Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

Marion Minks
Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

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Sein letzter Fall

Klappentext:
August 1914
Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot.
Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen?
Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden.

Rezension:
Sherlock Holmes hat einen Halbbruder. Nein, nicht Mycroft ist gemeint. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater noch einen Sohn mit einer anderen Frau. Und genau dieser Sherrinford lernt seinen 30 Jahre älteren Halbbruder, der sich längst zur Ruhe gesetzt hat, endlich persönlich kennen. Als es darum geht, einen von Sherrinfords Patienten, der sich im Umkreis des Okkultisten Aleister Crowley bewegt, zu helfen, stimmt Sherlock natürlich zu. Beim Eintreffen finden die beiden Halbbrüder den Hilfesuchenden jedoch erhängt vor. Sherlock ist sich sofort sicher, dass es kein Selbstmord war.
Eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die von seinem erheblich jüngerem Halbbruder erzählt wird, Dr. Watson kommt nur ganz am Rande vor. Der Zweck dieses Konstruktes erschließt sich dem Leser leider nicht so recht, erscheint Sherrinford in seiner Denk- und Handlungsweise sowie seiner Bewunderung für den berühmten Detektiv doch fast wie eine Kopie Dr. Watsons. Die Story an sich hätte von diesem erzählt genauso funktioniert. Dabei trifft Marion Minks den Erzählstil des Originals sogar recht gut, was in diesem speziellen Fall aber eher irritiert, da es sich ja um einen ganz anderen fiktiven Erzähler handelt. Trotzdem der eigentliche Fall interessant und gut durchdacht ist, hinterlässt diese Kurzgeschichte ihre Leser deshalb mit gemischten Gefühlen. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Settings und (mit Einschränkungen) des Endes erscheint sie nicht wie ein ‚richtiger‘ Sherlock Holmes.
Nachdem der vorhergehende Band „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ eindeutig den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, fällt dieser Band leider wieder in die Mittelmäßigkeit ab.

Fazit:
Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte.

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Porca Miseria

Jennifer Wellen
Porca Miseria

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Auf den Hund gekommen

Klappentext:
Bellende Hunde beißen nicht
Mafiosi Rico soll im Auftrag seines Chefs den Laden der Familie Calussi mal ordentlich aufmischen. Zusammen mit El Diablo, einem Hund, der den Bastarden das Fleisch aus den knochigen Hintern beißen soll. Undbei Wel da fängt Ricos Problem an. Der Dobermann ist nämlich alles andere als ein Teufel. Eher ein gutmütiges Schaf, das sich bei jeder Kleinigkeit gleich ins Hundefell macht. Somit bleiben Rico vierundwanzig Stunden, um aus dem Schisser eine reißende Bestie zu machen und den Auftrag durchzuführen. Andernfalls endet Rico womöglich selbst mit Bleifüßen im East River!

Rezension:
Rico soll die konkurrierende Maffia-Sippe aufmischen, und Dobermann El Diablo soll ihm auf Anweisung seines Bosses dabei helfen. Dumm nur, dass El Diablo alles andere als ein Kampfhund ist. Schlimmer noch: Plötzlich sind die Waffen der Konkurrenz auf Rico gerichtet!
Die Idee zu Jennifer Wellens Kurzgeschichte hört sich interessant an – und könnte durchaus funktionieren. Nur was ist „Porca Miseria“? Für einen Krimi fehlt die Spannung, für ein humorvolles Buch (wie es vom Verlag eingestuft wird) der richtige Humor. Letzterer reicht gerade einmal für ein leichtes Lächeln. Für die leichte Zwischendurchunterhaltung ist die Story wegen des guten Schreibstils der Autorin aber durchaus brauchbar.

Fazit:
Ein lustiger Krimi, der beides nicht so ganz ist.

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Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

J.J. Preyer
Baker Street Tales – 1 – Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross

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Watson diskriminiert

Klappentext:
In Charing Cross, dem offiziellen Mittelpunkt Londons, laufen die dunklen Fäden des Falles zusammen in dem Sherlock Holmes und Dr. Watson mit den mörderischen Konsequenzen früherer Ermittlungen konfrontiert werden, in deren Verlauf Baron von Gruner das Augenlicht verloren hatte und der sich nun grausam rächt.

Rezension:
Vor Jahren überführten Holmes und Watson Baron von Gruner. Seitdem sich eines seiner Opfer rächte, ist dieser erblindet und sinnt auf Rache sowohl an der Frau, die ihm Säure ins Gesicht spritzte, als auch an Holmes und Watson. Watson, der schon länger keinen Kontakt mehr zu Holmes hatte, erfährt eines Tages, dass es dem Baron gelungen ist, sich an dieser Frau zu rächen. Und gerade jetzt ist Holmes nicht erreichbar.
Dieser Band bildet den Auftakt zu den „Baker Street Tales“, einer Kurzgeschichtenreihe mit neuen Abenteuern um Sherlock Holmes und Dr. Watson.
Leider gelingt es J.J. Preyer an keiner Stelle der Geschichte auch nur annähernd, das vom Original gewohnte Sherlock-Holmes-Feeling zu treffen. Zum einen liegt das zweifellos daran, dass das Abenteuer hier nicht wie gewohnt von Watson aus der Ich-Perspektive geschildert wird, zum anderen daran, dass speziell Watsons Charakter nicht annähernd getroffen wird. Im Original wäre ein Watson, der sich pausenlos darüber aufregt, dass Holmes ihn nicht seiner Wichtigkeit entsprechend schätzt, absolut unvorstellbar.
Der zu klärende Fall an sich hat mit seinen unerwarteten Wendungen durchaus seinen Reiz, auch wenn das Ende leicht übertrieben wirkt. Lediglich da bekannte Ermittlerpaar wirkt nicht stimmig.

Fazit:
Ein interessanter Kriminalfall, dem jedoch wegen schlecht getroffener Protagonisten das typische Sherlock-Holmes-Feeling fehlt.

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E-Mails aus dem Süden

Britta Meyer
E-Mails aus dem Süden

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Urlaubsfreuden

Klappentext:
Ab in den Urlaub!
Als Leiterin eines Reisebüros ist das Reisen Britta Meyers täglich Brot. Doch jetzt heißt es für sie selbst: Koffer packen und ab in den Süden! Aber mitten im Sommer ans Mittelmeer? Geht gar nicht! Also reist Britta Meyer stattdessen in das spanische Familienhotel an der Costa de la Luz – alleine. Halb so schlimm, zumindest an den meisten Urlaubstagen …

Rezension:
Was macht eine Reiseexpertin, wenn sie endlich selbst Urlaub hat? Die verreist natürlich. Und wohin? In den Süden. Wohin sonst? Jetzt muss sich zeigen, ob das professionelle Entspannen wirklich so funktioniert, wie sie es ihren Kunden immer verkauft.
In dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe werden die meist heiteren Urlaubserlebnisse einer Alleinreisenden erzählt. Als Stilmittel wählt Autoren Britta Meyer dabei die Form von eMails in die Heimat. So manche der beschriebenen Begebenheiten erinnern einen dabei an den einen oder anderen eigenen Urlaub. Trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Für eine runde Kurzgeschichte sind diese (fiktiven) Urlaubsnotizen wohl doch etwas zu wenig.

Fazit:
Kurze Urlaubserinnerungen, wie sie wohl jeder aus eigener Erfahrung kennt, aber leider keine wirkliche Geschichte.

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Im Zeichen des Lotus – 7 – Verlorener König

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 7 – Verlorener König

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Kein wahrer Sieger

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Penelope steht in Flammen, das Feuer frisst sich durch sie hindurch, bereit alles zu zerstören und alles in seinem Weg mit sich zu reißen – zu Asche und Staub. Kann sie es aufhalten oder wird sie mit ihm unter gehen?
Titus weiß, er muss handeln, muss nun beweisen, dass er noch der König ist, der in dieser Situation gebraucht wird. Aber was, wenn er nicht stark genug ist, die Seinen zu beschützen, wenn er nur noch ein Schatten ist, nicht fähig, dem Feind etwas entgegen zu halten?

Rezension:
Nach wie vor wird Penelope bei den Solani gefangengehalten, weil diese ihr nicht vertrauen. Als Titus sie zur Rede stellen will, erwacht ihre ‚innere Kampfmaschine‘, und gegen ihren bewussten Willen kämpft sie sich den Weg frei. Was zurück bleibt, ist ein vollkommen zerstörtes Quartier der Solani. Penelope weiß nicht, wie viele von denen sie ohne eigenes Wollen getötet hat. Wie soll es jetzt weitergehen?
„Im Zeichen des Lotus“ startet mit diesem Band in die 2. Staffel. Das Rätsel um Penelope wird immer komplexer, aber auch zu den Solani kommen eher neue Fragen hinzu als alte beantwortet werden. Leider lässt Valerie Loe den Spannungsbogen in diesem Band eher durchhängen. Nach einem actionreichen Kampf gleich am Anfang dümpelt die Handlung ohne nennenswerte Entwicklung etwas vor sich hin, bevor im allerletzten Abschnitt des Bandes völlig unerwartet ein aufsehenserregender Cliffhanger kommt. Für den Leser bleibt zu hoffen, dass dieser in einem etwas handlungsreicherem Band 8 aufgelöst wird.

Fazit:
Nach einem kurzem, aber actionintensiven Auftakt plätschert dieser Band leider etwas zu ruhig dahin.

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Der Krebskönig

Lisa Straubinger
Der Krebskönig

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Der letzte Ausflug

Klappentext:
Eine berührende Vater-Tochter-Kurzgeschichte
Erinnerungen an ein vergangenes Leben, an vergangene Zeiten am Meer, an eine vergangene Familie. An den Vater, der nach schwerer Krankheit gestorben ist. An die Verabschiedung zwischen Vater und Tochter, die trauriger nicht sein könnte. Erinnerungen an den Krebskönig.

Rezension:
Eine Tochter erinnert sich daran, wie es war, als ihr Vater an Krebs starb. Damals war sie noch zu jung, um das wirklich zu verstehen.
Lisa Straubingers Kurzgeschichte ist sehr gefühlsbetont verfasst, sodass der Leser die Gefühlswelt des kleinen Mädchens beinahe mitzuerleben glaubt. Mir persönlich ist sie aber deutlich zu düster angelegt. Ein paar mehr freudige Erinnerungen zur Auflockerung wären sicher gut gewesen.

Fazit:
Ein sehr trauriger booksnack, betont sentimental und melancholisch, beinahe schon melodramatisch.

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Das Maskenhandwerk

Dennis Mombauer
Das Maskenhandwerk

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Im Bann der Armschienen

Klappentext:
Zwei rivalisierende Reiche, zwei junge Männer, zwei Geschichten. Huapan und Subesato stehen im Schatten ihrer Elternhäuser: Huapan ist der Sohn einer erfolgreichen Kauffrau und Senatorin Huanamthangs, Subesato der des Autarchen von Aurudate. Beide gelangen in den Besitz mysteriöser Artefakte und werden in den Mahlstrom eines losbrechenden Krieges gesogen, der sie von den Ufern des Yamowashi über das monsungetränkte Jadeland bis zu den Dämmerungsbergen führt. Dabei geht es wieder und wieder um Macht, um Rollenerwartungen und die damit verbundenen Fragen: Was bleibt von Subesato, wenn seinen Wünschen keine Grenzen gesetzt sind? Was von Huapan, wenn er mit seiner Maske jedes Gesicht aufsetzen kann? Und gibt es von einmal eingeschlagenen Pfaden noch ein Zurück?

Rezension:
Im Krieg gegen Huanamthang betreut der Autarch von Aurudate seinen jüngsten Sohn Subesato mit einem ersten kleinen Kommando. Der kleine Trupp wird von den feindlichen Verbänden jedoch komplett aufgebracht. Lediglich den jungen Kommandeur lässt der feindliche General einfach kaufen, weil er den Jungen für unwichtig hält. Der Autarch ist von seinem Jüngsten, der sich nie für das Kriegshandwerk interessierte, so enttäuscht, dass er ihn verbannt. Subesato sinnt auf Rache für diese Erniedrigung.
Huapan, Sohn einer einflussreichen Senatorin Huanamthangs, wird Zeuge, wie der berühmte Oberkommandierende vom Senat entlassen wird, weil er den Sohn des Feindes verschonte. Während seine Mutter darin eine politische Intrige wittert, wünscht sich Huapan nichts mehr, als endlich Abenteuer zu erleben. Als der neue Oberkommandierende mitten in der Monsunzeit zu einem neuen Feldzug gegen Aurudate aufbricht, schließt er sich dem Heer als Beobachter an.
Diesen Roman zu beurteilen, fällt nicht leicht. Auf dem Cover wird er als „Fantasy“ bezeichnet, und das kann man keinesfalls abstreiten, denn magische Artefakte, an die sowohl Subesato als auch Huapan kommen, spielen eine grundlegende Rolle. Allerdings besteht ein Großteil der Handlung aus – wiederholt ziemlich blutiger – Kriegs-Action, in der die jeweiligen Artefakte oft in den Hintergrund treten. So gesehen würde eine Bezeichnung als (Anti-)Kriegsroman mit phantastischen Elementen dem Buch sicher besser gerecht werden. Auch der Titel „Das Maskenhandwerk“ ist vielleicht nicht ganz optimal gewählt. Zwar spielen (insbesondere 2) Masken eine tragende Rolle, der Hersteller dieser bleibt aber bis zum Schluss eine mysteriöse Gestalt, deren Hintergründe komplett offen bleiben. Die Herstellung der Masken, deren Thematisierung durch den Titel nahegelegt wird, spielt in keinem einzigen Satz eine Rolle.
Dennis Mombauer gelingt es, dem Leser im zwischen den beiden Protagonisten wechselndem Blickwinkel deren Motivationen und Gefühle zu vermitteln. Beim Lesen kann man die tragischen Schicksale der Helden mitfühlen. Die Welt, in der diese Geschichte angesiedelt ist, basiert auf einem Gemisch von südamerikanischen und asiatischen Elementen, stellt also ein durchaus ungewöhnliches Ambiente dar. Trotzdem werden ‚typische Fantasy-Leser‘ genau wie Freunde von Happyends mit diesem Buch wohl eher weniger warm werden. Die passende Zielgruppe dürfte eher bei Liebhabern harter und blutige Kriegs-Action liegen.

Fazit:
(Anti-)Kriegsroman meets Fantasy, wobei der Schwerpunkt deutlich auf ersterem Genre liegt.

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Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

Dieter Schulz-Hoos
Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

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Einstein war gestern

Klappentext:
Ein Denkansatz und Patenantrag, den man gelesen haben sollte, bevor man sich unzutreffend auf Albert Einstein bezieht und behauptet, dass es eine interstellare Raumfahrt schon aus Prinzip nie geben könnte. Es kann und es wird diese Zukunft des Menschen geben, wenn man verstanden hat, was Einsteins mathematischer Ansatz tatsächlich beschreibt.

Rezension:
Dieses eBook stellt in gewisser Weise einen kommentierten Patentantrag dar. In diesem stellt der Autor einen per Gravitation wirkenden neuartigen Motor sowie die diesem zugrundeliegenden Theorien vor.
Ich möchte nicht behaupten, Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien inhaltlich vollständig zu verstehen. Unmissverständlich ist jedoch, dass er Ideen der Quantentheorie so erweitert, dass es ihm damit – zumindest seiner Meinung nach – gelingt, die bisher nach aktuellen Kenntnisstand als unvereinbar geltenden Widersprüche zwischen Quantentheorie und Relativitätstheorie zu überbrücken. Selbstverständlich sind diese neu aufgestellten Theorien höchst spekulativ. Wie die wissenschaftliche Beurteilung dieser aussieht, kann ich nicht beurteilen. Hat überhaupt schon ein anerkannter Physiker diese Ideen beurteilt?
Selbst wenn sich Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien jedoch als richtig herausstellen sollten – was zweifellos eine wissenschaftliche Sensation darstellen würde –, halte ich es doch für höchst zweifelhaft, dass der von ihm erfundene Motor noch während der Laufzeit eines Patents wirtschaftlich verwertbar werden könnte. Wozu also diese Patentanmeldung?

Fazit:
Wissenschaftlich und technisch fragwürdig – doch für SciFi-Fans sind die hier gebotenen Ideen zweifellos einen Blick wert.

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Carls Tango

Monika Detering
Carls Tango

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Verlust einer Tanzpartnerin

Klappentext:
Eine Kurzgeschichte über die Liebe und die Kunst, den richtigen Moment zu finden
Carl war einsam und erst die Tangomusik lockte ihn nach draußen. Er meldete sich zum Tango-Kurs an, wo er zu gern mit der schönen Alice tanzte, so lange, bis er von ihren Plänen erfuhr. Nie hatte er erfahren, was sie einst zu ihm sagen wollte. Nie hatte er erfahren, dass sie einmal um ihn weinen würde …

Rezension:
Carl ist 50 und ziemlich einsam. Als er das Plakat eines Tango-Kurses sieht, meldet er sich spontan an – und findet auch schnell eine geeignete Übungspartnerin. Doch von heute auf morgen bleibt diese der Tanzschule fern.
Monika Detering gelingt es in diesem booksnack, die Gefühle ihres Protagonisten überzeugend darzustellen. Der Knackpunkt der Geschichte ist jedoch eine Szene, in dem seine Tanzpartnerin Alice Carl etwas sagen will, aber nicht dazu kommt. Diese Tatsache wird am Ende der Kurzgeschichte nochmals angesprochen. Mein Problem zum Verständnis der Story liegt jedoch darin, dass es sich mir nicht erschließt, was sie ihm sagen wollte. Aus diesem Grund ist es mir leider unmöglich, die eigentliche Aussage zu erkennen.

Fazit:
Eine einfühlsam geschilderte Kurzgeschichte, deren Aussage sich mir allerdings nicht erschließt.

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Drachenwelt – 1 – Die Piratin

Annemarie Nikolaus
Drachenwelt – 1 – Die Piratin

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Pferde für die Dracheninsel

Klappentext:
Drachenwelt
Nanja, die Piratin von den Schwimmenden Inseln, stiehlt ein Dutzend Pferde vom nächstgelegenen Kontinent. Ein Adliger der Dracheninsel will sie gegen die einheimischen Drachen antreten lassen und mit dem Spektakel seine Macht festigen.
Doch erst eine Flaute, dann ein Erdbeben und schließlich ein Angriff von Dämonen drohen Nanjas Geschäft mit dem Adligen zu ruinieren. Es scheint, als sollten die Pferde die Dracheninsel nicht erreichen.
Dann wird Nanjas Auftraggeber selbst zu ihrem Feind, denn er braucht den einen der Seefahrer, der mit den Pferden umgehen kann. Er bringt Ron in seine Gewalt und nimmt Nanja als Geisel, damit er das Rennen für ihn gewinnt.
Aber als Ron dann wieder frei ist, ist er keineswegs in Sicherheit …
Jeder Roman der Reihe ist eine abgeschlossene Geschichte.

Rezension:
Im Auftrag des Ratsherrn Margoro haben die Piratin Nanja und ihre Mannschaft auf dem Festland Pferde gestohlen. Beim jährlichen Drachenrennen auf der Dracheninsel sollen diese die hier noch nie gesehene Sensation werden. Doch der Transport der Tiere verläuft alles andere als gut. Zuerst wird das Wasser knapp, weil das Schiff in eine langandauernde Flaute gerät. Kaum ist diese überwunden, stehen die nächsten Probleme Schlange. Außerdem ist Besatzungsmitglied Ron der einzige, der sich mit Pferden auskennt. Das merkt, als sie endlich ihr Ziel erreicht haben, auch Margoro, und so muss er einen Weg finden, Ron dazu zu bringen, für ihn beim Rennen anzutreten.
Mit diesem Buch startet die Autorin Annemarie Nikolaus eine Fantasy-Reihe rund um die Dracheninsel. Doch auch wenn wir es hier mit Drachen, Dämonen und Zauberei zu tun bekommen, liegt der Schwerpunkt der Handlung doch eindeutig bei den menschlichen Machenschaften und Intrigen. Wird es dem dubiosen Ratsherrn gelingen, seine Ziele zu erreichen? Kann Nanja Ron dazu bewegen, Teil ihrer Besatzung zu bleiben? Und welche Ziele verfolgen die Rebellen?
Bei all den spanenden Abenteuern bleiben die Hintergründe jedoch recht schwammig und werden kaum beleuchtet. Selbst über die der Hauptprotagonistin Nanja erfährt der Leser nur wenig, bei Ron sind es lediglich Andeutungen – und alle anderen Personen haben schlichtweg keinen Hintergrund. So fehlt der Geschichte leider die Tiefe, um sich als Leser wirklich in das Abenteuer hineinversetzen zu können. Natürlich ist es möglich, dass einige der fehlenden Informationen in späteren Bänden noch offenbart werden, diesem Buch für sich genommen fehlt jedoch manches, was für ein vollständiges Verständnis wünschenswert wäre.

Fazit:
Dem interessanten Ansatz für ein Fantasy-Abenteuer fehlt etwas Tiefe. Es bleibt zu hoffen, dass diese in späteren Bänden ausgebaut wird.

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