Schiff der Spione

Michael Schmidt (Hrsg.)
Schiff der Spione

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Quer durch die Phantastik

Klappentext:
Fantasyguide präsentiert: Schiff der Spione
Der fünfte Band der Anthologiereihe

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Mystery:
G. V. Anderson – Das Steingeschöpf
Merlin Thomas – Lesereise
Ellen Norten – Der Gipskopf von Pestum
Fantasy:
Nina Teller – Shinrais Gebet
Christel Scheja – Hedrels Fluch
Achim Hildebrand – Der Kopfgeldjäger
Michael Schmidt – Das Mädchen Jolanda
Galax Acheronian – Dunkelheit
Steampunk:
Torsten Scheib – Schiff der Spione
Andreas Flögel – Büro für Dämonenangelegenheiten – Sektion Berlin
Science Fiction:
Diane Dirt – Die Sitzung
Frederic Brake – Alte Spuren
Uwe Hermann – Der Aushilfswächter
Mack Reynolds – Er wusste Bescheid
Von einem Meuchelsänger, der sich schon wieder vor Verfolgern retten muss, von einer heiligen Hüterin eines magischen Artefakts, von einem Dämonenjäger in kaiserlichem Auftrag, von einer Welt, in der Lesen lebensgefährlich sein kann, und noch manch anderem handeln die Geschichten dieser Anthologie. Die Bandbreite erstreckt sich dabei von Mystery und Fantasy über Steampunk bis zu SciFi. Unter den Autoren begegneten mir gute Bekannte wie auch solche, von denen ich zuvor nie gehört hatte. Wie bei Anthologien gewohnt, gefallen einem natürlich nicht alle Beiträge gleichermaßen gut. Da es den Rahmen dieser Rezension sprengen würde, auf alle 14 enthaltene Kurzgeschichten einzeln einzugehen, picke ich hier nur die heraus, die mich besonders überzeugen konnten.
In „Der Kopfgeldjäger“ von Achim Hildebrand begegnet einem ein schon aus diversen Geschichten bekannter Protagonist wieder, der Meuchelsänger Niddel. Diesmal muss er sich vor einem Kopfgeldjäger in Sicherheit bringen. Dass die Stadt gerade von einem gegnerischen Heer belagert wird, was ihn daran hindert, diese einfach zu verlassen, macht das Unterfangen nicht einfacher. Wie gewohnt werden alle Niddel-Fans in dieser kurzen Fantasy-Story wieder gut unterhalten.
Christel Scheja erzählt in „Hedrels Fluch“ die Geschichte eines Mädchens, dass schon im Baby-Alter in einen von der Außenwelt isolierten Tempel gebracht wurde. Dort wuchs es auf, um zur Hüterin eines magischen Schwerts zu werden. Doch schon als Kind kommen Hedrel Zweifel an der Sache. Als sie erkennt, welche Bewandtnis es mit ihrem ‚Schützling‘ wirklich hat, ändert sich ihr Leben grundlegend.
Das „Büro für Dämonenangelegenheiten“ ist im kaiserlichen Deutschland für eben diese Wesen zuständig. Andreas Flögel erzählt uns vom Agenten Müller, der aus der Provinz ins Büro Berlin versetzt wird, wo sein Verständnis seiner Aufgaben mit einer unerwarteten Herausforderung konfrontiert wird. Auch wenn diese Kurzgeschichte hier unter der Kategorie „Steampunk“ aufgelistet wird, fällt sie wohl eher unter Fantasy.
Nicht vergessen werden soll natürlich auch Michael Schmidts „Das Mädchen Jolanda“, das dem Leser ein Wiedersehen mit der Fantasy-Welt Saramee bietet.
Allerdings muss ich auch die Geschichte erwähnen, die nach meiner Meinung den Tiefpunkt dieser Anthologie darstellt. Damit meine ich „Das Steingeschöpf“ von G. V. Anderson. In der Kurzgeschichte wird von einem jungen Bildhauer erzählt, der sich um belebte Steinfiguren kümmert. Nebenbei bekommt der Protagonist Schwierigkeiten mit den Nazis, beginnt die Geschichte doch im Deutschland des Jahres 1928. Dabei muss ich jedoch feststellen, dass ich weder den Fantasy-Part noch dessen Zusammenhang mit dem politischen Thema wirklich verstehe. Aber solche Schwachpunkte finden sich ja in beinahe jeder Anthologie.
Insgesamt muss hier aber wieder festgestellt werden, dass auch in der mittlerweile 5. Anthologie des Fantasyguide wohl jeder Fan phantastischer Geschichten für ihn passenden Lesestoff finden dürfte.

Fazit:
In dieser Anthologie, die auf ein spezielles Überthema verzichtet, versammeln sich Kurzgeschichten aller phantastischer (Sub-)Genres.

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Die Bibliothekare – 4 – Das dunkle Archiv

Genevieve Cogman
Die Bibliothekare – 4 – Das dunkle Archiv

 Übersetzung: André Taggeselle

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Die Minister-Kandidaten

Klappentext:
Irene Winters hat durch ihre Arbeit als Agentin der unsichtbaren Bibliothek schon einige Abenteuer erlebt. Nun bekommt sie einen brisanten Auftrag: Eine Drachin will, dass Irene ein wertvolles Buch für sie findet. Doch Irene weigert sich, denn die Bibliothek muss neutral agieren. Damit kein anderer Bibliothekar in Versuchung gerät, mit der Drachin zusammenzuarbeiten, machen sich Irene und ihr Lehrling Kai auf die Suche nach dem Buch. Eine rasante Jagd im Amerika der 1920er-Jahre beginnt!

Rezension:
Bibliothekarin Irene ist nicht gerade glücklich, dass sie statt neuer Bücher einen Kollegen, der die Statuten der Unsichtbaren Bibliothek verletzt hat, ausfindig machen soll. Doch dann wird sie unerwartet von einer Drachin kontaktiert, die sie überzeugen will, ihr ein seltenes Buch zu besorgen. Plötzlich sind Irene und ihr drachischer Assistent in interne Probleme der Drachen verwickelt. Genau da dürfen sich die Mitarbeiter der stets neutralen Unsichtbaren Bibliothek allerdings keinesfalls einmischen. Doch für ein Zurück ist es zu spät.
Genevieve Cogmans Fantasy-Reihe „Die Bibliothekare“ führt den Leser in die Welt der Unsichtbaren Bibliothek, deren Mitarbeiter durch Portale in Parallelwelten reisen, um dort rare Bücher zu besorgen. Andere würden diese Tätigkeit auch als Stehlen bezeichnen. Was mir allerdings nicht bewusst war, als ich mich in dieses Buch stürzte, war, dass es sich um den 4. Band der Reihe handelt. Das erleichtert den Einstieg in diese Welt natürlich nicht gerade. Manches ergibt sich natürlich aus der Handlung, wie zum Beispiel die Existenz von Drachen, die sich auch in menschlicher Gestalt zeigen können. Selbst der Assistent der Protagonistin gehört zu denen. Auch Elfen werden erwähnt, kommen in diesem Band allerdings nicht persönlich vor. Auch dass die Bibliothekare durch Portale in andere Welten reisen, bleibt einem Neuleser natürlich nicht verborgen, findet der Großteil der Handlung dieses Bandes doch in einer Welt statt, die der der 1920er ähnelt. Der eigentliche Aufbau dieser Vielwelten-Welt bleibt dagegen verborgen. Wahrscheinlich wurde der zu Beginn der Reihe näher thematisiert. Obwohl die Drachen in diesem Band eine grundlegende Rolle spielen, bleiben einem ohne Vorkenntnisse auch die eigentlichen Zusammenhänge der drachischen und elfischen Welten mit denen der Menschen verborgen. Auch die Grundlagen der strikten Neutralität der Bibliothek werden im vorliegenden 4. Band nicht näher begründet. Allerdings kann man das dem Buch natürlich nicht anlasten. Neben den nichtmenschlichen Wesen spielt auch Magie, die von den Bibliothekaren durch Anwendung ‚der Sprache‘ gewirkt wird, eine erwähnenswerte Rolle.
Die Autorin erzählt das interessante und nie vorhersehbare Abenteuer ihrer Protagonistin in der 3. Person. Die Welt der Unsichtbaren Bibliothek wirkt sehr interessant und kann bestimmt noch einer ganzen Reihe von Fantasy-Abenteuern als Kulisse dienen. Der Reiz liegt dabei neben der interessanten Handlung auch in der Andersartigkeit der sich deutlich vom ‚Standart-Fantasy-Setting‘ unterscheidenden Welt.

Fazit:
Das Setting dieser Fantasy-Welt wird besonders bibliophil veranlagte Fantasy-Fans begeistern können.

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Waldlandchroniken – 1 – Im Schatten des Bannwalds

Peter Erikson
Waldlandchroniken – 1 – Im Schatten des Bannwalds

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Das Erbe des Lindirs

Klappentext:
Leanne ist aus dem Waldland von Andaryia geflohen, doch eine uralte Magie zieht sie zurück.
Visionen eines blutigen Krieges, den sie auslösen und der ihr Volk vernichten wird, verfolgen Leanne in ihren Träumen. In der Hoffnung, dieses Schicksal zu verhindern, flieht sie mit ihrer Freundin Ellin aus ihrer Heimat.
Tagsüber verdienen sich die beiden ihren Lebensunterhalt als fahrende Händlerinnen auf den Märkten der Königreiche von Hamnar, nachts bricht Leanne in die Burgen ein und stiehlt Schmuckstücke, die die Grenzbarone auf ihren Raubzügen ins Waldland erbeutet haben. Der letzte Einbruch misslingt. Leanne und Ellin werden von einem sadistischen Adeligen gefangen genommen, der ihnen einen Handel anbietet. Ihr Leben gegen ein magisches Artefakt, das Leanne aus einer Festung im Waldland stehlen soll. Ist sie nicht innerhalb der gesetzten Frist zurück, wird ihre Freundin sterben.
Wenn Ellin nicht auf dem Scheiterhaufen brennen soll, muss Leanne die Auslöschung ihres Volkes riskieren.

Rezension:
Seit ihre Eltern ermordet wurden, zieht Leanne zusammen mit ihrer Freundin Ellin als Händlerin durch die Lande. Nur ihre Heimat, das Waldland, meidet sie, weil es ihr widerstrebt, das Erbe ihrer Mutter anzutreten. Trotzdem ist ihr ihre Heimat nicht egal. Wo immer sich eine Gelegenheit bietet, stiehlt sie den Adligen magische Gegenstände, die aus dem Waldland stammen. Als das schiefgeht und sie gefasst wird, wird ihr ein Handel angeboten: Ihre Freiheit gegen einen lebensgefährlichen Einbruch in eine Burg der Rotkutten, eines verhassten und gefährlichen Ordens. Dazu müsste sie allerdings tief ins Waldland vordringen und sich ihrem Erbe stellen.
Mit dem 1. Band der „Waldlandchroniken“ bringt Peter Erikson eine neue Fantasy-Reihe an den Start. In seiner Welt existieren zwar Magie, magische Gegenstände und Geisterwesen, auf die ‚üblichen Verdächtigen‘ wie Werwölfe, Zwerge, Feen und dergleichen wird zumindest bisher jedoch verzichtet. Der Fokus liegt dabei ganz auf der Protagonistin Leanne, deren Geheimnisse dem Leser erst nach und nach offenbart werden. Auch wenn ihr Abenteuer aus Sicht eines auktorialen Erzählers geschildert wird, folgt die Handlung stets ihr. Was an anderen Schauplätzen geschieht, erfährt man immer erst zusammen mit der Protagonistin.
Das Buch kann überzeugen. Einzig der Sinn einer Sexszene, die zur Handlung an sich nichts beiträgt, erschließt sich mir nicht. Das ist aber auch so ziemlich das einzige Negative, dass man über dieses Buch sagen kann.
Dem Autor gelingt es, seine Leser innerhalb weniger Seiten gefangenzunehmen. Der Wunsch, die Hintergründe der Protagonistin und ihrer Welt zu erfahren, fesselt schnell an das Buch. Die Geschichte ist dabei stimmig, die Akteure glaubwürdig und nicht vorhersehbar. So muss die Protagonistin erkennen, dass nicht alle, die sie für Feinde hält, wirklich ihre Gegner sind. Wie ihr weiterer Weg und damit der dieser Reihe verläuft, lässt sich am Ende des Bandes kaum vorausahnen.

Fazit:
Ein gelungener Einstieg in eine neue, teilweise geheimnisvolle Fantasy-Welt.

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Florence Fanning – 3 – Florence Fanning und die Totenarmee

Jo Romic
Florence Fanning – 3 – Florence Fanning und die Totenarmee

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Kopfgeldjäger und Skelette

Klappentext:
Florence, ihr Vater und Quinn konnten aus der Zwischenwelt fliehen und auch den übernatürlichen Kräften der Karrington-Brüder entkommen.
Doch die alte Monarchie Heavendawn ist alles andere als sicher und so suchen Tote, die von den Brüdern wiedererweckt und aus ihren Gräbern geholt werden, das Land heim.
Die einzige Chance, dem alten Reich wieder Frieden zu bringen, liegt in den Händen von Florence und Quinn. Sie müssen Flynns Bruder finden, den ehemaligen Herrscher von Heavendawn.
Ob er wohl noch lebt?

Rezension:
Zurück in unserer Welt müssen Florence, Quinn und Flynn einen Weg finden, die Karrington-Brüder aufzuhalten. Die erwecken mit ihren neuen Kräften Tote zum Leben, die von ihnen gesteuert Terror verbreiten. Florenceʼ Jugendfreund Sam hat sich schon den letzten Kräften der alten Monarchie angeschlossen, um seine Heimat zu verteidigen. Florence und ihre Begleiter werden bei den Streitkräften dagegen weniger herzlich aufgenommen. Sie können deren Anführer jedoch überzeugen, dass die einzige Chance darin besteht, Flynns Bruder, den verschwundenen Herrscher, zu finden. Florence macht sich auf die beinahe hoffnungslose Suche.
„Florence Fanning und die Totenarmee“ stellt den Abschluss von Jo Romics „Florence Fanning“-Trilogie dar. Wie bereits im 2. Band „Florence Fanning und die Zwischenwelt“ legt er den Fokus überwiegend auf das Fantasy-Abenteuer, während Steampunk-Elemente zwar eine nicht unwichtige Rolle spielen, aber nur selten handlungstragend in Erscheinung treten. Trotzdem fallen sie schon allein deshalb auf, weil die Kombination von Steampunk mit einer von unserer gänzlich unabhängigen Fantasy-Welt selten anzutreffen ist. Am Ende der Trilogie kann man allerdings feststellen, dass diese Welt funktioniert.
Dieser 3. Band stellt einen würdigen Abschluss der vom Autor komplett aus Sicht eines Beobachters erzählten Geschichte dar. Diesmal liegt der Erzählfokus bei einer Reihe von Kapiteln auf Sam, den der Leser gleich zu Beginn der Trilogie in „Florence Fanning und die Steampirates“ kennenlernte und der jetzt im Finale zum Co-Protagonisten aufsteigt.
Auffällig ist, dass Band 3 im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern im Flattersatz gedruckt ist, was beim Lesen etwas gewöhnungsbedürftig wirkt.

Fazit:
Die Trilogie endet, wo sie begann. Damit bildet dieser Band einen runden Abschluss.

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Tommy Garcia – 4 – Seelenkerne

Micha Rau
Tommy Garcia – 4 – Seelenkerne

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Wissen der Welt

Klappentext:
Eigentlich wollten Tommy und seine Freunde nur ein altes Abrisshaus erkunden. Doch hinter seinen Mauern ruht das atemberaubende Geheimnis uralter Mächte. Die fantastische Welt birgt gefährliche Rätsel und unglaubliche Aufgaben. Nur für den, der diese Aufgaben löst, offenbaren sich fantastische Dinge … und dieses Mal ein magisches Zepter, in dem die Seelenkerne und das Wissen aller Verstorbenen ruhen.
Mit diesem Zepter müssen die Freunde Tommy, Joe, Sanne und Janine eine letzte Prüfung bestehen. Doch die Sache hat einen Haken, denn das Zepter muss zurückgegeben werden, bevor die Phase eines Mondes endet …

Rezension:
Fast 1 Jahr ist seit ihrem letzten Ausflug in das geheimnisvolle Haus vergangen. Doch plötzlich bringt dieses sich wieder in Erinnerung. Eine Öllampe, die die Freunde damals als Souvenir mitgebracht haben, entzündet sich von alleine. Und das, obwohl sich kein einziger Tropfen Öl darinnen befindet. Dabei hat momentan keiner von ihnen Schwierigkeiten, für die er magische Hilfe benötigen würde. Ob es einen Zusammenhang mit einem Jungen gibt, dem Janine seit einiger Zeit Nachhilfe erteilt? Joe, Sanne, Tommy und Janine entschließen sich, ‚ihrem‘ Haus wiedermal einen Besuch abzustatten.
Schon zum 4. Mal führt Micha Rau seine Leser in die Welt des geheimnisvollen Hauses am Waldrand, durch das sein Ich-Erzähler Joe und dessen Freunde schon wiederholt magische Reisen angetreten haben. Diesmal führt das Haus die Protagonisten ins moderne Ägypten und dort in ein finsteres Labyrinth. Mittlerweile müssten die Freunde 14 beziehungsweise 13 Jahre alt sein, auch wenn ihr Alter diesmal nicht ausdrücklich erwähnt wird. Zusätzlich zu den gewohnten Urban-Fantasy-Elementen kommt in diesem Band auch ein Hauch SciFi dazu. Allerdings kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Die zu bestehenden Abenteuer an sich ähneln dem Muster der vorhergehenden Bände. Trotzdem gelingt es dem Autor auch diesmal wieder, ein interessantes und spannendes Urban-Fantasy-Abenteuer zu erzählen, das auch Leser, die deutlich älter als die jugendlichen Helden sind, begeistern kann. Wenn man meine Bewertungen aller bisher 4 Bände verfolgt, ist wohl unschwer zu erkennen, dass auch ich mich durchaus als Fan dieser Reihe bezeichnen kann. Ob noch weitere Bände um Joe und seine Freunde folgen werden, ist mir leider nicht bekannt.

Fazit:
Diese All-Age-Urban-Fantasy-Reihe kann auch in ihrem 4. Band rundum überzeugen.

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Im Blut der Dämonenjäger

Lucian Caligo
Im Blut der Dämonenjäger

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Die Macht des Mitgefühls

Klappentext:
Dämonenjäger gelten als unmenschlich und brutal.
Dennoch sind sie Godwanas einziger Schutz vor einem Feind, den normale Menschen nicht bekämpfen können. Wer als Dämonenjäger geboren wird hat keine Wahl, er muss seine Bestimmung erfüllen oder ist des Todes. So ergeht es auch der jungen Anjani. Weil sie ihre wahre Natur nicht ewig verbergen kann, entschließt sie sich schweren Herzens, ihre Familie zu verlassen und den Kampf aufzunehmen. Als Anjani ihre Ausbildung beginnt, erhebt sich inmitten des Konfliktes zwischen Jägern und Dämonen ein uraltes Übel.

Rezension:
Nachdem er einen Wehrhof von Dämonen befreit hat, nutzt ein Dämonenjäger die Chance, den Keim der Dämonenjäger-Begabung auf die hochschwangere Bäuerin zu übertragen. Kurz darauf bekommt diese eine Tochter, die das Blut der Dämonenjäger in sich trägt. Jahrelang gelingt es dem Bauern, seine Tochter vor ihrer Berufung zu verstecken. Als Anjari 15 ist, wird sie jedoch von Dämonenjägern entdeckt, die durch eine Berührung die Dämonenjäger-Instinkte in dem Mädchen wecken. Anjari bleibt nichts übrig, als sich den Dämonenjägern anzuschließen. Aber die Dämonenjagd ist nicht ungefährlich und oft auch unangenehm.
Lucian Caligo führt seine Leser in diesem Fantasy-Abenteuer in die Welt Godwana (nicht zu verwechseln mit dem Urkondinent Gondwana), in der er auch schon andere Bücher angesiedelt hat. Zusammenhänge speziell mit „Im Blut der Zwerge“ werden immer wieder erkennbar. Jedoch kenne ich weder letzteres Buch noch andere in dieser Welt handelnde. Allerdings ‚funktioniert‘ „Im Blut der Dämonenjäger“ auch ohne derartige Vorkenntnisse.
Was mir bei dieser Fantasy-Geschichte mit einer 15-jährigen Protagonistin besonders positiv auffällt, ist, dass der Autor darauf verzichtet, eine Lovestory einzubauen. Leider ist man es als Leser bei vergleichbaren Ausgangslagen gewohnt, dass romantische Aspekte zumindest in einer Nebenhandlung zum Tragen kommen. Wie gesagt wird hier darauf gänzlich verzichtet. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf den Kampf gegen Dämonen und die Hintergründe der magisch erschaffenen Dämonenjäger. Auch moralische Fragen werden thematisiert – und zum Ende sogar handlungsentscheidend. Die Heldin des Buches hat in diesem Punkt einige Meinungsverschiedenheiten mit dem Anführer der Dämonenjäger auszufechten. Die Wendung, die sich im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner als entscheidend herausstellt, kommt dann trotzdem vollkommen überraschend.
Der auktoriale Erzähler folgt weitestgehend Anjari, jedoch werden einzelne Handlungsabschnitte auch mit Fokus auf andere Charaktere erzählt. Dabei benutzt der Autor einen sehr angenehm lesbaren Stil. Auch wenn eine direkte Fortsetzung eher unwahrscheinlich erscheint, ist ein Wiedersehen mit Anjani und anderen Charakteren in weiteren in dieser Fantasy-Welt angesiedelten Büchern nicht unwahrscheinlich. Aber vielleicht sollte ich mich bei Gelegenheit erst mal den bereits erschienenen Büchern zuwenden.

Fazit:
Die Welt der Dämonenjäger steht im Zentrum dieses Fantasy-Abenteuers, das auf romantische Nebenhandlungen verzichtet.

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Pfad des Schicksals – 1 – Wille des Orakels I

Brienne Brahm
Pfad des Schicksals – 1 – Wille des Orakels I

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Irays Reise

Klappentext:
Als Iray erfährt, dass das Orakel für ihn vorsieht, die geliebten Waldlande zu verlassen, gerät seine perfekte Welt ins Wanken. Die Weissagung verrät ihm weder, wohin sein Weg führt, noch was seine Aufgabe ist. Dennoch macht er sich mit seiner gefiederten Gefährtin Vorona auf, das erste Portal zu durchqueren. Auf seinem Weg begegnet er nicht nur magischen Geheimnissen, sondern auch sich Selbst. Doch die Augen des Bösen blicken eifersüchtig auf ihn herab und dessen eiskalter Hauch heftet sich an seine Fersen. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Rezension:
Inarys 21. Geburtstag steht ins Haus. An diesem Tag ist es bei seinem Volk üblich, das Orakel zu befragen. Allerdings hat das Orakel für ihn eine ganz besondere Aufgabe parat. Inary soll das Portal durchschreiten und fremde Länder besuchen. Über den genauen Zweck dieser Reise verliert das Orakel allerdings kein Wort. Und außer seiner tierischen Gefährtin darf Inary niemanden mitnehmen.
Dass Brienne Brahm den Protagonisten ihrer Fantasy-Reihe auf eine Quest schickt, macht schon der Klappentext deutlich. Natürlich erwartet den Leser in diesem Auftaktband nicht viel mehr als der Aufbruch des Helden in eine ungewisse Zukunft. Was ihm zu Beginn seiner Reise passiert, kann man noch nicht als wirkliches Abenteuer ansehen. Die wenigen Andeutungen wirken allerdings durchaus vielversprechend.
Ein Großteil dieses 1. Bandes handelt allerdings vor Inarys Aufbruch. Und dieser Teil fällt leider nicht ganz überzeugend aus. Zunächst wird der Leser mit sehr vielen, sehr exotisch klingenden Namen überflutet. Wer wer ist und wer Mensch oder tierischer Begleiter ist, muss man sich mühsam zusammenpuzzeln. Das mach den Einstieg in die Geschichte recht kompliziert. All diese Charaktere und deren Gefährten kann ich bis zum Aufbruch des Protagonisten nicht wirklich überblicken. Mit Verlassen seiner Heimat wird die Anzahl der Handelnden allerdings überschaubar. Da anzunehmen ist, dass sich die weitere Geschichte auf Inarys Reise konzentriert, dürfte diese nur schwer zu überblickende Namensschwemme wahrscheinlich keine große Rolle mehr spielen.
Was dem erfahrenen Fantasy-Fan natürlich sofort auffällt, sind die tierischen Begleiter. Dabei denkt man sofort an Philip Pullmans „His Dark Materials“-Trilogie. Welche Rolle die Gefährten hier spielen und ob diese mit der bei Pullman vergleichbar ist, ist bisher allerdings noch nicht erkennbar.
Der Stil der Autorin, die ihre Geschichte in der 3. Person erzählt, kann den Leser durchaus gefangennehmen. Da die ‚Geburtsschwierigkeiten‘ mit dem Beginn des eigentlichen Abenteuers wohl überstanden sind, verspreche ich mit vom Kommenden durchaus ein interessantes Fantasy-Abenteuer.

Fazit:
Der Start in diese Fantasy-Quest fällt zwar etwas schwer, deutet aber auf eine interessante weitere Reise des Protagonisten hin.

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Das Erbe der Macht – Die komplette Schattenchronik im Schuber

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – Die komplette Schattenchronik im Schuber

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Im Schatten des Walls

Klappentext:
Die Welt, wie du sie kennst, ist eine Lüge!
Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jenifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss.
Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern.
Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Kämpfe mit den Lichtkämpfern und dem Rat des Lichts – Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci und viele mehr –, um den Erhalt der Menschheit.
Der Schuber enthält die kompletten vier Romane der „Schattenchronik“ als Taschenbuch.
Enthalten sind außerdem zwei Limited-Edition Postkarten.

Rezension:
Alexander Kent lebt in einer der weniger guten Wohngegenden Londons. Da ist es nicht immer leicht, sich über Wasser zu halten, zumal er keinen Job hat. Doch eines Tages dringt ein Licht in ihn ein. Wenig später tauchen Fremde auf, die ihm erzählen, dass das ein Sigil war und er jetzt ein Magier sei. Alex gerät in eine Welt innerhalb unserer Welt, von der er nie zuvor gehört hatte. Kein Wunder, verbirgt „der Wall“ Magie doch vor den Augen der Nimags – der nichtmagischen Menschen. Alex wird in Magie geschult und Bestandteil eines Teams von Lichtkämpfern, denn es ist das Sigil eines ermordeten Team-Mitglieds, das sich ihn als neuen ‚Wirt‘ ausgesucht hat. Unter der Leitung einiger Unsterblicher kämpfen die Lichtkämpfer gegen die Schattenkrieger.
Wahrscheinlich kennen die Meisten, die diese Rezension lesen, die „Das Erbe der Macht“-Reihe von Andreas Suchanek bereits. In der Tradition (in diesem Fall elektronischer) Heftromane erscheint diese Reihe seit einiger Zeit als Fortsetzungsgeschichte in Staffeln zu jeweils 12 Bänden. Nachdem jeweils 3 eBook-Bände schon seit geraumer Zeit als Taschenbücher erscheinen, liegen die 4 Taschenbücher der 1. Staffel jetzt in überarbeitetem Design zusammen in einem Schmuckschuber vor. Und der ist ein echter Hingucker! Noch dazu wird er deutlich preiswerter als die 4 Einzel-Taschenbücher zusammen angeboten.
Für alle die, die die Reihe und ihren Autor noch gar nicht kennen, sei verraten, dass es sich bei „Das Erbe der Macht“ um eine Action-reiche Urban-Fantasy-Reihe handelt. Als Unsterbliche begegnen dem Leser unter anderen da Vinci, Edison und Einstein. Der Autor ist seinen Fans als wahrer Meister des Spannungsaufbaus bekannt. Jede Frage, die sich der Leser im Laufe der Geschichte stellt, wird irgendwann beantwortet – aber nicht, ohne dabei gleich 3 neue aufzuwerfen. So bewegt sich die Spannung über weite Teile der Handlung auf Thrillerniveau. Ständig warten neue Überraschungen auf den Leser. Wenn man die Staffel in dieser Gesamtausgabe liest, fällt natürlich auf, dass es eigentlich 12 Handlungshöhepunkte gibt. Das ist allerdings nicht tragisch, denn das Staffelfinale ist natürlich auch der Spannungshöhepunkt der ganzen Staffel und bietet damit einen würdigen Abschluss dieser Gesamtausgabe.
Alle Urban-Fantasy-Fans, die diese Reihe noch nicht kennen, sollten „Das Erbe der Macht“ unbedingt einen Blick gönnen. Wieso nicht gleich mit diesem Sammelschuber, der ein Highlight jedes Fantasy-Regals darstellen dürfte.

Fazit:
Schon die 1. Staffel dieser Urban-Fantasy-Reihe stellt ein absolut überzeugendes Highlight dieses Genres dar.

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Efaeyia – 1 – Racalla – die Bestimmung

Scarlett E. Raven
Efaeyia – 1 – Racalla – die Bestimmung

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Eine Dunkelelfe unter Menschen

Klappentext:
…Es war immer offensichtlich, dass das Mündel des Bauern kein menschliches Wesen war. Racallas Lavendelaugen, ihr schlanker, großer Wuchs, die schimmernde Haut – alles Indizien für die edlen Völker, die Elben, in ihren zahlreichen Facetten.
Im Hier und Jetzt starrt sie auf Keylams Rücken, um nicht auf den Boden achten zu müssen. Sie fragt sich zum 1000sten Mal seit ihrem Besuch bei Cainard, ob er sich nicht irren könnte.
Die Aufzeichnungen sind alt. Elben hat hier lange niemand gesehen. „Vielleicht gibt es inzwischen auch bei anderen Elben violette Augentönungen“ beschwört Racalla ihre Gedanken. „Nichts kann ausweisen, welches Elbenvolk mich zu den Menschen nach Chalgari brachte. Oder wozu…..“
Die junge Elbin Racalla wird als Säugling bei einer Bauernfamilie in dem malerischen Dorf Chalgari ausgesetzt und großgezogen. Sie wächst unter denkbar menschlichen Bedingungen heran, ohne zu ahnen, dass ihr selbst eine große Bestimmung mit auf den Weg gegeben wurde.

Rezension:
Eines Abends findet ein Bauernpaar in Chalgari ein ausgesetztes Baby auf seiner Türschwelle. Ein Blick auf die Ohren und die Augenfarbe verrät sofort, dass das kleine Mädchen, dessen Namen ein beiliegendes Pergament als Racalla benennt, eine Elbe sein muss. Aber wo kommt es her? In der Gegend leben keine Elben. Trotzdem zieht das Paar das Kind zusammen mit seinen eigenen auf. Während ihrer Kindheit freundet sich Racalla mit dem Sohn des Försters an. Zusammen gehen sie später auf die Jagd. Spätestens beim Zusammentreffen mit einer anderen Elbe wird jedoch klar, dass sich um Racalla ein Geheimnis windet.
Scarlett E. Raven verfolgt in ihrer High-Fantasy-Reihe „Efaeyia“ den Weg der jungen Dunkelelfe Racalla, die unter Menschen aufwuchs und auf die – wie sich bald herausstellt – eine große Aufgabe wartet. Soweit ein fast schon als typisch zu bezeichnender Start ins Abenteuer der Protagonistin. Da dieser 1. Band mit Racallas Aufbruch aus ihrer bisherigen Heimat endet, kann man noch nicht viel über das Kommende aussagen. Es gibt allerdings Anzeichen, dass für sie eine klassische Quest beginnt.
Der Autorin gelingt es in ihrer Geschichte, glaubwürdige Charaktere zu entwerfen. Die Handlungsweisen der Menschen und der elbischen, aber unter Menschen aufgewachsenen Protagonistin wirken nachvollziehbar. Dagegen erscheinen die Entscheidungen der ‚unverfälschten‘ Elben teilweise schwerer nachvollziehbar. Doch das ist wohl eine bewusste Entscheidung, die der anderen Kultur geschuldet ist. Auch den Stil des aus Sicht eines allwissenden Beobachters erzählten Abenteuers kann man als angenehm lesbar bezeichnen. Auf jeden Fall weckt dieser Band den Wunsch, Racallas Weg weiterzuverfolgen.

Fazit:
Dieser Start in ein High-Fantasy-Abenteuer um eine junge Elbe kann überzeugen.

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Moritex – 2 – Die Töchter der Zeit

Stefan Breuer
Moritex – 2 – Die Töchter der Zeit

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Das Götter-Portal

Klappentext:
Kaiser und Reich stehen auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Doch an den Grenzen brodelt es. Im Norden drängen barbarische Stämme gegen den Grenzwall; im Osten streben ehemalige Fürstentümer nach alter Unabhängigkeit. Jeder erfolgreiche kaiserliche Kommandeur kann der nächste Usurpator sein, der den Thron und die kaiserliche Göttlichkeit für sich selbst beansprucht. Und Nachrichten von unerklärlichen Erscheinungen erreichen die Hauptstadt.
Im zweiten Band der „Moritex-Reihe“ finden Händler, Schmied, Spieler und Jägerin zusammen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise zu einem vor-göttlichen Orakel, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Währenddessen spinnt der Hohepriester Zarostra im Osten seine Intrigen weiter und befeuert den alten Konflikt zwischen der Oasenstadt Tathmur und dem Imperium.
„Moritex“ ist ein Ancient-Fantasy-Roman in zwei Bänden. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist inspiriert von der Welt der Antike: Götter und ältere Mächte, Priester und Politiker, Händler und Soldaten, Politik und Intrige, Helden und normale Menschen. Parallel verlaufende Handlungen verbinden sich, Antworten auf Fragen führen zu neuen Rätseln, bis hin zum großen Finale.

Rezension:
Kaum sind Moritex und seine beiden Begleiter zurück in der Hauptstadt des tuskischen Reichs, bringt der Stadthalter sie mit dem Spieler und der mittlerweile ebenfalls hier eingetroffenen jungen Jägerin zusammen. Gemeinsam sollen sie die Hintergründe der verschiedenen mysteriösen Vorgänge ergründen. Unterdessen schmiedet der Hohepriester Zarostra in einer Stadt inmitten der Wüste seine Ränke. Wohin werden die Wege des Schicksal (oder der Magie?) sie alle führen?
Liefen die einzelnen Teilhandlungen im 1. Band („Das Erz der Götter“) von Stefan Breuers „Moritex“-Dilogie noch unabhängig nebeneinanderher, müden sie jetzt ineinander. Händler, Schmied, Spieler und Jägerin wachsen überraschend schnell zu einem Team zusammen. Das gegenseitige Näherkommen spart der Autor dabei allerdings weitestgehend aus und konzentriert sich stattdessen darauf, wie sich die verschiedenen Talente ergänzen. Wirkte der 1. Band hauptsächlich Moritex-zentriert, entwickelt sich jetzt die (noch) namenlose Jägerin zunehmend zur zentralen Figur. Dass die Welt des Romans stark an die römische Antike angelehnt ist, wird auch in diesem Band immer wieder deutlich. Die Handlung um die Schicksalsgefährten entwickelt sich durchgängig interessant, während die um den Hohepriester ein Nebenschauplatz bleibt. Leider bleiben am Ende mehrere der schon in Band 1 aufgeworfenen Fragen unbeantwortet. Das ist schade, denn anderenfalls wäre dieses Buch ein 5-Sterne-Kandidat gewesen.
Das in der 3. Person erzählte Abenteuer kann sowohl inhaltlich als auch stilistisch überzeugen. Allerdings wäre eine (bisher anscheinend nicht geplante) weitere Fortsetzung, in der die verbleibenden offenen Fragen geklärt werden, wünschenswert.

Fazit:
Diesem interessanten in der Antike angesiedelten Fantasy-Abenteuer fehlt zur Perfektion nur noch die Klärung der offen bleibenden Fragen.

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