Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

Klara Bellis
Trywwidt – 1 – Die Kaiserin der ewigen Nacht

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(Diese Rezension ist schon etwas älter, genauer gesagt aus einer Zeit, als es diesen Blog noch gar nicht gab. Da ich momentan aber gerade die Fortsetzung lese, habe ich mich entschlossen, sie hier nachzutragen.)

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Chaotin mit grünen Haaren

Klappentext:
Käferkacke! – Die Elfe Trywwidt hat es vermasselt. Ausgerechnet während ihrer Wache ist die gefährlichste aller Pflanzen aus dem Gewächshaus verschwunden: die »Kaiserin der ewigen Nacht«. Die gesamte Menschheit ist in Gefahr. Schnell weiß Trywwidt, wo die blutsaugende Pflanze steckt: ausgerechnet bei Klaus, dem wohl vertrotteltsten Botaniker der Welt!
Die Zeit wird knapp. Gestrandet in der Menschenwelt, sucht die Elfe einen Verbündeten für ihre Jagd auf die Blutsaugerin. Am besten einen, der sich ebenfalls mit dem Saugen von Blut auskennt. Aber kann sie ihrem Helfer wirklich vertrauen?
Schon bald muss Trywwidt begreifen, dass die mörderische Pflanze ihr geringstes Problem ist.
Wer wissen will, was die »Kaiserin der ewigen Nacht« mit der Pest im Mittelalter zu tun hat; wie wundersam die Erotik zwischen Elfen und Vampiren ist und mit welchen absonderlichen Schimpfwörtern Elfen nur so um sich werfen, ist hier bestens aufgehoben.
Klara Bellis’ Roman ist spannend und höchst amüsant. Für alle Fans von toughen Heldinnen, finsteren Schurken und Vollmilchschokolade.
Hinweis für Allergiker: ACHTUNG! Dieses Buch kann Spuren von Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern enthalten.

Rezension:
Eine hochgefährliche Pflanze verschwindet auf mysteriöse Weise aus einem Hochsicherheits-Gewächshaus der Elfen und taucht einfach so in der Menschenwelt auf. Zum Glück können die Elfen herausfinden, wer die Pflanze dort findet und mit zu sich nachhause nimmt. Also wird die Elfe Trywwidt, die nach einer Panne bei ihrem letzten Einsatz in der Menschenwelt seit 30 Jahren keinen solchen Einsatz mehr hatte, auf eine Bergungsaktion geschickt. Da vorher genau festgestellt wurde, dass zur fraglichen Zeit weit und breit kein Mensch sein wird und wo die Pflanze genau steht, dürfte das ein kurzer, schneller Einsatz werden. Doch gleich nach Trywwidts Eintreffen häufen sich die Pannen. Zuerst wird sie beinahe Opfer eines Verkehrsunfalls, und dann ist auch noch die Pflanze nicht auffindbar. Und das, wo der Wahlspruch der Elfen doch „Maximale Effizienz!“ lautet. Nur gut, dass der Vampir, den Trywwidt bei ihrem letzten Einsatz kennenlernte, ganz in der Nähe wohnt.
Spätestens jetzt dürfte jeder potentielle Leser erkannt haben, dass dieses Buch keine Elfen- oder Vampirgeschichte nach Schema F ist. Weder die Elfen noch die Vampire entsprechen den aus vielen anderen Büchern gewohnten derartigen Wesen. Lediglich die Menschen sind so, wie wir sie aus unseren täglichen Erfahrungen kennen – im Guten wie im Schlechten. Die Autorin erweckt hier eine sehr humorvolle Urban-Fantasy-Welt mitten in unserem realen Deutschland zum Leben. Alleine mit den Elfen-Schimpfwörtern könnte man ein ganzes Lexikon füllen. Oder sich einfach darüber totlachen, obwohl man letzteres lieber nicht machen sollte, da einem sonst die angekündigte Fortsetzung entgehen würde.
Zu Beginn werden wechselweise zunächst anscheinend unabhängige Geschichten aus den Blickwinkeln eines ewigen Studenten, einer von ihrem ehemaligen Liebhaber vor die Tür gesetzten Frau, der titelgebenden Elfe und des Vampirs erzählt, die ich im Laufe der Handlung zu einem Erzählstrang vereinen. Die Verflechtungen der verschiedenen Charaktere in die Gesamthandlung werden dem Leser erst nach und nach bewusst, doch selbst die Titelheldin kann manche anscheinenden Ungereimtheiten erst sehr spät durchschauen. Ob es wohl trotzdem für alle Beteiligten ein Happyend geben wird?

Fazit:
Allen Fans einer etwas schrägen Urban Fantasy kann man dieses Buch, das es derzeit leider nur als eBook gibt, wärmstens empfehlen.

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The Roxbury Haunting

Robin G. Austin
The Roxbury Haunting

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Geister und Polizisten

Klappentext:
Jack Raven is a Psychic Medium who has been talking to spirits since she was a child. Now, she owns Raven Eradications and her job is to assist the dead in moving onward– up or down as the case may be with her partner Mojo, a Tamaskan wolfdog.
Just before Christmas, she’s called to the home of Dorothy Matthews to get rid of the man who’s living in the woman’s attic. Alexander Jenningsworth, the home’s first owner, has increased his ghostly activity and has no plans on going anywhere. Dorothy though has already left the building.
Determined to learn why Alexander remains earthbound years after his death, Jack discovers secrets from his and Dorothy’s lives that defy the time that separates them. With help from Detective Clayton Acker, Jack battles an angry spirit for the truth that uncovers past and present mysteries.
The Roxbury Haunting is the first in the Jack Raven Ghost Mystery Series. This is a clean, cozy, supernatural series.

Rezension:
Jack Raven ist Geisterjägerin. Wegen ihres Vornamens muss sie fast jedem erst beweisen, dass sie wirklich die gesuchte Person ist. Als sie nach Texas gerufen wird, weil sich eine alte Frau von einem immer aktiver werdenden Geist in ihrem Haus belästigt fühlt, findet sie ihre Klientin bei der Ankunft jedoch nur noch mit gebrochenem Genick am Fuß der Treppe liegend vor. Ist der Geist etwa tätlich geworden, oder hatte da der Schwiegersohn der Frau, der sich auffällig für das Gebäude interessiert, seine Fingen im Spiel? Zu Jacks Überraschung scheint der ermittelnde Polizist die Geister-Angelegenheit im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen.
Geschichten über Geisterjäger sind in der Literatur bekanntlich nicht gerade selten, auch wenn es sich dabei meistens um Männer handelt. Zumindest in diesem Punkt gehört Robin G. Austins Protagonistin Jack einer Minderheit an. Doch nicht nur in diesem. Nach eigenen Angaben hat die Heldin zu 30 Prozent Navajo-, zu 50 Prozent englische Wurzeln. Die restlichen 20 Prozent kann sie selbst nicht zuordnen. Trotzdem verlässt sie sich im Zweifelsfall auf den Großen Geist.
In diesem Genre verwundert es natürlich nicht allzu sehr, dass es sich bei dieser Geschichte um den Start in eine neue Reihe handelt. Weniger Genre-typisch ist es dagegen, dass der Grusel-Faktor hier eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr nehmen das Krimi-Element und die Aufdeckung der Geschichte des Menschen, der später zum Geist wurde, einen erheblichen Stellenwert ein. Auch das familiäre Umfeld der verstorbenen Klientin erweist sich als nicht unwichtig. Auch relativ ungewöhnlich erscheint es in diesem Genre, dass die Story in Zeiten von Handys und Facebook angesiedelt ist und die Geisterjägerin sich ihr Honorar per Paypal überweisen lässt.
Insgesamt betrachtet ist es der Autorin gelungen, dem Geisterjäger-Genre eine durchaus interessante neue Note hinzuzufügen. Man kann gespannt sein, wie sich diese Reihe weiter entwickelt.

Fazit:
Diesem Geisterjagt-Krimi-Mix gelingt es, die klassische Geisterjägergeschichte erfolgreich in moderne Zeiten hinein weiter zu entwickeln.

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Atschori – Die Echsenbestie von Köln

Justus Wolf
Atschori – Die Echsenbestie von Köln

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Blutspur durch Köln

Klappentext:
Einmal in tausend Jahren ist alles möglich.
Die junge Biologistudentin Emilya braucht dringend einen Nebenjob. Unerwartet trifft sie den geheimnisvollen Lord Bradford und der stellt ihr Leben auf den Kopf: Plötzlich muss Emilya einen mordenden Echsenmenschen quer durch Köln jagen. Dabei entdeckt sie, dass sie eine ganz besondere Gabe besitzt.
Währenddessen geht für Marcel ein Traum in Erfüllung, denn er wird Kandidat bei einer Quizshow. Den Fernsehauftritt bei seinem großen Idol Christina Durmond hat er sich allerdings anders vorgestellt, als er in Wirklichkeit verläuft.
Schnell, hart und herzlich – „Atschori“ ist ein bewegender Fantasy-Thriller mit unterschiedlichen fantastischen Wesen.

Rezension:
Kaum hat Emilya ein Vorstellungsgespräch vermasselt, da wird sie auf offener Straße vom Insassen eines Rolls-Royce’ angesprochen. Dieser gibt sich als englischer Lord und Sonderermittler gegen übersinnliche Bedrohungen aus und will Emilya anwerben, weil diese angeblich über eine besondere Gabe verfügt, von der sie selbst nichts weiß. Die glaubt ihm natürlich nicht, doch der Fremde weist sich mit einem Ring aus, der dem gleicht, den Emilya einst von ihrem verschwundenen Vater bekam. So steht Emilya wenig später am Tatort, an dem ein Taucher von einem Echsenmann umgebracht wurde. Langsam beginnt sie, der Geschichte des Lords zu glauben. Aber werden sie das mysteriöse Wesen daran hindern können, weitere Morde zu begehen?
Der Titel und das Cover könnten durchaus den Eindruck erwecken, es beim vorliegenden Werk mit einem der üblichen ‚Groschenhefte‘ zu tun zu haben. Der Inhalt stellt sich dann jedoch als deutlich höherwertig heraus, als man aus dieser Erwartungshaltung heraus vermuten könnte. Justus Wolfs Fantasy-Story ist handwerklich gut geschrieben und hinterlässt einen positiven Eindruck. Lobend muss man bemerken, dass der Autor darauf verzichtet, das ganze in eine Lovestory zwischen der Protagonistin und dem Lord abgleiten zu lassen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung der Hintergründe des Wesens. Dabei werden allgemein bekannte Fantasy-Wesen auf interessante Weise in neue Zusammenhänge gebracht. Mit dem im Klappentext benutzen Begriff „Thriller“ würde ich dieses Buch allerdings weniger assoziieren.
Auch wenn der konkrete Fall am Ende (natürlich) erfolgreich abgeschlossen ist, wären weitere Abenteuer um die neuernannte Sonderermittlerin durchaus wünschenswert. Ein Mangel an (potentiell) bösartigen Wesen dürfte dem wohl kaum im Wege stehen.

Fazit:
Dieser Fantasy-Krimi bewegt sich auf überraschend hohem Niveau und macht damit Lust auf mehr.

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Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

Judith Fischer
Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

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Die verschwundenen Mädchen

Klappentext:
Niemals hätte Cate es für möglich gehalten, dass das geheimnisvolle Land, von dem ihre beste Freundin Mary ihrer Schwester erzählte, tatsächlich existiert. Doch als die Kleine plötzlich auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, führt ihre Suche sie genau dorthin.
Mit Mary an ihrer Seite stürzt sie Hals über Kopf in das größte Abenteuer ihres Lebens, denn was sie in Zantaliya erwartet, stellt alles, was sie bisher erlebt hat in den Schatten…
Den beiden Mädchen wird ein schweres Schicksal zuteil und ganz plötzlich sehen sie sich statt ihren üblichen Problemen mit fiesen Nachtraben, Gnomen und Baumgeistern konfrontiert. Aber sie haben keine Wahl, denn Cates kleine Schwester wird vom kaltblütigen Schwarzmagier Falador gefangengehalten und ihm gegenüberzutreten ist ihre einzige Chance, sie zu befreien…
»Reise durch das Schattenland« ist BAND 1 der Zantaliya-Trilogie und beschreibt die Erlebnisse der beiden Mädchen während der ersten Etappe ihrer abenteuerreichen Suche nach Cates kleiner Schwester.

Rezension:
Cate ist 13 und lebt mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester in bescheidenen Verhältnissen, ihre beste Freundin Mary seit dem Tod ihrer Eltern sogar im Waisenhaus. Cates kleine Schwester Sarah liebt die Geschichten, die Mary ihr oft erzählt. Doch eines Tages erzählt Mary eine ungewöhnliche Geschichte. Cate hat den Eindruck, dass die Freundin dabei geistig irgendwie abwesend ist. Kurz darauf verschwindet Sarah spurlos aus der Wohnung, die Polizei kann keine Spur von ihr finden, und Cate macht sich schwere Vorwürfe. Als sie nachts einen eigenartigen Traum hat, macht sie sich spontan selbst auf die Suche. Vor Marys Waisenhaus trifft sie auf ihre Freundin, die auch einen visionären Traum hatte. Kurz darauf betreten die beiden die Welt aus Marys Geschichte – eine Welt, die sehr gefährlich ist. Werden sie in der Lage sein, Sarah hier zu finden?
Judith Fischers Jugend-Fantasy erzählt die Abenteuer der beiden Freundinnen Cate und Mary in einer Parallelwelt, in die diese unerwartet geraden. Diese Handlungsidee ist sicher nicht neu. Geschichten, in denen Mädchen, Jungen oder auch Erwachsene in eine Fantasy-Welt geraden, gibt es schließlich einige. Trotzdem können die Abenteuer gerade auch junger Helden immer wieder unterhalten. Im vorliegenden Fall gelingt das recht gut. Nachdem die Vorgeschichte, in der der Leser die Protagonistinnen und ihre Umgebung in unserer Welt kennenlernt, noch recht behäbig erscheint, wird es nach dem Wechsel der Welten rasch abenteuerlich. Mit jedem Abenteuer, das die beiden Mädchen bestehen müssen, zieht das Buch den Leser mehr in seinen Bann – um dann in einem ziemlich heftigen Cliffhanger zu enden.
Da es sich bei „Zantaliya“ um eine Trilogie handelt, überrascht es natürlich nicht, dass das Abenteuer noch nicht beendet wird. Dass es so offen ohne einen ‚Teilabschluss‘ endet, dagegen schon. Immerhin ist Band 2 („Zantaliya – Suche nach der Wahrheit“) bereits lieferbar.
Die Autorin erzählt die Geschichte zwar hauptsächlich aus dem Blickwinkel der Freundinnen, unterbrochen wird dies jedoch immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, wie beispielsweise Cates Mutter, Sarahs oder auch anderer Personen. Der Stil ist gut lesbar. Gelungen ist ihr damit ein Buch, das Genre-begeisterten Lesern durchaus gefallen dürfte.

Fazit:
„Zantaliya – Reise durch das Schattenland“ ist der Auftakt einer Jugend-Urban-Fantasy-Trilogie, die gut lesbar ist.

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Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

Wolf Heichele
Ein Fall für Amy Laszlo – 1 – Schattenbiest

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Auf der Spur des Mantikors

Klappentext:
Erfrischende Frauenpower und außergewöhnliche Fälle!
Die erfahrene Agentin Amy Laszlo und ihre junge Kollegin Alice Pepper arbeiten für eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die sich mit außergewöhnlichen Fällen beschäftigt.
Zu ihren Aufgaben gehört die Aufklärung rätselhafter bis esoterischer Fälle, aber auch das Überprüfen von Alien-Sichtungen oder das Einfangen geklonter Mischwesen aus Mensch und Tier.
In atmosphärisch dichten Abenteuern sorgt die geballte Frauenpower der zwei Detektivinnen in jeder Folge für ein spannendes erfrischendes Leseerlebnis – und natürlich für jede Menge Gänsehaut!

Rezension:
Amy ist eine sehr sportliche, junge, aber bereits erfolgreiche Mitarbeiterin einer Polizei-Spezialeinheit für übernatürliche und von Außerirdischen verübte Verbrachen. Meist bildet sie mit der älteren Alice ein Team. Nachdem sie sich mit der Festnahme eines schon lange gesuchten, telepathisch begabten Verbrechers eigentlich ein paar freie Tage verdient hätte, wird sie von Alice zu Hilfe gerufen, denn die ist fast vor der eigenen Haustür über einen Mantikor ‚gestolpert‘.
Wolf Heicheles kurzes Fantasy-Krimi-Abenteuer erinnert von Aufbau und Länge an einen ‚Groschenroman‘, was auch der im Titel angedeutete Reihencharakter unterstreicht.
Die der Reihe zugrunde liegende Idee ist natürlich nicht gerade als neu zu bezeichnen, kann aber – wie die Erfahrung lehrt – durchaus tragfähig sein. Bekanntermaßen gibt es nicht wenige Fans derartiger phantastischer Krimi-Abenteuer. Amy, Alice und die wenigen Kollegen, die der Leser in dieser Geschichte kennenlernt, bleiben bisher zwar noch sehr ‚Hintergrund-los‘, doch das könnte sich in kommenden Bänden natürlich ändern. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, kommt diesem Band wohl eher der Charakter eines Trailers zu, der den (zukünftigen) Leser an die Protagonisten und den grundsätzlichen Charakter der zu erwartenden Handlungen heranführt. Auch wenn die Handlung dieses Auftaktbandes noch etwas ‚dünn‘ ausfällt (was sich nicht auf die Länge der Story bezieht), bietet die Idee doch durchaus Potential.

Fazit:
Der Auftakt dieser Fantasy-Krimi-Abenteuer-Reihe zeigt noch Schwächen, bietet aber durchaus tragfähige Grundlagen für zukünftige Handlungen.

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DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

K.C. Kornwall
DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

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Trugdrachen und Zauberer

Klappentext:
Sam wäre gern einfach ein ganz normales fünfzehnjähriges Mädchen, doch seit sie bei ihrem Bruder lebt, muss sie mit ihm ständig von einem Ort zum nächsten reisen, nur damit er immer wieder neuen Mythen und Legenden rund um das Thema Drachen hinterherjagen kann. Doch bei ihrer neuen Reise aufs englische Land läuft plötzlich alles anders als sonst. Diese Reise soll ihr ganzes Leben verändern, denn sie bekommt Einblick in eine Welt, von der sie vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Eine fantastische Welt, die allgegenwärtig und doch unsichtbar ist – eine Welt, parallel zu unserer, in der Drachen und Magie erst der Anfang eines großen Abenteuers sind…

Rezension:
Sam lebt bei ihrem erwachsenen Bruder, der nach Drachen forscht – bisher jedoch vergeblich. Auch wenn es ihr nicht gefällt, ständig umherzureisen und doch nichts zu finden, findet sie sich damit ab. Diesmal geht es zu einer abgelegenen Burg im Südwesten Englands. Anders als an den bisherigen Forschungsstätten ihres Bruders scheint es hier wirklich Sachen zu geben, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Doch um Drachen scheinen es sich dabei anscheinend nicht zu handeln.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem derzeit nur als eBook erhältlichen Werk um den Anfang eines Mehrteilers. So verwundert es nicht, dass Sam(antha)s Abenteuer am Ende dieses Bandes gerade erst richtig beginnt.
Während die Handlung der Geschichte durchaus interessant ist, bleiben die handelnden Personen dabei jedoch recht blass. Über die Hintergründe der Geschwister erfährt der Leser nur wenig, und auch sonst entwickeln beide leider nur wenig Persönlichkeit. Für die wenigen Nebencharaktere gilt dies sogar in noch stärkerem Maße. Obwohl der Schreibstil der Autorin gut lesbar ist, fällt es dem Leser deshalb schwerer als nötig, eine geistige Beziehung zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Aber vielleicht bessert sich da in den Fortsetzungen ja noch? Band 2 ist unter dem Titel „DrachenSchimmer: Zwischen Schatten und Licht“ bereits verfügbar.

Fazit:
Der Auftakt der „DrachenSchimmer“-Reihe bietet eine interessante Handlungsidee, die etwas unter einer schwachen Charakterzeichnung leidet.

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Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

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Der Schatten weicht

Klappentext:
Der Schleier fällt!
Jahrhunderte lang bereitete sie ihren Plan vor, angetrieben vom unbändigen Hass auf die Lichtkämpfer und Unsterblichen.
Jen, Alex und Clara stoßen überraschend auf eine Spur zur Identität der Schattenfrau. Sie ahnen nicht, dass dies alles verändern wird. Denn der Schleier soll fallen …
… und Chaos die Lichtkämpfer hinweg fegen.

Rezension:
Während Kevin etwas erfährt, worüber er unbedingt schnellstmöglich mit seinen Eltern sprechen will, führt die Auswertung des im letzten Band erbeuteten Essenzstabes zu einer neuen Spur. Kommt das Rätsel um die Schattenfrau damit seiner Enthüllung näher? Und schaffen es die Unsterblichen endlich, das Siegel zum Archiv zu brechen?
Auch in diesem Halbstaffel-Finale geht es wieder hoch her. Es ergibt sich die Hoffnung, die Schattenfrau endlich enttarnen zu können. Doch dazu müssen sich einige Lichtkämpfer auf eine gefährliche Mission begeben. Wie in Andreas Suchaneks Geschichten üblich, ergeben sich jedoch mit jedem gelösten Rätsel gleich wieder ein paar neue. Der Meister der Dauerspannung schafft es auch hier wieder, seine Leser von dem Prolog bis zur letzten Zeile so sehr zu fesseln, dass es ihnen kaum möglich ist, das (e)Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Das aus verschiedenen anderen Reihe bekannte Serienkonzept geht auch bei dieser Urban Fantasy voll auf. Denn so viel sei verraten: Die Enttarnung der Schattenfrau löst die Probleme der Lichtkämpfer keinesfalls – eher im Gegenteil. Und auch die anderen Fronten bleiben gefährlich.

Fazit:
Auch Band 6 der „Das Erbe der Macht“-Reihe treibt die Spannung wieder auf einen kontinuierlichen Höchstlevel.

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Das Grauen von Laurendale

Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale

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Geister aus Fleisch und Blut

Klappentext:
Laurendale- ein behütetes Städtchen mitten in Amerika?
Wohl kaum! Die 17-jährige Kitty ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrem Vater in dieses kleine Nest zieht. Doch die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber seltsam, Mitschüler werden sogar handgreiflich und was hat es mit dem mysteriösen Korridor in ihrer neuen Schule auf sich?
Gemeinsam mit dem undurchschaubaren Chris, der selbst ein dunkles Geheimnis hütet, kommt Kitty einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der ihr eigenes Leben fordern könnte…

Rezension:
Weil ihr Vater überraschend eine neue Stelle in der Stadtverwaltung Laurendales angenommen hat, muss Kitty mit ihm dorthin ziehen. Aus der Großstadt in ein Provinznest – das passt ihr überhaupt nicht. Die Tatsache, dass viele der Bewohner eigenartig auf die Neuankömmlinge regieren, verbessert ihre Laune auch nicht gerade. Während ihr Vater voll in seinem neuen Job aufzugehen scheint, schöpft Kitty Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt – ganz und gar nicht sogar. Und was ist mit Chris, den sie einerseits sympathisch findet, der andererseits aber Teil des Rätsels zu sein scheint?
Hanna Martens Grusel-Kurzgeschichte unterteilt sich in 2 Teile, wovon Teil 1 bereits in der Anthologie „Halloween Tales“ enthalten war. Dort endet die Geschichte allerdings ziemlich abrupt und lässt viele Fragen offen, die erst im 2. Teil aufgelöst werden. (Das vorliegende eBook enthält beide Teile.) Während die Geschichte, wie sie in der Anthologie veröffentlicht wurde, den Leser wegen des sehr offenen Endes etwas ratlos zurückließ, kann sie jetzt mit einem echten Ende überzeugen. Der romantische Part bleibt dabei angenehm dezent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Obwohl die Mysterien Laurendales jetzt aufgeklärt sind, kündigte die Autorin für Halloween 2017 einen 3. Teil an.

Fazit:
Freunde Halloween-typischer Mystery-Stories sollten Laurendale einen literarischen Besuch abstatten.

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Tintenfluch

Monika Weithofer
Tintenfluch

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Verwirrungen im Bücherwurm

Klappentext:
Da war ganz schön was los! Als hätte ich nicht schon genug Probleme mit mir selbst gehabt, steht da plötzlich noch der verstaubte Geist einer ziemlich eingebildeten Gräfin in meinem Schlafzimmer und beginnt, mein Leben so richtig aufzumischen! Aber was soll ich sagen, wenn Du wissen möchtest, wie ich meinem Plagegeist begegnete und was dabei alles passiert ist, dann greif einfach zu … ich freue mich auf Dich, deine Olivia.

Rezension:
Olivia lebt in Wien, ist Studentin und jobt im „Bücherwurm“, einem Buchantiquariat. Während sie den Enkel des Besitzers, der sie nicht beachtet, heimlich anhimmelt, geht ihr der neue Praktikant nur auf die Nerven. Beim Aufräumen findet sie in einem Buch lose Blätter, auf denen einst Tagebuch geführt wurde. Ehe sie es sich versieht, zieht der Geist einer Gräfin aus dem 19. Jahrhundert, die das Tagebuch einst schrieb, bei ihr ein. Die einzige Chance, die hochnäsige Besucherin wieder loszuwerden, besteht anscheinend darin, herauszufinden, was den Geist in unserer Welt festhält. Die Tatsachen, dass Olivia den Tod ihres Vaters noch nicht verwunden hat und außer ihr fast niemand den Geist sehen kann, sind dabei wenig hilfreich.
Monika Weithofers Geister-Fantasy mit viel Wiener Lokal-Flair ist eine eher ruhig erzählte Geschichte, die einige Anlaufzeit benötigt, bevor sie den Leser zu fesseln beginnt. Erst als es ans Ergründen der Umstände geht, die den Geist Josephines am ‚Weitergehen‘ hindern, wird die Handlung interessant, kann dann aber wirklich gefallen. Auch Olivias außergewöhnliches Hobby gibt dem Buch den einen oder anderen Reiz. (Gibt es Street Fight – nicht die Wrestling-Variante, die die Wikipedia unter diesem Begriff nennt, sondern ein Team-Action-Roleplay! – eigentlich wirklich?) Josephines ständige Belehrungen Olivias über deren – nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts – unmögliches, überhaupt nicht damenhaftes Benehmen bringen ein wiederkehrendes humoristisches Element ein. Während die Hintergründe Josephines jedoch bis kurz vor Schluss rätselhaft bleiben, ist Olivias Lovestory recht vorhersehbar. Mit welchen ihrer beiden Kollegen wird sie wohl zusammenkommen? (Der Kandidat darf 3 Mal raten.)
Abgesehen vom recht langatmigen Einstieg, der deutlich gestrafft werden könnte/sollte, kann diese praktisch Action-freie Urban Fantasy gefallen.

Fazit:
Diese Urban Fantasy um einen Geist, der nicht ‚weitergehen‘ kann, ist Freunden ruhiger Abenteuer zu empfehlen.

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