Moritex – 2 – Die Töchter der Zeit

Stefan Breuer
Moritex – 2 – Die Töchter der Zeit

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Das Götter-Portal

Klappentext:
Kaiser und Reich stehen auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Doch an den Grenzen brodelt es. Im Norden drängen barbarische Stämme gegen den Grenzwall; im Osten streben ehemalige Fürstentümer nach alter Unabhängigkeit. Jeder erfolgreiche kaiserliche Kommandeur kann der nächste Usurpator sein, der den Thron und die kaiserliche Göttlichkeit für sich selbst beansprucht. Und Nachrichten von unerklärlichen Erscheinungen erreichen die Hauptstadt.
Im zweiten Band der „Moritex-Reihe“ finden Händler, Schmied, Spieler und Jägerin zusammen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise zu einem vor-göttlichen Orakel, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Währenddessen spinnt der Hohepriester Zarostra im Osten seine Intrigen weiter und befeuert den alten Konflikt zwischen der Oasenstadt Tathmur und dem Imperium.
„Moritex“ ist ein Ancient-Fantasy-Roman in zwei Bänden. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist inspiriert von der Welt der Antike: Götter und ältere Mächte, Priester und Politiker, Händler und Soldaten, Politik und Intrige, Helden und normale Menschen. Parallel verlaufende Handlungen verbinden sich, Antworten auf Fragen führen zu neuen Rätseln, bis hin zum großen Finale.

Rezension:
Kaum sind Moritex und seine beiden Begleiter zurück in der Hauptstadt des tuskischen Reichs, bringt der Stadthalter sie mit dem Spieler und der mittlerweile ebenfalls hier eingetroffenen jungen Jägerin zusammen. Gemeinsam sollen sie die Hintergründe der verschiedenen mysteriösen Vorgänge ergründen. Unterdessen schmiedet der Hohepriester Zarostra in einer Stadt inmitten der Wüste seine Ränke. Wohin werden die Wege des Schicksal (oder der Magie?) sie alle führen?
Liefen die einzelnen Teilhandlungen im 1. Band („Das Erz der Götter“) von Stefan Breuers „Moritex“-Dilogie noch unabhängig nebeneinanderher, müden sie jetzt ineinander. Händler, Schmied, Spieler und Jägerin wachsen überraschend schnell zu einem Team zusammen. Das gegenseitige Näherkommen spart der Autor dabei allerdings weitestgehend aus und konzentriert sich stattdessen darauf, wie sich die verschiedenen Talente ergänzen. Wirkte der 1. Band hauptsächlich Moritex-zentriert, entwickelt sich jetzt die (noch) namenlose Jägerin zunehmend zur zentralen Figur. Dass die Welt des Romans stark an die römische Antike angelehnt ist, wird auch in diesem Band immer wieder deutlich. Die Handlung um die Schicksalsgefährten entwickelt sich durchgängig interessant, während die um den Hohepriester ein Nebenschauplatz bleibt. Leider bleiben am Ende mehrere der schon in Band 1 aufgeworfenen Fragen unbeantwortet. Das ist schade, denn anderenfalls wäre dieses Buch ein 5-Sterne-Kandidat gewesen.
Das in der 3. Person erzählte Abenteuer kann sowohl inhaltlich als auch stilistisch überzeugen. Allerdings wäre eine (bisher anscheinend nicht geplante) weitere Fortsetzung, in der die verbleibenden offenen Fragen geklärt werden, wünschenswert.

Fazit:
Diesem interessanten in der Antike angesiedelten Fantasy-Abenteuer fehlt zur Perfektion nur noch die Klärung der offen bleibenden Fragen.

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Dindra Drachenreiterin

Manfred Lafrentz
Dindra Drachenreiterin

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Die Drachenwahl

Klappentext:
Für Dindra geht ein Traum in Erfüllung, als sie eine Ausbildung zur Drachenreiterin beginnen darf. Doch bald stößt sie auf dunkle Geheimnisse, die nicht nur ihre Herkunft betreffen, sondern auch die Drachen bedrohen, die seit tausenden von Jahren durch ihre magischen Fähigkeiten als Wolkenrufer im Dienst der Menschen für Regen im trockenen Land Gorn sorgen. Nach und nach muss Dindra erkennen, dass sie die einzige ist, die eine Katastrophe verhindern könnte.
„Dindra Drachenreiterin“ ist ein All-Age-Fantasyroman, in dem beschrieben wird, wie eine jahrtausendealte Symbiose zwischen Drachen und Menschen durch Machtgier zu zerbrechen droht.

Rezension:
Dindra ist von Drachen fasziniert, seit sie denken kann. Leider verbietet ihr ihr Vater, auch nur vor die Tür zu gehen, wenn Drachen und ihre Reiter in der Nähe sind. Als sie eines Tages jedoch zufällig unterwegs ist, als ein Drachenreiter in der Nähe notlanden muss, sieht sie nach dem rechten. Zur Überraschung des Reiters akzeptiert sein Drache das Mädchen sofort in seiner Nähe. Als er Dindras Interesse erkennt, offenbart ihr der nur wenig ältere Junge, dass sie mit ihren 14 Jahren genau im richtigen Alter wäre, um eine Ausbildung zur Drachenreiterin zu beginnen. Dindras Vater ist davon wenig begeistert. Was sie bisher nicht wusste: Ihre bei ihrer Geburt gestorbene Mutter war eine Drachenreiterin. Die Liebe zu Drachen scheint ihr also im Blut zu liegen.
In Manfred Lafrentzʼ Fantasy-Abenteuer stellt sich schnell heraus, dass seine junge Protagonistin ohne ihr Wissen weit tiefer in die aktuellen Ereignisse verstrickt ist, als sie ahnt. Die Tätigkeit als Drachenreiter ist hier für Mädchen und Frauen die einzige Möglichkeit, ein unabhängiges Leben zu führen. Drachenreiter sind in dieser Welt keine Krieger, sondern Dienstleister, die mit ihren Drachen für den dringend benötigten Regen sorgen. Die üblichen Themen bei Protagonisten dieses Alters, wie neue Freunde zu finden und sich in ein neues Leben einzufinden, werden natürlich auch thematisiert. Dagegen überrascht es bei Akteuren dieses Alters schon fast, dass auf eine erwähnendswerte Lovestory verzichtet wird. Dass der Protagonistin und ihren Altersgenossinnen die entscheidende Rolle im Kampf gegen den Antagonisten zukommt, versteht sich fast von selbst.
Trotz einer sehr geradlinigen Erzählweise schafft es der Autor, seine Leser bei Dindras angenehm lesbarem Abenteuer mitzureißen. Das Buch bietet – man möchte fast schon sagen „entgegen des Genre-Standarts“ – eine abgeschlossene Geschichte, der keine eventuell geplante Fortsetzung anzumerken ist.

Fazit:
Bei diesem interessanten Fantasy-Abenteuer sind an den entscheidenden Aktionen fast ausschließlich weibliche Charaktere beteiligt.

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Volucer – 2 – Buch Rafael

Jenna Oellrich
Volucer – 2 – Buch Rafael

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Wiederauferstehung

Klappentext:
Nach den ersten turbulenten Monaten als Volucer, einem engelsähnlichen Wesen, scheint Helenas Leben wieder etwas ruhiger und harmonischer zu werden.
Ihr totgeglaubter Vater ist wieder aufgetaucht, ihre beste Freundin ist in Sicherheit und der Schmerz der vielen Verluste, die sie in ihrem ersten großen Kampf gegen die Nephilim erlitten hatte, ebbt ab. Ein kleine Wermutstropfen ist Helenas Position als Oberhaupt der Volucer, die sie vorübergehend übernommen hat, mit dessen Rolle sie sich jedoch nicht ganz anfreunden kann. Diese Rolle hält jedoch nur solange an, bis Tristans Kräfte wachsen und er eine kopflose Idee umsetzt, die Konsequenzen mit sich bringt, mit denen niemand gerechnet hat.

Rezension:
Die Schlacht gegen die Nephilim ist geschlagen, Helena zur Übergangs-Chefin der Volucer ernannt worden. Doch ist sie dem überhaupt gewachsen? Sie merkt selbst, dass ihr Überblick über die Situation noch arg begrenzt ist. Und obwohl Tristan nach Aufklärung der Wahrheit rehabilitiert ist, zieht er sich immer mehr zurück. Der Verlust seines besten Freundes Rafael belastet ihn noch sehr. Als er jedoch entdeckt, dass er die Vergangenheit verändern kann, entschließt er sich, Rafael von den Toten zurückzuholen. Doch das sorgt für einiges Durcheinander. Helena bleibt nichts anderes übrig, als ihre noch nicht vollständig beherrschten Kräfte zu nutzen, um die Sache in Ordnung zu bringen.
Wer erwartet hat, dass der Kampf gegen die Nephilim auch im 2. Band von Jenna Oellrichs Urban-Fantasy-Reihe im Mittelpunkt stehen würde, könnte sich wundern, dass diese nur selten und erst im Finale in stärkerem Maße in Erscheinung treten. Stattdessen dreht sich alles um einen eigentlich schon vor der Handlung des 1. Bandes gestorbenen Volucer, der durch eine Manipulation der Zeit wiedererweckt wird. Auch eine genauere Definition der Volucer, Nephilim und Constantia, die ich bereit bei meiner Rezension des 1. Bandes „Buch Helena“ vermisst habe, bleibt die Autorin weiterhin schuldig. Im Gegensatz zum Vorgänger bleibt das Liebesleben der Protagonistin diesmal erfreulicherweise weitgehend außen vor.
Auch weiterhin gelingt es der Autorin, ihre Geschichte in einem angenehm lesbaren Stil aus Sicht eines Beobachters zu präsentieren. Die zentrale Frage, ob der Wiedererweckte wirklich dauerhaft überlebensfähig ist, hält das Geschehen bis zum Ende spannend. Die Erwartungshaltung des Lesers wird durch neue Vorkommnisse immer wieder umgeworfen.
Eine Vorhersage, in welche Richtung sich die Geschichte im nächsten Band entwickeln könnte, ist praktisch unmöglich. Ob die handelnden Wesen dann (endlich) näher erklärt werden, bleibt abzuwarten.

Fazit:
Die Urban-Fantasy-Reihe um überirdische Wesen, die undercover in Deutschland (und anderswo) leben, bleibt weiterhin interessant.

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Tony Ballard – 143 – Das Böse wohnt in Harkerville

A. F. Morland
Tony Ballard – 143 – Das Böse wohnt in Harkerville

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Probleme mit dem Teufelssohn

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Das Verwalter-Ehepaar einer Tennishalle hört zu später Stunde ungewöhnliche Geräusche aus der Halle. Als Quelle stellt sich ein unheimlicher Besucher heraus. Währenddessen haben 2 Landstreicher im Städtchen Harkerville eine unheilvolle Begegnung. Tony Ballard sucht unterdessen für seinen nicht einsatzfähigen Kampfgefährten Mr Silver ein sicheres Versteck. Schnell stellt sich ein Zusammenhang mit den Vorgängen in der Tennishalle heraus. Mr Silver muss dringend in Sicherheit gebracht werden, doch ob das abseits gelegene Harkerville dazu wirklich der geeignete Platz ist?
Das ständige Auf und Ab des Qualitätsniveaus der „Tony Ballard“-Reihe habe ich in der Vergangenheit schon mehrmals kommentiert. Dieser Band, wie immer aus der Feder von Friedrich Tenkrat aka A. F. Morland, gehört eindeutig zu den besseren. Die einzelnen Handlungsfäden werden geschickt verwoben, wobei sich am Schluss herausstellt, dass Band 143 der Auftakt eines Mehrteilers ist, er also kein eigentliches Ende aufweist.
Etwas unlogisch wirkt allerdings, dass der Protagonist einer Person, die im vorherigen Verlauf – von ihm unbemerkt – besessen war, nach einem erneuten Zwischenfall sofort (und zurecht) vertraut, dies nicht wieder zu sein. Viel logischer wäre an dieser Stelle doch ein Verdacht, es könnte erneut der Fall sein.
Im Gegensatz zu manch anderem Band dieser Reihe ist „Das Böse wohnt in Harkerville“ durchaus geeignet, Genre-Fans eine gute Unterhaltung zu bieten.

Fazit:
Auf der Qualitäts-Achterbahn der „Tony Ballard“-Reihe befindet sich der Wagen bei diesem Band auf einem Berg.

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Der Fluch der Goldenen Stadt

Sascha Rimpl
Der Fluch der Goldenen Stadt

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Die Liste der Opfer

Klappentext:
Yrrkand – die wimmelnde Megalopole, gigantisch wie ein Kontinent, Schmelztiegel der exotischsten Rassen …
Der draufgängerische Jandarm Simon da Laxo wird von einer Fremden angeheuert, fünf in Lebensgefahr schwebende Personen ausfindig zu machen. Seine Auftraggeberin verschwindet kurz darauf unter mysteriösen Umständen, und bereits am nächsten Tag findet man die erste Leiche.
Schnell wird Simon klar, dass er es nicht nur mit einem brutalen Mörder zu tun hat, denn die rätselhaften Hekaten tauchen aus der Versenkung auf. Zudem bekundet der Geheimdienst des Despoten Yrrkands Interesse an den laufenden Ermittlungen.
Simon gerät zwischen die Fronten und hat alle Hände voll zu tun, seine eigene Haut zu retten, als sich Stück für Stück etwas Uraltes und Dunkles offenbart.

Rezension:
Yrrkand ist ein Moloch. Die Stadt ist gigantisch, aber auch dystopisch. Nur der Herrscher und wenige Ratsmitglieder haben etwas zu sagen. In den Armutsvierteln herrscht vollkommene Anarchie, in die sich auch die Jandarmen nur ungern einmischen. Selbst sie haben kaum Durchblick, was wirklich in diesem Chaos vor sich geht. Einer von ihnen ist Simon, dem sein regelmäßiges Glas Gin wichtiger als eine Festnahme ist. Die sind ohnehin selten, denn im Zweifelsfall schießt er lieber, bevor er fragt. Sein Leben ändert sich allerdings, als ihn eine Unbekannte in einer Bar anspricht. Sie drückt ihm eine Liste mit 5 Namen in die Hand. Alle sollen angeblich ermordet werden, und Simon soll sie auffinden und beschützen. Als kleine Motivation steckt ihm die Frau noch ein Säckchen mit Geld zu – einen Betrag, der Simon schwindeln lässt. Kurz darauf wird die Fremde in seiner Gegenwart erschossen.
Bei Sascha Rimpls Buch ist es nicht einfach, es einem Genre zuzuordnen. Steampunk-Elemente paaren sich mit solchen, die eindeutig der Fantasy zuzuordnen sind. Menschen sind in dieser Welt nämlich bei weitem nicht die einzigen humanoiden Wesen. Dass das ganze Setting dystopisch wirkt, wurde ja schon erwähnt. Dazu kommt noch der Krimi-Aspekt, denn der Protagonist ist schließlich ein Jandarm – und nein, das ist kein Tippfehler. Wie dieser sich im Laufe der Handlung bei immer mehr Interessengruppen unbeliebt macht und auf deren Abschussliste gerät, lässt stellenweise schon fast Thriller-Gefühle aufkommen. Das alles ist in einer extrem komplexen Welt angesiedelt. So braucht man schon fast die Hälfte des mit fast 450 Seiten nicht gerade dünnen Buches, bis man die Strukturen der Stadt halbwegs verstanden hat. Wer eigentlich was erreichen will, wird erst ganz am Ende klar.
Der Autor überlässt es seinem Protagonisten, die Geschehnisse in der 1. Person zu erzählen. Trotz der mit dieser Erzählperspektive erzeugten Verbundenheit des Lesers mit dem Erzähler fällt es schwer, sonderlich viel Sympathie für diesen zu entwickeln. Der Stil ist durchaus gut lesbar, wenn auch diverse Wortschöpfungen (wie der bereits erwähnte Beruf des Jandarms) zu Beginn einige Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Dieses Buch passt in keine Schublade und wehrt sich erfolgreich gegen den Trend, immer wieder ähnliche Grundideen und Clichés in der 1000. Variante neu zu erzählen.

Fazit:
Ein dystopischer Steampunk-Fantasy-Krimi, der sich der Einordnung in starre Genre-Strukturen erfolgreich widersetzt.

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Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

Talira Tal
Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

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Dämonen versus Hexen

Klappentext:
Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten. Im Kampf gegen den Dämon stehen ihr ein Werwolf, eine Medusa und viele andere Fabelwesen zur Seite.

Rezension:
1616 wird Freyja als Hexe zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Ausgerechnet an ihrem 18. Geburtstag soll das Urteil vollstreckt werden. Ihre zahmen Vögel retten sie jedoch magisch ins Jahr 2016. An der Stelle, an der sich eben noch der Scheiterhaufen befand, befindet sich jetzt allerdings eine Straße, und so findet sich Freyja vor einem heranbrausenden LKW wieder. Zum Glück ist ein junger Mann geistesgegenwärtig genug, sie zu retten. Doch wurde Frayja nicht grundlos in diese Zeit gebracht. Ihre vor Jahren verschwundene Mutter wird hier von einem Dämon gefangengehalten.
Talira Tals Reihenauftakt gehört zweifellos in die Kategorie Urban Fantasy, wobei auch ein Romantasy-Aspekt nicht zu leugnen ist. Auch wenn explizite Szenen fehlen und es nicht über einen Kuss hinausgeht, spielt das Beziehungsgeflecht der Charaktere doch eine zentrale Rolle. Das fängt schon damit an, dass Frayja eine Hexe ist und Michael, der Mann, der sie vor dem LKW rettet, sich als Werwolf herausstellt. Natürlich entwickeln sich Gefühle zwischen beiden. Um Frayjas Mutter zu finden, braucht Michael jedoch die Hilfe seiner Exfreundin, einer Medusa, die Frayjas Mutter finden will, um die Konkurrentin schnellstmöglich wieder in ihre eigene Zeit zurückschicken zu können. Um das zu erreichen, sucht sie die Hilfe ihrer besten Freundin, einer Vampirin. Allerdings ist diese selbst in die Medusa verliebt und will folglich verhindern, dass diese wieder mit Michael zusammenkommt. Die einfachste Lösung dürfte sein, Freyjas Mutter nicht zu finden, damit diese weiterhin bei Michael bleibt. Alles klar? Dann dürften alle Fragen bezüglich des Niveaus der Romantasy-Anteile beantwortet sein.
Zum Glück erweist sich die eigentliche Fantasy-Handlung als deutlich hochwertiger. Der Handlungsstrang um Frayjas von einem Dämonen entführte Mutter ist durchaus interessant. Hier können Urban-Fantasy-Freunde auf ihre Kosten kommen. Ganz ohne Schwächen ist allerdings auch dieser Teil nicht. Das Genre Urban Fantasy lebt ja davon, dass der Real-World-Part glaubhaft ist und die in unserer realen Welt lebenden Normalos eben nichts von den übersinnlichen Wesen, die unter ihnen leben, mitbekommen. Wie soll es aber unauffällig sein, wenn der Dämon im von ihm betriebenen Zirkus echte Zentauren auftreten lässt, auf denen die (Menschen-)Kinder sogar reiten dürfen?
Im Gegensatz zu den inhaltlichen Schwächen ist der Autorin sprachlich/stilistisch nichts vorzuwerfen. Das Buch ist gut lesbar, wobei der Blickwinkel zwischen verschiedenen Charakteren wechselt. Während die Protagonistin dabei aus der Ich-Perspektive berichtet, werden alle anderen Blickwinkel aus der 3. Person erzählt.

Fazit:
Die an sich interessante Idee dieses Reihenauftakts wird durch die sehr seichte Handlung des Romantasy-Anteils leider teilweise ruiniert.

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Sommerferien! – 3 – Andi, Julia und der Keltenschatz

Eva-Maria Meschnark
Sommerferien! – 3 – Andi, Julia und der Keltenschatz

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Römer jenseits des Tunnels

Klappentext:
In ihrem Ferienort finden im umliegenden Wald Ausgrabungen statt. Archäologen sind dem legendären Keltenschatz auf der Spur.
Andi und Julia sind neugierig und entdecken in einer geheimen Höhle ein Zeitloch. Das katapultiert sie schlagartig zurück in das Jahr 200 vor Christus.
Plötzlich sind sie mitten in der Keltenzeit – im Königreich Noricum!

Rezension:
Endlich Sommerferien! Noch besser fühlt sich Andi, da er weiß, dass das ältere Paar im Nachbarhaus heute die Enkelin erwartet, denn mit der, Julia, hat er schon interessante Ferienerlebnisse gehabt. Das Mädchen wird nach seiner Ankunft sofort hellhörig, als es erfährt, dass ganz in der Nähe Archäologen an einer keltischen Ausgrabungsstätte forschen. Natürlich wollen sich die beiden das mal ansehen. Heimlich schleichen sie auf das Gelände und entdecken einen Zeittunnel. An dessen anderem Ende befinden sie sich plötzlich in der Zeit der Kelten und Römer.
Eva-Maria Meschnarks Urban-Fantasy-Abenteuer ist in mancher Hinsicht anzumerken, dass es sich primär an recht junge Leser richtet. Sprache, Erzählstruktur und die ziemlich geradlinige Handlung lassen da keinen Zweifel aufkommen. Auch die Frage, wieso die Archäologen den Zeittunnel nicht bemerken, bleibt unbeantwortet. Zumindest die ersteren Punkte sollen allerdings keine Kritik darstellen, sind sie doch auf das Zielpublikum abgestimmt. Die Frage, wieso die Wissenschaftler offensichtlich blind sind, könnte sich aber durchaus auch den jungen Lesern stellen. Wie alt die beiden Protagonisten sind, wird zumindest in diesem Band nicht geklärt. Gefühlsmäßig würde ich sie etwa im Bereich des 3. bis 5. Schuljahres einordnen.
Wie bereits erwähnt, richtet sich der Stil der Autorin erkennbar an ein junges Publikum. Erwachsene Leser könnten eine gewisse sprachliche Raffinesse vermissen, doch ist das natürlich der Zielgruppe geschuldet und kann daher nicht kritisiert werden. Auch die Länge des Buches orientiert sich eindeutig am Durchhaltevermögen der angepeilten Altersgruppe. Deren Gefallen dürfte es jedoch sicher finden – und kann so für den jungen Leser gegebenenfalls als ‚Einstiegsdroge‘ in die Welt der Urban Fantasy diesen.

Fazit:
Ein interessantes, altersgerechtes Urban-Fantasy-Abenteuer für junge Leser.

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Die Steine der Götter – 4 – Göttermagie

Julian Kappler
Die Steine der Götter – 4 – Göttermagie

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Die unvollständige Klinge

Klappentext:
Im letzten Teil der spannungsgeladenen High-Fantasy-Reihe »Die Steine der Götter« erwartet Gero und seine Gefährten ein fulminantes Finale.
Der geheimnisvolle Rat der Grauen hat es geschafft, den entscheidenden Stein der Götter, den Stein der Ysdariah, in seine Gewalt zu bringen. Und die Grauen haben noch weitere Pläne. Wird der Säbel der zehn Götter trotzdem in der großen Esse in Borburg neu geschmiedet werden können?
Der Dunkle Herrscher schickt seine Armeen gegen das hastig errichtete Bollwerk zum Schutz des Kaiserreichs. Die große Schlacht, in der sich Gero, Esme, Derio und Valentin beweisen müssen, ist unvermeidlich. Können die Gefährten zusammen mit der Kaiserlichen Nordarmee gegen Orks, Oger und leibhaftige Drachen bestehen?

Rezension:
Den Götterstein im ewigen Eis konnten sie nicht in ihren Besitz bringen. Um so überraschter sind die Gefährten nach ihrer Rückkehr, als die Mächtigen beschließen, öffentlich zu verkünden, alle 10 Steine wären vereint. Statt wie geplant aus allen 10 lassen sie nur aus den vorhandenen 9 Göttersteinen eine Klinge schmieden. Damit soll sich die Armee des Kaiserreiches der des Dunklen Herrschers stellen. Und Esme soll die Klinge führen! Ihre Gefährten werden ihr natürlich folgen. Der Rat der Grauen weiß allerdings auch noch nicht so recht, was er mit dem von ihm erbeuteten Stein anfangen soll.
Wer Julian Kappler über die „Götterpfade“ durch „Götterfeuer“ und „Götterfrost“ gefolgt ist, bekommt es im Abschluss seiner Tetralogie mit „Göttermagie“ zu tun. Leider muss ich allerdings feststellen, dass dieser 4. Band der schwächste der Reihe ist. Die Kriegshandlung nimmt einen sehr großen Teil des Buches ein, über längere Abschnitte sind die Protagonisten gar nicht am jeweiligen Handlungsort anwesend. Bisher nur am Rande erwähnte Nebenfiguren tragen die Handlung über längere Zeiträume. Auch die Rolle der Gefährten im Kampf bleibt schleierhaft. Einerseits werden sie als Volkshelden aufgebaut und dürfen den Beratungen im Königszelt beiwohnen, andererseits werden sie während der Kampfhandlungen von niederen Offizieren herumkommandiert. Da passt die Logik nicht so recht. Der Abenteuercharakter, der die bisherigen Bände prägte, bleibt weitgehend auf der Strecke. Das Handeln des Rates der Grauen wirkt dafür, dass er soviel Energie auf die Verhinderung der Wiederzusammenführung der Göttersteine investiert hat, ebenfalls planlos.
Am Stil des Autors gibt es auch hier wieder wenig zu bemängeln. Dieser Band ist durchaus lesbar und wäre für sich genommen kein schlechtes Buch. Nach dem Aufbau dieses (High-)Fantasy-Eposes über die Bände 1 bis 3 hinweg hatte ich allerdings deutlich höhere Erwartungen an das Finale. … das mich deshalb etwas enttäuscht zurücklässt.

Fazit:
Das Finale dieser High-Fantasy-Tetralogie kann die über 3 Bände aufgebauten Erwartungen leider nicht erfüllen.

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Keltâ – 2 – Diligentir

Yvonne Taddeo
Keltâ – 2 – Diligentir

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E.L.F.en und Latène

Klappentext:
Der zweite Band der Romanreihe Keltâ von Yvonne Taddeo bedeutet übersetzt „dass sie verbunden sind“. Lioba lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante im oberhessischen Ortenberg. Eigentlich wollte sie die Sommerferien nutzen, um die Spuren des sagenhaften Ganges vom Glauberg zum Kloster Konradsdorf zu finden, doch dann taucht ihre alte Freundin Aleke wieder auf.
Mit Alekes Hilfe bietet sich Lioba die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen. Auf der Suche nach den Hintergründen für ihre seltsamen Vorahnungen und Begabungen lernt sie Stück für Stück mehr über die Geschichte ihrer keltischen Vorfahren und wird dabei immer tiefer in eine uralte Fehde hineingezogen. In dieser turbulenten Zeit offenbart ihr Daniel ein Geheimnis, an dem ihre Liebe zu zerbrechen droht.
Die Autorin Yvonne Taddeo lebt, wie ihre Protagonistin Lioba, in Ortenberg. Sie verbindet das Alltagsleben in einer Kleinstadt der Gegenwart mit der Mystik des Glaubergs und seiner keltischen Vergangenheit.

Rezension:
Loiba ist eine E.L.F. und lebt im hessischen Ortenberg. Ihre Freunde ‚veredeln‘ die Abkürzung, die eigentlich für Erudite Living Form steht, meist zum Begriff Elfe. Das alles wäre kein Problem, wäre ihr Freund Daniel kein Latène, denn E.L.F.en und Latène sind seit Urzeiten verfeindet. Ihre Tante Ida, bei der Lioba seit dem Tod ihrer Eltern lebt, akzeptiert ihren Freund, doch dann taucht überraschend Liobas Freundin Aleke auf, die dem Rat der E.L.F.en angehört. Der ist Daniel jedoch ein Dorn im Auge. Dann scheint auch noch der Anführer der Latène Pläne mit Lioba zu haben.
Beim Lesen der Inhaltsangabe könnte man Yvonne Taddeos Urban Fantasy für eine Romeo-und-Juliet-Adaption halten. Ganz so ist es allerdings nicht. Auch wenn die Liebe zwischen den unterschiedlichen Teenagern viel Raum einnimmt, wird die Fantasy-Handlung davon nicht ‚erdrückt‘. Die Verknüpfung der Urban-Fantasy-Handlung mit der realen keltischen Geschichte des Handlungsortes stellt einen interessanten Ansatz dar.
Mein persönliches Problem mit diesem Buch besteht allerdings darin, dass ich Band 1 („Lubiias“) nicht kenne. Auch wenn ich mir beim Lesen manches erschließen konnte, fehlt mir beispielsweise eine genaue Erklärung, was exakt E.L.F.en oder Latène eigentlich sind oder woher die gegenseitige Abscheu stammt. Wie alt Loiba und Daniel konkret sind, erschließt sich in diesem Band auch nicht. Doch dafür kann man Buch und Autorin natürlich nicht verantwortlich machen.
Die Autorin überlässt es ihrer Protagonistin, das Geschehen selbst zu erzählen. Das Ende dieses Bandes verlangt regelrecht nach der Fortsetzung, doch werde ich persönlich mich wohl vorher der Vorgeschichte widmen müssen.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy weist interessante Verknüpfungen mit der realen Lokalgeschichte des Handlungsortes auf.

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Das Erbe der Macht – 19 – Blutzeit

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 19 – Blutzeit

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Das Erbe Camelots

Klappentext:
Die alte Ordnung liegt in Trümmern.
Während die Jagd nach den Überlebenden des Massakers beginnt, tauchen Jen, Alex und Kevin ein in eine längst vergangene Zeit. Bran, die alte Dame und der Verräter berichten von den tragischen Ereignissen aus den Dämmerungen des Anbeginns.

Rezension:
Nachdem Merlin vor ewigen Zeiten Arthur/Artus auf den Thron verholfen hatte, zeigten sich schnell Spannungen zwischen beiden. Die Folgen sind bis heute zu spüren. Selbst das Zweckbündnis zwischen Licht- und Schattenkämpfern kann der Bedrohung kaum wirksame Gegenwehr entgegensetzen. Zudem müssen Alex und Jen mit ihren Erkenntnissen aus Camelot klarkommen.
Nach dem ‚großen Knall‘ in Band 18 („Blutnacht“) widmet dieser der fernen Vergangenheit viel Raum. Einen erheblichen Anteil nehmen Rückblenden in die Zeit Camelots ein, die die Entstehung der Spannungen aufzeigen. Speziell die aktuellen Inkarnationen Guineveres und Lancelots müssen da einiges verarbeiten. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Stattdessen gibt es schon wieder neue Opfer. Ob alle von Bran angerichteten Schäden permanent sind oder manches noch rückgängig zu machen ist, bleibt abzuwarten.
Man kann es nicht leugnen; Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bleibt nach wie vor spannend und hochinteressant. Trotzdem kann ich diesem Band erstmals seit Band 10 („Ascheatem“) trotz aller Begeisterung keine 5 Sterne zuerkennen. Vieles ist momentan einfach zu verwirrend. Mehrmals musste ich zurückblättern, weil ich den Überblick verloren hatte. Es passiert einfach zu vieles parallel. Die Rückblicke tun ein übriges, wobei der Leser hier noch zwischen ‚echten‘ Rückblicken und Erinnerungen der Charaktere an alte Inkarnationen unterscheiden muss. Da muss man hoffen, das das Geschehen bald wieder in erzähltechnisch etwas ruhigere Gewässer zurückkehrt.

Fazit:
Die Zustände unter der magischen Weltbevölkerung werden zunehmend chaotischer. Da fällt es dem Leser schwer, den Überblick zu behalten.

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