Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

Jörg Benne
Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die verschwundenen Paladine

Klappentext:
Bislang dachte Tristan, sein Vater arbeite auf einer Bohrinsel und sei deshalb so selten zuhause. Doch nach einem schweren Unfall seiner Schwester erfährt der Junge, dass sein Vater statt dessen als ein mächtiger Paladin zusammen mit anderen in der durch ein geheimes Tor erreichbaren Welt Nuareth für Recht und Ordnung sorgt. Mit seinen besonderen Kräften ist er die letzte Rettung für seine im Koma liegende Tochter, die die Ärzte aufgegeben haben. Doch seit einigen Tagen sind alle Paladine in Nuareth verschollen, niemand weiß, wohin. Als Sohn eines Paladins soll Tristan nun in die fremde Welt aufbrechen und das Schicksal der Paladine klären, seinen Vater finden und rechtzeitig mit ihm zurückkehren, um seine Schwester zu retten. Eine fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren wartet auf ihn.

Rezension:
Nachdem Tristan bei einem Unfall leicht, seine Schwester jedoch lebensgefährlich verletzt wird, gesteht ihm seine Mutter, dass sein Vater nicht, wie er und seine Schwester dachten, auf einer Bohrinsel arbeitet, sondern ein magisch begabter Paladin ist, der den Großteil seiner Zeit in einer anderen Welt verbringt. Da genau diese magischen Fähigkeiten Tristans Schwester retten könnten, versucht dieser, seinen Vater zu kontaktieren. Dabei erfährt er, dass ausnahmslos alle ausgebildeten Paladine vor wenigen Tagen aufgebrochen sind, um sich in Nuareth, der anderen Welt, um gefährliche Vorgänge zu kümmern. Auch Tristan ist durch sein genetisches Erbe – auch wenn er noch nicht ausgebildet wurde – ein Paladin und kann somit im Gegensatz zu ‚normalen Menschen‘ das Tor zwischen den Welten durchschreiten. Er bricht auf, um seinen Vater zu finden. Schnell bringt er in Erfahrung, dass alle Paladine anscheinend spurlos verschwunden sind.
Dem Kniff, dass der Protagonist selbst ein ‚Ahnungsloser‘ ist und der Leser so mit ihm gemeinsam die Geheimnisse einer verborgenen Welt ergründen kann, bedienen sich zahlreiche Urban-Fantasy-Romane. Wie schon so oft funktioniert er auch hier wieder. Die fremde Welt, in die Jörg Benne seine Leser in diesem Reihenauftakt führt, bietet jedoch eine ganze Reihe an Alleinstellungsmerkmalen. Eines davon ist beispielsweise die Existenz der Paladjur. Was diese sind und welche Rolle sie spielen, soll hier allerdings nicht verraten werden. Tristan erwartet in dieser Hinsicht jedenfalls eine große Überraschung.
Mit seinem durchdachten Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Stil gelingt es dem Autor, seine Leser in den Bann des Abenteuers zu ziehen, das – wie sollte es beim Auftaktband einer Reihe anders sein? – am Ende des Buches natürlich noch nicht beendet ist. Die Fortsetzungen werden zeigen müssen, ob es gelingt, Tristans Schwester zu retten und in Nuareth wieder für Frieden zu sorgen.

Fazit:
Dieser Start in ein neues Urban-Fantasy-Abenteuer macht Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.

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FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

Annika Bützler, Jeanette Lagall, Daniel Möller, Agnes M. Holdborg, Kathrin Schröder, R.P. Hochkogler, Sabine Hentschel, Robin Lang, Curly Glander
FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

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Von allem etwas

Klappentext:
Jetzt wird es zauberhaft. Gar magisch und ebenso tierisch vergnügt. Folgt der FanZauber Familie an einen zauberhaften Ort unterhalb des Meeresspiegels und erlebt einen humorvollen vierten Frühling. Entdeckt, dass Liebe keine Grenzen kennt und Freundschaft überall zu finden ist. Stellt fest, dass man sich jederzeit verlieben kann, auf so unterschiedlichen Ebenen, und dass scheinbar wehrlose Kinder bösen Mächten trotzen können. Geht mit Zauberwesen, Elfen oder Zwerg Nase auf Reisen und macht euch auf die Suche nach legendären Schätzen. Erlebt, wie auch Machos sich unsterblich verlieben können, und dass das Leben ohnehin die schönsten Liebesgeschichten schreibt. Hier treffen Genres, wie Märchen, Romantik und Fantasy, aufeinander und ergeben einen wunderbaren Geschichten-Zauber.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Ein zauberhafter Ort – Annika Bützler
Aller guten Dinge sind fünf! – Agnes M. Holdborg
E.V.A – Liebe auf hohem Level – Daniel Möller
Der Zauber des Lebens – Sabine Hentschel
Alle seine Farben – Robin Lang
Der Alte Zauberer und seine Kinder – Kathrin Schröder
Reisefieber – Agnes M. Holdborg
Der Schatz des Holm – R. P. Hochkogler
Ein Wettkampf für die Liebe – Sabine Hentschel
Neulich bei Hollie´s – Curly Glander
Der Zauberer Wettkampf – Kathrin Schröder
Das Herz der Stadt – Jeanette Lagall
Zwerg Nase – Kathrin Schröder
In dieser Anthologie stellen sich Autoren ihren (potenziellen) Lesern vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Kurzgeschichtensammlungen ist diese jedoch nicht auf ein bestimmtes beziehungsweise mehrere ähnliche Genres begrenzt, sondern sehr weit gefächert. So reicht das Themenspektrum von Märchenadaptionen über Fantasy und Beiträgen, die man wohl am ehesten unter Gegenwartsliteratur einordnen könnte, bis hin zu Liebesgeschichten. Daher wird es wohl kaum einen Leser geben, der sich für alle enthaltenen Geschichten gleichermaßen interessiert. Aus diesem Grund fällt es mir auch sehr schwer, ein gerechtes Urteil über dieses Buch zu fällen. Dass speziell die Liebes- und Gegenwartsgeschichten nicht meinen Geschmack treffen, sagt natürlich wenig über deren Qualität aus, zumal der Stil einiger dieser durchaus überzeugen kann.
Regelmäßige Leser meiner Rezensionen wird es dagegen kaum wundern, dass mein Interesse besonders den Fantasy-Geschichten galt, von denen mich besonders „Ein Wettkampf für die Liebe“ sowie „Der Schatz des Holm“ überzeugen konnten. Während bei letzterer mit Bewusstseinsebenen gespielt wird und sich erst im Lauf der Handlung herausstellen muss, welche davon real ist, begibt sich erstere ins Reich der Drachen. Romantik steht dabei weit weniger im Vordergrund als der Titel vermuten (oder auch befürchten) lässt.
Alle, die mal einen Blick über den Tellerrand ihres Lieblingsgenres werfen möchten, könnten in dieser Anthologie eine Anregung finden.

Fazit:
Freunde des Quer-Beet-Lesens können hier relativ unbekannte Autoren unterschiedlichster Genres kennenlernen.

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2wei Welten

Irene Rosa Zimmermann
2wei Welten

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Im Visier des MI6

Klappentext:
Seit einigen Wochen wird die 17jährige Schülerin, Nancy Browning, in ihren Nächten von eigenartigen Albträumen heimgesucht. Plötzlich erscheint ihr, mitten im Biologieunterricht, der seltsam aussehende Junge Jamal. Er ist aus der Zukunft zu ihr gekommen. In dieser düsteren Zukunft herrscht der Tyrann Helios, und Götter und Dämonen sind dort sehr lebendig. Versehentlich gerät Nancy in den Wirbel der Zeitmaschine, ein mysteriöses Amulett, und wird mit Jamal in die Zukunft katapultiert. Das ist für sie der Beginn eines gefährlichen Abenteuers, wo Gefahren und der Tod ihre ständigen Begleiter sind. Zur selben Zeit herrscht in der Gegenwart, in der MI6-Zentrale in London Ausnahmezustand. Bereits seit einigen Wochen ist dort mehrfach ein seltsames Phänomen auf den Bildschirmen beobachtet worden. Die Spionagesatelliten registrieren eine sehr starke Konzentration von Energie. Unter der Leitung von Chief Kommander Fisher wird eine Spezialeinheit gebildet.

Rezension:
Nancy und ihr Kumpel Rob beschäftigen sich eigentlich lieber mit Computerhackereien als mit der Schule. Als eines Tages mysteriöse Männer mit Messgeräten vor dem Schulgebäude auftauchen, befürchten sie deshalb, dass diese etwas von ihnen wollen könnten. Doch dann taucht während des Unterrichts plötzlich ein Junge aus dem nichts im Klassenzimmer auf, den anscheinend nur Nancy sehen kann. Wie sich herausstellt, kommt der aus einer dystopischen Zukunft, wo er und sein Mentor verfolgt werden. Die mysteriösen Männer sind Angehörige des MI6, der schon seit Wochen sowohl in Nancys Schule als auch in ihrem Zuhause seltsame elektromagnetische Messwerte registrieren, die niemand einordnen kann. Dass diese das Werk des Zeitreisenden sind, der Nancy unbemerkt auch mehrfach zuhause besuchte, können sie natürlich nicht ahnen. Unbeabsichtigt nimmt Jamal, wie der Besucher heißt, Nancy mit in die Zukunft, wo sich der Konflikt zwischen dem Diktator und den Rebellen zuspitzt.
Jugendbuch, Zeitreise-SciFi, Dystopie, Geheimdienst-Thriller – dieses Buch hat von all dem etwas. Auch wenn die Handlung mit Nancy in der Gegenwart beginnt, bildet die dystopische Zukunftswelt zweifellos das spannendere Setting. Einiges ist in dieser Welt recht mysteriös. Im Laufe der Handlung wird allerdings klar, dass der Leiter der geheimdienstlichen Ermittlungen mehr in die Angelegenheit verstrickt ist, als ihm selbst zunächst klar ist.
Obwohl Irene Rosa Zimmermann die Geschichte in recht einfacher Sprache erzählt, kann ihr Stil den Leser durchaus fesseln. Lediglich das Ende, welches mitten in der Handlung kommt und eine Fortsetzung unausweichlich macht, überrascht etwas, bekommt der Leser zuvor doch keinen Hinweis, dass es sich hier um einen Mehrteiler (oder sogar eine Reihe) handelt. Irgendwelche Informationen über eine geplante Fortsetzung sind nirgends zu finden.
Ebenfalls verwundern kann die Tatsache, dass eine Übersetzerin (Dr. Irmgard Jäger) genannt wird. Der Name der Autorin klingt zumindest deutsch. Auf Amazon ist von ihr ausschließlich diese deutschsprachige Ausgabe, kein Original in einer anderen Sprache und auch kein anderes Werk gelistet. Eine Autoren-Vita ist ebenfalls nicht auffindbar.

Fazit:
Diese Zeitreise-Geschichte macht Lust auf die Auflösung. Wann (und ob) diese erscheint, ist derzeit jedoch unklar.

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Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

Allyson Snow
Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

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Die Freundin des Vampirjägers

Klappentext:
Den heirate ich! Ob er will oder nicht!
Das weiß Amélie bereits seit ihrem fünften Lebensjahr. Dass ihr Traumprinz nicht nur ein ganzes Stück älter ist und vor allem sehr spitze Zähne mit sich herumträgt, tut dabei nichts zur Sache. Ihr Entschluss steht fest: Sobald sie groß ist, wird sie ihren Vampirfreund heiraten!
Ihr Vorsatz gerät jedoch leicht ins Wanken, als ihr unwissentlich Verlobter von heute auf morgen ohne ein einziges Wort verschwindet.
Umso größer ist ihr Erstaunen, als dieser zwanzig Jahre später wieder auftaucht. Unter anderem Namen, um keinen Tag gealtert und vor ihr auf den Knien. Bedauerlicherweise nicht, um den längst überfälligen Heiratsantrag auszusprechen, sondern in echter Bedrängnis. Nicht nur, dass Jason erbittert seine Vormachtsstellung in der Pariser Mafia verteidigen muss, seine Erlegung soll das Meisterstück von Amélies Freund sein – einem Vampirjäger.
Doch eine Frau, die weiß, dass man auf Tinder nie die echte Liebe findet, ist nur zu gern bereit, über diese Kleinigkeiten hinwegzusehen.

Rezension:
Amélie ist erst 5, als sie nachts einen unangemeldeten Besucher im Haus ihrer Eltern entdeckt. Da ihr Vater Vampire jagt, weiß sie sofort, worum es sich bei diesem Besucher handelt. Der ist eigentlich gekommen, um mit Amélies Vater abzurechnen, doch dann entwickelt sich zwischen dem Vampir und dem kleinen Mädchen eine eigenartige Freundschaft – bis der Blutsauger eins Tages unerwartet aus Amélies Leben verschwindet. Jahre später, Amélie ist mittlerweile Journalistin und – Überraschung! – mit einem polizeilichen Vampirjäger liiert, trifft sie auf einen Vampir. Ist das nicht ihr alter Freund aus Kindertagen? Amélie ist sich nicht sicher, hatte sie die Erinnerungen an ihn doch schon fast als kindliche Spinnereien abgetan. Außerdem heißt er anders. Amélie wäre allerdings nicht Amélie und noch dazu Journalistin, wenn sie dem nicht nachgehen würde. Immerhin hatte sie sich ja schon als kleines Mädchen vorgenommen, ‚ihren‘ Vampir mal zu heiraten.
In dieser Fortsetzung ihres humorvollen Vampirromans „Vampire, Pech und P(f)annen“ legt Allyson Snow den Fokus auf Jeremys Boss, den vampirischen Mafiapaten Jason. Jeremy und Linett, die Hauptpersonen des Vorgängers, kommen hier nur noch als beinahe unbedeutende Nebenfiguren vor. Auch diesmal steht natürlich wieder der Humor im Vordergrund, auch wenn der Biss des 1. Teils etwas fehlt. (Für die Vampire) drastische Szenen wie Linetts Bratpfannenkampf sucht man hier vergebens. Während dort hin und wieder auch mal Unschuldige zwecks Vampir-typischer Nahrungsbeschaffung ausgesaugt werden, fehlen auch solche Szenen diesmal weitgehend. Dafür fehlen allerdings auch auffällige Logikfehler, wie sie dort anzukreiden waren. Alles in allem muss man auch „Bis dass der Pflock euch scheidet“ attestieren, den Leser humorvoll und in gelungenem Stil in die Sorgen und Nöte des untoten Vampirlebens einzuführen.

Fazit:
Auch diese Fortsetzung wirft wieder einen sehr humorvollen Blick aufs (Menschen-)Frauen-geplagte Vampirdasein.</p

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LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

Sam Morgenstern
LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

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Eine Schattenrose unter Magiern

Klappentext:
Licht kommt von oben, nicht aus einem selbst – Magie, Zauberei, eine Welt parallel zu dieser, so etwas existiert nur in Märchenbücher. Das dachte Alyssa Sinclair auch. Bis zu dem Tag, an dem sie im Hafenviertel von Aberdeen beinahe erfroren wäre. Da bemerkt sie zum ersten Mal das Licht, das aus ihren Händen scheint. Und nicht nur sie bemerkt es. Eine Frau hebt Alyssa aus dem Eiswasser, trägt sie in ihren Pub und rettet ihr somit das Leben. Ein Leben, das vom ersten Atemzug an eine Lüge war. Was Alyssa von der Frau, die das bildhübsche Gesicht eines Engels hat, erfährt, erschüttert sie in den Grundfesten ihres Seins: Ihr Name ist nicht Alyssa; ihre Mutter war nie ihre Mutter; die Welt, in der sie sechzehn Jahre gelebt hat, war nie ihre Welt. Man erwartet Lilly. An der Akademie der Lichtkünste soll ihr Lichtwesen geformt werden. Schattenrose ist der erste Band einer Serie und der Auftakt zur LichtBannSaga.

Rezension:
Alyssa ist 12, als ihre Mutter von ihrem Zuhälter ermordet wird. Wie schon oft zuvor flieht sie an diesem feucht-trüben Herbsttag an den Hafen. Entkräftet bricht sie in einer eiskalten Pfütze zusammen, wo sie von einer ihr fremden Frau gefunden und gerettet wird. Von dieser erfährt Alyssa auch, dass sie eigentlich Lilly heißt und über magische Kräfte verfügt. 4 Jahre lebt Lilly bei ihrer Retterin, die eine als Pub-Wirtin getarnte Wächterin des Weltentores ist, bis sie an ihrem 16. Geburtstag überraschend erfährt, dass sie nun alt genug ist, um die Akademie der Lichtkünste zu besuchen und dort ihre magischen Fähigkeiten voll zu entwickeln. Dort angekommen wird ihr Leben jedoch nicht einfacher …
Ein Kind wächst unter bescheidenen Verhältnissen auf und erfährt irgendwann, dass es magisch begabt ist und fortan ein magisches Internat besuchen soll. Diesen grundsätzlichen Storyaufbau kennen wir seit den Abenteuern eines gewissen Harry Potter in vielen Varianten. Wer will nachzählen, wie viele Urban-Fantasy-Bücher beziehungsweise -Reihen nach diesem Schema seither veröffentlicht wurden? Auch Sam Morgensterns „LichtBannSaga“ bedient sich dieses Konzeptes. Genau wie Harry findet Lilly an ihrer neuen Schule nicht nur Freunde. Manche verspotten sie auch als Schattenrose, was das Äquivalent zu den Schlammblütern in Harrys Welt ist – zugegebenermaßen aber deutlich freundlicher klingt. Trotz dieser Parallelen weist Lillys Geschichte jedoch ausreichend Alleinstellungsmerkmale auf, um nicht als plumper Harry-Potter-Klon nach Scham F abgeurteilt werden zu müssen. Auch den Stil kann man als gut lesbar beurteilen.
Wie der Titel schon deutlich macht, handelt es sich hier um den Beginn einer Reihe. Somit verwundert es natürlich nicht, dass am Ende noch einige Handlungsstränge offen bleiben. Genau hier tut sich allerdings ein Problem auf: Das vorliegende Buch erschien bereits 2015 – und ein 2. Band ist bisher nicht in Sicht.

Fazit:
Keine wirklich neue Idee, aber eine durchaus gelungene Umsetzung. Leider scheint die Reihe unvollendet zu bleiben.

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Prozession ins Totenmoor

Rolf Michael
Prozession ins Totenmoor

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Das Rätsel von Durham

Klappentext:
Niemand ahnt, dass die Bewohner des keinen verschlafenen Ortes Durham ein grausiges Geheimnis bewahren: die Prozession ins Totenmoor.
Nacht für Nacht locken bleiche Geister mit ihren unheimlichen Stimmen ihre unvorsichtigen, neugierigen Opfer ins verhängnisvolle Moor. Keiner weiß, was dort geschieht, denn niemand, der den Geistern folgte kam jemals zurück.
Doch eines Tages tauchte die junge, ehrgeizige Reporterin Jane Sullivan auf. Sie möchte einen sensationellen Bericht über den Spuk von Durham schreiben. Denn sie glaubt, dass es nur das ist – ein Spuk. Sie vermutet, dass hier jemand sein Unwesen treibt, der Besucher für den Or“t fernhalten möchte. Deshalb beschließt sie, dem geheimnisvollen Geisterzug ins Moor zu folgen …
Gelingt es ihr, das Mysterium ums Totenmoor zu lüften, oder hören die Bewohner von Durham in dieser Nacht auch ihren qualvollen Todesschrei?

Rezension:
Als die Reporterin Jane erfährt, dass im kleinen Dorf Durham allnächtlich seltsames vor sich geht, beschließt sie, den Ort zu besuchen. Eine gut recherchierte Spuk-Story könnte ihre Kariere sicher voranbringen. Bevor sie – wie so viele Leute vor ihr – spurlos verschwindet, kann sie ihrer Freundin, einer Privatdetektivin, noch eine Nachricht zuspielen. Diese macht sich umgehend auf den Weg, um zu ergründen, was die Dörfler mit dem Verschwinden-lassen auswärtiger Besucher verbergen wollen, denn an wahren Spuk glaubt sie nicht im geringsten.
Damit, die anfängliche Hauptprotagonistin mitten in der Geschichte aus der Handlung ausscheiden zu lassen und durch eine neue zu ersetzen, geht Rolf Michael einen in der Literatur recht selten benutzten Weg. Dies trägt durchaus dazu bei, diese kurze Horror-Geschichte spannend zu halten, da sich der Leser natürlich fragt, ob sich die Handlung um die Journalistin jetzt in ähnlicher Form mit ihrer Freundin wiederholt.
Auf der Negativ-Seite muss man diesem Werk allerdings einen Fehler anlasten, auch wenn dieser in sehr vielen, in Großbritannien handelnden Büchern und Filmen immer wieder wiederholt wird. Obwohl das Dorf sich mehrere Stunden Autofahrt von London entfernt befindet, ist immer wieder von Scotland-Yard-Beamten die Rede, die bisherige Vermisstenfälle zu den Akten gelegt haben, und denen die Detektivin die überführten Dorfbewohner zu übergeben gedenkt. Anscheinend hat sich unter nicht-britischen Autoren immer noch nicht herumgesprochen, dass Scotland Yard (in aktuellerer Zeit korrekt gesagt New Scotland Yard) nur die Zentrale und ‚Chefetage‘ der Londoner Metropolitan Police ist und außerhalb Londons weder Zuständigkeiten noch Befugnisse hat.
Trotz dieser Schwäche bildet die „Prozession ins Totenmoor“ Freunden des Horror-Genres eine durchaus lohnende Unterhaltung.

Fazit:
Diese kurze Gruselgeschichte geht vom Handlungsaufbau her außergewöhnliche Wege.

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Tony Ballard – 124 – Auf der Todesgaleere

A. F. Morland
Tony Ballard – 124 – Auf der Todesgaleere

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Urlaub in der Hölle

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Die Besatzung des Geisterschiffs hat ein Kreuzfahrtschiff gekapert und will alle Anwesenden töten. Wird Tony Ballard, der sich zusammen mit Mr Silver auf das Geisterschiff geschlichen hat, das Schlimmst verhindern können? Leider läuft alles anders als geplant – sowohl für die Geisterpiraten wie auch für Ballard und Silver.
Band 124 der elektronisch recycelten Heftromanreihe um den Dämonenjäger Tony Ballard schließt handlungsmäßig unmittelbar an den vorausgehenden Band 123 an, sodass beide eigentlich einen Doppelband darstellen. Auch hier schafft es der Autor wieder, das erstaunlich gute Niveau dieses Bandes aufrechtzuerhalten. Dies erstaunt, wenn man bedenkt, dass meine Rezension des Bandes 81 wenig schmeichelhaft ausfiel. Ehrlich gesagt hatte ich völlig vergessen, schon einen Tony-Ballard-Band gelesen und rezensiert zu haben. Mir viel es erst wieder auf, als ich meine Rezension von Band 123 im Inhaltsverzeichnis meines Blogs einsortierte. Vielleicht ist das gut so, denn hätte ich mich erinnert, hätte ich der Reihe bestimmt keine erneute Chance gegeben. Gerade diese extremen Qualitätsschwankungen innerhalb der Reihe verwundern, sind alle Bände doch vom selben Autor verfasst. Oder sollte die Information, dass sich hinter A. F. Morland (immer) Friedrich Tenkrat verbirgt, falsch sein und die Reihe in Wirklichkeit von wechselnden Autoren unter immer gleichem Pseudonym geschrieben worden sein? Wie dem auch sei, genau wie sein Vorgänger kann dieser Band Genre-affinen Lesern jedenfalls durchaus empfohlen werden.

Fazit:
Dieser Band hält das überraschend hohe Niveau des 1. Teils dieses Doppelbandes aufrecht.

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Tony Ballard – 123 – Piraten aus dem Jenseits

A. F. Morland
Tony Ballard – 123 – Piraten aus dem Jenseits

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Tod eines Wrestlers

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Ein junger, beinahe unbezwingbarer Wrestler verschwindet über Nacht. Weil sein Manager überzeugt ist, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wendet er sich an den Dämonenjäger Tony Ballard. Dieser stellt schnell fest, dass auch andere Personen verschwunden sind, allesamt ehemalige Seeleute. Doch nicht alle sind wirklich verschwunden, manche von ihnen tauchen als Zombies wieder auf. Das Schiff eines Geisterpiraten scheint mit den Vorkommnissen im Zusammenhang zu stehen.
Heftromanreihen wie die um den Dämonenhasser Tony Ballard stehen nicht im Ruf, literarisch besonders hochwertig zu sein. Andererseits haben es einige Reihen wie die vorliegende zu einer gewissen Berühmtheit geschafft. So war ich durchaus gespannt, als mir dieser und der unmittelbar anschließende Folgeband eher zufällig in ihrer aktuellen eBook-Wiederauflage in die Hände fielen. Natürlich wird Friedrich Tenkrat, der sich hinter dem Pseudonym A. F. Morland verbirgt, wohl kaum als Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Trotzdem kann die Handlung dieser ‚Massenware‘ Genrefans durchaus gute Unterhaltung bieten. In dieser Hinsicht muss man diesem Band das Prädikat ‚Erwartungen übertroffen‘ zugestehen. Dass die Erstveröffentlichung der Tony-Ballard-Romane in den 1980ern datiert, kann die Handlung natürlich nicht verbergen, es ist diversen Details immer wieder anzumerken. Aber das kann man dem Buch selbstverständlich nicht zum Vorwurf machen. Zusammen mit dem flüssig lesbaren Stil kann man Dämonenfans durchaus empfehlen, dieser annähernd historischen Trivialliteratur einen Blick zu gönnen.

Fazit:
Diesem Heftroman aus den 1980ern muss man eine überraschend gute Qualität zuerkennen.

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Schicksalsschmiede

Alexandra Scherer
Schicksalsschmiede

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Der rätselhafte Knappe

Klappentext:
Mittelalterlich phantastische Kurz-Unterhaltung
Knappe Diether vom Bergpass hat seinen Vater unter tragischen Umständen verloren und Ritter Falk hat einen Eid geleistet, Diether wohlbehalten zu dessen elterlichen Burg zu geleiten. Auf dem Weg dorthin rasten die zwei in der Schmiede von Wieland.
Seltsame Dinge geschehen dort und auch auf Burg Bergpass.
Ritter Falk sieht sich unversehens verwickelt in den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.
Werden die ritterlichen Tugenden bestehen gegen die heidnischen Kräfte, die das Land in Bann halten?

Rezension:
Ritter Falk geleitet den jungen Knappen Diether, dessen Vater verstorben ist, zurück zur elterlichen Burg. Als er unterwegs das Pferd neu beschlagen lassen muss, benimmt sich der Schmied eigenartig. Doch auch mit Diethers Mutter scheint etwas nicht zu stimmen. Falk kommen Zweifel, ob er der Frau ihre Bitte erfüllen soll.
In Alexandra Scherers Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das kommt für den Leser allerdings nicht unerwartet, ziert doch ein deutlich sichtbarer „FANTASY“-Schriftzug das Cover. Schnell kommen beim Lesen Zweifel auf, wer es ehrlich meint – und wer nicht. Natürlich liegt die Wahrheit ganz woanders, als es zunächst den Anschein hat. Wo genau sie liegt, soll hier natürlich nicht verraten werden. Fans etwas dunklerer Fantasy werden sich mit dieser kurzen Story jedenfalls gut unterhalten fühlen.

Fazit:
Dark Fantasy im Mittelalter. Die Frage ist nur, wer es ehrlich meint.

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Von roten Socken und Zartbitterschokolade

Jennifer Wellen
Von roten Socken und Zartbitterschokolade

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Rote Socken – weiße Kittel

Klappentext:
Eine Kurzgeschichte über rosarotes Liebesglück
Rosa? Nein, schlimmer – schweinchenrosa! Ninas ganze weiße Arbeitskleidung ist verfärbt und das nur wegen einer einzelnen roten Socke, die innen an der Waschtrommel geklebt hat. Dazu ist der nette Kerl, weshalb sie jeden Mittwoch den Waschsalon aufsucht, auch noch vergeben. Sagt ihr zumindest die sexy Unterwäsche in seinem Waschkorb.
Aus diesem Grund beschließt Nina enttäuscht nur noch ein einziges Mal in den Waschsalon zu kommen – um dem Typen seine rote Socke um die Ohren zu hauen, die ihre Wäsche verfärbt hat. Allerdings muss Nina schnell erkennen, dass der Schein oft trügt und Rot durchaus ihre neue Lieblingsfarbe werden könnte …

Rezension:
Weil ihre Waschmaschine defekt war, musste Nina vorübergehend einen Waschsalon nutzen. Obwohl ihre Waschmaschine längst wieder läuft, sucht Nina diesen jedoch weiterhin wöchentlich auf, denn um die gleiche Zeit wäscht dort immer auch ein Mann, an dem sie durchaus Interesse haben könnte. Das ändert sich jedoch, nachdem Ninas weiße Sachen Bekanntschaft mit einer in der Trommel vergessenen roten Socke machen.
Jennifer Wellens Kurzgeschichte aus der bookksnacks-Reihe ist eine nette, kurze Pausen-Lektüre über zwischenmenschliche Beziehungen – nicht mehr und nicht weniger. Durch den angenehmen Schreibstil erfüllt die Story diesen Zweck aber durchaus zufriedenstellend. Was will man von einer Kurzgeschichte mehr erwarten?

Fazit:
Eine unterhaltsame Kurzgeschichte über menschliche Gefühle.

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