DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

K.C. Kornwall
DrachenSchimmer: Das Amulett des Lichts

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Trugdrachen und Zauberer

Klappentext:
Sam wäre gern einfach ein ganz normales fünfzehnjähriges Mädchen, doch seit sie bei ihrem Bruder lebt, muss sie mit ihm ständig von einem Ort zum nächsten reisen, nur damit er immer wieder neuen Mythen und Legenden rund um das Thema Drachen hinterherjagen kann. Doch bei ihrer neuen Reise aufs englische Land läuft plötzlich alles anders als sonst. Diese Reise soll ihr ganzes Leben verändern, denn sie bekommt Einblick in eine Welt, von der sie vorher nicht zu träumen gewagt hätte. Eine fantastische Welt, die allgegenwärtig und doch unsichtbar ist – eine Welt, parallel zu unserer, in der Drachen und Magie erst der Anfang eines großen Abenteuers sind…

Rezension:
Sam lebt bei ihrem erwachsenen Bruder, der nach Drachen forscht – bisher jedoch vergeblich. Auch wenn es ihr nicht gefällt, ständig umherzureisen und doch nichts zu finden, findet sie sich damit ab. Diesmal geht es zu einer abgelegenen Burg im Südwesten Englands. Anders als an den bisherigen Forschungsstätten ihres Bruders scheint es hier wirklich Sachen zu geben, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Doch um Drachen scheinen es sich dabei anscheinend nicht zu handeln.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich bei diesem derzeit nur als eBook erhältlichen Werk um den Anfang eines Mehrteilers. So verwundert es nicht, dass Sam(antha)s Abenteuer am Ende dieses Bandes gerade erst richtig beginnt.
Während die Handlung der Geschichte durchaus interessant ist, bleiben die handelnden Personen dabei jedoch recht blass. Über die Hintergründe der Geschwister erfährt der Leser nur wenig, und auch sonst entwickeln beide leider nur wenig Persönlichkeit. Für die wenigen Nebencharaktere gilt dies sogar in noch stärkerem Maße. Obwohl der Schreibstil der Autorin gut lesbar ist, fällt es dem Leser deshalb schwerer als nötig, eine geistige Beziehung zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Aber vielleicht bessert sich da in den Fortsetzungen ja noch? Band 2 ist unter dem Titel „DrachenSchimmer: Zwischen Schatten und Licht“ bereits verfügbar.

Fazit:
Der Auftakt der „DrachenSchimmer“-Reihe bietet eine interessante Handlungsidee, die etwas unter einer schwachen Charakterzeichnung leidet.

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Klaftertief: II Tempelhof

Marcus Schütz
Klaftertief: II Tempelhof

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Die verschwundene Jungfrau

Klappentext:
Ein BVG-Mitarbeiter entdeckt im U-Bahnschacht der U6 eine aufgebrochene Wand. Dahinter befindet sich ein blutüberströmter Altar. Onkel Max und St. Germain reisen ins Tokay des 18. Jahrhunderts zu ORMUS und kehren als junge Burschen zurück. Prof. Weise vom Bode-Museum macht die Entdeckung seines Lebens. Kommissar Schulz weitet seine Suche nach der verschwundenen Sophia bis nach Rennes-le-Chateau in den Pyrenäen aus. Doch wie immer kommt er zu spät…
Ein spannender Krimi und Abenteuerroman, der Mittelalter und 21. Jahrhundert verbindet.

Rezension:
Seit den Abenteuern in Polen sind Jahre vergangen. Sophia hat ihren 18. Geburtstag erreicht und macht sich zusammen mit ihrem Bruder Lukas und Marek sowie ihrem Onkel Max daran, das Abenteuer von damals abzuschließen. Tatsächlich finden sie mitten im dichtbebauten Tempelhof eine geheime Kammer. Während Marek und Lukas jedoch reich belohnt zurückkehren, sind Sophia und Onkel Max zunächst verschwunden. Sophias Mutter will eine Vermisstenanzeige aufgeben, doch Kommissar Schulz glaubt Lukas natürlich kein Wort – bis ein U-Bahn-Mitarbeiter zufällig auf die unterirdische Kapelle stößt. Kommissar Schulz vermutet einen Mord, doch sind Lukas und Marek Opfer oder Täter?
Nicht nur Sophia und ihre Freunde sind erwachsen geworden, sondern auch der Erzählstil der Geschichte. War Band 1 noch ein Jugend-Fantasy-Abenteuer, haben wir es in diesem 2. Band eher mit einem Fantasy-Krimi zu tun. Leider führt das dazu, dass beide Bände nicht wie aus einem Guss wirken. Der Anfang dieses Bandes mit Rückblicken auf die 16-jährige Sophia kommt noch etwas konfus daher, doch ab der Suche nach dem verschwundenen Mädchen wird die Geschichte deutlich flüssiger. Hier beginnt sie dann auch, richtig Spaß zu machen. Autor Marcus Schütz hätte wahrscheinlich gut daran getan, diesen Stil von Anfang an zu wählen. Auch wenn der Leser zunächst besser als die Verwandten und die Polizei über den Verbleib der Vermissten informiert ist, entsteht hier schnell Spannung. Wenn sich diese Steigerungskurve im zu erwartenden abschließenden Band 3 fortsetzt, könnte dieser sich wirklich lohnen.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Reise durch halb Europa bietet ein im Verlauf steigendes Niveau und bietet der noch fehlenden Fortsetzung Potential.

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Klaftertief: I Marienburg

Marcus Schütz
Klaftertief: I Marienburg

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Baphomets Brunnen

Klappentext:
In den Ferien entdecken die Teenager Sophia, Lukas und Marek in Marienburg (Polen) ein geheimnisvolles Pergament. Ein gefährliches Abenteuer beginnt. Baphomet führt die Teens in ein unterirdisches Verlies. Die in der Geisterstunde gefangenen Tempelritter stellen Sophia vor eine große Aufgabe…
Ein spannender Krimi und Abenteuerroman, der Mittelalter und 21. Jahrhundert verbindet.

Rezension:
Die 12-jährigr Sophia und ihr 2 Jahre älterer Bruder aus Berlin verbringen zusammen mit ihren Eltern den Urlaub in Polen nahe der Marienburg, wo sie den polnischen Jungen Marek kennenlernen. Nachdem sie ein altes Pergament mit mystischen Hinweisen entziffert haben, steigen sie in einen alten Brunnen, in dem sie den Schatz der Tempelritter vermuten.
Die Erzählstruktur dieses Buches richtet sich offenbar vordergründig auf Leser in Sophias Alter, was man dem Autor natürlich nicht vorwerfen kann. Doch obwohl der Schreibstil flüssig lesbar daherkommt, wirkt die Geschichte irgendwie nicht ‚rund‘. Speziell bei den Fantasy-Elementen ist oft nicht erkennbar, was Tatsache und was Phantasie der Protagonisten ist. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt schon klar ist, dass es eine Fortsetzung gibt, und sowohl den Beteiligten als auch dem Leser bekannt ist, dass das Abenteuer weitergeht, sobald Sophia 18 ist, kommt das Ende dann doch sehr abrupt. Wie diese Fortsetzung ohne große Änderungen der Erzählstruktur mit dann erwachsenen Protagonisten funktioniert, muss sich zeigen, denn die grundlegende Handlung um den Deutschen Orden und die Tempelritter ist trotz der genannten Schwächen durchaus interessant.

Fazit:
Dieses Abenteuer, dass die Zeit der Kreuzzüge mit dem Heute verknüpft, hat leider mit ein paar erzählerischen Schwächen zu kämpfen.

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Das Vampirgen

Lena Wagner
Das Vampirgen

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Romanze ohne Biss

Klappentext:
Alexis Sommers hält sich für ein ganz normales Mädchen, bis sie erfährt, dass es Vampire nicht nur in Romanen, sondern auch in der Wirklichkeit gibt. Als sie sich dann noch verliebt, ist ihr Gefühlschaos komplett. Unvorhersehbare Ereignisse führen Alexis immer mehr in eine mystische, unbekannte Welt, in der sie auf einmal selbst eine wichtige Rolle einnimmt. Plötzlich erkennt sie, dass auch in dieser Welt verschiedene Mächte gegeneinander antreten …

Rezension:
Alexis ist eine ganz normale Schülerin, die mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester in Florida lebt. Zum anstehenden Schulball würde sie am liebsten überhaupt nicht erst gehen, doch da dieser Pflicht ist, nimmt sie widerstrebend die Einladung des Mädchenschwarms der ganzen Schule an. Anscheinend ist sie das einzige Mädchen weit und breit, das nicht auf diesen Jungen steht. Doch dann stößt sie in der Stadt zufällig mit einem fremden Jungen zusammen, den sie sofort unwiderstehlich findet. Dieser sie anscheinend auch. Bald merkt sie jedoch, dass mit dem Jungen irgendwas nicht stimmt, und sehr schnell ist dieser auch bereit, ihr zu gestehen, was das ist: Er ist ein Vampir.
Auch wenn Titel und Klappentext dieses Buches auf eine Vampir-Fantasy hindeuten, beinhaltet es leider 90 % Romanze und nur 10 % Fantasy. Während der Anfang der Story noch authentisch wirkt, kann man das vom weiteren Verlauf der Liebesgeschichte leider nicht mehr sagen. Außer dass ihr neuer Freund ihr von seinem vampirischen Dasein berichtet, bekommt Alexis es nur auf wenigen Seiten mit der Welt der Unsterblichen zu tun. Dieser kurze Abschnitt ist leider beinahe alles, was den Fantasy-Fan an Lena Wagners Geschichte reizen kann.

Fazit:
Viel Romanze, wenig Vampirismus – dieser Geschichte fehlt leider in großen Teilen der Biss.

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The Stock Market Murders

Craig Stephen Copland
The Stock Market Murders

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Tote Mathematiker

Klappentext:
THE STOCK MARKET MURDERS. A young man’s friend has gone missing. Holmes and Watson go with him to Birmingham to help look for him. What they find is horrifying. Two more bodies of young men turn up in London. All of the victims are tied to Cambridge University. All are also tied to the financial sector of the City and to one of the greatest fraud ever visited upon the citizens of England. The story is based on the true story of James Whitaker Wright and is inspired by the original Sherlock Holmes story, The Stock Broker’s Clerk. Any resemblance of the villain to a certain American politician is entirely coincidental.

Rezension:
Seit Dr. Watson verheiratet ist und eine Arztpraxis betreibt, sieht er seinen alten Freund Holmes nur noch unregelmäßig. Doch eines Wochenendes taucht dieser unangekündigt in Begleitung eines Klienten bei ihm auf. Der macht sich Sorgen um einen Freund aus Studententagen, der plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Als sich alle zusammen zur Wohnung des Freundes begeben, finden sie ihn erhängt vor. Wenig später stellt sich heraus, dass noch 2 andere ehemalige Mathematikstudenten des Freundeskreises auf mysteriöse Weise starben. Im Gegensatz zur Polizei, die von Unfällen und Selbstmord ausgeht, vermutet Holmes mehr dahinter. Gibt es einen Zusammenhang mit einer dubiosen Finanzfirma, mit der alle Getöteten in unterschiedlicher Weise zu tun hatten?
Fans des berühmten Detektivs aus der Baker Street kennen alle Originalgeschichten wohl schon auswendig. Da freut es natürlich, dass es mittlerweile unzählige neue Sherlock-Holmes-Stories gibt. Zu Beginn trifft Craig Stephen Coplands Geschichte das Feeling der Originale auch recht gut. Der größte Unterschied zu diesen besteht wohl in diversen sexuellen Andeutungen, die in den viktorianischen Kurzgeschichten natürlich undenkbar gewesen wären. Später verlagert ich die Handlung jedoch auf den Gerichtsprozess gegen den Inhaber der Finanzfirma. Hier tauchen Holmes und Watson nur noch als Zuschauer im Gerichtssaal auf. Die weitere Handlung erinnert stark an diverse amerikanische Gerichtsserien. Vom erwarteten Sherlock-Holmes-Feeling findet sich hier leider keine Spur. Erschwerend kommt hinzu, dass die ursprünglichen Morde nicht wirklich aufgeklärt werden können.
Im Nachwort wird darauf hingewiesen, dass sich der Teil des Buches, der den Finanzskandal betrifft, eng an den tatsächlichen Skandal um den Bau der Bakerloo-Linie der Londoner U-Bahn anlehnt. Das macht die Enttäuschung des Sherlock-Holmes-Fans aber auch nicht wieder gut.

Fazit:
Dieser Neo-Sherlock-Holmes gerät im hinteren Teil des Buches leider auf thematisch enttäuschende Abwege.

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Taschenbuch
Taschenbuch im Großdruck
eBook

Erwenks Entdeckung

Jutta Schönberg
Erwenks Entdeckung (Joels Lieder 1)

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Die Erkenntnis des Gelehrten

Klappentext:
Der Pferdebursche Joel rettet das Straßenkind Erwenk vor dem Ertrinken. Joel nimmt es mit auf die Konburg, seine Heimat, einer Domäne der Neuen Zeit, die auf Vernunft und Wissenschaft setzt. Erwenk sorgt auf der Burg gleich für Wirbel, als die Händlerin Hanne ihn bezichtigt, dass er ein böser Geist sei. Doch die Burgbewohner glauben nicht an Geister und stellen Erwenk unter Joels Schutz. Erwenk zeigt sich zwar liebenswert, hat aber auch eine dunkle Seite. Was ist los mit ihm? Ist er wirklich nur ein verwahrlostes Straßenkind? Oder wahnsinnig? Hilfe findet Joel bei dem Gelehrten Alek. Der schickt Joel und Erwenk auf eine gefährliche Reise, auf der Joel alle seine Phantasie und Intuition einsetzen muss. Doch reichen seine Kräfte, um die Reise mit dem unberechenbaren Erwenk zu bestehen?

Rezension:
Joel kommt zufällig vorbei, als ein Junge in einem eigentlich recht flachem Bach in Schwierigkeiten gerät. Natürlich rettet er ihn. Da er erfährt, dass das Kind weder Eltern noch Zuhause hat, nimmt er es mit auf die Konburg, wo er im Pferdestall arbeitet. Obwohl er selbst erst 15 ist, wird Joel zu einer Kombination aus großem Bruder und Vater für den 10-jährigen, jedoch jünger wirkenden Erwenk. Doch schon bald geht das Gerücht um, Erwenk wäre ein Brandstifter, und es dauert nicht lange, bis sich Joel nicht mehr sicher ist, ob das nicht sogar der Wahrheit entsprechen könnte. Als er den Gelehrten und väterlichen Freund Alek um Rat bittet, schickt der die beiden Jungen auf eine nicht ungefährliche Reise.
Jutta Schönberg entwirft in „Erwenks Entdeckung“ eine mittelalterlich geprägte Umgebung, in der wissenschaftlich geprägte Erkenntnisse jedoch schon dabei sind, den alten (Aber-)Glauben zu überwinden. Kombiniert mit den Abenteuern Joels mit seinem neuen Pflegling ergibt das ein interessantes Setting für einen Jugendroman. Leider wird diese positive Grundeinschätzung durch einige Schwächen relativiert, wobei besonders der recht nüchterne Schreibstil ins Auge fällt, der den Leser kaum über größere Passagen wirklich zu fesseln vermag. Somit hinterlässt das Buch insgesamt gesehen gemischte Gefühle.
Der Untertitel „Joels Lieder 1“ deutet natürlich schon an, dass Joels Abenteuer am Ende dieses Buches noch nicht beendet sind. Allerdings kommt das Ende dann doch etwas überraschend, sind Joel und Erwenk doch noch gar nicht am Ziel ihrer Reise angekommen. Auch der eigentliche Titel „Erwenks Entdeckung“ ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, suggeriert er doch, der kleine Erwenk würde eine Entdeckung machen. Vielmehr ist es jedoch so, das in Hinblick auf den Jungen eine Entdeckung gemacht wird.

Fazit:
Ein historisches Jugendabenteuer mit Fantasy-Touch, bei dem das in der Idee liegende Potential leider nicht voll ausgenutzt wird.

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eBook

Im Tal der Drachen

Steeve M. Meyner
Im Tal der Drachen

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Die Welt hinter den Bergen

Klappentext:
Nach einem Unfall erwacht Tom auf einer Sandbank inmitten eines Flusses und direkt hinter ihm steht … ein riesiger Drache.
Nur um Haaresbreite entgeht er dessen Angriff. Auf der rasanten Flucht vor dem Drachen stürzt Tom von einer Gefahr in die Nächste, so dass ihm kaum Zeit zum Durchatmen bleibt. Schon bald stellt er fest, dass dieser Drache nicht das größte Problem ist. Für ihn beginnt ein abenteuerlicher Kampf um Leben und Tod auf dem ungewissen Weg nach Hause.
3. Auflage (ursprünglicher Titel: Vallis Draconis – Angriff der Drachen)

Rezension:
Tom verbringt seine Ferien – wie so oft – bei seinen Großeltern in den Bergen. Zusammen mit Peter, der ständig in dem kleinen Weiler lebt, verbringt er viel Zeit in der Natur. Als die beiden Jungen den Eingang einer Höhle entdecken, entschließen sie sich, diese heimlich nachts zu erforschen, denn sie sind sich sicher, dass weder Peters Eltern noch Toms Großeltern ihnen dieses Abenteuer erlauben würden. In der Höhle kommen sie jedoch an eine schmale Felsspalte, durch die der etwas größere Peter Tom nicht folgen kann. Kurz darauf hört Peter ein lautes Poltern, als ob etwas eingestürzt sei – und Tom ist verschwunden. Dieser wacht an einem Fluss unter freiem Himmel auf. Doch was ist das? Hier laufen und fliegen lebendige Drachen umher. Wo ist er gelandet, und wie kommt er zurück zu Peter und seinen Großeltern?
Steeve M. Meyners Kurzgeschichte führt ihren Helden Tom auf eine phantastische Reise in eine unbekannte Welt. Während das Abenteuer jedoch durchaus spannend daherkommt und dem Leser auch einige Überraschungen bietet, leidet die Hauptfigur unter einer kaum vorhandenen Charakterisierung. Viel mehr, als in der kurzen Zusammenfassung erwähnt wurde, erfährt der Leser nicht über den Jungen, dessen Abenteuer das Thema der Geschichte ist. Informationen über Peter fließen noch spärlicher. Alle anderen Personen werden nur beiläufig erwähnt, treten jedoch nicht handelnd in Erscheinung. Somit hinterlässt die Geschichte als Ganzes gesehen einen zwiespältigen Eindruck. Dem interessanten und ansprechend dargebotenen Abenteuer des jungen Helden steht leider eine schwache Personenzeichnung gegenüber.
Ergänzt wird die Kurzgeschichte durch diverse Leseproben aus anderen Werken des Autors.

Fazit:
Die Jugend-Fantasy „Im Tal der Drachen“ bietet dem Leser ein altersgerechtes Abenteuer mit leider nur (zu) blass charakterisiertem Helden.

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Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

Adreano Castelano
Legende von Magus Academus: Die Säulen der Einheit

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Eine verkappte Harry-Potter-FanFiction

Klappentext:
Ulf ist ein 13-jähriger Jungmagier, der glaubt nur ein einfacher Schüler zu sein, als er mit seiner Ausbildung in Magus Academus beginnt. Doch schon bei seiner Ankunft an der Akademie für Magie kommt es zu einer rätselhaften Begebenheit. Sehr bald findet er heraus, dass seine Abstammung von Ammar Aramis, einem der Gründer der Akademie, mit mehr verbunden ist, als sich der Junge bisher gedacht hatte. Denn ein mysteriöser Zirkel, der sich Schwarze Bruderschaf nennt, ist hinter ihm und seinen Freunden her und so wird Ulfs erstes Jahr an der Schule zu einem Überlebenskampf, bei dem er tiefer in die Magie eindringt, als je ein Magier zuvor.

Rezension:
Ulf ist 13 und kann endlich die magische Schule Magus Academus besuchen. Doch bei der Auswahl kommt er in einen ganz anderen Zirkel, als er erwartet. Trotzdem findet er Freunde in allen Zirkeln – und schon bald fällt ihnen eine schwere Aufgabe zu.
Schon die Kurzbeschreibung erinnert natürlich jeden Harry-Potter-Fan an Hogwarts. Bereits nach wenigen Seiten wird dann offensichtlich, dass es sich bei der „Legende von Magus Academus“ im Prinzip um nichts anderes als eine Next-Generation-FanFiction aus dem HP-Universum handelt, bei der lediglich alles von den Namen der Charaktere über den der Schule bis hin zu diversen anderen Sachen nur abgeändert wurden, um es als ‚eigenständiges‘ Buch anbieten zu können. Jeder, der sich in der HP-Welt auskennt, wird Ulf sofort als Albus Potter erkennen. Sein Vater Sven, der zu seiner eigenen Schulzeit gemeinsam mit seinen Freunden das Chaosquintett besiegte, ist natürlich Harry. ‚Zufällig‘ hat Ulf auch eine gleichaltrige Cousine, deren Eltern die besten Schulfreunde seines Vaters waren. Statt in 4 Häuser werden die neuen Schüler auf Magus Academus in 4 (nach den Gründern der Schule benannte) Zirkel eingeteilt – von denen sich 2 aus Tradition hassen. Mehr Ähnlichkeit geht wohl kaum. Die größte Änderung zum Original besteht wohl darin, dass Scorpius’ Rolle hier von einem Mädchen wahrgenommen wird.
Wenn sich der Leser alle diese Änderungen in den ‚Originalzustand‘ zurückdenkt, hat er eine typische Next-Generation-FanFiction vor sich, die vom Niveau her durchaus zu den besseren gezählt werden kann. Zumindest erscheint die Handlung deutlich logischer als das „Verfluchte Kind“, dessen Plot immerhin von JKR persönlich abgesegnet wurde.

Fazit:
Die „Legende von Magus Academus“ stellt lediglich eine Harry-Potter-FanFiction dar, bei der Namen und Gegebenheiten abgeändert wurden.

Taschenbuch
eBook

Plätzchen und Dämonen

Maxi Forteller
Plätzchen und Dämonen: Lex Falkners Abenteuer

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Abenteuer im Abwasserkanal

Klappentext:
Kurz vor Heiligabend bedroht ein Dämon den Weihnachtsmarkt. Lex muss sich sputen, um eine Katastrophe zu vermeiden. In all dem vorweihnachtlichen Trubel ist er auf Hilfe angewiesen. Wie ein Engel erscheint ihm daher seine schon seit langem heimlich begehrte Freundin Marie.
Erlaubt sich Lex zu Weihnachten ein bisschen mehr Gefühl, oder bleibt er der einsame Magier?
Eine weihnachtliche Kurzgeschichte.

Rezension:
Lex Falkner gebt (irgendeiner) Tätigkeit an der Universität nach, als er dank seiner speziellen Fähigkeiten plötzlich merkt, dass sich ein Dämon in der Innenstadt herumtreibt. Natürlich macht er sich sofort auf den Weg. Schließlich findet er den Dämon im Abwasserkanal und kann ihn mit letzter Kraft aus unserer Welt entfernen. Doch wie konnte er diese überhaupt betreten?
Beim Lesen dieser ‚weihnachtlichen‘ Kurzgeschichte beschleicht dem Leser das Gefühl, er müsse den Helden der Geschichte, Lex Falkner, schon kennen. Bei einer genaueren Suche stellt sich auch heraus, dass es über ihn schon umfangreichere Bücher gibt. Deren Kenntnis wären wahrscheinlich auch nötig, um die Zusammenhänge dieser Kurzgeschichte in vollem Maße zu verstehen. Ohne erscheint diese leider etwas ‚unvollständig‘.
Doch auch wenn man diese Unkenntnis außer Acht lässt, erscheint die Bezeichnung „weihnachtliche Kurzgeschichte“ etwas konstruiert, wirkt die zeitliche Nähe der Ereignisse zum Weihnachtsfest doch rein zufällig. Bis auf die Tatsache, dass der Held auf diese Weise die Gelegenheit bekommt, zusammen mit der Frau, die er anscheinend schon länger heimlich liebt, Plätzchen zu backen.

Fazit:
Eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, die nur für Kenner der Lex-Falkner-Bücher interessant sein dürfte.

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Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

Andrea Appelfelder
Die Monsterjäger – 1 – Der Vampir Arvato

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Die Vampire des Vatikans

Klappentext:
Angel und seine Blutgarde führen ihr Gewerbe, das Töten von Monstern, schon seit Jahrhunderten aus. Sie sind ungeschlagene Vampire und können alles töten, doch dann lüftet sich ein uraltes Geheimnis, direkt aus den Mauern des Vatikan. Der erste Band der Monsterjäger.

Rezension:
Der Vampir Angel arbeitet mit mehreren Artgenossen für den Vatikan. Die Hauptaufgabe dieser Spezialeinheit besteht darin, Monster auszuschalten, wozu durchaus auch andere Vampire gehören, wenn sie auf Menschenjagd gehen. Während sie ‚ihre Kunden‘ jedoch normalerweise suchen müssen, kommt diesmal ein Werwolfrudel zu ihnen. Es überfällt den Vatikan und tötet wahllos die Menschen.
Die Idee ist nicht schlecht, weicht sie doch etwas vom üblichen Muster ab. Während die Handlung jedoch durchaus interessant ist, mangelt es der Umsetzung an diversen Details. So lässt der Erzählstil über weite Strecken keine wirkliche Spannung aufkommen. Speziell im vorderen Teil werden die Geschichte der Vampire im Vatikan und die einzelnen Personen über längere Abschnitte hinweg in einem sehr trockenen Stil vorgestellt. Ein wirklicher Lesefluss kommt erst im letzten Teil des Buches auf. Irritierend ist auch, dass Angel und andere Vampire immer wieder als Jungen oder junge Männer bezeichnet werden, obwohl der Leser weiß, dass sie bereits Jahrhunderte existieren. So kommt trotz der nicht uninteressanten Geschichte kaum der Wunsch auf, die Fortsetzungen zu lesen.

Fazit:
Eine interessante Story-Idee, die leider etwas an der schwachen Umsetzung kränkelt.

eBook