Verliebt, Verhext, Verheiratet – 3 – Heiß begehrt – Holly & Kjartan

Natalie Salkin
Verliebt, Verhext, Verheiratet – 3 – Heiß begehrt – Holly & Kjartan

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine heiße Liebe

Klappentext:
Wenn ein magisch völlig unbegabter Mann zehn Töchter hat, die nur so vor Magie strotzen, dann ist das absolute Chaos vorprogrammiert.
Ronald Clevis, Versicherungsvertreter und alleinerziehender Vater von zehn Jung-Hexen, muss sich nicht nur um die Erziehung seiner Töchter kümmern, sondern gleichzeitig versuchen, heiratswillige Damen fernzuhalten. Zehn Mädels im Haus sind mehr als genug! Einzig Elvira, seine unverheiratete Schwägerin, kommt und geht, wie es ihr passt und wirbelt dabei den ganzen Haushalt durcheinander. Dabei hat sie natürlich auch ein Auge auf Ronald … Schließlich gibt er nach. Aber es gibt eine Bedingung: Wenn Elvira es schaffen sollte, seine Töchter unter die Haube zu bringen, dann nimmt er sie zur Frau. Für eine waschechte Hexe sollte das kein Problem sein. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht …
Im dritten Teil der Reihe, bekommt Holly einen feurigen Verehrer, der es vor allem auf ihre süßen Kuchen abgesehen hat. Wie wird man einen ewig hungrigen Drachen wieder los? Will sie ihn denn überhaupt loswerden? Und was ist mit ihren Schwestern Isabella und Eliza? Die scheinen auch, sehr an dem gutaussehenden Mann interessiert zu sein.

Rezension:
Als die 19-jährige Holly einen Mann kennenlernt, der ganz heiß auf ihre magisch aufgepeppten Kuchen ist, ahnt sie noch nicht, dass sie sich bald in diesen verlieben wird. Als Halbhexe mit menschlichem Vater ist sie sich sowieso noch im Unklaren, welcher der beiden Welten ihr Zukünftiger entstammen soll. Schon bald muss sie allerdings feststellen, dass Kjartan weder Mensch noch Hexer ist. Er ist ein Drache!
Wenn man über Natalie Salkins Buch stolpert, ist leider nicht sofort erkennbar, dass es sich um den 3. Band einer Reihe handelt. In dieser Reihe geht es um 10 (erwachsene) Junghexen, die seit dem Tod ihrer Hexenmutter bei ihrem menschlichen Vater leben. Anscheinend verfolgt diese Fantasy-Reihe das Prinzip, in jedem Band eine der Schwestern unter die Haube zu bringen. Der Klappentext erweckt dabei den Eindruck, dass dies auf eine humorvolle Weise geschehen könnte. Allerdings liegt natürlich auch der Verdacht nahe, das könnte in eine ausgesprochene Romantasy ausarten. Trotzdem habe ich den Versuch gewagt. Wie lautet nun das Ergebnis dieses Wagnisses?
Natürlich spielt die Romantik eine Rolle. Allerdings wirkt diese nicht ausufernd. Und Humor blitzt natürlich auch öfters auf. Ein wirkliches Problem stellt allerdings das, dass es sich eben um einen Band 3 handelt. Vieles zur familiären Situation und mehr noch zum Weltenbau erschließt sich einem ohne Kenntnis der vorhergehenden Bände nicht. Wieso steht die Tante auf der ‚Abschussliste‘ des Hexenrats? Was hat es mit dem Freund der Schwester, einem echten Höllen-Dämonen, auf sich? Wie sind Hexen- und Menschenwelt voneinander getrennt, und wieso können reinblütige Hexen nicht ständig in der Menschenwelt leben? Alle diese (und viele andere) Fragen führten dazu, dass es mir schwerfiel, einen wirklichen Zugang zu diesem Buch zu finden.
Aus diesem Grund fällt es natürlich auch schwer, dieses Buch objektiv zu beurteilen. Da das mangelnde Vorwissen aber eigentlich auf meinen Fehler zurückgeht, folge ich dem Prinzip „Im Zweifelsfall für den Angeklagten“ und erkenne ihm 4 Sterne zu.
Die Autorin erzählt ihre Story aus Beobachtersicht, wobei die Handlung wechselweise verschiedenen Mitwirkenden folgt.

Fazit:
Vorsicht! Dies ist der 3. Band einer Reihe und ohne Kenntnis der Bände 1 und 2 nur eingeschränkt verständlich.

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Die Legende von Wybran

Hendrik M. Bekker
Die Legende von Wybran

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Vater oder Sohn

Klappentext:
Ein Fantasy-Abenteuer voll Magie und phantastischer Action! König Beiran schickt sich an, die benachbarten Reiche zu erobern, doch dies ist für den Schmiedesohn Wybran Zirkena nicht von Bedeutung. Für ihn sind es nur ferne Kriege großer Könige. Wybran macht sich auf, sein Glück zu finden, doch was ihm auf seiner Reise begegnet, hätte er sich nie träumen lassen. Werwölfe, Riesen, Sklavenhändler und auch Nixen kreuzen seinen Weg, den möglicherweise jemand anderes für ihn bereitet hat. Wo wird ihn das Schicksal hinbringen? Wird er den Gefahren gewachsen sein, die ihm begegnen? Was will der geheimnisvolle Mann in seinen Träumen von ihm? Wozu entscheidet man sich, wenn einen die Welt vor die Wahl stellt? Mit Illustrationen von Mara Kreimeier.

Rezension:
Nach dem Tod seiner Mutter wächst Wybran bei seinem Stiefvater, einem Schmied, auf. Doch als er erwachsen wird, zieht es ihn in die Ferne. Unterwegs trifft er auf verschiedenste Wesen, von denen ihm nicht alle wohlgesonnen sind. Das Zusammentreffen mit einer jungen Frau scheint ihn auf die Sonnenseite des Lebens zu katapultieren. Aber das Glück ist ein wankelmütiger Geselle.
Jedem, der öfters mal in Online-Buchhandlungen stöbert, dürfte der Name Hendrik M. Bekker schon über den Weg gelaufen sein. Mit weit über 100 Büchern gehört der Autor eindeutig zu den Vielschreibern. Doch obwohl viele seiner Werke im Bereich Fantasy und SciFi angesiedelt sind, war „Die Ausgrabung New Yorks“ bisher das einzige seiner Bücher, das ich kannte. Wieso also nicht auch mal einem seiner Fantasy-Stoffe eine Chance geben?
In diesem Buch führt Hendrik M. Bekker seine Leser in eine typische – was durchaus nicht negativ gemeint ist – mittelalterlich anmutende Fantasy-Welt. Der Protagonist tritt seine Reise allerdings an, ohne zunächst ein konkretes Ziel zu haben. Von einer klassischen Quest kann man also nicht sprechen. Die Abenteuer, die Wybran unterwegs bestehen muss, können einen Fantasy-affinen Leser durchaus ansprechen. Dass ich das bin, kann ich mit gutem Gewissen behaupten. Allerdings konnte mich die Geschichte nicht wirklich gefangennehmen. Woran das konkret liegt, kann ich leider an keinem konkreten Kritikpunkt festmachen. Das für meinen Geschmack enttäuschende Ende (was allerdings eindeutig Geschmackssache ist) hat mir das Buch dann jedoch wirklich verleitet.
Dass der Autor – wie erwähnt – ein erfahrener Vielschreiber ist, merkt man seinem zwar relativ schlicht wirkenden Schreibstil an, an dem aber wenig auszusetzen ist. Die im Stil von Bleistiftzeichnungen gehaltenen Illustrationen Mara Kreimeiers werten das Buch eindeutig auf.

Fazit:
Diese an sich solide Fantasy-Story konnte mich nicht wirklich mitreisen.

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The A-Files

Sascha Eichelberg (Hrsg.)
The A-Files

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Frauen unter sich

Klappentext:
Amazonen. Sie sind stolz, sie sind stark, sie sind unerschrocken. Legenden ranken sich um ihren Mut und ihre Schlachten, ihre Siege und ihre Niederlagen. Aber woher kommen sie eigentlich? Wo wollen sie hin? Und wo machen sie Urlaub?
Lange mussten wir auf die Antworten warten, nun sind sie endlich da: Die Amazonen-Akten enthüllen in 32 Geschichten völlig ungeahnte Wahrheiten über die kriegerischsten Wesen der Mythenwelt. Hier werdet ihr alles finden: Roboter, Räuber und Raumschiffe. Abenteuer und Ungeheuer. Zauber und Zorn. Magie und Märchen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Der Gürtel Dder Hippolyta – Christina Hiemer

Elseterschatten – Tanja Hammer
Das Blut der Amazonen – Matthias Teut
Willkommen im Paradies – Peter R. Krüger
Die erste Nacht – Agga Kastell
Amazone wider Willen – Verena Jung
Hildegunde und der Stein der Lustlosigkeit – Yansa Brünnling
Scheiß Abend! – Klara Hell
Die erhobene Kriegerin – Pascal Wokan
Die Flucht der Amazone – Velisha Winter
Der Amazonenprinz – Adrian Schwarzenberger
Cool down and reboot – Marina Raisch
Die Demut zu teilen – Dennis Puplicks
Der Club der eisernen Ladys – Laurence Horn
Treibjagd – Dorothee Stern
Die Amorzone – Kira Borchers
Der Wolf – Nadine Y. Kunz
Der Feigling – Tobias Frey
Nachtjagd – Stefanie Kullick
Ständig muss Parthena die Welt retten – Dirk Ryll
Der Amazonenkönig – Nele Sickel
Silea und Partro – Stefan Lammers
Anaia Montgomery und der Sirnen-Stalker – Sophie Grossalber
Der Seher von Nyr – Mario Hammer
Glasaugenreise – Jörg Fuch Alameda
Süße Unschuld – Kathrin Fuhrmann
Das Ritual – Sarah Natusch
Gauklerblut – Janika Hoffmann
Die wahre Geschichte der SMS Amazone – Jessie Weber
Der Amazonen-Fall – Emely Werkmeister
Eine kleine Reise – Valerie Loe
Myrina und der Angriff der gelben Drachen – Lyakon
Amazonen? Waren das nicht diese Kriegerinnen, die nicht viel von Männern hielten? Und waren es nicht die alten Griechen, die dieses Frauenvolk ‚erforscht‘ haben? „Ja“ und „ja“ müssten die Antworten auf diese beiden Fragen lauten. Eigentlich. Denn zu diesem klassischen Amazonenbild passen nur wenige der 32 in dieser Anthologie versammelten Kurzgeschichten. Die Mehrheit der Stories entfernt sich deutlich vom antiken Cliché. Von typischer Urban Fantasy in aktueller oder auch historischer Zeit bis hin zu SciFi reicht die Bandbreite. Dabei sind einige der hier vorkommenden Amazonen nicht mal menschlich. In Ausnahmefällen begegnet der Leser hier sogar männlichen Amazonen. Und in gleich 2 der Geschichten leben Amazonen sogar mitten im kaiserlichen Deutschland.
Wie man es bei Anthologien gewohnt ist, können auch hier nicht alle der enthaltenen Kurzgeschichten gleichermaßen überzeugen. Manches ist dabei natürlich auch Geschmackssache. Wie üblich bei meinen Rezensionen zu Anthologien möchte ich deshalb auch hier ein paar der Geschichten herausgreifen, die mich besonders überzeugen konnten:
In „Glasaugenreise“ von Jörg Fuch Alameda bekommen es ein Jugendlicher und seine kleine Schwester mit Wesen zu tun, die wohl niemand spontan mit Amazonen assoziieren würde. Fern ab von Amazonen-Clichés kann diese Urban Fantasy mit leichtem SciFi-Einschlag überzeugen.
Ganz andere Probleme hat die Protagonistin in Dirk Rylls „Ständig muss Parthena die Welt retten“. Wie soll es eine alleinerziehende Amazone auch schaffen, ständig die Welt zu retten und doch immer pünktlich zurück zu sein, um das Kind aus dem Kindergarten abzuholen? Eine Superhel(inn)en-Geschichte mit Augenzwinkern.
Auch eine Amazone braucht mal Hilfe. Beispielsweise von einem Wahrsager. In „Der Seher von Nyr“ verfolgt Mario Hammer eine solche Konsultation.
„Der Club der eisernen Ladys“ muss dafür sorgen, dass Kaiser Wilhelm I mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals keinen Schaden anrichtet. Laurence Horn erläutert die Zusammenhänge.
Janika Hoffmann lässt in „Gauklerblut“ eigentlich ganz normale Frauen auf ein mythologisches Wesen Südamerikas treffen. Auch wenn der Zusammenhang mit Amazonen recht lose ist, weiß diese Urban-Fantasy-Story zu überzeugen.
Bei „Anaia Montgomery und der Sirnen-Stalker“ von Sophie Grossalber ist es hauptsächlich das Setting, das überzeugt. Die Geschichte selbst hätte in diesem Fall aber durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Fazit:
Eine Anthologie voller Amazonen. Auch wenn die Qualität der Beiträge durchmischt ist, können die Highlights überzeugen.

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Das Erbe der Macht – 22 – Königsblut

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 22 – Königsblut

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Chloe gegen Chloe

Klappentext:
Mit einem alten Ritual aus der Bibliothek von Jules Verne wollen die Freunde Chloe von dem Pakt des falschen Glücks befreien. Doch ist das überhaupt noch möglich?
Gleichzeitig macht Tomoe sich auf die Suche nach dem ersten Orakel von Camelot.

Rezension:
Um Chloe eventuell doch noch retten zu können, greifen ihre Freunde nach dem letzten Strohhalm. Aber kann dieser verrückte Plan überhaupt funktionieren? Währenddessen begeben sich Tomoe und Anne auf einen Selbstfindungstrip, an dessen Ende sich eine Waffe gegen Merlin verbergen könnte.
Nachdem die Situation in Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe in den letzten Bänden stark zur Unübersichtlichkeit geneigt hat, bietet der aktuelle Band (nur) 2 recht gut überschaubare Handlungsstränge. Durch die Erwähnung verschiedener bisheriger Vorgänge wird in dieser Hinsicht etwas aufgeräumt, und der Leser gewinnt wieder einen etwas besseren Überblick über die aktuelle Gesamtsituation. In dieser Hinsicht kann man Band 22 vielleicht als das große Reinmachen vor dem Staffelfinale auffassen. Trotzdem verzichtet der Autor nicht auf einen Cliffhanger. Dass ‚die Mächtigen der Zitadelle‘ in letzter Zeit immer häufiger erwähnt werden, könnte eventuell darauf hindeuten, dass diese das Hauptthema der kommenden Staffel darstellen könnten. Aber das ist natürlich reine Spekulation.
Zum Stil kann ich hier nur wiederholen, was ich in den bisherigen Bänden schon mehrfach erwähnte: Wer diese Reihe bis hier verfolgt hat, kennt diesen sowieso zur Genüge, wer die Reihe aber noch nicht kennt, sollte keinesfalls an dieser Stelle einsteigen, sondern zumindest diese 2. Staffel ab Band 13 komplett lesen.

Fazit:
Dass dieser Band eine Art Großreinemachen vor dem Staffelfinale zu sein scheint, heißt nicht, dass es keine neuen Entwicklungen gäbe.

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April Moon – 2 – Hexenflucht

Lady Grimoire
April Moon – 2 – Hexenflucht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die neue Droge

Klappentext:
In letzter Sekunde gelingt April und Matyas die Flucht vor der eiskalten Mörderin, die so viele Junghexen auf dem Gewissen hat. Doch Matyas’ Teleportationsfähigkeit schlägt fehl, sodass sich jeder von ihnen an einem anderen Ort wiederfindet. Während die beiden mit ihrer jeweiligen Situation klarkommen müssen, findet Aprils neue Freundin Helena heraus, welch finsteres Geheimnis sich tatsächlich hinter dem PAGAN-Gründer verbirgt und dass ihre Freunde in höchster Lebensgefahr schweben. Aber ob sie es alleine schaffen kann, PAGAN aufzuhalten?

Rezension:
Mit Mühe und Not gelingt es April und Matyas zu fliehen. Bei der überhasteten Not-Teleportation werden sie allerdings getrennt. Während April ins Wasser plumpst und von einem Fremden, dessen Sprache sie nicht versteht, bewusstlos gerettet wird, erwacht Matyas mitten unter Drogensüchtigen. Derweil ist bei PAGAN der Teufel los. Die beiden Flüchtigen müssen unbedingt gefunden werden! Helena, die das zufällig mitbekommt, will den Freunden helfen. Doch wie soll sie das ganz alleine anstellen?
Nach dem Cliffhanger am Ende des 1. Bandes („Hexenrune“) verwundert es natürlich nicht, dass wir die Protagonistin genau in dieser aussichtslos erscheinenden Situation wiedertreffen. So rasant, wie der Vorgänger zu Ende ging, lässt es das Autorenduo Lady Grimoire von der 1. Zeile an weitergehen. Dieser Band widmet sich vollständig der Flucht der beiden Jugendlichen und dem, was daraufhin im Hauptquartier der PAGAN-Organisation passiert. Erwartungsgemäß wird die Situation in diesem Band noch nicht aufgelöst. Vielmehr endet dieser in einem erneuten Cliffhanger.
Die beiden (männlichen) Autoren erzählen ihr Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer wechselweise aus Sicht verschiedener Beteiligter, dabei jedoch stets in der 1. Person des jeweiligen Charakters. Der Stil wirkt dabei authentisch, die Protagonisten und deren Denkweise glaubhaft. Da will man nur schnellstmöglich mit Band 3 fortfahren. Zum Glück liegt das eBook schon auf meiner Festplatte!
Hinweis: Momentan ist das eBook anscheinend nicht lieferbar. Dazu, wieso das so ist beziehungsweise wann sich das ändert, liegen mir leider keine Informationen vor.

Fazit:
Mit Band 2 entwickelt sich die interessante und gut geschriebene Reihe in Richtung Urban-Fantasy-Thriller.

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April Moon – 1 – Hexenrune

Lady Grimoire
April Moon – 1 – Hexenrune

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Diese Rezension ist so alt, da gab es diesen Blog noch gar nicht. Da ich jetzt aber (endlich) Band 2 gelesen habe, dessen Rezension in Kürze folgt, will ich die von Band 1 natürlich noch nachreichen.

In Sicherheit verteleportiert

Klappentext:
April ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Hexe! Schamlos nutzt ihre Mutter Aprils besondere Gabe aus, um sich gierig zu bereichern. Doch eines Tages ist der Punkt erreicht, an dem die Junghexe ihrer Mutter die Grenzen aufzeigt. April entscheidet sich, ihr eigenes Leben zu leben, auch wenn sie erst fünfzehn Jahre alt ist. Verzweifelt schließt sie sich einem okkulten Prager Verbund von Hexen und Hexern an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem Teenager-Hexen unter seine Fittiche zu nehmen und diese zu fördern. Doch als April ein altes Geheimnis aufdeckt, das die Grundfesten der Organisation erschüttert, wird sie vom Schützling zur Gejagten unter ihresgleichen …

Rezension:
April lebt mit ihrer Mutter in der tschechischen Hauptstadt. Schon seit ihrer Kindheit besitzt sie die Gabe, selbst schwere Verletzungen magisch heilen zu können. Ihre Mutter nutzt das jedoch aus, sie gegen Bezahlung tätig werden zu lassen und dabei von ihren Kunden beträchtliche Geldbeträge einzufordern – selbst wenn das die betroffenen Familien in den finanziellen Ruin treibt. Wenn April dagegen aufbegehrt, schreckt ihre Mutter auch vor Schlägen nicht zurück. Nach einem besonders heftigen Streit, bei dem ihre Mutter ihr sogar die Nase bricht, reicht es April endgültig; sie will die Polizei anrufen. Doch plötzlich steht ein Junge wie aus dem Nichts vor ihr und erklärt ihr, ein Hellseher hätte vorausgesagt, dieser Anruf würde für sie tödlich enden. Stattdessen überzeugt er sie, ihn zu einer Geheimgesellschaft zu folgen, in der viele magisch begabte Jugendlich wie er und sie leben.
Dieses Buch soll den Auftakt zu einer ganzen Reihe um die junge Hexe April Moon darstellen, woraus sich erklärt, dass dieses kurze Büchlein genau da aufhört, wo die Geschichte eigentlich erst richtig loszugehen verspricht. An dieser Stelle endet der Band in einem heftigen Cliffhanger. Dabei schafft es das (übrigens männliche) Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym „Lady Grimoire“ verbirgt, ausnahmslos glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, die – egal ob sympathisch oder unsympathisch – aus dem Leben gegriffen sein könnten. Die Sprache wirkt natürlich, der Text liest sich flüssig. Das Buch ist sehr sorgfältig lektoriert, was heutigentags selbst bei großen Verlagen leider keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt.
Worum es sich bei der titelgebenden Hexenrune handelt, stellt sich erst im letzten Kapitel heraus. Danach bleibt dem interessierten Leser nichts anderes übrig, als auf eine möglichst baldige Fortsetzung zu hoffen.

Fazit:
Freunde klassischer Urban Fantasy, die genug Geduld aufbringen, eine interessante Geschichte in relativ kleinen Häppchen serviert zu bekommen, sollten dieser neuen Reihe einen Blick gönnen.

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Bettys Reisemärchen – 1 – Komm mit über die Grenzen der Zeitenwelt

Betty van Birnhelm
Bettys Reisemärchen – 1 – Komm mit über die Grenzen der Zeitenwelt

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Wenn die Froschkönigin auf den Gestiefelten Adler trifft

Klappentext:
Im Frauenland ist man entsetzt. Die Gute Menschin von Anderswo wurde entführt. Was tun? Wo nach ihr suchen? Soll sie doch in Natorien sein, das weit, weit weg vom Frauenland liegt. Und dabei hatte man es sich so schön eingerichtet im eigenen Land. Und jetzt soll jemand eine Landesgrenze überqueren?
Betty van Birnhelm nimmt uns mit auf eine skurrile Reise in eine Fantasiewelt voller merkwürdiger Geschöpfe und skurriler Begebenheiten. Was macht man, wenn die Flugbegleiter der Fliegenden Teppiche streiken? Wie kommt man unbeschadet durch das Land der Schwerhaber? Und was hat es eigentlich mit dem Großen Nator auf sich, der die Gute Menschin von Anderswo entführt haben soll?
Auch wenn Betty van Birnhelm diese Fragen – und noch viele mehr – mit sehr viel Sinn für Humor beantwortet, weht doch eine ernste Botschaft aus der Zeitenwelt zu uns herüber.

Rezension:
Als die Froschkönigin, die Prinzessin mit dem Kürbis und das Wolfsfräulein erfahren, dass die Gute Menschin von Anderswo verschwunden ist, verlassen sie ihr geliebtes Gartencenter um nach ihr zu suchen. Angeblich soll die Vermisste sogar entführt worden sein. Für die Suche müssen die Freundinnen sogar das Frauenland verlassen und verschiedene andere Länder bereisen. Eines davon ist verrückter als das andere. Aber ob sie die Gute Menschin von Anderswo wirklich finden und aus den Händen ihres Entführers befreien können?
Bei Betty van Birnhelms Geschichte fällt es schon schwer, sie zu benennen. Fantasy? Kunstmärchen? Tendenziell geht sie wohl eher in letztere Richtung. Und wenn die Autorin – beziehungsweise die Kunstfigur, die ihr als Pseudonym dient – im Klappentext davon redet, dass es skurril wird, kann man dieser Aussage definitiv nicht widersprechen. Es wird sogar sehr skurril. Besonders der Anfang erweist sich als Ansammlung von Skurrilitäten, während eine Handlung im eigentlichen Sinn kaum zu entdecken ist. Das ändert sich erst mit dem weiteren Fortschreiten der Geschichte. Reichlich skurril bleibt es aber weiterhin. Immer wieder finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf Missstände des realen Lebens. Was man allerdings vermisst, sind Hintergründe zu den weitaus meisten der Charaktere. Wieso gibt es in der Frauenwelt beispielsweise eine Froschkönigin? Unter all den erwähnten Ländern wird deren Königreich nämlich mit keinem einzigen Wort erwähnt. Oder wer zwingt die Prinzessin mit dem Kürbis eigentlich, dieses unhandliche und ihr hinderliche Gemüse ständig mit sich herumzutragen?
Auch wenn der Stil der Autorin durchaus angenehm lesbar ist, ist ein Buch dieser Art eindeutig Geschmackssache. Um Gefallen daran zu finden, muss sich der Leser auf diese Ansammlung skurriler (wahrscheinlich das meistgenutzte Wort in dieser Rezension) Ideen einlassen. Ob es sich als Kinderbuch eignet, als welches es vermarktet wird, möchte ich allerdings sehr bezweifeln.

Fazit:
An diesem Buch dürften sich die Geister scheiden. Der Begriff „skurril“ charakterisiert es jedenfalls treffend.

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Die Totenbändiger – 3 – Vollmondnächte

Nadine Erdmann
Die Totenbändiger – 3 – Vollmondnächte

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Geist von innen

Klappentext:
Vollmond – für Spuk Squads die anstrengendste Zeit des Monats. Doch nicht nur die Geister sind aggressiver als sonst, in Hampstead treibt auch noch ein heimtückischer Wiedergänger sein Unwesen. Die Vollmondnächte sind aber nicht nur für Gabriel, Sky und Connor eine Herausforderung, auch für Cam halten sie einen besonderen Schock bereit …

Rezension:
Während Cam Ärger in der Schule hat, geht es auf den Vollmond und die Unheilige Nacht zu. Für seine erwachsenen Geschwister bedeutet das viel Arbeit. Überall treiben ganze Geisterhorden ihr Unwesen, und dann ist da auch noch der Wiedergänger, der seit Tagen für Unruhe sorgt.
Nachdem in Band 2 ihrer Fantasy-Reihe um „Die Totenbändiger“ Jaz und „Die Akademie“ in Fokus standen, geht Nadine Erdmann in diesem Band wieder stärker auf die verschiedenen Mitglieder der Familie Hunt ein. Auch das Geisterproblem, unter dem diese Variante Londons und Großbritanniens leidet, wird wieder intensiver thematisiert. Der Bogen der in dieser Reihe angesprochenen Themen wird immer umfassender. Neben dem Geisteraspekt werden Schulprobleme und solche politischer Natur angesprochen. Die Welt und ihre Handlungsgeflechte werden weiterhin noch komplexer.
Schon nach 3 Bänden fällt auf, dass es in dieser Reihe keinen Hauptprotagonisten in diesem Sinne gibt. Konnte man im letzten Band eindeutig Jaz in dieser Rolle erkennen, ist sie schon in diesem nur noch eine selten in Aktion tretenden Nebenfigur. Dafür könnte man diesmal Cam als den Hauptakteur des Bandes ansehen. Natürlich bleibt die Autorin weiterhin ihrem Stilmittel treu, mit dem Erzählfokus ständig wechselnden Charakteren zu folgen. Dabei erzählt sie immer aus der Perspektive eines Beobachters. Die Geschichte zieht den Leser schnell in ihren Bann, sodass man als Leser das Weiterverfolgen der Reihe nie in Zweifel zieht.

Fazit:
Diese Fantasy-Reihe gewinnt mit ihrem 3. Band weiter an Komplexität.

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Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

Anke Dietrich
Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ritterliche Träume

Klappentext:
England, Juni 1913
Als Anna und Karl Friedrich von Erlebach die Einladung der Rutherfords annehmen, ahnen sie nicht, dass ihnen in England erneut ein aufregendes Abenteuer bevorstehen wird. Greenhills Kirche birgt eine Krypta, deren Geheimnis kaum jemand kennt. Die Inschrift verändert sich wie durch Geisterhand, Schwerter wechseln die Lage. Als wäre das nicht genug, wird Karl von einem Fremden attackiert, der sich ihm und Anna als einer der dort bestatteten Ritter vorstellt.
Welches Geheimnis umgibt die Gruft, und was hat Karl damit zu tun? Wie viel Wahrheit steckt in den Mythen? Ist jener Fremde ein Verrückter, der Spaziergänger bedroht, oder tatsächlich einer der Toten?
Ein packendes Abenteuer beginnt, in dem nicht alles so zu sein scheint, wie es die Legende besagt.

Rezension:
Der Ägyptenaufenthalt scheint Karls Gesundheit gut bekommen zu sein. Da steht einem Sommerurlaub bei den Rutherfords in England nichts im Wege. Schon kurz nach ihrer Ankunft erfahren die von Erlebachs, dass in der Dorfkirche seit Jahrhunderten deutsche Ritter begraben liegen, die Brüder von Rabenfels. Das überrascht besonders Karl, denn das sind entfernte Verwandte von ihm, die ein Rätsel umgibt. Als er allerdings von einem Fremden im Rittergewand bedroht wird, der behauptet, einer dieser alten Ritter zu sein, wird die Sache mysteriös. Doch es wird noch viel rätselhafter …
Mit dem 2. Band entfernt sich Anke Dietrichs historisches Fantasy-Abenteuer vom Thema Archäologie, das in Band 1 („Gräfin Anna und die Rache der Verdammten“) zentraler Aufhängepunkt der Story war. Dafür steht diesmal die europäische Geschichte des Zeitalters des Rittertums im Fokus. Wieso ruhen deutsche Ritter, die der Familiensage nach einst spurlos verschwanden, in der englischen Provinz? Das ist die Frage, der das Protagonisten-Ehepaar diesmal auf den Grund gehen muss. Zumindest für Annas Mann könnte die Antwort überlebenswichtig werden. Allerdings steht auch die Gräfin selbst in diesem Band stärker im Fokus der Handlung und nimmt somit eine Position ein, die ihrer Rolle als Titelheldin besser gerecht wird, als es im Vorgänger-Band der Fall war. Die zentrale Figur ist allerdings eindeutig ihr Mann.
Nachdem das Thema Archäologie zumindest vorläufig ad acta gelegt wurde, könnte man natürlich spekulieren, in welche Richtung sich die Reihe im kommenden Band (und eventuellen weiteren) bewegen könnte. Hinweise darauf sind bisher nicht auszumachen. Feststehen dürfte allerdings, dass es sich wohl wieder um ein mysteriöses Rätsel aus der Vergangenheit handeln dürfte.
Stilistisch bleibt sich die Autorin treu, sodass alles in der Rezension zu Band 1 in dieser Hinsicht gesagte auch hier zutrifft. Auch diesmal wird die gut lesbare Geschichte wieder aus Beobachtersicht wiedergegeben.

Fazit:
Der Fantasy-Mystery-Mix der Reihe kann auch in 2. Versuch überzeugen.

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Von Magie und Unsterblichkeit – 1 – Die Wächter von Andalon

Mario Schenk
Von Magie und Unsterblichkeit – 1 – Die Wächter von Andalon

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Kristallsplitter

Klappentext:
Nur die Weltenwanderin Iris ahnt, dass eine fremde Rasse, die vor Jahrtausenden das magische Inselkönigreich Andalon vernichtete, für das rätselhafte Massensterben weltweit verantwortlich ist. Die Kreaturen sammeln im Verborgenen ihre Kräfte, um diesmal die gesamte Menschenwelt an sich zu reißen. Allein den neun wiedergeborenen Wächtern Andalons kann es gelingen, sie aufzuhalten. Doch kaum jemand weiß um die wahren Geschehnisse damals und wie es gelang, die Invasion zu beenden. Susan ist eine dieser neuen Wächter. Die Bestimmung in Einklang mit der Schule, Familie und ihren Freund zu bekommen, stellt gerade für sie eine besondere Herausforderung dar. Sie betrifft dieser schier aussichtslose Kampf nämlich weitaus mehr, als sie zunächst befürchtet. Der Auftakt des Urban & High Fantasy Epos um die fünf Fragmente des Elfenkristalls.

Rezension:
Für die 17-jährige Susan verläuft ihr Schülerdasein eigentlich ganz normal. Der Stress des Abschlussjahrgangs steht ihr noch bevor. Das ändert sich jedoch drastisch, als die mysteriöse Iris in ihr Leben tritt. Nicht nur, dass die ihr gesteht, kein Mensch zu sein und nicht von der Erde zu stammen, behauptet sie auch noch, Susan wäre eine wiedergeborene Wächterin des magischen Reiches Andalon. Von diesen soll es 9 geben, und es dauert auch wirklich nicht lange, bis die anderen wiedergeborenen Wächter bei Susan auftauchen. Gegen welche Bedrohung sie die Menschheit schützen sollen, wird schon bald erkennbar.
Dass Jugendliche überraschend erfahren, irgendwelche Besonderheiten zu besitzen, ist in der Urban Fantasy keine ungewöhnliche Ausgangssituation. Dass der jeweilige Protagonist erfährt, die Wiedergeburt eines anderen – und natürlich besonderen – Menschen zu sein, ist da schon deutlich außergewöhnlicher. Von genau dieser Ausgangslage geht Mario Schenk allerdings in seinem Jugend-Urban-Fantasy-Mehrteiler aus. Seine Protagonistin und ihre ‚Leidensgefährten‘ erfahren, dass sie die einzige Chance der Menschheit sind. Was im Genre wiederum nicht ganz so außergewöhnlich ist. Auch dass das Ganze in einem großen Kampf gipfelt, dürfte wohl niemanden verwundern. Idee und handlungmäßige Umsetzung können durchaus gefallen, wobei hier natürlich nicht auf Details eingegangen werden soll. Was dem Autor weniger geglückt ist, ist dagegen die Charakterzeichnung. Selbst die Protagonistin bleibt in ihrer Persönlichkeit recht blass. Viel erfährt der Leser nicht über Susans normales Leben, bevor sich dieses dramatisch ändert. Über die 8 anderen Wächter erfährt man leider noch viel weniger. In dieser Hinsicht besteht für die Fortsetzungen noch einiges Potenzial.
Sprachlich kann man der vom Autor aus Beobachtersicht erzählten Geschichte nichts anlasten. Der Stil entspricht dem im Genre üblichen. Nach den sich im Finale abzeichnenden Veränderungen darf man gespannt sein, wohin sich die Story in den kommenden Bänden entwickeln wird.

Fazit:
Die überzeugende Idee dieser Urban Fantasy um eine jugendliche Heldin leidet etwas unter einer eher schwachen Persönlichkeitszeichnung.

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