Die Lazarus Verschwörung

Ladina Bordoli
Die Lazarus Verschwörung

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Ein mörderisches Rennen

Klappentext:
Großbritannien, Ende 19. Jahrhundert. Der bedeutende „Lazarus-Moment“, eine besondere Mondfinsternis, steht bevor. Alle 18 Jahre kann ein Todkranker während dieses Ereignisses geheilt werden.
Doch immer nur einem einzigen Todgeweihten wird die Erlösung zuteil – dem Sieger eines mörderischen Dampfmaschinen-Wagenrennens, bei dem nicht nur die beste Maschine, sondern auch der Verstand durch Lösung von Rätseln und Bewältigung tödlicher Gefahren gefordert ist.
Bisher hat die adlige Oberschicht auf skrupellose Weise für ihren Sieg gesorgt und plant auch diesmal eine Verschwörung gegen alle Konkurrenten.
Doch im Geheimen ist ein Kind mit einer besonderen Seele geboren worden, das durch seine Wiederkehr als mystischer König dazu ausersehen ist, Großbritannien vor dem drohenden Krieg zu bewahren.
Aber das Neugeborene ist von einer tödlichen Krankheit gezeichnet. Nur die Energie des Lazarus-Momentes kann es retten – und damit auch Großbritannien.
Dafür braucht es ein besonderes Team … und eine wandelbare Maschine

Rezension:
Nachdem Daisy, Tochter aus gutem Hause, einen der begehrtesten Junggesellen des Königreichs bei dessen Annäherungsversuch einfach mit dem Schirm abgewehrt hat – ein Skandal sonders gleichen –, wird sie von ihren Eltern kurzerhand ins Kloster abgeschoben. Doch eines Tages wird sie dort von einem fremden Mann abgeholt. Aldaric sieht sich als Poet und Troubadour. Andere würden ihn kurzerhand als Spinner bezeichnen. Als er – wiedermal – aus Liebeskummer kurz vor einem Selbstmordversuch steht, wird auch er von dem Fremden aufgelesen. Ben, ein Historiker, und Cliff, ein erfolgloser Erfinder, lieben es, sich öffentlich zu streiten. Mitten während einer dieser ‚Diskussionen‘ werden auch sie kurzerhand eingesammelt. Am Ziel ihrer ‚Entführung‘ erfahren alle diese Leute von einem alten Mann, dass sie und ihre jeweiligen persönlichen Fähigkeiten gebraucht werden, um ein ganz besonderes Baby zu retten.
Die Steampunk-typischen Gentlemen wird der Leser hier eher vermissen. Dafür schickt Ladina Bordoli ihre Leser auf der Seite einer mehr oder weniger weltfremden Verlierertruppe in ein verrücktes Rennen, an dessen Ziel nicht nur die Rettung eines kleinen Kindes steht. Dabei wird der Steampunk in Hinblick auf bestimmte Personen mit einer Portion Fantasy gewürzt. Bei der Lösung dieses Rätsels kann der aufmerksame und Legenden-kundige Leser den Hauptprotagonisten jedoch deutlich zuvorkommen.
Das Buch liest sich angenehm flüssig. Speziell zu Beginn wären einige ergänzende Informationen jedoch hilfreich, um die Beweggründe der verschiedenen Personen besser verstehen zu können. Richtig in Fahrt kommt die Story, wenn es dann ans eigentliche Rennen geht. Zu jedem der Kapitel gibt es eine typische Steampunk-Illustration als Kapitelbild. Einen erheblichen Teil des Reizes dieser Geschichte machen die seht unterschiedlichen Charaktere aus, die der Leser im Laufe der Handlung immer besser kennenlernt.

Fazit:
Ein Steampunk-Abenteuer mit einer Portion Fantasy und interessanten Charakteren, die von Genre-typischen abweichen.

Taschenbuch
eBook

Das britische Weihnachtsfest

Sarah Sofia Granborg, Liv Björklund
Das britische Weihnachtsfest

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Very British

Klappentext:
Das traditionelle britische Weihnachtsfest wird sowohl aus europäischer, als auch aus britischer Sicht geschildert.
Das Buch ist mit vielen Fotos sehr stimmungsvoll illustriert und enthält viele traditionelle Rezepte, die von Freunden und von Familienmitgliedern übernommen wurden. Darüber hinaus findet man die Texte der klassischen Weihnachtslieder, moderne und alte englischsprachige Gedichte und zwei Weihnachtsgeschichten (auf englisch und auf deutsch) in diesem umfassenden Hausbuch. Denn eins ist sicher – Weihnachten auf den britischen Inseln ist ganz anders als bei uns!

Rezension:
Die beiden Autorinnen stellen dem Leser die britische Weihnachtskultur in ihren unterschiedlichen Aspekten vor – mal ernsthaft und mal mit einem Augenzwinkern. Das reicht vom traditionellen Ablauf eines familiären Weihnachtsfestes über eine große Auswahl mehr oder weniger traditioneller Rezepte zur Weihnachtszeit bis hin zu Weihnachtsgedichten, -liedern und -geschichten. Auch wenn der Teil mit den Liedern und Gedichten nach meinem Geschmack etwas kürzer hätte ausfallen können, gewinnt man mit diesem eBüchlein doch einen Überblick über das britische Weihnachtsfest. Und vielleicht hat der ein oder andere ja auch Lust, die Rezepte mal auszuprobieren …

Fazit:
Wer sich für die britische Kultur interessiert, findet hier einen umfassenden Überblick über die dortigen Weihnachtsbräuche.

eBook

Finn und der Kristall der Zeit

Martina Konrad
Finn und der Kristall der Zeit

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Wer ist Finn?

Klappentext:
Im Jahre 1916 wird ein Baby auf den Stufen einer kleinen Kirche ausgesetzt. Finn, wie der kleine Junge genannt wird, wächst im Waisenhaus auf und ist dort – dank der liebevollen Fürsorge der Waisenhausleiterin – recht glücklich.
Eines Tages, als er knapp zehn Jahre als ist, kommt ein Ehepaar in das Waisenhaus und beschließt, den Jungen zu adoptieren. Natürlich freut sich Finn, weil er endlich seine eigenen Eltern bekommen soll – aber ist das Paar wirklich das, was es zu sein vorgibt?
„Finn und der Kristall der Zeit“ ist eine spannende und phantasievolle Geschichte für junge und jung gebliebene Leser.

Rezension:
1925 in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Der 9-jährige Finn lebt in einem Waisenhaus, seit er als wenige Wochen altes Baby auf den Stufen einer Kirche gefunden wurde. Weil er in der Schule sehr gut ist, will die Leiterin des Waisenhauses sogar versuchen, die finanziellen Mittel zu beschaffen, um ihn auf eine höhere Schule schicken zu können. Doch dann kommt es plötzlich anders. Ein offensichtlich sehr wohlhabendes Ehepaar taucht auf, um eines der Kinder zu adoptieren. Unter den neidischen Blicken aller Mitbewohner fällt die Wahl auf Finn. Als der jedoch kurz darauf ein Gespräch seiner neuen Eltern belauscht, stellt sich heraus, dass diese mit der Adoption offenbar ganz andere Ziele verfolgen, als einen Sohn zu bekommen.
Was als das Abenteuer eines Jungen in den 1920er Jahren beginnt, nimmt schnell dramatische Wendungen, die schließlich in eine ausgewachsene Fantasy-Story münden. Natürlich erfährt Finn im Laufe der Handlung seine wahre Herkunft – und damit eine riesengroße Überraschung, mit der er nie im Leben gerechnet hätte. Martina Konrad lässt den Leser zusammen mit der Hauptfigur immer tiefer in die Rätsel um Finn eintauchen. Dass es sich dabei um eine Fantasy-Geschichte handelt, wird erst relativ spät offensichtlich.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem sehr angenehmen Stil, der den Leser schnell gefangen nimmt und dann nicht wieder loslässt. Etwas unglücklich ist lediglich die Altersangabe für Finn und seine gleichaltrigen Freunde. Die Gespräche und Empfindungen wirken für 9-Jährige einfach zu erwachsen. In dieser Hinsicht wäre es sicher besser gewesen, Finn als 11- oder 12-Jährigen zu definieren. Die Geschichte hätte damit genauso gut funktioniert. Auch für das Ende könnte man sich eine bessere Idee wünschen. Bei einer Geschichte, die so gut durchdacht ist und jeden Logikfehler gekonnt vermeidet, hätte dieses etwas einfallsreicher ausfallen können.
Trotzdem ist „Finn und der Kristall der Zeit“ für Freunde von Fantasy im frühen 20. Jahrhundert, die sich nicht an jungen Helden stören, eine unbedingte Leseempfehlung wert.

Fazit:
Diese Zeitreise-Fantasy mit jungen Protagonisten kann auch erwachsenen Lesern empfohlen werden.

eBook

Revolver Tarot

R. S. Belcher
Revolver Tarot

 (Übersetzung: Dennis Frey)

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Der große Wurm im Silber-Berg

Klappentext:
Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.
Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

Rezension:
Jim ist 15 – und auf der Flucht, weil er steckbrieflich gesucht wird. Mitten in der Wüste scheint die Flucht zu Ende zu sein, als ihm und seinem Pferd das Wasser ausgeht. Der Halbindianer Mutt, Deputy in der einsamen Stadt Golgotha inmitten des Wilden Westens, findet beide gerade noch rechtzeitig. Doch in dieser Stadt gehen eigenartige Dinge vor sich. Unheimliches geschieht hier, wird von den meisten Einwohnern jedoch aus Gewohnheit ignoriert. Fast jeder hier scheint Geheimnisse zu haben.
Der Autor dieses Fantasy-Westerns, R. S. Belcher, lässt dich zunächst recht viel Zeit, die wichtigen Charaktere vorzustellen und auch deren Vergangenheit gründlich zu durchleuchten. Neben Jim lernt der Leser auf diese Weise auch verschiedene Einwohner Golgothas näher kennen – und erfährt so manches, was auch deren engste Freunde und Nachbarn nicht ahnen. Bis hier behält eindeutig das Westernelement die Oberhand, bevor im weiteren Verlauf die Fantasy in den Vordergrund tritt. Viele Handlungsstränge, die bisher nichts gemeinsam zu haben scheinen, treffen jetzt zusammen. Im Finale geht es um nichts Geringeres als die weitere Existenz nicht nur Golgothas, sondern des ganzen Universums. Diese Erzählweise kann durchaus begeistern, erschließen sich dem Leser die Zusammenhänge so doch sehr eindrucksvoll und überraschen logisch.
Der Klappentext spricht von einem Abenteuer aus Western, Steampunk und Fantasy. Während Western und Fantasy in der Handlung jedoch tragende Rollen spielen, kommen Steampunkelemente praktisch überhaupt nicht vor. Im ganzen Buch kommt kein einziges Gerät vor, dass per Dampfkraft angetrieben wird. Lediglich ein einziges Gerät, das für die eigentliche Handlung jedoch keine nennenswerte Rolle spielt, könnte man zumindest ansatzweise in Richtung der Steampunk-Kultur deuten. Reine Steampunk-Fans sind hier also nicht gut aufgehoben. Lesern, deren Interesse primär auf außergewöhnlichen Fantasy-Geschichten liegt, kann „Revolver Tarot“ dafür um so mehr empfohlen werden.

Fazit:
Fanrasy im Wilden Westen – für Genre-Interessierte bekommt „Revolver Tarot“ eine eindeutige Leseempfehlung.

Softcover
eBook

Die Elementarsturm-Chroniken 2: Die Zitadelle

Kieran L. McLeod
Die Elementarsturm-Chroniken 2: Die Zitadelle

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Die geheimen Bibliothek

Klappentext:
Ein Geheimnis, das 600 Jahre überdauert und auf eine fremde Welt führt: Eigentlich wollte Stuart nur mit seinem Freund Marten an einer Ausgrabung teilnehmen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Verfolgungsjagden, die Ausgrabungsstätte wird überfallen, ein uraltes Druidentor erwacht und Stuart und Martens Leben wird sich für immer verändern …
„Er blieb stehen und reckte das Amulett in die Höhe. Sein dunkler Kurzmantel umwehte seine Statur, die sich im schillerenden Sonnenuntergang abzeichnete. Stuart überkam das eigenartige Gefühl eines Déjà-vus. Für einen flüchtigen Moment sah er nicht Marten, sondern einen hochgewachsenen, alten Mann mit grauen, wallenden Gewändern im Steinkreis stehen. Der Fremde zeigte mit einer Handbewegung, Stuart solle zu ihm zu kommen. Vorsichtig, Schritt für Schritt kam Stuart der Aufforderung nach.“

Rezension:
Marten überredet seinen alten Freund Stuart, ihn zu dessen Ausgrabungsstätte zu begleiten. Doch schon auf dem Weg heften sich Verfolger an ihre Fersen, deren Ziel es offensichtlich ist, zumindest Merton zu töten. Stuarts Tod würden sie dabei als Kollateralschaden anscheinend jederzeit in Kauf nehmen. Erst an ihrem Zwischenziel erfährt Stuart, was sein Freund eigentlich gefunden hat. Aber erkennt der selbst eigentlich die Tragweite seines Fundes?
Im 2. Band seiner Reihe „Die Elementarsturm-Chroniken“ legt Autor Kieran L. McLeods den Handlungsschwerpunkt auf die Geschehnisse in der Gegenwart. Die kurzen Ausflüge in die Handlung um die Dunkle Kirche in Gaetan und die noch kürzeren in den Mittelalter-Handlungsstrang erlauben es dem Leser noch nicht, die Zusammenhänge dieser komplexen Geschichte wirklich zu durchschauen. Trotzdem – oder gerade deshalb – wünscht man sich natürlich, schnell zu erfahren, wie es weitergeht. Diese Reihe macht definitiv Lust auf mehr.
Eine interaktive Abstimmung zur weiteren Handlung, wie sie seit Beginn der Reihe angekündigt ist, erfolgte bisher nicht, sodass man sich mit der Beurteilung in dieser Hinsicht noch gedulden muss.

Fazit:
Diese immer komplexer erscheinende Geschichte kann (Urban-)Fantasy-Fans fesseln.

eBook

Funtastik

Marc Hamacher (Herausgeber)
Funtastik

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Mit Fun in andere Welten

Klappentext:
Ist eine unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit schlimmer als eine wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit? Was passiert, wenn sich das Motiv eines Gemäldes selbstständig macht? Kann man den Kampf gegen einen Drachen delegiert? Kann eine gesetzestreue Invasion eines Planeten gelingen? Was passiert nach einer katastrophal falschen Lagerung von Eiern? Und sind gute Abenteuer planbar?
Vielleicht werden sie Teile der Antworten verunsichern, mit Sicherheit aber belustigen. Dass Fantasy und SF nicht nur ernst sein muss, das zeigen die Autoren in diesem skurilen, krankhaft aberwitzigen Buch.
Mit wahrlich funtastischen Geschichten von Ju Honisch, Michael Edelbrock, Lea Baumgart, Reneé Engel, Marie Braun, Thomas Heidemann, Jürgen Höreth, Alisha Pilenko, Christian Reul, Patricia Rieger, Frank Sawielijew, Corinna Schattauer, Martina Schiller-Rall und Christina Wuttke.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Lea Baumgart: Das Herz des Drachen
Michael Edelbrock: Ordnung muss sein
Renée Enge: Blumentöpfe und ähnliche Missverständnisse
Marie Braun: Zombielein ging allein …
Thomas Heidemann: Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert
Jürgen Höreth: Der Tod, die Steuern und noch viel mehr Scherereien
Ju Honisch: Die Prophezeiung
Alisha Pilenko: Ein (fast) perfekter Plan
Christian Reul: Die beeindruckenden Uhrgeheuer des Meistermechanikers Lord Rumknut
Patricia Rieger: Die Omega-Strategie
Frank Sawielijew: Abenteuermangel im Abenteuerland
Corinna Schattauer: Schrödingers Vampir
Martina Schiller-Rall: Speckled Eggs – oder wie gefleckte Eierschalen eine Welt verändern können
Christina Wuttke: Schön oder nicht schön, das ist hier die Frage

Was macht man, wenn man an den Schatz der Drachen kommen möchte, sich aber nicht traut, sich denen offen zu stellen? Wie verhält man sich, wenn plötzlich ein höchst lebendiger Prinz aus einem Gemälde klettert? Wie bestreitet ein Auftragskiller seinen Lebensunterhalt, wenn er unter Auftragsmangel leidet? Wie überlebt man, wenn man unter dem Fluch geboren wurde, dass einem immer das Unwahrscheinlichste zustößt? Diese und einige nicht minder interessante andere Fragen bekommt der Leser in dieser Anthologie beantwortet.
Anthologien haben meist das Problem, dass nicht alle enthaltenen Geschichten gleich gut sind. Ganz kommt auch diese Sammlung von humorvollen Kurzgeschichten aus dem phantastischen Bereich nicht um dieses Dilemma herum. In diesem Fall muss man jedoch feststellen, dass es fast keine negativen Ausrutscher gibt. Eigentlich kann sogar gesagt werden, dass „Ordnung muss sein“ die einzige Story ist, die man als solchen bezeichnen könnte, da sie nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung mehr oder weniger guter Gags darstellt. Aber selbst das ist natürlich Geschmackssache.
Höhepunkte gibt es dafür einige. Besonders herausheben kann man in dieser Richtung wohl „Schrödingers Vampir“, worin die Abenteuer eines Mannes erzählt werden, dem immer das Unwahrscheinlichste zustößt. Während der Reiz der meisten anderen Geschichten im Dialogwitz liegt, ist es hier die Handlung an sich, die den Humor transportiert. Auch „Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert“ kann in besonderem Maß überzeugen. Hier finden die aberwitzigen Abenteuer einer Raumschiff-Crew eine wohl von niemanden vorherzuahnende Auflösung.
Insgesamt gesehen kann man diese Anthologie allen Fans humorvoller Fantasy und SciFi guten Gewissens empfehlen.

Fazit:
Fans humorvoller Fantasy und SciFi werden den Kauf dieser Kurzgeschichtensammlung nicht bereuen.

Taschenbuch
eBook

Narrenfeuer

Julia Lalena Stöcken
Narrenfeuer

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Das Licht im Moor

Klappentext:
Mit gebrochenem Herzen gefangen im Moor, erglimmt ein einzelnes Licht in der Finsternis. Wie viel vermag es zu halten – von dem, was es verheißt?
Über booksnacks
Kennst du das auch? Die Straßenbahn kommt mal wieder nicht, du stehst gerade an oder sitzt im Wartezimmer und langweilst dich? Wie toll wäre es, da etwas Kurzweiliges lesen zu können. booksnacks liefert dir die Lösung: Knackige Kurzgeschichten für unterwegs und zuhause!

Rezension:
Eine junge Frau soll nach dem Willen ihrer Eltern einen jungen Mann aus ihrem Dorf heiraten. Doch sie ist fest entschlossen, auf die Rückkehr ihres Verlobten zu warten, der vor Jahren in den Krieg zog. Verbittert läuft sie ins Moor, wo sie als Kinder zusammen ein Versteck errichtet hatten.
Die Geschichten der „booksnacks“-Serie sind dafür bekannt, wirklich kurz zu sein. In dieser Hinsicht fällt Julia Lalena Stöckens „Narrenfeuer“ schon fast aus dem üblichen Rahmen, denn es ist doch etwas länger als die anderen „booksnacks“, die ich bisher kannte. Dies tut der Kurzgeschichte durchaus gut, denn so bleibt Raum, eine etwas komplexere Handlung aufzubauen.
Die in einem ländlichen Mittelalter-Setting beheimatete Fantasy-Story kann in ihrer Kürze durchaus überzeugen. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlung nicht vorhersagbar zu gestalten. Das Ende kommt recht überraschend daher, wobei es nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Auf Details soll hier verzichtet werden, um nicht zu viel zu verraten.

Fazit:
Diese Fantasy-Geschichte kann in ihrer Kürze durchaus gefallen.

eBook

Verworrene Pfade

Philipp Benzin
Verworrene Pfade

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Der körperlose Zauberer

Klappentext:
»Der Hauptmann verstummte. Das bleiche Gesicht und die weit aufgerissenen Augen des Halblings, die an ihm vorbeistarrten, verrieten Waster, dass sich hinter seinem Rücken irgendetwas befinden musste. Nachdem er tief durchgeatmet und seine Hände von Aazarus‘ Kragen gelöst hatte, wagte er es sich langsam umzudrehen.«
Der Stab wurde zerstört und das Ringen um die Macht im Kaiserreich hat begonnen. Derweilen finden sich Aazarus, Wittelbroth und Waster Wühlig auf einer verlassenen Vulkaninsel wieder. Während der Hauptmann stoisch sein Ziel verfolgt nach Moorin zurückzukehren und dabei auf eine kauzige Gestalt trifft, die ihn fast den Verstand raubt, ist Kralle auf der Flucht vor seinen Peinigern. Mit Hilfe eines kopflastigen Magiers gelingt es ihm sich in Sicherheit zu bringen und schon bald macht er sich daran, die Pläne der Nachtelfen zu durchkreuzen.
VERWORRENE PFADE ist der 4. Teil der panmagischen Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von XENOBIAS‘ FLUCH und schildert die Ereignisse nach der Zerstörung des Artefakts.

Rezension:
Aazarus ist es gelungen, den gefährlichen Stab zu zerstören, doch zuvor konnte die Herrscherin der Nachtelfen mit dessen Kräften noch einiges Verderben über das ganze Kaiserreich bringen. Als Aazarus mit Wittelbroth und Hauptmann Wühlig auf den Kontinent zurückkehrt, müssen sie feststellen, dass die Truppen der Nachtelfen in der Zwischenzeit einige ehemals friedfertige Städte und Landstriche unter ihre Herrschaft zwingen konnten. Noch schlimmer erging es jedoch Kralle, der jetzt als Sklave der Nachtelfen schuften muss. Unterdessen sorgt sich die junge kaiserliche Prinzessin um die Gesundheit ihres schwer erkrankten Vaters.
Im mittlerweile 4. Band von Philipp Benzins „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe setzen sich die Abenteuer aller Beteiligten fort. Deren Hoffnung, mit der erfolgreichen Zerstörung des Stabes schnell wieder zur Normalität zurückkehren zu können, erfüllt sich leider nicht. ‚Leider‘ zumindest aus der Sicht der Helden dieser Geschichte, denn dem Leser kann es natürlich nur recht sein, mehr aus deren Welt lesen zu können.
Auch wenn man dem Handlungsverlauf teilweise anmerkt, dass die Reihe ursprünglich mit Band 3 enden sollte, bleibt die Grundstruktur der Geschichte mit ihrem Mix aus Fantasy-Abenteuer und Humor genau wie der unterhaltsame Stil des Autors erhalten. Mit dem Handlungsbogen um die jugendliche Prinzessin wird ein neuer Aspekt in die Story eingebracht.

Fazit:
Alle Fans des abenteuerlustigen Halblings sollten diesen neuen Band keinesfalls versäumen.

eBook

Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die Bibliothek des Apothekers

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Das Rätsel der grünen Seite

Klappentext:
Ein misstrauischer Inspektor von Scotland Yard beschattet Frost und Payne rund um die Uhr, als sie von Dr. Neville den Auftrag bekommen, die verschollene Bibliothek eines Alchemisten zu finden. Die rätselhafte Spur führt nach York und weiter bis Tief ins Herz des Kohlegebietes. Doch Frost und Payne sind nicht die einzigen, die hinter den Büchern her sind.
Cecilia ist zu ihren Eltern aufs Land gefahren, wo sie zur Freude ihrer Mutter die Bekanntschaft des Abenteurers Nathan Cosgrove macht. Michael Cho sieht sich indessen einer neuen Bedrohung gegenüber. War sein Vater wirklich ein Verräter?

Rezension:
Kaum haben sie den Zwischenfall um den gestohlenen Waffen-Prototypen aufgeklärt, werden Lydia Frost und Jackson Payne über das Attentat auf die königliche Sternwarte unterrichtet. Eilig machen sie sich auf den Weg, arbeitet dort doch Paynes Frau Cecilia. Diese können sie zwar in einem abenteuerlichen Handstreich retten, ziehen sich mit diesem Alleingang aber die Ungnade Scotland Yards zu. Da kommt es eigentlich ziemlich passend, dass ein neuer Auftrag sie in Englands Norden, fernab der Hauptstadt, führt.
Luzia Pfyls „Frost & Payne“-Reihe entwickelt mit diesem 3. Band eine gewisse Eigendynamik. Die Hauptfiguren und das Setting sind dem Leser mittlerweile vertraut, sodass sich das Augenmerk stärker auf die Geschichte an sich legen kann. Leider kommt diese im vorliegenden Band trotz einiger Abenteuer, die die beiden Helden bestehen müssen, nicht wirklich voran. Während ein paar (wahrscheinlich eher nebensächliche) neue Fragen aufgeworfen werden, wird leider keine einzige der bisherigen gelöst. Dafür werden gleich mehrere neue Handlungsstränge um Jacksons Ehefrau Cecilia und Lydias Jugendfreund Michael eröffnet.
Der Stil der Autorin ist weiterhin gut lesbar, sodass die Geschichte trotz des derzeit etwas mangelnden Handlungsfortschritts angenehm flüssig bleibt.

Fazit:
Auch im mittlerweile 3. Band bleibt die „Frost & Payne“-Reihe interessant.

eBook

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

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Die Macht des Gewitters

Klappentext:
Lennart Malmkvist führt ein ganz und gar normales Leben in Göteborg. Das ändert sich auf recht merkwürdige Weise, als der ungeliebte Mops seines Nachbarn mit ihm zu sprechen beginnt – und mit einem Mal hält das Magische Einzug in Lennarts Leben. Dabei hatte er mit Magie bisher überhaupt nichts am Hut! Als dunkle Mächte drohen, erkennt Lennart wie nützlich der eine oder andere Zaubertrick doch sein kann …

Rezension:
Lennart Malmkvist arbeitet als recht erfolgreicher Unternehmensberater in Göteborg und ist mit seinem Leben zufrieden. Doch als der alte Buri Bolmen, der im Erdgeschoss seines Wohnhauses einen Scherzartikel- und Zauber-Laden führt, plötzlich verschwindet, wahrscheinlich sogar tot ist, erbt Lennart nicht nur diesen Laden, sondern auch noch dessen ständig sabbernden Mops. An beiden hat er jedoch keinerlei Interesse. Als er kurz darauf überraschend seinen gutbezahlten Job verliert, entscheidet sich Lennart doch, einen Neuanfang mit Laden und Mops zu wagen. Diese Entscheidung wird sein Leben einschneidend verändern!
Lars Simon würzt seinen Fantasy-Krimi nicht nur mit sehr viel Humor, sondern auch mit reichlich Lokalkolorit. Der Leser ist ständig versucht, die beschriebenen Örtlichkeiten auf Google Earth mitzuverfolgen. Allerdings können die zahlreichen schwedischen Straßennamen und sonstigen Begriffe den der Sprachen nicht mächtigen Leser mitunter etwas im Lesefluss stolpern lassen. Dafür wirkt die Geschichte jedoch um so authentischer. Der Autor verwendet einen sehr flüssigen Schreibstil, wobei er humorvolle Kommentare so geschickt in den Text einwebt, dass sie den Leser immer wieder fast überraschen. Zu Beginn wird die Handlung relativ langsam aufgebaut, sodass sie stellenweise etwas behäbig erscheint. Im weiteren Verlauf nimmt das Tempo jedoch deutlich zu, um bis zum Finale immer mehr Spannung aufzubauen. Über manches wird der Leser genauso erstaunt sein wie Lennart, für den die reale Existenz von Magie einen echten Schock darstellt.
Und dann ist das Buch relativ plötzlich zu Ende, obwohl doch noch so viel Geschichte übrig ist. Was dem Buch am Anfang nicht anzumerken ist und auch im Klappentext nicht erwähnt wird: „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ ist der Auftakt einer ganzen Buchreihe. Am Ende dieses Buches wird wohl jeder Leser unbedingt weiterlesen wollen, denn es muss ja noch so viel aufgeklärt werden!

Fazit:
Für Fans humorvoller Urban Fantasy erhält „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ eine eindeutige Leseempfehlung.

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eBook
Hörbuch