Merelie – 1 – Das Buch, das dich findet (Hörbuch)

Siegfried Langer
Merelie – 1 – Das Buch, das dich findet (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Sprecher: Franziska Trunte, Pia-Rhona Saxe, Kai Hochhäusler, Sabine Rosenberg-Lipinsky, Günter Merlau, Ina Kallmeyer

Das Familiengeheimnis

Klappentext:

Gewinnertitel des SERAPH 2021, des Buchpreises der Phantastischen Akademie und der Leipziger Buchmesse!

„Hallo Merelie, danke, dass du mir gestern zugehört hast. Das hat mir einen richtigen Powerschub gegeben. Nun bin ich gerade auf einen seltsamen Roman gestoßen: ‚Das Buch, das dich findet‘. Der Anfang verwirrt mich sehr und macht mir Angst. Ich muss unbedingt mit dir darüber reden. Wir treffen uns dann morgen wie verabredet, ja?“ Alinas seltsame WhatsApp-Nachricht ist ihr letztes Lebenszeichen – jetzt ist sie spurlos verschwunden. Ist Alina ihrem Bruder David in den Tod gefolgt, so wie es die Polizei vermutet? Merelie, die ihrer Freundin Alina seit Davids Unfalltod tröstend und kraftgebend zur Seite stand, glaubt nicht daran und begibt sich auf die Suche. Ihr einziger Anhaltspunkt ist dieses mysteriöse ‚Buch, das dich findet‘, das Alina so sehr beeindruckt hat. Als Merelie danach recherchiert, stellt sich heraus, dass ein Buch mit diesem Titel überhaupt nicht existiert: in keiner Bibliothek, in keinem Buchladen, in keinem Online-Shop. Doch eines Tages liegt plötzlich eine Ausgabe davon auf ihrem Bett – und bereits die Widmung auf der ersten Seite stellt ihr bisheriges Leben völlig auf den Kopf.

Rezension:

Alina ist spurlos verschwunden. Sogar ihr Handy hat sie in ihrem Zimmer zurückgelassen. Ihre alkoholabhängige Mutter kann der Polizei kaum sinnvolle Informationen geben. Zum Glück kommt Merelie, die Alina nach dem Tod deren Bruders aus der Krise helfen wollte, gerade vorbei, weil sie eine schwer zu deutende WhatsApp-Nachricht von dieser erhalten hat. In ihrem Grufti-Outfit erscheint sie der Kommissarin aber nicht besonders vertrauenswürdig. Zusammen mit ihrem alten Freund Elias beschließt Merelie, selbst Alinas Verschwinden auf die Spur zu kommen. Im Gegensatz zur Polizei kann sie nicht an Selbstmord glauben.

Bei Siegfried Langers Buch fällt es zunächst schwer, es in eine Genre-Schublade zu stecken. Die verschwundene Jugendliche und ihre Grufti-Freundin lassen zunächst an Young Adult denken. Schnell kommen dann aber starke Mystery-Elemente zum Vorschein, um sich letztendlich doch als Urban Fantasy herauszustellen. Auch wenn Alinas Verschwinden das grundlegende Thema ist, wird schnell klar, dass die 17-jährige Merelie die wirkliche Hauptprotagonistin der Geschichte ist. Ihre eigene Familiengeschichte ist für sie selbst ein großes Rätsel. Die Handlung wechselt dabei zwischen Merelie, Alina und später auch Merelies bestem Freund seit Kindergartentagen Elias hin und her. Wie dieses Puzzle aus persönlichen Erlebnissen zusammenpasst, bleibt dem Leser lange ein Rätsel. Einzelne Erlebnisse scheinen sich nämlich zu widersprechen beziehungsweise gegenseitig auszuschließen. Die Auflösung wird hier natürlich nicht verraten. Dass „Das Buch, das dich findet“ damit zu tun hat, und zwar sogar in mehreren Inkarnationen, ist allerdings kein Geheimnis. Bei der zu erwartenden Fortsetzung dürfte voraussichtlich Merelies Familiengeschichte im Fokus stehen.

Der Autor erzählt seine Geschichte wechselweise aus der Sicht seiner 3 Protagonisten, bleibt dabei jedoch stets bei einer Beobachterperspektive. Das stets mitschwingende Mysteriöse macht dabei den besonderen Reiz aus. Der aufwändigen Hörbuchumsetzung, bei der gleich 6 (!) Sprecher mitwirken, gelingt es, dies überzeugend umzusetzen.

Fazit:

Young Adult, Mystery, Urban Fantasy – und das alles in einem. Diese spannende und lange Zeit mysteriöse Geschichte hat Suchtpotenzial.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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In Secret: Eine verborgene Welt

Larissa Kuczera
In Secret: Eine verborgene Welt

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Mary-Sue-Alarm

Klappentext:

Ich dachte, ich wäre ein ganz normales Mädchen, das manch­mal etwas para­noid war. Jeden Tag sah ich Schat­ten in meiner Nähe, die sonst nie­mand sehen konnte. Ich wusste, dass es Per­sonen waren, die sich jedoch vor mir ver­steck­ten, aber immer in meiner Nähe blieben. Ich konnte sie schon seit meiner Kind­heit sehen, doch meist beach­tete ich sie nicht weiter. Mein Vater wollte mir nicht erklä­ren, wer sie waren, daher hatte ich irgend­wann auf­gehört nach­zu­fragen. Eines Abends wurde ich plötz­lich von Orks ange­griffen und zu meiner Sicher­heit in eine Welt gebracht, die vor den Men­schen ver­borgen war. Ich erfuhr, dass ich eigent­lich aus dieser Welt stammte, die Thúrin­yel genannt wurde. Ich war nur bei den Men­schen aufge­wachsen, da es damals sicherer für mich gewe­sen war. Nun stellte sich mein ganzes Leben auf den Kopf. Wer erfuhr schon, dass er eigent­lich eine Elbin war? Ich wurde in eine andere Welt gebracht, die ich nicht ver­stand. Ich musste alles hinter mir lassen, was ich kannte. Noch dazu stand diese Welt kurz vor einem Krieg.

Rezension:

Leyla lebt mit ihren Eltern ein normales Leben, auch wenn sie öfters das Gefühl hat, von selt­samen Schat­ten beobach­tet zu werden. Als sie 16 ist, erfährt die jedoch, dass diese Schat­ten Elfen sind, die sie be­wachen. Noch schlim­mer: Sie selbst ist auch eine Elfe, die in der Men­schen­welt ver­steckt wurde. Und ihre ‚Eltern‘ sind gar nicht ihre Eltern, son­dern – eben­falls elfische – Beschüt­zer. Doch jetzt haben die Feinde der Elfen, die Orks, sie ent­deckt, sodass sie in die Elfen­welt zurück­kehren soll. Dort eska­liert der Krieg zwi­schen Elfen und Orks.

Ein Protagonist, der sich selbst für völlig normal hält, erfährt plötz­lich, dass er das nicht ist. So fangen viele Urban-Fantasy-Geschich­ten an. Larissa Kuczeras Story ist in dieser Hin­sicht also in bester Gesell­schaft. Leider erreicht dieses Buch aller­dings nicht das Niveau diver­ser Werke ähn­licher Aus­gangs­lage. Wieso das so ist, lässt sich kurz in 2 Punk­ten zusam­men­fassen: 1.: Leyla (oder elfisch Leylan) ist eine Mary Sue wie aus dem Bilder­buch. 2.: Die Hand­lung strotzt von unlo­gischen Situ­ationen.

Nehmen wir Punkt 1. Eine 16-jährige, die nie irgendein Kampf­training hatte, kommt inner­halb weni­ger Tage so gut mit Dolch, Schwert und Bogen zurecht, dass sie in kriti­schen Situ­ationen besser und schnel­ler als die erfah­renen Wachen des Königs reagiert. Der König beauf­tragt sie sogar in kürzes­ter Zeit, auf seine beiden, etwa gleich­altrigen Kinder acht­zu­geben, die oben­drein von klein an Kampf­training hatte. Dass Leylan sich in den Prinzen, den sie plötz­lich beschüt­zen soll, ver­liebt, ist da natür­lich schon fast selbst­ver­ständ­lich. Dass der sich auch sofort in sie ver­liebt, auch. Oben­drein zeigen sich bei ihr auch noch außer­gewöhn­lich stark aus­ge­prägte Heiler­fähig­keiten.

Der 2. Punkt zeigt sich genauso auffällig. Leylans leib­liche Eltern sind hohe Beamte des Königs, die im inners­ten Palast­bereich, der rund um die Uhr streng bewacht wird, leben. Wieso war ihre Toch­ter dann derart stark bedroht, dass sie zu ihrer Sicher­heit in der Men­schen­welt auf­wachsen musste, wäh­rend der Palast für den Prinzen und die Prinzes­sin – die natür­lich sofort Leylans beste Freun­din wird – sicher genug war? Dass das Mäd­chen prak­tisch über Nacht ein inni­ges Ver­hält­nis zu ihren wahren Eltern auf­baut, kann man hier gleich mit auf­zählen. Auf wei­tere Punkte möchte ich ver­zichten, weil diese zu stark spoilern würden.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Geschichte an sich ist durch­aus lesbar. Mit dem Elfen­reich, das von den Orks bedroht wird, bewegt sich die Autorin in guter Fantasy-Tradi­tion. Auch stilis­tisch kann man dem in der Ich-Form der Prota­gonistin geschil­derten Aben­teuer etwas abge­winnen. Ledig­lich die oben genan­nten Punkte stören den Lese­spaß doch erheb­lich.

Fazit:

Die an sich gute und tragfähige Story-Idee leidet leider stark unter der aus­ge­prägt Mary-Sue-artigen Prota­gonistin und Logik­lücken.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Amalinta und die Bruderschaft der Zeit

A. L. Beringer
Amalinta und die Bruderschaft der Zeit

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Das geheimnisvolle Tagebuch

Klappentext:

Seit Amalinta denken kann, wird sie von Albträumen geplagt. Die Gren­zen zwi­schen Realität und Traum­welt drohen end­gültig zu ver­schmel­zen, ein grau­samer Fluch aus der Ver­gangen­heit holt ihre Welt ein. Als Ama­linta sich auf­macht, ihren dunklen Visio­nen auf den Grund zu gehen, ahnt sie nicht, welch Aben­teuer sie erwar­tet. Sie wagt es, sich gegen den Fluch der Dunkel­heit und die Welt der Schatten zu stellen. Auf ihrem gefähr­lichen Weg begeg­net sie einem Löwen aus Mosaik, sprech­enden Gemäl­den, der Bruder­schaft der Zeit… und einem jungen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt. Doch: Die Tücken der Dunkel­heit lauern überall.

Rezension:

Schon immer hatte Amalinta Albträume. An ihrem 17. Geburts­tag beschließt sie nach einem beson­ders inten­siven, der Sache end­lich auf den Grund zu gehen. Sie fährt nach Wien, um eine Wahr­sagerin zu besuchen. Ihre Eltern wissen davon nichts. Bevor es so weit ist, kann sie jedoch nicht wider­stehen, ein leer­stehen­des Gebäude zu betreten, bei dem sie das Gefühl hat, es würde sie rufen. Ama­linta findet das Mosaik­bild eines kleinen Löwen – der mit ihr spricht und sie mit auf eine Reise nimmt …

A. L. Beringers Urban-Fantasy-Geschichte um die junge Öster­reicherin Ama­linta über­rascht zunächst etwas durch das Alter der Prota­gonistin, lassen das Cover und auch die Wid­mung „Für alle Mäd­chen, die Heldi­nnen in ihren Herzen tragen – ihr könnt alles schaffen, Berge ver­setzen und die Welt ver­ändern“ doch eher an eine deut­lich jüngere Ziel­gruppe denken. Statt­dessen dürfte die Ziel­gruppe eher bei älteren Jugend­lichen und natür­lich auch geistig jung­gebliebenen Erwach­senen liegen. Der Anfang der Geschichte wirkt mit der Genre-typi­schen Aus­gangs­lage, dass ein ‚ganz gewöhn­licher‘ Mensch uner­wartet Kon­takt zu einer magi­schen Welt bekommt, gewohnt. Die Prota­gonistin ist durch ihre Träume mit einer etwa gleich­altrigen Adligen einer Jahr­hunderte zurück­liegen­den Epoche ver­bunden. Wie genau oder wie die Bruder­schaft der Zeit damit zusam­men­hängt, bleibt bis zum Ende des Buches ein Rätsel, denn erst hier wird deut­lich, dass es sich bei diesem Buch ‚nur‘ um den 1. Band eines Mehr­teilers handelt.

Die Geschichte braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen. Die Vor­stellung Ama­lintas und ihre zag­haften Schritte, mehr über ihre Träume heraus­zufinden, wirken beim Lesen etwas behä­big. Das gilt auch noch für das Kennen­lernen des Löwen, das für das Alter der Prota­gonistin auch etwas kind­lich wirkt. Erst als sie in England beginnt, in die Geheim­nisse einzu­tauchen, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Hier beginnt der Leser auch, der Auf­lösung des Rätsels ent­gegen­zufiebern. Doch die lässt – wie bereits erwähnt – noch auf sich warten. Alles in allem wirkt es fast, als wäre dieses Buch nur der XXL-Prolog der eigent­lichen Geschichte, die erst im nächsten Band richtig durch­startet.

Die Autorin erzählt die Abenteuer seiner Protagonistin aus Beobachter­perspek­tive. Teil­weise würde etwas mehr Action und Schnel­ligkeit auf Kosten der Ausführ­lichkeit wahr­scheinlich nicht schaden. Trotz­dem wird das Interesse des Lesers geweckt, das Geheim­nis zu ergrün­den.

Fazit:

Diese Urban Fantasy klassischer Machart wirkt teilweise etwas behäbig, kann den Leser aber mit den offenen Fragen fesseln.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Element High – Die Schule der magischen Kinder – 4 – Das siebte Element

Manuel Neff, Sophie Lang
Element High – Die Schule der magischen Kinder – 4 – Das siebte Element

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Stammbaum

Klappentext:

Der letzte Band der Serie. Es gibt viele Fragen zu beant­worten: Werden es Philip und seine Freunde schaffen, die Element High vor der end­gül­tigen Katas­trophe zu bewah­ren? Werden sie die magi­sche Welt retten, das Geheim­nis des siebten Ele­ments ergrün­den und den Schleier der Magie lüften?

Rezension:

Die Element High steht vor der endgültigen Schließung, Fiores Familie ist prak­tisch zer­stört. Auch wenn die Freunde nicht auf­geben wollen, stehen ihre Chancen nicht gerade gut. Können sie es wirk­lich schaffen, beide Pro­bleme unter Zeit­druck zu lösen?

Nach dem Cliffhanger des 3. Bandes („Das Tribunal“) war schon zu erwarten, dass Manuel Neff Band 4 seiner Jugend-Urban-Fantasy-Tetra­logie unmittel­bar anschlie­ßen lässt. Diese Erwar­tung wird natür­lich auch erfüllt. Wie bereits in Band 3 deckt die Hand­lung auch dies­mal kein ganzes Schul­jahr ab, son­dern begrenzt sich auf die (über­schau­bare) Zeit der Problem­lösung. Über­rasch­end ist, dass die Tetra­logie danach, als das 3. Schul­jahr des Haupt­prota­gonisten gerade erst richtig beginnt, endet. Es sind zwar Fort­setzungen, die dann am College handeln sollen, ange­kündigt, dieses Über­springen der rest­lichen schuli­schen Aus­bildung ver­wundert in einer Reihe, die an einer magi­schen Schule spielt, aber doch, ist sie im Genre doch eher unge­wohnt.

Der Fokus des Abschlussbandes liegt noch stärker als bei den Vor­gängern auf dem Zusam­men­wirken der unter­schied­lichen Bega­bungen der Freunde. Natür­lich ergeben sich auch wieder Über­raschungen, die dem bis­herigen Gesche­hen neue Blick­punkte abge­winnen. Manches dürfte seine wirk­liche Bedeutung auch erst in der ange­kündigten College-Reihe bekom­men. Wie bereits in Band 3 folgt der Erzähl­fokus nicht ständig Philip, sondern wech­selt teil­weise zu anderen Charak­teren. Auf diesem Weg wird dem Leser auch die eigent­liche Anta­gonistin näher­gebracht.

Trotz des überraschenden (gefühlt vorzeitigen) Endes wirkt die Geschichte um Philip und seine Freunde am Ende doch rund.

Fazit:

Die Urban-Fantasy-Abenteuer an der Element High enden nach aben­teuer­lichen Plänen mit einem Action-reichen Finale.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Ghost Hunter Academy – 1 – Verborgenes Erbe

Sarah Short
Ghost Hunter Academy – 1 – Verborgenes Erbe

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Joelle und die Männer

Klappentext:

Im Kampf zwischen Himmel und Hölle … welche Seite wählst du?

Die fesselnde Romantasy-Reihe für Fans fantastischer Welten

Joelle lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr als Schülerin bei der Ghost Hunter Associ­ation in Paris, der größ­ten Ver­eini­gung von Geister­jägern. Sie bereitet sich darauf vor, die Men­schen vor den Kräf­ten des Jen­seits und der Hölle zu beschüt­zen, obwohl sie als Halb­dämonin selbst Ver­bin­dungen in die Hölle besitzt, die ihr nicht gefal­len. Dann erreicht sie ein Brief, in dem ihr dämo­ni­scher Vater Samael sie auf­fordert zu ihm in die Hölle zu kom­men. Dass außer­dem auch noch ihr Ex­freund Gábor in Paris auf­taucht, sorgt nicht nur für hef­tiges Herz­klopfen, sondern reißt auch alte Wunden auf. Plötz­lich befin­det sich Joelle zwi­schen den Fronten eines alten Kampfes und muss sich ihren Gefüh­len stellen. Selbst auf die Gefahr hin, dass Gábor sie von sich stößt, wenn er ihr größ­tes Geheim­nis kennt …

Rezension:

Die Ghost Hunter Association in Paris bildet ihre Schüler für den Kampf gegen Geister und Dämo­nen aus. Außer nor­malen mensch­lichen Schülern lernen an ihr auch einige Halb­dämonen wie Joelle, die in geson­derten Klassen unter­richtet werden. Ihren Vater kennt Joelle nicht, ihre Mutter, eine Mon­golin, ist schon lange tot. Vor den Augen der jungen Joelle wurde sie von einem Dämonen umge­bracht. Kein Wunder also, dass sie keine großen Sympa­thien für ihre dämo­nische Seite hegt. Doch in ihrem letzten Aus­bildungs­jahr erhält sie einen Brief von ihrem Vater, den Dämo­nen Samael, der sie auf­fordert, zu ihm in die Hölle zu kommen, um seine Heer­führerin zu werden. Das ist zwar absolut nicht Joelles Berufs­wunsch, doch an Ableh­nungen seiner Wünsche ist Samael nicht gewohnt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Helden in Fantasy-Werken, die an beson­deren Schulen spielen, weiß Sarah Shorts Prota­gonistin Joelle schon immer von ihrer außer­gewöhn­lichen Abstam­mung. Alles andere wäre auch unglaub­würdig, brechen aus ihr in auf­wüh­lenden Situ­ationen doch Flügel, Hörner und Reiß­zähne hervor. Bei diesen Vor­aus­setzungen darf man als Leser eine interes­sante Urban-Fantasy-Geschichte erwarten. Und die bekommt man auch. Dass es dabei auch einen roman­tischen Aspekt gibt, ver­wun­dert bei einer 18-jähri­gen Prota­gonistin natür­lich nicht, zumal schon der Klap­pen­text das Buch als Roman­tasy ein­stuft. Wenn dann aber die ersten 11 Kapitel fast aus­schließ­lich von der Geschichte der Liebes­beziehung Joelles zu ihrem (Ex?)Freund Gábor handeln und Fantasy-Aspekte dabei kaum eine Rolle spielen, wirkt das auf Leser, die haupt­säch­lich an der Fantasy-Hand­lung interes­siert sind, schon abschreck­end. Erst danach nimmt die eigent­liche Fantasy-Geschichte Fahrt auf. Wie bereits erwähnt ist die nicht schlecht. Nur ist der ‚roman­tische‘ Part viel zu domi­nant und leider auch teil­weise unglaub­haft. Immer wieder wird betont, dass die Prota­gonistin wegen eines Vor­falls in ihrer Kind­heit Pro­bleme hat, Männern zu ver­trauen. (Nein, es läuft nicht darauf hinaus, was jetzt wohl jeder denkt!) Trotz­dem ist ihr bester Freund ein männ­licher Mit­schüler, sie sehnt sich nach dem Sex mit Gábor und denkt bei jedem anderen Mann zuerst an seine männ­lichen Attri­bute. Wie passt das zusam­men?

Die Autorin lässt ihre Protagonistin in der Ich-Form erzählen, wobei der Stil ange­nehm lesbar ist. Trotz der durch­aus interes­santen Haupt­hand­lung bin ich mit aller­dings nicht sicher, ob ich weitere Teile dieser Reihe lesen werde, da mit der Roman­tasy-Part ein­deutig zu domi­nant ausfällt.

Fazit:

Die an sich interessante und gelungene Fantasy-Handlung wird leider von einem viel zu aus­führ­lichen Roman­tasy-Part an den Rand gedrängt.

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Lamir – Welt der Begabten – Der verfluchte Talisman

T.M. Wulf
Lamir – Welt der Begabten – Der verfluchte Talisman

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Diplomat, Krieger und Sklavin – auf ein Neues

Klappentext:

Der Zauber eines Augenblickes katapultiert den so gar nicht gewöhn­lichen Domi­nic Keller von der Erde des Jahres 2019 in eine neue und auf­regende Welt. Die Welt Lamir. Diese Welt bietet ver­folgten Lebe­wesen mit para­normalen Fähig­keiten eine Zufluchts­stätte. In einem Uni­versum des Chaos bringt das mäch­tige Wesen namens Hork, Begrün­der der Gemein­schaft der Begab­ten, mit seinen ausge­bildeten Teams Lin­derung in Zeiten katas­trophal­ster Nöte. Als Lamir selbst vor der größ­ten Bedro­hung in der Geschichte ihrer Gemein­schaft steht, stellt er ein ganz beson­deres Team um Domi­nic Keller zusam­men. Um die para­normalen Fähig­keiten der Mit­glieder zu perfek­tionie­ren, durch­laufen sie eine harte Aus­bildung. In dieser müssen die Lernen­den die mäch­tigen Talis­mane von Lamir, durch die ihre Kräfte noch ver­stärkt werden, erringen. Schon wäh­rend ihrer Aus­bildung geraten sie in einen Kampf, der ihren Kräften alles abver­langt und erfah­ren dabei, dass nicht alle Talis­mane gut sind. Ein fantas­tisches All Age Aben­teuer für alle großen und kleinen Fantasy-Lieb­haber und Lieb­haber­innen, die fremde Welten lieben.

Rezension:

Lamir ist eine Welt auf der die übersinnlich Begabten vieler anderer Welten eine Zuflucht vor dem Unver­ständnis ihrer heimi­schen Mit­wesen oder sogar deren Ver­folgung finden. Hork hat diese Welt einst gefun­den und zu dem gemacht, was sie jetzt ist. Para­normale Wesen aller Welten sind jeder­zeit einge­laden, hier fried­lich zusam­men­zuleben und zu lernen. Auch Dominic, ein Junge aus Berlin, und dessen Eltern, die eben­falls über beson­dere Bega­bungen ver­fügen, werden einge­laden. Zusam­men mit Gleich­altrigen aus anderen Welten könnte Domi­nic auf Lamir seine beson­deren Bega­bungen train­ieren. Doch auch Lamir hat Feinde …

Kommt jemanden diese kurze Inhaltszusammenfassung bekannt vor? Das könnte durch­aus sein, denn diese Geschichte wurde schon vor einiger Zeit unter dem Titel „Das Talar-Uni­versum – Welt der Begab­ten“ ver­öffent­licht. Außer dem Namen des Planeten hat sich bei der Über­arbeitung des Autors auch anderes ver­ändert. Beispiels­weise waren Domi­nic und einige seiner neuen Freunde in der Urver­sion 12 Jahre alt, jetzt sind es 15. Dass eine Über­arbeitung ein Werk nicht zwangs­läufig ver­bessern muss, zeigt sich im vor­liegenden Beispiel daran, dass aus Lehrern jetzt gegen­terte Lehrende, die Lernende unter­richten, gewor­den sind. Was in offizi­ellen Berichten schon schlimm ist, ver­setzt der Lese­stimmung bei einem Roman den Todes­stoß. Mehr­fach kommt sogar die Auf­zählung „Schüler, Schüler­innen und geschlechts­lose Schüler“ vor. Das alles führt sogar dazu, dass meine Bewer­tung von damals 4 Sternen auf jetzt 3 Sterne dahin­schmilzt.

Die eigentliche Handlung hat sich natürlich nicht grund­legend geändert. Nach einer relativ langen Ein­leitung lernt der Leser dieses Fantasy-Buches Domi­nic kennen. Kurz darauf werden ihm auch die anderen 15-jährigen vorge­stellt, mit denen Domi­nic ein Team bilden soll. Da wäre zunächst Tas­schel, die auf ihrer Heimat­welt wegen ihrer Anders­artigkeit schon mit 6 Jahren zur Sklavin gemacht wurde. Arrir dagegen war zu Hause ein echter Prinz, der später der Herr­scher seiner Welt geworden wäre. Als seine Eltern jedoch seine Besonder­heit bemerk­ten, wurde er ver­stoßen, wie es bei seinem Volk in solchen Fällen Sitte ist. Ver­voll­ständigt wird die Gruppe durch Tessa, ein Waisen­mäd­chen aus dem London des 18. Jahr­hunderts, das von Hork sogar durch die Zeit nach Lamir geholt wurde. Ab hier wird die Hand­lung richtig interes­sant und im weiteren Verlauf auch span­nend. Längere Ein­schübe, in denen Hinter­gründe erklärt werden, unter­brechen aller­dings auch in der über­arbeite­ten Ver­sion den Lese­fluss. Dass es sich um den 1. Band eines Mehr­teilers handelt, wird spätes­tens am Ende deutlich, das natur­gemäß vieles offen­lässt.

Fazit:

Eine im Grunde unterhaltsame Fantasy-Story, die jedoch auch deut­liche Schwächen zeigt. Beson­ders die über­trieben gegen­terte Sprache stört.

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Burg Tollkühn – 1

Andreas Völlinger
Burg Tollkühn – 1

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

(Kein) Futter für die Oger

Klappentext:

Siggi soll in die Fußstapfen seiner berühmten Eltern Siegfried und Kriem­hild treten und auf Burg Toll­kühn zum Helden ausge­bildet werden. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Siggi hat vor so ziem­lich allem Angst – selbst der kleins­ten Spinne! Gut, dass ihm die ehr­geizige Ama­zone Brün­hild und der toll­patschige Elf Filas zur Seite stehen. Als aus einer Übung plötz­lich eine echt gefähr­liche Mission wird, müssen sie bewei­sen, dass sie reif für ihre erste Helden­tat sind.

Rezension:

Siggis Eltern sind berühmte Helden, nur leider kommt er in der Hinsicht über­haupt nicht nach ihnen. Er hat vor allem Angst. Aber das soll sich nun ändern, denn Siggi soll Burg Toll­kühn besu­chen. Hier hat die Wal­küre Gud­run kürz­lich ein Inter­nat für junge Helden gegrün­det. Gleich bei der An­kunft, wäh­rend viele seiner neuen Mit­schüler bei seinen berühm­ten Eltern nach Auto­gram­men an­stehen, freun­det sich Siggi mit anderen an, die genauso wenig wie er selbst zu Helden geeig­net schei­nen: dem unge­schickten Elfen Filas und der Ama­zone Brün­hild, einer Gelehrten­tochter. Sie alle scheinen nicht gerade Vorzeige­helden­schüler zu werden – bis eine Übungs­mission zu einem echten Aben­teuer wird.

Was Andreas Völlinger mit diesem Buch abliefert, kann man als rund­um gelun­genes, humor­volles Fantasy-Aben­teuer für (nicht nur) junge Leser bezeich­nen. Aben­teuer an magi­schen Inter­naten sind spätestens seit Harry Potter nicht mehr aus dem Fantasy-Genre weg­zu­denken. Aller­dings handelt es sich bei „Burg Toll­kühn“ um keine Urban Fantasy, sondern um eine Geschichte, die in einer reinen Fantasy-Welt ange­siedelt ist. Ange­lehnt ist diese an klas­sische Helden­sagen und in gewis­sen Maßen an die nor­dische Mytho­logie. So tum­meln sich am Inter­nat neben Men­schen unter anderem auch Elfen, Zwerge, Wal­küren und Ama­zonen, die alle auf Kämpfe gegen Oger, Orks und Trolle vor­bereitet werden. Dass der Autor den Fokus auf das (anfäng­liche) Looser-Trio aus Men­schen­jungen, Elfen­jungen und Ama­zonen­mädchen legt, sorgt für viel Humor in der Hand­lung. Schon die betont humor­volle Eröff­nungs­szene, in der Siggi und seine Eltern auf dem Weg zur Schule von Wege­lagerern ange­griffen werden, beweist in ihrer Mach­art die Aus­legung auf eine junge Ziel­gruppe. Trotz­dem ist das Buch auch für ältere Leser ‚gut ver­daulich‘.

Der Autor erzählt seine Geschichte, von der auch schon Band 2 („Verrat auf der Helden­schule“) erhält­lich ist, in einem ange­nehm les­baren Stil. Abge­rundet wird das posi­tive Erschei­nungs­bild durch zahl­reiche Illus­trationen vom nur unter diesem Namen genann­ten Zapf.

Fazit:

Helden aller Spezies vereinigt euch! Ein humorvolles Lese­ver­gnügen nicht nur für junge Fantasy-Fans.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Saga von Abalone – 0 – Abalone und das Tigergesicht

Christine Li
Die Saga von Abalone – 0 – Abalone und das Tigergesicht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht der Dämonen

Klappentext:

„Ist dies der Tod?“, fragte ich.

„Dies ist Liebe“, sagte der Tiger.

Eben noch hat die Magieschülerin Abalone die Welt vor dem Zorn der Unter­wasser­drachen geret­tet. Jetzt will ihr Vater, der große Alchi­mist, sie mit einem Mal ver­heiraten. Er muss den Ver­stand ver­loren haben.

Die junge Hexe will nicht heiraten. Sie will lieber Feuer­magie und Rituale lernen.

Doch Abalone hat einen Plan. Während der geheim­nis­vollen Nacht des Drachen­boot­festes schleicht sie sich allein in die Berge. Dies ist die Zeit, in der dunkle Dämo­nen und uralte Drachen erwachen und sich aus der Tiefe erhe­ben. Zum Schutz vor den magi­schen Krea­turen der Dunkel­heit mas­kiert das Mädchen sich als Tiger.

Doch mitten in der Nacht blickt sie in die glühenden Augen eines richti­gen Tigers.

Romantisch, dunkel, spirituell.

Ein esoterisches Fantasy-Märchen mit einer asiatischen Heldin, einem zärt­lichen Tiger, ein paar grum­mel­igen Drachen und einer Ver­schwörung tücki­scher Unsterb­licher.

Rezension:

Als Tochter eines ehemaligen Gouverneurs des chine­sischen Kaisers wächst Aba­lone im Süd­china des Jahres 310 auf. Ihr Vater weiht sie schon früh in die Geheim­nisse der Schrift und der Dämonen­beschwörung ein. Doch das Mädchen ver­bringt seine Zeit viel lieber mit ihren Freun­den aus den ärmeren Teilen der Stadt. Dass sie dabei von gefähr­lichen Klippen springt und andere Aben­teuer erlebt, darf ihr Vater nicht wissen. Doch dann gerät ihr Vater in Gefangen­schaft. Gegen seinen aus­drück­lichen Willen startet Aba­lone einen Befreiungs­versuch.

Wie die Bezeichnung als Band 0 schon verrät, handelt es sich bei diesem Buch eigentlich um einen beson­ders umfang­reichen Prolog der eigent­lichen Reihe(, die ich bis­her aller­dings nicht kenne). In der Rahmen­handlung dieses (Prolog-)Bandes lässt Chris­tine Li eine alte Frau an die Jugend der Prota­gonis­tin zurück­denken. Alleine schon Hand­lungs­ort und -zeit lassen die Geschichte exo­tisch wirken. Inwie­weit die vor­kom­menden dämoni­schen Wesen eine Erfin­dung der Autorin sind oder auf die chine­sische Mytho­logie zurück­gehen, kann ich nicht beur­teilen. Auch sonst lässt dieses Buch einiges offen, was aber natür­lich im Rahmen der Reihe noch beant­wortet werden kann. Bei­spiels­weise bleibt offen, wieso der Vater der anfangs erst 5-jähri­gen Prota­gonistin schon ein Ex-Gouver­neur ist. Sein Alter wird zwar nicht ange­geben, aber es deutet nichts darauf hin, dass er schon zumin­dest annä­hernd im Renten­alter wäre. Im Mittel­punkt steht aber natür­lich die Prota­gonis­tin Aba­lone, die wir in diesem Band vom 5-jähri­gen Mäd­chen bis in die begin­nende Jugend beglei­ten.

Die Autorin erzählt die Abenteuer ihrer jungen Prota­gonis­tin in der Ich-Form, während die Rahmen­hand­lung aus Erzäh­ler­sicht geschil­dert wird. Ihr Stil erscheint ange­nehm lesbar. Die Frage für den Leser ist, ob die Erleb­nisse der dann wahr­schein­lich erwach­senen Aba­lone in der eigent­lichen Reihe genauso interes­sant bleiben.

Fazit:

Dieser Einstieg in eine im alten China angesiedelte Fantasy-Reihe macht neu­gierig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Schlüssel der Zeit – 1 – Der Ruf der Schlösser

Tanja Bruske Schlüssel der Zeit – 1 – Der Ruf der Schlösser

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Frau in Schwarz

Klappentext:

Ihren 17. Geburtstag hat sich Keyra eigentlich anders vorge­stellt: Zuerst dieser Alb­traum, dann blamiert sie sich vor ihrer ganzen Klasse, und ihr Vater lässt sie mal wieder im Stich. Wenigs­tens von ihrer Groß­mutter bekommt sie ein beson­deres Geschenk: eine Kette mit einem Anhänger in Form eines Schlüs­sels. Keyra ahnt noch nicht, dass dieses Schmuck­stück sie wenig später in das Aben­teuer ihres Lebens stürzt – denn mit seiner Hilfe hört sie im Wilhelms­bader Kur­park ein Schloss singen, das eine Tür in die Ver­gangen­heit öffnet …

Ein Abenteuer durch Zeit und Raum im Hanau-Wilhelms­bad des 19. Jahr­hunderts.

Rezension:

Keyra Kelly, Tochter eines irischen Vaters und einer deut­schen Mutter, lebt in Hanau, wo ihr Vater als Res­tau­rator tätig ist. Ihre Mutter ver­schwand vor Jahren spur­los. Zu ihrem 17. Geburts­tag bekommt sie von ihrer Oma einen Kristall­schlüssel geschenkt, der ihren Vater an ein ähn­liches Schmuck­stück ihrer Mutter erinnert. Als sich Keyra im Wilhelms­bader Kur­park einer alten Tür nähert, macht sich der Schlüssel plötz­lich bemerk­bar. Wie durch ein Wunder passt er ins Schloss. Hinter der Tür erwartet Keyra ein helles Licht – und plötz­lich befin­det sie sich auf dem Ham­bacher Fest im Jahre 1832 …

… womit natürlich auch schon verraten ist, dass es sich bei Tanja Bruskes Reihe um eine Zeit­reise-Fantasy han­delt. Dass der Hand­lungs­ort in Deutsch­land liegt und die Geschichte eng mit der Lokal­geschichte Hanaus ver­bunden ist, stellt in diesem (Sub-)Genre schon eine Besonder­heit dar. Die Kom­bination aus Zeit­reise und realer ört­licher Geschichte findet sich nach meiner Erfah­rung äußerst selten. (Im Anhang geht die Autorin auch darauf ein, wo sie bewusst von der realen Geschichte abge­wichen ist.) Im Gegen­satz dazu kann man das Alter der Prota­gonistin schon fast als typisch für der­artige Geschichten bezeich­nen. Positiv empfinde ich, dass es (zumin­dest bisher) keine roman­tische Neben­hand­lung gibt, wie es ansons­ten gerade bei weib­lichen Prota­gonisten dieses Alters­bereiches fast immer der Fall ist.

Die Zeitreise dieses Bandes vermittelt vordergründig Geschichts­wissen, doch gibt es auch einen Hand­lungs­strang um eine mysteri­öse, ganz in Schwarz geklei­dete Diebin, die ganz un­üblich für die Hand­lungs­zeit eine Hose trägt. Ver­schie­dene Hin­weise deuten darauf hin, dass auch sie eine Zeit­reisende sein könnte. Auch das Rätsel um die ver­schwun­dene Mutter der Prota­gonistin schwingt immer unter­schwellig mit. Könnte sie even­tuell die Frau in Schwarz sein? Aller­dings sollte man doch anneh­men, dass Keyra ihre eigene Mutter erken­nen würde. Auf die Auf­lösung dieser Rätsel müssen wir wohl min­destens bis zum nächs­ten Band warten.

Die Autorin bedient sich eines auktorialen Erzählers, um die Aben­teuer ihrer Prota­gonistin in einem recht sach­lichen Ton­fall darzu­bieten. Beson­ders die bereits genann­ten offenen Fragen machen neu­gierig auf die Fort­setzung(en).

Fazit:

Diese Zeitreise-Fantasy sticht vor allem mit ihrem starken Lokal­bezug aus der Masse hervor.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Nuna Nocturna – Gesamtausgabe

Lotte Logan
Nuna Nocturna – Gesamtausgabe

Brüder

Klappentext:

Nuna ist eine 12-jährige, geflügelte Nocturna. Gemeinsam mit ihren Freun­den genießt sie das erste Schul­jahr in der Mitter­nachts­schule.

Während der Vorbereitungen zum Mittsommernachts­fest werden ihre Eltern von gräß­lichen Geysiten ent­führt.

Für Nuna beginnt eine Odyssee durch die Welt der dunklen magi­schen Mächte. Nach Gefangen­schaft und Flucht, tritt sie die Reise zum Eis­palast des Königs Regna­trax an, denn dort soll sich ein Zauber­stab befinden, der stark genug ist, um ihre Eltern zu befreien. Gute Freunde, Mut und viel Glück bringen sie schließ­lich nach Infer­num.

Doch dort endet ihre gefährliche Reise nicht. Wird es ihr gelingen, das unsag­bar Böse zu besiegen und der magi­schen Welt Frieden zu bringen?

Rezension:

Nuna ist eine Nocturna, ein Wesen, das wie ein Mensch aus­sieht, jedoch Flügel hat. Mit ihren 12 Jahren hat sie den 1. Jahr­gang an der Mitter­nachts­schule beendet und freut sich auf das Mitt­sommer­fest zusam­men mit ihren Eltern, den Grals­hütern. Am Tag zuvor erfolgt jedoch ein Angriff, bei dem ihre Eltern ent­führt werden. Nuna gelingt schwer­verletzt die Flucht. Dabei gerät sie aller­dings in die Men­schen­welt, wo man ihre Flügel für ein Faschings­kostüm hält, das sie sich wegen einer angeb­lichen geis­tigen Störung weigert abzu­legen. Die Rück­kehr in ihre Welt wird kompli­ziert. Dort ange­kommen ver­suchen die Erwach­senen zu ver­hindern, dass Nuna und ihre Freun­dinnen selbst bei der Befreiung ihrer Eltern aktiv werden.

Wie viele andere Autoren hat auch Lotte Logan ihre Urban-Fantasy-Geschichte als Tri­logie aus­gelegt. Band 1 („Die kleine Grals­hüterin“) habe ich bereits vor etwa 4 Jahren gelesen und rezen­siert. Jetzt hatte ich die Gelegen­heit, die Gesamt­ausgabe zu lesen. Die von mir damals bemän­gelten Logik­probleme fielen mir dies­mal kaum ins Auge. Even­tuell liegt es daran, dass ich den Anfang der Geschichte schon kannte oder sich die anschei­nenden Wider­sprüche im weiteren Ver­lauf des Gesche­hens auf­klären. Mög­licher­weise wurden sie auch bei einer Über­arbeitung korri­giert. Was mir aller­dings im Ver­lauf der Bände 2 und 3 auffiel, ist, dass einige höchst frag­würdige Ent­schei­dungen von Charak­teren, die ein­deutig zu ‚den Guten‘ gehören, zwar von Nuna kriti­siert, am Ende jedoch nicht aufge­arbeitet werden.

Insgesamt gesehen macht dieses Fantasy-Abenteuer (nicht nur) für junge Leser Spaß. Her­vor­zuheben ist, dass im Ver­lauf der Geschichte eine Rei­fung der Prota­gonistin und anderer Charak­tere zu beobach­ten ist, was bei ver­gleich­baren Werken oft nicht der Fall ist. Steht in Band 1 noch gänz­lich Nuna im Fokus, nehmen in den beiden folgen­den Bänden auch andere Perso­nen eine zen­trale Rolle ein, was dazu führt, dass die eigent­liche Prota­gonistin sogar für einige Zeit aus der Hand­lung ‚ver­schwinden‘ kann.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte in der 3. Person. Dabei gelingt es ihr, das Interesse des Lesers stets aufrecht zu halten, auch wenn manche Wen­dungen recht abrupt erfolgen und erst später erklärt werden.

Fazit:

Ein insgesamt rundes Fantasy-Abenteuer mit einer jungen Heldin, die kompli­zierte Situ­ationen über­stehen muss.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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