Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

Johanna Stöckl
Tinas Tagebuch – 1 – Der Zirkel von Prag

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Abenteuer am Pannonischen Meer

Klappentext:
Liebe Lena!
Wenn du dieses Tagebuch findest, such nicht nach uns!
Parallelwelten gibt es wirklich!
In diesem Büchlein findest du die völlig abgedrehte Story, wie ich mit Katrin, unserem Ex-Freund Leo und einer halb-japanischen Möchtegern-Ninja namens Keiko in einer Welt gelandet bin, in der die Monarchie nie untergegangen ist und in der es nicht nur so Scheiß wie Dampfwagen und Luftschiffe gibt, sondern in der auch Magie existiert. Könnte echt cool sein, wenn wir uns nicht gleich die mächtigste Geheimorganisation dieser Welt zum Feind gemacht hätten und jetzt auf der Flucht wären!
Ich weiß, du glaubst sicher, dass ich total durchgeknallt bin, aber es ist wahr!
Ich schwörʼs!
Deine Tina

Rezension:
Eigentlich will Tina nur ihren Zug noch erreichen, doch in der Eile stößt sie mit einem Mann zusammen. Im Gewühl des Bahnhofs heben beide schnell ihre heruntergefallenen Smartphones wieder auf – und verwechseln sie dabei. Diese Verwechslung stürzt Tina jedoch direkt in die Machenschaften eines skrupellosen japanischen Geschäftsmannes hinein. Und plötzlich steckt sie zusammen mit ihrer besten Freundin, ihrem Ex-Freund und der Tochter des Japaners in einer Parallelwelt fest, in der zwar die Donaumonarchie noch existiert, der Meeresspiegel durch eine globale Katastrophe aber bis hinein in die Außenbezirke Wiens angestiegen ist. Die Krönung ist, dass in dieser Welt Magie real existent ist. Schon bald stehen die Reisenden ganz oben auf der schwarzen Liste des Chef-Inquisitors des magischen Zirkels.
Reisen in andere Welten finden sich in der Fantasy-Literatur nicht selten. Auch dass diese fremden Welten der uns bekannten sehr ähneln und sich nur in Details unterscheiden, ist dabei nicht neu. Was Johanna Stöckls Trilogie jedoch vom Großteil anderer Parallelwelt-Fantasys unterscheidet, ist die Durchmischung mit verschiedenen anderen Genres. So erscheint der 1. von 3 Teilen dieses 1. Bandes der Reihe um Tinas Abenteuer eher wie ein Thriller als wie eine Fantasy-Story. Erst mit dem Wechsel in die andere Welt tritt das Fantasy-Element in den Vordergrund. Da diese Welt technisch aber weitgehend auf dem Stand des beginnenden 20. Jahrhunderts stehengeblieben ist, spielen auch ansonsten eher aus Zeitreise-Geschichten gewohnte Elemente eine Rolle. Gerade dieser Genre-Mix macht zu einem erheblichen Teil den Reiz dieses gelungenen Buches aus, bei dem man am Ende am liebsten gleich den Folgeband in die Hand nehmen würde.
Besonders positiv sei erwähnt, dass zumindest bisher keine Lovestory in den Fokus gerät, wie es bei Fantasy-Abenteuern mit jugendlichen Protagonistinnen leider sehr häufig (negativ) auffällt.

Fazit:
Dieses Parallelwelt-Zeitreise-Fantasy-Abenteuer kann auf ganzer Linie überzeugen. Auf die Folgebände dieser Trilogie darf man gespannt sein.

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Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

Leah Maschek
Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

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Das Rätsel des Löwen

Klappentext:
Zahlreiche Legenden und düstere Geschichten ranken sich um das Teatro del Leone. Es soll zu Cäsars Zeiten eine wundersame Vorstellung mit einem echten Löwen gegeben haben, einem Wesen, dem die Menschen verfielen, aber es heißt auch, der Löwe sei in den Zuschauerraum gesprungen …
Eine junge Journalistin begibt sich am Fuße des Ätna auf die Suche nach der wahren Vergangenheit. In der Einsamkeit der sizilianischen Provinz taucht sie in die sagenhaft schillernde Welt des einstigen Prunkbaus ein, der nun vergessen ist, aber zu ihrer Verwunderung nicht verfallen. Als eine römische Wache auftaucht, wird sie plötzlich Teil der gefährlichen Vorstellung …
Zeit und Raum vermischen sich auf bezaubernde Weise und nehmen den Leser mit in eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, in der Wünsche wahr zu werden scheinen und eine bittersüße Geschichte über die höchsten Güter des Menschen erzählt wird: über die Wahrheit und die Liebe.

Rezension:
Die junge Journalistin Luna beschließt eine Reportage über die Ruine des antiken Teatro del Leone auf Sizilien zu verfassen. Zu ihrer Überraschung muss sie jedoch feststellen, dass das alte Gebäude verdächtig gut erhalten wirkt. Mit einem geliehenen Schlüssel betritt sie das schon seit Ewigkeiten nicht mehr genutzte Theater – und wird plötzlich von einem römischen Wächter angesprochen. Dessen Kleidung wirkt merkwürdig authentisch. Er lädt Luna ein, eine Vorstellung vor rund 2000 Jahren zu besuchen …
In dieser kurzen Geschichte entwirft Leah Maschek eine eher ungewöhnliche Zeitreise. Im Gegensatz zum ‚Genre-Standart‘ ist hier nie mit Sicherheit erkennbar, wenn genau die Protagonistin den Wechsel in die jeweils andere Zeit vollführt. Sie selbst kann den Ort oder Zeitpunkt anscheinend nicht genau definieren. Bei ihrem Besuch der Vorstellung erklimmt sie beispielsweise den Berg, auf dem sich das Teatro befindet, in unserer Gegenwart und kommt kurz vor Beginn zusammen mit den historischen Besuchern an. Gerade deshalb ist nicht eindeutig zu sagen, ob die Zeitreisen Traum oder Realität sind. Wirklich wichtig ist das für die Handlung jedoch nicht, denn der eigentliche Schwerpunkt der Handlung liegt auf philosophischen Fragen wie der nach der Wahrheit.

Fazit:
Diese überraschend andere Zeitreisegeschichte zieht ihren Reiz gerade aus ihrer Ungewöhnlichkeit.

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Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

Jonas M. Light
Tad Time – 1–5 – Das Erbe der Schattenwächter

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Coaching im Elysarium

Klappentext:
Eine uralte Macht ist erwacht: Die Macht der Schatten!
Kaum jemand kennt die Wahrheit: Unsere Welt, wie du sie kennst, ist von Licht- und Schattenenergie umgeben. Nur wenn beide Energien im Gleichgewicht sind, halten sich auch Gut & Böse die Waage. Doch das Gleichgewicht ist in Gefahr, da eine uralte Macht erwacht ist und danach trachtet, unsere Welt zu vernichten: die Macht der Schatten! Unsere letzte Hoffnung ist ein Schauspieler aus der Kleinstadt Capeville. Sein Name: Tad Parker. Gemeinsam mit der Lichtfee Fay soll er seiner Bestimmung folgen und sich der Macht der Schatten entgegenstellen. Doch auf der wundersamen Reise entdeckt er nicht nur seine Superkräfte, sondern auch seine tiefsten Schatten.
Der Sammelband „Das Erbe der Schattenwächter“ enthält die ersten fünf Bände der Powerfantasy-Serie Tad Time:
• Tad Time #1: Die Stadt des singenden Segels
• Tad Time #2: Das Sternenorakel
• Tad Time #3: Schatten im Dschungel
• Tad Time #4: Pfad der Schatten
• Tad Time #5: Die Herrscher von Jorum
Inkl. Karte der Fantasywelt Jorum und den beliebten Feel-Übungen der Lichtfee Fay mit Tipps für mehr Superpower!

Rezension:
Tad Parker steht auf der Bühne und wird, wie es das Script verlangt, erschossen. Sein theatralischer Todessturz läuft etwas aus dem Ruder, er kommt mit dem Kopf hart auf und wird bewusstlos. Als er wieder erwacht, befindet er sich im Elysarium, wo ihm die Lichtfee Fay offenbart, dass es nun seine Aufgabe sei, die Welt zu retten. Erst nach und nach wird ihm klar, dass „die Welt“ dabei nicht nur unsere Welt umfasst, sondern ein ganzes Weltengebilde meint. Plötzlich findet sich Tad in lebensgefährlichen Missionen auf unterschiedlichsten Planeten wieder.
Die Idee zu Jonas M. Lights Fantasy-Reihe klingt recht interessant. Leider kann die Umsetzung die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dass der Protagonist immer wieder in gänzlich anderen Umgebungen agieren muss, entspricht zwar der Idee, die hinter der Reihe steht, wirkt für den Leser aber teilweise wie verwirrendes Stückwerk. Mal steckt Tad im Untergrundkampf gegen einen diktatorischen General, mal im Dschungel, wo es gefährliche Kreaturen zu bekämpfen gilt. Zusätzlich kommt es zu Widersprüchen, die zumindest in den in diesem Sammelband enthaltenen Bänden nicht aufgeklärt werden. So beginnt alles mit dem erwähnten Unfall auf der Theaterbühne und Tads Aufwachen im Elysarium. Dann folgt allerdings noch eine Szene, in der er sich im Krankenhaus befindet. An dieser Stelle könnte man zu der Auffassung kommen, das Elysarium bestände nur in Tads Fieberträumen. Später behauptet Fay allerdings, Tad wäre wirklich tot, und zwar infolge eines Selbstmordes. Spätestens hier kann sich der Leser kein konsistentes Bild mehr bilden. Natürlich ist es möglich, dass dieses Rätsel in späteren Bänden noch geklärt wird, bisher erscheint es beim Lesen jedoch sehr verwirrend. Erst im 5., dem letzten der hier enthaltenen Bände, findet die Geschichte zu einer nachverfolgbaren Handlung.

Fazit:
Der Start dieser Reihe wirkt auf den Leser nicht optimal. Die zugrundeliegende Idee ist allerdings zu Steigerungen fähig.

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Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

Suta Wanji
Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

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Der Vampir und seine Königinnen

Klappentext:
Daaje Wiemers ist Ostfrieslands Geisterjägerin. Sie gehört einer übergeordneten Polizeieinheit an. Zusammen mit ihren Kollegen Ihno Coordes, Fritjof Jansen, Baldwin Behrends und ihrer Freundin Petra Wolfram bekämpft sie das Böse, das ja bekanntlich nie schläft. Intrigen innerhalb der Polizei und gefürchtete Gegner, die es zu bekämpfen gilt, sind ihr Lebensinhalt.

Rezension:
Daaje Wiemers gehört einer Spezialeinheit der Polizei an, die sich mit übernatürlichen Straftaten befasst. Da die Einheit sehr klein ist, sind ihre Angehörigen praktisch Tag und Nacht in Abrufbereitschaft. Als ein paar Schülerinnen währen einer aus dem Ruder laufenden Geisterbeschwörung versehentlich einen Vampir auf die Welt loslassen, bekommt das Team mehr Arbeit, als ihm lieb sein kann. Nicht genug damit, dass die Anzahl der in Ostfriesland vermisst gemeldeten Personen drastisch ansteigt, verlangen Presse und normale Polizeidienststellen immer beharrlicher nach Begründungen für die in immer größerer Zahl auftauchenden verstümmelten Leichen.
Akte X in Ostfriesland – so könnte man dieses Buch wohl in aller Kürze beschreiben. Zumindest dieser Band beschränkt sich bei den Gegnern allerdings auf die Blutsauger, während die Werwölfe eher die Guten sind. Letztere werden allerdings nie ausdrücklich als solche bezeichnet, auch wenn die Erwähnungen kaum einen Zweifel zulassen, dass es sich um Werwölfe handelt. Suta Wanji garniert ihren Fantasy-Horror zusätzlich mit den üblichen zwischenmenschlichen Konflikten, wie man sie auch aus ‚normalen‘ Krimis kennt. Überraschend ist der Gegensatz zwischen der Handlung, die man als ‚Soft-Horror‘ bezeichnen könnte, da eigentliche Gruselmomente fast gänzlich fehlen, und doch recht detailreichen Schilderungen verstümmelter Leichen.
Die Titelwahl lässt vermuten, dass weitere Bände um Daaje Wiemers und ihre Kollegen geplant sind. Dagegen kann man nichts einwenden, denn diese Geschichte bringt frischen Wind in die deutsche Horror-Landschaft. Kritikpunkte halten sich hier in Grenzen. Um diese konkret zu nennen: Zum einen werden einem als hochdeutschen Leser ein paar Dialoge auf Friesisch stolpern lassen, da man dem Inhalt kaum folgen kann, zum anderen kommt das Ende der Geschichte doch recht abrupt.

Fazit:
Urban Fantasy, Krimi und Horror – und das alles zusammen. Nein, das ist kein Überraschungsei, das ist ein eBook.

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Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

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Die rätselhaften Geschwister

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Drei Fremde betreten den Unterschlupf der Silver. Sie werden den Untergrund verlassen, um an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen. Wenn die Geschichten von einst nicht mehr zählen und die Heldentaten längst nur noch geflüsterte Mythen sind, dann wird es Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen. Doch sind die Geschwister nun ein gutes Omen für diesen Plan oder kündigen sie den Untergang an?

Rezension:
Während Titus und Nell auf dem Rückweg nach Irland sind und sich Oz nach wie vor nicht frei bewegen kann, erreichen die tschechischen Solani das Hauptquartier, wo sie den Silver beitreten wollen. In London sind sich der König und seine Schwester jedoch nicht einig, was ihr nächster Schritt sein soll. Sollen sie sofort nach Irland weiterreisen oder zuerst nach Oz suchen? Auch wenn sie es nicht wissen können, könnte der durchaus Hilfe gebrauchen.
Wie schon der Vorgänger konzentriert sich auch dieser Band darauf, (wahrscheinliche) zukünftige Handlungen vorzubereiten. Einzig in der Geschichte um Oz gibt es eine wirkliche Entwicklung, bei der aber noch nicht abzusehen ist, wohin sie führt. Erst am Ende des Bandes deuten sich bedeutende neue Schauplätze an. Auch das Geheimnis um die tschechischen Solani-Geschwister, zu dem es bisher nur Andeutungen gibt, verspricht interessant zu werden. So ist es wohl nicht abwegig, vorherzusagen, dass es „Im Zeichen des Lotus“ bald wieder ‚rund geht‘.

Fazit:
Noch ist Durchatmen angesagt, aber neue Action deutet sich am Horizont an.

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Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Dämonen gegen ‚Recht und Ordnung‘

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe.
Als ihr Meister Magnus einen weiteren Lehrling aufnimmt, wird Eibes bisheriges Leben völlig aus der Bahn geworfen. Was hat es mit diesem seltsamen jungen Mann auf sich? Und was ist das für ein ungewöhnliches Tier, das urplötzlich in einem ihrer Experimente auftaucht? Welche Verbindung besteht zu dem legendären Buch der Hexen?
Zusammen mit ihren Freunden kommt sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur und sieht sich grausamen, dämonischen Wesen gegenüber, die ihr nach dem Leben trachten.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht ‚der Rat‘, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Wer auf der Suche nach Rezensionen dieses Buches ist, könnte eventuell darüber stolpern, dass ich vor rund 1½ Jahren schon eine Rezension dazu verfasst habe. Damals ‚gönnte‘ ich ihm nur 3 Sterne, diesmal sind es plötzlich 4. Wie kann das sein? Keine Sorge, mein Geschmack hat sich nicht plötzlich verändert. Beim vorliegenden Buch gleichen Titels handelt es sich um eine überarbeitete und erheblich erweiterte Version. Die damals angekündigte Fortsetzung wurde hier bereits in das Buch integriert, sodass es jetzt eine abgeschlossene Handlung bietet. Auch einige der von mir damals genannten Kritikpunkte wurden von der Autorin nachgebessert. So wird Eibes Art jetzt nicht mehr als chaotisch definiert, sondern nur noch als quirlig, was dazu führt, dass ihr (nur) zu Beginn aus Hast einige Zauber misslingen.
Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt durchaus Potenzial. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach. Dabei gelingt es der Autorin, eine spannende Handlung um die Machtspiele in der magischen Welt aufzubauen, die man stellenweise schon beinahe als magischen Thriller bezeichnen könnte.
Aufgelockert wird der gut lesbare Text durch Illustrationen, die die wichtigsten Charaktere sowie anderes zeigen.

Fazit:
In der vorliegenden überarbeiteten Fassung dürfte diese Urban Fantasy viele Genre-Fans begeistern können.

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Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

Jörg Benne
Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

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Die verschwundenen Paladine

Klappentext:
Bislang dachte Tristan, sein Vater arbeite auf einer Bohrinsel und sei deshalb so selten zuhause. Doch nach einem schweren Unfall seiner Schwester erfährt der Junge, dass sein Vater statt dessen als ein mächtiger Paladin zusammen mit anderen in der durch ein geheimes Tor erreichbaren Welt Nuareth für Recht und Ordnung sorgt. Mit seinen besonderen Kräften ist er die letzte Rettung für seine im Koma liegende Tochter, die die Ärzte aufgegeben haben. Doch seit einigen Tagen sind alle Paladine in Nuareth verschollen, niemand weiß, wohin. Als Sohn eines Paladins soll Tristan nun in die fremde Welt aufbrechen und das Schicksal der Paladine klären, seinen Vater finden und rechtzeitig mit ihm zurückkehren, um seine Schwester zu retten. Eine fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren wartet auf ihn.

Rezension:
Nachdem Tristan bei einem Unfall leicht, seine Schwester jedoch lebensgefährlich verletzt wird, gesteht ihm seine Mutter, dass sein Vater nicht, wie er und seine Schwester dachten, auf einer Bohrinsel arbeitet, sondern ein magisch begabter Paladin ist, der den Großteil seiner Zeit in einer anderen Welt verbringt. Da genau diese magischen Fähigkeiten Tristans Schwester retten könnten, versucht dieser, seinen Vater zu kontaktieren. Dabei erfährt er, dass ausnahmslos alle ausgebildeten Paladine vor wenigen Tagen aufgebrochen sind, um sich in Nuareth, der anderen Welt, um gefährliche Vorgänge zu kümmern. Auch Tristan ist durch sein genetisches Erbe – auch wenn er noch nicht ausgebildet wurde – ein Paladin und kann somit im Gegensatz zu ‚normalen Menschen‘ das Tor zwischen den Welten durchschreiten. Er bricht auf, um seinen Vater zu finden. Schnell bringt er in Erfahrung, dass alle Paladine anscheinend spurlos verschwunden sind.
Dem Kniff, dass der Protagonist selbst ein ‚Ahnungsloser‘ ist und der Leser so mit ihm gemeinsam die Geheimnisse einer verborgenen Welt ergründen kann, bedienen sich zahlreiche Urban-Fantasy-Romane. Wie schon so oft funktioniert er auch hier wieder. Die fremde Welt, in die Jörg Benne seine Leser in diesem Reihenauftakt führt, bietet jedoch eine ganze Reihe an Alleinstellungsmerkmalen. Eines davon ist beispielsweise die Existenz der Paladjur. Was diese sind und welche Rolle sie spielen, soll hier allerdings nicht verraten werden. Tristan erwartet in dieser Hinsicht jedenfalls eine große Überraschung.
Mit seinem durchdachten Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Stil gelingt es dem Autor, seine Leser in den Bann des Abenteuers zu ziehen, das – wie sollte es beim Auftaktband einer Reihe anders sein? – am Ende des Buches natürlich noch nicht beendet ist. Die Fortsetzungen werden zeigen müssen, ob es gelingt, Tristans Schwester zu retten und in Nuareth wieder für Frieden zu sorgen.

Fazit:
Dieser Start in ein neues Urban-Fantasy-Abenteuer macht Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.

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FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

Annika Bützler, Jeanette Lagall, Daniel Möller, Agnes M. Holdborg, Kathrin Schröder, R.P. Hochkogler, Sabine Hentschel, Robin Lang, Curly Glander
FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Von allem etwas

Klappentext:
Jetzt wird es zauberhaft. Gar magisch und ebenso tierisch vergnügt. Folgt der FanZauber Familie an einen zauberhaften Ort unterhalb des Meeresspiegels und erlebt einen humorvollen vierten Frühling. Entdeckt, dass Liebe keine Grenzen kennt und Freundschaft überall zu finden ist. Stellt fest, dass man sich jederzeit verlieben kann, auf so unterschiedlichen Ebenen, und dass scheinbar wehrlose Kinder bösen Mächten trotzen können. Geht mit Zauberwesen, Elfen oder Zwerg Nase auf Reisen und macht euch auf die Suche nach legendären Schätzen. Erlebt, wie auch Machos sich unsterblich verlieben können, und dass das Leben ohnehin die schönsten Liebesgeschichten schreibt. Hier treffen Genres, wie Märchen, Romantik und Fantasy, aufeinander und ergeben einen wunderbaren Geschichten-Zauber.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Ein zauberhafter Ort – Annika Bützler
Aller guten Dinge sind fünf! – Agnes M. Holdborg
E.V.A – Liebe auf hohem Level – Daniel Möller
Der Zauber des Lebens – Sabine Hentschel
Alle seine Farben – Robin Lang
Der Alte Zauberer und seine Kinder – Kathrin Schröder
Reisefieber – Agnes M. Holdborg
Der Schatz des Holm – R. P. Hochkogler
Ein Wettkampf für die Liebe – Sabine Hentschel
Neulich bei Hollie´s – Curly Glander
Der Zauberer Wettkampf – Kathrin Schröder
Das Herz der Stadt – Jeanette Lagall
Zwerg Nase – Kathrin Schröder
In dieser Anthologie stellen sich Autoren ihren (potenziellen) Lesern vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Kurzgeschichtensammlungen ist diese jedoch nicht auf ein bestimmtes beziehungsweise mehrere ähnliche Genres begrenzt, sondern sehr weit gefächert. So reicht das Themenspektrum von Märchenadaptionen über Fantasy und Beiträgen, die man wohl am ehesten unter Gegenwartsliteratur einordnen könnte, bis hin zu Liebesgeschichten. Daher wird es wohl kaum einen Leser geben, der sich für alle enthaltenen Geschichten gleichermaßen interessiert. Aus diesem Grund fällt es mir auch sehr schwer, ein gerechtes Urteil über dieses Buch zu fällen. Dass speziell die Liebes- und Gegenwartsgeschichten nicht meinen Geschmack treffen, sagt natürlich wenig über deren Qualität aus, zumal der Stil einiger dieser durchaus überzeugen kann.
Regelmäßige Leser meiner Rezensionen wird es dagegen kaum wundern, dass mein Interesse besonders den Fantasy-Geschichten galt, von denen mich besonders „Ein Wettkampf für die Liebe“ sowie „Der Schatz des Holm“ überzeugen konnten. Während bei letzterer mit Bewusstseinsebenen gespielt wird und sich erst im Lauf der Handlung herausstellen muss, welche davon real ist, begibt sich erstere ins Reich der Drachen. Romantik steht dabei weit weniger im Vordergrund als der Titel vermuten (oder auch befürchten) lässt.
Alle, die mal einen Blick über den Tellerrand ihres Lieblingsgenres werfen möchten, könnten in dieser Anthologie eine Anregung finden.

Fazit:
Freunde des Quer-Beet-Lesens können hier relativ unbekannte Autoren unterschiedlichster Genres kennenlernen.

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Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

Allyson Snow
Verflixt und zugebissen – 2 – Bis dass der Pflock euch scheidet

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Die Freundin des Vampirjägers

Klappentext:
Den heirate ich! Ob er will oder nicht!
Das weiß Amélie bereits seit ihrem fünften Lebensjahr. Dass ihr Traumprinz nicht nur ein ganzes Stück älter ist und vor allem sehr spitze Zähne mit sich herumträgt, tut dabei nichts zur Sache. Ihr Entschluss steht fest: Sobald sie groß ist, wird sie ihren Vampirfreund heiraten!
Ihr Vorsatz gerät jedoch leicht ins Wanken, als ihr unwissentlich Verlobter von heute auf morgen ohne ein einziges Wort verschwindet.
Umso größer ist ihr Erstaunen, als dieser zwanzig Jahre später wieder auftaucht. Unter anderem Namen, um keinen Tag gealtert und vor ihr auf den Knien. Bedauerlicherweise nicht, um den längst überfälligen Heiratsantrag auszusprechen, sondern in echter Bedrängnis. Nicht nur, dass Jason erbittert seine Vormachtsstellung in der Pariser Mafia verteidigen muss, seine Erlegung soll das Meisterstück von Amélies Freund sein – einem Vampirjäger.
Doch eine Frau, die weiß, dass man auf Tinder nie die echte Liebe findet, ist nur zu gern bereit, über diese Kleinigkeiten hinwegzusehen.

Rezension:
Amélie ist erst 5, als sie nachts einen unangemeldeten Besucher im Haus ihrer Eltern entdeckt. Da ihr Vater Vampire jagt, weiß sie sofort, worum es sich bei diesem Besucher handelt. Der ist eigentlich gekommen, um mit Amélies Vater abzurechnen, doch dann entwickelt sich zwischen dem Vampir und dem kleinen Mädchen eine eigenartige Freundschaft – bis der Blutsauger eins Tages unerwartet aus Amélies Leben verschwindet. Jahre später, Amélie ist mittlerweile Journalistin und – Überraschung! – mit einem polizeilichen Vampirjäger liiert, trifft sie auf einen Vampir. Ist das nicht ihr alter Freund aus Kindertagen? Amélie ist sich nicht sicher, hatte sie die Erinnerungen an ihn doch schon fast als kindliche Spinnereien abgetan. Außerdem heißt er anders. Amélie wäre allerdings nicht Amélie und noch dazu Journalistin, wenn sie dem nicht nachgehen würde. Immerhin hatte sie sich ja schon als kleines Mädchen vorgenommen, ‚ihren‘ Vampir mal zu heiraten.
In dieser Fortsetzung ihres humorvollen Vampirromans „Vampire, Pech und P(f)annen“ legt Allyson Snow den Fokus auf Jeremys Boss, den vampirischen Mafiapaten Jason. Jeremy und Linett, die Hauptpersonen des Vorgängers, kommen hier nur noch als beinahe unbedeutende Nebenfiguren vor. Auch diesmal steht natürlich wieder der Humor im Vordergrund, auch wenn der Biss des 1. Teils etwas fehlt. (Für die Vampire) drastische Szenen wie Linetts Bratpfannenkampf sucht man hier vergebens. Während dort hin und wieder auch mal Unschuldige zwecks Vampir-typischer Nahrungsbeschaffung ausgesaugt werden, fehlen auch solche Szenen diesmal weitgehend. Dafür fehlen allerdings auch auffällige Logikfehler, wie sie dort anzukreiden waren. Alles in allem muss man auch „Bis dass der Pflock euch scheidet“ attestieren, den Leser humorvoll und in gelungenem Stil in die Sorgen und Nöte des untoten Vampirlebens einzuführen.

Fazit:
Auch diese Fortsetzung wirft wieder einen sehr humorvollen Blick aufs (Menschen-)Frauen-geplagte Vampirdasein.</p

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LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

Sam Morgenstern
LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine Schattenrose unter Magiern

Klappentext:
Licht kommt von oben, nicht aus einem selbst – Magie, Zauberei, eine Welt parallel zu dieser, so etwas existiert nur in Märchenbücher. Das dachte Alyssa Sinclair auch. Bis zu dem Tag, an dem sie im Hafenviertel von Aberdeen beinahe erfroren wäre. Da bemerkt sie zum ersten Mal das Licht, das aus ihren Händen scheint. Und nicht nur sie bemerkt es. Eine Frau hebt Alyssa aus dem Eiswasser, trägt sie in ihren Pub und rettet ihr somit das Leben. Ein Leben, das vom ersten Atemzug an eine Lüge war. Was Alyssa von der Frau, die das bildhübsche Gesicht eines Engels hat, erfährt, erschüttert sie in den Grundfesten ihres Seins: Ihr Name ist nicht Alyssa; ihre Mutter war nie ihre Mutter; die Welt, in der sie sechzehn Jahre gelebt hat, war nie ihre Welt. Man erwartet Lilly. An der Akademie der Lichtkünste soll ihr Lichtwesen geformt werden. Schattenrose ist der erste Band einer Serie und der Auftakt zur LichtBannSaga.

Rezension:
Alyssa ist 12, als ihre Mutter von ihrem Zuhälter ermordet wird. Wie schon oft zuvor flieht sie an diesem feucht-trüben Herbsttag an den Hafen. Entkräftet bricht sie in einer eiskalten Pfütze zusammen, wo sie von einer ihr fremden Frau gefunden und gerettet wird. Von dieser erfährt Alyssa auch, dass sie eigentlich Lilly heißt und über magische Kräfte verfügt. 4 Jahre lebt Lilly bei ihrer Retterin, die eine als Pub-Wirtin getarnte Wächterin des Weltentores ist, bis sie an ihrem 16. Geburtstag überraschend erfährt, dass sie nun alt genug ist, um die Akademie der Lichtkünste zu besuchen und dort ihre magischen Fähigkeiten voll zu entwickeln. Dort angekommen wird ihr Leben jedoch nicht einfacher …
Ein Kind wächst unter bescheidenen Verhältnissen auf und erfährt irgendwann, dass es magisch begabt ist und fortan ein magisches Internat besuchen soll. Diesen grundsätzlichen Storyaufbau kennen wir seit den Abenteuern eines gewissen Harry Potter in vielen Varianten. Wer will nachzählen, wie viele Urban-Fantasy-Bücher beziehungsweise -Reihen nach diesem Schema seither veröffentlicht wurden? Auch Sam Morgensterns „LichtBannSaga“ bedient sich dieses Konzeptes. Genau wie Harry findet Lilly an ihrer neuen Schule nicht nur Freunde. Manche verspotten sie auch als Schattenrose, was das Äquivalent zu den Schlammblütern in Harrys Welt ist – zugegebenermaßen aber deutlich freundlicher klingt. Trotz dieser Parallelen weist Lillys Geschichte jedoch ausreichend Alleinstellungsmerkmale auf, um nicht als plumper Harry-Potter-Klon nach Scham F abgeurteilt werden zu müssen. Auch den Stil kann man als gut lesbar beurteilen.
Wie der Titel schon deutlich macht, handelt es sich hier um den Beginn einer Reihe. Somit verwundert es natürlich nicht, dass am Ende noch einige Handlungsstränge offen bleiben. Genau hier tut sich allerdings ein Problem auf: Das vorliegende Buch erschien bereits 2015 – und ein 2. Band ist bisher nicht in Sicht.

Fazit:
Keine wirklich neue Idee, aber eine durchaus gelungene Umsetzung. Leider scheint die Reihe unvollendet zu bleiben.

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