Götterverse – 2 – Ballade der Nacht

Christina Krüger
Götterverse – 2 – Ballade der Nacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Tod des Vaters

Klappentext:
Schwere Prüfungen liegen vor Avina, Siran und Darian. Immer tiefer geraten sie in das Netz der Verschwörungen und Lügen. Exanion und seine Handlanger jagen noch immer Darian und seine Freunde. Die Drei und ihre treuen Begleiter werden zu unfreiwilligen Spielfiguren des Schicksals. Die Gefahren um sie wachsen mit jeder Stunde der Finsternis. Längst geht es um das Leben ihrer gesamten Familie.
Die Ballade der Nacht erklingt von Neuem. Nichts wird je wieder so sein, wie es einst war.

Rezension:
Avina hat es geschafft. Aus ‚ihrem‘ Drachenei schlüpft tatsächlich ein Junges, das sich überraschend schnell zu einem kräftigen Drachen entwickelt. Am akharinischen Hof hat es Darians Onkel allerdings geschafft, seine Machtposition zu festigen. Es gelingt ihm sogar, andere Fürsten auf seine Seite zu ziehen, was Avina und Siran zwingt zu fliehen, denn Exanion lässt nach ihnen als Helfer seines Neffen suchen. Die Situation wird für alle Beteiligten immer gefährlicher.
Christina Krügers Fantasy-Welt ihres „Götterverse“-Universums gewinnt im 2. Band weitere Tiefe. Zusätzlich zu den Menschen der fürstlichen Städte und deren Umlandes sowie den Akharis treten weitere Parteien in Erscheinung. Das unter Exanion erstarkende akharinische Königreich führt zu sich verändernden Loyalitäten. Für die 3 aus dem 1. Band („Arthemosʼ Klagelied“) bekannten Protagonisten wird die Situation damit immer gefährlicher, sind doch auch Freunde und Verwandte in Gefahr. Allerdings führt die zunehmende Komplexität der Welt auch dazu, dass diese unübersichtlicher wird. Stellenweise wird es für den Leser schwer, sind in der ständig wachsenden Vielzahl von Charakteren zurechtzufinden.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte weiterhin aus der Perspektive eines auktorialen Beobachters. Dabei folgt das Geschehen wechselweise einer großen Anzahl von Charakteren. Den ursprünglichen Protagonisten Avina, Siran und Darian fällt dabei ein mit Fortschreiten der Handlung ständig kleiner werdender Anteil an ‚Screen Time‘ zu. Trotzdem bleiben sie zumindest bisher die gefühlten Hauptfiguren.
Nach einer großen Wende am Ende dieses Bandes kann man gespannt sein, wie sich das Geschehen weiter entwickeln wird.

Fazit:
In einer immer komplexer werdenden Fantasy-Welt wird das Handlungsgeflecht deutlich anspruchsvoller.

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Silberblut – 2 – Die Magie der Todesengel

Robyn Lumen
Silberblut – 2 – Die Magie der Todesengel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Liquidio, Exsulutio, Morthem

Klappentext:
Ein Krieg zwischen Elfen und Vampiren.
Direkt in deiner Küche.
Gewaltsame Plünderungen deines Kühlschranks durch Wesen, die nur du sehen kannst.
Erkläre das mal deinen Mitbewohnern.
Dass eine Liebesbeziehung zu einem Todesengel tödlich endet, hätte Arjun von Anfang an klar sein müssen. Er erwacht in einem für ihn völlig fremden Bett und nur ein paar Atemzüge trennen ihn von seinem Ende.
Da nähert sich aus unerwarteter Richtung Hilfe. Arjun wird in das wahre Geheimnis des Silberbluts eingeweiht. Damit erhält er den Schlüssel zur Errettung der Menschheit und gleichzeitig die Macht zur Zerstörung von ganz Aerilea.
Kein Wunder, dass Arjun von nun an nicht nur von den Vampiren, sondern auch von den Lichtjägern verfolgt wird. Zudem geraten seine Mutter und seine Mitbewohner Agnes und Gustav in gefährliche Nähe dieser unsichtbaren Welt. Arjun muss handeln und wird zum Vampirjäger wider Willen. Aus Menschensicht erweckt Arjun dabei einen völlig verrückten Eindruck und bald sind auch noch die Psychiater hinter ihm her.
Das Urban-Fantasy-Abenteuer SILBERBLUT geht im zweiten Band im rasanten Tempo weiter und unterhält mit einer Mischung aus vielschichtigen Charakteren, wahnwitzigen Dialogen und epischen Welten.

Rezension:
Durch die Verbindung mit Yuja schwer geschädigt, hat Arjun nur noch kurze Zeit zu leben. Deshalb entschließt er sich zu einer Selbstmordmission, um Orliana als seine letzte gute Tat zu vernichten. Aber wie meistens bei seinen Plänen gelingt auch dieser nicht. Ganz im Gegenteil: Orliana scheint gar nicht so übel zu sein. Sie rettet ihm sogar das Leben und nimmt Arjun unter ihre Fittiche. Doch das verkleinert seine Probleme nicht gerade. Außer Vampiren und der Polizei sind jetzt auch noch sämtliche Aerileaner und die Psychiatrie hinter ihm her.
Im 2. Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Silberblut“ schließt Robyn Lumen nahtlos an die Handlung aus Band 1 („Das Geheimnis der Sehenden“) an. Dass der selbstzerstörerische Plan ihres Protagonisten nicht aufgeht, war wohl jedem Leser klar. Schließlich wird der ja noch gebraucht. Das folgende Geschehen kommt so wohl nicht nur für den Helden unerwartet. Auch als Leser wird man überrascht. Die sich anschließende Handlung, die etwa das 1. Drittel des Buches einnimmt, unterscheidet sich deutlich vom Geschehen des 1. Bandes. Leider weist dieser Teil auch gewisse Längen auf. Erst mit der Rückkehr Arjuns ins Wien unserer Welt findet das Geschehen zu den in der Rezension zu Band 1 gelobten Stärken zurück. Hier ist die Situationskomik, die durch die Ich-Perspektive des Protagonisten besonders deutlich zum Tragen kommt, wieder da. Und genau die macht diese Parallelwelten-Fantasy-Reihe so einzigartig.
Zusätzlich zu den bereits bekannten kommen neue Bewohner Aerileas hinzu, die unserem Protagonisten das Leben nicht unbedingt leichter machen. Wie soll ein Mensch, der sich selbst nicht ganz sicher sein kann, wie ‚normal‘ er ist, auch einschätzen können, ob ein Drache Freund oder Feind ist? Zumal auch alte Bekannte ihn anscheinend nicht mehr als vertrauenswürdig ansehen. Da kann man sich nur in einem Punkt sicher sein: Der Protagonist wird es nicht leicht haben, die Zwerchfelle des Lesers allerdings auch nicht.

Fazit:
Arjun muss weiterhin die Welt retten. Aber wie soll er es dabei schaffen, nicht für komplett durchgedreht gehalten zu werden?

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In Kalabrien

Peter S. Beagle
In Kalabrien

Übersetzung: Oliver Plaschka

St,rSt,rSt,bSt,bSt,b

Gestörte Einsamkeit

Klappentext:
Claudio lebt zurückgezogen in den Bergen Süditaliens, fernab von allem modernen Leben. Allein seine Katzen, Kühe und Ziegen leisten ihm Gesellschaft. Eines Tages geschieht etwas Unfassbares: Ein Einhorn taucht in dem Weinberg hinter seinem Haus auf.
So atemberaubend und wunderschön das Einhorn ist, das urplötzlich vor ihm steht, es stellt Claudios Leben auf den Kopf. Der Plan, die Existenz des geheimnisvollsten aller Tiere geheim zu halten, scheitert. Und richtig gefährlich wird es, als neben aufdringlichen Journalisten auch gewalttätige Vertreter der Mafia sein abgeschiedenes Gut heimsuchen. Wie soll er, der nur den Postboten und seine anarchische Schwester als Freunde hat, das Einhorn schützen?

Rezension:
Seit dem Weggehen seiner Frau bewirtschaftet Claudio seinen abgelegenen Hof alleine. Außer vom Postboten und dessen Schwester erhält er auch keinen Besuch. Das ändert sich jedoch abrupt, als auf seinem Grundstück ein Einhort auftaucht. Das spricht sich schnell herum, und schon wird der Hof von Presse, Fernsehen und diversen anderen Neugierigen belagert. Ein Mafiapate will den Hof sogar kaufen. Dieses Angebot abzulehnen, ist vielleicht nicht Claudios beste Idee.
Dieses Buch von Peter S. Beagle ist sehr schwer einzuordnen. Ein echtes Einhorn kommt darin vor? Dann kann es sich doch nur um Urban Fantasy handeln? Dem Argument lässt sich natürlich schwer widersprechen. Allerdings nimmt dieses mystische Tier erstaunlich wenig Raum in der Handlung ein. Ein Krimi um die Machenschaften der Mafia? Auch das trifft dieses Buch nicht ins Herz. Oder gar eine Liebesgeschichte, denn Claudio und die Schwester des Briefträgers kommen sich im Laufe der Handlung näher? Oder stellt das Buch doch einfach nur das Psychogramm eines Eigenbrötlers dar? Alles ist irgendwie richtig, und doch trifft nichts davon den Inhalt der Geschichte wirklich. Während der Anfang noch fast poetisch wirkt, verliert sich die Handlung dann schnell in Nebenhandlungen. Als nichts anderes als eine Ansammlung von Nebenhandlungen ohne wirkliche Haupthandlung empfinde ich das Buch dann am Ende auch leider. So bleibt zum Schluss eigentlich nur Enttäuschung übrig.
Der zu Beginn noch poetisch wirkende Stil des Autors, der aus Beobachter-Perspektive erzählt, verliert sich leider in einer Ansammlung von Belanglosigkeiten. Zumindest an meinem Geschmack geht dieses Buch meilenweit vorbei. Schade.

Fazit:
Von allem etwas, aber nichts richtig – das ist der Eindruck, den dieses Buch bei mir hinterlässt.

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Die ver(w)irrte JeanneDarc

Susanne Weinsanto
Die ver(w)irrte JeanneDarc

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Pferde im Blechkasten und Päpste

Klappentext:
Jeanne Darc wird vor dem Scheiterhaufen gerettet und findet sich in der modernen Zeit wieder mit den entsprechenden Folgen…

Rezension:
Jeanne d’Arc, die ‚Jungfrau von Orléans‘, steht schon auf dem Scheiterhaufen, der Rauch nimmt ihr schon den Atem, als ihr Schutzengel auftaucht und sie rettet. Er bringt sie ins Süddeutschland des 21. Jahrhunderts in Sicherheit. Doch vieles hier kommt Jeanne wie Hexenwerk vor. Da behauptet der Bauer, bei dem sie Unterschlupf findet, doch tatsächlich, in dem Ding aus Blech mit den 4 Rädern daran würden 40 Pferde stecken! Und in dem Kasten, der im Wohnzimmer steht, leben anscheinend klein gezauberte Menschen. Ist dieser Franz etwa ein dunkler Magier? Und die Kirche dieser Zeit scheint all das einfach zu akzeptieren …
Zeitreisen sind aufregend. Besonders wenn die Reise in die Zukunft geht, sind sie für die Reisenden meist auch verwirrend. Susanne Weinsanto benutzt diese Grundidee, um Jeanne d’Arc (für deren Namen sie eine eigenartige Schreibweise benutzt) vor dem Flammentod zu retten und sie in unserer Zeit Abenteuer erleben zu lassen. Eine durchaus interessante Idee, die auch reichlich Potenzial für lustige Zwischenfälle bietet.
Leider ist ihr die Umsetzung nicht ganz so überzeugend gelungen. Beim Lesen habe ich lange gezweifelt, ob die im Text enthaltenen Lektoratsanmerkungen ein Stilmittel darstellen, oder ob hier wirklich der aus dem Lektorat zurückgekommene Text ohne weitere Bearbeitung veröffentlicht wurde. Um so weiter ich kam, um so mehr festigte sich leider die Überzeugung, dass letzteres der Fall ist. Auch sonst enthält die Geschichte leider einige auffallende Logikfehler. Da wird beispielsweise ein Verfolger, den man aus dem Weg haben will, unter einem Vorwand zu einer Kreuzfahrt überredet. Die Buchung hat man zufällig unbenutzt daheim herumliegen. Und die Kreuzfahrt startet auch noch in wenigen Tagen. Mehr noch: Die Kreuzfahrt führt um die ganze Welt, ohne zwischendurch auch nur einen einzigen Hafen anzulegen. Und sie startet an einem Binnenhafen am Rhein! Das ist für den Leser schon harter Tobak. Im weiteren Verlauf der Handlung sind der Autorin anscheinend auch die Ideen für ihre Protagonistin ausgegangen, da sie streckenweise zu einer gänzlich anderen Handlung, bei der ihre eigentliche Protagonistin nur am Rande beteiligt ist, wechselt.
Die gute Idee wurde leider nicht überzeugend umgesetzt. Obwohl eine Reihe von Szenen (besonders im vorderen Teil des Buches) gut funktionieren und Urban-Fantasy-Freunden mit einer Vorliebe für humorvolle Geschichten sicher gefallen werden, kann die Story als Gesamtes leider nicht überzeugen. Mit einer gründlichen Überarbeitung, bei der der Fokus noch stärker auf den Kulturcrash verlagert wird, könnte sicher ein wirklich gutes Buch aus dieser Idee werden.

Fazit:
Aus dem 15. ins 21. Jahrhundert – diese Zeitreise-Fantasy könnte mit viel Humor punkten, wenn sie besser ausgearbeitet wäre.

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Tholderon – 1 – Weltenwanderer

Johanna Stöckl
Tholderon – 1 – Weltenwanderer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der 36. Stein

Klappentext:
Vier magische Zeichen für die vier Elemente, sind es, die die vier Welten Luml’hasa, Eyle, Iss und Chadria beherrschen. So gegensätzlich sind diese geworden, dass nur mehr die Weltenwanderer – Menschen mit der besonderen Begabung, über die Grenzen zu gehen – wissen, dass es sich in Wahrheit um die Teile einer einzigen Welt namens Tholderon handelt. Als Nanya, die Tochter eines Weltenwanderers, erfährt, dass eines der vier Zeichen in die Hände eines skrupellosen Banditen geraten ist, ahnt sie, dass das Gleichgewicht der Welten in Gefahr ist. Und sie weiß auch, dass der Legende nach in dieser Zeit größter Gefahr nur mehr der sagenumwobene König helfen – der Herr aller Wanderer. Wird sie ihn finden und aus seinem tausendjährigen Schlaf wecken können?
Dies ist der erste Band der Tholderon-Trilogie. Die Geschichte ist sowohl als E-Book als auch als Taschenbuchausgabe erhältlich.
Ein episches High-Fantasy-Abenteuer im Stil der 1980er-Jahre, ganz ohne Orks, Elfen und Zwerge, dafür mit glaubhaften Protagonisten, einer vielschichtigen Handlung und einer detailliert ausgearbeiteten Welt. Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.
Wie alle Geschichten von Johanna Stöckl: Fantasy abseits des Mainstreams mit Wiener Schmäh. Alles, außer gewöhnlich.

Rezension:
Zur Feier der Mitsommernacht soll ein Priesterschüler zum vollwertigen Mitglied seines Ordens werden. Doch es kommt anders. Bevor die Zeremonie ihren Höhepunkt erreicht, überfallen Banditen die Versammlung, ermorden alle Ordensangehörigen und erbeuten die Heiligen Steine. Allerdings sind es nur 35, denn den letzten, 36. Stein trägt der Schüler aus Anlass seiner Weihe. Er wird mitsamt des Steins in eine Parallelwelt transferiert, wo er Überraschendes erfährt: Es soll insgesamt 4 Welten geben, die durch Tore verbunden sind, welche normalerweise nur die Weltenwanderer durchqueren können. Das bringen auch die Räuber in Erfahrung, und so beginnt eine Jagd nach dem letzten der Heiligen Steine.
Bisher trat Johanna Stöckl durch Urban-Fantasy-Geschichten in Erscheinung, die meist in Wien ihren Ausgang nahmen. Mit ihrer neuesten Story begibt sie sich allerdings in den Bereich der High Fantasy und löst sich somit von der Einbeziehung ihrer Heimat. Die Welt ihres neuen Mehrteilers ist ein komplexes Gebilde aus 4 miteinander verbundenen Parallelwelten. Auch die sich aufbauende Handlung kann man als ziemlich komplex bezeichnen. Gewinnt der Leser zunächst den Eindruck, der (namenlose) Priesterschüler würde der Hauptprotagonist, muss er sich schon bald in dieser Annahme getäuscht ertappen. Stattdessen scheint die junge und unerfahrene Weltenwandererin Nanya, auf die der Schüler bald trifft, die Hauptrolle an der Seite zahlreicher anderer Protagonisten einzunehmen. Allerdings gibt es schon innerhalb dieses 1. Bandes so viele unerwartete Wendungen, dass sich auch dies in den weiteren Bänden schnell ändern kann.
Wie von ihren anderen Büchern gewohnt, bedient sich die Autorin auch diesmal eines angenehm lesbaren, schnell fesselnden Stils. Dabei schreibt sie aus Sicht eines auktorialen Erzählers, wobei die Handlung wechselnden Personen folgt.
Dem Leser fällt es schwer, sich festzulegen, mit welchem Protagonisten er mitfiebern soll. Band 1 dieser neuen Fantasy-Reihe weckt definitiv den ‚Appetit‘ auf mehr.

Fazit:
Johanna Stöckl beweist mit ihrer neuen Reihe, dass sie auch das High-Fantasy-Fach beherrscht.

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Die Chroniken der Anderwelten – 1 – Das blaue Portal

Peter Lancester
Die Chroniken der Anderwelten – 1 – Das blaue Portal

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Pferde im Keller

Klappentext:
Eine Burg in Hessen zu Beginn der 80er Jahre. Sitz einer verschrobenen Adelsfamilie, deren jüngster Sproß die fünfzehnjährige Eva ist. Mit dem Auftauchen merkwürdiger Wesen im Keller hält der Wahnsinn im Gemäuer Einzug. Eine scheinbar unendlich in die Tiefe reichende Treppe führt zurück ins Mittelalter – und noch weiter, tief in das Herz uralter Sagen, Mythen und Legenden.
„Das blaue Portal“ ist der Auftakt eines abgeschlossenen, fünfteiligen Epos um eine Parallelwelt, die mit der unseren eng verbunden ist.
Abenteuergeschichte, Fantasy und historischer Roman verschmelzen hier zu einem farbig-düsteren Universum, das Sie nicht mehr loslassen wird: Wenn Sie einmal in die Abgründe der Anderwelten eingetaucht sind, werden Sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

Rezension:
Als im Keller der Burg der Grafen von Grauenfels eine Treppe entdeckt wird, die offenbar in unendliche Tiefen führt, ist die Verwirrung zunächst groß. Burgherr Otto, dessen Tochter und sein Bruder sind sehr daran interessiert, das Geheimnis zu ergründen. Doch dieses führt weit in die Geschichte des Grafengeschlechts zurück – und in eine andere Welt, in der es sprechende Pferde gibt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Urban-Fantasy-Autoren siedelt Peter Lancester seine Geschichte mitten in Deutschland an. In Hessen lässt er unsere auf eine fremde Welt treffen, in der vieles ähnlich, aber doch ganz anders ist. Dass so ein Aufeinandertreffen meist nicht ganz komplikationslos verläuft, kennen wir ja aus anderen Weltenreise-Geschichten. Nachdem die Haupthandlung zunächst in einem zeitlich überblickbaren Rahmen verläuft, treten gegen Ende hin jedoch größere Zeitsprünge auf, die etwas ‚den Schwung‘ aus der Handlung nehmen. In einer Nebenhandlung wird die Geschichte eines der Ahnherren der heutigen Burgbewohner erzählt.
Am Ende dieses Bandes deutet sich für die weiteren Bände eine inhaltliche Änderung an. Zum einen scheint die Geschichte des Ahnherren fertig erzählt zu sein, zum anderen erweckt die Vorschau den Eindruck, dass sich zumindest Band 2 stärker auf die fremde Welt konzentrieren dürfte.
Der Autor erzählt seine Geschichte aus Beobachterperspektive. Der Stil bleibt dabei überwiegend sachlich, was aber der Klarheit der Darstellung entgegenkommt. Neben dem Geschehen im Hessen der 1980er Jahre und den Rückblicken ins 15. Jahrhundert wird stellenweise auch aus der anderen Welt, die den (menschlichen) Protagonisten zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt ist, berichtet.

Fazit:
Diese Weltenreise-Urban-Fantasy kann hauptsächlich durch ihr ungewöhnliches Handlungs-Mix mit Historien-, Krimi- und Humor-Elementen punkten.

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Der Kristallpalast

Oliver Plaschka, Matthias Mösch, Alexander Flory
Der Kristallpalast

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Das Geheimnis der Kristalle

Klappentext:
London, Frühjahr 1851: Als am Vorabend der ersten Weltausstellung ein Mitglied der königlichen Kommission auf rätselhafte Weise ermordet wird, ahnt Miss Niobe noch nicht, dass dieser Fall ihre Welt für immer verändern soll.
Im Besitz des Toten befand sich ein Artefakt, das ein Geheimnis birgt, das bis weit in die Vergangenheit des fernen Indiens reicht. Feindliche Agenten und eine mysteriöse Loge streben danach, es in ihren Besitz zu bringen und seine fantastischen Kräfte zu entfesseln.
In einem Wettlauf gegen die Zeit trifft Niobe auf zwei ebenbürtige Gegner: den niederländischen Spezialisten Frans, der im Dienste finsterer Mächte steht, und Captain Royle, der für eine ultrageheime Sektion der britischen Armee arbeitet. Jeder von ihnen verfügt über besondere Gaben und Waffen; bald aber müssen sie erkennen, dass sie aufeinander angewiesen sind, wenn sie in diesem tödlichen Spiel bestehen und die Wahrheit über das Artefakt und sich selbst herausfinden wollen.
Alle Spuren führen zum Kristallpalast, jenem prunkvollen Bauwerk aus Eisen und Glas, in dem in wenigen Tagen die Königin, ihr Hofstaat und Besucher aus aller Herren Länder zusammenkommen wollen …

Rezension:
Eine junge Inderin, ein niederländischer Agent und ein königlicher Offizier haben etwas gemeinsam. Anders als die meisten anderen Menschen kennen sie das Geheimnis eigenartiger Kristalle. Trotzdem gehen ihre Kenntnisse kaum darüber hinaus, dass diese existieren. Von deren wahrer Macht haben sie allenfalls eine diffuse Ahnung. Kurz vor der Eröffnung des Kristallpalastes in London führen sie die Wege der Kristalle jedoch hier zusammen. Aus anfänglichen Gegnern müssen Verbündete werden.
Verlag und federführender Autor Oliver Plaschka bezeichnen diesen abgeschlossenen Roman zwar als Steampunk, doch fehlen die für dieses Genre typischen Elemente fast gänzlich. Mit historischer Urban Fantasy kann man das Buch wohl treffender beschreiben. Als Leser wird man in die wechselweise aus der Sicht der 3 Protagonisten erzählte Geschichte direkt hineinkatapultiert, ohne zunächst die Zusammenhänge erfassen zu können. Den Protagonisten ergeht es allerdings auch nicht grundlegend anders, sodass der Leser zusammen mit diesen das Knäuel entwirren kann und muss. Rückblicke in die Vorgeschichte der Protagonisten sowie in die Aufzeichnungen einer lange vergangenen Expedition helfen, das Mosaik langsam zusammenzusetzen. Vollständig verstehen wird man alles allerdings erst nach dem Lesen einer am Ende des Buches enthaltenen Kurzgeschichte, die Jahrzehnte später spielt und den Platz eines Epilogs einnimmt.
Die Autoren benützen einen Stil, der dabei hilft, das Zeitkolorit des viktorianischen England einzufangen. Dass alle 3 Protagonisten ihre Abschnitte in der 1. Person erzählen, kann allerdings zumindest am Anfang etwas verwirren.
Dieses unterhaltsame viktorianische Abenteuer kann Fans dieses Zeitalters mit einer Ader fürs Phantastische überzeugen.

Fazit:
Ein im London des 19. Jahrhunderts angesiedeltes Urban-Fantasy-Abenteuer mit außergewöhnlichen Charakteren und einigen zu lösenden Rätseln.

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Die Wolf-Gäng – Das Buch zum Film

#DieWolfGäng #NetGalleyDE

Wolfgang Hohlbein, Marc Hillefeld
Die Wolf-Gäng – Das Buch zum Film

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Gefährliche Kristallmagie

Klappentext:
Die magischste Schule der Welt
Ein Vampir, der kein Blut sehen kann, eine Fee mit Flugangst und ein Werwolf mit Tierhaarallergie: Vlad, Faye und Wolf sind die Neuen an der Schule – und leider gleich am ersten Tag als Loser und Lachnummer abgestempelt. Und das ausgerechnet an der Penner-Akademie, der berühmtesten magischen Schule der Welt. Hier wimmelt es nur so von Feen, Hexen, Trollen, Zwergen und Vampiren. Die drei Anti-Helden schließen schnell Freundschaft – und kommen einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur Crailsfelden, sondern die ganze Welt in größte Gefahr bringt!

Rezension:
Sein Sohn darf die Penner-Akademie besuchen! Vlads Vater Barnabas ist so was von stolz! Natürlich ziehen beide sofort nach Crailsfelden, wo ausschließlich magische Wesen leben, damit aus Vlad auch ein richtiger Vampir werden kann. Doch schon bei der Einschulungszeremonie kommt es zu Zwischenfällen. Als magisch geweckt wird, was in den Kindern steckt, stellt sich heraus, dass der junge Vampir kein Blut sehen kann. Und ausgerechnet den einzigen beiden Mitschülern, die Vlad schon etwas kennenlernen konnte, ergeht es ähnlich. Wolf, ein junger Werwolf, stellt bei seiner Erstverwandlung fest, dass er unter einer Tierhaarallergie leidet – ausgerechnet gegen seine eigenen Wolfshaare. Faye, eine Fee, kann stolz ihren Erstflug antreten – bis sie aus Höhenangst abstürzt. Alle 3 sind sofort die Lachnummern der Schule. Als sie aus Scham abhauen wollen, stoßen sie allerdings auf eine Verschwörung. Ausgerechnet sie müssen die Welt retten.
Wolfgang Hohlbein ist in der Branche natürlich ein bekannter Name. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich von seiner Jugend-Urban-Fantasy-Reihe um „Die Wolf-Gäng“ bisher noch nichts gehört hatte. Die Originalbücher sind leider nicht mehr neu lieferbar. Da die Geschichte es allerdings demnächst ins Kino schafft, erschien kürzlich „Die Wolf-Gäng – Das Buch zum Film“. Inhaltlich scheint es bis auf die Charaktere allerdings wenig Ähnlichkeit zur Handlung der Buchreihe zu geben. Zumindest lernt Vlad seine beiden neuen Freunde in Band 1 der Reihe laut Klappentext bei einer gänzlich anderen Gelegenheit als hier kennen. Vermutlich ist die Handlung des Originals sehr viel umfangreicher, als es in einen Film passen würde. So wirkt auch dieses Buch zum Film in seiner Handlung sehr ‚direkt‘, indem es auf Nebenhandlungen weitgehend verzichtet. Allzu viel Zeit zum Kennenlernen der Protagonisten bleibt dabei nicht, sodass selbst die Freunde der titelgebenden Wolf-Gäng als Personen etwas blass bleiben.
Thematisch konzentriert sich die Handlung einerseits darauf, dass die 3 Freunde nach ihren Pannen beim Initiationsritual als Loser verspottet und von den anderen Schülern nicht akzeptiert werden, andererseits auf die finsteren Pläne des ‚Schurken vom Dienst‘, die nur sie verhindern können. Logischerweise (möchte man fast sagen) nimmt Vlad als Protagonist in diesen Plänen eine Schlüsselrolle ein. Die Handlung setzt dabei auf den Abenteuer-Charakter der Geschichte. Dieser kann durchaus überzeugen. Der ‚Gefahren-Level‘ bleibt dabei der jungen Zielgruppe angemessen. Auffällig ist, dass die abgeschlossene Welt des magischen Städtchens Crailsfelden nicht wie in vielen ähnlichen Geschichten ‚aus der Zeit gefallen‘ zu sein scheint. Auch die magischen Wesen dieser Welt sind auf der Höhe der Zeit. Beweisvideos der Blamage der Freunde werden zu deren Bedauern über die magischen sozialen Medien verbreitet.
Ein kleiner Logikfehler fällt auf: Wolf merkt bei seiner Verwandlung, dass er gegen Werwolfhaare allergisch ist. Wieso ist ihm das bei seinen Eltern nie aufgefallen, zumal sein Vater bei Aufregung zu unkontrollierter Verwandlung zu neigen scheint.
Ergänzt wird die Geschichte durch Szenenfotos aus dem Film. Auffällig ist dabei, dass die Hexe Circemeyer im Film eigentlich überhaupt nicht zur Beschreibung im Text passt. Aber das ist natürlich eher ein Problem des Films.
Neben Wolfgang Hohlbein tritt der Autor des Drehbuchs Marc Hillefeld als Co-Autor in Erscheinung. Das Buch bedient sich einer dem Zielpublikum angepassten, eher einfach gehaltenen Sprache, die trotzdem gefallen kann. Ein Cliffhanger am Ende deutet darauf hin, dass anscheinend weitere Filme geplant sind, zu denen dann wohl auch wieder Bücher zu erwarten sind.

Fazit:
Ein interessantes Abenteuer an einer magischen Schule, das keinerlei Parallelen zu denen eines gewissen Hogwarts-Schülers aufweist.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2019/11/12/eisenach-und-umgebung-ein-stadtfuehrer-aus-dem-jahr-1898/

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Oliveros Institut für Fantastik – 1 – Melisande, die Fee

Andrea Instone
Oliveros Institut für Fantastik – 1 – Melisande, die Fee

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Schönbrunner Probleme

Klappentext:
Eine Fantasyreihe, in der Magie Alltag ist und der Alltag magisch.
Die Agenten des Instituts für Fantastik schützen die Menschheit seit Jahrtausenden vor jenen Ereignissen, die die Andere Welt erschüttern; Kriege, Verfolgungen und Ungerechtigkeiten werden in ihrer Welt bestmöglich verhindert. Doch nun scheint die Zeit des Friedens an ihr Ende zu gelangen, ausgerechnet nun, da ein junger Herr die Leitung des Instituts übernimmt: Professor Dr. Archibald Anastasius Olivero – gerade einmal 23 Jahre alt – tritt am 1. April 1899 seine Stelle an und findet sich recht bald in ungewohnten und sogar gefährlichen Situationen wieder.
Zu seinem Glück muss der noch unerfahrene Mann nicht alleine gegen die Gefahr bestehen. Vorerst zwei ebenso junge Damen sind es, die ihm beistehen: eine Zeitenspringerin und die Fee namens Melisande. An ihnen nun liegt es, die fantastische Welt voller Magie zu bewahren. Vor allem Melisande nimmt sich dieser Aufgabe mit Witz und Charme an.

Rezension:
Professor Olivero lebt in einer Welt, die unserer ähnelt, ihr aber exakt um 15 Jahre und 82 Tage hinterherhinkt. In dieser Welt existiert reale Magie. Die magisch befähigten Mitarbeiter des Instituts für Fantastik in Bonn, dessen Leitung Olivero übernimmt, haben Möglichkeiten, die „Andere Welt“, nämlich unsere, zu beobachten. So bleiben ihnen jeweils 15 Jahre Zeit, drohende Gefahren von ihrer Welt abzuwenden. Kaum hat der junge Professor seine neuen Agentinnen ins Institut geholt, wird beobachtet, wie die „Andere Welt“ auf den 1. Weltkrieg zusteuert. Um die eigene Welt zu schützen, müssen bei den Habsburgern Veränderungen herbeigeführt werden. Doch zunächst müssen sich der neue Direktor und seine Mitarbeiterinnen unmittelbaren Gefahren stellen: Auf Olivero und die Halb-Fee Melisande werden Anschläge verübt.
Andrea Instone wählt in ihrem neuen Fantasy-Mehrteiler eine interessante Ausgangslage, die mir so noch nicht begegnet ist. Sie siedelt ihre Geschichte in einer Parallelwelt an, die unsere Welt magisch beobachtet und so deren gröbste Fehler vermeidet. Allerdings ist dieses Wissen auf eine überschaubare Anzahl an Personen beschränkt, die Mitarbeiter des Instituts für Fantastik, das weltweit Außenstellen unterhält. Im Zentrum der Handlung steht der erst 23-jährige Professor Dr. Olivero, der mit seinem Amtsantritt selbst erst in viele Geheimnisse eingeweiht wird. Seine engsten Mitarbeiter sind die ebenfalls noch jungen Agentinnen Melisande, eine Halb-Fee, und Odila O’Malley, eine Zeitenspringerin, sowie das unsterbliche Fräulein Fortunati. Worum es sich hingegen bei den „Ordnenden Mächten“, denen auch der Professor untersteht, handelt, bleibt in diesem Band noch unbeantwortet. Den Zeitgeist des Handlungsjahres 1899 fängt die Autorin dabei gekonnt ein.
Obwohl die Autorin die Handlung bis auf wenige Szenen Professor Olivero folgen lässt, wird aus Erzählersicht berichtet. Stilistisch passt sie die Erzählweise der Handlungszeit an, was durchaus authentisch wirkt.
Alles in allem kann dieses phantastisch-historische Abenteuer überzeugen. Auf die (bisher 2) Fortsetzungen darf man mit Sicherheit gespannt sein.

Fazit:
Auf in ein Europa, in dem Magie normal ist! Auf in ein spätes 19. Jahrhundert, das von größeren Katastrophen verschont blieb!

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Die Mystische Rolle

R.D.V. Heldt
Die Mystische Rolle

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Zickenkrieg mit Geisterunterstürzung

Klappentext:
Ein flippiges Buch mit coolen Sprüchen und einer zauberhaften Geschichte für Jugendliche, junge Erwachsene und Junggebliebene. Spontane Lacher sind ebenso garantiert wie besinnliches Abgleiten in die Mystik.

Rezension:
Als die 16-jährige Betty aus München mit ihrem Hund im Park spazieren geht, gräbt der eine alte Schriftrolle aus. Auf der steht ein Zauber. Sie kann nicht widerstehen, diesen auszuprobieren – und prompt steht ein Flaschengeist vor ihr. Nun gut, eigentlich ist er ja ein Rollengeist, denn er lebt ja in der Schriftrolle und nicht in einer Flasche. Er muss Betty jetzt dienen, und so nimmt sie ihn nach den Ferien auch mit ins Internat.
R.D.V. Heldt modernisiert in dieser Urban Fantasy, die sich wohl vorrangig an ein junges Publikum wendet, die alte Geschichte vom Flaschengeist und holt sie ins moderne Deutschland. Diese Idee könnte durchaus funktionieren. Allerdings wird sie von der Erzählweise weitgehend zerstört. Die ausgesprochen einfach wirkende Sprache (auch im Erzählertext), die sich fast ausschließlich kurzer Sätze bedient, soll wohl jugendlich wirken. Tut sie aber nicht. Beim Lesen könnte man eher den Eindruck gewinnen, der Text wäre von jemandem verfasst worden, der wenig Erfahrung darin hat, seine Gedanken in eine Geschichte zu fassen. Wenn man sich allerdings die Anzahl der Bücher betrachtet, die die Autorin (auch in anderen Genres) bereits veröffentlicht hat, scheidet diese Begründung wohl aus. Wahrscheinlich handelt es sich also wirklich um den missglückten Versuch, jugendlich zu klingen. Die im Klappentext versprochenen spontanen Lacher muss mein Zwerchfell nebenbei auch verpasst haben.
Sprachlich gründlich überarbeitet könnte diese aus Erzählersicht geschriebene Geschichte durchaus zu einem lesbaren Buch werden.

Fazit:
Die grundlegend brauchbare Idee, einen ‚Flaschengeist‘ in die moderne Welt zu holen, scheitert an der misslungenen sprachlichen Umsetzung.

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