Blutsbekanntschaft

Dorit David
Blutsbekanntschaft

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Blutspende mit Folgen

Klappentext:
Für alle Fans von Speck zu Gold
Nadine aus der berüchtigten Burlesque-Combo, die schon in Dorit Davids Roman Speck zu Gold ihren Auftritt hatte, verdreht einem Mann gehörig den Kopf und streckt einen anderen zu Boden. Eine wahre Powerfrau mit Charme und Durchsetzungskraft!

Rezension:
Blutspendetermin. Doch was ist, wenn man vorher noch schnell aufs Klo muss? Zum Glück gibt es ja gleich nebenan einen Burger-Laden. Aber wie soll man dort aufs den Gästen vorbehaltene Klo kommen, wenn man seinen Burger-Gutschein erst nach absolvierter Blutspende bekommt?
Wie bereits der ‚Klappentext‘ zu Dorit Davids Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe verrät, handelt es sich bei dieser mehr oder weniger um eine Nebengeschichte zu einem Roman der Autorin. Da ich diesen nicht kenne, kannte ich natürlich auch die Protagonistin namens Nadine noch nicht. Der Hauptprotagonist dieser Kurzstory ist aber ohnehin männlich. Dieser lernt bei besagter Blutspendeaktion Nadine kennen. Und viel mehr passiert – abgesehen von ein paar humorvollen Momenten – in dieser Geschichte auch nicht. Der Schreibstil der Autorin ist zwar sehr gut lesbar, die Gedankengänge der Protagonisten auch durchaus nachvollziehbar, für eine eigenständige Story ist das aber doch etwas zu wenig, um wirklich überzeugen zu können. Für Nadine-Fans aus dem Roman mag das natürlich etwas anders aussehen.

Fazit:
Humoristische Zwischenfälle am Rande einer Blutspendeaktion – ein Lächeln in einer kurzen Lesepause sind sie allemal wert.

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His Dark Materials Trilogy: Three BBC Radio 4 Full-Cast Dramatisations

Philip Pullman
His Dark Materials Trilogy: Three BBC Radio 4 Full-Cast Dramatisations

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Aufeinandertreffen der Welten

Klappentext:
A breathtaking epic, the award-winning His Dark Materials trilogy spans a multitude of worlds. The opening instalment Northern Lights is set in a parallel world like, yet very unlike, our own. Twelve-year-old Lyra, whose daemon Pantalaimon is part of her very self, is growing up in an ancient, ritual-haunted Oxford. She becomes involved in a quest to find her father and rescue her friend Roger from evil kidnappers, aided by armoured bears, Gyptians and a witch-queen. The second instalment, The Subtle Knife, introduces us to Will Parry – a young boy with a dangerous mission to fulfil. When he and Lyra cross paths, they decide to help each other, but the world of Cittágazze is a strange and unsettling place, where deadly soul-eating Spectres roam… The concluding instalment, The Amber Spyglass, brings the saga to a thrilling close. Lyra and Will are aided by friends old and new as they continue their perilous journey. As childhood slips away, they face further dangers – including a terrifying voyage to the world of the dead. Mixing science, theology and magic to fantastic and exciting effect, Pullman’s gripping trilogy was an international bestseller, and these thrilling full-cast dramatisations bring Philip Pullman’s masterpiece to vivid life.

Rezension:
Lyra wächst in Oxford auf – im magischen Oxford einer Parallelwelt, in der Menschen nur mit ihrem Dæmon lebensfähig sind und das sich in etwa auf dem gesellschaftlichen Stand unseres 19. Jahrhunderts befindet. Rätselhafte Entdeckungen und ein verschwundener Freund bringen sie dazu, in die Arktis aufzubrechen. Will lebt dagegen im Oxford unserer Welt. Als die Ereignisse andeuten, sein vor Jahren verschollener Vater könnte noch am Leben sein, macht er sich spontan auf die Suche. Er und Lyra entdecken einen Weg, zwischen den Welten zu wechseln, und erleben zusammen einige gefährliche Abenteuer – und das nicht nur in den beiden Welten, aus denen sie stammen. Bei weitem nicht alle sind ihnen wohlgesonnen. Sie müssen feststellen, dass viele die Portale für ihre Zwecke nutzen und missbrauchen wollen, und geraten zwischen die Fronten.
Dies ist die grundlegende Geschichte von Philip Pullmans berühmter Trilogie, die hierzulande unter dem Titel „Der goldene Kompass“ bekannt ist. Diese Bücher hatte ich in deutscher Übersetzung auch schon gelesen, als ich die Gelegenheit erhielt, sie im englischen Original als Hörbücher zu bekommen. Dachte ich zumindest. Wie sich herausstellte (und weshalb ich den Untertitel hier ausdrücklich mit aufführe), handelt es sich jedoch um ein von der BBC produziertes Hörspiel. Trotz der für ein solches beachtenswerten Länge von rund 2,5 Stunden pro Band (7,5 Stunden insgesamt) war in dieser Form natürlich keine ungekürzte Wiedergabe der doch recht umfangreichen Bücher möglich.
Auf die den Hörspielen zugrundeliegende, sehr gute Trilogie will ich hier nicht näher eingehen. Nur soviel sei gesagt: Der Autor hat offenbar eine starke Abneigung gegen Happyends. Aber kommen wir zur Hörspielreihe und damit zu einem für mich relativ ungewohntem Medium. Hier finden sich Licht und leider auch einige Schatten.
Während viele Sprecher, insbesondere auch die der beiden Kinder, einen guten Job abliefern, gibt es leider auch mehrere, die mit einer völlig übertriebenen Betonung sprechen, welche mich an Schauspieler eines Shakespeare-Stücks erinnert, die ohne Mikrofon und Lautsprecher bis in die letzte Reihe verstanden werden wollen. Ganz besonders negativ fällt in dieser Hinsicht gerade der Erzähler auf, der natürlich einen großen Anteil des Textes vermittelt. Speziell seine Kommentare von Kampfszenen wirken extrem übertrieben und unglaubwürdig. Die Tatsache, dass gleich mehrere Sprecher derart auffällig agieren, legt natürlich den Verdacht nahe, dass die Schuld auch beim Regisseur liegen könnte.
Der andere große Kritikpunkt sind die bereits erwähnten Kürzungen, auch wenn diese an sich wohl unvermeidlich waren. Ohne Kenntnis der Bücher wären (wie mir auch andere Hörer bestätigt haben) viele Zusammenhänge wohl nicht zu erfassen. An einem Nur-Hörer würde einiges der komplexen Handlung der Bücher vorübergehen.

Fazit:
Diese Hörspielfassung wird der zugrundeliegenden Buch-Trilogie leider nicht gerecht. Philip-Pullman-Neulingen sei die Buchfassung empfohlen.

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Die Chroniken der Westfal-Chaoten – 1 – Das Uhrwerk des Bösen

Andreas Reuel
Die Chroniken der Westfal-Chaoten – 1 – Das Uhrwerk des Bösen

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Auf verschlungenen Pfaden

Klappentext:
Trist, hart und staubig ist der Alltag von vier ungewöhnlichen Freunden. Bis eines Tages, bei Arbeiten in den Stollen des Bergbauwerkes des Örtchens Sankt Ohlberg, ein mysteriöser Raum entdeckt wird. Was Winfried Tretenville, der Magier der Kupferburg, dort vorfindet, bleibt vorerst ein Geheimnis. Doch sein Fund verschwindet über Nacht und besagtem Magier bleibt nichts anderes übrig, als danach suchen zu lassen.
Auf Empfehlung des Schichtleiters, werden die vier Freunde um den Zwerg Tolumirantos Luck auf die Suche geschickt, diesen Fund wieder zu beschaffen. Unverhofft ist diese Aufgabe nicht so leicht, denn plötzlich sind sie die Gesuchten. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als ihre Unschuld zu beweisen.

Rezension:
Der Zwerg Tolumirantos arbeitet genau wie seine Freunde, die Elben Andored und Tomagril sowie der Mensch Medjev, im Bergwerk. Diese Arbeit ist zwar dreckig und langweilig, dafür aber halbwegs profitabel. Als eines Tages ein wertvoller Fund verschwindet, werden die Freunde beauftragt, diesen wieder aufzufinden. Doch schon bald werden sie als die vermeintlichen Diebe gejagt. Werden sie es schaffen, ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu überführen?
Andreas Reuel wählt als Setting seines Fantasy-Abenteuers die eher ungewöhnliche Kombination aus einer frühneuzeitlicher Umgebung im deutschsprachigen Raum und der Co-Existenz unterschiedlicher humanoider Arten. Die eigentlichen Fantasy-Elemente im engeren Sinne (wie beispielsweise Zauberei oder Gestaltwandlung) nehmen dagegen einen relativ unbedeutenden Raum ein. Aber neue Ideen sind es ja schließlich, von denen das Genre lebt.
Leider wird der Lesespaß an der interessanten und humorvollen Geschichte von einer sehr nachlässigen Arbeitsweise des Autors getrübt. Etwas, das man auch nur ansatzweise als Lektorat und/oder Korrektorat bezeichnen könnte, hat definitiv nicht stattgefunden. Anders lassen sich die unzähligen Rechtschreib- und Interpunktionsfehler nicht erklären. Selbst die beigefügte Kartenskizze passt nicht zum Text. So durchqueren die Protagonisten im Text zwischen den Orten Sintelrath und Gontherberg wiederholt den Fallbörn (einen Wald), der auf der Karte jedoch ganz woanders verzeichnet ist. Das ist sehr bedauerlich, denn die eigentliche Handlung verdient durchaus das Interesse Genre-interessierter Leser. Eventuell entschließt sich der Autor ja noch, entsprechende Überarbeitungen nachzuholen, was bei der Verbreitung über Books on Demand ja kein großes Problem darstellt.

Fazit:
Eine interessante Fantasy-Story in einem ungewöhnlichen Setting, die jedoch leider unter einer recht nachlässigen Arbeitsweise leidet.

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Halifax

J. Monika Walther
Halifax

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Reise ins Nichts

Klappentext:
Ein verhängnisvolles Verwirrspiel
Alice wünscht sich voller Sehnsucht in die Fremde. Sie fliegt nach Halifax zu Max, ihrer großen Liebe. Aber eine Tote am Strand und Geld – viel Geld – verändern all ihre Pläne und Hoffnungen …

Rezension:
Seit ihr Freund Max nach Kanada gezogen ist, hat Alice ihn nicht mehr persönlich gesehen. Das soll sich ändern, und so fliegt sie selbst dorthin. Doch Max erwartet sie nicht am Flughafen. Auf der Suche nach ihm wird Alice in kriminelle Machenschaften hineingezogen.
Was zuerst wie eine Lovestory wirken könnte, entpuppt sich schnell als handfester Krimi. Die Protagonistin muss schnell erkennen, dass ihr (Ex-)Freund tief in undurchschaubare Handlungen verstrickt ist – ob als Opfer oder als Täter ist dabei zunächst nicht ersichtlich. Das hört sich nach einer interessanten Handlung an, doch leider wirkt J. Monika Walthers Kurzgeschichte viel zu konstruiert, um auch nur ansatzweise glaubhaft zu sein. Immer trifft Alice rein zufällig auf genau die richtigen Leute, die sich ausnahmslos als Teil des Puzzles herausstellen. Und ohne dass auch nur die kleinsten Skrupel erkennbar wären oder sie auch nur kurz erkennbar nachdenken müsste, will sie teilhaben. Die Beweggründe oder Gedanken der Frau bleiben komplett im Dunkeln. Das kann leider auch als Kurzgeschichte nicht überzeugen. Das unaufgeklärte Ende tut ein übriges.

Fazit:
Ein interessanter Ansatz dessen Umsetzung leider nicht überzeugen kann.

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Induratio p. plastica

Thomas Kowa
Induratio p. plastica

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Der Whiskey als Zeuge

Klappentext:
Ein Fall für Polanski
Kommissar Zbiegniew Polanski – achtfach geschieden und mehrfach von den Ärzten abgeschrieben – ermittelt bei einem Mordfall auf einem Poetry Slam. Bevor er den Täter überführen kann, muss er sich jedoch einer Flasche Whiskey und seinen eigenen Vorurteilen stellen.

Rezension:
Auf einem Poetry Slam wurden sämtliche Preisrichter ermordet. Als Kommissar Polanski am Tatort eintrifft, steht er vor dem Problem, dass der Tätet maskiert war. Alle Teilnehmer kommen als Täter in Betracht.
Thomas Kowa hat sein Talent für urkomische Kurzgeschichten bereits wiederholt unter Beweis gestellt. Leider gehört diese nicht zu seinen Meisterwerken. Ein Kommissar, der mehr über seine diversen Krankheiten – der Titel nennt übrigens eine von ihnen – nachdenkt als über den Fall, ist nur eingeschränkt amüsant. Die Pointe ist wohl nur für Kenner der Poetry-Slam-Szene lustig. Damit Poetry-Slam-Laien die Auflösung überhaupt verstehen können, wurde extra eine Erklärung hinzugefügt. Da ist man vom Autor besseres gewohnt.

Fazit:
Auch gute Autoren greifen leider mal daneben. Dieser booksnack ist weder richtig lustig noch richtig spannend.

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Zweifelhafte Aussichten

Claudia Zentgraf
Zweifelhafte Aussichten

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Die richtige Entscheidung?

Klappentext:
Geld oder Liebe?
Pauls Cousine Sarah war begeistert von Madame Lavinas Fähigkeiten die Zukunft vorauszusagen. Da bei Paul entscheidende Veränderungen anstehen, möchte auch er dieses eine Mal Madame Lavinas Dienste in Anspruch nehmen. Allerdings verläuft das Gespräch anders als erwartet. Erst viel später versteht Paul, was Madame Lavina in ihrer Ahnung gesehen hat …

Rezension:
Als Paul seines beruflichen Aufstiegs willen von New York nach Chikago wechseln will, entschließt er sich, vorher noch seine privaten Angelegenheiten zu klären. Doch wie soll er sich entscheiden? Kann ihn eine Wahrsagerin, die ihm von seiner Cousine empfohlen wurde, dabei helfen?
Am Anfang der Geschichte ist nicht sofort erkennbar, dass Claudia Zentgraf ihre Leser mit dieser in die 1920er entführt. Wie der Protagonist beinahe alles falsch versteht, ist gut geschildert. Leider bleibt am Ende doch gar zu viel offen, um eine wirklich runde Kurzgeschichte zu ergeben.

Fazit:
Ein Blick in die USA der 1920er Jahre mit überraschendem Ausgang.

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Das magische Amulett – 88 – Todesfalle Regenwald

Jan Gardemann
Das magische Amulett – 88 – Todesfalle Regenwald

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Gefährliche Fazenda

Klappentext:
Diesmal führt das Abenteuer Brenda Logan, die Archäologin und Amulettforscherin, in den brasilianischen Regenwald. Professor Helen Rotherhide, die stellvertretende Museumsdirektorin des British Museum in London, hatte sie gebeten, sie bei ihrer Expedition zu begleiten, um ihre Forschung zu Ende zu bringen. Doch das ist nicht der wahre Grund, wie Brenda feststellen muss, als sie auf der Fazenda von Carlos Ruize eintreffen. Hier hört sie zum ersten Mal von den Wanoris, die Helen finden will. Und dann kommt es zu einem mysteriösen Vorfall, der Brenda fast das Leben kostet …

Rezension:
Brendas neue Chefin nimmt sie als einzige mit in den brasilianischen Urwald – keine anderen Forscher, keine Ausgrabungsausrüstung, absolut nichts, was man bei einer archäologischen Expedition erwarten sollte. Die Vermutung, dass es Professor Rotherhide in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht, liegt nahe. Dass jedoch schon ihre Dusche auf der Fazenda, die ihr Hauptquartier werden soll, lebensgefährlich wird, hätte sie dann doch nicht erwartet.
Die elektronische Heftroman-Reihe „Das magische Amulett“ ist bereits (mindestens) bei Band 127 angekommen, wovon der vorliegende jedoch der einzige ist, den ich bisher kenne. Demzufolge war mir auch die Heldin Brenda Logan bisher unbekannt. Trotzdem ist schnell zu erkennen, dass es sich bei ihr um eine Archäologin handelt, deren eigentliches Interessengebiet magische Amulette bilden. Was sie, um ihren wissenschaftlichen Ruf zu wahren, natürlich geheim hält. Vermutlich trifft sie in jedem Band auf ein solches. So auch hier.
Was an sich eine durchaus brauchbare Idee ist, erweist sich leider als eher lieblos heruntergeschriebene Massenware. Das verwundert natürlich weniger, wenn man bedenkt, dass alle Bände von Jan Gardemann verfasst wurden (falls es sich dabei nicht um ein Gemeinschafts-Pseudonym wechselnder Autoren handelt). Trotzdem hat die Geschichte ihren Reiz, weshalb sie sich für eine entspannende Lesestunde ohne viel Tiefgang durchaus eignet.

Fazit:
Eine unterhaltsame Urban-Fantasy-Unterhaltungs-Massenware ohne Tiefgang.

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Camillas Kräutersuppe

Monika Detering
Camillas Kräutersuppe

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Auf die Zutaten kommt es an

Klappentext:
Eine skurrile Krimikomödie inklusive Kräuersuppen-Rezept
Camilla träumt von einem Clooney-Verschnitt. Nur ist sie nicht die Schönste. Das macht aber Gottlieb nichts aus. Er liebt sie. So hütet sie nahe des großes Moores Haus und Garten, bis sie die Einsamkeit erdrückt. Sie braucht Auszeit in der Stadt. Das gefällt Gottlieb nicht. Da er im Samenhandel tätig ist, bringt er eine Menge zum Aussäen mit. „Damit du ein Hobby hast!“ Camilla sät, Camilla erntet, Camilla entdeckt in der Stadt ein anderes Leben. Seitdem gefällt ihr der kleingewachsene Gottlieb nicht mehr. Er nervt sie mit seiner Bitte, ihm nun regelmäßig zur Stärkung seiner Gesundheit nach seinen Vorgaben Kräutersuppe zu kochen. Camilla ergänzt diese Vorgaben auf ihre Weise und siehe da …

Rezension:
Eigentlich ist Camilla mit ihrem Mann ganz zufrieden. Was ihr weniger gefällt, ist, dass er es nicht gerne sieht, wenn sie auch mal in die Stadt fahren will. Um sie ans Haus zu binden, überzeugt er sie, einen Kräutergarten anzulegen. Und da er an die therapeutischen Eigenschaften frischer Kräutersuppe glaubt, lässt er sich von seiner Frau regelmäßig eine solche aus eigenem Anbau zubereiten.
Ein Hausmütterchen wider eigenem Willen und Kräuter aller Art – das kann doch nur in eine Richtung laufen. Richtig geraten! Wohin sich Monika Deterings Story entwickelt, wird wohl keinen geübten Krimi-Leser wirklich überraschen. Leider fehlen dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe jedoch Wendungen, die dieser Suppe eine interessante Geschmacksnote mitgeben würden. So fehlt ihr leider das gewisse Quäntchen Pfeffer.
Das mitgelieferte Kräutersuppen-Rezept kommt natürlich ohne Camillas ‚Sonderzutaten‘ aus.

Fazit:
Ein Kurzkrimi ohne große Überraschungen – nicht mehr und nicht weniger. Gegen die Langeweile zwischendurch eventuell ganz brauchbar.

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Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

Marion Minks
Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

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Sein letzter Fall

Klappentext:
August 1914
Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot.
Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen?
Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden.

Rezension:
Sherlock Holmes hat einen Halbbruder. Nein, nicht Mycroft ist gemeint. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater noch einen Sohn mit einer anderen Frau. Und genau dieser Sherrinford lernt seinen 30 Jahre älteren Halbbruder, der sich längst zur Ruhe gesetzt hat, endlich persönlich kennen. Als es darum geht, einen von Sherrinfords Patienten, der sich im Umkreis des Okkultisten Aleister Crowley bewegt, zu helfen, stimmt Sherlock natürlich zu. Beim Eintreffen finden die beiden Halbbrüder den Hilfesuchenden jedoch erhängt vor. Sherlock ist sich sofort sicher, dass es kein Selbstmord war.
Eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die von seinem erheblich jüngerem Halbbruder erzählt wird, Dr. Watson kommt nur ganz am Rande vor. Der Zweck dieses Konstruktes erschließt sich dem Leser leider nicht so recht, erscheint Sherrinford in seiner Denk- und Handlungsweise sowie seiner Bewunderung für den berühmten Detektiv doch fast wie eine Kopie Dr. Watsons. Die Story an sich hätte von diesem erzählt genauso funktioniert. Dabei trifft Marion Minks den Erzählstil des Originals sogar recht gut, was in diesem speziellen Fall aber eher irritiert, da es sich ja um einen ganz anderen fiktiven Erzähler handelt. Trotzdem der eigentliche Fall interessant und gut durchdacht ist, hinterlässt diese Kurzgeschichte ihre Leser deshalb mit gemischten Gefühlen. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Settings und (mit Einschränkungen) des Endes erscheint sie nicht wie ein ‚richtiger‘ Sherlock Holmes.
Nachdem der vorhergehende Band „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ eindeutig den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, fällt dieser Band leider wieder in die Mittelmäßigkeit ab.

Fazit:
Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte.

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Porca Miseria

Jennifer Wellen
Porca Miseria

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Auf den Hund gekommen

Klappentext:
Bellende Hunde beißen nicht
Mafiosi Rico soll im Auftrag seines Chefs den Laden der Familie Calussi mal ordentlich aufmischen. Zusammen mit El Diablo, einem Hund, der den Bastarden das Fleisch aus den knochigen Hintern beißen soll. Undbei Wel da fängt Ricos Problem an. Der Dobermann ist nämlich alles andere als ein Teufel. Eher ein gutmütiges Schaf, das sich bei jeder Kleinigkeit gleich ins Hundefell macht. Somit bleiben Rico vierundwanzig Stunden, um aus dem Schisser eine reißende Bestie zu machen und den Auftrag durchzuführen. Andernfalls endet Rico womöglich selbst mit Bleifüßen im East River!

Rezension:
Rico soll die konkurrierende Maffia-Sippe aufmischen, und Dobermann El Diablo soll ihm auf Anweisung seines Bosses dabei helfen. Dumm nur, dass El Diablo alles andere als ein Kampfhund ist. Schlimmer noch: Plötzlich sind die Waffen der Konkurrenz auf Rico gerichtet!
Die Idee zu Jennifer Wellens Kurzgeschichte hört sich interessant an – und könnte durchaus funktionieren. Nur was ist „Porca Miseria“? Für einen Krimi fehlt die Spannung, für ein humorvolles Buch (wie es vom Verlag eingestuft wird) der richtige Humor. Letzterer reicht gerade einmal für ein leichtes Lächeln. Für die leichte Zwischendurchunterhaltung ist die Story wegen des guten Schreibstils der Autorin aber durchaus brauchbar.

Fazit:
Ein lustiger Krimi, der beides nicht so ganz ist.

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