Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

Astrid Pfister

Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

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Spur ins East End

Klappentext:
Jack the Ripper ist zurück … davon ist zumindest Inspector Lestrade fest überzeugt.
Und die gefallenen Mädchen, die bestialisch verstümmelt im Londoner East End gefunden werden, lassen ebenfalls kaum einen anderen Schluss zu.
Aber Holmes wäre nicht Holmes, wenn er nicht sofort einen neuen Fall wittern würde.

Rezension:
Holmes und Watson sitzen in der Wohnung in der Baker Street und langweilen sich. Seit dem letzten Fall ist schon einige Zeit vergangen, was sich besonders auf Holmes Laune nicht gerade positiv auswirkt. Da kommt ein überraschender Besuch Inspector Lestrades gerade recht. Unter dem Mantel strengster Verschwiegenheit berichtet dieser, dass Jack the Ripper offenbar zurück ist. Im East End wurden bereits wieder mehrere übel zugerichtete Frauenleichen aufgefunden. Natürlich bricht Holmes unverzüglich zum neuesten Tatort auf.
In der Reihe „Baker Street Tales“ veröffentlicht der Arunya Verlag derzeit inhaltlich nicht näher zusammenhängende Neo-Holmes-Romane verschiedener Autoren, darunter auch das hier besprochene Buch. Astrid Pfister gelingt es darin recht gut, die Stimmung der Originalgeschichten zu treffen, auch wenn Dr. Watson, aus dessen Aufzeichnungen auch dieses Abenteuer geschildert wird, deutlich selbstbewusster und aktiver als bei Doyle auftritt.
Leider wirkt die Lösung des Falls etwas überhastet, was allerdings zumindest teilweise daran liegen könnte, dass die Länge der Geschichten vom Verlag limitiert ist. Allerdings erreicht die Konstruktion des kriminalistischen Rätsels auch nicht ganz die intellektuelle Tiefe des Originals. Somit kommt die Enthüllung des Täters für den Leser nicht wirklich überraschend. Seine detektivischen Meisterleistungen muss der berühmte Detektiv hier nicht voll ausspielen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Sherlock-Holmes-Fall, in dem sein detektivische Spürsinn jedoch nicht in gewohntem Maße gefordert wird.

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Rost auf dem Fahrrad

Saskia Louis
Rost auf dem Fahrrad

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Das Altern macht nicht schöner

Klappentext:
Was haben ein alter Mann und ein rostiges Fahrrad gemeinsam? Sie haben beide eine Geschichte zu erzählen.

Rezension:
Bei einer Fahrt mit seinem Fahrrad stellt ein Witwer fest, dass zwischen seinen Alterserscheinungen und denen seines Fahrrads eigentlich kein grundlegender Unterschied besteht.
Saskia Louis präsentiert in dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe ein paar kurze philosophische Gedanken über das Altern. Auch wenn diese durchaus das Nachdenken lohnen, gelangt am Ende weder der Protagonist noch der Leser zu einer wirklichen Erkenntnis. Auch der Grund, wieso der Mann eine – wie er weiß – defekte Telefonzelle aufsucht, erschließt sich dem Leser leider nicht. Mit einer besseren Rahmenhandlung könnten die Gedanken über das Altern deutlich gewinnen.

Fazit:
Ein paar philosophische Gedanken über das Altern – leider nicht mehr.

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Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Übersetzung: Daniela Maizner

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Rätsel um den Ehrengast

Klappentext:
Ein verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West hat ein Geheimnis – sie will eigentlich gar keine Hexe sein. Ihre Zauberkunst ist auch nicht besonders gut, eine Tatsache, an die sie ihre Tante Pearl ständig erinnert. Aber sie kann sich der Hexenwelt nicht so einfach verschließen, schon gar nicht in dem kleinen Westwick Corners, wo die Hexen der Familie West schon seit Generationen für Chaos sorgen.
Weitere Schwierigkeiten bahnen sich an, als kurz vor Cendrines Hochzeit eine Leiche auftaucht. Sie erkennt die magischen Verwicklungen in diesem Fall und entdeckt eine Seite an ihrem Verlobten, die ihr so gar nicht gefällt. Cendrine wird gezwungen, sich mit ihren eigenen Kräften auseinanderzusetzen. Werden sie ausreichen, um ihre Familie und die Stadt zu retten?
Am Tatort zeigen alle Beweise auf ihre Tante Pearl, die unbedingt verhindern will, dass Touristen den Weg nach Westwick Corners finden. Dann will sie auch noch unbedingt Tyler Gates, den gutaussehenden neuen Sheriff, aus der Stadt jagen, so wie sie es bereits mit seinen Vorgängern getan hatte. Schlussendlich mischt sich auch noch der Geist von Oma Vi ein und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Zwischen Sheriff Gates und Cendrine fliegen Funken, während die Beweise gegen Tante Pearl immer belastender werden. Kann Cendrine den Fall – und ihr Herz – in die richtige Richtung lenken?
Wenn Ihnen unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft gefallen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrine betreibt die einzige Zeitung der Kleinstadt Westwick Corners, eines Städtchens, das seit der Verlegung des Highways langsam am Aussterben ist. Ihre Familie hat kürzlich den Familiensitz in ein Hotel umgebaut und hofft, damit Touristen anzulocken. Lediglich ihre Tante Pearl versucht, genau dies zu verhindern, obwohl auch die meisten anderen Bürger des Städtchens darin die einzige Überlebenschance ihrer Heimatstadt sehen. Was ihre Mitbürger und selbst ihr Verlobter, der Bürgermeister, jedoch nicht wissen: Cendrine und ihre Verwandten sind Hexen. Als der steinreiche Besitzer eines Reiseunternehmens die Einladung zur Hoteleröffnung akzeptiert, scheinen die Chancen auf Erfolg gut zu stehen, doch wenige Stunden vor der geplanten Eröffnungsfeier liegt gerade der Ehrengast übel zugerichtet tot im Gartenpavillon. Und verschiedene Indizien weisen auf Tante Pearl als Täterin. Wird der Zwischenfall alles ruinieren?
Der Anfang von Colleen Crossʼ Fantasy-Krimi erweckt beinahe den Eindruck, als würde die Geschichte auf eine kitschige Lovestory zwischen der Hauptprotagonistin und dem neuen Sheriff hinauslaufen. Dies bewahrheitet sich zum Glück – zumindest in diesem Band – nicht. Allerdings vergeht einige Zeit, bis die eigentliche Haupthandlung in Schwung kommt.
Ein Problem der Geschichte ist es vielleicht, dass sich die Autorin nicht so ganz entscheiden kann, wo der Schwerpunkt liegen soll; auf Cendrines Familienverhältnissen, ihrem Gefühlsleben, dem Mordfall oder der Magie. Manches wird einfach als gegeben vorausgesetzt, ohne dass es aus der Handlung heraus begründet wird. So taucht mitten in der Handlung plötzlich der Gedanke auf, dass eine gerade hinzugekommene Hexe, wenn sie einmal da ist, doch gleich Cendrines Bruder, den sie (irgendwann) in einen Hund verwandelt hat, wieder zurückverwandeln könnte. Weder vom Bruder noch dem derzeitigen Hund war bis zu diesem Zeitpunkt jemals die Rede gewesen. Das wirkt auf den Leser nicht wirklich rund.
Da der Titel allerdings andeutet, dass wohl noch weitere Abenteuer um diese Hexenfamilie geplant sind, könnte sich die Geschichte in den kommenden Bänden eventuell noch einlaufen. Wenn die Grundlagen erst einmal gelegt sind, konzentriert sich die Handlung dann vielleicht mehr auf die magische Lösung der Kriminalfälle.

Fazit:
Die Idee hinter diesem Fantasy-Krimi ist ausbaufähig. Der vorliegende 1. Band schöpft das Potential jedoch nicht annähernd aus.

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Tom Winter und der weiße Hirsch

Nicole Wagner
Tom Winter und der weiße Hirsch

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Des Nachbars Garten

Klappentext:
„Tom fehlten die Worte für das, was ihm in diesem Moment widerfuhr. Er fühlte sich nicht länger wie ein einziges, selbständiges Wesen, sondern als hätte man ihn in der Mitte zerteilt. Dieses zweite Geschöpf, das vor ihm in einem hellen gelben Licht erstrahlte, war genauso wichtig wie er selbst, ihre Leben miteinander verbunden.“
Hals über Kopf stürzt Tom sich ins Abenteuer, die Anderswelt vor Vampir Graf Skelardo zu retten. Dabei ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass er bis eben noch geglaubt hatte, völlig normal zu sein. Zum Glück sind seine Freunde Charlie, Peer und Astos bei ihm, wenn es brenzlig wird …

Rezension:
Tom lebt mit seinem Vater in einem kleinen Vorstadthaus. Schon lange vermutet er, dass im Garten seines Nachbarn merkwürdige Dinge vor sich gehen, ohne das jedoch näher definieren zu können. Während sein Freund Peer von gegenüber ihm glaubt und hilft, der Sache auf den Grund zu gehen, will Charlie, die neben Peer wohnt, ihnen das ausreden. Doch eines Tages stolpern die Freunde mitten in die magische Welt, die ihr Nachbar zu verbergen versucht, hinein. Auf Tom warten zahlreiche Überraschungen, und schneller, als sie es sich versehen, müssen sich die Freunde auf eine Mission begeben, um die magische Welt zu retten.
Diese Grundidee einer jugendlichen Urban Fantasy wirkt nicht prinzipiell neu – und sie ist es auch nicht, auch wenn der Autorin Nicole Wagner durchaus ein paar neue Nuancen einfallen. Dass man schon andere Jugend-Fantasy-Abenteuer mit ähnlicher Ausgangslage gelesen hat, muss natürlich nicht unbedingt negativ sein, gibt es doch einige derartige Geschichten, die durchaus zu gefallen wissen. Das könnte auch hier der Fall sein, zumal die Autorin ein paar tragfähige Ideen entwickelt. Leider ist die Erzählstruktur dieses Werkes nicht besonders ausgefeilt. Auch mehrere Logik-Schnitzer trüben den Lesegenuss etwas. So beginnt Toms Abenteuer im Juli, doch nachdem nur wenige Tage vergangen sind, ist es plötzlich Mitte September. Auch scheint Peers Eltern, die im Gegensatz zu Charlies Eltern und Toms Vater nicht eingeweiht werden, die monatelange Abwesenheit ihres erst 13-jährigen Sohnes kaum zu verwundern. Alles in allem kann das Buch trotz eigentlich ganz brauchbarem Plot nicht restlos überzeugen.
„Tom Winter und der weiße Hirsch“ stellt eine in sich weitgehend abgeschlossene Handlung dar, auch wenn das Tor zu einer möglichen Fortsetzung am Ende weit aufgestoßen wird.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser, dass leider einiges Potential verschenkt.

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Das Alte Buch der Zauberer

Mario Röse
Das Alte Buch der Zauberer

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Flucht durchs Mittelalter

Klappentext:
Drei Teenager entdecken bei einem Ausflug in eine Burg in den Kellergewölben eine merkwürdige Steinplatte und ein Amulett. Ungewollt lösen sie einen Zauber aus und geraten so in das Mittelalter. Das bleibt vom finsteren Burgherrn Blackmore nicht unbemerkt. Der will sich schon seit vielen Jahren diesen Zauber zu Nutze machen und sieht in den Kindern seine Chance das Geheimnis zu lüften um England zu beherrschen.
Eine gefährliche Flucht beginnt. Aber Anny, Jack und Tom finden mutige und auch phantastische Freunde und stellen sich dem Kampf.

Rezension:
Eric, Tom und Anny treffen sich im Sommercamp, bei dem sie sich bereits im Vorjahr kennenlernten. Mittlerweile sind sie alle 13 und freuen sich auf die gemeinsamen Ferienwochen. An einem Tag findet eine Rätselwanderung statt, bei der die einzelnen Teams anhand verschiedener Hinweise das Ziel finden müssen, welches sich als Burgruine herausstellt. Als die Freunde zusammen die Ruine durchstreifen, finden sie in einem Kellerraum eine verschüttete Steinplatte und ein Amulett. Plötzlich verändert ich der Raum um sie herum, und sie stellen bald fest, dass sie im Mittelalter gelandet sind – einem Mittelalter, in dem außer Zauberern auch diverse unheimliche Tierwesen leben. Auf der Flucht vor dem äußerst unfreundlichem Burgherren verstecken die Freunde das Amulett. Doch wie sollen sie jetzt wieder an das Amulett und mit diesem zur Steinplatte zurückkommen, um in ihre eigene Zeit heimzukehren?
Mario Röses Jugend-Zeitreise-Fantasy gelingt es, einem gängigen Thema interessante neue Aspekte abzugewinnen. Die 3 Protagonisten haben jeweils einen individuellen, glaubhaften Charakter. Lediglich einige der im Mittelalter verwurzelten Charaktere wirken etwas (zu) naiv. Die Handlung nimmt den Leser schnell gefangen und bietet auch für die am Ende angedeutete Fortsetzung noch genügend Potential. So macht das Lesen Spaß.
Nach all diesem Lob für die Story an sich muss die handwerkliche Umsetzung jedoch erheblich kritisiert werden. Leider springt der Autor sinnlos zwischen den Zeitformen hin und her. Während das Abenteuer eigentlich im Präteritum erzählt wird, erscheinen Teilsätze, ganze Sätze und manchmal sogar ganze Absätze ohne inhaltliche Begründung plötzlich im Präsens. Hinzukommen zahlreiche Satzfehler. Beispielsweise wird der Apostroph (’) im ganzen Buch als Komma (,) dargestellt. Außerdem gibt es leider keine Kapiteleinteilung. All dies trübt den Gesamteindruck leider erheblich. Auch die Tatsache, dass Eric im ‚Klappentext‘ überraschenderweise Jack heißt, zeugt von mangelnder Sorgfalt. Dem Buch wäre in dieser Hinsicht eine gründliche Überarbeitung zu wünschen.

Fazit:
Ein interessantes phantastisches Zeitreise-Abenteuer mit jungen Helden, bei dessen Umsetzung leider handwerklich geschlampt wurde.

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Hexenfeuer – Lodernder Hass

Marcel Weyers
Hexenfeuer – Lodernder Hass

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Die Anfänge der Hexenjagd

Klappentext:
Mein Name ist Elizabeth Willows. Ich bin eine Hexe. Verraten und verstoßen von allen Wesen dieser Welt, baue ich mir mein eigenes Leben in Salem auf. Doch egal wie sehr ich mich auch bemühe, mir Gleichgesinnte zu erschaffen, ich werde immer wieder enttäuscht. Jetzt nehme ich mein Schicksal selbst in die Hand und kreiere mir eine Welt nach meinen Vorstellungen. Die Menschen, die mich verletzt haben, sollen brennen!

Rezension:
Die Hexe Elizabeth Willows erzählt von ihrer Ankunft in der Neuen Welt, wo es sie und ihre Familie nach Salem verschlägt. Doch wegen ihrer besonderen Begabung will selbst ihre Familie nicht viel von ihr wissen – und der Mann, den sie liebt, wird zum erbitterten Hexenjäger.
Wie der Autor Marcel Weyers ausdrücklich beton, handelt es sich bei dieser und mehreren anderen „Hexenfeuer“-Stories um kurze Hintergrundgeschichten zur „Raben“-Saga – welche ich zugegebenermaßen nicht kenne. Leider werden die Gründe für Elizabeths Menschenhass hier nicht wirklich deutlich. Eventuell werden diese als aus der Hauptreihe her bekannt vorausgesetzt. Ohne deren Kenntnis ist diese Kurzgeschichte lediglich ein sehr geraffte Erlebnisbericht einer jungen Frau, die sich innerhalb relativ kurzer Zeit zu eine menschenhassenden Furie entwickelt, der es nichts ausmacht, über Leichen zu gehen.

Fazit:
Eine Hintergrundgeschichte, die wenig Hintergründe bietet und wohl nur für Kenner der „Raben“-Saga von Interesse ist.

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FX-97

Carla Fischer
FX-97

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Die Natur des Sondermülls

Klappentext:
Eine Raumnavigatorin – ein Routineflug – eine entsetzliche Entdeckung
In nicht allzuferner Zukunft ist das Sonnensystem wirtschaftlich vollständig erschlossen. Gigantische interplanetare Bergbaugesellschaften beherrschen die hart umkämpften Rohstoffmärkte, in denen tausende kleinster Weltraumtransportunternehmen ihr schmähliches Auskommen suchen.
Für eines von Ihnen arbeitet die Raumnavigatorin Michelle Broyder. Nur begleitet von dem intelligenten Bordcomputer Lily transportiert sie mit ihrem Raumfrachter FX-97 Sondermüll zur Venus. Unablässig fliegt sie die gleiche Route.
Ein unbedeutender Fehler im Betriebsablauf und die zermürbende Routine ihrer Flüge bringen sie schließlich dazu, sich für ihre Fracht näher zu interessieren. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen – mit verhängnisvollen Folgen.

Rezension:
Michelle ist Pilotin eines Entsorgunsraumschiffs auf einsamer Mission. Seit Jahren pendelt sie nur zwischen dem Übergabepunkt der Sondermüllcoatainer und der Venus, in deren Atmosphäre der Müll verkappt wird, hin und her. Eine kleine Funktionsstörung bietet jedoch Gelegenheit, sich einen der Container einmal näher anzusehen, und was sie dort findet, ist ein echter Schock für sie. Hals über Kopf entschließt sich Michelle, schnellstmöglich mit den Containern zur Erde zu fliegen.
Carla Fischer macht den Leser schnell mit ihrer sympathischen Protagonistin vertraut. Wenig später macht diese auch schon ihre überraschende Entdeckung, die den Aufhänger zur eigentlichen Handlung dieser kurzen SciFi-Geschichte darstellt. In sehr unterhaltsamen Stil wird dabei die Spannung aufgebaut.
Eine besonders herausragende Eigenart dieser Story besteht darin, dass die Autorin die realen physikalischen Bedingungen des Raumflugs wie beispielsweise Hyperbelbahnen berücksichtigt und das Raumschiff nicht wie in den meisten anderen vergleichbaren Abenteuern einfach mal zum Direktflug in gerader Linie beschleunigen lässt.
Nach dem vielen Lob kommt jetzt allerdings auch ein großes ABER. Die Handlung endet mitten in Michelles Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schlagartig. Weder das weitere Schicksal der Protagonistin, die sich mittlerweile einige Feinde gemacht hat, noch irgendeine der zahlreichen sich ergebenden Fragen wird auch nur ansatzweise aufgeklärt. Der Leser erfährt leider absolut nichts über die Vorgänge, die sich hinter der besonderen Ladung verbergen. Das macht die bis dahin wirklich gute Geschichte leider größtenteils zunichte.

Fazit:
Die interessanten und gut geschriebenen Abenteuer der Pilotin des Raumschiffs FX-97 enden leider im Nichts. Eine Auflösung erfolgt nicht.

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Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

Wolf Heichele
Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

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Auf der Spur des Mantikors

Klappentext:
Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.
In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

Rezension:
Amy ist eine sehr sportliche, junge, aber bereits erfolgreiche Mitarbeiterin einer Polizei-Spezialeinheit für übernatürliche und von Außerirdischen verübte Verbrachen. Meist bildet sie mit der älteren Alice ein Team. Nachdem sie sich mit der Festnahme eines schon lange gesuchten, telepathisch begabten Verbrechers eigentlich ein paar freie Tage verdient hätte, wird sie von Alice zu Hilfe gerufen, denn die ist fast vor der eigenen Haustür über einen Mantikor ‚gestolpert‘.
Wolf Heicheles kurzes Fantasy-Krimi-Abenteuer erinnert von Aufbau und Länge an einen ‚Groschenroman‘, was auch der im Titel angedeutete Reihencharakter unterstreicht.
Die der Reihe zugrunde liegende Idee ist natürlich nicht gerade als neu zu bezeichnen, kann aber – wie die Erfahrung lehrt – durchaus tragfähig sein. Bekanntermaßen gibt es nicht wenige Fans derartiger phantastischer Krimi-Abenteuer. Amy, Alice und die wenigen Kollegen, die der Leser in dieser Geschichte kennenlernt, bleiben bisher zwar noch sehr ‚Hintergrund-los‘, doch das könnte sich in kommenden Bänden natürlich ändern. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, kommt diesem Band wohl eher der Charakter eines Trailers zu, der den (zukünftigen) Leser an die Protagonisten und den grundsätzlichen Charakter der zu erwartenden Handlungen heranführt. Auch wenn die Handlung dieses Auftaktbandes noch etwas ‚dünn‘ ausfällt (was sich nicht auf die Länge der Story bezieht), bietet die Idee doch durchaus Potential.

Fazit:
Der Auftakt dieser Fantasy-Krimi-Abenteuer-Reihe zeigt noch Schwächen, bietet aber durchaus tragfähige Grundlagen für zukünftige Handlungen.

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Keine Millionen für meine Töchter

Maria Appenzeller
Keine Millionen für meine Töchter

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Wohin mit dem Geld?

Klappentext:
Eine liebevolle Familien-Kurzgeschichte
Maria Appenzeller schrieb diese Geschichte für ihre Mutter. Die hat zwar keine Millionen, aber vier Töchter. Da gerät eine Mitfünfzigerin schon mal zwischen die Fronten. Genau wie Ulrike. Als sie im Lotto gewinnt, halten ihre Töchter die Hand auf – autsch!

Rezension:
Als Ulrike Lottomillionärin wird, stehen ihre erwachsenen Töchter Schlange, um ihr Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Natürlich hat jede gute Gründe, wieso gerade sie unbedingt Geld braucht. Doch Mama Ulrike hat andere Pläne …
Wohl jeder hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was er machen würde, wenn er plötzlich so richtig viel Geld hätte. Da fällt es schon etwas schwer, sich vorzustellen, dass Ulrike keine sinnvolle Idee kommt, was sie sich mit dem Geld für sich selbst leisten könnte. Was man davon hält, den Großteil der Millionen für den Zweck, den die Protagonistin wählt und der hier – um nicht zu spoilern – nicht genannt werden soll, zu verwenden statt den Angehörigen ihre Wünsche zumindest teilweise zu erfüllen, muss wohl jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Bei diesem booksnack geht es jedenfalls für die Reihe ungewohnt ernsthaft zu. Ein gewisses Augenzwinkern (wie von anderen booksnacks gewohnt) fehlt hier leider völlig.

Fazit:
Eine in sich sinnvoll abgeschlossene Kurzgeschichte mit einem für diese Reihe ungewohnt ernsten Thema.

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Sternenfeuer

Burkhard P. Bierschenck (Hrsg.), Petra Mattfeldt (Hrsg.)
Sternenfeuer

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Der DrachenStern-Fantastik-Preis

Klappentext:
Völlig neue Welten und das lockende Unbekannte.
Eine unstillbare Neugier treibt zahlreiche Schriftsteller seit Jules Verne dazu, technische Innovationen aufzugreifen, die fesselnde Frage nach Leben auf fremden Planeten zu stellen und über interstellare Transportmöglichkeiten zu spekulieren. Dabei unterliegen diese Ideen einem stetigen Wandel, denn wenn sich die Gegenwart ändert, ändert sich die Vorstellung von der Zukunft mit ihr.
Den neuesten Versuch, sich dem lockenden Unbekannten zu nähern, unternimmt die vorliegende Anthologie. Die hier veröffentlichten Geschichten haben es auf die Shortlist eines Kurzgeschichten-Wettbewerbs geschafft und zeugen von der Originalität und Qualität zeitgenössischer Science-Fiction-Autoren.
„Sternenfeuer“ – die gelungensten Science-Fiction-Kurzgeschichten von heute! In einer Anthologie zusammengestellt von Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck.

Rezension:
Enthaltene Kurzgeschichten:
Planetenasche – Stefan Barth
Falsche Flammen – Jana Becherer
Chronik eines Weltuntergangs – Moritz Greenman
Seelenfeuer – Anke Höhl-Kayser
Die Herrenrasse – Bernhard Horwatitsch
Feuerflammen Tropfen nicht – Annabelle Kahmann
Pandemonium – The Future ist you – Simon Käßheimer
Was passiert, wenn sie kommen – Philipp Karn
Amygdala – Gerd Kramer
Sternenfeuer – 3745-A007 – Stefan Lochner
Die Wächter – Uli Lucas
Der Krieg der Kinder – Dietmar W. Pritzlaf
Der letzte Marsflug des 19. Jahrhunderts – Martin Riesen
Smoke in your eyes oder Armer toter Einstein – Fritz J. Schmidhäusler
Was man nicht erwarten konnte – Michael Schultheis
AD-2600 – Alexander Sülzle
Zwickmühle – Dieter Symma
Exoten – Oliver Trompeter
Die dritte Erde – Britta Voß
Notwehr – Ute Walenski
Im Jahr 2015 schrieb der DrachenStern Verlag den DrachenStern-Fantastik-Preis in den Kategorien Fantasy und SciFi aus. Die Stories, die es auf die jeweilige Shortlist schafften, wurden in Form von Anthologien veröffentlicht – in beiden Fällen vom selben Herausgeber-Duo betreut. Nachdem ich die Anthologie des Fantasy-Bereichs, „Schattenfeuer“, bereits vor einigen Wochen gelesen und hier besprochen habe, wollte ich nun auch die SciFi-Anthologie nicht links liegen lassen. Genau wie beim Fantasy-Pendant (und fast allen Anthologien überhaupt) ist auch hier die Bandbreite sehr groß – sowohl was die Themen als auch was die Qualität betrifft. Was die thematische Bandbreite betrifft, reicht diese von klassischen Weltraumabenteuern wie „Planetenasche“, wo interstellare Schatzsucher in das Planetensystem eines Sterns geraden, der unmittelbar vor einer Supernova steht, über einen Steampunk-Raumflug in „Der letzte Marsflug des 19. Jahrhunderts“ bis hin zur Apokalypse in „Chronik eines Weltuntergangs“. Während bei der Fantasy-Anthologie jedoch zumindest ein Teil der enthaltenen Kurzgeschichten qualitativ überzeugen konnte, fehlen wirklich überzeugende Beiträge in dieser SciFi-Anthologie fast gänzlich. Was nicht heißen soll, dass diese 20 Geschichten durchweg schlecht wären. Geschichten wie beispielsweise „Planetenasche“, „Feuerflammen tropfen nicht“ oder „Die dritte Erde“ haben durchaus ihren Reiz.

Fazit:
Diese Kurzgeschichtensammlung beinhaltet zwar einige durchaus lesenswerte Beiträge, wirkliche Highlights sucht man jedoch vergeblich.

– Blick ins Buch –

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