Love me tender

Monika Detering
Love me tender

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zeitreise in die Jugend

Klappentext:
Die Musik, die Liebe und das Leben
Damals war sie fünfzehn – in jenen 50er Jahren. Mit Träumen von Paris und der großen Freiheit. Mit roten Haaren in einer Straße, in der man blond war. Mit Elvis’ „Love me tender“ eroberte sie sich die Liebe. Aber sie blieb nicht fünfzehn, und das Leben räumte mit den Träumen auf. Jahre später holt der Tanz am Ufer des Flusses, die Begegnung mit jenem Fremden, jedoch alle Erinnerungen zurück.

Rezension:
Erinnerungen an die Jugend. Wie war das noch damals, in den goldenen 50ern? Wie war das Leben, wovon hat man geträumt?
Die Autorin führt ihre Leser in dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe in eine Jugend in den 50er Jahren. Dabei gelingt es ihr, das Lebensgefühl einer Zeit, zu der ich nicht mal geplant war, glaubhaft darzustellen. Der Rockʼ n  ‌​​ʼ Roll war noch das Schreckgespenst der damaligen Elterngeneration.
Monika Deterings Schreibstil ermöglicht es einem, sich in das damalige Lebensgefühl hineinzudenken. Den Sprung in die Jetztzeit am Ende der Geschichte hätte man meiner Meinung nach jedoch durchaus weglassen können, da er nichts zur Geschichte beiträgt.

Fazit:
Ein gelungener Ausflug ins Lebensgefühl der 1950er.

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Das Haus der Monster: The Monster Man of Horror House

Danny King
Das Haus der Monster: The Monster Man of Horror House

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Johns Erinnerungen

Klappentext:
Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.
In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat …
Der britische Autor Danny King erzählt John Coals geheimnisvolle Lebensgeschichte in vier Episoden: düster, spannend und mit viel schwarzem Humor.

Rezension:
Die Jungen aus der Nachbarschaft spielen dem alten John immer wieder Streiche. Doch eines Tages hat es der zurückgezogen lebende Sonderling satt: Er lockt die Jungs in eine Falle, und bei der Gelegenheit erzählt er den eingeschüchterten Kindern einige Erinnerungen aus seinem Leben. Dazu gehören die Geschichte seines Vaters, Ereignisse aus seiner Seefahrerzeit und mysteriöse Vorkommnisse in einem abgelegenen Dorf sowie Erlebnisse mit seiner ‚Adoptiv-Tochter‘.
Zu Beginn könnte man Danny Kings Roman für ein Jugend-Abenteuer halten. Der Autor lässt seinen Protagonisten in der Ich-Form von den Jungs berichten, die ihn ärgern und denen er eine Abreibung verpassen möchte. Wenn der alte Mann aber seine Geschichte(n) erzählt, wechselt das Genre eindeutig zu Mystery und Horror. Und diese Geschichten haben es in sich! Es gibt wohl kaum ein übernatürliches Wesen, dem der Mann in seinem Leben nicht begegnet ist. Erst ganz am Ende erfährt der Leser, ob John das alles wirklich erlebt hat oder ob er den Kindern nur Gruselgeschichten erzählt. Zur Unterscheidung zwischen Rahmenhandlung und Lebenserinnerungen greift das Buch dabei zu einem außergewöhnlichen Mittel: Die Rahmenhandlung mit John und den Jungs wird in „Kapiteln“ erzählt, Johns Geschichten in „Teilen“. Das kann den Leser zunächst etwas verwirren, bis er es verstanden hat, denkt man bei Teilen doch zuerst an eine den Kapiteln übergeordnete Gliederungsebene.
Die Story um die Jungen kann durchgängig gefallen, Johns Erinnerungen steigern sich qualitativ. Während sich die Lebensgeschichte seines Vaters noch etwas zieht (und ganz ohne Übernatürliches auskommt), werden die folgenden Abenteuer immer besser. Speziell Johns Erlebnisse in dem Hinterwäldler-Dorf und mit seiner ‚Tochter‘ sind Mystery/Horror vom Feinsten.
Anscheinend war dem Verlag durchaus bewusst, dass der deutsche Titel „Das Haus der Monster“ nicht wirklich überzeugend gelungen ist, sodass man den Originaltitel gleich als Untertitel einfügte. In der mir vorliegenden deutschsprachigen eBook-Ausgabe wird auf dem Cover sogar ausschließlich der englische Originaltitel angegeben.

Fazit:
Dieses Genre-übergreifende Horror-Mystery-Thriller-Abenteuer kann überzeugen.

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Die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda – 1 – Ins Zwielicht

Thomas Pollan
Die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda – 1 – Ins Zwielicht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Mann der Hüterin

Klappentext:
WER DIE WELT RETTEN WILL, MUSS SEINE FAMILIE RETTEN. DER BEGINN EINER FANTASTISCHEN FAMILIENSAGA: Die Schöpfung ist ein Kraftakt gewesen und jetzt hat sich Gott seinen Urlaub verdient. Doch leider sind ihm ein paar Fehler unterlaufen. So versinkt die Welt in Aufruhr, während er in der Ägäis den Nixen nachstellt. Charles Wilda hadert indessen mit seinem eigenen Schicksal. Eine Geschäftsreise nach Genf ist für ihn die letzte Hoffnung, seine gescheiterte Karriere wiederzubeleben. Er ahnt nicht, dass Dämonen ihm auf den Fersen sind und seine Frau in der Unterwelt gefangen ist. Als Charly endlich erkennt, in welcher Gefahr er, seine Familie und die Welt schweben, ist er schon in ein Abenteuer verstrickt, das ihn immer tiefer ins Zwielicht zieht. *** Lange schienen die Aufzeichnungen über diese Ereignisse, die unsere Welt prägen sollten, für immer verloren zu sein. Nun aber liegen die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda endlich in Buchform vor. Verschiedene Stimmen haben sich kritisch geäußert und angemerkt, dass dieses Material an einigen Stellen von der bekannten Erzählung abweicht. So behaupten einige, dass Gott niemals in der Ägäis Feste gefeiert und das Tanzbein geschwungen hat. Auch wird angezweifelt, dass Napoleon Bonaparte jemals seiner Gruft entstiegen sei. Einige Zweifler versteigen sich sogar in die Behauptung, die Folgen des Ereignisses, das wir heute als »Lazarus Ereignis« kennen, seien durch einen Chemieunfall oder eine galaktische Kollission hervorgerufen worden. Anstatt dem Leser eine Deutung der Ereignisse vorzuschreiben, wollen wir alle Materialen offenlegen und die Beurteilung seinem kritischen Geist überlassen. Nur eines steht sicherlich außer Frage. Seit langem hat nichts die Welt so sehr in Atem gehalten, wie die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda.

Rezension:
Seit Charly seinen Job als Banker an den Nagel gehängt hat, um seinen Lebensunterhalt fortan als Schriftsteller zu verdienen, fühlt er sich in seinem Leben wohl. Dass er nicht sonderlich erfolgreich ist, stellt dabei kein prinzipielles Hindernis dar, schließlich ist er glücklich verheiratet und werdender Vater. Während er seinen Lesern jedoch Fantasy-Stoffe mit den üblichen Verdächtigen präsentiert, steht er im realen Leben fest auf dem Boden der Tatsachen. Denkt er zumindest. Auf der Rückreise von einem erfolgreichen Vertragsabschluss überstürzen sich plötzlich Ereignisse, für die es beim besten Willen keine natürlichen Erklärungen gibt. Erst gibt sich eine Frau als Schwester seiner Frau zu erkennen, die seines Wissens doch Einzelkind und Waise ist, und dann behauptet die Fremde auch noch, seine Frau würde im Koma liegen, weil ihre Seele von finsteren Mächten entführt wurde. Schließlich stellt sich noch heraus, dass Charlys Bruder, ein erfolgreicher Arzt, und sogar seine Mutter mehr wissen. Dass zwischen den Göttern gerade Kompetenzstreitigkeiten herrschen, erleichtert die Sache nicht gerade, ist unsere Erde, wie wir sie kennen, doch nur das Gesellenstück eines noch unerfahrenen Gottes.
Wow, diese Inhaltsbeschreibung, die eigentlich gerade mal die Einleitung dieses Fantasy-Abenteuers abdeckt, verrät wohl schon, dass es in Thomas Pollans Urban-Fantasy-Roman etwas ‚anders‘ zugeht. Auf diese Andersartigkeit muss sich der Leser einlassen, will er Gefallen an diesem Buch finden. Tut er dies, wird er jedoch ein Werk vorfinden, das sich weit abseits der üblichen ausgetretenen Pfade des Genres austobt. Etwas verwundern kann es dabei teilweise, dass die Erzählerperspektive vorgibt, über lange vergangene und beinahe vergessene Geschehnisse zu berichten, obwohl die Handlung eindeutig in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Im Prinzip bekommt der Leser unsere heutige Zeit also aus dem Blickwinkel einer fernen Zukunft erzählt. Stellenweise werden am Rande sogar recht aktuelle politische Ereignisse angeschnitten. Dass der Hauptprotagonist Charly, der sich selbst überhaupt nicht als Held empfindet, der einzige ist, der in der Lage ist, die Welt zu retten, muss man bei alldem wohl nicht extra erwähnen. Wer sonst sollte das auch tun, denn Gott ist ja schließlich gerade anderweitig beschäftigt?
Die Titelgestaltung weist darauf hin, dass weitere Bände geplant sein könnten, jedoch lassen sich in dieser Hinsicht noch keine konkreten Angaben finden.

Fazit:
Dieses außergewöhnliche Urban-Fantasy-Abentuer ist einen Blick wert. Für religiöse Fanatiker ist es jedoch definitiv nicht geeignet.

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Das Erbe der Macht – 10 – Ascheatem

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 10 – Ascheatem

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Die Macht der Träume

Klappentext:
Max begibt sich in die Höhle des Löwen. Um Leonardo zu retten, geht er aufs Ganze. Doch hat er überhaupt eine Chance?
Unterdessen betreten Jen, Alex, Chloe, Chris und Nikki den Boden von Arctica. Hier liegen die legendären Silberknochen verborgen, die das Siegel zur Traumebene darstellen. Das letzte Wettrennen gegen die Schattenfrau beginnt.

Rezension:
Nachdem Max am Ende des vorhergehenden Bandes „Silberknochen“ vorgab, zu den Schattenkämpfern übergelaufen zu sein, muss sich jetzt erweisen, ob die ihm wirklich vertrauen. Wird er überhaupt zu Leonardo vordringen können? Währenddessen begibt sich das Team um Alex nach Antarktica um den letzten Sigilsplitter zu bergen. Wird es ihnen diesmal gelingen, der Schattenfrau zuvorzukommen?
Die Abenteuer um die Kämpfer aus dem Castillo bleiben spannend. Es ist wohl kein großer Spoiler, zu verraten, dass sich die Ereignisse an beiden Schauplätzen zuspitzen. Andreas Suchanek schafft es auch weiterhin, seine Leser zu fesseln, auch wenn es diesmal zwischenzeitlich einen kleinen Hänger mit recht ausführlichen Traumsequenzen gibt. Doch wie gewohnt würde man am Ende am liebsten sofort im nächsten Band weiterlesen.

Fazit:
An allen Schauplätzen bleibt es spannend. Das Mitfiebern nimmt kein Ende.

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Lagerfeld, der Zettel und ich

Marco Fleghun
Lagerfeld, der Zettel und ich

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Der Zettel und das Kleid

Klappentext:
Eine Ausstellung über Karl Lagerfeld ist nicht gerade das, wovon ein 14-jähriger träumt. Doch für Torsten Krämer bietet der Klassenausflug ins Museum Folkwang reichlich Action. Eigentlich möchte er bloß Nathalie einen Zettel geben. Die Nathalie, deren Haare er in der Technik-AG mal aus einem Schraubstock befreit hat. Sollte also eine Kleinigkeit sein. Ist es aber nicht. Denn mit von der Partie sind seine beiden Kumpels Kai und Mustafa, streng dreinblickende Museumswärterinnen und Maik, der Möchtegern-Surfer.

Rezension:
Torstens Klasse unternimmt einen Ausflug ins Museum. Genau wie die meisten seiner Klassenkameraden versteht er nicht, was an einer Lagerfeld-Ausstellung interessant sein soll. Aber vielleicht bietet sich ja eine Gelegenheit, Nadine unauffällig einen Zettel zuzustecken, mit dem er sie zu einem Kinobesuch einladen will.
Marco Fleghun fängt in seiner Kurzgeschichte die Atmosphäre eines schulischen Museumsbesuchs, dem die Schüler nichts abgewinnen können, ein. Die Gedanken der Jugendlichen werden vom Autor glaubhaft geschildert. Dass dann alles aus dem Ruder läuft, ist natürlich zu erwarten. Wer kann sich aus seiner eigenen Jugend nicht an ähnliches erinnern?

Fazit:
Eine Kurzgeschichte, der die Welt 14-jähriger Schüler gut einfängt.

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Kreta: Erinnerungen an eine Reise

Hermann Markau
Kreta: Erinnerungen an eine Reise

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Reise in die Vergangenheit

Klappentext:
Ich erlag dem einzigartigen Charme Kretas. Wenn man meinem Versuch, diese eine Reise zu beschreiben, eine Absicht unterstellen wollte, dann wäre es die, dem Leser diesen Charme nahezubringen, ihn teilhaben zu lassen an der ganz besonderen Atmosphäre, die ich dort erlebt habe, dieser außergewöhnlichen Mischung aus liebenswürdiger Direktheit und überbordender Gastfreundschaft seiner Bewohner.

Rezension:
Diese Reisebeschreibung führt den Leser nach Kreta, doch nicht ins Kreta unserer Tage, sondern ins Kreta des Jahres 1978. Damals reiste der Autor mit seiner (damals zukünftigen) Frau als Rucksacktourist über die Mittelmeerinsel. In diesem Buch schildert er seine Erinnerungen an diese Reise auf unterhaltsame Weise. Wo sich heute touristische Infrastruktur bis in jeden Winkel der Insel zieht, steckte sie zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. So konnten die beiden Reisenden noch das wahre Kreta kennenlernen, das heute wohl nur noch schwer auffindbar ist, mit Bewohnern, die noch nicht auf Touristen eingestellt waren, sondern für die Fremde noch eine eher seltene Abwechslung darstellten. Sie konnten die spontane Hilfsbereitschaft der Leute entdecken, mit denen sie sich kaum verständigen konnten. Und als Kontrast erlebten sie am Ende der Reise auch die Anfänge der Bettenburg-Badeurlaube.
Was an diesem Buch besonders fasziniert, ist der nostalgische Blick auf eine Reise ohne Smartphone, ja sogar ohne gedrucktem Reiseführer – obwohl es letzteren mit Sicherheit auch damals schon gab. Auch wenn sich damals Schwierigkeiten auftaten, die einem heutigen Urlauber wohl fremd sind, ist es wohl gerade das, was das Buch für seine Leser interessant macht.

Fazit:
Eine nostalgische Reisebeschreibung, wie man sie ansonsten wohl nur noch im Antiquariat finden kann.

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Die Unbestimmten – 2 – Der Namenlose

Jo Schneider
Die Unbestimmten – 2 – Der Namenlose

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aufbrüche

Klappentext:
Obwohl Zianth sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich die Magie des Feuers zu beherrschen, weigert sich Aster weiterhin, sie diese zu lehren. Bis sie sich gemeinsam einer gefährlichen Mission anschließen, die den größten Magier des Reiches und seine Schülerin auf einen Pfad der Dunkelheit führt. Endlich erfährt Zianth, was der geheimnisvolle Winteralb bislang vor ihr zu verbergen versuchte

Rezension:
Während Zianth ihre Ausbildung zur Magierin zielstrebig fortsetzt und sich die zunehmende Achtung ihres Lehrers erkämpft, wird Aster von seiner Vergangenheit eingeholt. Doch im benachbarten Kaiserreich brodelt es, und die Auswirkungen reichen bis in Zianths neue Heimat. Die Anzeichen deuten auf einen unvermeidbaren Konflikt, in den alle hineingezogen werden.
Während Jo Schneider das Augenmerk im 1. Band der „Die Unbestimmten“-Reihe, „Die Staubgeborene“, ganz auf Zianths Entwicklung legte, werden Schauplatz und aktiver Personenkreis diesmal deutlich ausgedehnt. Zusätzlich zum Geschehen um Zianth kommt ein Handlungsbogen im Umkreis des Kaiserhofes hinzu. Die Handlungsverflechtungen werden immer komplexer, und viele Zusammenhänge kann der Leser höchstens ansatzweise erahnen. Dass in den kommenden Bänden ein Krieg bevorsteht, ist kaum zu bezweifeln. Zianth und ihr Lehrer Aster werden darin mit Sicherheit keine unbedeutende Rolle spiele. Die Frage ist nur, welche das sein wird.
Während die Autorin ihren Lesern in diesem Band weitere Details zur Vergangenheit der bereits bekannten Protagonisten zukommen lässt, wirft sie gleichzeitig noch erheblich mehr neue Fragen auf. Schon jetzt ist zu vermuten, dass es versteckte Zusammenhänge gibt, die bisher jedoch höchstens zu erahnen sind. Gerade dieser gelungene Handlungsaufbau hält das Interesse des Leser wach, diesen Fantasy-Epos weiterzuverfolgen.

Fazit:
Zianths Welt wird immer komplexer und zieht den Leser damit immer tiefer in das Fantasy-Abenteuer hinein.

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Im Zeichen des Lotus – 8 – Puppenspieler

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 8 – Puppenspieler

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aufbrüche

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Sie dachte, sie sei ihm entkommen.
Sie dachte, sie könnte ihr Leben retten.
Doch Penelope hat sich geirrt. Er war immer da und nun tritt er erneut ins Rampenlicht, alle seine Fallen wurden gelegt und die Fäden angebracht. Er hält sie in der Hand, ein Puppenspieler aus Feuer und Tod.
Indes bleiben die Silver ohne König, aber mit dutzenden Fragen zurück. Sie brauchen Antworten, bevor noch Schlimmeres geschieht.

Rezension:
Penelopes Abschiedsnacht mit Ethan verläuft anders als erwartet. Sie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und wird sich wohl vorerst von Cork verabschieden müssen. Auch Titus lässt die Stadt und seine Silver hinter sich. Wird es für beide eine Rückkehr geben? Während Penelope Rachepläne schmiedet, versuchen die verbliebenen Silver, ihre Organisation am Laufen zu halten.
Sowohl Penelope als auch die Silver müssen mit den Veränderungen klarkommen. Dabei liegt der Handlungsschwerpunkt bisher weiter auf Penelope, obwohl das Cover der 2. Staffel eine Verlagerung in Richtung Titusʼ vermuten lässt. In diesem Band tritt der jedoch kaum persönlich in Erscheinung.
Nach dem eher ruhigen 7. Band „Verlorener König“ kommt jetzt wieder Entwicklung ins Geschehen. Valerie Loe zieht die Spannungsschraube nach dem leichten Durchhänger wieder deutlich an. Es bleibt spannend, wobei sich immer mehr Rätsel ansammeln, die auf eine Auflösung warten. So wird beispielsweise die rätselhafte Reaktion Ethans im letzten Band in diesem nicht ansatzweise thematisiert.

Fazit:
Der Krieg zwischen Solani und Nim geht in eine neue Runde – und die verspricht, spannend zu werden.

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Der große Santini

Bettina Wagner
Der große Santini

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Verschwindetrick

Klappentext:
Santinis letzte Chance
Der alte Zauberkünstler Santini hat seine besten Tage hinter sich. In einem heruntergekommenen Varieté fristet er ein armseliges Dasein. Als er die Chance bekommt, eine wichtige Rolle in einem Banküberfall zu spielen, scheint sich das Blatt für ihn zu wenden. Doch seine Assistentin hat andere Pläne …

Rezension:
Was macht ein Zauberkünstler, der weiß, dass seine Karriere eigentlich hinter ihm liegt? Vielleicht könnte er sich durch die Mithilfe bei einem Bankraub seinen Ruhestand sichern? Dumm nur, wenn seine Assistentin zufällig davon erfährt und eigene Pläne hat. Oder hat ein wahrer Zauberer doch noch ein Ass im Ärmel?
Bettina Wagner erzählt diese Geschichte aus der Sicht der Assistentin, die das Geld auch gut gebrauchen könnte. Das Ende wird den Leser genau wie die Assistentin überraschen. Bei dieser gut erzählten Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe kann man darüber hinwegsehen, dass es keine wirkliche Aufklärung gibt, denn sie macht so, wie sie ist, einfach Spaß.

Fazit:
Eine intelligente Kurzgeschichte, bei der es keinen wirklichen Verlierer gibt.

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Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

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Rätsel im Glashaus

Klappentext:
Spurlos verschwinden der Reihe nach neun Menschen in einem verfallenen Glashaus nahe den Klippen von Calais. Die Leute von Rougemont schreiben die Ereignisse dem bösartigen Geist des früheren Besitzers zu, während Doktor Watson einen Botaniker zum Seelenleben der Pflanzen befragt und Sherlock Holmes zur allgemeinen Überraschung einen Geisterbeschwörer engagiert. Eine körperlose Stimme verrät die Lösung…

Rezension:
Nahe der Kanalküste nehmen merkwürdige Ereignisse ihren Lauf. Nachdem ein Adliger seine ganze Familie und zum Schluss sich selbst umgebracht und dabei sein Anwesen restlos niedergebrannt hat, verschwinden im Glashaus, dem einzigen übriggebliebenen Gebäude, reihenweise Menschen. Die Dorfbewohner sind überzeugt, dass dort der Geist des einstigen Besitzers sein Unwesen treibt. Sherlock Holmes will von diesem Unfug nichts wissen, doch Mrs Hudson, deren Verwandte dort leben, kann ihn dann doch überzeugen, den Fall anzunehmen.
Wie bereits der 2. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb“, wurde auch dieser Band von Barbara Büchner verfasst. Dabei bleibt die Autorin ihrer Eigenart, Fantasy-Elemente in die Detektiv-Geschichte zu integrieren, treu. Obwohl dies natürlich nicht der Machart der klassischen Vorbilder entspricht, kann diese Kurzgeschichte doch mit der originalgetreuen Charakterisierung des Meisterdetektivs punkten. Auch der Schreibstil kommt Doyles Original nahe, sodass sich der Sherlock-Holmes-Fan zuhause fühlt.

Fazit:
Eine beinahe klassisch wirkende Sherlock-Holmes-Story mit Fantasy-Touch.

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