Multiversum: Der Aufbruch

Petra Mattfeldt
Multiversum: Der Aufbruch

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zuflucht im Kloster

Klappentext:
Tom Stafford weiß nicht, wie ihm geschieht: Mit neun Jahren verliert er seine Eltern bei einem Bootsunfall, sechs Jahre später erhält er plötzlich eine Nachricht – geschrieben von seiner Mutter! Doch damit nicht genug: Die Botschaft scheint aus dem Mittelalter zu stammen… Wie kann das sein? Liegt die Antwort etwa in der „Viele-Welten-Theorie“? Sie besagt, dass es eine Vielzahl von Universen gibt, die nebeneinander existieren und sich an manchen Stellen überschneiden. Tom und der Historiker Maximilian Winter stellen Nachforschungen an – und verschwinden dabei selbst spurlos …

Rezension:
Der 15-jährige Tom verlor vor 6 Jahren seine Eltern. Deren Boot kenterte bei einen Segeltörn, ihre Leichen wurden nie gefunden. Trotz der verflossenen Jahre, die Tom bei seiner Großmutter verbrachte, sind beide noch lange nicht über den Verlust hinweg. Als einem Fischer dann eine Nachricht ins Netz geht, die offensichtlich von Toms Mutter stammt, verstehen er und seine Oma die Welt nicht mehr. Doch ein verschrobener Professor, der in der Nachbarschaft wohnt, hat eine unglaubliche Theorie …
Der Buntstein Verlag vermarktet dieses Buch als Jugendbuch, wobei „Jugend-kompatibel“ wohl eine passendere Bezeichnung wäre, denn außer dem Alter der Hauptperson fehlen typische Jugendbuchelemente praktisch gänzlich. Das soll allerdings kein negatives Urteil begründen, denn das Buch liest sich für erwachsenen Leser genau so angenehm, wie es bei jungen Lesern der Fall sein dürfte. Ohnehin fällt es nicht leicht, das Buch in eine Schublade zu stecken. Tom und mehrere andere Personen unternehmen im Laufe der Handlung eine Zeit- oder besser gesagt Weltenreise. Das kann man natürlich sowohl als typisches Fantasy- wie auch als typisches SciFi-Element ansehen. Allerdings ist diese Reise in beiden Fällen das jeweils einzige für diese Genres typische Element. Auf Schubladendenken sollte man in diesem Fall also lieber verzichten.
Petra Mattfeldt führt ihre Leser schnell in die Gedankenwelt ihres Hauptprotagonisten hinein, und auch die bereits erwähnte Nachricht seiner Mutter erhält Tom bereits in Kapitel 1. Ähnlich schnell geht es weiter, und ehe es sich Tom und der Leser versehen, stecken sie bereits gemeinsam im großen Abenteuer. Dabei breitet die Autorin die Geschichte in einem gut lesbaren Stil aus, der den Leser stets ans Geschehen gefesselt hält.
Am Ende des Buches werden bereits mögliche Elemente der Fortsetzung (Multiversum: Die Rückkehr) angedeutet.

Fazit:
„Multiversum: Der Aufbruch“ stellt ein gelungenes jugendtaugliches Abenteuer abseits der üblichen Genregrenzen dar.

Blick ins Buch

Taschenbuch
eBook

Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

Christian Kathan
Schergen der Verzweiflung (Lady Twilight 1)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Visionen vom Traummann

Klappentext:
Cassandra Shade verliert unter seltsamen Umständen ihren Job und beunruhigende Visionen plagen sie fortan. Ihre Begegnungen mit geheimnisvollen Kräften und einem attraktiven Mann leiten eine Serie von Ereignissen ein, die Cassandra mit den mysteriösen »Schergen der Verzweiflung« konfrontiert. So kommt sie in Kontakt mit ihrem eigenen magischen Erbe, das sie in einen turbulenten Strudel aus knisternder Erotik, dämonischen Kräften und uralter Hexenmagie zieht.
Dies ist der erste Roman der neuen Mystery-Serie »Lady Twilight«, in der die Leser*innen an den Erlebnissen der Zwielicht-Hexe Cassandra Shade teilhaben. In »Schergen der Verzweiflung« präsentiert der Autor Christian Kathan erstmals Paranormal Romance in Serie und nimmt die Leser*innen mit auf eine hexenhaft abenteuerliche und mysteriös magische Reise.

Rezension:
Cassandra wird völlig überraschend aus fadenscheinigen Gründen gefeuert. Danach kann der Rest des Tages eigentlich nur besser werden – sollte man zumindest denken. Stattdessen bekommt sie auf dem Heimweg merkwürdige Visionen und weiß bald nicht mehr, was Traum und was Realität ist. Corey bekommt während des Trainings Besuch von einer ihm unbekannten Nonne, die eigenartige Andeutungen macht. Soll er ihrer Warnung Glauben schenken? Andrew erlitt vor kurzem einen totalen Gedächtnisverlust. Ist er wirklich ein schwer reicher Industrieller? Irgendwie fühlt sich das für ihn falsch an, doch alle scheinen ihn zu kennen. Und offenbar verfügt er über ein paar sehr bemerkenswerte ‚Geschäftsbeziehungen‘.
Schon dieser kurze Einblick in die Handlung der „Schergen der Verzweiflung“ mag durchaus etwas verwirren. Dabei sind das noch lange nicht alle Charaktere, die der Leser zuerst schwer einordnen kann. Um es vorwegzunehmen: Die meisten Rätsel werden dem Leser auch bis zum Ende dieses Buches nicht beantwortet, ist es doch ‚nur‘ der Auftaktband der neuen „Lady Twilight“-Reihe – in deren weiterem Verlauf die Auflösung der Zusammenhänge (hoffentlich) zu erwarten ist. Christian Kathan entwirft in seiner Paranormal Romance ein äußerst komplexes Handlungsgeflecht. Am Ende dieses 1. Bandes fängt der Leser gerade erst an, ein paar grundlegende Zusammenhänge zu erahnen. Genau wie die Hauptpersonen der Geschichte wird er in eine magische Welt hineingeworfen.
Auch wenn der Fantasy-Anteil (zumindest bisher) überwiegt, spielt auch die Romance keine kleine Rolle. Ob die expliziten Sexszenen, die wenig Zusammenhang zur eigentlichen Handlung erkennen lassen, nötig sind, mag Geschmackssache sein. Wen diese stören, kann sie jedenfalls bedenkenlos überblättern, ohne dabei für den Plot wichtige Informationen zu versäumen.
Trotz dieser kleinen Einschränkung macht diese Geschichte Lust auf ihre Fortsetzungen, scheint die Story doch durchaus neue Elemente abseits der im Fantasy-Genre schon oft ausgetretenen Pfade einzuführen.

Fazit:
Der Start in diese neue Fantasy- (und Romance-)Reihe bietet durchaus Potential für den weiteren Verlauf.

eBook

Die verhexten Zombiekarnickel

Lucy Moregan
Die verhexten Zombiekarnickel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gefahr aus dem 12. Jahrhundert

Klappentext:
Die schottische Hebrideninsel Islay erscheint den beiden Verliebten Lily und Ethan zunächst wie das Paradies. Doch schon bald verwandelt sich ihr Aufenthalt zu einem Albtraum. Lilys immer häufiger werdende Visionen und warnende Spukerscheinungen verheißen nichts Gutes. Die Vergangenheit lässt sie nicht ruhen. Bald schon sehen sie sich einer mächtigen, unsterblichen Hexe und einer Horde hungriger Zombies gegenüber. Wird es ihnen gelingen, gegen die dunklen Mächte anzukommen?

Rezension:
Seit ihren Abenteuern im vergangen Jahr sind Lily und Ethan ein Paar. Umso mehr enttäuscht reagiert Lily, als Ethan ihr wenige Wochen vor den Sommerferien offenbart, diese bei seinem Onkel auf der Insel Islay verbringen zu wollen, wo er einen Ferienjob angenommen hat. Doch dann findet sich eine überraschend einfache Lösung: Sie kann in der Destillerie des Onkels auch einen Ferienjob bekommen. Schon während der Anreise bekommen sie es jedoch wieder mit Geistern zu tun. Und auf Islay gehen anscheinend nicht nur Geister, sondern auch noch Zombies um. Zur Krönung von allem sind es nicht nur untote Menschen, mit denen sich Lily herumschlagen muss.
Bereits am Ende des vorhergehenden Bandes „Einfach zauberhaft“ deutet Lucy Moregan an, dass Lily mit dem Erwachen ihrer Hexenkräfte auch Visionen bekommt. In einer solchen erlebt Lily unerwartet eine mittelalterliche Beerdigung mit, womit die Autorin gleich zu Beginn des Buches einen Bezug zur kommenden – oder auch lange vergangenen – Handlung herstellt. Wie schon in Band 1 erstreckt sich die Handlung auch diesmal wieder über 3 Zeitebenen, deren Verquickung sich erst nach und nach offenbart. Beim Verstehen der Zusammenhänge ist der Leser Lily und Ethan immer ein paar Schritte voraus. Auf diese Weise erreicht die Autorin, dass die Handlung stets spannend bleibt. Am Ende des Buches werden wieder Gegebenheiten eingestreut, die die Keimzelle einer weiteren Fortsetzung darstellen könnten.
Geschickt sind tatsächliche historische Zusammenhänge und Aberglauben vergangener Jahrhunderte in die fiktive Handlung eingewoben. Verbunden mit der Tatsache, dass die in der Vergangenheit spielenden Handlungsstränge einen deutlich größeren Teil des Buches als beim Vorgänger einnehmen, stellt das einen zusätzlichen Reiz dieser jugendlichen Geister-Fantasy dar.

Fazit:
Wem schon Band 1 gefiel, dem wird auch dieses Buch zu gefallen wissen.

Taschenbuch
eBook

Fettnäpfchenführer New York

Petrina Engelke
Fettnäpfchenführer New York

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Stadt aus einem anderen Blickwinkel

Klappentext:
Times Square, Empire State Building und Freiheitsstatue – oder Streetart, Achterbahn und Superheldenausstatter? Beide Dreiklänge sind typisch New York. Letzteren übersieht, wer in der Stadt nur eine Liste von Sehenswürdigkeiten abhakt. Wie aber geht er, der New Yorker Way of Life?
Da hängen »Diamant-gefunden«-Zettel am Schwarzen Brett, sabotieren Eichhörnchen die Finanzwelt und steigen klitschnasse Surfer in die U-Bahn. Es wird sich abgemüht, um die horrenden New Yorker Mieten zusammenzubekommen, und trotzdem großzügig Trinkgeld verteilt. Und zum Feierabend wird die herrlichste Aussicht auf eine unvergleichliche Skyline genossen.
In 35 Kapiteln lädt das Buch dazu ein, den Blick auch mal von den Wolkenkratzern abzuwenden und hinter ihnen zu entdecken, wie das Leben im Big Apple wirklich aussieht.

Rezension:
Wie leben die New Yorker eigentlich? Und wieso leben sie so? Dieser „Fettnäpfchenführer New York“ ist definitiv keiner der üblichen Reiseführer, in denen die touristischen Hotspots der Reihe nach abgearbeitet werden. Das merkt man schon alleine daran, dass beispielsweise die Freiheitsstatur nur ganz nebenbei mal kurz erwähnt wird. Dafür erfährt der Leser, wie New Yorker – alte und neue, arme und reiche – leben, erfährt Sachen, die in ‚richtigen‘ Reiseführern und TV-Dokus normalerweise nicht erwähnt werden. Wer hat schon mal von Bade- und Surfstränden in New York gehört, wer über das ‚Eichhörnchenproblem‘ der Stadt? Dabei wird auch die Seite jenseits der Hochglanz-Fremdenverkehrs-Broschüren nicht ausgelassen. Was in diesem Buch dagegen fehlt, sind die Reiseführer-typischen Schnellbahnpläne und Listen der Must-sees. Was der Leser allerdings auch vermissen wird, sind – entgegen des Titels – Hinweise auf die ortstypischen Fettnäpfchen, in die man als Tourist treten können.

Fazit:
Hier erfährt der Leser, wie New York ‚funktioniert‘, weniger was er als Tourist dort machen könnte oder (nicht) sollte.

Taschenbuch
eBook

Der Weihnachtsapfel

Nadin Hardwiger
Der Weihnachtsapfel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der späte Gast

Klappentext:
Es gab eine Zeit, als sich Wünsche noch in Wirklichkeiten verwandelten, da erwuchs inmitten der frostklaren Heiligen Nacht eine Freundschaft, süß wie Honig und klar wie Quellwasser.

Rezension:
Eine arme Familie lebt in einem einsamen Häuschen. Am Weihnachtsabend bekommt sie überraschenden Besuch durch einen erschöpften Wanderer.
Auch bei diesem eBook aus der Reihe booksnack fällt die Kurzbeschreibung der Handlung wieder sehr kurz aus, was allerdings nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass die eigentliche Geschichte (je nach benutztem Reader und dessen Einstellungen) nur knapp 4 Seiten umfasst. Was dem Leser in dieser kurzen Geschichte geboten wird, kann jedoch durchaus gefallen. Bei „Der Weihnachtsapfel“ handelt es sich um ein klassisches Weihnachtsmärchen mit den für solche üblichen Stilelementen – genau das Richtige für die Weihnachtszeit. Wenn es doch nur nicht ganz so kurz wäre …
Ergänzt wird das Geschichtchen durch ein Rezept für ein Weihnachtliches Apfelbrot. Im Anschluss folgt noch eine rund 18 Seiten umfassende Leseprobe eines Romans der Autorin.

Fazit:
„Der Weihnachtsapfel“ stellt ein wirklich sehr kurzes Weihnachtsmärchen dar, das die weihnachtliche Stimmung ohne zu viel Kitsch vermittelt.

eBook

Frost & Payne – Staub und Kohle

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Staub und Kohle

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Reise in Handschellen

Klappentext:
Nach dem Hauseinsturz wartet bereits die nächste Katastrophe auf Lydia Frost und ihren Partner Jackson Payne. Scotland Yard hat einen Haftbefehl auf sie ausgestellt. Inspektor Flannagan, der ihnen in den hohen Norden gefolgt ist, nimmt die beiden fest. Doch die Reise zurück nach London nimmt ein jähes und vor allem blutiges Ende.
Wer ist hinter ihnen her, und warum? Während Frost und Payne ums Überleben kämpfen, freundet sich David im Keller mit Anna an. Kann er mit ihr endlich aus den Händen des geheimnisvollen Mannes fliehen, bevor er am nächsten Experiment stirbt?

Rezension:
Kaum sind Frost und Payne aus der Ruine des eingestürzten Kellers entkommen, wartet eine böse Überraschung auf sie: Beide werden wegen Mordes gesucht. Und auch wenn ihnen der Beweis, dass sie Opfer und nicht Täter sind, freiwillig folgt, ist das Resultat alles andere als positiv. Indessen bekommt David, von seinem Entführer als Nummer 23 bezeichnet, Gesellschaft in Form von Nummer 24, einem Mädchen.
Die Steampunk-Reihe „Frost & Payne“ scheint derzeit an allen Schauplätzen auf einen Höhepunkt zuzulaufen. Alle aktuellen Handlungsstränge nehmen eine Entwicklung, die bald eine entscheidende Wendung erfordern dürfte. Das könnte auch der Punkt sein, an dem sich zeigen muss, ob das Serienkonzept auf Dauer tragfähig ist. Dies dürfte nicht zuletzt davon abhängen, ob es die Autorin Luzia Pfyl schafft, die wichtigsten aktuell offenen Fragen (Wer hat es auf die beiden Helden abgesehen? Wer experimentiert mit den ‚mechanischen‘ Kindern?) logisch aufzulösen und ihren Lesern dabei das Interesse an der Reihe als Ganzes zu erhalten.

Fazit:
Mit dem 4. Band der Reihe steuert „Frost & Payne“ anscheinend auf einen vorläufigen Höhepunkt zu.

eBook

Die Roamer-Chroniken – III – Wünsch dir was

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – III – Wünsch dir was

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

 

Europäische Probleme

Klappentext:
Tom stinkt´s – und das gewaltig. Erst läuft ein Spezialauftrag im Untergrund von London so gar nicht nach seinen Vorstellungen. Und dann steht da plötzlich noch dieser Mann vor seiner Tür, der einen ganz markanten Geruch an sich hat. Welches besondere Problem trägt der ungebetene Besucher mit sich herum? Und was hat das mit den uralten Wesen zu tun, die im Hintergrund ihre eigenen Interessen verfolgen?
Höchste Zeit also, dass ein Roamer wieder einmal Licht ins Dunkel bringt – und einige Bösewichte an die frische Luft setzt. Nur macht es die ganze Sache nicht einfacher, dass die Menschen inzwischen auch die Nase voll haben von ihren finsteren Zeitgenossen.

Rezension:
Ein ‚Problem‘ führt Tom nach London. Auch wenn er es lösen kann, kommt er diesmal nicht ungeschoren davon. Doch statt danach in Ruhe genesen zu können, steht unerwartet ein ihm unbekannter Mann vor der Tür. Schließlich gelingt es diesem, Tom zu überzeugen, ihn nach Paris zu begleiten, denn dort wird dringend ein Roamer gebraucht. Um diesen Auftrag zu meistern, muss Tom schließlich sogar einen Abstecher nach Hannover unternehmen.
Die Kurzgeschichten der Reihe „Die Roamer-Chroniken“ fallen von Teil zu Teil etwas länger aus. Trotzdem kann (und muss) man auch diese 3. Folge noch mit gutem Gewissen als Kurzgeschichte bezeichnen. Auch wenn es diesmal keine so überraschende Wendung wir bei den bisherigen Teilen gibt, ist die Handlung auch hier wieder interessant und wird nie langweilig. Allerdings kann man sich als Leser durchaus wundern, welche Maßstäbe der Held Tom jeweils anlegt. Verkehrte er in „Alter Dämon Langeweile“ noch beinahe freundschaftlich mit einem Wesen, welches zuvor ein ganzes Dorf entvölkert hatte, geht er hier unnachgiebig gegen Geschöpfe vor, die kein einziges Leben ausgelöscht haben.

Fazit:
Nach dem 3. Teil der „Roamer-Chroniken“ wünscht man sich baldmöglichst den 4. herbei.

eBook

Die Roamer-Chroniken – II – Alter Dämon Langeweile

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – II – Alter Dämon Langeweile

 

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rotkäppchen und der böse Werwolf

Klappentext:
Nach einem lukrativen Auftrag versucht Tom etwas Ruhe zu finden. Das Auftauchen eines alten Bekannten macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Denn schlimmer geht immer…

Rezension:
Auf einer Waldlichtung sitzt ein weinendes Mädchen. Da kann ein Werwolf natürlich nicht widerstehen. Zu spät erkennt er Toms Falls. Doch lange kann dieser sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen, ist doch ein alter Bekannter, Dämon seines Zeichens, wieder aufgetaucht und hat ein ganzes Dorf entvölkert.
Nach „Per Anhalter durch die Nacht“, dem 1. Band der Roamer-Chroniken, weiß der Leser natürlich, dass es Tom ist, um den sich die Handlung dreht. Auch in dieser Kurzgeschichte bekommt er es wieder mit bösartigen Wesen zu tun, mit denen verglichen die Vampirin, die er als Anhalterin mitnahm, schon als geradezu harmlos bezeichnet werden kann. Trotzdem schafft es der Autor auch hier wieder, den Leser mit dem Ende zu überraschen.
Wie bereits der Vorgänger ist auch diese Geschichte wieder sehr interessant geschrieben. Diese Reihe würde durchaus das Potential bergen, um auch in Romanlänge gefallen zu können. Leider beschränkt sich David Blaschke bisher auf Kurzgeschichten, auch wenn diese schon deutlich länger als die Nummer 1 ausfällt.

Fazit:
Eine überzeugende Fortsetzung dieser Urban-Fantasy-Reihe, die Lust auf mehr macht.

eBook

Die Roamer-Chroniken – I – Per Anhalter durch die Nacht

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – I – Per Anhalter durch die Nacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Anhalterin und der Freiberufler

Klappentext:
Nach einer langen Nacht will Maggie nur noch nach Hause. Als ein Fremder ihr anbietet sie mitzunehmen, willigt sie ein. Die Atmosphäre im Wagen ist gespannt. Spielen beide mit offenen Karten?

Rezension:
Maggie steht – für die Jahreszeit viel zu spärlich bekleidet – mitten im Nirgendwo am Straßenrand. Ein vorbeikommender Autofahrer nimmt sie mit. Tom stellt sich ihr als ‚freiberuflicher Entsorger‘ vor, sie möchte ihn überreden, im nächsten Ort einen mit ihr zu trinken – eventuell auch mehr. Wer von beiden hat wohl etwas zu verbergen? Und was genau ‚entsorgt‘ Tom?
Was wie die Geschichte einer Prostituierten auf Männerfang beginnt, entpuppt sich schließlich als etwas ganz anderes: eine Urban Fantasy. David Blaschke baut die Story so gekonnt auf, dass man sich schon bald fragt, ob es sich wirklich – wie angekündigt – um eine Fantasy-Geschichte handelt oder man sich nur vergriffen hat. Genaueres soll hier natürlich nicht verraten werden, denn genau das ist die Auflösung dieser Kurzgeschichte, die den Beginn einer ganzen Reihe darstellt, deren Fortsetzungen zwar immer noch Kurzgeschichten aber doch deutlich länger als diese Einführungsgeschichte sind. Wenn man die anfängliche Verwirrung überwunden hat, macht diese Geschichte definitiv Lust auf mehr.

Fazit:
Dieser Start einer Kurzgenschichtenreihe bietet eine wirklich überraschende Wendung.

eBook

Leviathan Rising

Jonathan Green
Leviathan Rising

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Das Rätsel der Marianen-Basis

Klappentext:
LEVIATHAN RISING – Teil 2 der rasanten Action-Thrillerserie um den eloquenten britischen Geheimdienst-Abenteurer Ulysses Quicksilver! Er erhebt sich aus der Tiefe… und er hat Hunger! In 80 Tagen um die Welt – mit Stil! Dieses vollmundige Versprechen der Carcharodon Shipping Company soll mit der Jungfernfahrt des neuesten und mehr als beeindruckenden Unterwasserkreuzfahrtschiffs Neptune auf die Probe gestellt werden. Unter den Reisenden befindet sich auch Ulysses Quicksilver, der Dandy-Abenteurer und Held von Magna Britannia, um sich eine wohlverdiente Ruhepause nach den traumatischen Erlebnissen des 160. Thronjubiläums von Queen Victoria zu gönnen. Doch bereits wenige Tage nach dem Besuch der Unterwasserstadt Pacifica kommt es zur Katastrophe. Ein brutaler Mord wird begangen, und kurz darauf wird die Neptune Opfer einer Sabotage, welche das Schiff in die bodenlose Tiefe des Meeres sinken lässt. Doch gefangen auf dem Meeresgrund, haben die Probleme für die Überlebenden gerade erst begonnen. Denn hier unten lauert ein jahrzehntealtes Geheimnis auf sie. Der Leviathan ist erwacht und erhebt sich hungrig aus der Tiefe. Wenn er sich auf die Jagd begibt, wird niemand seiner urzeitlichen Wut entkommen …

Rezension:
Nach seinen gefährlichen Abenteuern in „Unnatural History“ kann es Ulysses Quicksilver eigentlich nur recht sein, dass er als der Held, der die Queen rettete, als VIP zur Jungfernfahrt des nagelneuen U-Kreuzfahrtschiffs „Neptune“ eingeladen wird. Doch wirklich erholsam wird die Reise nicht. Zuerst hängt sich eine neugierige Reporterin an ihn, und dann geht das Schiff auf eine unfreiwillige Tauchfahrt ohne Wiederkehr. Bald wird klar, dass es sich um kein technisches Versagen handelt. Ein Kampf ums Überleben und die Überführung des Schuldigen beginnt.
Wie bereits in „Unnatural History“ gelingt es Jonathan Green auch hier wieder, seinen Helden Ulysses Quicksilver in ein wildes Steampunk-Abenteuer zu stürzen. Dabei zieht er alle Genre-typischen Register. Von den Begebenheiten zu Beginn des Buches wechselt der Fokus schon bald auf ganz andere Ereignisse – bevor sich am Ende doch herausstellt, dass es natürlich einen großen Zusammenhang gibt. Die Geschichte ist dabei geschickt eingefädelt, sodass der Leser diesen nicht so schnell erahnen kann. Beim Hauptschuldigen sieht das etwas anders aus. Hier kann der aufmerksame Leser schon deutlich früher als der Held die Lösung erraten. Allerdings stehen ihm auch Informationen zur Verfügung, auf die Ulysses verzichten muss.
Leider enthält das Buch einige unsinnige Zahlenangaben, die für die eigentliche Handlung jedoch unbedeutend sind. So ist die „Neptune“ beispielsweise 930 Meter lang. Ihr Promenadendeck erstreckt sich über ⅔ der Länge und ist etwa 400 Meter lang. Wer hat da wohl im Mathematikunterricht nicht aufgepasst? Da kurz darauf erwähnt wird, dass 2 Runden auf dem Promenadendeck somit einen 1,6-Kilometer-Spaziergang ergeben (also 1 Meile!) ist zu vermuten, dass sich diese (und ähnliche) Unstimmigkeiten bei der Umrechnung britischer Einheiten im Zuge der Übersetzung ergeben haben. In dem Zusammenhang muss man sich natürlich fragen, wieso angloamerikanische Einheiten in Übersetzungen überhaupt immer wieder eingedeutscht werden.
Die auch separat (kostenlos) erhältliche Kurzgeschichte „Vanishing Point“ ist im Buch als Anhang enthalten. Im Original sind bereits 8 Bände der „Pax Britannia“-Reihe erscheinen, doch liegt von den weiteren Bänden leider noch keine deutsche Übersetzung vor. Ob beziehungsweise wann diese zu erwarten ist, bleibt leider offen. Somit kann der Leser vorerst nur auf das Erscheinen dieser hoffen.

Fazit:
Für Freunde turbulenter Steampunk-Abenteuer ist dieses Buch zweifellos eine Empfehlung wert.

Taschenbuch
eBook
Taschenbuch im englischen Original
eBook im englischen Original