Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Der Feuerdämon – Freund oder Feind

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe. Das Wort Chaos und ihr Name werden häufig in einem Atemzug genannt. Dabei ist es meist nicht ihre Schuld, wenn etwas explodiert. Manche Experimente sind eben schwer zu kontrollieren.
Selbst Magnus, ihr Meister, hat während seiner Anfänge das eine oder andere Kämmerlein in die Luft gejagt. Zumindest hat Angelus ihr das erzählt …
Als ein neuer Lehrling aufgenommen wird, freut sie sich darüber. Endlich ein Hausbewohner in ihrem Alter! Doch die Freude währt nicht lange. Lumen ist ein gefährliches Feuerwesen und als Lehrling völlig ungeeignet; der Meister wirkt plötzlich verändert. Zudem zaubert die tollpatschige Hexe versehentlich ein seltsames Tier herbei, dessen Herkunft ungewiss ist. Rat findet sie bei Maja, aber auch ein schreckliches Geheimnis, das sie lieber nicht entdeckt hätte.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht „der Rat“, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Liliana Wildlings (mit diesem Buch nicht abgeschlossene) Geschichte bietet eine durchaus interessante Handlung, jedoch auch ein paar Schwächen. Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt (auch für die zu erwartende Fortsetzung) durchaus Potential. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach.
Leider gelingt es der Autorin nicht ganz überzeugend, diese Handlung schriftstellerisch darzubieten. Für den Aufbau dieser Welt wichtige Informationen werden mehrmals erst nachträglich gegeben. Das im Klappentext erwähnte chaotische Wesen Eibes sorgt ganz am Anfang für ein paar lustige Szenen, ist im Rest der Geschichte aber spurlos verschwunden, obwohl das Buch nur den Zeitraum weniger Tage abdeckt. Im Vorwort wird außerdem erwähnt, dass die Isle of Skye der Handlungsort ist, jedoch passen die Landschaftsbeschreibungen nicht annähernd zu dieser rauen Insel in Schottlands hohem Norden. Einen dichten Wald, durch den man stundenlang schnell reiten muss, um sein Ziel zu erreichen, dürfte es dort und auch auf dem benachbarten Festland kaum geben.
Falls es der Autorin jedoch gelingt, die genannten Schwächen in der (den) Fortsetzung(en) auszumerzen, könnte diese Reihe durchaus den Geschmack vieler Urban-Fantasy-Fans treffen.

Fazit:
„Eibe und das Buch der Schatten“ ist der Beginn einer interessanten neuen Urban-Fantasy-Reihe, der jedoch noch ein paar Schwächen birgt.

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Werwolfsjagd

Hannah Siebern
Werwolfsjagd

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Der Werwelpe

Klappentext:
Cassandra ist Nachtjägerin.
Für Geld jagt sie Vampire, Werwölfe und andere Monster. An Halloween erhält sie jedoch einen ganz besonderen Auftrag: Ein Werwolf-Welpe ist von seinem Rudel ausgerissen und hat sich unter die verkleideten Menschen gemischt. Zusammen mit dem Dämon Lester, ihrem ehemaligen Lehrmeister und Geliebten, macht Cassandra sich kurzerhand auf die Suche nach dem Welpen. Mit den Werwölfen hat sie nämlich noch eine ganz besondere Rechnung offen.
Doch die Nacht verläuft ganz anders, als sie erwartet hätte.
Dieses Ebook ist bereits 2012 unter dem Namen „Peter und der Werwolf- Eine Halloweengeschichte“ erschienen.

Rezension:
Seit sich seine Eltern getrennt haben, lebt der 12-jährige Peter bei seinem Vater und dessen neuer Frau. Doch alle paar Wochen muss er für ein paar Tage zu seiner Mutter, was er überhaupt nicht mag, da er dort über Nacht immer in seinem Zimmer bleiben muss. Und diesmal ist der Besuch auch noch über Halloween. Statt mit seiner extra gebastelten Maske durch die Straßen zu ziehen, ist er wieder im Zimmer eingesperrt. Aber heute entschließt sich Peter, doch heimlich loszuziehen. Noch im Haus entdeckt er jedoch ungeheuerliches. In Panik flieht er und verläuft sich im Halloween-Getümmel.
Diese Kurzgeschichte führt den Leser in die Welt der Nachtjägerin Cassandra ein, die sich ihr Geld mit der Jagd auf die Wesen der Nacht verdient. Während sie mit Vampiren und Dämonen jedoch durchaus auskommen kann, hasst sie Werwölfe inbrünstig. Anscheinend war diese Geschichte ursprünglich als One Shot konzipiert und wurde erst nachträglich durch andere Abenteuer Cassandras im Rahmen der „Die Nachtjägerin“-Reihe ergänzt.
Die Autorin erzählt die Geschichte wechselweise aus Peters und aus Cassnadras Sicht. Obwohl die Story gut erzählt ist und durchaus unerwartete Wendungen bietet, fehlt ihr leider irgendwie der letzte Pep, um den Leser wirklich mitzureißen.

Fazit:
„Werwolfsjagd“ ist eine Halloween-Geschichte, der leider das letzte Etwas fehlt um wirklich spannende oder gar gruselig zu sein.

eBook

Postkartengeschichten

Bernd Daschek (Herausgeber)
Postkartengeschichten der Schreibgruppe-Prosa

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Ultrakurz-Geschichten

Klappentext:
Sie haben keine Zeit für ein Buch? Sie warten auf den Zug oder wollen vielleicht nur eine Station mit der U-Bahn fahren? Hier finden Sie die kürzesten Geschichten für zwischendurch: Frauen werden heimlich zu Mörderinnen, fantastische Wesen in mystischen Welten richten Lustiges an. Dämonen, die schauerlich sind, Männer auf der Suche nach dem großen Abenteuer finden ihr Schicksal, Kinder entdecken ihre Fantasie. Die unglaublich kreativen Autoren unserer Zeit entführen Sie in wundersame Reiche, mit überraschenden, turbulenten und atemberaubenden Geschichten in Länge einer Postkarte. Eine unverzichtbare Sammlung mit den Originalerzählungen von: A.E. Eiserlo, Alexander Grun, Angelika Dyllong, Aurea Drakona, Bernd Daschek, Carolin Emrich, Dorothe Reimann, Evelyn Kühne, Grete B., Ilse Campbell, J. B. Niedermayr, Katharina Rambeaud, Linda Marie Haupt, Manuela Efthimiadis, Marena Jovic, Marion Kreft, Mila EnWood, Rachel Holbach, Ray Yannick Allgaier, Sandra Karin Foltin und Tuula Schneider.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Geburtstag von Tuula Schneider
Die Rache der Feder von Katharina Rambeaud
Ich liebe mein Kind von Ilse Campbell
Das letzte Ja von Evelyn Kühne
»Pass gut auf sie auf!« von Rachel Holbach
Das Spektakel von Sandra Karin Foltin
Wegweiser von Bernd Daschek
Die Hutnadel von Mila EnWood
Männer! von Tuula Schneider
Liebe mich! von Dorothe Reimann
Schwester von Sandra Karin Foltin
Wölfe von Linda Marie Haupt
Der letzte Weg von Alexander Grun
Die verrückte Teeparty von J. B. Niedermayr
Gegessen wird Zuhause von Aurea Drakona
Der erste Schnitt und der letzte Bissen von Ray Yannick Allgaier
Hundebiss von Manuela Efthimiadis
Auf hoher See von Grete B.
Geliebter Wolfgang von Marena Jovic
Lass los von A. E. Eiserlo
Beste Freundinnen von Evelyn Kühne
Die Saat von Angelika Dyllong
Kinderwelt von Marion Kref
Zombies von Linda Marie Haupt
Hoffnung von Tuula Schneider
Kopfsalat von Aurea Drakona
Dumm gelaufen von Carolin Emrich
Das erste Mal von Linda Marie Haupt
Die letzte Ölung von J. B. Niedermayr
Kurvenreich von Tuula Schneider
Spekulationen von Bernd Daschek
Kindertag: Rache ist Hummer von Grete B.
Der Abschluss von Ilse Campbell
Gottes Werk und Teufels Beitrag von Ray Yannick Allgaier
Columbine ist überall von Alexander Grun
Schrödingers Katze von Katharina Rambeaud
Ein Herz für Zwei von J. B. Niedermayr
Wenn die Zeit stehen bleibt von Rachel Holbach
Der Zoo von Alexander Grun
Die Schweigsame von Tuula Schneider
Dreifachmord von Grete B.
Die Hand unter dem Laken von Aurea Drakona
Oaks, der Herbertinger von J. B. Niedermayr
Die Macht von Linda Marie Haupt
Nachtisch von Katharina Rambeaud
Warten auf sie von Sandra Karin Foltin
Ehe von Manuela Efthimiadis
Frau Müller und ihr Mann von Dorothe Reimann
Abkürzungen von Angelika Dyllong
Große Fische von Bernd Daschek
Starker Frühling von Grete B.
Stille von Mila EnWood
Mord mit Ausblick von Rachel Holbach
Feuerteufel von Katharina Rambeaud
Das fremde Wesen von Alexander Grun
Das Ende von Sandra Karin Foltin
Die Braut von Cluster Hall von Ray Yannick Allgaier
Lilli von Linda Marie Haupt
Traumhafte Teestunde von J. B. Niedermayr
Zum krummen Weg von Mila EnWood
Unter dem Tannenbaum von Marion Kreft
Ich liebe dich zu Tode von Aurea Drakona
Bootstour von Katharina Rambeaud
Mutter von Sandra Karin Foltin
Ein guter Morgen von Grete B.
Der böse Mann von Tuula Schneider
Der Segeltörn von Linda Marie Haupt
Raue See von Dorothe Reimann
Siegergeschichten von Bernd Daschek
Rippchen von Mila EnWood
Zunächst wirkt die pure Anzahl der in dieser Anthologie enthaltenen Geschichten schon überwältigend. Das relativiert sich natürlich, wenn man bedenkt, dass diese wirklich so kurz sind, dass sie jeweils auf der Fläche einer Postkarte Platz fänden. Die Bandbreite reicht dabei von (viel) Krimi über (einige) Fantasy bis hin zu (wenig) SciFi. Hinzu kommt eine ganze Reihe von Beiträgen, die in keines der üblichen Genres passen.
Alleine die Anzahl der Beiträge macht es natürlich unmöglich, auf die einzelnen Geschichten näher einzugehen oder sie auch nur inhaltlich zu betrachten – wobei eine inhaltliche Zusammenfassung dieser ultrakurzen Geschichten natürlich ohnehin problematisch wäre. Umso mehr überrascht es, dass der Großteil der Kurzstories trotzdem abgeschlossen wirkt und meist keine störend offenen Fragen verbleiben. Überraschend hoch fällt die Anzahl der ihre Ehemänner ermordenden Frauen aus. Gefühlt dürfte das der Inhalt von etwa ⅓ aller Geschichten sein.
Bei 70 (!) Geschichten ist natürlich auch die qualitative Bandbreite weit gestreut. Das reicht von Stories, die trotz ihrer Kürze ein wirklich überraschendes und den Leser befriedigendes Ende bieten, bis hin zu welchen, die einfach nur unverständlich erscheinen.

Fazit:
Diese Anthologie der wahrscheinlich kürzesten Kurzgeschichten, die derzeit auf dem Markt sind, eignet sich für die kurze Pause zwischendurch.

Taschenbuch
eBook

Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

Julia Sypke
Verlorene Seelen: Die Legende der Genii

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Das Leben eines Gargoyles

Klappentext:
»Oh, der verlorene Sohn, mal wieder. Wie siehst du denn aus? Hast du Steine gekotzt?« »Mir ist was ganz Seltsames passiert.« Mit knappen Worten erzählte ich, was ich eben erlebt hatte. Der Narr legte den Kopf schief und wirkte ungewohnt nachdenklich. »Das habe ich schon mal gehört«, meinte er schließlich. »Angeblich bedeutet es, dass man gerade seinem Schicksal begegnet ist. Es heißt aber auch, dass so etwas nur passiert, wenn man dem Tod schon ins Auge blickt.« Eine Serie mysteriöser Ritualmorde hält die ganze Stadt in Atem. Auch die Gargoyles an St. Laurentius spekulieren, wer Täter sein könnte. Nur Max, ein steinerner Greif, kann sich nicht für die wilden Vermutungen begeistern, denn er weiß, dass er selbst bald sterben soll. Bis er herausfindet, dass sein Schicksal untrennbar mit dem des Mörders verbunden ist – eines Mannes, der sich für die Wiedergeburt eines englischen Hexenjägers hält und seine Mission in dieser Zeit mit allen Mitteln fortsetzen will …

Rezension:
Die Menschen glauben, Gargoyles wären nur toter Stein. Doch das stimmt natürlich nicht. Sie haben ein Bewusstsein, wache Sinne und können sich sogar frei bewegen. Aber das machen sie natürlich nur, wenn gerade kein Mensch hinsieht. Kurz nachdem der Greif, der später Max heißen wird, von seinem Schöpfer fertiggestellt wurde, erwacht sein Bewusstsein. Nur wenige Tage später wird er an den Pfarrer einer Dorfkirche verkauft, wo er in den kommenden Nächten von einem anderen Gargoyle in die Gebräuche des Gargoylelebens eingeführt wird. Jahrhunderte später – wir schreiben mittlerweile das 21. Jahrhundert, und das Dorf ist lange mit der benachbarten Stadt zusammengewachsen – wird Max Zeuge einer Mordserie. Und irgendetwas sagt ihm, dass sein Leben mit dem Schicksal des Mörders verbunden ist. Wird es ihm gelingen, die Mordserie rechtzeitig zu stoppen?
Die Idee, eine Geschichte aus der Sicht eines belebten Gargoyles zu erzählen, ist (zumindest mir) neu. Gerade deshalb hat diese ihren eigenen Reiz. Leider verschenkt die Autorin Julia Sypkes einiges des in der Idee zweifellos enthaltenen Potentials. Zwischen dem Kennenlernen des Gargoyles und dem Einstieg in den interessanten Kriminalfall erstreckt sich leider eine ganze Reihe von Kapiteln, in denen der Leser lediglich erfährt, was Max im Laufe der Jahrhunderte so hört und beobachtet. Interessant wird es erst wieder, als der Greif einen Zusammenhang zwischen der Mordserie, die gerade Stadtgespräch ist, und seinem eigenen Leben entdeckt. Ab hier wird die Story wirklich interessant und spannend. Wie sie ausgeht, soll hier natürlich nicht verraten werden. Leider werden am Ende einige merkwürdige Erlebnisse Max’ einfach ‚vergessen‘ und nicht aufgeklärt.
Sprachlich weiß die Autorin die Geschichte gekonnt zu verpacken. Die benutzten geschichtlichen Hintergründe sind anscheinend gründlich recherchiert. Auch wenn keine Ortsnamen genannt werden, lassen die detaillierten örtlichen Beschreibungen vermuten, dass es für Max’ Heimat ein konkretes Vorbild gibt.

Fazit:
Eine Urban Fantasy, die sich deutlich vom Gewohnten abhebt und alleine deshalb – trotz einiger Schwächen – Aufmerksamkeit verdient.

Taschenbuch
eBook

Der Dampfkochtopf: Geschichten und Rezepte aus der Steampunkküche

Anja Buchmann, Marion Bach
Der Dampfkochtopf: Geschichten und Rezepte aus der Steampunkküche

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Heute gibt es Steampunk-Eintopf

Klappentext:
Kartoffelgeschosse, Lachsdiplomatie, Klopsekanonen, Unterwassergurken und royales Federvieh.
Wenn Steampunkgeschichten auf leckeres Essen treffen, wird es spannend und abwechslungsreich. Von Flugschiffen bis zu unterseeischem Treiben entführen 16 AutorInnen auf eine spannende Reise quer durch viele Spielarten der Steampunkliteratur. Dazu begleiten leckere Gaumenfreuden, die zentrale Rollen in den jeweiligen Geschichten spielen.
Ein Fest für alle Sinne – für die steampunkige und jede andere Küche. Guten Appetit!

Rezension:
Enthaltene Autoren und Geschichten:
Anja Buchmann – Freiheitsbrei
Marion Bach – Tante Eufemia
Susanne Halbeisen – 200,00 Gurken unter dem Meer
Kai Gläser – Schraubenschlüssel
Anja Kraus – Kannibalische Gastfreundschaft
Daniel Schlegel – Karas Kabelsalat für junge Erfinder und Entdecker
Laura Dümpelfeld – Ferdinand Fichtelbergs famoser Fabrikator
Luzia Pfyl – Die Pilaw-Affäre
Markus Cremer – Archibald Leach und die gelbe Pute aus Neuguinea
Tina Skupin – Die Winde von Vineta
Cathrin Kühl – Käthes Königsberger Klopse-Kanone
Julianna Dalisch – Fliegerallerlei
Bianca M. Riescher – Tödliches Tiramisu
Meara Finnegan – Im Schatten der Messingsense
Regine D. Ritter – Milch oder Zitrone
Manja Siber – Sylvesterwein
Eine Frau wird entführt, weil sie als Haushälterin benötigt wird, eine Tante terrorisiert ihre Verwandten, bei denen sie unangekündigt zu mehrtägigen Besuchen erscheint, ein U-Boot hat unerwartete Probleme, eine junge Frau trifft plötzlich auf ihre große Liebe, ein Paar auf Hochzeitsreise strandet auf einer Kannibalen-Insel, eine Köchin ‚erfindet‘ die vegetarische Küche, ein Erfinder besiegt den Lebensmittelmangel, ein Handelsherr der Hanse legt sich mit Wikingern an, ein paar Leute aus sehr unterschiedlichen Kreisen gründen eine sehr spezielle Armenspeisung, Kampfpiloten mögen kein Sushi, ein Reporter recherchiert in einem verzwickten Mordfall, ein anderer Reporter muss über eine Statur berichten, ein Techniker will eine Witwe zur Herausgabe der Pläne ihres verstorbenen Mannes überreden, eine junge Frau teilt sich das Haus mit einem Geist – so unterschiedlich wie diese Geschichten sind, teilen sie doch das Steampunk-Ambiente. Als Zugabe gibt es zu jeder dieser Geschichten ein (bebildertes) Rezept, das in einem Zusammenhang zur jeweiligen Kurzgeschichte steht.
So weit – so gut. Wie man es bei Anthologien leider oft findet, differiert die Qualität der enthaltenen Geschichten stark. Während einerseits Geschichten wie „Tante Eufemia“, „Archibald Leach und die gelbe Pute aus Neuguinea“, „Tödliches Tiramisu“ und „Milch oder Zitrone“ die Highlights dieser Sammlung darstellen, können andere nicht annähernd so gut überzeugen. Manchen der enthaltenen Kurzgeschichten scheint einfach etwas zu fehlen, weil der beschränkte Raum nicht ausreicht, dem Leser alle erforderlichen Informationen zu vermitteln. Andere erscheinen wie eine mühsam konstruierte Rahmenhandlung, die nur dazu dient, das dazugehörige Rezept einzuführen. Somit hinterlässt diese Anthologie ihren Leser mit gemischten Gefühlen, wobei die Rezepte hier nicht diskutiert werden sollen. Einerseits ist auch hier das Spektrum sehr weit gefächert, andererseits ist es natürlich Geschmackssache, was dem persönlichen Gaumen zusagen könnte.

Fazit:
In diesem Steampunk-Eintopf schwimmen neben geistig nahrhaften Highlights leider auch einige Sättigungsbeilagen.

eBook

Die mächtigsten Geheimbünde in Geschichte und Gegenwart

Frank Fabian
Die mächtigsten Geheimbünde in Geschichte und Gegenwart

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Geheime Geheimnisse

Klappentext:
Die mächtigsten Geheimbünde in Geschichte und Gegenwart
Die Fortsetzung der Reihe „Die Größten Lügen der Geschichte“ (Band II)
Der zweite Band bietet Einblick in diese Geheimgesellschaften: Tempelritter . Assassinen . Opus Dei . Jesuiten . Rosenkreuzer . Illuminaten . Freimaurer . Hitlers Geheimbünde
Kein Thema ist aufregender und spannender als das Thema Geheimbünde. Es lässt uns ahnen, wie viel uns bislang vorenthalten wurde – Fakten und Tatsachen, über die wir eigentlich Bescheid wissen müssten. Fest steht: Über Geheimgesellschaften und Geheimbünde wurde bis heute zu selten oder nie die Wahrheit gesagt. Das erfahren Sie in diesem Buch: – Was über die Freimaurerei unbekannt ist – Welches die drei Geheimnisse der Tempelritter waren – Was den Aufstieg und den Fall von Geheimbünden bewirkt – Was die unerhörten Manipulations-Methoden des Mörder- und Geheimbundes der Assassinen waren – Worin die Macht der geheimen Bruderschaften der Jesuiten und Opus Dei besteht – Wer die Hintermänner der amerikanischen Revolution waren – Worin die Geheimnisse des mysteriösen Grafen von Saint Germain bestanden – Mit welchen Methoden die Rosenkreuzer einen König manipulierten – Wie die Verschwörung der Illuminaten ablief – Was über Hitlers Geheimbündelei nicht bekannt ist – Wie die Freimaurerloge P2 beinahe einen ganzen Staat einkassierte – Welche 13 Charakteristiken uns Geheimbünde sofort verstehen lassen – Welche Geheimgesellschaften auch heute noch hinter den Kulissen die Strippen ziehen Fragen über Fragen ranken sich um Geheimbünde und Geheimgesellschaften. Aber zu vieles befindet sich im Dunkeln und wurde nie aufgedeckt. Diesem Umstand hilft dieses Buch ab.

Rezension:
Geheimbünde sind natürlich immer wieder ein publikumswirksames Thema – egal ob in Buchform oder als Fernseh-Doku. Und weil alle (oder zumindest sehr viele) neugierig sind, findet ein solches Buch natürlich seine Leser. Wer will nicht mehr Geheimnisse erfahren? Wie der Autor Frank Fabian – der im Buch ohne nähere Erläuterung immer wieder von „wir“ spricht – selbst vorweg schickt, ist das Hauptproblem mit derartigen Geheimgesellschaften, dass die Details eben geheim sind. Soweit logisch. Aber anscheinend hat er ja doch bisher geheime Erkenntnisse gewonnen. Sonst könnte er dieses Buch ja nicht schreiben. Oder?
Man kann es nicht abstreiten; das Buch liest sich interessant und bietet an manchen Stellen Überraschendes. Wenn man sich beim Lesen allerdings die Mühe macht mitzudenken, fällt einem doch auf, dass man einige der Informationen auch schon in der einen oder anderen TV-Doku zum Thema gehört hat. Andere ‚Enthüllungen‘ kann man genau genommen nicht als solche ansehen. Im Kapitel über den Grafen von Saint Germain besteht das ‚neue Wissen‘ beispielsweise nicht in neuen Informationen, sondern lediglich in logischen Schlussfolgerungen aus den bekannten. Und obwohl der Autor wiederholt warnt, nicht auf Verschwörungstheorien hereinzufallen, bietet er seinem Leser viele Informationen ohne jede nachprüfbare Quellenangabe an. Wie sollte dieser also entscheiden, ob das Gesagt mehr als eine weitere Verschwörungstheorie ist?
Auch wenn die Lektüre dieses Buches – wie bereits gesagt – durchaus interessant ist, bietet es unterm Strich doch nur wenige wirklich neue Erkenntnisse. Prinzipiell neue Forschungsergebnisse sind bei den meisten der behandelten Fälle wohl auch in Zukunft kaum zu erwarten.

Fazit:
Diese Zusammenstellung des Wissens über diverse Geheimbünde kann nur wenige Neuheiten bieten.

Taschenbuch
eBook

Das Gedächtnis der Welt

Chriz Wagner
Die Ewigen – Das Gedächtnis der Welt

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Die geschichtliche (Un-)Wahrheit

Klappentext:
Mein Name ist Thyri. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich suche nach meiner Liebe. Und ich suche nach dem Tod. Gemeinsam werden wir eine Antwort finden auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Thyri.
1933 n. Chr.: Thyri hat eine Anstellung im Lesesaal der London Museum Library. Dort, inmitten all der alten Bücher, fühlt sie sich aufgehoben. Sie hat das Gefühl an einem Ort angekommen zu sein, an dem sie sich nicht verstecken muss. Und vielleicht, so hofft sie, findet sie in einem der abertausend Bücher Informationen über ihre Herkunft, ihre Unsterblichkeit – und über Simon, den sie nicht vergessen kann.
Eines Tages wird die Sammlung der Bibliothek um ein ganz besonderes Schmuckstück reicher: Der Codex Sinaiticus, die älteste Bibelübersetzung der Welt, findet seinen Weg nach London. Und während Thyri noch ihr normales Leben genießt, schleicht sich der Codex langsam in ihre Lebenswirklichkeit und verändert alles.
Denn was hat es mit den seltsamen historischen Ungereimtheiten auf sich, die Thyri immer häufiger in den historischen Büchern entdeckt? Sind ihre Freunde, wer sie vorgeben zu sein? Oder findet Thyri unter ihnen vielleicht endlich einen weiteren Ewigen?
DIE EWIGEN ist eine E-Serie mit Geschichten über Mystery, Horror und einen Hauch Liebe vor den Kulissen der Weltgeschichte. Jede Folge steht für sich allein. Die Folgen bauen nicht aufeinander auf. Thyri und Simon erzählen von mysteriösen Ereignissen aus ihrem ewigen Leben.

Rezension:
Thyri ist unsterblich, doch wieso das so ist, weiß sie selbst nicht. Sie weiß auch nicht, wie viele von ihrer Art es gibt – oder was ‚ihre Art‘ überhaupt ist. Als sich ihr 1933 die Gelegenheit bietet, einen Job in der London Museum Library zu erhalten, ergreift sie die Gelegenheit begeistert. In der Unmasse von Büchern müssen sich doch einfach Hinweise finden! In Wahrheit besteht ihr Job jedoch nur darin, Bücher aus dem Regal herauszusuchen oder wieder wegzuräumen. Und zwar immer im selben Regal, für das sie zuständig ist. Doch eines Tages bietet sich ihr die Gelegenheit, sich Zutritt zum Archiv zu verschaffen, in dem die ‚Schätze‘ liegen. Was sie dort findet, irritiert sie jedoch mehr, als dass es ihr weiterhelfen würde.
Genau wie die Heldin der Geschichte möchte der Leser zunächst natürlich mehr erfahren. Recht schnell kommt es auch dazu, dass sich dabei Ungereimtheiten ergeben, für die zunächst weder Thyri noch der Leser eine Erklärung finden. (Worin diese Ungereimtheiten bestehen, soll hier nicht näher betrachtet werden, um nicht zu viel zu verraten.) Auf diese Weise steigt die Spannung immer weiter an, sodass der Leser zusammen mit Thyri hofft, endlich die Wahrheit zu erfahren. Doch diese erfahren beide leider nicht.
Der Autor Chriz Wagner hat eine ganze Reihe von Büchern über „Die Ewigen“ verfasst, die nach ausdrücklichem Hinweis im Klappentext jedoch nicht aufeinander aufbauen, sondern inhaltlich völlig eigenständig sind. Wenn dem nicht so wäre, könnte man das völlig offene Ende natürlich damit erklären, dass es in einem der kommenden Bücher aufgelöst werden wird. Da dies aufgrund dieses Hinweises jedoch nicht zu erwarten ist, hinterlässt „Das Gedächtnis der Welt“ seine Leser am Schluss eher unbefriedigt, da die im Verlauf der Handlung aufgeworfene Hauptfrage, was eigentlich wahr ist, nicht beantwortet wird. Darüber kann auch der stilistisch gelungene Aufbau des Buches nicht hinwegtrösten.

Fazit:
„Das Gedächtnis der Welt“ bietet eine interessante und spannende Handlung, die am Ende leider nicht aufgelöst wird.

eBook

Bestseller!

Elmar Weixlbaumer, Monika B. Paitl
Bestseller!

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Mach dein Buch zum Bestseller!

Klappentext und Verlagsinfo:
Buch-Marketing beginnt bevor eine Zeile geschrieben wurde.
Und wenn das Buch erschienen ist, fängt die Arbeit für Autorinnen und Autoren erst richtig an!
Dieses Buch befasst sich u.a. mit den Erwartungen und der Realität des Buchmarkts, mit Konzeption, Titelfindung, Verlagssuche und der PR in allen Phasen eines Buchzyklus. Bekannte Bestseller-Autoren unterstützen mit Tipps, wie Autoren ihr Buch pushen können.

Jeder Autor kann Bestseller-Autor werden. Er muss nur die Spielregeln des Marktes kennen und die Mechanismen funktionierender Vermarktung verstehen.
Draußen warten 100 Millionen deutschsprachige Menschen. Genug, um noch einen Bestseller zu vermarkten. Doch wie kommt man zur Aufmerksamkeit der Leser? Ob als Self-Publisher, BoD-Autor oder Verlagsautor: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Schriftsteller, ihr Buch zum Leser zu bringen.
Wie das geht verraten Bestsellerautoren, die es geschafft haben: Eva Rossmann, Edgar Geffroy, Herman Scherer, Katrin Zita, das Duo Aliloski/Laurent (Hundebücher), Elisabeth Hermann und Gaby Hauptmann zeigen wie es geht.
Dazu gibt das Autorenduo, Verlagsleiter und PR-Profi, ihr Insiderwissen preis. Lernen Sie von den Profis!

Rezension:
Es ist nicht gerade wenig, was die beiden Autoren dieses Ratgebers versprechen. Und jeder, der ein Buch veröffentlicht, möchte dieses natürlich gut verkaufen. Sollte deshalb jeder (angehende) Autor dieses Buch kaufen? Diese Frage kann man nicht eindeutig beantworten, denn zunächst muss man schon den obigen Marketingtext relativieren. Obwohl in diesem ausdrücklich auch Selfpublisher und Autoren, die über BoD-Anbieter veröffentlichen, angesprochen werden, wird im Buch vor diesen beiden Möglichkeiten lediglich gewarnt. Die ausdrückliche Empfehlung lautet, immer über einen – möglichst etablierten – Verlag zu veröffentlichen. Was bekanntlich nicht ganz einfach ist. Trotzdem findet sich ein umfangreiches Kapitel über das Finden eines guten Titels, in dem wiederum darauf hingewiesen wird, dass die Titelwahl gewöhnlich durch den Verlag erfolgt. Was man durchaus als widersprüchlich ansehen könnte.
Allerdings gibt es natürlich nicht nur Negatives über diesen Ratgeber zu berichten. Vor allem die Hintergrundinformationen über die Methoden zur Bestseller-Ermittlung und zum Verlagswesen dürften für viele neu und interessant sein. Auch die diversen Ratschläge zu Vermarktungsstrategien können für Autoren durchaus nützlich sein, wobei man in dieser Hinsicht leider einschränken muss, dass sich viele dieser Tipps vorzugsweise oder sogar ausschließlich auf die Vermarktung von Sachbüchern (und deren Autoren) bezieht. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass sich der (Sachbuch-)Autor als Fachmann auf seinem Gebiet etablieren muss.
Somit muss man zusammenfassend feststellen, dass „Bestseller!“ dem Leser zwar viele wertvolle Hintergrundinfos zu Buchmarkt und Verlagswesen liefert, die empfohlenen Vermarktungsstrategien für Belletristikautoren jedoch nur von eingeschränktem Wert sind.

Fazit:
Der Vermarktungsratgeber „Bestseller!“ empfiehlt sich primär für Sachbuchautoren und solche, die es werden wollen

Hardcover
eBook

Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe

Ela Feyh
Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe

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Hex, Hex in Templin

Klappentext:
Seltsame Begegnungen kommen manchmal vor. Die erste, beinahe furchteinflößende, passierte zu Beginn meines Schulwechsels, als ich Aaron kennenlernte, und die nächste, als ich mit einigen Freunden an den See fuhr. Bislang hatte ich nie an andere Wesen und übernatürliche Phänomene geglaubt, aber seitdem ich dieses Blickduell zwischen Aaron und Leander beobachtet hatte, zweifelte ich mein Weltbild ernsthaft an. Es gab doch keine Wesen, deren Haut plötzlich zu glühen begann, deren Augen auf einmal finsteren Löchern glichen und die einem eine Gänsehaut einjagten, weil einem das Gefühl überkam, zwischen zwei kollidierende Welten geraten zu sein. Oder doch?

Rezension:
Die 17-jährige Lucy lebt in Österreich, doch ihre Welt gerät aus den Fugen, als eines Tages Polizisten an der Wohnungstür klingeln und ihr mitteilen, dass ihre Eltern und ihr Bruder bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurden. Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie. Zum Glück erklärt sich ihre Tante aus Deutschland bereit, sie aufzunehmen. In Brandenburg angekommen, kommt Lucy jedoch so einiges merkwürdig vor. Zuerst verdrängt sie ihre eigenartigen Beobachtungen noch, weil die Trauer sie vollkommen gefangen nimmt, aber schon bald wird ihr bewusst, dass sowohl mit ihrer Tante als auch mit verschiedenen Mitschülern etwas nicht stimmt. Alle ihre diesbezüglichen Fragen werden von denen jedoch abgeblockt.
Die Autorin Ela Feyh führt ihre Leser relativ schnell zum eigentlichen Ort der Handlung, sodass Lucys Vorgeschichte nur angerissen wird. Worüber sie ihre Heldin jedoch bis fast zum Ende des Buches rätseln lässt, wird dem Leser bereits im Titel verraten: Lucy ist eine Hexe. Somit hält sich die Überraschung für diesen natürlich in Grenzen. Leider werden einige andere interessante Fragen bis zum Ende des Buches weder für Lucy noch für den Leser beantwortet. Obwohl das aus Lucys Sicht verfasste Buch in einem angenehm zu lesenden Stil verfasst ist und einige interessante Handlungsdetails enthält, hinterlässt es deshalb als Ganzes gesehen einen unbefriedigenden Gesamteindruck. Auch wenn „Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe“ als Bestandteil der (mir ansonsten unbekannten) „Nepyhlen“-Reihe genannt wird, ist aufgrund des Epilogs davon auszugehen, dass es keine direkte Fortsetzung, die die offenen Fragen klären könnte, geben wird.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Geschichte bietet zwar einige interessante Details, bleibt am Ende für den Leser jedoch relativ unbefriedigend.

Taschenbuch
eBook

With Love, Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction

Stefanie Zurek, Bettina Petrik
With Love, Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction

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Die Kultur der FanFiction

Klappentext:
Es gibt eine Welt, da lebt Professor Snape glücklich verheiratet mit Lily Potter, Thorin Eichenschild ist nie gestorben, und Anakin Skywalker hat sich nie auf die böse Seite der Macht geschlagen. Eine Welt, wo Sherlock Holmes zusammen mit einem geheimnisvollen Timelord merkwürdige Fälle untersucht, Dean Winchester mit der Crew der Serenity fliegt und Loki und Thor mehr als nur Brüder sind.
Fanfiction, argumentieren manche, gab es schon immer. Schließlich bedienten sich nicht wenige große Autoren an populären Stoffen und verpassten ihnen ein neues Gewand. Andere hingegen sehen Fanfiction kritisch und werfen den Autoren vor, die Ideen anderer zu verfremden.
Und es soll vorkommen, dass das Schreiben von Fanfiction zum Durchbruch verhilft, wie u.a. „Shades of Grey“ zuletzt bewies.
Aber was ist Fanfiction wirklich? Aus welchem Bedürfnis entsteht sie, und wie weit zurück geht das Phänomen? Welche Genres gibt es, und was sollte man als Fanfiction-Neuling auf jeden Fall wissen, bevor man sich in die zahllosen Archive stürzt?
Bettina Petrik und Stefanie Zurek nehmen Sie mit auf eine turbulente, augenöffnende, manchmal aufwühlende, aber immer emotionale Reise durch die großartige Welt der Fanfiction.
Sie werden Ihren Augen nicht trauen.

Rezension:
Jeder, der schon einmal eine FanFiction gelesen oder vielleicht sogar selbst verfasst hat, ist den Besonderheiten dieses Literaturzweigs – wenn man es so nennen kann – begegnet. Aber nur Wenigen ist wohl die enorme Bandbreite sowohl in inhaltlicher Hinsicht als auch in den Hintergründen bewusst. Für jeden, der an (mindestens) einem der großen Fandoms interessiert ist, dürfte es demzufolge interessant sein, mehr über dieses Phänomen zu erfahren. Deshalb kann man durchaus davon ausgehen, dass der vorliegende Versuch der beiden (selbst FanFiction-erfahrenen) Autorinnen, die FanFiction-Szene allumfassend zu beleuchten, eine Marktlücke trifft.
Leider ist das Ergebnis nicht ganz so gelungen, wie man es bei diesem Thema erhoffen könnte. Während die durchaus interessante Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung eher (zu) kurz gehalten wird, kehrt der Text alle paar Seiten zur rechtlichen Frage zurück – um immer aufs neue zum Ergebnis zu kommen, dass diese nicht wirklich geklärt ist. Verschiedene FanFiction-Archive im Internet werden sehr ausführlich vorgestellt, was teilweise so sehr ins Detail geht, dass die Menüstruktur des Archivs Punkt für Punkt abgehandelt wird. Ob das dem Leser wirklich hilft, „das Phänomen Fanfiction“ zu verstehen, sei dahingestellt. Ergänzt wird das alles durch Meinungen verschiedener Prominenter – naheliegenderweise überwiegend Autoren – zum Thema und zahlreiche Kommentare FanFiction-Begeisterter.
Eine stärkere Konzentration auf die Entwicklung der FanFiction-Kultur hätte diesem Buch zweifellos gutgetan.

Fazit:
Ein interessanter Einblick in die Weitläufigkeit der FanFiction-Kultur, der leider oft zu Randthemen abschweift.

Taschenbuch
eBook