Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

Hubert H. Simon
Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

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Forscher als Schatzsucher

Klappentext:
DIE ABENTEURER – AUF DEN SPUREN DER VERGANGENHEIT:
Auch in unserer modernen Welt gibt es unzählige Rätsel. So ist bis heute das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks ungelöst. Auch wurde bisher noch kein Hinweis auf die Existenz von Atlantis gefunden. Und welche Vorgänge verbergen sich hinter der Entstehung von Kornkreisen? Können tatsächlich alle UFO-Sichtungen auf optische Täuschungen zurückgeführt werden? Und gibt es irgendwo nicht doch ein „El Dorado“ zu entdecken?
Diesen und vielen anderen Rätseln sind die Abenteurer Thomas Ericson und Gudrun Heber auf der Spur. Egal, ob als dynamisches Duo oder in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen des A.I.M.-Teams, sie entschlüsseln antike Hinweise, erkunden atemberaubende Orte und bestehen tödliche Gefahren.
Doch nicht nur sie haben es auf die vergessenen Geheimnisse abgesehen. Verfolgt vom mysteriösen Professor Karney hetzen die Forscher über den ganzen Globus. Und dabei entpuppt sich ihr größenwahnsinniger Verfolger schnell als intelligenter Gegner: berechnend, eiskalt und immer tödlich …

DIE ABENTEURER – FOLGE 1: DAS MAGISCHE AUGE:
Bei einem Brand auf der Pazifikinsel Gardner wird eine bislang unerforschte Pyramide freigelegt. Die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber machen sich auf, ihre Geheimnisse zu lüften. Schnell ist klar, dass es hier weit mehr als eine alte Ruine zu entdecken gibt.
Doch sie begeben sich in höchste Gefahr. Denn in der Tempelanlage erwarten sie nicht nur ungeahnte Reichtümer und nie endender Ruhm, sondern auch tödliche Fallen, riesige Tempelwächter und ein uralter Mayafluch …
Und es kommt noch schlimmer: Auch der mysteriöse Professor Karney versucht, die alten Kostbarkeiten an sich zu reißen und das verlorengegangene Wissen für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und Karney hat bereits einigen Vorsprung …
Die Abenteurer – Auf den Spuren der Vergangenheit: Ein rasanter Trip an atemberaubende Orte der Menschheitsgeschichte. Ein Wettlauf um nie endenden Ruhm, unermesslichen Reichtum und längst vergessene Geheimnisse. Spring auf und entdecke zusammen mit den Abenteurern die Rätsel der Vergangenheit!
Ein Muss für Fans von Indiana Jones, Clive Cussler und Matthew Reilly!

Rezension:
Als auf einer Insel im Pazifik überraschend eine Pyramide entdeckt wird, wollen die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber diese unbedingt schnellstmöglich untersuchen. Sie ahnen nicht, dass die Insel bereits in grauer Vorzeit vor rund 5000 Jahren von Angehörigen heute beinahe vergessener Völker besucht wurde. Schnell müssen die beiden Forscher jedoch feststellen, dass das Objekt ihrer Begierde von unerwarteten Wächtern beschützt wird.
Wow, der ‚Klappentext‘ dieses eBooks erreicht beinahe die Länge mancher Kurzgeschichte – und ist damit deutlich länger als meine Rezension. Sowohl dieser als auch das Cover lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei „Die Abenteurer“ um eine Art eBook-Heftroman-Reihe handelt. Leider muss man feststellen, dass die Rückblicke in ferne Vergangenheit die interessantesten Abschnitte dieses Abenteuers darstellen, während die Gegenwartshandlung fast jedem nur denkbaren Cliché, das man mit Heftroman-Abenteuern assoziieren könnte, entspricht. Anders ausgedrückt: eine Handlung nach Schema F. Auch wenn nach Abschluss dieses Bandes noch nicht alle Zusammenhänge aufgeklärt sind und dieser in einem klassischen Cliffhanger endet, hält sich die Lust, der Geschichte im nächsten Band weiter zu folgen, in Grenzen.

Fazit:
Die an sich brauchbare Idee wird leider von einer lustlosen Umsetzung nach Schema F zunichtegemacht.

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Rasmus und die Gilde der Propheten – 3 – Die Inneren Wege

Gereon Sand
Rasmus und die Gilde der Propheten – 3 – Die Inneren Wege

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Das Erwachen

Klappentext:
Das Brachfest hat begonnen! Annstein, die Stadt der Künste, kleidet sich in das Licht abertausender Lampions, um den Sommer zu verabschieden. Dichter- und Sängergilden duellieren sich in Wettstreiten, während das Brachfeuerwerk am Himmel erblüht und der Maskenkarneval in den Straßen tobt.
Hinter den Mauern der Prophetengilde hingegen werden jahrzehntealte Rechnungen beglichen. Propheten wie rivalisierende Diebesgilden setzen alles auf eine Karte, um die Machtverhältnisse in der Metropole neu zu ordnen. Rasmus, der sich im Annsteiner Elendsviertel verbirgt, gerät einmal mehr in den Strudel der Ereignisse und wird schließlich Zeuge, wie der lange vorhergesagte Wahrbringer erwacht …

Rezension:
Rasmus und seine Wahrträumerin Stella verstecken sich im Hoffend, dem Annsteiner Armenviertel. Noch können sie nicht ahnen, dass sie gerade hier in Lebensgefahr sind, denn der hinterhältige Wahrmeister Jovan will den Trubel des Brachfestes nutzen, um das ganze Viertel restlos zu zerstören. In der Nacht des Festes läuft jedoch einiges aus dem Ruder. Für keinen der Beteiligten kommt es so, wie er es erwartet hat. Bei den zahllosen Todesopfern fragt sich, wer überlegt – und wer nicht. Doch als der Morgen anbricht, erwacht der neue Wahrbringer. Und das ist nicht der, der sich selbst dafür hielt.
Wie es sich schon in Band 2 dieser Reihe andeutete, verdichten sich auch hier die unterschiedlichen Handlungsfäden weiter. Für den Leser beginnt sich aus der Vielzahl der Einzelhandlungen ein großes Bild zu formieren, während die diversen Protagonisten noch Probleme haben, ihre Position im großen Mosaik zu erkennen. Unterdessen muss der große ‚Strippenzieher‘ erkennen, dass ihm seine Fäden nach und nach entgleiten und er die sicher geglaubte Kontrolle über die von ihm angestoßenen Vorgänge verliert.
Nachdem im vorhergehenden Band das Fantasy-Element rund um Wahrprediger, Wahrschreiber und Wahrträumer den Kern der Handlung bildete, tritt diesmal die Action in den Vordergrund. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Auch Charakter, von denen man es eigentlich weniger erwartete, müssen plötzlich um ihr Leben fürchten. Dabei darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass sich der Großteil der Ereignisse dieses mit 530 Seiten nicht gerade schmalen Buches im Zeitraum einer einzigen Nacht, der des Brachfestes abspielt.
Es fällt auf, dass das Erwachen des neuen Wahrbringers, der vermeintliche Höhepunkt der Tetralogie um „Rasmus und die Gilde der Propheten“, bereits hier in Band 3 erfolgt. Somit stellt sich die Frage, wie die spannenden und aufregenden Ereignisse im Abschlussband noch übertroffen werden können. Der vorliegende Band kann den aus seinen Vorgängern resultierenden Erwartungen jedenfalls mühelos gerecht werden. Auf Band 4 darf man gespannt sein.

Fazit:
Eine Überraschung jagt die nächste. Die Spannung lässt kaum mal für kurze Zeit nach.

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Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

Johanna Stöckl
Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

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Abenteuer am Pannonischen Meer

Klappentext:
Liebe Lena!
Wenn du dieses Tagebuch findest, such nicht nach uns!
Parallelwelten gibt es wirklich!
In diesem Büchlein findest du die völlig abgedrehte Story, wie ich mit Katrin, unserem Ex-Freund Leo und einer halb-japanischen Möchtegern-Ninja namens Keiko in einer Welt gelandet bin, in der die Monarchie nie untergegangen ist und in der es nicht nur so Scheiß wie Dampfwagen und Luftschiffe gibt, sondern in der auch Magie existiert. Könnte echt cool sein, wenn wir uns nicht gleich die mächtigste Geheimorganisation dieser Welt zum Feind gemacht hätten und jetzt auf der Flucht wären!
Ich weiß, du glaubst sicher, dass ich total durchgeknallt bin, aber es ist wahr!
Ich schwörʼs!
Deine Tina

Rezension:
Eigentlich will Tina nur ihren Zug noch erreichen, doch in der Eile stößt sie mit einem Mann zusammen. Im Gewühl des Bahnhofs heben beide schnell ihre heruntergefallenen Smartphones wieder auf – und verwechseln sie dabei. Diese Verwechslung stürzt Tina jedoch direkt in die Machenschaften eines skrupellosen japanischen Geschäftsmannes hinein. Und plötzlich steckt sie zusammen mit ihrer besten Freundin, ihrem Ex-Freund und der Tochter des Japaners in einer Parallelwelt fest, in der zwar die Donaumonarchie noch existiert, der Meeresspiegel durch eine globale Katastrophe aber bis hinein in die Außenbezirke Wiens angestiegen ist. Die Krönung ist, dass in dieser Welt Magie real existent ist. Schon bald stehen die Reisenden ganz oben auf der schwarzen Liste des Chef-Inquisitors des magischen Zirkels.
Reisen in andere Welten finden sich in der Fantasy-Literatur nicht selten. Auch dass diese fremden Welten der uns bekannten sehr ähneln und sich nur in Details unterscheiden, ist dabei nicht neu. Was Johanna Stöckls Trilogie jedoch vom Großteil anderer Parallelwelt-Fantasys unterscheidet, ist die Durchmischung mit verschiedenen anderen Genres. So erscheint der 1. von 3 Teilen dieses 1. Bandes der Reihe um Tinas Abenteuer eher wie ein Thriller als wie eine Fantasy-Story. Erst mit dem Wechsel in die andere Welt tritt das Fantasy-Element in den Vordergrund. Da diese Welt technisch aber weitgehend auf dem Stand des beginnenden 20. Jahrhunderts stehengeblieben ist, spielen auch ansonsten eher aus Zeitreise-Geschichten gewohnte Elemente eine Rolle. Gerade dieser Genre-Mix macht zu einem erheblichen Teil den Reiz dieses gelungenen Buches aus, bei dem man am Ende am liebsten gleich den Folgeband in die Hand nehmen würde.
Besonders positiv sei erwähnt, dass zumindest bisher keine Lovestory in den Fokus gerät, wie es bei Fantasy-Abenteuern mit jugendlichen Protagonistinnen leider sehr häufig (negativ) auffällt.

Fazit:
Dieses Parallelwelt-Zeitreise-Fantasy-Abenteuer kann auf ganzer Linie überzeugen. Auf die Folgebände dieser Trilogie darf man gespannt sein.

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Ein MORDs-Team – 20 – Der verlorene Junge

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – 20 – Der verlorene Junge

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Fuchs und Mäuse

Klappentext:
Um das Leben von Alice zu retten, begeben sich Mason, Olivia, Randy und Danielle auf die Suche nach deren verschollenem Zwillingsbruder.
Unterdessen beginnt Elisabeth damit, die Macht der Dynastien an allen Fronten anzugreifen – und Harrisons Dad unternimmt den entscheidenden Schritt.

Rezension:
Um Aliceʼ verschwundenen Bruder zu finden, wollen Mason, Olivia, Randy und Danielle in den Akten ihres geheimen Raums nach Hinweisen suchen. Dort müssen sie jedoch entsetzt feststellen, dass jemand ihren offensichtlich doch nicht gänzlich geheimen Raum gefunden und geplündert hat. Vieles deutet darauf hin, dass es der ‚Fuchs‘ war. Diesem, der damals als größter Gegenspieler des ‚Chamäleons‘ galt, gelang es vor Jahrzehnten, einen wertvollen Diamanten aus dem Stadtmuseum zu entwenden. Und genau dieser Diamant kehrt gerade jetzt ins Museum zurück. Das MORDs-Team befürchtet und hofft zugleich, den ‚Fuchs‘ bei der Ausstellungseröffnung stellen zu können. Dass sie währenddessen zu ihrem eigenen Schutz von Geheimagenten bewacht werden, macht die Angelegenheit nicht leichter.
Dass Andreas Suchanek auch beim mittlerweile bereits 20. Band dieser Reihe noch neue Wendungen einfallen, die auch noch zum bereits bekannten passen, kann selbst einen Gewohnheitsleser des MORDs-Teams fast überraschen. Ansonsten gibt es nach 19 Rezensionen kaum noch etwas hinzuzufügen, was zur herausragenden Qualität dieser Reihe nicht bereits mehrfach erwähnt wurde. Da bleibt nur, die unbedingte Leseempfehlung erneut zu wiederholen.

Fazit:
Auch dieser Band kann das gewohnt hohe Niveau dieser Reihe wieder mühelos halten.

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Geschichten aus Barathrum – 1 – Das Monster von Pembertown

Nikolaus Jankowitsch
Geschichten aus Barathrum – 1 – Das Monster von Pembertown

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In des Monsters Höhle

Klappentext:
Die kleine Gemeinde Pembertown, fernab bekannter Handelsrouten in den Bergen gelegen, wird seit Monaten von einem Monster geplagt, welches immer wieder für mysteriöse Tode und verschwundene Bewohner sorgt. Joshua gelangt durch einen Zufall zu der entlegenen Stadt und wird dort vom Ältesten um Hilfe gebeten – was für Joshua wieder einmal ein rasantes Abenteuer mit haarsträubenden Situationen und überraschendem Ausgang bedeutet.
„Das Monster von Pembertown“ ist die erste Geschichte der neuen Kurzgeschichten-Reihe „Geschichten aus Barathrum“, welche bekannten und teilweise neuen Figuren auf ihren Abenteuern in der Welt von Barathrum – bekannt aus den vier Romanen der gleichnamigen Serie – folgt. Der Protagonist der Romane muss in dieser Kurzgeschichte mit einem gefährlichen Monster fertig werden und die kleine Gemeinde Pembertown von der Last des Monsters erlösen.
Auch hier werden sich LeserInnen wieder fragen: wie würde ich an seiner Stelle handeln?

Rezension:
Joshua zieht einsam durch eine Welt, die die Menschheit fast zerstört hat. Die einzigen überlebenden Tiere sind mutierte Formen der alten, längst ausgestorbenen Fauna. Als er den abgelegenen Ort Pembertown erreicht, bitten ihn die Einwohner um Hilfe, denn sein Ruf als ‚Held der Ödlande‘ eilt Joshua voraus. In den Bergen soll ein Monster leben, dass immer wieder Einwohner des Ortes tötet. Da man schließlich auch als Held vor irgendetwas leben muss, willigt er ein.
Wie man bereits dem Klappentext entnehmen kann, handelt es sich bei dieser Kurzgeschichte um das Spin-off einer Romanreihe. Der Tatsache, dass ich diese nicht kenne, mag es vielleicht geschuldet sein, dass ich mich schwer tat, in diese Welt und die Figur des Joshua hineinzufinden. Aus diesem Grund ist es auch sehr kompliziert, ein gerechtes Urteil über dieses eBook zu fällen. Der Stil und auch das geschaffene Ambiente haben durchaus ihren Reiz, und ich kann mir vorstellen, dass diese Nebengeschichte für Kenner der Romane gut funktioniert. Alleinstehend ohne diesen Hintergrund kann sie allerdings leider nicht gänzlich überzeugen, denn es bleibt zu wenig Raum, diese Welt kennenzulernen und den Protagonisten charakterlich zu verstehen.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte empfiehlt sich wohl nur für Kenner der zugrundeliegenden Romanreihe.

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Gus Masters – 1 – Lilith

Andreas Kohn
Gus Masters – 1 – Lilith

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Zombies im Wilden Westen

Klappentext:
Kriegsveteran Gus Masters führt im Jahr 1869 einen der letzten Siedlertrecks nach Westen, als dieser von wahnsinnig gewordenen Gestalten angegriffen wird. Die Angreifer scheren sich weder um Schmerzen noch um schwere Verletzungen, und sie scheinen weder lebendig noch wirklich tot zu sein. Nur mit Mühe und Not können sich die Überlebenden in den nächsten Ort retten. Doch auch hier geraten Gus Masters, die Siedler und nun auch Gumbles Bewohner mit den Horrorgestalten aneinander – und ihre Opfer reihen sich sogleich in das Heer der Untoten ein. Dann tauchen merkwürdige Fremde auf, die eine unglaubliche Geschichte zu erzählen haben, und ein Kind mit geheimnisvollen Kräften wird geboren, um das ein erbarmungsloser Kampf entbrennt.

Rezension:
Gus Masters ist ein Veteran des Westens. Für eine gute Bezahlung führt er einen überwiegend aus Frauen und Kindern bestehenden Trek nach Oregon, wo diese ihre Männer beziehungsweise Väter wiedertreffen wollen. Unterwegs wird der Trek jedoch von Eisenbahnarbeitern angegriffen, die sogar gegen Gewehrschüsse weitgehend immun zu sein scheinen. Schnell stellt sich heraus, dass es Untote sind. Obwohl ihnen zunächst die Flucht gelingt, folgt ihnen das Grauen in die nächste Stadt. Der Sheriff dort ist mit der Situation völlig überfordert. So müssen Gus und ein paar zuverlässige Helfer die Sache in die Hand nehmen. Der Trek zieht unterdessen ohne seinen Führer weiter. Niemand ahnt, dass ein paar in Kämpfen oberflächlich Verletzte das Grauen schon in sich tragen. Die Wahrheit über das Übel wissen Fremde, mit denen niemand rechnet.
Western, Zombie-Horror, SciFi, gewürzt mit einer Prise Humor – und das alles in einer einzigen Geschichte. Dass Andreas Kohns „Gus Masters“-Reihe ungewöhnlich ist, braucht man da wohl nicht ausdrücklich zu betonen. Auch wenn man es zunächst bezweifeln könnte, muss man eindeutig sagen, dass dieser Genre-Mix ausgezeichnet funktioniert.
Zumindest in diesem Band steht dabei der Titelheld weit weniger im Zentrum des Geschehens, als man bei einer nach ihm benannten Reihe erwarten könnte. Der Fokus liegt über weite Strecken auf anderen Personen. Da die Handlung allerdings häufig zwischen unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, ist dies auch kaum verwunderlich. Ein Protagonist, der zuerst wie ein unwichtiger Nebencharakter wirkt, wird im Laufe der Geschichte sogar zu einer zentralen Figur.
Zusammenfassen kann man feststellen, dass diese doch sehr außergewöhnliche Idee überzeugend umgesetzt wurde. Auf die Fortsetzung(en) kann man gespannt sein.

Fazit:
Dieser wilde Genre-Mix aus Western, SciFi und Horror funktioniert überraschen gut. Daumen hoch!

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Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

Jonas M. Light
Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

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Coaching im Elysarium

Klappentext:
Eine uralte Macht ist erwacht: Die Macht der Schatten!
Kaum jemand kennt die Wahrheit: Unsere Welt, wie du sie kennst, ist von Licht- und Schattenenergie umgeben. Nur wenn beide Energien im Gleichgewicht sind, halten sich auch Gut & Böse die Waage. Doch das Gleichgewicht ist in Gefahr, da eine uralte Macht erwacht ist und danach trachtet, unsere Welt zu vernichten: die Macht der Schatten! Unsere letzte Hoffnung ist ein Schauspieler aus der Kleinstadt Capeville. Sein Name: Tad Parker. Gemeinsam mit der Lichtfee Fay soll er seiner Bestimmung folgen und sich der Macht der Schatten entgegenstellen. Doch auf der wundersamen Reise entdeckt er nicht nur seine Superkräfte, sondern auch seine tiefsten Schatten.
Der Sammelband „Das Erbe der Schattenwächter“ enthält die ersten fünf Bände der Powerfantasy-Serie Tad Time:
• Tad Time #1: Die Stadt des singenden Segels
• Tad Time #2: Das Sternenorakel
• Tad Time #3: Schatten im Dschungel
• Tad Time #4: Pfad der Schatten
• Tad Time #5: Die Herrscher von Jorum
Inkl. Karte der Fantasywelt Jorum und den beliebten Feel-Übungen der Lichtfee Fay mit Tipps für mehr Superpower!

Rezension:
Tad Parker steht auf der Bühne und wird, wie es das Script verlangt, erschossen. Sein theatralischer Todessturz läuft etwas aus dem Ruder, er kommt mit dem Kopf hart auf und wird bewusstlos. Als er wieder erwacht, befindet er sich im Elysarium, wo ihm die Lichtfee Fay offenbart, dass es nun seine Aufgabe sei, die Welt zu retten. Erst nach und nach wird ihm klar, dass „die Welt“ dabei nicht nur unsere Welt umfasst, sondern ein ganzes Weltengebilde meint. Plötzlich findet sich Tad in lebensgefährlichen Missionen auf unterschiedlichsten Planeten wieder.
Die Idee zu Jonas M. Lights Fantasy-Reihe klingt recht interessant. Leider kann die Umsetzung die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dass der Protagonist immer wieder in gänzlich anderen Umgebungen agieren muss, entspricht zwar der Idee, die hinter der Reihe steht, wirkt für den Leser aber teilweise wie verwirrendes Stückwerk. Mal steckt Tad im Untergrundkampf gegen einen diktatorischen General, mal im Dschungel, wo es gefährliche Kreaturen zu bekämpfen gilt. Zusätzlich kommt es zu Widersprüchen, die zumindest in den in diesem Sammelband enthaltenen Bänden nicht aufgeklärt werden. So beginnt alles mit dem erwähnten Unfall auf der Theaterbühne und Tads Aufwachen im Elysarium. Dann folgt allerdings noch eine Szene, in der er sich im Krankenhaus befindet. An dieser Stelle könnte man zu der Auffassung kommen, das Elysarium bestände nur in Tads Fieberträumen. Später behauptet Fay allerdings, Tad wäre wirklich tot, und zwar infolge eines Selbstmordes. Spätestens hier kann sich der Leser kein konsistentes Bild mehr bilden. Natürlich ist es möglich, dass dieses Rätsel in späteren Bänden noch geklärt wird, bisher erscheint es beim Lesen jedoch sehr verwirrend. Erst im 5., dem letzten der hier enthaltenen Bände, findet die Geschichte zu einer nachverfolgbaren Handlung.

Fazit:
Der Start dieser Reihe wirkt auf den Leser nicht optimal. Die zugrundeliegende Idee ist allerdings zu Steigerungen fähig.

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Rasmus und die Gilde der Propheten – 2 – Die Tiefen Wege

Gereon Sand
Rasmus und die Gilde der Propheten – 2 – Die Tiefen Wege

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Freund oder Feind?

Klappentext:
Die Gilde der Propheten regiert die Republik von Annstein. Wahrprediger manipulieren die Bevölkerung mit der Kraft ihrer Stimme, Wahrträumerinnen durchleben Visionen aus dem Leben anderer und Wahrschreiber steuern und protokollieren deren Visionen.
Das Brachfest steht unmittelbar bevor. Rasmus, der einzigartige Fähigkeiten als Wahrschreiber zeigt, durchläuft mit seiner Wahrträumerin in atemberaubender Geschwindigkeit die Vier Wege. Für die machtgierigen Wahrmeister stellt der unerfahrene Adept ein willkommenes Werkzeug dar, und als Wahrprediger Jahandro ein Jahrhunderte altes Geheimnis aufdeckt, überschlagen sich die Ereignisse …

Rezension:
Rasmus und seine Wahrträumerin werden durch die Wahrmeister praktisch gefangengehalten. Durch ein ‚Band‘, das Wahrprediger-Adept Jahandro legen musste, ist Rasmus nicht mehr Herr seiner eigenen Gefühle. Währenddessen soll Leutnant Milan im Auftrag seines Bruders, des Wahrmeisters der Münze, eine geheime Ladung in Empfang nehmen und diskret nach Annstein bringen. Die Diebin Nalissa und der Assassine Keshar haben unterdessen ihre eigenen Probleme, und die Tanzenden Klingen sind natürlich auch noch aktiv. Genau wie letztere befindet sich auch ein Tourist aus dem Norden namens Tjark auf den Weg nach Annsteim, um dort dem berühmten Brachfest beizuwohnen. Keiner der genannten ahnt, wie schnell sich ihre Schicksale verknüpfen werden.
Es ist schon eine beeindruckende Anzahl an Handlungsfäden und Erzählperspektiven, die Gereon Sand im 1. Band seiner „Rasmus und die Gilde der Propheten“-Tetralogie aufgebaut hat. Während all diese dort jedoch weitgehend kontaktlos nebeneinanderher liefen, beginnen sie sich im vorliegenden Buch immer weiter anzunähern und langsam zu verschmelzen. Auch wird im Laufe des Buches immer klarer, wer hier die Fäden zieht und was er damit erreichen will. Doch immer mehr seiner Marionetten beginnen sich gegen ihre Fäden zur Wehr zu setzen. Langsam bildet sich eine Opposition, auch wenn die daran Beteiligten noch nicht durchschauen, was genau ihr ‚Puppenspieler‘ im Schilde führt. Im Gegensatz dazu kann sich der Leser langsam zumindest eine Theorie bilden, worauf alles hinauslaufen könnte.
Durch die Verlagerung des Schwerpunktes auf die Wahrprediger, Wahrschreiber und Wahrträumerinnen steht das Fanrasy-Element diesmal stärker im Zentrum der Handlung. Die ‚fehlenden‘ Genre-typischen Zauberer und Verwandten sind allerdings aller Voraussicht nach auch im Rest der Reihe nicht zu erwarten.
Dieses komplexe Handlungsgeflecht nimmt den Leser immer mehr gefangen, um so weiter er in die Handlung eintaucht. Dabei schneidet dieser Band sogar noch besser ab als sein Vorgänger. Das dort gefällte positive Urteil kann man nur noch weiter nach oben korrigieren. Hier stimmt einfach alles: Stil, Sprache und Handlung. Nur gut, dass Band 3 schon bereitliegt, um gleich weiterzulesen.

Fazit:
Dieses beeindruckende Fantasy-Epos kann allen Genre-Fans nur empfohlen werden.

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Rasmus und die Gilde der Propheten – 1 – Die Äußeren Wege

Gereon Sand
Rasmus und die Gilde der Propheten – 1 – Die Äußeren Wege

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(Hier kommt wieder mal eine etwas ältere Rezension, die entstand, als es das Eisenacher Rezi-Center noch gar nicht gab. Da ich gerade dabei bin, die Rezi zu Band 2 zu verfassen, will ich hiermit noch schnell die von Band 1 nachreichen.)

Der gebundene Wahrschreiber

Klappentext:
Die Gilde der Propheten regiert die Republik von Annstein. Wahrprediger manipulieren die Bevölkerung mit der Kraft ihrer Stimme. Wahrträumerinnen durchleben Visionen aus dem Leben Anderer und Wahrschreiber steuern und protokollieren deren Visionen.
In den brütendheißen Sommertagen des Langmondes fiebert die Hauptstadt der Republik dem Brachfest entgegen – einem Spektakel, das mit Sänger- und Dichterwettstreiten, Feuerwerk sowie erotischen Abenteuern Einheimische wie Besucher fasziniert. Während das organisierte Verbrechen einen brutalen Kampf um die Vorherrschaft in der Hauptstadt ausficht, verliert Rasmus, ein notorisch erfolgloser Dichter, durch eine Folge aberwitziger Ereignisse die Kontrolle über sein Leben.
Deutschsprachige High Fantasy im Stil von „Game of Thrones“ – das fulminante Debüt von Gereon Sand führt den Leser in einen Sumpf von Intrigen, Geld, Sex und Macht, in dem nicht nur billiger Wein und das Brachbier in Strömen fließen.

Rezension:
Annstein, weithin bekannt als Stadt der Künste, Hauptstadt der gleichnamigen, weitgehend mittelalterlich geprägten Republik, Sitz der Gilde der Propheten, deren Führungsriege das Land regiert. Doch hinter den Kulissen geht es weit weniger geordnet und gesittet zu. Mehrere Diebesgilden kämpfen um ihre Reviere in der Unterwelt, der immer noch reiche und einflussreiche Adel will seine Interessen wahren. Der Süden des Landes ist abtrünnig, zum Nachbarn im Norden mehren sich die Spannungen. Und aus all dem versucht auch noch eine Söldnertruppe zu profitieren.
Der Leser verfolgt das Geschehen aus der Perspektive wechselnder Protagonisten, die zunächst selbst keinen Durchblick durch dieses Gespinst aus Intrigen und Komplotten haben, ja es oft nicht einmal bemerken. Neben Rasmus, einen verhinderten Poeten, wären da noch eine Diebin, ein Sergeant der Stadtwache, ein Berufsmörder, ein perverser Söldner, ein Tourist aus dem Norden, der meist für humorvolle Szenen ‚zuständig‘ ist, und einige andere. Die Wege all dieser Personen, die sich zunächst größtenteils nicht kennen, stellen sich immer mehr als miteinander verwoben heraus. Wer spielt da welches Spiel, wer zieht welche Drähte? Da fällt es dem Leser vorerst nicht leicht, überhaupt erst einmal herauszufinden, wer gute und wer weniger gute Ziele verfolgt. Zwischen Weiß und Schwarz gibt es in Annstein sehr viel Grau. Wer von den Mächtigen Annsteins in diesem Durcheinander wen benutzt, um welche Ziele durchzusetzen, wird bis zum Ende des Buches nicht klar. Das verwundert allerdings nicht, wenn man bedenkt, dass „Die äußeren Wege“ den Auftaktband einer geplanten Tetralogie darstellt.
Auch wenn Wahrträumer, Wahrschreiber und Wahrprediger ein zentrales Element des Buches darstellen, steht das Phantastische nicht im Mittelpunkt der Handlung. Deren Schwerpunkt bilden vielmehr die Intrigen in Annheims Gesellschaft. Allerdings ist zu vermuten, dass sich das in den folgenden Bänden durchaus ändern könnte.
Der Autor Gereon Sand – wobei es sich, wie im Buch ausdrücklich erwähnt wird, um ein Pseudonym handelt – erzählt die Geschichte in einem sehr flüssigen Schreibstil. Dabei wählt er teilweise eine recht derbe Sprache, was dem mittelalterlichen Ambiente allerdings durchaus angemessen erscheint. Die Handlung zieht den Leser schnell in ihren Bann. An mancher Stelle wartet er ungeduldig darauf, dass beziehungsweise wie es endlich mit einem der Protagonisten weitergeht, den er gerade an einer spannenden Stelle verlassen musste. Dies erfordert teilweise einiges an Geduld, da vorher diverse Kapitel aus der Sich anderer Personen folgen. So fällt es oft schwer, das Buch zwischendurch zur Seite zu legen. Am Ende muss der Leser feststellen, dass er den nächsten Band der Reihe herbeisehnt – sind doch noch so viele Handlungsfäden, deren Auflösung er sich nicht entgehen lassen möchte, offen.

Fazit:
Ein eindrucksvolles Debütwerk eines (noch) unbekannten Autors, das die Aufmerksamkeit aller Genre-Freunde verdient.

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Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

Markus K. Korb, Martin Hoyer
Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

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Das Ränkespiel der Räte

Klappentext:
Die Stadt Saramee – ein Schmelztiegel von Abenteurern, Glücksrittern, Vertriebenen und verlorenen Existenzen auf der Suche nach einem neuen Weg zum Leben, Ruhm, Reichtum und einen Neuanfang. Doch werden sie ihr Glück in Saramee finden?
Sein Name ist Kronn und für einen anständigen Sold erledigt er die gefährlichsten Aufträge.
Doch der finstere Schatten, der sich über die freie Handelsstadt Saramee legt, fordert nicht nur einen starken Arm sondern auch Gerissenheit und Intelligenz. Seine Gegner sind nicht nur Piraten, uralte Monster, fanatische Wesen – auch die Politiker Saramees gehen für den Erhalt ihrer Macht über Leichen.
Kann der stolze Krieger das Geheimnis des Roten Todes trotz aller Widrigkeiten lösen?

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Markus K. Korb: Turm der Fallen
Markus K. Korb: Die Sekte der Gottlosen
Markus K. Korb: Der vergessene Friedhof
Martin Hoyer: Nachtleben

In Saramee leben Menschen und verschiedene menschenähnliche Wesen mehr oder weniger friedlich zusammen. Meist bestimmt der Unterschied zwischen Arm und Reich, zwischen einflussreich und unbedeutend das Leben stärker als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten humanoiden Art. In dieser Stadt versucht auch Kronn über die Runden zu kommen. Meist verdingt er sich als Söldner, doch auch als Glücksjäger und Schatzsucher versucht er sich immer wieder. Dabei gerät er auch ins Blickfeld der Einflussreichen. Doch bietet sich ihm hier eine Chance, oder soll er nur ausgenutzt werden? Da Kronn jedoch gerade nichts besseres vorhat, beschließt er, es herauszufinden.
Saramee – hört sich der Name der Stadt nicht irgendwie orientalisch an? Mag sein, doch die titelgebende Stadt dieser Kurzgeschichtenreihe liegt in einer Fantasywelt, die keine deutlichen Anleihen an irgendeiner realen Weltgegend nimmt. Hier gibt es außer Menschen zwar auch diverse andere intelligente Wesen, jedoch weder Zauberei noch ‚die üblichen Verdächtigen‘ wie Kobolde, Vampire oder Werwesen.
Dieser Sammelband, der meinen (Beinahe-)Erstkontakt zur Welt von Saramee darstellt, bündelt die Geschichten, in denen der Charakter Kronn die Hauptrolle spielt. Die Reihenfolge, in der die einzelnen Beiträge im Buch erscheinen, ist die der chronologischen Ereignisse, aber anscheinend nicht die, in der die Kurzgeschichten ursprünglich veröffentlicht wurden. Während sich die 3 Stories aus der Feder Markus K. Korbs fast gänzlich auf den Hauptprotagonisten konzentrieren, nehmen in Martin Hoyers Beitrag zu dieser Sammlung auch andere Personen eine handlungstragende Rolle ein. Speziell Ralec könnte in seinem neuen Amt für einiges Durcheinander sorgen, aber auch Amata dürfte sich, falls sie in weiteren Geschichten vorkommt, zu einer interessanten Persönlichkeit entwickeln. Vielleicht liegt es genau in diesen interessanten ‚Nebenfiguren‘ begründet, dass „Nachtleben“ mich am meisten für sich gewinnen konnte.
Aufgelockert wird der Text durch ein paar Zeichnungen von Chris Schlicht. Allerdings sieht sein Kronn deutlich anders aus als der, den ich mir beim Lesen vorstelle.
Insgesamt betrachtet machen die hier zusammengestellten Geschichten Lust auf weitere Abenteuer aus Saramee. Speziell Ralec und Amata würde ich gerne wiedersehen beziehungsweise wiederlesen.

Fazit:
Dieser Schnupper-Tauchkurs in die Welt Saramees weckt das Interesse an den restlichen Kurzgeschichten aus dieser Welt.

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Lust auf noch mehr Gespenster? „Arthur Degenhard“, Band 2 der Jugend-Urban-Fantasy-Kurzgeschichtenreihe „Bei Geistern zu Besuch“ ist jetzt erhältlich.
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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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