Zurück auf Gestern

Katrin Lankers
Zurück auf Gestern

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Magie versus Physik

Klappentext:
Claire und Lulu sind »Herzenszwillinge«: Sie machen alles gemeinsam, seit sie sich kennen. Auf die große Schulparty freuen sie sich seit Wochen, aber dann blamieren sie sich dort unsterblich – ausgerechnet vor den beiden Jungs, in die sie heimlich verliebt sind. Wenn sie doch bloß die Zeit zurückdrehen könnten! Die Freundinnen staunen nicht schlecht, als ihnen genau das mithilfe eines geerbten Schmuckstücks gelingt. Schnell stellen sie fest: So ein Zeitumkehrer ist ziemlich praktisch. Zum Beispiel wenn man dringend eine missratene Mathearbeit ausbügeln muss. In ihrer Begeisterung bemerken sie jedoch nicht die drohende Gefahr: Denn es gibt jemanden, der den Zeitumkehrer um jeden Preis besitzen will. Fast zu spät erkennen Claire und Lulu, dass nicht nur ihre Freundschaft auf dem Spiel steht.

Rezension:
Zu ihrem 15. Geburtstag bekommt Claire im Namen ihrer toten Oma einen Kettenanhänger geschenkt. Dieser wird schon seit langer Zeit immer von der Mutter auf die älteste Tochter weitervererbt, doch da ihre Oma nur einen Sohn, Claires Vater, hatte, bekommt sie ihn jetzt. Der Anhänger scheint zunächst nur aus einer gravierte Kugel zu bestehen. Als Claire und ihre beste Freundin Lulu ihn jedoch gleichzeitig berühren, bekommen sie einen elektrischen Schlag – und die Kugel zerfällt in Halbkugeln. Jede enthält ein Uhrwerk, das sogar noch läuft und die korrekte Zeit anzeigt. Claire und Lulu beschließen, die beiden Hälften fortan zu tragen. Nur zufällig bemerken sie, dass sie mit den kombinierten Halbkugeln ein paar Stunden in die Vergangenheit reisen und so Ereignisse verändern können.
Artefakten, die Zeitreisen ermöglichen, ist man in der Literatur natürlich schon öfters begegnet. Alter und Intentionen der durch die Zeit reisenden Protagonisten waren dabei verschiedenster Natur. An Zeitreisende, die anfänglich nur ihre Mathe-Note verbessern wollen, kann ich mich allerdings nicht erinnern. Genau das plant die ‚Heldin‘ dieses Buches jedoch beim erstmaligen planmäßigen Einsatz ihres ererbten Relikts. Dass der Plan misslingt, dürfte den Genre-erfahrenen Leser wohl nicht allzu sehr wundern. Mit ihrer Protagonistin, die ihre überraschend erhaltenen Zeitreisefähigkeiten eigentlich nur nutzen will, um Schul- und Beziehungsprobleme zu lösen, hat Katrin Lankers dem Genre der Zeitreiseabenteuer jedenfalls einen (zumindest für mich) neuen Geschichtspunkt hinzugefügt. Dass sich das Ganze im weiteren Verlauf zu einem Krimi mit Thriller-Elementen entwickelt, entspricht dann schon eher dem Genre-typisch Gewohnten. Bei all dem kann man jedoch nicht übersehen, dass sich die Handlung dieses Buches über weite Strecken viel mehr mit den ‚Mädchenproblemen‘ der beiden jugendlichen (15-jährigen) Freundinnen als mit Zeitreisen beschäftigt. Betrachtet man den jeweiligen Textumfang, überwiegt dieser typische Jugend- beziehungsweise genauer gesagt Mädchenbuchanteil den Fantasy-Part deutlich. Somit dürfte „Zurück auf Gestern“ nur die Leser (wohl überwiegend -innen) wirklich überzeugen, die sich für beides begeistern können. Für die überraschende Kombination aller genannten Elemente muss man dem ‚Gesamtpaket‘ trotzdem einen erhobenen Daumen zuerkennen.

Fazit:
Diese überraschend gelungene Kombination aus Jugendbuch und Zeitreise-Thriller zieht ihren Reiz aus der ungewohnten ‚Zutatenliste‘.

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Fatebound – 2 – Tribunal der Elfen

Bjela Schwenk
Fatebound – 2 – Tribunal der Elfen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Abstieg in den Vulkan

Klappentext:
***Ein Magier. Fünf Gefährten. Eine Bestimmung.***
Nachdem Kaya und ihre Gefährten nur knapp aus Failin entkommen konnten, sind sie nun auf dem Weg in die Elfenwälder weit im Westen: Sie wollen Elais in ihre Heimat zurückbringen, allerdings liegt zwischen ihnen und ihrem Ziel die Armee Lord Eisens. Doch selbst wenn sie dieses Hindernis überwinden, welchen Empfang werden ihnen die Elfen bereiten?
Was Kaya und ihre Gefährten nicht ahnen, ist, dass sie längst im Netz eines Magiers gefangen sind, dessen Fäden sich bereits über den gesamten Kontinent erstrecken.
Actiongeladene High-Fantasy in einer atemberaubenden Welt voller Licht, Schatten und Magie.

Rezension:
Nachdem Kaya, Haku, Elais und Tkemen am Ende von Band 1 aus dem unmittelbaren Einflussbereich Lord Eisens entkommen konnten, ziehen sie weiter in Richtung des Elfenwaldes, Elaisʼ Heimat. Durch die aus ihrer Gilde verstoßene Diebin Thea erhält die Gruppe Zuwachs. Unterwegs warten jedoch einige Hindernisse auf die Gefährten, und auch die Elfen scheinen über den Besuch alles andere als erfreut zu sein. Tkemens selbstgesetztes Ziel, den mysteriösen Zauberer zu besiegen, wartet auch noch auf ihn. Was werden die anderen Gefährten unterdessen unternehmen?
Bjela Schwenk steigt in Band 2 ihrer „Fatebound“-Reihe beinahe lückenlos dort ein, wo der Reihenauftakt „Bund der Verstoßenen“ endete. Trotzdem die einzelnen Mitreisenden alle ihre eigenen Ziele vor Augen haben, beschließen sie, vorerst gemeinsam weiterzureisen. Aus dieser durchaus ungewöhnlichen Gruppendynamik lässt die Autorin einen Großteil der folgenden Handlung erwachsen. Am Ende des Bandes könnte man als Leser beinahe glauben, die Geschichte wäre hier an ihrem Ende angekommen – und sich über die noch offenen Handlungsfäden wundern beziehungsweise ärgern. Der Schein trügt jedoch, denn die Geschichte ist hier noch nicht abgeschlossen. Auch wenn sich die Gefährten jetzt (vorübergehend?) trennen, sollen ihre Wege weiterverfolgt werden. Dabei dürfte der Leser noch viele unbekannte oder bisher nur angedeutete Aspekte dieser epischen Welt kennenlernen. Man darf wohl gespannt sein, denn der Weg der ‚Schicksals-Gebundenen‘ hat für Fans der (High) Fantasy sicher auch zukünftig einiges zu bieten. Diese Reihe kann Genre-Interessierten eindeutig empfohlen werden.

Fazit:
Die Reise der Zweck-Gefährten kommt an ein vorläufiges Ende, doch das Abenteuer ist damit noch lange nicht beendet.

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Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

Alexander Bálly
Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Ring der Vollkommenheit

Klappentext:
Halblinge haben es schwer unter Menschen.
Lu ist wieder einmal in Geldnot. Die Priester haben ihren Handel mit schlüpfrigen Stempeldrucken verboten, so dass sie sich mit gelegentlichen Arbeiten für einen alten Gelehrten über Wasser halten muss. Als der Gelehrte erschlagen wird, steckt Lu wieder mitten in den Ermittlungen. Ihre einzige Spur zum Täter sind verschwundene Zauberringe. Mit Scharfsinn, Einfallsreichtum und ihrem Talent zur Hochstapelei versucht die Halblingsdame den Mörder zu fassen. Doch eine Leiche kommt selten allein … Auch die Fortsetzung von „Halbling unter Huren und Halunken“ verbindet klassische Krimi-Tradition mit epischer Fantasy, wie sie nie zuvor von einer so sympathischen und zugleich bissigen Heldin in ein spannendes Abenteuer begleitet worden ist.

Rezension:
Lu(pnia)s Leben in Garbath verläuft eigentlich recht positiv. Ihre Drucke einer erotischen Göttin verkaufen sich gut, und auch ihre gelegentlichen Arbeiten für einen etwas sonderbaren Gelehrten bringen ihr ein paar Münzen ein. Doch eines Tages findet sie den alten Mann tot, offensichtlich ermordet auf. Obendrein erlässt die Priesterschaft der Stadt ein einstweiliges Verbot, die Drucke der freizügigen Göttin, für die es in Garbath nicht mal einen Tempel gibt, zu verkaufen. Plötzlich steht Lu in einer Stadt, in der Halblinge wie sie nicht besonders geschätzt werden, ohne Einkommen da. Zum Glück bietet ihr die Inhaberin des benachbarten Theaters, die dem Gelehrten nebenbei den Haushalt geführt hatte – und wohl auch mit ihm liiert war –, an, sie für die Aufklärung des Mordes und die Wiederbeschaffung der dabei verschwundenen magischen Ringe zu bezahlen. Kurz darauf wird auch noch eine Schauspielerin des Theaters ermordet und der Sohn der Inhaberin des Mordes verdächtigt. Obwohl die Stadtwache derartige Einmischungen nicht schätzt, stürzt sich Lu in die Ermittlungen.
Mit diesem Fantasy-Krimi führt Alexander Bálly seine Leser in ein vorindustriell geprägtes Ambiente. Dort leben verschiedene humanoide Wesen zusammen, wobei Halblinge wie die Protagonistin bei der menschlichen Mehrheit – von Lu oft als Trampelfüße bezeichnet – nicht unbedingt in großer Achtung stehen. Bei ihren Ermittlungen spielt ihr das jedoch durchaus in die Hände, weil viele in ihr keine Gefahr erkennen. Wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, schickt der Autor seine Heldin, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, und mit ihr die Leser natürlich auf verschiedene falsche Fährten, bevor sich am Ende eine überraschende Aufklärung ergibt. Dabei entwickelt er eine interessante Detektivgeschichte, die durchaus auch ohne den Fantasy-Part funktionieren würde. Letzterer spielt für die Handlung eigentlich eine eher untergeordnete Rolle. Den Abschluss der spannenden, humorvollen und mitreißenden Story bildet ein Glossar, der dem Leser in der Welt Garbaths bedeutungsvolle Details erläutert. Auch ein paar in der Geschichte vorkommende Gerichte werden hier mit Menschenwelt-tauglichen Rezepten vorgestellt.

Fazit:
Spannung, Humor und Fantasy: Willkommen in Lupinas Welt!

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Phantasma Goriana

Markus K. Korb
Phantasma Goriana

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Zwischen Versailles und Schlachthof

Klappentext:
Wenn Disneyland von Zombies überrannt wird …
Wenn im Bauch eines gestrandeten Wals das Wimmern eines Säuglings zu hören ist …
Wenn ein Milliardär im Dschungel auf Kannibalen trifft …
Wenn der Sänger einer Rockband von der Liebe der Fans überwältigt wird …
Wenn im Garten von Versailles ein Toter gefunden wird …
Wenn eine Vegetarierin gezwungen wird im Schlachthof zu arbeiten …
… dann ist die Zeit reif für die Trugbilder von »Phantasma Goriana«!
Mehr als zwanzig Erzählungen, Novellen und Gedichte aller Spielarten der Phantastik: Science Fiction, Fantasy, Horror. Mit einem Nachwort von Arthur Gordon Wolf und einem Vorwort des Autors

Rezension:
Eine Anthologie voller Trugbilder. Von einem historischen Handelsschiff auf dem Mittelmeer über den Hof des Sonnenkönigs bis in einen modernen Schlachthof führen diese den Leser. Der Schwerpunkt der Kurzgeschichten aus der Tastatur Markus K. Korbs liegt dabei eindeutig bei Horror und Grusel. Gewürzt wird dieser von etwas Fantasy und einer Prise SciFi. Wenn man bedenkt, dass alle enthaltenen Geschichten der Phantasie eines einzigen Autors entsprungen sind, muss man sich allerdings über das erstaunlich differierende Qualitätsniveau wundern. Während vor allem einige der längeren Beiträge wie „Flucht aus der Unterwasserstadt“, eine dystopische SciFi, „Der Tod in der Orangerie“, ein historischer Fantasy-Krimi, „Das Auge der finsteren Stadt“, ebenfalls SciFi, oder „Die Spur der schwimmenden Särge“, eine historische Urban Fantasy, überzeugen können, trifft dies speziell auf einige der kürzeren Geschichten leider weniger zu. Besonders bei den beiden enthaltenen Gedichten („Der Weidebaum am Fluß“ und „Mein modriges Wasserpferd“) kann sich mir die zugrundeliegende Idee nicht erschließen. Viele der anderen Kurzgeschichte können zwar mit einer durchaus interessanten Idee aufwarten, diese in ihrer Kürze aber nicht gänzlich überzeugend an den Leser bringen. So hinterlässt dieses Buch trotz der routinierten Schreibweise des Autors einen durchaus gemischten Eindruck. Speziell die oben namentlich genannten etwas ausführlicheren Geschichten, die durch ihre relative Länge einen erheblichen Teil des Buches einnehmen, lassen den Kauf für Genre-Fans aber trotzdem lohnend erscheinen.

Fazit:
Trugbilder aus allen Nischen der Phantastik sind hier versammelt, wobei speziell die etwas ausführlicheren das Lesen lohnen.

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Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

Tina Tannwald
Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Anruf aus der Elbenwelt

Klappentext:
Ob es die Elben wirklich gibt? Ja. Aber sie sind alles andere als nett.
Kaum hat die fünfzehnjährige Rosa den x-ten Umzug hinter sich gebracht, muss ihre Mutter ins Krankenhaus; ein geheimnisvoller Unbekannter scheint daran schuld zu sein.
Sie muss zur Großmutter, die sie noch nie gesehen hat. Die schrullige Hippiedame ist jedoch nicht weniger chaotisch als ihre Mutter, denn sie glaubt an die Existenz magischer Wesen und bessert ihre Rente mit selbstgebranntem Schnaps auf. Darunter auch den Elbenpfeffer, angeblich eine uralte Eintrittskarte in die Welt der Elben.
Rosa macht sich auf, ihr diesen Unfug auszutreiben, und findet sich unversehens neben dem jungen Hans wieder, der seit über siebzig Jahren an einem Ort festhängt, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Ihre neuen Freunde könnten sie jedoch nach Hause holen.
Wenn sie verrückt genug sind, es zu versuchen.

Rezension:
Obwohl Rosa erst 15 ist, muss sie sich eher um ihre alkoholsüchtige Mutter kümmern als die um sie. Da ihre Mutter immer mit ihr in einen anderen Ort zieht, wenn sie im bisherigen in allen Läden und Kneipen Hausverbot bekommen hat, kann Rosa die Umzüge und Schulen nicht mehr zählen. Wie sie es schon gewohnt ist, findet sie auch in ihrem neuesten Wohnort nur schwer Freunde, denn als ‚in‘ kann man ihre stets gebraucht gekaufte Kleidung nicht annähernd bezeichnen. Einzig zu Kalo und dem schwule Birdy bekommt sie näheren Kontakt. Als ihre Mutter jedoch im Vollrausch stürzt und ins Krankenhaus kommt, muss eine Sozialarbeiterin, die sich auch noch als Kalos Mutter entpuppt, auf die Schnelle eine vorübergehende Unterbringung für Rosa finden. Wie sich herausstellt, wohnt ihre Oma, die sie noch nie kennengelernt hat, in der Nähe und ist bereit, ihre Enkelin aufzunehmen. Bei ihrer Ankunft muss Rosa allerdings schnell feststellen, dass die Großmutter ‚anders‘ ist: Nicht nur, dass das Haus ziemlich altmodisch eingerichtet ist, glaubt die Frau doch ernsthaft an Elben, Wechselbälger und ähnlichem. Mit dem selbstgebrauten Elbenpfeffer kann sie angeblich zwischen Menschen- und Elbenwelt hin und her wechseln. Rosa trinkt vom Elbenpfeffer, um ihrer Oma zu beweisen, dass das Unsinn ist – und landet tatsächlich im Elbenreich. Zusammen mit dem etwas älterem Salim, dessen Großmutter ebenfalls von der Existenz dieser Welt weiß, folgen Kalo und Birdy Rosa, um sie zurückzuholen.
Hätte man den Klappentext nicht gelesen, könnte man dieses Buch am Anfang für ein Sozialdrama halten. So war es in den frühen Kapiteln auch nur die Erwartung auf den Fantasy-Part, der mich zum Weiterlesen brachte. Erst ab dem Wechsel der Protagonistin in die Elbenwelt wird es für Urban-Fantasy-Freunde interessant. Rosas nun folgerndes Abenteuer und die Rettungsmission ihrer Freunde können dann allerdings um so mehr gefallen. Gute, noch nicht abgenutzte Plot-Ideen und der Schreibstil der Autorin werden in diesem Teil des Buches jeden Genre-Fan in ihren Bann ziehen. Beim abschließenden Cliffhanger will man dann nur noch erfahren, wie es weitergeht.
Wie bereits erwähnt, stammt die Protagonistin – ähnlich wie in vielen anderen Urban-Fantasy-Geschichten – aus ‚komplizierten Verhältnissen‘. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wieso gerade in der Urban Fantasy so viele Autoren ihre Helden aus dem Bereich der Unterdogs rekrutieren. Soll das die Motivation der Hauptpersonen begründen? Wollen die Autoren damit zeigen, dass es nur hier echte, uneigennützige Freundschaft gibt? Wie dem auch sei, zumindest im vorliegenden Fall würde das eigentliche Abenteuer auch ohne die schwermütige Sozial-Story am Anfang funktionieren. Ohne diese würde zumindest mir das schon so überzeugende Buch noch besser gefallen.

Fazit:
Diese wirklich überzeugende Urban Fantasy könnte ihre Stärken ohne den sozialkritischen Anfang noch besser entfalten.

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Patricia Vanhelsing – Höllensumpf

Alfred Bekker (Sidney Gardner)
Patricia Vanhelsing – Höllensumpf

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Das Geheimnis lauert im Keller

Klappentext:
Mein Name ist Patricia Vanhelsing und – ja, ich bin tatsächlich mit dem berühmten Vampirjäger gleichen Namens verwandt. Weshalb unser Zweig der Familie seine Schreibweise von „van Helsing“ in „Vanhelsing“ änderte, kann ich Ihnen allerdings auch nicht genau sagen. Es existieren da innerhalb meiner Verwandtschaft die unterschiedlichsten Theorien. Um ehrlich zu sein, besonders einleuchtend erscheint mir keine davon. Aber muss es nicht auch Geheimnisse geben, die sich letztlich nicht erklären lassen? Eins können Sie mir jedenfalls glauben: Das Übernatürliche spielte bei uns schon immer eine besondere Rolle.
In meinem Fall war es Fluch und Gabe zugleich.

Rezension:
Patricia Vanhelsing arbeitet als Journalistin in London, wo sie sich gerne um übernatürliche Vorfälle ‚kümmert‘. Als ein Ex-Filmstar, der zurückgezogen in einem einsamen Haus inmitten der Everglades lebt, bei ihrem Chefredakteur offiziell um ein Interview mit ihr bittet, wird Patricia zusammen mit einem eng befreundeten Kollegen nach Florida geschickt. Schon bei der Ankunft bemerkt sie, dass hier offenbar ihr ‚Spezialwissen‘ benötigt wird.
Wenn ich das Cover richtig deute, wurden Alfred Bekkers „Patricia Vanhelsing“-Geschichten ursprünglich unter dem Pseudonym Sidney Gardner als Heftroman-Reihe veröffentlicht. Genau wie viele andere ähnliche ältere Reihen erleben sie derzeit eine Wiederauferstehung in eBook-Form. Bei anderen Rezensionen derart wiederbelebter ‚Trivialliteratur‘ musste ich immer wieder feststellen, dass es auch in diesem Bereich große Unterschiede im Qualitätsniveau gibt beziehungsweise gab. Zumindest dem von mir gelesene Band „Höllensumpf“ kann ich attestieren, dass er zu den durchaus les- und genießbaren Vertretern dieser Literaturgattung gehört. Größere Überraschungen erwarten den Leser jedoch nicht, da der Boden des Genretypischen kaum verlassen wird. Dass der Titelheldin etwas Ernsthaftes widerfährt, erwartet bei dieser Art von Buchreihen wohl ohnehin niemand. Trotzdem kann diese routiniert geschriebene Story ihren Lesern eine (leicht) gruselige Unterhaltung bieten. Mit dem, was man normalerweise mit dem Namen „van Helsing“ verbindet, findet man zumindest in diesem Band der Reihe jedoch keine Zusammenhänge.

Fazit:
Diese Auferstehung eines alten Heftromans liefert brauchbare Unterhaltung.

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Im Zeichen des Lotus – 17 – Alte Schulden

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 17 – Alte Schulden

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Chaos in London

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Oz ist einer Verschwörung auf der Spur – einer Verschwörung, die vor sieben Jahren dafür sorgte, dass er London und sein altes Leben verlassen musste. Gerissen hat der Feind eine Falle gebaut und geduldig gewartet, bis der Silver zurückkehrt. Es ist ein Spiel um Leben und Tod, das bald sein Ende finden soll.
Welche Verbündeten bleiben dem Geschichtenerzähler?
Werden Penelope und die Silver ihn rechtzeitig finden?

Rezension:
Nach Irland zurückgekehrt findet Titus recht chaotische Zustände vor. Zudem muss er Penelope, die in London eine gefährliche Entdeckung gemacht hat, schnellstmöglich Unterstützung zukommen lassen. Währenddessen gewinnt Oz langsam seine Selbstsicherheit zurück. In Sicherheit ist er damit jedoch noch lange nicht. Außerdem stellt sich heraus, dass die neu hinzugekommenen Silver anscheinend ‚Diener zweier Herren‘ sind.
Nachdem es in Valerie Loes „Im Zeichen des Lotus“-Reihe in letzter Zeit etwas ruhiger zuging, spitzt sich jetzt die Spannung der diversen Handlungsstränge in Richtung auf das bevorstehende Staffelfinale zunehmend zu. Alles deutet auf einen Showdown in London hin. Der Autorin gelingt es, die aktuellen Spannungsbögen hier zu konzentrieren, während andere Teilhandlungen wohl eher eine Vorbereitung für die nächste Staffel darstellen. Speziell auf die Handlungsbögen um den neuen Niem-Offizier und die tschechischen Silver dürfte letzteres zutreffen. Doch vorerst bleibt abzuwarten, wie die Ausgangssituation für die weitere Geschichte nach dem vermutlich Action-lastigen Band 18 aussehen wird.

Fazit:
Das Durchatmen ist zu Ende. Alles deutet auf ein spannendes Staffelfinale hin.

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MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

Ben Wallace
MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Postapokalyptische umherziehende Krieger habenʼs nicht leicht

Klappentext:
Mad Max meets Monty Python …
Die postapokalyptische Welt ist gar nicht so schlimm. Sicher, es gibt Mutanten. Aber für die Menschen in New Hope besteht der tägliche Überlebenskampf nicht so sehr aus der Suche nach Nahrung oder Medizin, viel schwieriger ist es, neue Spieler für ihre Kickball-Teams zu finden.
Dies macht es einem postapokalyptischen Krieger nicht einfach, Arbeit zu finden. Gott sei Dank ist da eine Armee von Mördern und Brandschatzern auf dem Weg in die friedliche Stadt, um sie dem Erdboden gleichzumachen. Nur eine Handvoll ausgebildeter postapokalyptischer umherziehender Krieger kann sie aufhalten.
Gleich zwei haben ihre Dienste angeboten. Einer von ihnen ist eingeladen, zu helfen. Der andere wird zurück in die Einöde geschickt. Doch haben die Stadtbewohner die richtige Wahl getroffen? Werden sie gerettet werden? Und was hat es eigentlich mit den SSB’s, den superschlauen Bären, auf sich?
Finden Sie es heraus, in MAD JERRY, einem rasanten Action- und Abenteuerroman, der in einer erschreckenden Zukunft spielt, die man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.
Fans von Terry Pratchett, Douglas Adams und Monty Python werden ihren Spaß an dieser Apokalypse haben.

Rezension:
Seit dem Fall nicht näher erläuterter Bomben vor 7 Jahren ist die amerikanische Zivilisation ins vor- bis frühindustrielle Zeitalter zurückgefallen. Während die großen Städte von Menschen verlassen wurden und jetzt die Heimat mutierter Wesen sind, leben die übriggebliebenen Menschen in den ländlichen Gegenden ein Leben, das dem des alten Wilden Westens nahekommt. Und dann gibt es da noch die rastlosen postapokalyptischen umherziehenden Krieger, die diesen Kleinstädten ihre Dienste anbieten. Allerdings wollen viele der Städte die Notwendigkeit dieser Hilfe nicht einsehen, denn sie wissen nur wenig von den umherziehenden, marodierenden Söldnertrupps, die sie bedrohen. Als dann zufällig gleich 2 postapokalyptische umherziehende Krieger ihre Dienste offerieren, hofft jeder der beiden, bleiben zu dürfen.
Ben Wallaceʼ Roman wirkt bei näherer Betrachtung nicht annähernd so karikatur- und parodiehaft, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Eine gesunde Portion Humor ist dem dystopischen Abenteuer trotzdem keinesfalls abzusprechen. Da sich die beiden ‚postapokalyptischen umherziehenden Krieger‘, die die Hauptcharaktere des Buches darstellen, ständig gegenseitig bezichtigen, nicht wirklich im Sinne der Orte, denen sie ihre Hilfe anbieten, zu wirken, steht lange Zeit die Frage im Raum, welcher beziehungsweise ob überhaupt einer von beiden eigene Interessen verfolgt. Mit der Einnahme ständig zwischen den beiden Protagonisten sowie weiterer Personen wechselnder Beobachterpositionen gelingt es dem Autor, die Handlung für den Leser beständig interessant zu halten. Insgesamt gesehen gelingt es ihm damit, einen unterhaltsamen Genre-Mix aus Endzeit-Drama, Abenteuer und Humor zu liefern, der Genre-Freunden empfohlen werden kann.

Fazit:
Diesem humorvollen Endzeit-Abenteuer gelingt es, Spannung mit Slapstick-Einlagen zu kombinieren.

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Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

Jennifer Jensch
Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

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Verwandtschaften

Klappentext:
Das Leben von Niko und Alessa ändert sich schlagartig, als sie während einer Auseinandersetzung mit einem Fremden in eine andere Welt fliehen müssen. Nicht nur, dass die beiden sich dort ihren eigenen magischen Fähigkeiten stellen müssen, auch die Rückkehr nach Hause gestaltet sich schwierig. Denn die Königin verlangt, dass Niko und Alessa ihren Rollen in einer alten Prophezeiung gerecht werden. Wer ist diese Hexe, die sie aufsuchen sollen und was weiß sie über das gestohlene Amulett der Königin? Für Alessa und Niko beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch das magische Land.

Rezension:
Eigentlich wollte Niko zusammen mit seiner Freundin Alessa nur kurz bei seiner Großmutter nach dem Rechten sehen, weil er im Vorbeigehen ungewöhnliche Schatten sah. Überrascht stellt er fest, dass sich seine Oma einen magischen Kampf mit einem Fremden liefert. Ehe sie es sich versehen, landen Niko und Alessa durch ein magisches Portal in einer anderen Welt – in der man sie für ‚die Auserwählten‘ hält. Die Königin der fremden Welt erklärt ihnen höchstpersönlich, sie seinen die einzigen, denen es gelingen könnte, Kryptar, einen dunklen Magier, der diese Welt und wahrscheinlich auch die Heimat der beiden unfreiwilligen Helden gleich mit in den Untergang stürzen will, zu besiegen. Für die Beiden, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht haben, beginnt eine ‚Heldenreise‘, auf der sie nicht nur mehrfach um ihr Leben fürchten, sondern auch noch richtig zaubern lernen müssen.
Reisen in andere Welten und auch (mehr oder weniger) klassische Heldenreisen sind in der (Urban) Fantasy keine Seltenheit. Was Jennifer Jenschs Werk von der Mehrzahl ähnlicher Abenteuer abhebt, ist das Alter der Protagonisten. Diese sind volljährige junge Erwachsene und damit ein paar Jahre älter als der Genre-typische Durchschnitt. Für die Handlung spielt dies allerdings keine größere Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen, ähnlich gelagerten Geschichten gibt es hier allerdings nicht nur Schwarz und Weiß. Vielmehr wird im Handlungsverlauf zunehmend klar, dass auch die ‚Guten‘ nicht ganz unschuldig an den Vorkommnissen sind, dass auch der Schwarzmagier nicht völlig grundlos auf Rache sinnt.
Während „Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen“ inhaltlich überzeugen kann, muss man sprachlich beziehungsweise stilistisch leider ein paar Abstriche machen. Speziell die sehr häufige Benutzung des Wortes „sagte“ fällt hier auf. Auch weist der Test des Buchs recht viele Flüchtigkeitsfehler auf. Hier wäre eine gründliche Überarbeitung wünschenswert.

Fazit:
Auffälligstes Merkmal dieser Weltenreise ist das in diesem Subgenre mit jungen Erwachsenen in den Hauptrollen relativ seltene Alterssegment.

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Supertramp

Tamina-Florentine Zuch
Supertramp

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Einmal Hobo sein

Klappentext:
Ein Solotrip voller Abenteuer auf der Suche nach der absoluten Freiheit
Sechstausend Meilen in sechs Wochen, von New York bis nach San Francisco, von der Ostküste bis zur Westküste – und das auf Güterzügen, illegal als blinder Passagier, vollkommen auf sich allein gestellt: Tamina-Florentine Zuch hat es gewagt und sich im Sommer 2017 auf die Spuren der Hobos begeben, die in den 1920er- und 1930er Jahren millionenfach mit den Zügen durch Amerika getrampt sind, um sich von einer Feldarbeit zur nächsten transportieren zu lassen.
Die 27-jährige Fotografin begegnete faszinierenden Persönlichkeiten, die sich den Anforderungen einer rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft widersetzen. Sie verbrachte Wochen unter freiem Himmel, erbettelte Geld und Essen, rauchte mit einem pensionierten Polizisten einen Joint und wurde an einem Tag beinahe von einer giftigen Schlange gebissen und von einem Redneck erschossen. Jeder Tag war ein Abenteuer und die Nächte erst recht.

Rezension:
Es gibt hierzulande bestimmt nicht wenige, die davon träumen, irgendwann mal eine ausgedehnte, lange USA-Rundreise zu unternehmen. Die wenigsten werden dabei aber auf die Idee kommen, eine solche Reise wie die Autorin in guter alter Hobo-Tradition als illegaler Fahrgast auf Güterzügen zu unternehmen. Dazu gehört schon ein gewisses Maß an Verrücktheit.
Gleich nach dem Flug nach New York sucht die Autorin Kontakt zu Obdachlosen, um Ratschläge und eventuell auch einen Reisekameraden zu finden. Obwohl sie beides bekommt, missfällt ihr dieser Reisestil bald, sodass sie jetzt auch größere Strecken als Anhalterin zurücklegt. Erst als sie auf andere Freizeit-Hobos trifft, die wie sie selbst nicht aus Not, sondern aus Abenteuerlust illegal auf Güterzügen reisen, scheint sie sich wirklich wohlzufühlen. Das merkt man als Leser dem Buch auch an, denn erst ab hier macht das Mitreisen auf dem Papier wirklich Spaß, während der Text zu Beginn – zumindest nach meinem Geschmack – zu oft auf die sozialen Probleme ihrer temporalen Reisegefährten eingeht. Erst bei den Erlebnissen mit Gleichgesinnten wird der Abenteuer-Charakter der Reise wirklich deutlich. Gemeinsam mit Seelenverwandten steigt allerdings auch die Risikobereitschaft der Autorin merklich an, die in mehrfacher Hinsicht an ihre Grenzen geht.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher und interessanter Reisebericht einer Autorin, die offenbar das Extreme liebt.

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