Frost & Payne – 8 – Nummer 23

Luzia Pfyl
Frost & Payne – 8 – Nummer 23

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Frosts Geburtstag

Klappentext:
Nach der Sache mit Kirkland liegt Jackson Payne schwer verletzt im Krankenhaus, doch die Sache ist ausgestanden und er in Sicherheit. Lydia Frost hofft, dass nun endlich wieder etwas Normalität in die Agentur kommt. Helen plant eine Geburtstagsparty und Dr. Baxter versucht, den mechanischen Arm nachzubauen.
Die ruhigen Tage dauern allerdings nicht lange an. Eine Mutter bittet Frost, ihren verschollenen Sohn, David, zu suchen, da Scotland Yard sich nicht dafür zu interessieren scheint. Frost nimmt den Auftrag an, doch sie hat nicht viel Hoffnung, den Jungen nach all der Zeit noch zu finden. Sie ahnt nicht, dass er der Schlüssel zu den mechanischen Kindern ist.
Der Mörder erweitert derweil das Spielfeld. Er hat eine ganz spezielle Geburtstagsüberraschung geplant…

Rezension:
Lydia Frost macht sich langsam ernsthafte Sorgen um ihren Partner Payne, der spurlos verschwunden ist. Doch endlich hat sie eine Spur gefunden. Derweil wird der Erschaffer der ‚mechanischen Kinder‘ wieder aktiv. Nach all den Jahren möchte er unbedingt seine verlorene Nummer 4 wiederfinden. Außerdem muss er das von Nummer 23 bei seiner Flucht zerstörte Labor ersetzen, und Scotland Yard ist ihm auch auf den Fersen.
Im inzwischen 8. Band ihrer „Frost & Payne“-Reihe, die mittlerweile ihre ganz eigene Dynamik entwickelt hat, überrascht Luzia Pfyl ihre Leser mit einer wohl kaum vorausahnbaren Wendung. Und diese Überraschung ist gelungen, denn damit hätte zumindest ich definitiv nicht gerechnet. Worum es sich dabei genau handelt, soll hier natürlich nicht verraten werden, auch wenn man sicher behaupten kann, dass das nicht allen Lesern gefallen wird.
Alles deutet darauf hin, dass sich die Reihe in den kommenden Bänden auf die Überführung des Kindesentführers und -mörders konzentrieren wird. Doch dieser ist sich sehr wohl bewusst, von wem ihm Gefahr droht. Es verspricht also, weiterhin interessant zu bleiben.

Fazit:
Mit einer schockierenden Überraschung geht das viktorianische Detektivabenteuer in die nächste Runde.

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Der Puma mit den drei Streifen

Thomas Kowa
Der Puma mit den drei Streifen

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Turnschuhe und richtige Tiere

Klappentext:
Ein spannender Kurzkrimi für Zwischendurch
Herzogenaurach, ein beschauliches Städtchen in Franken, Heimat von Adidas, Puma und Lothar Matthäus. Doch plötzlich geschieht eine Entführung und ein fränkischer Kommissar liefert sich einen Wettstreit mit der Tochter des LKA-Präsidenten aus München, wer den Fall als erstes klärt

Rezension:
Wenige Wochen vor seiner Pensionierung bekommt ein namenloser Kommissar aus dem verschlafenen Herzogenaurach eine LKA-Beamtin aufs Auge gedrückt. Schlimmer noch: Es ist die Tochter des LKA-Präsidenten höchstpersönlich. Und gerade jetzt passiert hier wirklich mal etwas. Die junge Apotheken-Aushilfskraft wird entführt. Seit wann gibt es in Herzogenaurach denn so etwas? Und natürlich will diese LKA-Tussi sofort mitmischen.
Thomas Kowa ist bekannt für seinen manchmal etwas eigenartigen Humor. Und mit dieser Kurzgeschichte hat er wieder einen Volltreffer gelandet! Alleine die Gedanken, die sich unser Kommissar über sein Heimatstädtchen, die Polizeiarbeit und die Welt im Allgemeinen macht, sind zum Totlachen. Sprüche wie den, dass ein Verdächtiger, Hristo Prsvlyczakov, „aus einem Land, in dem offensichtlich ausgeprägte Vokalknappheit herrschte“, stammt, wird der Leser wohl nicht so schnell vergessen. Wer erfahren möchte, ob der Kommissar, die LKA-Frau oder sogar beide zusammen die Entführte retten können, wird sein Zwerchfell allerdings selbst strapazieren müssen.

Fazit:
Vorsicht! Dieser Kurzkrimi ist gefährlich, denn man könnte sich glatt totlachen.

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Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

Astrid Pfister

Baker Street Tales – 5 – Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

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Spur ins East End

Klappentext:
Jack the Ripper ist zurück … davon ist zumindest Inspector Lestrade fest überzeugt.
Und die gefallenen Mädchen, die bestialisch verstümmelt im Londoner East End gefunden werden, lassen ebenfalls kaum einen anderen Schluss zu.
Aber Holmes wäre nicht Holmes, wenn er nicht sofort einen neuen Fall wittern würde.

Rezension:
Holmes und Watson sitzen in der Wohnung in der Baker Street und langweilen sich. Seit dem letzten Fall ist schon einige Zeit vergangen, was sich besonders auf Holmes Laune nicht gerade positiv auswirkt. Da kommt ein überraschender Besuch Inspector Lestrades gerade recht. Unter dem Mantel strengster Verschwiegenheit berichtet dieser, dass Jack the Ripper offenbar zurück ist. Im East End wurden bereits wieder mehrere übel zugerichtete Frauenleichen aufgefunden. Natürlich bricht Holmes unverzüglich zum neuesten Tatort auf.
In der Reihe „Baker Street Tales“ veröffentlicht der Arunya Verlag derzeit inhaltlich nicht näher zusammenhängende Neo-Holmes-Romane verschiedener Autoren, darunter auch das hier besprochene Buch. Astrid Pfister gelingt es darin recht gut, die Stimmung der Originalgeschichten zu treffen, auch wenn Dr. Watson, aus dessen Aufzeichnungen auch dieses Abenteuer geschildert wird, deutlich selbstbewusster und aktiver als bei Doyle auftritt.
Leider wirkt die Lösung des Falls etwas überhastet, was allerdings zumindest teilweise daran liegen könnte, dass die Länge der Geschichten vom Verlag limitiert ist. Allerdings erreicht die Konstruktion des kriminalistischen Rätsels auch nicht ganz die intellektuelle Tiefe des Originals. Somit kommt die Enthüllung des Täters für den Leser nicht wirklich überraschend. Seine detektivischen Meisterleistungen muss der berühmte Detektiv hier nicht voll ausspielen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Sherlock-Holmes-Fall, in dem sein detektivische Spürsinn jedoch nicht in gewohntem Maße gefordert wird.

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Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Übersetzung: Daniela Maizner

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Rätsel um den Ehrengast

Klappentext:
Ein verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West hat ein Geheimnis – sie will eigentlich gar keine Hexe sein. Ihre Zauberkunst ist auch nicht besonders gut, eine Tatsache, an die sie ihre Tante Pearl ständig erinnert. Aber sie kann sich der Hexenwelt nicht so einfach verschließen, schon gar nicht in dem kleinen Westwick Corners, wo die Hexen der Familie West schon seit Generationen für Chaos sorgen.
Weitere Schwierigkeiten bahnen sich an, als kurz vor Cendrines Hochzeit eine Leiche auftaucht. Sie erkennt die magischen Verwicklungen in diesem Fall und entdeckt eine Seite an ihrem Verlobten, die ihr so gar nicht gefällt. Cendrine wird gezwungen, sich mit ihren eigenen Kräften auseinanderzusetzen. Werden sie ausreichen, um ihre Familie und die Stadt zu retten?
Am Tatort zeigen alle Beweise auf ihre Tante Pearl, die unbedingt verhindern will, dass Touristen den Weg nach Westwick Corners finden. Dann will sie auch noch unbedingt Tyler Gates, den gutaussehenden neuen Sheriff, aus der Stadt jagen, so wie sie es bereits mit seinen Vorgängern getan hatte. Schlussendlich mischt sich auch noch der Geist von Oma Vi ein und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Zwischen Sheriff Gates und Cendrine fliegen Funken, während die Beweise gegen Tante Pearl immer belastender werden. Kann Cendrine den Fall – und ihr Herz – in die richtige Richtung lenken?
Wenn Ihnen unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft gefallen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrine betreibt die einzige Zeitung der Kleinstadt Westwick Corners, eines Städtchens, das seit der Verlegung des Highways langsam am Aussterben ist. Ihre Familie hat kürzlich den Familiensitz in ein Hotel umgebaut und hofft, damit Touristen anzulocken. Lediglich ihre Tante Pearl versucht, genau dies zu verhindern, obwohl auch die meisten anderen Bürger des Städtchens darin die einzige Überlebenschance ihrer Heimatstadt sehen. Was ihre Mitbürger und selbst ihr Verlobter, der Bürgermeister, jedoch nicht wissen: Cendrine und ihre Verwandten sind Hexen. Als der steinreiche Besitzer eines Reiseunternehmens die Einladung zur Hoteleröffnung akzeptiert, scheinen die Chancen auf Erfolg gut zu stehen, doch wenige Stunden vor der geplanten Eröffnungsfeier liegt gerade der Ehrengast übel zugerichtet tot im Gartenpavillon. Und verschiedene Indizien weisen auf Tante Pearl als Täterin. Wird der Zwischenfall alles ruinieren?
Der Anfang von Colleen Crossʼ Fantasy-Krimi erweckt beinahe den Eindruck, als würde die Geschichte auf eine kitschige Lovestory zwischen der Hauptprotagonistin und dem neuen Sheriff hinauslaufen. Dies bewahrheitet sich zum Glück – zumindest in diesem Band – nicht. Allerdings vergeht einige Zeit, bis die eigentliche Haupthandlung in Schwung kommt.
Ein Problem der Geschichte ist es vielleicht, dass sich die Autorin nicht so ganz entscheiden kann, wo der Schwerpunkt liegen soll; auf Cendrines Familienverhältnissen, ihrem Gefühlsleben, dem Mordfall oder der Magie. Manches wird einfach als gegeben vorausgesetzt, ohne dass es aus der Handlung heraus begründet wird. So taucht mitten in der Handlung plötzlich der Gedanke auf, dass eine gerade hinzugekommene Hexe, wenn sie einmal da ist, doch gleich Cendrines Bruder, den sie (irgendwann) in einen Hund verwandelt hat, wieder zurückverwandeln könnte. Weder vom Bruder noch dem derzeitigen Hund war bis zu diesem Zeitpunkt jemals die Rede gewesen. Das wirkt auf den Leser nicht wirklich rund.
Da der Titel allerdings andeutet, dass wohl noch weitere Abenteuer um diese Hexenfamilie geplant sind, könnte sich die Geschichte in den kommenden Bänden eventuell noch einlaufen. Wenn die Grundlagen erst einmal gelegt sind, konzentriert sich die Handlung dann vielleicht mehr auf die magische Lösung der Kriminalfälle.

Fazit:
Die Idee hinter diesem Fantasy-Krimi ist ausbaufähig. Der vorliegende 1. Band schöpft das Potential jedoch nicht annähernd aus.

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Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch
Eine Peter-Grant-Story – 6 – Der Galgen von Tyburn

Übersetzung: Christine Blum

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Die Spur des toten Mädchens

Klappentext:
Wie man einem gesichtslosen Magier zu Leibe rückt, was die Bewohner von Londons teuerster Immobilie so treiben und wie ungünstig es sein kann, wenn man Lady Tyburn einen Gefallen schuldet – diese und noch mehr erfreuliche Erkenntnisse warten bei seinem neuen Fall auf Police Constable Peter Grant. Einen Einblick ins Leben der Reichen und Schönen von London gibt es gratis dazu. Und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten sollte er bei all dem möglichst auch noch.
In seinem sechsten Fall muss der Londoner Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant …

  • ein verschollenes Buch finden,
  • einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären,
  • versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Tyburn zu verscherzen,
  • vermeiden, vom gesichtslosen Magier ins Jenseits befördert zu werden,
  • sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.

Und Lesley ist zurück.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neuer Feinde zu machen. Immer vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Rezension:
Peter Grant ist wieder da! Doch kaum liegt er mit Beverley im Bett, bekommt er einen Anruf von deren Schwester Ty. Bei einer Drogenparty von Jugendlichen gab es einen Todesfall. Unter den Festgenommenen ist auch Tys Tochter – und Peter soll diese möglichst unauffällig ʼraushauen. Das erweist sich als nahezu unmöglich, denn plötzlich ist Tys Tochter sogar die Hauptverdächtige. Und bei der Obduktion des Opfers finden sich Spuren von Magie! Spätestens das macht die Sache auch in rein dienstlicher Hinsicht für Peter und seinen Chef Nightingale interessant. Auch der Gesichtslose scheint in den Zwischenfall verwickelt zu sein, und der hat eine neue Assistentin. Dass auch noch schießwütige amerikanische Magie-Ermittler auftauchen, verkompliziert die Ermittlungen noch weiter. Lady Ty ist höchst sauer auf Peter.
Zum Stil von Ben Aaronovitchs „Peter Grant“-Reihe muss man wohl nicht mehr viel sagen. Allen Fans der Reihe ist es ohnehin bekannt – und Neueinsteiger sollten diese lieber von Anfang an lesen, statt mit diesem Band einzusteigen. Auch diesmal gibt es natürlich wieder zahlreiche Reminiszenzen auf Popkultur, Architektur und Polizeiarbeit. Dass Peter allen Widrigkeiten zum Trotz auch dieses Abenteuer überlebt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Schließlich wird er ja noch gebraucht. Diese herrlich schräge Fantasy-Krimi-Reihe macht auch im mittlerweile 6. Band Spaß. Und vielleicht gelingt es Peter ja sogar, endlich die Identität des gesichtslosen Magiers zu lüften. Und den Fall ins Trockene zu bringen, ohne von Ty ersäuft zu werden.
Die einzigen nicht ganz so positiven Punkte, die hier erwähnt werden müssen, betreffen die deutsche Übersetzung. Im Original heißt dieser Band „The Hanging Tree“. Das lässt sich natürlich nicht wörtlich übersetzen. Die sinngemäße Übersetzung wäre wohl „Der Galgenbaum“. Beim titelgebenden „Hanging Tree“ handelt es sich allerdings um einen Pub, der in der Geschichte eine Rolle spielt. Und der befindet sich weder im ehemaligen Dorf Tyburn, noch gehört er Lady Tyburn oder liegt am gleichnamigen Fluss. Da ist der deutsche Titel wohl nicht ganz glücklich gewählt. Und dann die lieben Hausnummern … Im ganzen Buch wird immer wieder die Adresse des Tatortes mit „Hyde Park Nummer Eins“ genannt, was im Original sicher „Number One, Hyde Park“ hieß. Sorry, aber in meinen Augen ist diese Anpassung an hiesige Gepflogenheiten eine üble Eindeutschung und fällt nicht unter den Begriff Übersetzung. Eine Hausnummer in Großbritannien gehört auch in deutscher Sprache vor den Straßennamen.

Fazit:
Eine neuer Peter Grant, wie jeder Leser und Fan es sich wünscht: humorvoll, spannend und einfach magisch.

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Bill Cnox – 10 – Das Geheimnis der Skelettinsel

Bill Cnox
Bill Cnox – 10 – Das Geheimnis der Skelettinsel

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Der Schmuck im Sarg

Klappentext:
Bei „Bill Cnox“ handelt es sich um eine weitere Serie aus den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts, die einen utopisch-phantastischen Hintergrund aufweist. 1922-1923 erschienen hier 28 Hefte um den – genveränderten(!) – Gummimenschen Bill Cnox, zumeist mit einer kriminalistischen Handlung.
Die Romanhefte aus der Reihe „Bill Cnox“ erscheinen jetzt in einer leicht bearbeiteten (eher: restaurierten) Neuausgabe. Vor allem wurden Rechtschreib-, Interpunktions und Grammatikfehler der Originalausgabe korrigiert sowie Ausdrücke, die heutzutage mißverständlich erscheinen, geändert.
Zudem wurden die Romane in eine gemäßigte Version der Rechtschreibungsreform von 2006 umgesetzt. Für den Leser, der das altertümliche Flair weitergehend erleben möchte, ist eine zweite Fassung in alter Rechtschreibung (bis 2000) ebenfalls im eBook enthalten.
Leider liegen derzeit nicht alle Hefte dieser Serie vor (die Hefte 2-9 und 11-14 sind verschollen/nicht vorhanden). Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, dem Leser diese (sehr kurzen) Romane nicht vorzuenthalten.

Rezension:
Der Milliardär Donald Rotschild gibt öffentlich bekannt, dass sein gesamter Schmuck nach seinem Tod mit ihm zusammen beerdigt werden soll. Da er der Presse auch verrät, wo er beerdigt werden möchte, befürchtet Bill Cnox schon beim Lesen der Meldung, dass Rotschilds Grab zu einer Pilgerstätte für ‚Schatzsucher‘ werden wird. Wie es der Zufall will, stirbt der Milliardär schon wenige Tage später an einem Herzschlag. Sein Privatsekretär findet jedoch, dass es besser wäre, den wertvollen Schmuck vorm Vergraben ‚zu retten‘ und ihn lieber in seinen Besitz zu bringen. Doch auf ihn wartet eine Überraschung. Der Schmuck findet doch seinen Weg in den Sarg – was schnell weitere ‚Interessenten‘ anlockt. Wird Bill Cnox den Sarg sicher zu seinem Ziel geleiten können?
Wenn man bedenkt, dass diese Kurzgeschichte annähernd 100 Jahre alt ist, wirkt sie überraschend modern. Etwas überraschend wirkt aus heutiger Sicht lediglich, dass der Autor den Namen seines Protagonisten als Pseudonym benutzt, obwohl die Geschichte nicht einmal in der Ich-Form verfasst ist. Auf die genveränderte Hauptfigur wird in diesem kurzen Werk, das nach heutigen Standards selbst für ein ‚Groschenheft‘ zu kurz wäre, nicht näher eingegangen. Dies wird anscheinend als aus den vorherigen Bänden bekannt vorausgesetzt. (War der Begriff „genverändert“ damals überhaupt schon üblich beziehungsweise bekannt?) In der Handlung dieser Geschichte spielen die besonderen Eigenschaften des Helden allerdings keine Rolle, da es sich um eine reine Detektivgeschichte handelt. Wie weit die im Klappentext erwähnten Modernisierungen reichen, kann man ohne Kenntnis des Originals natürlich nicht einschätzen. Wenn man den Geldwert der damaligen Zeit in Betracht zieht, könnte Rotschild im Original eventuell ein Millionär statt Milliardär gewesen sein. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.
Besonderen ‚Tiefgang‘ wird bei diesem Genre wohl niemand erwarten, doch ist das Abenteuer überraschend unterhaltsam zu lesen. Für die Pause zwischendurch ist es – schon alleine aus literaturhistorischem Interesse – durchaus zu empfehlen.

Fazit:
Ein Blick in die Anfänge der sogenannten Trivialliteratur, der Spaß macht.

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Sherlock Holmes und der Vampir im Tegeler Forst

Wolfgang Schüler
Sherlock Holmes und der Vampir im Tegeler Forst

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Eine Jagd durch die Jahrzehnte

Klappentext:
Schwarze Schatten, weiße Gesichter, rotes Blut – Mord am Set von »Nosferatu«
In seinem Cottage in Sussex verfasst Sherlock Holmes seine Memoiren. Aber es sind nicht nur Erfolgsgeschichten, auf die er zurückblicken kann. Im Laufe der Jahre entwischte ihm auch der größte Verbrecher seiner Zeit, den die Welt als irren Serienmörder kennt: Jack the Ripper! Nun fordert der gnadenlose Verbrecher seinen Widersacher Holmes ein letztes Mal heraus.
Eine blutige Spur führt nach Deutschland, zu den Dreharbeiten von »Nosferatu« in Berlin. Dort sind die Pioniere der Filmkunst mit der Umsetzung von Bram Stokers Roman »Dracula« befasst. Aber ein grausamer Mörder dezimiert das Filmteam nach Art der blutsaugenden Vampire. Im Tegeler Forst, in den Filmateliers in Berlin-Johannistal, in der Hafenstadt Wismar und in den Karpaten jagen Holmes und Watson nun den wahren »Vampir«, der hinter den bizarren Morden steckt.

Rezension:
Schon lange haben sich Holmes und Watson zur Ruhe gesetzt, als letzterer plötzlich Besuch von seinem alten Freund bekommt. Der Massenmörder, den die Öffentlichkeit als Jack the Ripper kennt und der ihm damals mehrfach entwischen konnte, fordert Holmes regelrecht zu einem letzten indelektuellen Duell heraus. Natürlich ziert sich Dr. Watson nicht lange und begleitet Holmes nach Berlin, wo der Ripper im Umkreis der Dreharbeiten zum Vampirfilm „Nosferatu“ zu suchen ist. Es dauert nicht lange, bis hier wirklich ein Mord passiert, der nicht der letzte bleiben wird.
Dem Autor Wolfgang Schüler muss bescheinigt werden, ‚seine Hausaufgaben‘ gemacht zu haben. Die interessanten historischen Hintergründe sind sorgfältig recherchiert und eng mit der fiktiven Handlung verwoben. Leider konnte er jedoch der Versuchung nicht widerstehen, seinen Lesern möglichst viele dieser Hintergründe detailliert darzubieten. So bestehen größere Abschnitte, teilweise ganze Kapitel nur aus solchen Erklärungen, was dann jeweils weit von der eigentlichen Detektivgeschichte abführt. Auch sonst werden ganze Kapitel aus der Sicht eines Erzählers erzählt, was für die originalen Sherlock-Holmes-Erzählungen Arthur Conan Doyles untypisch ist. So kommt das typische Holmes-Feeling nur in den Teilen des Buches auf, die die Erinnerungen Dr. Watsons wiedergeben. Das schmälert für der Sherlock-Holmes-Fan das Vergnügen an dieser ansonsten gut konstruierten Kriminalgeschichte leider etwas. Freunde historischer Detektivgeschichten, die keinen großen Wert auf einen typischen Holmes legen, dürften an diesem Fall jedoch ihre Freude haben.

Fazit:
Eine spannende Verbrecherjagd mit Sherlock Holmes und Dr. Watson, bei der jedoch nur selten das typische Sherlock-Holmes-Feeling aufkommt.

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Das Haus auf der Geisterklippe

Daniel Herbst
Das Haus auf der Geisterklippe

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Dem ‚Star‘ auf der Spur

Klappentext:
Ferien an der spanischen Mittelmeerküste: Das bedeutet alles andere als faul in der Sonne zu liegen! Siggi, Monique und Juanito werden durch Zufall in eine ganz große Sache hineingezogen. Weshalb sich ein mäßig begabter Schlagersänger als Gärtner und sein Freund als Baron ausgeben, ist den dreien zunächst ebenso unklar wie die Frage, was der nervöse, der im Haus auf der Geisterklippe wohnt, mit den beiden zwielichtigen Gestalten zu tun hat. Als Siggi, Monique und Juanito sich endlich einen Reim auf die merkwürdigen Vorgänge im gespenstischen Höhlensystem der Klippe machen können, sind sie dem Bösen schon in die Falle gegangen! Doch keine Bange: Unsere jungen Helden haben Köpfchen!

Rezension:
Siggi macht erstmals Urlaub ohne seine Eltern. Im Hotel der Eltern seines Freundes Juanito, der bis vor kurzem in Deutschland lebte, will er es sich gutgehen lassen. Dass sich ihnen die junge Belgierin Monique, die mit ihrer Gouvernante hier ist, ihnen anschließt, kommt ihm nur recht. Als sie sich die nahegelegene Geisterklippe ansehen, ist Monique überzeugt, in einem Gärtner des auf dieser gelegenen Hauses den Schlagerstar Tony zu erkennen – ein ‚Star‘, der – wie sich herausstellt – nur eine einzige erfolglose Platte veröffentlicht hat. Bei einer Besichtigung der Klippe von der Seeseite her machen sie jedoch eine mysteriöse Entdeckung: Die ganze Klippe ist von einem Höhlensystem durchdrungen, und in diesem finden sie Hinweise, die auf kriminelle Pläne hindeuten.
Daniel Herbstʼ spannend geschriebene Jugendabenteuer verwirrt zunächst in einigen Punkten. Beispielsweise hat Tony also eine Platte aufgenommen? Auch in anderen Punkten erscheint die Geschichte schon fast nostalgisch. Derartige vermeintliche Merkwürdigkeiten klären sich allerdings auf, wenn man entdeckt, dass dieses Buch ursprünglich 1989 veröffentlicht wurde und jetzt nur eine Neuverwertung als eBook erfährt. Leider muss man beim Lesen allerdings feststellen, dass das eBook zahlreiche ‚Tippfehler‘ enthält, die so wirken, als wäre das damalige Buch oder Manuskript eingescannt und ohne nachfolgende Korrektur durch eine Texterkennung gejagt worden. (Merkwürdigerweise ist die Rechtschreibung allerdings dem neuen Standard angepasst worden.) Das ist schade, denn inhaltlich kann dieser All-Age-Krimi durchaus überzeugen.

Fazit:
Dieses nostalgische Krimi-Abenteuer macht Spaß. Leider wurde bei der Aufbereitung des Textes wohl etwas Arbeit gespart.

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Sieben Mörder

Bettina Wagner
Sieben Mörder

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Von Mördern umgeben

Klappentext:
Eine falsche Entscheidung
Nach dem Tod ihres Vaters kann Melissa niemandem mehr trauen, schon gar nicht ihren Verwandten. Der freundliche Mann, der sie in seinem Wagen mitnimmt, scheint ihre einzige Rettung zu sein …

Rezension:
Ihre Verwandten wollen Melissa um ihr Erbe bringen, doch es gelingt ihr, vor ihrer geldgierigen Sippschaft zu fliehen. Zum Glück kann sie auf der Straße ein Auto anhalten, dessen Fahrer sie mitnimmt. Unterwegs erzählt sie dem Mann die Geschichte bis zu ihrer Flucht. Wie wird dieser reagieren?
In der Kürze dieser Geschichte liegt auch ihr Reiz. Bettina Wagner lässt ihre Protagonistin die Geschehnisse knapp und klar berichten, ohne sich dabei in allzu viele Details zu vertiefen. So viele Mörder, aber gibt es überhaupt eine Leiche? Um die überraschende Auflösung dieser Frage zu erfahren, muss man diese Kurzgeschichte schon selbst lesen.

Fazit:
Ein Kurzkrimi, wie er sein soll: spannend und mit interessantem Ende.

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The Roxbury Haunting

Robin G. Austin
The Roxbury Haunting

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Geister und Polizisten

Klappentext:
Jack Raven is a Psychic Medium who has been talking to spirits since she was a child. Now, she owns Raven Eradications and her job is to assist the dead in moving onward– up or down as the case may be with her partner Mojo, a Tamaskan wolfdog.
Just before Christmas, she’s called to the home of Dorothy Matthews to get rid of the man who’s living in the woman’s attic. Alexander Jenningsworth, the home’s first owner, has increased his ghostly activity and has no plans on going anywhere. Dorothy though has already left the building.
Determined to learn why Alexander remains earthbound years after his death, Jack discovers secrets from his and Dorothy’s lives that defy the time that separates them. With help from Detective Clayton Acker, Jack battles an angry spirit for the truth that uncovers past and present mysteries.
The Roxbury Haunting is the first in the Jack Raven Ghost Mystery Series. This is a clean, cozy, supernatural series.

Rezension:
Jack Raven ist Geisterjägerin. Wegen ihres Vornamens muss sie fast jedem erst beweisen, dass sie wirklich die gesuchte Person ist. Als sie nach Texas gerufen wird, weil sich eine alte Frau von einem immer aktiver werdenden Geist in ihrem Haus belästigt fühlt, findet sie ihre Klientin bei der Ankunft jedoch nur noch mit gebrochenem Genick am Fuß der Treppe liegend vor. Ist der Geist etwa tätlich geworden, oder hatte da der Schwiegersohn der Frau, der sich auffällig für das Gebäude interessiert, seine Fingen im Spiel? Zu Jacks Überraschung scheint der ermittelnde Polizist die Geister-Angelegenheit im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen.
Geschichten über Geisterjäger sind in der Literatur bekanntlich nicht gerade selten, auch wenn es sich dabei meistens um Männer handelt. Zumindest in diesem Punkt gehört Robin G. Austins Protagonistin Jack einer Minderheit an. Doch nicht nur in diesem. Nach eigenen Angaben hat die Heldin zu 30 Prozent Navajo-, zu 50 Prozent englische Wurzeln. Die restlichen 20 Prozent kann sie selbst nicht zuordnen. Trotzdem verlässt sie sich im Zweifelsfall auf den Großen Geist.
In diesem Genre verwundert es natürlich nicht allzu sehr, dass es sich bei dieser Geschichte um den Start in eine neue Reihe handelt. Weniger Genre-typisch ist es dagegen, dass der Grusel-Faktor hier eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr nehmen das Krimi-Element und die Aufdeckung der Geschichte des Menschen, der später zum Geist wurde, einen erheblichen Stellenwert ein. Auch das familiäre Umfeld der verstorbenen Klientin erweist sich als nicht unwichtig. Auch relativ ungewöhnlich erscheint es in diesem Genre, dass die Story in Zeiten von Handys und Facebook angesiedelt ist und die Geisterjägerin sich ihr Honorar per Paypal überweisen lässt.
Insgesamt betrachtet ist es der Autorin gelungen, dem Geisterjäger-Genre eine durchaus interessante neue Note hinzuzufügen. Man kann gespannt sein, wie sich diese Reihe weiter entwickelt.

Fazit:
Diesem Geisterjagt-Krimi-Mix gelingt es, die klassische Geisterjägergeschichte erfolgreich in moderne Zeiten hinein weiter zu entwickeln.

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