintergrundgeschichten zur „Raben“-Saga – welche ich zugegebenermaßen nicht kenne. Leider werden die Gründe für Elizabeths Menschenhass hier nicht wirklich deutlich. Eventuell werden diese als aus der Hauptreihe her bekannt vorausgesetzt. Ohne deren Kenntnis ist diese Kurzgeschichte lediglich ein sehr geraffte Erlebnisbericht einer jungen Frau, die sich innerhalb relativ kurzer Zeit zu eine menschenhassenden Furie entwickelt, der es nichts ausmacht, über Leichen zu gehen.

Fazit:
Eine Hintergrundgeschichte, die wenig Hintergründe bietet und wohl nur für Kenner der „Raben“-Saga von Interesse ist.

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Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

Leif Inselmann
Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Sorgen der Engel

Klappentext:
Seekühe regieren im Geheimen die Welt. Ein Dämon nistet sich als unliebsamer Mitbewohner ein. Und Götter vertreiben sich die Zeit mit absonderlichen Projekten. Ganz abgesehen von der Bürokratie des Himmels, die den Engeln zunehmend über den Kopf wächst… Acht satirische Geschichten geleiten den Leser durch die Absurditäten menschlicher Vorstellungskraft, von Verschwörungstheorien bis hin zum etwas anderen Exorzismus. Die Verletzung religiöser Gefühle wird billigend in Kauf genommen.
Inhalt: Der Dämon auf dem Sofa / Illumanati / Himmlische Verhältnisse / Gottesaustreibung / Zwei Propheten und ein Götze / Bervenis Moralproblem / Eine (rechtsesoterische) Dystopie / Schieß den Star!

Rezension:
Welche Umgangsformen gelten für Dämonen im Wohnzimmer? Sind Seekühe harmlose Vegetarier? Ist der Job des Ministers für interreligiöse Angelegenheiten wirklich erstrebenswert? Wie können sich Eltern einer kleinen Tochter helfen, wenn die plötzlich von Gott besessen ist? Wie vertreiben sich Götter die Langeweile? Und wer weiß auf all diese Fragen eine Antwort?
Zumindest die letzte Frage hat eine sofortige Beantwortung verdient. Und die heißt: Leif Inselmann. Was der Autor hier an Kurzgeschichten präsentiert, ist einfach zum Totlachen! Wie soll ein pflichtbewusster Engel auch auf eine Eingabe von Lenin reagieren? Hätte man die Hölle doch nur nie ans Internet angeschlossen!
Als Leser macht es einem einfach Spaß, zuzusehen, wie sich die Protagonisten mit diesen absurden Problemen herumschlagen müssen. Es sind schließlich nicht die eigenen. (Nein, auf meinem Wohnzimmersofa sitzt definitiv kein Dämon!) Sprachlich wird das alles angenehm flüssig dargeboten, sodass die Seiten nur so an einem vorbeiziehen und das Buch fiel zu schnell beendet ist.
… und am Ende erfahren wir auch noch die ultimative Lösung für das Dschungelcamp-Problem. Mögen es sich die Verantwortlichen eines gewissen Fernsehsenders zu Herzen nehmen.

Fazit:
Der herrlich schräge Humor macht dieses Buch zu etwas Einzigartigem. Für alle Fans humorvoller Fantasy eine absolute Leseempfehlung!

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