Geheimnisse im Leuchtturm

Daniel Herbst
Geheimnisse im Leuchtturm

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Schatz des Piraten

Klappentext:
Ein komischer Kriminalroman
Tom und Heike begegnen sich in einem Antiquariat. Als ein erwachsener Grobian Heike eine alte Laterne entreißen will, greift Tom ein. Sein spontanes Heldentum zahlt sich aus: Bald gehören ihm Heikes Sympathie und ein Stück Papier, das wie eine Schatzkarte aussieht und auf einen Leuchtturm in der Nähe hinweist.
Als Tom und Heike ihn im Watt durchstöbern, werden sie von der Flut überrascht: Ein abenteuerlicher nächtlicher Aufenthalt im Turm ist angesagt!
Doch im Dunkel der Nacht werden dort zu ihrem Schreck Kisten mit Schmuggelgut angeliefert, und ein zwielichtiger Fremder taucht im Leuchtturm auf!
Es ist ein reiner Glücksfall, dass Tom und Heike unentdeckt bleiben.
Wieder an Land, lässt der nächste Knüller nicht auf sich warten: In der nächsten Nacht wird die tonnenschwere Kuppel des Leuchtturms geklaut — von einer fliegenden Untertasse, behauptet ein Augenzeuge. Werden Tom und Heike das Rätsel des Leuchtturms lösen?
Keine Frage! Dafür sorgt Erfolgsautor Daniel Herbst mit dem für ihn typischen Wortwitz und Einfallsreichtum!

Rezension:
Ein kleiner Ort an der Nordsee in den 1980er Jahren. Der 16-jährige Tom verbringt hier mit seinem Vater den Urlaub. In einem Antiquariat, das wohl eher die Bezeichnung Trödelladen verdient, trifft er zufällig auf die gleichaltrige Heike, die hier zusammen mit ihrer Mutter Urlaub macht. Als ein Mann eine von Heike gerade erst gekaufte Laterne unbedingt haben will, kommt es zu einem kurzen Handgemenge, wodurch sich die Laterne öffnet. Darinnen entdecken Tim und Heike eine alte Schatzkarte. Natürlich beschließen sie, sich auf die Suche zu machen. Dass Toms Vater sich selbst verliebt hat und meist mit dieser Frau unterwegs ist, kommt Tom da natürlich sehr gelegen.
Daniel Herbst präsentiert seinen Lesern hier einen Jugend- oder besser gesagt All-Age-Krimi mit humorvollen Elementen, der zahlreiche unerwartete Wendungen bereithält. Fast alles ist eigentlich ganz anders, als es zuerst scheint. Dabei fängt der Autor das (Handy-freie) Ambiente der 1980er Jahre glaubhaft ein. Sein Schreibstil ist angenehm lesbar.
Allerdings ist dem Autor in Bezug auf die Gezeiten ein grober Logikfehler unterlaufen, der den Spaß am Lesen jedoch nicht beeinträchtigt. Als Tom und Heike gegen 17 Uhr den Leuchtturm verlassen wollen, stellen sie fest, dass sie durch die auflaufende Flut eingeschlossen sind. Erst in der Morgendämmerung können sie den Turm wieder zu Fuß verlassen. Doch da müsste natürlich gerade die nächste Flut herrschen. Gerade in der Zeit um Mitternacht, zu der logischerweise Ebbe herrschen müsste, wird der Leuchtturm jedoch von mehreren Booten angelaufen.

Fazit:
Für alle Freunde von lockeren, garantiert Leichen-freien Krimis ist „Geheimnisse im Leuchtturm“ einen Blick wert.

eBook

Rynestig: Glaskugelliebe

Margarethe Alb
Rynestig: Glaskugelliebe

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Das Ungeheuer aus dem Inselsberg

Klappentext:
Eigentlich hatten sich der Glasmacher Gallus und seine Haushälterin einfach nur ineinander verliebt. Aber Sybilla wollte ihm einfach nicht in dessen ferne Heimat folgen. Dann verschwandt die geheimnissvolle Magie, welche unter dem Glasmacherhaus tief im Berg hauste. Jene Zauberkraft, welche einem solch fürchterlichen Wesen gehörte, dass es nicht nur die magische Welt des Rynestig, sondern auch die Dörfer der Menschen vernichten würde, wäre es einmal den Fesseln entsprungen. Einmal mehr müssen Elfen, Mondwölfe und all die anderen Wesen der anderen Welt zusammenkämpfen. Und nebenbei der Liebe einen Weg bahnen.

Rezension:
Der Venezianer Gallus will in seine Heimat zurückkehren, doch Sybilla, die gleichzeitig seine Geliebte als auch die Hüterin des Feuers ist, möchte ihn nicht in die Fremde begleiten. Niedergeschlagen, wie sie ist, verliert sie die Kontrolle über das Feuer, das sie hütet. Doch damit kommt ein gefährliches Wesen frei. Die Halbelfe Magarethe und ihre Freunde wie die (Werwolf-)Ritter der nahegelegenen Burg und sogar die Zwerge, die nicht wirklich zu ihren Freunden gehören, müssen versuchen, gemeinsam ihre thüringische Heimat zu retten.
In den Büchern der „Rynestig“-Reihe erzählt die Halbelfe Margarethe Alb höchstpersönlich aus ihrem jahrhundertelangen Leben. Die Autorin, die im wirklichen Leben wohl Osanna Stephan heißt (Quelle: lesen.net)*, verarbeitet in den Büchern dieser Fantasy-Reihe diverse geographische Gegebenheiten und Legenden der Gegend zwischen Schmalkalden und dem Rennsteig (=Rynestig) zusammen mit überregionalen Fantasy-Elementen wie beispielsweise Werwölfen. Diese Idee ist (meines Wissens) zumindest für den thüringer Raum neu. Für Leser, die diese Gegend kennen, stellt das zusätzlich zum üblichen Fantasy-Feeling einen zusätzlichen Reiz dar.
Die Autorin erzählt Magarethes Abenteuer in einem gut lesbaren Stil, auch wenn es einige Tippfehler bis ins fertige Buch geschafft haben.

* Wie ich zwischenzeitlich informiert wurde, ist diese Information nicht ganz richtig. Die Autorin heißt in Wirklichkeit Susanne Koch, und Osanna Stephan ist neben Margarethe Alb nur ein weiteres ihrer Pseudonyme.

Fazit:
Diese historical Urban Fantasy mit thüringer Lokal-Touch macht vor allem für (halbwegs) ortskundige Fantasy-Fans Lust auf mehr.

eBook

Drachenkrypta

Jessica Bernett
Drachenkrypta

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Nachts auf dem Friedhof

Klappentext:
Charlie ist Besitzerin eines kleinen Buchladens. Leider laufen die Geschäfte nicht allzu gut. Und dann taucht auch noch dieser mysteriöse Mann auf und verlangt ein ganz bestimmtes Buch…

Rezension:
Charlie führt einen kleinen Buchladen, der sich seit Generationen in Familienbesitz befindet. Als sie diesen eines Abends durch die Hintertür verlässt, steht plötzlich ein Fremder vor ihr, der sich als Bekannter ihres Großvaters vorstellt. Er möchte ein Buch von ihr, dass sich schon seit der Zeit, als ihr Großvater den Laden noch führte, in diesem befindet. Als Charlie ihm das Buch gerade anvertrauen will, ruft ihre Tante sie an und warnt sie, genau dies nicht zu tun.
Jessica Bernetts Kurzgeschichte erzählt die Geschichte einer Frau, die völlig überraschend in eine Familientradition eingeweiht wird. Worum es dabei genau geht, soll hier nicht gesagt werden, weil es zu viel vorwegnehmen würde. (Wenn man jedoch den Titel betrachtet, könnten Drachen dabei eine Rolle spielen.) Die Autorin erzählt die Geschichte in einem flüssigen, angenehm zu lesenden Schreibstil. Obwohl „Drachenkrypta“ in sich abgeschlossen ist, würde sich das Ende für eine (eventuell längere) Fortsetzung anbieten. Potential dazu hätte die Idee zweifellos.

Fazit:
„Drachenkrypta“ ist eine Urban-Fantasy-Kurzgeschichte, der Genre-Fans einen Blick gönnen sollten.

eBook

Xenobias‘ Fluch

Philipp Benzin
Xenobias‘ Fluch

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Piraten im Vulkan

Klappentext:
»Nun gut!«, Waster wölbte skeptisch seine rechte Braue, »ich will euch beiden diese obskure Geschichte mal abnehmen. An diesem schrecklichen Ort sollte man sich ja auch eigentlich nicht wundern, wenn seltsame Dinge geschehen.«
Die Reise des Stabes geht weiter und führt die Gruppe um Aazarus in stürmische Gewässer. Ihre Mission scheint zunächst gescheitert und dann geraten sie auch noch in höchste Lebensgefahr. Doch das Blatt wendet sich, als sie auf unverhoffte Hilfe stoßen. Das Rätsel um den Stab kann nun gelöst werden und schon sehen sich alle mit einem neuen Mirakel konfrontiert. Während die einen fast ihren Verstand verlieren, sehen sich die anderen gezwungen verhängnisvolle Allianzen zu schmieden, um dem Tod von der Schippe zu springen.
XENOBIAS’ FLUCH ist der 3. Teil der Reihe »Das Erbe der Drachenkriege«. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und MARATHUM. Er entführt den Leser an einen unwirklichen Ort, an dem sich das Schicksal des Stabes entscheiden wird.

Rezension:
Nachdem Aazarus und seine Reisegefährten am Ende des vorhergehenden Bandes der „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe in eine große Holzkiste eingeschlossen wurden, wachen sie an Bord eines Schiffes wieder auf. Leider segelt dieses nicht in Richtung ihres eigentlichen Zieles. Bevor sie diesen Umstand jedoch bedauern können, wird das Schiff von Piraten überfallen, die es anscheinend gezielt auf die Freunde abgesehen haben. Kurz darauf sitzen sie gefesselt auf dem Piratenschiff – getrennt vom Stab, den sie doch brauchen, um das magische Netz zu retten. Werden sie unter diesen Umständen ihr Ziel noch rechtzeitig erreichen?
In diesem Band konzentriert sich Autor Philipp Benzin auf die Bestrebungen der 3 Weggefährten, die Magie zu retten. Die Suche nach Almuthars Mörder, mit der die Handlung der Reihe ursprünglich begann, spielt kaum noch eine Rolle. Auch die Persönlichkeiten der Verfolgergruppe werden kaum nennenswert weiter vertieft. Mit diesem Band endet die ursprünglich geplante Trilogie, von der mittlerweile jedoch feststeht, dass sie fortgesetzt wird. Von einer wirklichen Beendigung der Handlung kann deshalb auch nicht gesprochen werden. Vieles bleibt noch offen.
Über den Stil des Autors erübrigt es sich hier, etwas zu sagen, da sich dieser Band keinesfalls als Einstieg in die Geschichte eignet. Der Leser sollte zuvor unbedingt die beiden vorhergehenden Bände lesen. Anderenfalls dürfte er der Handlung kaum folgen können.

Fazit:
Dieses Fantasy-Krimi-Abenteuer bleibt auch weiterhin spannend und unterhaltsam.

eBook

Ein Ort namens Taiga

Bettina Klusemann
Ein Ort namens Taiga

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In Shorts durch Sibirien

Klappentext:
Eine Geschichte über eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, die für erhebliche Verwirrung sorgt: Zwei Studenten, die sich bei einem Zwischenhalt den historischen Bahnhof von Taiga ansehen, verpassen die Weiterfahrt. Das im Abteil herrenlos zurückgebliebene Gepäck beginnt eine abenteuerliche Reise.

Rezension:
Deutsche Studenten durchqueren auf der Transsib Sibirien. Als sie sich bei einem Halt den Bahnhof ansehen, verpassen sie die Weiterfahrt des Zuges. So stehen sie völlig unzureichend bekleidet mitten in Sibirien. Mit dem nächsten Zug reisen sie ihrem Gepäck hinterher und werden dabei von freundlichen Russen zumindest reichlich mit Wodka versorgt. Ob sie ihre Taschen und Koffer wohl wiederfinden?
Unter der Bezeichnung „Booksnacks“ bietet der Anbieter (wirklich kurze) Kurzgeschichten diverser Genres als jeweils eigenständige eBooks an. Dieses humorvolle Reiseabenteuer bietet einen (nicht ganz Cliché-freien) Einblick in die russische Volksseele. Trotz ihrer Kürze hat die Geschichte eine überraschende Pointe.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Lese-Snack für die kurze Pause zwischendurch.

eBook

Halloween Tales

LYX Storyboard Autoren
Halloween Tales: We treat, you read

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Im Banne von Dämonen

Klappentext:
Halloween – das Fest, an dem der Schleier zur Anderswelt fällt.
Die Zeit der Hexen und Rituale, der Unsterblichen und Beschwörungen, in der die Geister geliebter Menschen gerufen werden und andere spurlos verschwinden. Die Nacht, in der die Hölle ihre Pforten öffnet, verschlafene Dörfer sich als Albtraum entpuppen und nicht nur Vampirjäger ihre Bestimmung finden. In der Monster, Fabel- und Schattenwesen Wirklichkeit werden und die Grenze zwischen Raum und Zeit verschwindet. Es ist die Nacht der Toten, der ruhelosen Seelen, in der die Liebe stärker ist als der Tod.
Mit 20 Kurzgeschichten bringen die LYX Storyboard Autoren Halloween auch zu dir!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Carmen Gerstberger – A Supernatural Halloween
Lillian Dark – Geisterkuss an Halloween
J.D. Grönhoff – Seelensplitterküsse
Lydia Kincaid – Der Junge von nebenan
Katja Schnee – Nacht der Seelen
Rica Aitzetmüller – Magische Verführung
Jessica Bernett – Blutsüchtig in Prag
Hannah Marten – Das Grauen von Laurendale
Agnes Albrecht – Zwillingsblut
Darian Dawn – Der Junge von den Corrals
Kelly de Wulf – Eine Séance an Halloween
Ly Fabian – Das Ritual
Sunya Grace Bold – Vanisfluch
Natscha Kuchner – Dark Cinderella
Lizzy Black – Gute Geister, böse Geister
Sarah Neumann – Schatten über Samhain
Marc Short – Halloween in der Unterwelt
Samantha Steuer – Underworld
Christin C. Mittler – Monster der Zeit
Talia Taylor – Ripped Heart
Halloween – was verbindet man mit diesem Tag? Grusel, Übernatürliches, Monster. Und all das findet sich in den in dieser Anthologie enthaltenen Kurzgeschichten. Wie unterschiedlich diese Grundelemente jedoch gemischt werden können, kann durchaus überraschen. Die Bandbreite reicht dabei von eigentlich überhaupt nicht grusligen Vampiren, Werwölfen, Mumien und Dämonen, die ihr ruhiges Leben in einem Monster-Altenheim auflockern möchten, indem sie sich an Halloween unerkannt unter die Menschen mischen, über diverse Begegnungen mit Geistern oder eine Dämonen-Prinzessin, die sich zu Halloween in der Menschenwelt vergnügen will, bis hin zum (Kurz-)Psychothriller. Bei einer solchen Bandbreite entscheidet natürlich auch der persönliche Geschmack, welche Stories die eigenen Favoriten sind. Ungeachtet dessen differiert das schriftstellerische Niveau, wie man das von Anthologien gewohnt ist. Einige der Geschichten haben ein (sehr) offenes Ende, doch auch das ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Über alles betrachtet, muss man jedoch allen enthaltenen Kurzgeschichten bescheinigen, dem Thema „Halloween“ aus ihrem jeweiligen Blickwinkel gerecht zu werden.
Besonders herausgehoben aus der Vielfalt seien diese beiden Geschichten:
In „A Supernatural Halloween“ erlebt der Leser auf sehr humorvoller Weise die Halloween-Abenteuer der oben bereits erwähnten Bewohner eines Monster-Altenheimes. Auch wenn sich der Gruselfaktor hier nahe der Nulllinie bewegt, gehört diese Story eindeutig zu den Höhepunkten der Anthologie.
Ein anderes Highlight der Sammlung stellt „Dark Cinderella“ dar, worin sich die Enkelin von Luzifer persönlich ins Wiener Halloween-Getümmel stürzt. (Oder muss man das in diesem Fall „Hallo Wien!“ schreiben?) Wie könnte sie vorher auch ahnen, dass Menschen-Männer so interessant sein können? Und woher sollte ein österreichischer Student ahnen, was sich hinter dem zarten Mädchen verbirgt, das ihm direkt neben dem Stephansdom über den Weg läuft?

Fazit:
Diese monothematische Anthologie ist einen Blich wert!

Taschenbuch
eBook

Frost & Payne – Die mechanischen Kinder

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Die mechanischen Kinder

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Die dunkle Seite der Aetherkraft

Klappentext:
Ihr erster gemeinsamer Fall führt Frost und Payne in die Tiefen einer geheimen Waffenfabrik. Der Prototyp eines neuartigen Waffensystems wurde gestohlen. Der Verdacht fällt schnell auf einen internen Maulwurf, doch als Frost und Payne das wahre Ausmaß der Sache erkennen, ist es beinahe zu spät. Das Leben des Thronfolgers steht auf dem Spiel und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Cecilia wird Zeugin eines weiteren Leichenfundes. Schon wieder ein Jugendlicher mit mechanischen Körperteilen. Sie befürchtet, dass Scotland Yard als nächstes Annabella aus der Themse zieht, und bittet Payne, sich des Falls anzunehmen. Auch Frost ist an der Sache interessiert, besitzt sie doch selbst ein mechanisches Herz.
Dies ist der zweite Band der neuen Steampunk-Serie „Frost & Payne“

Rezension:
Lydia Frost und ihr neuer Mitarbeiter Jackson Payne erhalten den außergewöhnlich gut bezahlten Auftrag, den verschwundenen Prototyp einer neuartigen Waffe wiederzubeschaffen. Da dieser schon in wenigen Tagen der Admiralität vorgeführt werden soll, drängt die Zeit. Unterdessen ermittelt Scotland Yard fieberhaft im Fall der verstümmelten Kinderleichen mit mechanischen Körperteilen. Payne und seine Frau befürchten, dass auch ihrer verschwundenen Tochter dieses Schicksal bevorstehen könnte.
Wie es bei derartigen Reihen nicht anders zu erwarten ist, schließt „Die mechanischen Kinder“ unmittelbar an die Handlung des Vorgängers „Die Schlüsselmacherin“ an, den man des vollständigen Verständnisses wegen vorher gelesen haben sollte. Da in Luzia Pfyls Reihe „Frost & Payne“ noch mindestens 10 weitere Teile zu erwarten sind, bekommt der Leser hier erwartungsgemäß noch keine grundsätzlichen Fortschritte bei den grundlegenden Rätseln geboten. Im Gegenteil: Es kommen noch zusätzliche ungelöste Rätsel hinzu.
Wie bereits in Band 1 der Reihe beschreibt die Autorin das Geschehen in einem angenehmen und flüssig zu lesenden Stil. Band 3 ist wie bei Greenlight Press gewohnt etwa im Monatsabstand zu erwarten.

Fazit:
Spannend geht es weiter, und die Verwicklungen werden nicht weniger. Steampunk-Fans sollten das lesen!

eBook

Heimchen am Schwert

Ingrid Pointecker (Herausgeber)
Heimchen am Schwert

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Schwerter statt Bratpfannen

Klappentext:
„Eine Frau war aus den Schatten getreten.“
Erik Huyoff, Der Kreis der Sieben
Nicht nur eine Frau tritt aus den Schatten: junge Mädchen, erwachsene Frauen und ältere Damen – sie alle leben grundverschiedene Leben, bestreiten Abenteuer, erheben Schwerter, Äxte und ihre lauten Stimmen. Vorbei sind die Zeiten, in denen fantastische Frauen nur als schmückendes Beiwerk zu männlichem Heldenmut dienten.
Heldinnen in zwanzig unterschiedlichen Geschichten wandeln auf gefährlichen Pfaden, beweisen Mut und bringen Welten zum Erzittern. Manche von ihnen laden zum Schmunzeln ein, andere sind ernst, einige spielen mit Klischees und doch haben sie eine Sache gemeinsam: Sie sind stark!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Karin Pelka: Die geraubten Lilien
Thomas Heidemann: Die Fadenschmiede
Melanie Vogltanz: Honigmond
Regine D. Ritter: Tara
Philip Will: Sifas Lied
Jacqueline Mayerhofer: Rache der Vergangenheit
Laura Dümpelfeld: Mauerschatten
Andreas Acker: Halm
Erik Huyoff: Im Kreis der Sieben
Johannes G.: Eldans Lüge
Marius Kuhle: Diese eine Liebe
Robert von Cube: Kyrr
Daniel Kossack: Schweine
Anja Buchmann: Die Fürstin
Tanja Rast: Andacht und Attacke
Isabel Schwaak: Nur eine Kräuterfrau
Fabian Dombrowski: Das Rudel der Herrin
Markus Cremer: Die gegen die Schatten kämpft
Corinna Schattauer: Die adrette Hüterin der Familie
Julia Fränkle: Die Köpfe der Hydra
Kleine Mädchen und alte Frauen – nicht alle menschlich von den Genen, aber umso menschlicher vom Verhalten – wachsen in dieser Fantasy-Anthologie, wenn es sein muss, über sich hinaus. Im Untertitel des Buches wird diese Form von Fantasy mit ausschließlich weiblichen Helden als „Famtasy“ beschrieben. Auch wenn sich genau genommen nicht alle enthaltenen Kurzgeschichten dem Fantasy-Genre im engeren Sinne zuordnen lassen, können die meisten überzeugen.
Sei es das kleine Mädchen, das verhindern will, dass die Leute des Königs jedes Jahr sämtliche Lilien ernten, sei es eine Jungfrau, die einem Drachen als Opfer dargeboten wird, oder eine ehemalige Generalin, die eigentlich nur ihre kleine Tochter vor einem Fluch retten will, sei es eine Frau, die der Meinung ist, das Handeln des Königs würde das Land ins Unglück stürzen, und dabei überraschende Gleichgesinnte findet, oder eine Orkfrau, die die Kinder der Sippe vor Menschen verteidigt, sei es eine ältere Nonne, die ihr Kloster vor Piraten verteidigt, oder ein Menschenmädchen, das unter Trollen lebt – so bunt und überraschend wie die Mischung der Themen sind auch die Stile der einzelnen Kurzgeschichten. Die beteiligten Autoren gewinnen dem Thema „weibliche Fantasy-Helden“ sehr unterschiedliche Blickwinkel ab. Auch wenn (wie bei Anthologien üblich) nicht alle Geschichten auf gleich hohem Niveau liegen, weiß die Auswahl in ihrer Gesamtheit zu überzeugen. Bei manchen Geschichten würde man sich ein paar zusätzliche Informationen wünschen, aber das ist bei Kurzgeschichten bekanntlich oft so. Von einigen der Stories (beispielsweise „Im Kreis der Sieben“ oder „Die Fadenschmiede“) könnte man sich durchaus eine Fortsetzung in Romanlänge vorstellen.

Fazit:
Die weibliche Seite der Fantasy kann den Leser durchaus überzeugen.

eBook

Marathum

Philipp Benzin
Marathum

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Kampf den lebenden Skeletten

Klappentext:
»Das ist mir egal«, schmetterte Hardur dem verdutzen Waster hinterher, »hier geht es um wichtigere, um elementare Dinge der Zauberei. Ja, wenn die Truhe geöffnet und der Stab entwendet sein sollte, dann … dann wird es demnächst auf unserer Welt keine Magie mehr geben.«
Waster Wühlig, Hauptmann der Stadtwache von Moorin, ist dem mutmaßlichen Mörder des Erzmagiers Almuthar weiter auf der Spur. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch und schon ist er in ein Abenteuer verstrickt, das ihn auf moralische Abwege führt. Ein lang gehegter Traum könnte für ihn in Erfüllung gehen. Doch ein aufdringlicher Gefreiter und ein planloser Universitätspräsident bringen Waster zur Verzweiflung. Zu allem Überdruss mischen sich bald noch eine zwielichtige Vettel und ihr junger Begleiter ein, die auch der Bande um den Stab auf der Spur sind.
MARATHUM ist der 2. Teil der Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und schildert die weitere Jagd nach dem Artefakt, das viele Personen nur allzu gern in ihre Hände bekommen möchten.
Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman mit einem Hauch von Krimi und einer Prise Humor in moderner Erzählweise.

Rezension:
Der Halbling Aazarus sitzt auf dem Dach des Magierturmes und kann es noch nicht fassen: Der mysteriöse Fremde hat den Rückzug angetreten, der Magier Trasparan wurde in einen Frosch verwandelt. Und er selbst hat den geheimnisvollen Zauberstab! Wie konnte das passieren? Doch zuerst sollte er schnellstmöglich das Weite suchen, bevor es der Stadtwache unter Hauptmann Waster gelingt, sich Zutritt zum Turm zu verschaffen. Zusammen mit Kralle und dem Gnom Wittelbroth, bisheriger Assistent Trasparans, gelingt ihm das gerade noch rechtzeitig. Überrascht müssen die 3 Schicksalsgefährten feststellen, dass der Stab einen eigenen Willen hat – und ihre Hilfe benötigt. Schnell sind ihnen außer Waster noch andere Parteien auf der Spur …
„Marathum“ schließt unmittelbar an das Ende des vorhergehenden Bandes „Magische Verwicklungen“ an. Philipp Benzin führt die dort begonnene Handlung nahtlos fort. Beim Versuch, dem Stab zu helfen, tritt die Suche nach Almuthars Mörder allerdings in den Hintergrund. Stattdessen begeben sich Verfolgte und Verfolger auf eine abenteuerliche Reise.
Im Verlauf dieser Geschichte gewinnen die Hauptcharaktere sogar noch mehr Tiefe, als sie schon im 1. Band hatten, was angesichts der relativen Kürze der einzelnen Teile überrascht. Auch hier ist die Story wieder stilistisch gekonnt aufgebaut. Im Gegensatz zu Teil 1 liegt „Marathum“ (bisher) jedoch ausschließlich als eBook vor.
Warten wir auf Band 3 der „Das Erbe der Drachenkriege“-Reihe, um zu erfahren, wie es mit Aazarus und seinen Freunden weitergeht!

Fazit:
Auch Band 2 dieses Fantasy-Krimi-Abenteuers kann überzeugen.

eBook

Monster und Maschinen

Maria Engels, David Michel Rohlmann
Monster und Maschinen

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Das Spiel mit Mond und Erde

Klappentext:
Dampfkraft! Sie ist die Triebfeder der Welt. Beschwörungen, die Besiedelung des Monds und der Tiefsee verdanken wir ihr – ihr und den Denkern und Abenteurern. Den Pionieren. Zugleich birgt der Fortschritt neue Gefahren: wilde Dämonen, wenn Beschwörungen versagen, oder Seeungeheuer, die den Menschen in ihrem Revier nicht tolerieren. Doch stellt sich die Frage, wo die eigentliche Gefahr liegt: in den Konsequenzen, die die Dampfkraft mit sich bringt? Oder sind die Menschen, die sie bedienen, die wahren Monster? Drei Anthologien mit drei unterschiedlichen Dampfkraft-Welten werden in diesem Sammelband vereint.

Rezension:
Das deutsche Kaiserreich im Jahr 1952. Eine ‚freie Agentin‘ hat den Auftrag, in Dresden einen Mann zu entführen. Doch was hat das mit den Forschungen auf Burg Hohenzollern zu tun?
In den Städten auf dem Mond bahnen sich Unruhen an, doch wer steckt dahinter? Ob die beiden Detektive, die von einem Gangsterboss engagiert werden, den Fall lösten können, bevor es zu spät ist?
Die Erde ist weitgehend überflutet. Die wenigen Überlebenden fragen sich, wo es wohl noch mehr von ihnen geben könnte – wenn überhaupt.
Was im Klappentext als 3 Anthologien bezeichnet wird, erscheint bei genauerem Hinsehen eher als 3 Geschichten, deren einzelne Kapitel jeweils von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Dabei nimmt die Mond-Handlung mit 6 Kurzgeschichten beziehungsweise Kapiteln den mit Abstand umfangreichste Teil ein. Trotz der 4 beteiligten Autoren halten beinahe alle Kurzgeschichten/Kapitel ein durchgehend hohes Niveau. Wirkliche Ausreißer im negativen Sinne gibt es nicht. Auch wenn einzelne Kurzgeschichten/Kapitel durchaus ihre lustigen Momente haben, bleibt die Grundstimmung insgesamt eher düster. In allen 3 Hauptgeschichten stellt sich letztendlich der Mensch als das wirklich Böse heraus, weswegen sie alle ein eher düsteres Ende haben.
Während die Mond- und die Meeres-Story Steampunk mit SciFi verbinden, auf dem Mond noch durch etwas Krimi ergänzt, wird bei der Kaiserreich-Story ein Schuss Fantasy zum Steampunk gemischt.

Fazit:
Wer Steampunk ohne Happy End mag, sollte diesem Buch einen genaueren Blick gönnen.

Taschenbuch
eBook