Im Land der Mafiosi

Thomas Kowa
Im Land der Mafiosi

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Betrüger unter sich

Klappentext:
Ein humorvoller Kurzkrimi
Eine Kreuzfahrt in italienischen Gefilden, ein Heiratsschwindler auf der Suche nach einem letzten großen Coup und zwei Frauen. Die eine schön, aber arm, die andere unermesslich reich. Wie wird er sich entscheiden? Und kann er das überhaupt noch?

Rezension:
Er macht eine Mittelmeer-Kreuzfahrt, doch für ihn ist das kein Urlaub. Als Heiratsschwindler muss man schließlich auch sein Geld verdienen. Das ist schwer genug, denn das Opfer seiner Wahl ist natürlich die ältliche Reiche, auch wenn die junge Frau natürlich erheblich mehr Spaß verspräche. Für Landgänge bleibt da keine Zeit, aber die wären im Land der Mafiosi ohnehin viel zu gefährlich. Denn er ist schließlich vorsichtig, sonst wäre er nie dahin gekommen, wo er jetzt ist.
Die Abenteuer eines Heiratsschwindlers, serviert von Thomas Kowa – muss man mehr sagen? Wer die Kurzgeschichten des Autors kennt, wird natürlich sofort ahnen, dass da manches ganz anders ist, als es zunächst scheint. Selbstverständlich bleibt Kowa auch in diesem ‚Krimi‘ seinem Stil treu. Seinen Fans kann es nur recht sein.

Fazit:
Ein Heiratsschwindler und eine schwere Entscheidung. Für den Leser ist die Entscheidung um so einfacher: Kaufen!

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Das Maskenhandwerk

Dennis Mombauer
Das Maskenhandwerk

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Im Bann der Armschienen

Klappentext:
Zwei rivalisierende Reiche, zwei junge Männer, zwei Geschichten. Huapan und Subesato stehen im Schatten ihrer Elternhäuser: Huapan ist der Sohn einer erfolgreichen Kauffrau und Senatorin Huanamthangs, Subesato der des Autarchen von Aurudate. Beide gelangen in den Besitz mysteriöser Artefakte und werden in den Mahlstrom eines losbrechenden Krieges gesogen, der sie von den Ufern des Yamowashi über das monsungetränkte Jadeland bis zu den Dämmerungsbergen führt. Dabei geht es wieder und wieder um Macht, um Rollenerwartungen und die damit verbundenen Fragen: Was bleibt von Subesato, wenn seinen Wünschen keine Grenzen gesetzt sind? Was von Huapan, wenn er mit seiner Maske jedes Gesicht aufsetzen kann? Und gibt es von einmal eingeschlagenen Pfaden noch ein Zurück?

Rezension:
Im Krieg gegen Huanamthang betreut der Autarch von Aurudate seinen jüngsten Sohn Subesato mit einem ersten kleinen Kommando. Der kleine Trupp wird von den feindlichen Verbänden jedoch komplett aufgebracht. Lediglich den jungen Kommandeur lässt der feindliche General einfach kaufen, weil er den Jungen für unwichtig hält. Der Autarch ist von seinem Jüngsten, der sich nie für das Kriegshandwerk interessierte, so enttäuscht, dass er ihn verbannt. Subesato sinnt auf Rache für diese Erniedrigung.
Huapan, Sohn einer einflussreichen Senatorin Huanamthangs, wird Zeuge, wie der berühmte Oberkommandierende vom Senat entlassen wird, weil er den Sohn des Feindes verschonte. Während seine Mutter darin eine politische Intrige wittert, wünscht sich Huapan nichts mehr, als endlich Abenteuer zu erleben. Als der neue Oberkommandierende mitten in der Monsunzeit zu einem neuen Feldzug gegen Aurudate aufbricht, schließt er sich dem Heer als Beobachter an.
Diesen Roman zu beurteilen, fällt nicht leicht. Auf dem Cover wird er als „Fantasy“ bezeichnet, und das kann man keinesfalls abstreiten, denn magische Artefakte, an die sowohl Subesato als auch Huapan kommen, spielen eine grundlegende Rolle. Allerdings besteht ein Großteil der Handlung aus – wiederholt ziemlich blutiger – Kriegs-Action, in der die jeweiligen Artefakte oft in den Hintergrund treten. So gesehen würde eine Bezeichnung als (Anti-)Kriegsroman mit phantastischen Elementen dem Buch sicher besser gerecht werden. Auch der Titel „Das Maskenhandwerk“ ist vielleicht nicht ganz optimal gewählt. Zwar spielen (insbesondere 2) Masken eine tragende Rolle, der Hersteller dieser bleibt aber bis zum Schluss eine mysteriöse Gestalt, deren Hintergründe komplett offen bleiben. Die Herstellung der Masken, deren Thematisierung durch den Titel nahegelegt wird, spielt in keinem einzigen Satz eine Rolle.
Dennis Mombauer gelingt es, dem Leser im zwischen den beiden Protagonisten wechselndem Blickwinkel deren Motivationen und Gefühle zu vermitteln. Beim Lesen kann man die tragischen Schicksale der Helden mitfühlen. Die Welt, in der diese Geschichte angesiedelt ist, basiert auf einem Gemisch von südamerikanischen und asiatischen Elementen, stellt also ein durchaus ungewöhnliches Ambiente dar. Trotzdem werden ‚typische Fantasy-Leser‘ genau wie Freunde von Happyends mit diesem Buch wohl eher weniger warm werden. Die passende Zielgruppe dürfte eher bei Liebhabern harter und blutige Kriegs-Action liegen.

Fazit:
(Anti-)Kriegsroman meets Fantasy, wobei der Schwerpunkt deutlich auf ersterem Genre liegt.

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Frost & Payne – 8 – Nummer 23

Luzia Pfyl
Frost & Payne – 8 – Nummer 23

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Frosts Geburtstag

Klappentext:
Nach der Sache mit Kirkland liegt Jackson Payne schwer verletzt im Krankenhaus, doch die Sache ist ausgestanden und er in Sicherheit. Lydia Frost hofft, dass nun endlich wieder etwas Normalität in die Agentur kommt. Helen plant eine Geburtstagsparty und Dr. Baxter versucht, den mechanischen Arm nachzubauen.
Die ruhigen Tage dauern allerdings nicht lange an. Eine Mutter bittet Frost, ihren verschollenen Sohn, David, zu suchen, da Scotland Yard sich nicht dafür zu interessieren scheint. Frost nimmt den Auftrag an, doch sie hat nicht viel Hoffnung, den Jungen nach all der Zeit noch zu finden. Sie ahnt nicht, dass er der Schlüssel zu den mechanischen Kindern ist.
Der Mörder erweitert derweil das Spielfeld. Er hat eine ganz spezielle Geburtstagsüberraschung geplant…

Rezension:
Lydia Frost macht sich langsam ernsthafte Sorgen um ihren Partner Payne, der spurlos verschwunden ist. Doch endlich hat sie eine Spur gefunden. Derweil wird der Erschaffer der ‚mechanischen Kinder‘ wieder aktiv. Nach all den Jahren möchte er unbedingt seine verlorene Nummer 4 wiederfinden. Außerdem muss er das von Nummer 23 bei seiner Flucht zerstörte Labor ersetzen, und Scotland Yard ist ihm auch auf den Fersen.
Im inzwischen 8. Band ihrer „Frost & Payne“-Reihe, die mittlerweile ihre ganz eigene Dynamik entwickelt hat, überrascht Luzia Pfyl ihre Leser mit einer wohl kaum vorausahnbaren Wendung. Und diese Überraschung ist gelungen, denn damit hätte zumindest ich definitiv nicht gerechnet. Worum es sich dabei genau handelt, soll hier natürlich nicht verraten werden, auch wenn man sicher behaupten kann, dass das nicht allen Lesern gefallen wird.
Alles deutet darauf hin, dass sich die Reihe in den kommenden Bänden auf die Überführung des Kindesentführers und -mörders konzentrieren wird. Doch dieser ist sich sehr wohl bewusst, von wem ihm Gefahr droht. Es verspricht also, weiterhin interessant zu bleiben.

Fazit:
Mit einer schockierenden Überraschung geht das viktorianische Detektivabenteuer in die nächste Runde.

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Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

Dieter Schulz-Hoos
Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

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Einstein war gestern

Klappentext:
Ein Denkansatz und Patenantrag, den man gelesen haben sollte, bevor man sich unzutreffend auf Albert Einstein bezieht und behauptet, dass es eine interstellare Raumfahrt schon aus Prinzip nie geben könnte. Es kann und es wird diese Zukunft des Menschen geben, wenn man verstanden hat, was Einsteins mathematischer Ansatz tatsächlich beschreibt.

Rezension:
Dieses eBook stellt in gewisser Weise einen kommentierten Patentantrag dar. In diesem stellt der Autor einen per Gravitation wirkenden neuartigen Motor sowie die diesem zugrundeliegenden Theorien vor.
Ich möchte nicht behaupten, Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien inhaltlich vollständig zu verstehen. Unmissverständlich ist jedoch, dass er Ideen der Quantentheorie so erweitert, dass es ihm damit – zumindest seiner Meinung nach – gelingt, die bisher nach aktuellen Kenntnisstand als unvereinbar geltenden Widersprüche zwischen Quantentheorie und Relativitätstheorie zu überbrücken. Selbstverständlich sind diese neu aufgestellten Theorien höchst spekulativ. Wie die wissenschaftliche Beurteilung dieser aussieht, kann ich nicht beurteilen. Hat überhaupt schon ein anerkannter Physiker diese Ideen beurteilt?
Selbst wenn sich Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien jedoch als richtig herausstellen sollten – was zweifellos eine wissenschaftliche Sensation darstellen würde –, halte ich es doch für höchst zweifelhaft, dass der von ihm erfundene Motor noch während der Laufzeit eines Patents wirtschaftlich verwertbar werden könnte. Wozu also diese Patentanmeldung?

Fazit:
Wissenschaftlich und technisch fragwürdig – doch für SciFi-Fans sind die hier gebotenen Ideen zweifellos einen Blick wert.

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Die Fährtenleserin

Karl Olsberg
Die Fährtenleserin

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Der Bestie auf der Spur

Klappentext:
Als die junge Fährtenleserin Andrin von einer hohen Belohnung hört, die für das Erlegen einer mörderischen Bestie ausgesetzt ist, hat sie keine Wahl, als sich der Jagdgesellschaft anzuschließen. Denn das Leben des Menschen, den sie am meisten liebt, steht auf dem Spiel. Doch nach und nach wird ihr klar, dass nichts so ist, wie es scheint, und offenbar jeder ihrer Gefährten seine eigenen, verborgenen Gründe hat, sich an der Jagd zu beteiligen. Während sie auf der Spur der Bestie immer tiefer in die menschenleere Wildnis gelangen, werden aus den Jägern mehr und mehr Gejagte, und Andrin sieht sich einer weit größeren Gefahr ausgesetzt, als sie ahnte …

Rezension:
Schon seit sie als Kind ihre besondere Gabe entdeckte, betätigt sich Andrin als Fährtenleserin – wozu keine wirklichen Fährten im eigentlichen Sinne erforderlich sind. Da sie jedoch gerade dringend Geld benötigt, meldet sie sich, als eine große Summe für die Erlegung einer mörderischen Bestie ausgelobt wird. Natürlich ist sie nicht die einzige Interessentin, und so bricht schon bald eine bunt gemischte Jägerschar auf. Jeder hat seine eigenen Gründe und Geheimnisse. Da stellt sich schnell die Frage, wem man wirklich trauen kann.
Karl Olsberg verlegt den Handlungsort seiner Fantasy-Geschichte in eine mittelalterlich geprägte Welt, was in diesem Genre nicht gerade ungewöhnlich ist. Allerdings wird der Leser die typischen Fantasywesen wie Elfen, Drachen oder Zauberer hier vergeblich suchen. Worin das phantastische Hauptelement liegt, soll hier nicht verraten werden, denn dies offenbart sich erst recht spät in der Handlung. Auch worum es sich bei der Bestie eigentlich handelt, erfahren die Protagonisten wie auch der Leser erst im hinteren Teil des Romans.
Während diese Suche nach der Lösung des Rätsels sehr interessant und spannend ist, werden in die Handlung immer wieder ‚Lagerfeuergeschichten‘ eingestreut, in denen den handelnden Personen Gelegenheit geboten wird, ihre eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Da die meisten dieser Berichte jedoch in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Abenteuer stehen, nehmen sie leider etwas Fahrt aus der Geschichte. Erst nach erfolgter ‚Abarbeitung‘ der persönlichen Vorgeschichten erreicht die Spannung ein konstant hohes Niveau.
Und am Ende sieht manches anders als gedacht aus …

Fazit:
Eine interessante Fantasy-Geschichte, die leider mehrmals in unbedeutende Nebenhandlungen abschweift.

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Carls Tango

Monika Detering
Carls Tango

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Verlust einer Tanzpartnerin

Klappentext:
Eine Kurzgeschichte über die Liebe und die Kunst, den richtigen Moment zu finden
Carl war einsam und erst die Tangomusik lockte ihn nach draußen. Er meldete sich zum Tango-Kurs an, wo er zu gern mit der schönen Alice tanzte, so lange, bis er von ihren Plänen erfuhr. Nie hatte er erfahren, was sie einst zu ihm sagen wollte. Nie hatte er erfahren, dass sie einmal um ihn weinen würde …

Rezension:
Carl ist 50 und ziemlich einsam. Als er das Plakat eines Tango-Kurses sieht, meldet er sich spontan an – und findet auch schnell eine geeignete Übungspartnerin. Doch von heute auf morgen bleibt diese der Tanzschule fern.
Monika Detering gelingt es in diesem booksnack, die Gefühle ihres Protagonisten überzeugend darzustellen. Der Knackpunkt der Geschichte ist jedoch eine Szene, in dem seine Tanzpartnerin Alice Carl etwas sagen will, aber nicht dazu kommt. Diese Tatsache wird am Ende der Kurzgeschichte nochmals angesprochen. Mein Problem zum Verständnis der Story liegt jedoch darin, dass es sich mir nicht erschließt, was sie ihm sagen wollte. Aus diesem Grund ist es mir leider unmöglich, die eigentliche Aussage zu erkennen.

Fazit:
Eine einfühlsam geschilderte Kurzgeschichte, deren Aussage sich mir allerdings nicht erschließt.

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Bittere Liebe

Saskia Louis
Bittere Liebe

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Keine Lust auf Koffein

Klappentext:
Eine ungewöhnliche Liebes-Kurzgeschichte
Kennt ihr das, wenn man so verliebt ist, dass man unter Strom steht? Wenn die Zurückweisung bitter auf der Zunge schmeckt? Ich wette nicht so wie es bei mir der Fall ist.

Rezension:
Über die Handlung dieser Kurzgeschichte kann man eigentlich so gut wie nichts sagen, ohne damit den Gag zu verraten. Nur soviel sei gesagt: Eine Kaffeemaschine spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle.
Saskia Louis lässt ihren ‚Hauptprotagonisten‘ hier über eine tragisch unerwiderte Liebe nachgrübeln. Erst im Laufe dieses kurzen booksnacks wird nach und nach deutlich, wer hier eigentlich von seiner Angebeteten verschmäht wird. Trotzdem werden selbst ausgesprochen gefühlsbetonte Leser ausnahmsweise auf das Bereithalten eines Taschentuchs verzichten können.

Fazit:
Speziell Freunden des eher stillen Humors könnte diese ‚Liebes-Tragödie‘ zusagen.

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Der Puma mit den drei Streifen

Thomas Kowa
Der Puma mit den drei Streifen

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Turnschuhe und richtige Tiere

Klappentext:
Ein spannender Kurzkrimi für Zwischendurch
Herzogenaurach, ein beschauliches Städtchen in Franken, Heimat von Adidas, Puma und Lothar Matthäus. Doch plötzlich geschieht eine Entführung und ein fränkischer Kommissar liefert sich einen Wettstreit mit der Tochter des LKA-Präsidenten aus München, wer den Fall als erstes klärt

Rezension:
Wenige Wochen vor seiner Pensionierung bekommt ein namenloser Kommissar aus dem verschlafenen Herzogenaurach eine LKA-Beamtin aufs Auge gedrückt. Schlimmer noch: Es ist die Tochter des LKA-Präsidenten höchstpersönlich. Und gerade jetzt passiert hier wirklich mal etwas. Die junge Apotheken-Aushilfskraft wird entführt. Seit wann gibt es in Herzogenaurach denn so etwas? Und natürlich will diese LKA-Tussi sofort mitmischen.
Thomas Kowa ist bekannt für seinen manchmal etwas eigenartigen Humor. Und mit dieser Kurzgeschichte hat er wieder einen Volltreffer gelandet! Alleine die Gedanken, die sich unser Kommissar über sein Heimatstädtchen, die Polizeiarbeit und die Welt im Allgemeinen macht, sind zum Totlachen. Sprüche wie den, dass ein Verdächtiger, Hristo Prsvlyczakov, „aus einem Land, in dem offensichtlich ausgeprägte Vokalknappheit herrschte“, stammt, wird der Leser wohl nicht so schnell vergessen. Wer erfahren möchte, ob der Kommissar, die LKA-Frau oder sogar beide zusammen die Entführte retten können, wird sein Zwerchfell allerdings selbst strapazieren müssen.

Fazit:
Vorsicht! Dieser Kurzkrimi ist gefährlich, denn man könnte sich glatt totlachen.

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Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

Madeleine Puljic
Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

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Held und Bösewicht

Klappentext:
»Ich bin eine Gefangene der Geschichte. Etwas, das dort nicht hingehört.«
Nora Winter hat Angst vor Büchern, und das aus gutem Grund: Was sie liest, muss sie am eigenen Leib erleben. Mit Hilfe eines Hypnosetherapeuten will sie das Problem in den Griff bekommen, doch damit beginnen ihre Schwierigkeiten erst recht.
Gegen ihren Willen landen die beiden in einer Welt, die eigentlich nicht existieren dürfte – zwischen Rittern, Magiern, Drachen und Intrigen. Es gibt nur einen Weg zurück: Sie müssen die Geschichte bis zum Ende durchstehen.

Rezension:
Bill ist Psychologe und staunt nicht schlecht, als bei ihm eine neue Patientin, Nora, auftaucht und möchte, dass er sie per Hypnose zur Analphabetin macht. Als Begründung behauptet sie, beim Lesen würde sie immer körperlich in die Geschichten hineingezogen. Natürlich glaubt er ihr nicht, doch bei einer Demonstration kann er es selbst miterleben. Und plötzlich befindet er sich zusammen mit seiner Patientin mitten in der Welt einer mittelalterlichen Fantasygeschichte. Wie sollen sie jetzt zurück in die reale Welt kommen? Aus Erfahrung meint Nora, das Wichtigste wäre, die Handlung der Geschichte so wenig wir möglich zu verändern. Leichter gesagt als getan, wenn man keine Ahnung hat, wie das Buch, in das man gefallen ist, endet.
Abenteuer, in denen es die Helden in fremde Realitäten verschlägt, gibt es wohl schon, seit das Fantasy-Genre erfunden wurde. Wenn es sich dabei um einen männlichen Protagonisten und eine weibliche Protagonistin handelt, liegt der Verdacht, die ‚Reise‘ könnte romantische Folgen für beide haben, erfahrungsgemäß nahe. So viel sei jedoch verraten: Nein, es funkt nicht zwischen Nora und Ben. Zumindest nicht auf romantische Art – auch wenn das Cover diese Vermutung nahelegen könnte.
Madeleine Puljic führt ihre Leser in Noras und Bens Abenteuer in eine mittelalterlich geprägte Fantasy-Welt, die zwar durchaus dem Genre-typischen Mittelalter-Cliché entspricht, deren Realitätsferne in Gesprächen zwischen den beiden Reisenden jedoch wiederholt thematisiert wird. Auch sonst werden gewohnheitsgemäße Erwartungen immer wieder enttäuscht. Ist der Held der Geschichte wirklich so heldenhaft? Ist der böse Zauberer so abgrundtief böse? Gerade die Tatsache, dass manches anders als erwartet läuft, macht die Handlung immer wieder interessant. Da auch der Schreibstil überzeugen kann, steht einem (hin und wieder mit einem Augenzwinkern garnierten) Fantasy-Reise nichts im Wege. Und wie der Titel schon andeutet, wird dies wohl nicht Noras letzte Reise bleiben.

Fazit:
Diese Fantasy-Weltenreise ohne übertriebene Romanze kann gefallen. Auch für die kommende(n) Fortsetzung(en) bietet die Idee noch Potential.

 

Aktuelle Ergänzung:
Übrigens hat Madeleine Puljic mit dieses Buch gerade den Deutschen Selfpublishing-Preis 2017 gewonnen!

 

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Die Gabe der Geister

Sarah Wynde
Die Gabe der Geister

Übersetzung: Jessica Di Dio

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Der Beifahrer

Klappentext:
Akira hat Geheimnisse. Aber die hat auch der kleine Ort Tassamara.
Akira Malone glaubt an die wissenschaftliche Methode, Evolution und Einsteins Relativitätstheorie. Und an Geister.
Weder Logik noch Vernunft können sie vor der Wahrheit bewahren – sie kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Aber Akira ist sich sicher, dass ihre Fähigkeit nur eine genetische Laune ist, und dass die Geister, die sie trifft, nur übriggebliebene Energie sind. Gefährliche, elektromagnetische Energie.
Zane Latimer glaubt an Telepathie, Präkognition, Auren und daran, dass mit den Angestellen Halo zu spielen eine großartige Management-Technik ist. Er denkt auch, dass Akira seiner Familie vielleicht dabei helfen könnte, mit ihren verstorbenen Angehörigen in Kontakt zu treten.
Aber wird Akira jemals in der Lage sein, ihrer Angst ins Auge zu sehen und ihre Gabe zu akzeptieren? Oder werden Zanes Verwandte für immer zwischen Leben und Tod gefangen sein?

Rezension:
Akira ist Physikerin. Uns sie weiß, dass Geister existieren, denn sie kann sie schon von Kindheit an sehen. Eine unvorsichtige Erwähnung von ‚Geisterenergie‘ in einer wissenschaftlichen Arbeit ist Akiras Karriere jedoch alles andere als dienlich. Da kommt ihr eine Einladung an eine private ‚Forschungsfirma‘ in Florida gerade recht. Das liegt zwar fern ihrer Heimat an der Westküste, doch vielleicht hat sich ihr wissenschaftlicher Ausrutscher noch nicht bis dorthin herumgesprochen. Akiras Überraschung ist groß, als sie feststellt, dass man dort gerade an ihrer Forschung zum Thema ‚Geisterenergie‘ interessiert ist.
Diese Urban Fantasy, deren Schwerpunkt auf Geistererscheinungen liegt, wurde, wie die Autorin ausdrücklich bemerkt, von der TV-Serie „Eureka“ inspiriert. Ein Institut in einer Kleinstadt, in der das Außergewöhnliche normal ist, als Handlungsort unterstreicht diesen Hinweis natürlich. Damit erschöpfen sich die Parallelen aber auch schon weitgehend. Der Rest der Handlung, in der eine Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und ihrem neuen Chef eine nicht unwesentliche Rolle spielt, ist das eigenständige Werk Sarah Wyndes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Natur der Geister, wozu Akira und ihr neuer Arbeitsgeber unterschiedlicher Meinung sind.
Leider erreicht die Übersetzung nicht ganz das Niveau der Handlung. Dass die Anreden mit „Herr“ und „Frau“ übersetzt wurden, kann man dabei noch akzeptieren, auch wenn es heutzutage zumindest ungewöhnlich ist. Einige Begriffe wurden aber schon sehr eigenwillig übersetzt. So ist zum Beispiel von einem Paragraphen in einer wissenschaftlichen Arbeit die Rede, in dem Akira Geisterenergie erwähnte. Da sollte man im Deutschen wohl besser von einem Absatz sprechen. (Oder ist dieser Ausdruck in solchen Arbeiten üblich?)

Fazit:
Alle, die eine Bildungslücke beim Thema „Geister“ besitzen, können dieses Buch zwecks Schließung derselben zu Rate ziehen.

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