Palast aus Glas

Cornelia Funke
Palast aus Glas

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Übersetzung: André Mumot

Die beiden Seiten der Spiegel

Klappentext:
Märchenhaft. Magisch. Mitreißend.
Wie wurde Celeste eigentlich zu Fuchs? Welches gefährliche Zauberding erbeutete Jacob als junger Schatzjäger? Und wie sieht es hinter dem Spiegel in Hamburg, London oder Stockholm aus? Fast zehn Jahre nachdem Jacob Reckless das erste Mal die Spiegelwelt bereiste, entführt und Bestsellerautorin Cornelia Funke erneut in diesen fantastischen Kosmos.
Acht bislang unveröffentlichte Geschichten zum Staunen, Träumen und Mitfiebern, mit zahlreichen Illustrationen der Autorin und Auszügen aus dem von Cornelia Funke vollständig überarbeiteten ersten Band der Reckless-Reihe.

Rezension:
Ein Waisenmädchen verdient sich das Nötigste, indem sie im Schlamm des Flussufers nach Brauchbarem sucht. Die Hoffnung, einmal etwas wirklich Wertvolles zu finden, hat die 15-jährige, die sich als Junge ausgibt, längst aufgegeben. Ein Schatzsucher reist auf beiden Seiten der Spiegel durch die Welt, um magische Artefakte zu bergen, die er gewinnbringend verkaufen kann. Dabei wird er von einem Mädchen begleitet, das nicht umsonst „Fuchs“ genannt wird. Und dann sind da auch noch andere Menschen, deren Leben von den besonderen Spiegeln beeinflusst wird.
In diesem Buch versammelt Cornelia Funke 8 Kurzgeschichten, deren Gemeinsamkeit darin besteht, in der aus ihren Reckless-Bänden bekannten Spiegelwelt angesiedelt zu sein. Nun muss ich allerdings zugeben, von dieser Reihe zwar schon gehört zu haben, aber keines der Bücher zu kennen. Somit war diese Welt für mich Neuland. Man kann den hier zusammengestellten Kurzgeschichten allerdings entnehmen, dass es einige spezielle Spiegel gibt, die unsere Welt mit einer durch und durch magischen Parallelwelt verbinden. In dieser leben zahlreiche Wesen, die wir nur aus Märchen kennen, mehr oder weniger friedlich mit den Menschen zusammen. Das eigentliche Durchschreiten dieser Spiegel wird in den hier zu lesenden Geschichten nicht näher thematisiert. Stattdessen wird dieser Vorgang, mit Ausnahme der Geschichte „Palast aus Glas“ nur erwähnt und auch in dieser nur am Rande gestreift.
Die Hauptgeschichte, die knapp die Hälfte des Buches einnimmt, ist „Das Glas, das Blei und Gold beschert“. Darin hofft eine 15-jährige Waise auf den Fund ihres Lebens. Passend zur Handlungszeit an Weihnachten fällt diese Story etwas sentimental aus. Der Fantasy-Aspekt kann allerdings vollständig überzeugen. Über das Mädchen Tabetha und ihre magischen Abenteuer würde ich sehr gerne mehr lesen.
4 der anderen, deutlich kürzeren Geschichten handeln vom Schatzjäger Jacob Reckless und/oder seiner Begleiterin Fuchs. Auch diesen kann man bescheinigen, auch etwas ältere Fantasy-Fans überzeugen zu können.
… was man von den verbleibenden 3 Kurzgeschichten nicht in diesem Maße behaupten kann. Besonders das sehr kurze „Die Augen vergessen nicht“ lässt mich etwas ratlos zurück. Ich kann nicht behaupten, hier die Aussage verstanden zu haben. Da diese 3 Geschichten aber weniger als 20 % des Buches ausmachen, ist das wohl zu verschmerzen. 80 % überzeugender Inhalt ist sicher mehr, als die meisten Bücher bieten können.
Wie es bei Cornelia Funkes Werken mittlerweile üblich ist, entstand auch dieses zuerst auf Englisch und wurde nachträglich ins Deutsche übersetzt. Das gilt zumindest für die Hauptgeschichte „Das Glas, das Blei und Gold beschert“. Ob es für die anderen auch zutrifft, ist nicht eindeutig zu entnehmen. Das mit beinahe identischem Cover angebotene englische Buch scheint nämlich ausschließlich „Das Glas, das Blei und Gold beschert“ zu enthalten. Wieso man die deutsche Ausgabe nach einer der kürzeren (und in meinen Augen nicht ganz so überzeugenden) Geschichten betitelt hat, kann ich nicht nachvollziehen. In dem Zusammenhang fällt mir auch hier wieder die stark unterschiedliche Altersempfehlung zwischen englischer und deutscher Ausgabe auf, die ich schon wiederholt bei anderen Büchern feststellte. Während der britische Verlag (Pushkin Press) das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, hält es der deutsche (Dressler) für die Altersgruppe der 14- bis 17-jährigen für geeignet. Gerade bei der Hauptgeschichte, die definitiv im englischen Buch enthalten ist, kann ich die deutsche Altersempfehlung erheblich besser nachempfinden. Zum Stil der Autorin muss wohl nicht viel gesagt werden, da man ihn wohl als bekannt voraussetzen kann.

Fazit:
Diese Kurzgeschichten aus der magischen Spiegelwelt können überwiegend überzeugen und eignen sich auch für nicht mehr ganz so junge Leser.

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Askeria – 1 – Die letzte Generation

Juliet May
Askeria – 1 – Die letzte Generation

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das gehörnte Mädchen

Klappentext:
Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt.
Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet; schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

Rezension:
Mitten in der Nacht muss Piara zusammen mit ihrem Bruder Souta fliehen. Ihr anderer Bruder bleibt zurück, und Piara weiß nicht, ob er noch lebt. Das 14-jährige Mädchen und ihre beiden älteren Brüder sind Waisen, die ein Geheimnis verbergen müssen: Unter Piaras Haar wachsen Hörner. Sie selbst weiß nicht genau, was das zu bedeuten hat, und obwohl sie vermutet, dass ihre Brüder mehr wissen könnten, verraten die ihr nichts. Auf der Flucht gilt es einige Abenteuer zu bestehen, aber erst nach und nach erfährt Piara endlich ein paar Wahrheiten über sich und ihre Eltern.
In Juliet Mays Fantasy-Abenteuer, mit dem eine voraussichtlich 5- oder 6-bändige Reihe ihren Anfang nimmt, steht eine junge Protagonistin im Zentrum des Geschehens. Die Welt, in der dieses ihre Abenteuer bestehen muss, ist durchaus ungewöhnlich zu nennen. Magie im herkömmlichen Sinn scheint es zwar nicht zu geben, dafür allerdings nichtmenschliche Wesen, deren Existenz von der alles beherrschenden Kirche jedoch abgestritten wird, sowie Parallelwelten, zu denen die Verbindung offiziell aber abgerissen ist. Andere Elemente erinnern schon fast an SciFi. So existieren beispielsweise Teleporterstationen, zwischen denen man sich gegen Bezahlung in kürzester Zeit befördern lassen kann. Diverse Wissenszweige sind in dieser Welt verboten, das entsprechende überlieferte Wissen verbannt.
Ebenso wie die Protagonistin kann auch der Leser die Zusammenhänge zuerst nicht verstehen. Erst nach und nach setzt sich ein komplexes Puzzle zusammen, dessen Endergebnis am Ende dieses Bandes erst ansatzweise zu erahnen ist. Außer der jungen Protagonistin und ihren Brüdern spielen der Sohn und Nachfolger eines Clanführers sowie eine im Kloster erzogene Kämpferin wichtige Rollen. Aus den Perspektiven der genannten Personen wird die Geschichte auch wechselweise erzählt, wobei Piaras Abenteuer allerdings eindeutig die Haupthandlung darstellen. Zwischendurch eingestreute Kurzkapitel in Reimform liefern kryptische Informationen, die sich bisher kaum einordnen lassen. Dass immer wieder ganze Kapitel fehlende Informationen aus der Vergangenheit in Form von Erinnerungen nachreichen, fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, um diese Puzzleteile richtig einordnen zu können.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte – egal auf welcher Person der Fokus aktuell liegt – stets in der 3. Person aus Sicht eines Beobachters. Dem Geschehen ist dabei sprachlich gut zu folgen, was in Anbetracht der sonstigen Komplexität der Geschichte besonders angenehm ist.
Diese komplexe Welt kann das Interesse eines Fantasy-Fans wecken und fesseln. So bleibt am Ende nur zu hoffen, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
Dieser Start in eine Jugend-Fantasy-Abenteuer-Reihe macht Lust auf das weitere Geschehen in dieser komplexen Welt.

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Das gestohlene Herz der Anderwelt

Sandra Regnier
Das gestohlene Herz der Anderwelt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Beim kleinen Volk

Klappentext:
Mit der Existenz von Elfen kann Allison sich gerade so abfinden. Dass sie nun das Sterben eines ganzen magischen Reichs verhindern soll, ist da schon schwerer zu verkraften. Doch sie ist der Schlüssel und damit die Einzige, die es vermag, die Regenpforte zu schließen, sobald das Herz der Anderwelt wieder an seinem Platz ist. Dabei muss Allison erst einmal herausfinden, wie es um ihr eigenes Herz bestellt ist. Denn das wird nicht nur von dem gut aussehenden Wächter Finn erschüttert, sondern auch von einem dunklen Prinzen, mit dem sie mehr verbindet, als sie je geahnt hätte…

Rezension:
Von Finn durch die Pforte gestoßen, steht Allison mutterseelenallein in der Anderwelt. Die Umgebung ist bedrohlich. Dennoch kann sie feststellen, dass das Herz der Anderwelt verschwunden ist. Auch die Rückkehr nach Edinburgh gelingt ihr. Obwohl sie wütend auf Finn ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als gemeinsam mit diesem die Suche nach dem Herz aufzunehmen.
Wie der Titel bereits vermuten lässt, ist dieses Buch Sandra Regniers die Fortsetzung ihres „Die magische Pforte der Anderwelt“. Stellte ich damals fest, dass dessen Ende nur mit einer Fortsetzung funktionieren kann, wundert es nicht allzu sehr, dass dieses Buch unmittelbar anschließt. Genau hier liegt allerdings auch der einzige nennenswerte Kritikpunkt am vorliegenden Band. Der Leser wird unmittelbar in die laufende Handlung geschmissen und hat Probleme, sich in dieser zurechtzufinden. Seit dem Vorgänger ist ja immerhin einige Zeit vergangen und das dortige Geschehen nicht mehr ganz frisch im Gedächtnis. Hier wäre eine kurze Zusammenfassung definitiv wünschenswert.
Erfreulicherweise sind die Romantasy-Tendenzen diesmal deutlich diskreter und gewinnen erst im Finale einen erwähnenswerten Anteil an der Handlung. Dafür muss sich die Protagonistin einigen Gefahren stellen. Hinzukommen Sorgen um ihren jüngeren Freund George aus der Nachbarschule, mit dem etwas nicht zu stimmen scheint. Allisons ungeliebte Austausch-Mitschülerin Valérie steht im neuen Buch auch stärker (und aktiver) im Fokus der Handlung. Anders als beim letzten Band wird die Handlung um das Herz der Anderwelt sinnvoll abgeschlossen. Somit gibt es hier keine eindeutigen Hinweise, ob eine weitere Fortsetzung geplant ist. Dass der Handlungsstrang um George nicht gänzlich aufgeklärt wird, könnte allerdings doch auf eine hindeuten. Insgesamt liegt der Schwerpunkt dieses Bandes der Jugend-Urban-Fantasy stärker auf dem Abenteueraspekt.
Die Autorin überlässt ihrer Protagonistin im überwiegenden Teil des Buches das Wort, um ihre abenteuerlichen Erlebnisse in der 1. Person zu erzählen. Unterbrochen wir dieser Bericht nur von wenigen Kapiteln, in denen der Elf Finn das Wort – ebenfalls in der Ich-Form – übernimmt.

Fazit:
Mit der von Anfang an zentralen Fantasy-Handlung wirkt dieser Band sogar noch runder als der Vorgänger.

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Die Glas-Trilogie – 1 – Das hungrige Glas

Heiko Hentschel
Die Glas-Trilogie – 1 – Das hungrige Glas

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Mit La-Ka-Weste und Boogelbie auf Monsterjagd

Klappentext:
Monsterjagd über den Dächern von Ravenbrück – düster, spannend und actionreich!
Moritz’ schlimmster Albtraum wird wahr, als seine Schwester Konstanze mitten in der Nacht von einem grausigen Monster verschleppt wird. Als das Untier weitere Mädchen raubt, heftet Moritz sich an seine Fersen. Er hat nur noch ein Ziel: seine Schwester aus den Klauen des Ungeheuers zu befreien. Doch er ahnt nicht, dass die Bestie lediglich Diener einer höheren, weitaus bedrohlicheren Macht ist …

Rezension:
Moritz ist 13 und lebt zusammen mit seiner 6-jährigen Schwester Konstanze im Waisenhaus von Fräulein Bimmel, seit die Eltern im letzten Jahr bei einer Grippeepidemie gestorben sind. Doch eines Nachts dringt ein Monster durch das Fenster ein und entführt Konstanze. Moritz ist überzeugt, einen Greif, wie er ihn aus einem Märchenbuch kennt, erkannt zu haben. Natürlich will ihm niemand glauben. Als in der Stadt noch andere Mädchen in Konstanzes Alter verschwinden, beschließt er, selbst aktiv zu werden. Dabei trifft er auf den Monster- und Dämonenjäger Edgar und dessen Schwester Helene. Obwohl beide etwas zu verheimlichen scheinen, braucht Moritz ihre Hilfe.
Mit diesem Buch bringt Heiko Hentschel seine neue historische Jugend-Urban-Fantasy-Reihe „Die Glas-Trilogie“ an den Start. In Band 1 steht eine verfluchte Glasmaske, in der eine dunkle Kraft wohnt, im Zentrum des Geschehens. Von dieser Maske beherrscht ziehen die Kindesräuber von Stadt zu Stadt, um ausschließlich etwa 6-jährige Mädchen zu entführen. Diese Tatsache erfährt der Leser bereits im Prolog. Welches Geheimnis hinter der Maske, ihrer Trägerin und deren Gehilfen steckt, wird jedoch erst nach und nach deutlich. Der junge Protagonist erkennt diese Zusammenhänge sogar erst beim Endkampf – und damit deutlich nach dem Leser.
Der Autor siedelt sein Urban-Fantasy-Abenteuer im französische besetzten Preußen des Jahres 1811 an. Diese geschichtlichen Hintergründe tangieren die Handlung – zumindest bisher – jedoch nur am Rande. Vielmehr liegt der Fokus auf Moritzʼ abenteuerlicher Suche nach seiner Schwester. Der Leser begleitet ihn dabei, wie er in Monsterkunde und Jagdtechniken unterrichtet wird. Dabei gibt es auch einige lustige Szenen zu beobachten. Die Erzählperspektive wechselt jedoch auch zu anderen Charakteren wie beispielsweise dem ‚Hauptmann‘ der Kindesräuber, wobei die Hintergründe der Entführungen erkennbar werden. Am Ende wird die Angelegenheit um die verschwundenen Mädchen aufgeklärt und gleichzeitig eine Spur zur für 2020 geplanten Fortsetzung gelegt.
Der Autor erzählt die Geschichte an allen Schauplätzen aus der Perspektive eines Beobachters, wobei die benutzte Sprache der tendenziell eher jungen Leserschaft angepasst ist. Abgerundet wird das Buch durch ein Monsterlexikon im Anhang.

Fazit:
Ein vielversprechender Start in ein jugendliches Urban-Fantasy-Abenteuer vor historischer Kulisse.

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Athania Fünf Reiche – 3 – Der magische Kampf

Dina Sander
Athania Fünf Reiche – 3 – Der magische Kampf

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Schafs-Magie

Klappentext:
Athania, Mittelpunkt der Fünf Reiche, ist in Aufruhr. Die Hexe Maledicta entzieht allen magischen Wesen ihre Kräfte und schreckt auch vor Mord nicht zurück um ihre Macht auszuweiten. Das Silberkind Rowena hat als einzige Zugang zu den göttlichen Reichen. Sie hat die Göttlichen Zwillinge nach Goldbachtal geholt. Kenan, der erste Hexer, stellt sich der letzten Hexe von den Fünf Reichen entgegen. Wird es ihm mit Hilfe der anderen Völker gelingen, den Untergang der magischen Welt zu verhindern?

Rezension:
Die magischen Wesen wie die Zwerge, die Nixen und die Gnome beschließen, gegen den Diebstahl ihrer Magie vorzugehen. Koordiniert greifen sie alle 5 Hexentürme an, ohne zu ahnen, dass Maledicta eigentlich ihre einzige Feindin ist. Doch der abtrünnige Gott beschließt, Meledicta jetzt offen zu unterstützen und gegen die anderen Götter aktiv zu werden. Um die derzeit handlungsunfähigen Hexen und andere besonders bedrohte Wesen in Sicherheit zu bringen, müssen diese zusammen mit Rowena auf der Insel der Götter Unterschlupf suchen.
Auch mit diesem Band schließt Dina Sander wieder unmittelbar an den Vorgänger („Der erste Heiler“) an. Obwohl die Handlung, bedingt durch die Vielzahl aktiver Charaktere, teilweise ziemlich chaotisch erscheint, werden auch in diesem Band wieder weitere Zusammenhänge klar. Die Komplexität der Welt der 5 Reiche und ihrer Götter nimmt damit weiter zu. Mit der Hauptprotagonistin Rowena gehen schon wieder neue Veränderungen vor sich. Dabei wird offensichtlich, dass die Götter auch bei ihr die Hände im Spiel haben.
Wie in dieser Reihe mittlerweile schon gewohnt, wechselt der Erzählfokus auch diesmal wieder in schneller Folge zwischen zahlreichen Handlungsorten und Charakteren hin und her. Insbesondere im Handlungsstrang auf der Insel der Götter, wo zahlreiche Beteiligte aufeinandertreffen, fällt es gelegentlich schwer, den Überblick unter der Vielzahl an Namen zu behalten.
Der Autorin gelingt es bisher, das komplexe Handlungsgefüge frei von Plotholes und dabei auch sprachlich angenehm lesbar zu halten. Eines kann man jedenfalls eindeutig sagen: Langweilig wird es nicht, denn Maledicta ist schon bei der Durchführung ihres nächsten Planes.

Fazit:
Die Götter werden in diesem Band verstärkt als die wahren Drahtzieher der Verwicklungen erkennbar.

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Lands of Aira – 1 – Der Prinz von Azamuth

Iris Fak
Lands of Aira – 1 – Der Prinz von Azamuth

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Engel und Dämonen

Klappentext:
Erwacht aus einem wochenlangen Schlaf, kann sich die junge Frau Sari an nichts außer ihrer Mission erinnern: sie muss den vermissten Thronfolger des feindlichen Nachbarlandes Azamuth finden. Doch jagt ihr ein dunkler Ritter mit seinen Schergen hinterher. Gemeinsam mit Gefährten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versucht Sari die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden. Dabei muss sie feststellen, dass es die vermeintliche Grenze zwischen Schwarz und Weiß nicht zu geben scheint…

Rezension:
Sari erwacht mitten im Wald und kann sich an fast nichts erinnern. Sie weiß nur ihren Vornamen und dass sie auf der Suche nach dem Thronfolger von Azamuth ist. Kurz darauf wird sie von einer Einheit der Lichtsoldaten der Engel gefangengenommen. Diese lassen sie aber schon bald wieder laufen. Als er beobachtet, dass die junge Frau unmittelbar darauf von Dämonen angegriffen wird, eilt ihr der junge Halbengel und Lichtsoldat Lyze zu Hilfe. Beide landen in einem Gefängnis der Dämonen. Zusammen mit der Katzen-Animo Tracy brechen sie aus und beschließen, das Rätsel um Sari und ihren Auftrag gemeinsam zu lösen und dabei auch nach Lyzes verschwundener Schwester zu suchen. Doch damit geht das Abenteuer erst richtig los.
Iris Faks Fantasy-Welt, in der dieses Buch, das anscheinend den Auftakt einer „Lands of Aira“-Reihe bilden soll, angesiedelt ist, unterscheidet sich erheblich von gewohnten Fantasy-Welten. Natürlich gibt es hier Magie, und auch Anima, Engel und Dämonen leben in dieser Welt, doch gibt es auch Technologie. In den großen Städten fahren Autos durch die Straßen, auf denen der Verkehr von Ampeln geregelt wird, sogar Fernsehen gibt es, jedoch wird all das mit der Energie aus Fendus-Kristallen versorgt. Das Staatswesen mit monarchisch geleiteten, verfeindeten Reichen entspricht schon eher dem, das der ‚erfahrene Fantasy-Leser‘ aus anderen einschlägigen Welten gewohnt ist.
Selbstverständlich stellt sich auch in diesem Fantasy-Abenteuer manches als anders heraus, als es zuerst den Anschein hat. Scheinbare Gegner erweisen sich als Verbündete – und umgekehrt. Aber das gehört bei derartigen Geschichten natürlich dazu und braucht deshalb kaum erwähnt zu werden. Das Abenteuer der Protagonistin wird spannend und abwechslungsreich erzählt, wobei sich die wahren Zusammenhänge natürlich erst gegen Ende offenbaren.
Die Autorin erzählt ihre stilistisch gelungene Geschichte aus der Perspektive eines unbeteiligten Beobachters. Die Aussprache der Namen wird bei ihrer Ersterwähnung in Klammern erklärt. Auch finden sich im eBook ganzseitige Portraits der wichtigen Charaktere. Ergänzt wird das Buch von einem umfangreichen Glossar, der die Besonderheiten dieser Welt erklärt.
Das recht abgeschlossen wirkende Ende von Saris Abenteuer lässt die Frage aufkommen, ob die folgenden Bände eine direkte Fortsetzung darstellen werden, oder es sich um relativ unabhängige Geschichten in der Welt von Aira handeln wird.

Fazit:
Eine gelungene Einführung in eine neue Fantasy-Welt, bei der die Abenteuer einer erinnerungslosen Protagonistin im Fokus stehen.

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Lulea – 4 – Lulea und die Mission Weihnachtsmann

Felizitas Montforts
Lulea – 4 – Lulea und die Mission Weihnachtsmann

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Teleportationsprobleme

Klappentext:
Die junge Hexe Lulea ist verwirrt, als sie von ihrer Halbschwester eingeladen wird, mit ihr Weihnachten zu feiern. Sie fragt sich: „Was ist Weihnachten?“ Trotzdem freut sie sich über ein gemeinsames Fest. Doch ihre Empörung ist groß als sie erfährt, dass der Weihnachtsmann nur die Menschenkinder besuchen kommt und nur ihnen Geschenke bringt. Für Lula ist sofort klar, dass sie den Weihnachtsmann finden und zur Rede stellen muss. Weihnachtsgeschenke soll es auch für Hexen geben!
Während Lulea sich in ein magisches Abenteuer stürzt, auf Weihnachtswichtel trifft und ein Rentier mit leuchtend roter Nase kennenlernt, muss sie erkennen, dass es etwas viel Wichtigeres gibt als Geschenke.

Rezension:
Über Nacht ist Schnee gefallen. Die junge Hexe Lulea ist begeistert, als sie aufwacht. Noch größer ist allerdings die Überraschung, als sie erfährt, dass ihre Halbschwester sie eingeladen hat. Die möchte nämlich ein Fest feiern, das „Weihnachten“ heißt und von dem Lulea noch nie gehört hat. Auch vom Weihnachtsmann, der den Menschen an Weihnachten Geschenke bringt, wusste sie noch nichts. Zu ihrem Bedauern erfährt Lulea jedoch, dass dieser Mann nur Menschen aufsucht. Hexen stehen nicht auf seinem Routenplan. Abenteuererprobt wie sie ist, beschließt die junge Hexe, den Weihnachtsmann persönlich aufzusuchen und diesen Missstand zu klären.
In den bisherigen 3 Bänden ihrer Jugend-Fantasy-Reihe um die junge Hexe Lulea ließ Felizitas Montforts ihre Protagonistin nicht ungefährliche Abenteuer bestehen. In diesem Band geht es dagegen etwas friedlicher zu. Schließlich ist es ein Weihnachtsbuch. Das heißt allerdings nicht, dass sich die Heldin nicht selbst in Schwierigkeiten bringt.
Bedingt durch die Thematik tendiert dieser Band stärker vom Jugend- in Richtung Kindersektor, als dies bei den bisherigen Bänden der Fall war. Thematik und vieles mehr sprechen eindeutig gezielt junge Leser an (auch wenn das Buch durchaus auch von Junggebliebenen lesbar ist). Nun hatte die Protagonistin aber schon im 1. Band ihren 13. Geburtstag, und in Band 2 war schon etwa 1 Jahr vergangen. Lulea muss jetzt also etwa 14½ sein. Für dieses Alter wirkt sie allerdings viel zu kindlich. Ihre Handlungen würde man eher als zu einem 11- oder 12-jährigem Mädchen passend empfinden. Lediglich bei ihren Gefühlen für einen Jungzauberer wird Luleas Alter erkennbar.
Auch wenn im 4. Band der Schwerpunkt mehr auf humorvollen Situationen als auf Abenteuern liegt, ist auch dieser für jung(geblieben)e Fantasy-Fans wieder interessant zu lesen. Der Stil der in der 3. Person erzählten Geschichte wirkt stimmig.

Fazit:
Im weihnachtlichen Sonderband bewegt sich diese Jugend-Fantasy in eine humorvolle Richtung.

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Drachengesänge – 1 – Der Untergang der Könige

Jenn Lyons
Drachengesänge – 1 – Der Untergang der Könige

Übersetzung: Urban Hofstetter, Michael Pfingstl

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gegaeschte Sklaven

Klappentext:
Jenn Lyons eröffnet mit »Der Untergang der Könige« ein großes Epos um einen Jungen, der mitten hinein gerät in die Konflikte zwischen Adelshäusern, Zauberern und Dämonen. Hängt von ihm das Schicksal des ganzen Reiches ab? »Erzähl mir eine Geschichte.« Das Ungeheuer machte es sich vor den eisernen Gitterstäben von Kihrins Kerkerzelle bequem.
Und der Junge aus den Elendsvierteln von Quur beginnt zu erzählen. Von seinem Leben als Dieb, von seinem Vater, der Harfe spielte, und ihn mit den Geschichten verschollener Prinzen und ihrer Abenteuer großzog. Davon, wie sein Unglück begann, als ihn ein Prinz für seinen verloren geglaubten Sohn hielt und er von nun an Macht und Intrigen einer Adelsfamilie ausgeliefert war. Was hat es aber mit Khirin auf sich, dass er später auf dem Sklavenmarkt zu einem unvorstellbar hohen Preis versteigert wurde? Und wie kam es dazu, dass er in der düsteren Gefängniszelle, bewacht von einem zum Plaudern aufgelegten Ungeheuer, landete? Vielleicht gehört Kihrin ja gar nicht zu den Helden, von denen die alten Sagen und Lieder erzählen. Vielleicht ist er auch nicht dazu bestimmt, die Welt zu retten – sondern sie zu vernichten.

Rezension:
Kihrin sitzt im Kerker. Seine Bewacherin ist ausgerechnet eine Gestaltswandlerin, die das Aussehen von ihr Getöteter annehmen kann. Beide sind sich schon überraschend oft über den Weg gelaufen, und so überredet sie Kihrin, seine Geschichte zu erzählen. Zwischendurch ergänzt sie Episoden, die sie in ihren unterschiedlichen Gestalten miterlebt oder aus ihren Opfern extrahiert hat. Stein für Stein setzt sich Kihrins Lebensgeschichte zusammen.
Jenn Lyonsʼ Fantasy-Roman bedient sich einiger in diesem Genre unüblicher Stilmittel. Nicht alle erleichtern das Lesen und Verstehen der Geschichte.
Gleich zu Beginn fällt der extensive Gebrauch von Fußnoten ins Auge. Insgesamt erreichen diese bis zum Ende die überraschend hohe Nummer 161. In diesen werden Ergänzungen des jeweiligen Erzählers geliefert. Beispielsweise wirft die Gestaltswanderin per Fußnote ihre Gedanken zu Kihrins Namen ein: „Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass er wirklich Kihrin hieß, doch dazu müsste man seine leibliche Mutter befragen. Vielleicht geht der Name auf einen Schreibfehler zurück.“ Derartiges habe ich bisher noch in keinem Roman gesehen.
Die einzelnen Erzählungen erfolgen nicht in chronologischer Reihenfolge, was viel Aufmerksamkeit des Lesers erfordert, um das Mosaik zusammensetzen zu können. Auch dass die Gestaltswandlerin, die sich meist Klaue nennt, in einzelnen Episoden immer wieder in der Gestalt anderer Personen auftritt und dies erst relativ spät, manchmal sogar erst nachträglich erkennbar wird, erschwert das Zusammensetzen des Puzzles. Zudem werden diverse Personen nach ihrem Tod mit mehr oder weniger Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wiedergeboren. Hinzu kommen sehr viele involvierte Charaktere, was im Endeffekt dazu führt, dass ich mir über manche Zusammenhänge bis zum Schluss nicht sicher geworden bin. Beispielsweise ist sich der Protagonist immer wieder über seine wahren Eltern im Unklaren, und ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Rätsel wirklich gelöst habe.
Bedingt durch den Mosaik-Charakter der Geschichte wechselt auch die Erzählperspektive ständig. So erzählt Kihrin seine Erinnerungen in der 1. Person, während Klaue in der 3. berichtet. Zum Ende hin wechselt die Perspektive auf einen unabhängigen Beobachter.
Der Stil der Autorin erweist sich als durchaus gut lesbar. Insgesamt genommen ist dieses Buch aber definitiv keine ‚leichte Lektüre‘, die man mal so nebenbei lesen kann. Die äußerst komplexe Geschichte beziehungsweise deren Erzählweise erfordern vom Leser ständige Aufmerksamkeit auf hohem Niveau.

Fazit:
Diese Fantasy-Story ist extrem komplex angelegt und verlangt ihrem Leser eine ständige intensive Aufmerksamkeit ab.
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Ewiger Winter

Dominik Altherr
Ewiger Winter

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Im Reich des ewigen Eises

Klappentext:
Die Welt ist bedeckt von Eis und Schnee. Doch die Menschen haben ganz unterschiedliche Wege gefunden, um in der Kälte zu überleben. Mira lebt auf einer schwimmenden Eisscholle. Doch als diese von Piraten überfallen und ihr Vater entführt wird, muss sie sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um ihn zu retten. Rayk ist Offizier in der Armee der glorreichen Stadt Hàvamar. Sein Lebensinhalt ist die Piratenjagd auf dem Eismeer. Seine Vergangenheit verfolgt ihn jedoch bis in die entlegensten Winkel dieser Welt. Und so muss er alles daran setzen eine Verschwörung aufzudecken, um seine geliebte Heimat gegen alle Widersacher zu verteidigen. Kel ist der junge Häuptling eines Eiswüstenstammes. Nach einem missglückten Handelsgeschäft will er nur noch an das Lagerfeuer zurückkehren, an dem sein Sohn und seine Frau auf ihn warten. Doch Saghani – Fremde in der Eiswüste – haben das Stammeslager überfallen, wahllos getötet und die wenigen Überlebenden verschleppt. Nun ist es an Kel sie zu retten und das Überleben seines Stammes zu sichern.

Rezension:
Seit sie denken kann, lebt die 17-jährige Mira auf einer Eisscholle. Ihr Vater ist der Mechaniker, der die Scholle funktionsfähig und ihre Bewohner am Leben erhält. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Miras Vater wird von Piraten entführt. Um ihn zu retten, verlässt Mira die Scholle und gerät von einem Abenteuer ins nächste. Durch widrige Umstände hält der Offizier Rayk, von dem sie sich Hilfe bei der Suche nach ihrem Vater erhofft, sie für eine Verbrecherin. Auf der Flucht trifft Mira auf Kel, dessen Stamm von der Auslöschung bedroht ist. Doch alle Beteiligten müssen schließlich erkennen, dass manches ganz anders ist, als sie glauben.
Dominik Altherr verlässt mit seinem Buch ausgetretene Pfade. Schon alleine dieses einem Genre zuzuweisen, erweist sich als kompliziert. Die Handlung ist in einer eigenen Welt angesiedelt, die unserer zwar ähnelt, aber doch grundlegende Unterschiede aufweist, wie man es meist aus der Fantasy gewohnt ist. Magie und Fantasy-Wesen fehlen allerdings, weswegen die Fantasy-Schublade nicht so ganz passend erscheint. Steampunk wäre auch ein Kandidat. Andersartige, teilweise etwas verschroben wirkende Technik ist nämlich ein wichtiges Element, das sich durchs ganze Buch zieht. Dampfkraft spielt dabei allerdings keine Rolle. Da die beschriebene Welt vom Untergang bedroht ist, tendiert die Geschichte auch in Richtung Endzeit-Thriller. Und eine Abenteuergeschichte ist es natürlich auch, denn eigentlich ist vor allem Miras Handlungsstrang ein einziges Abenteuer.
Es dauert mehrere 100 Seiten, bis die Handlungsstränge um die 3 Protagonisten, die sich teilweise feindlich gegenüberstehen, sodass sie im jeweils anderen Strang eher Antagonisten darstellen, zu einem Faden zusammenfinden. Zum Ende hin münden die Teilgeschichten jedoch in einem unerwarteten Finale, dass die Schicksale aller zusammenführt. An allen Handlungsplätzen gibt es im Lauf des Geschehens zahlreiche Opfer.
Der Autor erzählt seine Geschichte, die wechselweise den 3 Protagonisten folgt, in klassischer Weise aus dem Blickwinkel eines Beobachters in der 3. Person Präteritum. Der Stil ist angenehm lesbar. Speziell im mittleren Teil treten allerdings gewisse Längen in Erscheinung, was sich vor allem im Handlungsstrang um Kel und seinen Stamm von Jägern und Viehzüchtern in einer Eiswüste zeigt. Spätestens beim spannenden Finale ist davon allerdings nichts mehr zu bemerken.
Das Buch weist eine abgeschlossene Handlung auf, sodass mit einer Fortsetzung kaum zu rechnen ist.

Fazit:
Dieses oft blutige Abenteuer entführt den Leser in eine eisige Welt.

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Die Expedition

David Blaschke
Die Expedition

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Das Grauen von Honduras

Klappentext:
Eines Tages bekommt Professor Adair einen mysteriösen Umschlag zugesandt. Der Inhalt nimmt ihn sofort in seinen Bann. Eine Karte deren Geheimnis den Professor nicht mehr loslässt. Nun setzt er alles daran dieses Geheimnis zu lüften. Und der Albtraum nimmt seinen Lauf.

Rezension:
An einem Apriltag des Jahres 1934 erhält Professor Adair einen anonymen Brief. Einziger Inhalt ist eine Kartenskizze. Eine Reise nach Honduras nur auf Grundlage dieser Karte zu organisieren und vor allem auch zu finanzieren, erweist sich als kompliziert. Als es so weit ist, erwartet ihn am Ziel jedoch Unerwartetes.
David Blaschkes Kurzgeschichte wirkt am Anfang wie ein Archäologieabenteuer klassischer Machart. Mit Erreichen des Ziels kippt die Story jedoch in Richtung Mystery beziehungsweise Horror. Die Idee dieser kurzen Geschichte hätte sicher das Potenzial gehabt, auch zu einer deutlich längeren Story ausgearbeitet zu werden.
Der Autor lässt seinen Protagonisten die Geschehnisse in einer sehr nüchternen, beinahe schon an einen Bericht erinnernden Form erzählen. Gerade im Kontrast mit den berichteten Ereignissen wirkt das allerdings schon wieder stimmig.

Fazit:
Eine Horror-Kurzgeschichte, die ohne Effekthascherei auf den Punkt kommt.

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