Die Zeitreisen des Zacharias Jones – 1 – Flucht aus dem Mittelalter

Tery Mitfeld
Die Zeitreisen des Zacharias Jones – 1 – Flucht aus dem Mittelalter

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Durchs blaue Licht

Klappentext:
Natürlich hätte Zacharias den rot glühenden Knopf an diesem seltsamen Metallkasten nicht einfach drücken sollen. Ganz sicher wäre die Sache dann nicht passiert und Zacharias würde in aller Ruhe seine Sommerferien in der alten Villa mitten im Wald genießen, in die er gerade mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester eingezogen ist.
Aber wie oft entdeckt man schon ein verborgenes Zimmer hinter einem Wandschrank, in dem ganz offensichtlich ein großes Geheimnis wartet?
Und überhaupt – wie hätte Zacharias schon wissen sollen, dass der Kasten aus rostigem Metall, mit all den Kabeln und Schaltern und den beiden altertümlichen Bildschirmen, nichts anderes ist als eine Zeittunnelmaschine, die ihn schnurstracks in die Nacht zum 1. Januar 1358 befördert?
Und so findet sich Zacharias kurz nach seinem dreizehnten Geburtstag in der düsteren Welt des Mittelalters wieder. Gejagt von dem grausamen Burgvogt des Grafen von Sonningen kann er sich nur auf seine neuen Freunde verlassen: Professor Freising, den Erbauer der Zeittunnelmaschine und das Mädchen Hanna, das einmal eine Heilerin werden will. Als Hannas Mutter der Hexerei angeklagt wird, trifft Zacharias eine folgenschwere Entscheidung und mehr denn je steht es in den Sternen, ob er seinen Weg durch die Jahrhunderte zurück nach Hause finden wird.
Die Zeitreisen des Zacharias Jones – Flucht aus dem Mittelalter – ist ein spannender Abenteuerroman für Jungen und Mädchen ab 12 Jahre. Die intensive, realistische Schilderung des Lebens im Jahr 1358 macht das Buch aber auch für ältere Leser interessant.

Rezension:
Wegen einer Versetzung seines Vaters muss Zachariasʼ Familie nach Sonningen ziehen. Die Firma hat dort für sie eine seit Jahrzehnten leerstehende Villa mitten im Wald angemietet, deren ehemaliger Besitzer damals spurlos verschwunden ist. Gleich bei der Erkundung seines neuen Zuhauses entdeckt Zacharias durch Zufall einen gut versteckten Raum und in diesem eine eigenartige Maschine. Natürlich kann er nicht widerstehen, den rot leuchtenden Knopf an dieser zu drücken. Ein blaues Leuchten schließt ihn ein – und plötzlich befindet er sich auf einer winterlichen Lichtung, wo ihn ein Mann überrascht begrüßt. Wie es sich herausstellt, ist das Professor Freising, der ehemalige Besitzer der Villa und Erfinder der Zeitmaschine, deren Bekanntschaft Zacharias gerade gemacht hat. Der Professor hatte sich 1973 zum 1. Januar 1358, 00:00 transportieren lassen, und da dieser Zeitpunkt nach wie vor eingestellt war, ist Zacharias trotz seiner Jahrzehnte späteren ‚Abreise‘ praktisch zeitgleich angekommen. Schnell bekommen sie Ärger mit dem Burgvogt, der den Professor für einen Wilderer hält und ihn gleich persönlich hinrichten will. Gerade rechtzeitig taucht Hanna, die Tochter der örtlichen Heilerin, auf und rettet ihn mit ihrer Steinschleuder, mit der sie eigentlich Kaninchen jagen wollte. Während Hannas Mutter den Professor gesund pflegt, spitzen sich die Ereignisse zu. Wird Zacharias jemals wieder in seine Zeit zurückkehren können?
Der Autor lässt in sein jugendliches Zeitreise-Abenteuer zahlreiche Informationen über das Leben im Mittelalter einfließen. Die Hauptfrage aus Sicht des Lesers ist natürlich, ob dem Protagonisten die Rückkehr in seine Zeit gelingen wird, auch wenn alleine der Titel die Antwort bereits nahelegt. Trotzdem bleibt am Ende einiges offen, was beim anscheinend geplanten Reihen-Charakter der Geschichte natürlich nicht verwundert. Allerdings erschien dieses Buch bereits 2013 – und von einer Fortsetzung ist noch nichts zu entdecken. Es erscheint also fraglich, ob es weitere Zeitreisen des Zacharias Jones geben wird. Die interessante Thematik und der gelungene Stil, die durchaus auch erwachsene Leser ansprechen, ließen dies durchaus wünschenswert erscheinen.

Fazit:
Dieses interessante Zeitreise-Abenteuer eines jungen Helden weckt Lust auf mehr.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Die Wilden Hühner

Cornelia Funke
Die Wilden Hühner

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Das Schlüssel-Geheimnis

Klappentext:
Sprotte, Frieda, Melanie und Trude sind beste Freundinnen. Na klar muss man da eine Bande gründen, eine waschechte Mädchenbande mit Erkennungsmerkmal, Bandenschwur, Hauptquartier und ganz viel Abenteuer. Die feindliche Jungsbande, die Pygmäen, darf dabei natürlich nicht fehlen. Wem sonst sollten die Wilden Hühner jede Menge Streiche spielen?

Rezension:
Endlich gelingt es Sprotte, Frieda und Trude zu überzeugen, eine Mädchenbande zu gründen. Dass Trude nur mitmacht, wenn auch Melanie dabei ist, nimmt sie dabei in Kauf. Vorläufiges Hauptquartier wird das Häuschen von Sprottes Oma, auf das sie während derer Abwesenheit aufpassen muss. Dass die Oma ihr eigentlich verboten hat, Fremde mitzubringen, ‚übersieht‘ sie großzügig. Dumm nur, dass die Jungs, die sich Pygmäen nennen, etwas gemerkt haben und ihnen gleich einen Streich spielen. So kommt es zu einem Streiche-Krieg, in dem sich beide Banden immer wieder gegenseitig für den vorhergehenden Streich rächen. Und dann ist da auch noch dieser geheimnisvolle Schlüssel …
Cornelia Funkes Jugend-/Kinderbuch kann man wohl schon beinahe als Klassiker bezeichnen. Zum 25-jährigen Jubiläum liegt jetzt eine von Florentine Prechtel reich illustrierte Neuauflage vor. Schon vor Beginn der Geschichte werden alle wichtigen Protagonisten in Text und Bild vorgestellt. Die Hühner-Cartoons an den Kapitelanfängen sind sehr humorvoll. Dass die Textillustrationen nicht in allen Fällen exakt dem im Text Beschriebenen entsprechen, ist dabei verschmerzbar.
Die Qualität des Buches an sich muss bei einem solchen Klassiker wohl nicht näher diskutiert werden. Ohne die Erzählkunst der Autorin hätte dieses Buch wohl kaum seinen Bekanntheitsgrad (incl. Verfilmung) erreicht. Das einzige Manko stellt in meinen Augen dar, dass der Leser an keiner Stelle erfährt, wie alt (beziehungsweise in welcher Klasse) die Beteiligten sind. Ich finde, diese Information ist gerade bei so jungen Protagonisten eigentlich unverzichtbar.

Fazit:
Ein gelungenes Jugend- beziehungsweise Kinderbuch, dass durch die gelungenen Illustrationen noch zusätzlich gewinnt.

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Galway Hunters – 1 – Feuertaufe

Stefanie Foitzik
Galway Hunters – 1 – Feuertaufe

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OʼHaras Leute

Klappentext:
Zehn Jahre ist es nun her, dass es durch die Unaufmerksamkeit eines einzelnen Leprechauns – dem die Installation der City Webcams in Galway entgangen waren – zu einer historischen Entscheidung kam. Die Völker der Anderswelt gaben sich zu erkennen. Fairies, Hochelfen Vampire, Werwölfe, Dämonen, Leprechauns, Sidhes, Fomoren, Hexen, Gespenster … Das Outing ließ zur Gewissheit werden, dass die als Märchen und Legenden abgetanen magischen Wesen, wirklich existieren und im Geheimen schon lange an unserer Seite leben. So wie es die Iren, mit ihren Zugängen zur Anderswelt, schon lange gespürt hatten. Sie sind es nun, die mit dem neuen Nachbarstaat jenseits der Schleier am engsten verknüpft sind. Und nicht allen gefällt die neue Weltordnung, es gibt Widerstand, sowohl unter Paras als auch den Menschen. So steckt Michael O’Hara – kaum, dass er seine Kopfgeldjägeragentur für Paranormale Fälle eröffnet hat – in einem riesigen Schlamassel von Problemen: Ein verschwundener Sidhe und eine bestialische Mordserie an jungen Frauen, fordern seinem gerade zusammengestellten Team alles ab. Darüber hinaus stalkt ein Vampir Michaels junge Kopfgeldjägerin Cat und seit neuestem plagen ihn prophetische Alpträume, die sich verdammt real anfühlen. Und dann ist da auch noch die Hochelfe Mairéad … Dass die Galway Hunter noch tiefer in den Strudel der Ereignisse gezogen werden, deren Ursprung in der blutrünstigen alten Ordnung der Anderswelt liegen, davon ahnt Michael zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Rezension:
Nach der Enttarnung der Wesen, die die meisten Menschen bisher für Sagengestalten hielten, leben diese mehr oder weniger friedlich mit den Menschen zusammen. Die Fürsten der Anderswelt-Reiche versuchen dieses Status aufrechtzuerhalten, auch wenn einzelne ihrer Bürger immer wieder für Zwischenfälle sorgen. Michael OʼHara, ein Mensch mit guten Kontakten zu verschiedenen Anderswelt-Wesen, eröffnet eine Kopfgeldjägeragentur, die sich auf kriminelle Nicht-Menschen spezialisiert. Cat, eine junge Frau, die Vampire und alle sonstigen nichtmenschlichen Wesen hasst, weil sie ihnen die Schuld am Tot ihrer Eltern gibt, wird seine Mitarbeiterin. Noch ahnt sie nicht, dass ausgerechnet ein Halbvampir ihr Kollege wird. Schon bald sorgt eine Mordserie, hinter der offenbar aufrührerische Andersweltler stecken, für Aufregung.
Stefanie Foitzik beschreitet mit ihrer neuen Urban-Fantasy-Reihe außergewöhnliche Pfade, denn anders als im Genre gewohnt ist die Existenz der Fantasy-Wesen hier allgemein bekannt. Auch die Kombination der Thematik mit einer Krimihandlung wirkt durchaus gelungen. Dass obendrein jeder einzelne Hauptcharakter sein eigenes Liebesleben bekommt, wodurch auch Romantasy-Elemente einfließen, könnte vielleicht für spätere Bände noch Bedeutung gewinnen.
Am Anfang wirken die vielen Personen, die schnell nacheinander ins Spiel kommen, etwas verwirren, zumal sich in manchen Fällen erst im weiteren Verlauf herausstellt, dass es sich beim wirklichen Namen eines Wesens und einem menschlichen Namen an einem anderen Schauplatz eigentlich um dieselbe Person handelt. Auch bei den Erinnerungen der verschiedenen Protagonisten an ihre (in manchen Fällen jahrhundertelange) Vergangenheit muss man sich teilweise sehr konzentrieren, um das Puzzle nach und nach zusammensetzen zu können. Zumindest beim Zurechtfinden in den diversen, teilweise typisch irischen Fantasy-Wesen hilft ein Glossar am Ende des Buches weiter. Schon in diesem Auftaktband der „Galway Hunters“-Reihe wird ein sehr komplexes Beziehungsgeflecht aufgebaut, dass beim Lesen einige Konzentration erfordert.
Nachdem die Grundlagen und Hintergründe weitgehend geklärt sind, ist allerdings zu vermuten, dass sich kommende Bände stärker auf die eigentliche Krimi-Handlung vor Urban-Fantasy-Hintergrund konzentrieren werden. Die von der Autorin geschaffene Welt dürfte durchaus Potenzial für einige weitere Bände bieten.

Fazit:
Dieser Krimi-Fantasy-Mix beschreitet unausgetretene Wege und bietet außer den ‚üblichen Verdächtigen‘ auch einige weniger bekannte Wesen.

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Mein wunderbares Bücherboot

Sarah Henshaw
Mein wunderbares Bücherboot

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Übersetzung: Janine Malz

Von Schleuse zu Schleuse

Klappentext:
Ein Buch ist gewiss nicht die Lösung für alles – aber für vieles
Die Engländerin Sarah Henshaw liebt Bücher – und davon, einen kleinen, feinen Buchladen zu eröffnen. Als sie dem altehrwürdigen Kanalboot Joseph begegnet, setzt sie ihnen Plan kurzerhand in die Tat um und eröffnet „The Book Barge“, ein schwimmendes Bücherparadies. Doch sie ahnt nicht, welchen Schwierigkeiten sie begegnen wird: Die zahlreichen Schleusen auf Englands Kanälen sind da noch das kleinste Problem. Viel schwerer wiegt, dass die Kundschaft zwar kommt, aber meist nur eine Tasse Tee mit der sympathischen Buchhändlerin trinkt, anstatt tatsächlich ein Buch zu kaufen. Ihre Lieblingsbücher helfen der entschlossenen jungen Frau dabei, den Mut nicht zu verlieren – und um ihren großen Traum zu kämpfen.

Rezension:
Nach ihrem Scheitern als Journalistin beschließt Sarah Henshaw ein Buchgeschäft zu eröffnen. Als Location wählt sie allerdings keinen irgendwo leerstehenden Laden, sondern ein altes Kanalschiff, eines der für Großbritannien so typischen Narrowboats. Doch die Kundschaft bleibt überschaubar, sodass die Boot-Buchhandlung „The Book Barge“ schon bald vor der Pleite steht. Doch aufgeben will Sarah nicht. Also beschließt sie, mit ihrem Boot namens „Joseph“ auf eine 6-monatige Tour über Englands und Walesʼ Kanäle zu gehen, um Bekanntheit zu erlangen und ein Zeichen gegen den Online-Buchhandel sowie die großen Ketten zu setzen. Das alles natürlich in der Hoffnung, ihre Handlung dabei auch zu sanieren.
6 Monate auf den schmalen Kanälen Englands unterwegs zu sein, hört sich für einen Großbritannien-Fan natürlich interessant an. Und das auch noch in/auf einem schwimmenden Buchladen. Da sollte dieses Buch gerade für einen Vielleser doch genau richtig sein. Leider schafft es die Autorin, einen Großteil dieser Faszination verpuffen zu lassen. Von der durchfahrenen Landschaft und den besuchten Orten erfährt der Leser fast nichts. Selbst das Befahren des längsten Aquädukts Großbritanniens wird nur ganz am Rande erwähnt. Stattdessen werden Sarahs Probleme mit den Schleusen und ihre buchhändlerischen Misserfolge in epischer Breite geschildert. Eigenartigerweise geht sie auf potenziell interessante Ereignisse – wie beispielsweise in der schwimmenden Buchhandlung abgehaltene Lesungen – nie näher ein.
Alles in allem wechseln sich in diesem Buch, das mehr eine Aneinanderreihung einzelner Gedanken als einen durchgehenden Reisebericht darstellt, interessante, lesenswerte Szenen mit belanglosen und langweiligen Episoden ab. Viele Entscheidungen der Autorin bleiben für den Betrachter dabei nicht nachvollziehbar. Am Ende verbleibt der Eindruck, dass Sarah Henshaw von der Schriftstellerei auch nicht viel mehr Ahnung als vom Bootsfahren hat.

Fazit:
Das eigentlich sehr interessante Thema dieses Buches wird leider nicht überzeugend an den Leser gebracht.

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Irgendland

Geertje Boeden
Irgendland

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Bilder aus Irgendland

Klappentext:
»Menschen sollten mehr Märchen lesen!«, sagt der gelbe Rabe an dem anderen Ort. Das gilt vor allem für den selbst ernannten Philosophen. Der muss, mit dem sehr kleinen traurigen Herrn und dem Specht Picoi, das Mädchen nach Irgendland begleiten, um die Mutter aus ihrem Schlaf zu erwecken. Sonst werden die seltsamen Vorkommnisse und Erscheinungen, die über die Großstadt hereingebrochen sind, kein Ende nehmen und der Philosoph sein herrlich misanthropisches Leben nicht zurückerhalten.
Das Mädchen will ein Heilmittel für seine Mutter finden. Koste es, was es wolle. Sein einziger Halt sind die Geschichten, die es immer wieder für die Schlafende einsammelt. Und wenn es in dieser Welt keine Möglichkeit mehr gibt, ihr zu helfen, dann geht das Mädchen eben in eine andere!
Der sehr kleine traurige Herr hingegen denkt gar nicht weiter darüber nach, was ihm alles begegnen könnte, ihm ist noch nie etwas Aufregendes passiert. Von dem Moment an jedoch, da der kleine Specht Picoi in seinem Leben auftaucht, ändert sich alles für den einsamen Mann.
Zunächst eine erzwungene Schicksalsgemeinschaft, werden die vier Einzelgänger in den 94 Bildern, in denen die Geschichte erzählt wird, zu Freunden. Sie lernen auf ihrer Reise, in der sie unter anderem gelben Raben, flauschigen Wärtern, übergroßen Maulwürfen und außerordentlichen Gewächsen begegnen, dass sich manche Dinge nur gemeinsam bestreiten lassen und man bestimmte Wege dennoch alleine beschreiten muss. Wichtig ist, dass man ein Fahrrad findet und die Fantasie keine Grenzen kennt.
Ob sie nach Irgendland kommen? Nun das ist die Frage … Solange man liebt, ist es im Grunde ganz egal, wo genau man ist.

Rezension:
„Der selbst ernannte Philosoph“, „der sehr kleine traurige Herr“ und „das Mädchen“ treffen durch Zufall aufeinander. Das Schicksal zwingt sie, gemeinsam eine Reise anzutreten, aber nicht irgendeine, sondern eine nach „Irgendland“. Was und wem sie dabei begegnen, stellt ihren Verstand wiederholt auf die Probe.
Geertje Boeden bezeichnet die Kapitel ihres Buches als „Bilder“. Am Anfang wirken diese sehr abstrakt und zusammenhanglos, im weiteren Verlauf fügen sie sich jedoch zu einer zusammenhängenden Geschichte zusammen. Extrem surrealistisch bleibt die Geschichte trotzdem weiterhin – und das bis zu ihrem Ende. Dem Leser stellt sich dabei die Frage, ob man das noch als Fantasy bezeichnen kann. Der Begriff „Kunstmärchen“ trifft es wahrscheinlich deutlich besser.
Dem Aufbau dieser doch sehr speziellen Geschichte merkt man an, dass die Autorin dem Theaterbereich entstammt. Auch die gewählten Stilmittel sind sehr außergewöhnlich. So wird auf Anführungszeichen beispielsweise ganz verzichtet, Erklärungen erfolgen in eckigen Klammern. Als ‚leichte Unterhaltung‘ kann man „Irgendland“ sicher nicht einstufen. Auch die Definition der Zielgruppe fällt schwer. Ein gewisser Hang zu Philosophie kann beim Leser jedenfalls mit Sicherheit nicht schaden.

Fazit:
Dieses surrealistische Kunstmärchen richtet sich an Leser, die bereit sind, sich auf philosophische Gedankengänge einzulassen.

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Girls vs Zombies

Anja Hansen
Girls vs Zombies

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Tödliches Trainingscamp

Klappentext:
Für die Frauenfußballmannschaft sollte es ein gewöhnliches Trainingslager werden. Zombies standen jedenfalls nicht auf der Gegnerliste. Julia und ihre Freundinnen sind nicht gerade begeistert, dass sich ihr Trainingscamp mitten in der Pampa befindet. Als sie dann auch noch von Untoten angegriffen werden, ist die Stimmung endgütlig am Ende. Zum Glück eilen ihnen der Trainer der Männermannschaft und ein paar seiner Spieler zu Hilfe. Können sie gemeinsam gegen die Zombies bestehen? Eine wahnwitzige Reise durch die Apokalypse beginnt.

Rezension:
Schon auf der Fahrt ins Trainingscamp im tiefsten Nirgendwo werden die Charakterunterschiede innerhalb der Frauenfußballmannschaft deutlich. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass diese das kleinste Problem sind. Als der Trainer und wenige Spieler der Männermannschaft, die in einiger Entfernung auch ein Trainingscamp durchführt, auftauchen und von einer Zombie-Epidemie berichten, der alle anderen Spieler zum Opfer gefallen sind, beginnt eine Flucht vor der Gefahr. Alle Kommunikationsmittel sind tot. Schon bald gibt es auch unter den Frauen Opfer.
Anja Hansen stellt ihren Zombie-Roman als Horrorkomödie vor. Auch wenn es im Buch durchaus einzelne humoristische Momente gibt, überwiegt der Horror-Anteil jedoch deutlich. Genre-Fans werden sich natürlich nicht darüber wundern, dass ein erheblicher Anteil der Opfer nur deshalb zu Opfern werden, weil sie unlogische Entscheidungen treffen. Das gehört bei derartigen Themen schon dazu. Ohne dies gäbe es das Genre wahrscheinlich gar nicht. Schwerer zu erklären ist schon, wieso im offenbar relativ eng umgrenzten ‚Seuchengebiet‘ sämtliche Kommunikationswege wie Mobilfunk- und Festnetz sowie Fernsehempfang ausgefallen sind. Hier stand die storytechnische Notwendigkeit, den Protagonistinnen den Kontakt zur Außenwelt unmöglich zu machen, wohl über der Logik.
„Girls vs Zombies“, von dem bereits eine Fortsetzung angekündigt ist, stellt eine unterhaltsame und stilistisch gut lesbare Zombie-Geschichte dar. Große Überraschungen hat die Handlung jedoch nicht zu bieten.

Fazit:
Zombies gegen Fußballerinnen – am Ende dieses Bandes steht das Match eindeutig 1:0 für die Untoten.

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Fliederblütenregen: Fernweh

Margarethe Alb
Fliederblütenregen: Fernweh

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Prinzessinen-Ärger

Klappentext:
Syringa ist hoffnungslos verliebt.
Und zwar seit mehr als zweihundert Jahren, was selbst für eine Dryade ziemlich verrückt klingt. Denn ihr Angebeteter hat sie vor eben dieser Zeit verlassen, um ohne sie, die durch ihre Natur an die Heimat gebunden ist, durch die Welt zu ziehen. Syri hat sich daran gewöhnt, allein zu sein und den ehrenwerten Wolfsritter Johannes von der Wallenburg einzig aus der Ferne anzuschmachten. Nur die alte Otter Schosch leistet ihr tagtäglich Gesellschaft, da diese sich zwischen den Wurzeln von Syringas heimischem Fliederstrauch angesiedelt hat.
Aber im Jahre 1510 kehrt Johannes plötzlich auf die heimische Wallenburg zurück und die Gerüchteküche beginnt zu brodeln. Von einer Braut aus dem fernen Orient berichten die Weiber. Syri trägt es mit Fassung, bis zwei wildfremde Wölfe die so lebenswichtigen Ableger ihres Fliederstrauches zerstören. Als dann noch ihr Strauch an sich zum Sterben verdammt wird, bricht ihre ganze Welt zusammen.
Dieses schreckliche Ereignis stellt den Beginn eines orientalischen Abenteuers dar. Dabei erlebt Ihr die Höhen und Tiefen des Dryadentums.
Vielleicht. Eventuell.
Und außerdem erfahrt Ihr, warum Verwurzeltsein nicht automatisch bedeutet, an einen Ort gebunden zu sein und wieso man vorsichtig damit sein sollte, was man sich wünscht.

Rezension:
Als Dryade führt man ein recht ortsgebundenes Leben, denn lange kann man sich nicht von seinem heimischen Gehölz entfernen. So geht es auch Syringa mit ihrem Fliederstrauch. Für ein geregeltes Liebesleben mit einem ständig umherziehenden Werwolf sind das natürlich keine optimalen Voraussetzungen. Kein Wunder, dass die Beziehung nun schon seit 200 Jahren auf Sparflamme vor sich hin köchelt. Zum Glück haben beide Lebensformen eine großzügige Lebenserwartung. Als Johannes endlich wieder in der Heimat auftaucht, macht allerdings das Gerücht die Runde, seine Vermählung mit der Prinzessin eines orientalischen Werwolfsrudels stünde bevor. Zu allem Unglück droht auch noch Syringas Flieder einzugehen – was auch ihren Tot zur Folge hätte, da sie über keinen brauchbaren Ableger dieses mehr verfügt.
Bei „Fliederblütenregen“ handelt es sich um einen Spin-off der „Rynestig“-Reihe, deren Protagonistin Magarethe hier nur in einer kleinen Nebenrolle auftritt. Auch wenn man beim Klappentext anderes vermuten (und befürchten) könnte, handelt es sich bei dieser Urban Fantasy (wobei der Begriff „Urban“ eigentlich nicht ganz zutreffend ist) keinesfalls um eine Romantasy. Vielmehr wird genau wie in der Hauptreihe mit den Eigenarten der unterschiedlichen menschenähnlichen Wesen ‚gespielt‘. Vom Gewohnten weicht Margarethe Alb – richtig erkannt: die Halb-Elfe aus der Rynestig-Reihe höchstpersönlich stellt der Autorin ihren Namen als Pseudonym zur Verfügung – dabei oft ab. So sind die Werwölfe hier eine erbliche Lebensform, die ihre Gestalt unabhängig von der Mondphase wechseln kann.
Die Ansiedlung der Handlung im thüringischen Raum mit immer wiederkehrendem Bezug auf reale Örtlichkeiten macht – gerade für mich als Thüringer – sicher einen Teil des Reizes dieser Bücher aus. Aber auch der sehr flüssig lesbare Stil der aus Syringas Ich-Perspektive erzählten Geschichte trägt selbstverständlich zum Gefallen bei. Da auch bei diesem Spinn-off bereits (mindestens) eine Fortsetzung angekündigt ist, dürften die Aufzeichnungen über Thüringens magische Bewohner wohl noch nicht so schnell enden.

Fazit:
In Thüringen leben auch zahlreiche Sagengestalten. Wer braucht da schon irische Banshees oder rumänische Vampire?

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Agalstra

Anna Herzog
Agalstra

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Die verfluchen Kostüme

Klappentext:
»Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!«
Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?

Rezension:
In den Ferien nimmt Merle zusammen mit ihrem kleinen Bruder an einem Theater-Workshop auf einer alten Burg teil. Nachdem sich schon bei der Ankunft Streit zwischen eher ‚vornehmen‘ Teilnehmern und den ‚Normalos‘ wie Merle anbahnt, werden 2 Gruppen gebildet, die jeweils ein eigenes Theaterstück erschaffen und am Ende aufführen sollen. Auf das Gewinnerteam warten Edel-Smartphones als Preis. Nachdem das Team um Merle und den sehr verschlossen wirkenden Wladimir zuerst eher planlos ist, finden sie beim heimlichen Herumstöbern im privaten Wald des Grafen, dem die Burg gehört, einen alten Eiskeller und darinnen eine Truhe mit Kostümen, die ihnen merkwürdigerweise wie maßgeschneidert passen. Sobald sie diese tragen, scheinen die alten Kleidungsstücke jedoch die Kontrolle über ihre Träger zu übernehmen. All das scheint im Zusammenhang mit einer lange vergessenen Tragödie zu stehen.
Bei Anna Herogs Jugendbuch mit Fantasy-Elementen liegen Licht und Schatten eng beieinander. Besonders gelungen erscheinen die Protagonisten, die in ihrer Darstellung, ihrem Handeln und ihrer Sprache sehr authentisch wirken. So kann man sich Kinder/Jugendliche in dem Alter (siehe unten) gut vorstellen. Auch die Handlung baut sich interessant auf und entwickeln im Verlauf eine sich ständig steigernde Spannung.
Auf der Negativliste stehen dagegen recht viele unbeantwortete Fragen sowie einige sehr konstruiert wirkende Handlungselemente. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Außer von Merles kleinem Bruder erfährt der Leser von keinem der Protagonisten das Alter. Lediglich aus einzelnen Handlungselementen kann man vermuten, dass sie wohl mindestens um die 12 Jahre alt sein müssen, eher sogar noch etwas älter. Merle fährt aber nur mit, weil ihr noch nicht ganz 7-jähriger Bruder die Teilnahme am Theater-Workshop bei der Tombola in seiner Grundschule gewonnen hat und der Vater ihn nicht alleine fahren lassen will. Wieso sollte in einer 1. Klasse aber eine Ferienaktivität verlost werden, die sich eigentlich an deutlich ältere Teilnehmer richtet? Außerdem gibt es im Buch immer wieder Textabschnitte in weißer Schrift auf schwarzem Grund, in denen sich die anscheinenden Strippenzieher der Vorfälle unterhalten. Bis zum Ende wird jedoch nicht aufgeklärt, wer beziehungsweise welche ‚Wesen‘ das eigentlich sind. Auch die Motivation des Grafen wird nie aufgeklärt.
Äußerst positiv muss dagegen die Gestaltung des Buches hervorgehoben werden. Normalerweise gehe ich selten auf Cover und sonstige Gestaltung der Bücher ein, aber hier muss es sein, denn dieses Buch ist ein echter ‚Hingucker‘. Das Cover ist in einem dunklen Metallic-Look gehalten, der eine Bühne darstellt. Der Mittelteil der Bühne ist ausgestanzt, sodass auf dem hinter dem Cover liegenden Blatt eine Landschaftsszene zu sehen ist. Komplettiert wird diese aufwändige Optik durch ein silbernes Lesebändchen.
Auch wenn der Verlag das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, halte ich dies für deutlich zu jung angesetzt. Sowohl die Sprache als auch der Handlungsaufbau dürften die meisten Leser dieses Alters überfordern.
Die interessante Handlung und die sehr authentisch gelungene Charakterdarstellung der Hauptpersonen dieser jugendlichen Urban-Fantasy-Geschichte führen dazu, dass ich trotz der genannten Mängel einen positiven Gesamteindruck des Buches gewann und es Genre-Fans durchaus empfehlen kann.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch punktet mit sehr realistischen Charakteren und einer äußerst aufwändigen Gestaltung.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Der Zeitfluch – 1 – Guineveres Träume

Alexander Macho
Der Zeitfluch – 1 – Guineveres Träume

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Der blauhaarige Junge

Klappentext:
Der erste Band der geplanten Zeitfluch-Tetralogie! Guinevere hat einen ungewöhnlichen Namen und geht auf eine Privatschule voller reicher Schnösel, die sie in den Wahnsinn treiben würden, hätte sie nicht ihre besten Freundinnen Ilse und Lauren. Doch ihr völlig normales Teenagerleben beginnt zu zerbröseln, als sie anfängt, Träume zu haben. Träume aus dem Mittelalter. Träume, in denen sie eine Prinzessin ist. Und es bleibt nicht bei Träumen… Als ihre Klasse einen neuen Schüler bekommt, beginnt Magie mehr und mehr in ihr Leben einzustürzen und alles durcheinanderzuwirbeln… Der Fluch ist erwacht!

Rezension:
Guinevere hat keinen Grund sich zu beklagen. Sie stammt aus einer ansehenden und wohlhabenden Familie, geht auf eine Eliteschule, und auch sonst läuft eigentlich alles gut. Zumindest bis merkwürdige Träume anfangen, sie zu belasten. Als sie nach eigenartigen ‚Abwesenheitsanfällen‘ schon anfängt, an ihrem Verstand zu zweifeln, klärt ihre Großmutter sie auf. Guinevere stammt in mütterlicher Linie von einer Prinzessin aus dem Umkreis King Arthurs ab und ist durch einen Fluch mit deren Leben verbunden. Und sie kann – genau wir die Großmutter – zaubern. Natürlich hält Guinevere das zunächst für Blödsinn. Schnell gerät sie jedoch in eine Situation, in der sie auf offener Straße angegriffen wird und sich instinktiv mit Magie zur Wehr setzt. Der alte Fluch scheint stärker zu werden, da dunkle Mächte wiederholt versuchen, sie zu töten. Ihre Großmutter organisiert eine Fee als Leibwächterin, die Guinevere auch in Magie ausbilden soll. Selbst Merlin persönlich taucht auf – und sieht völlig anders aus, als Guinevere ihn sich vorgestellt hat. Als dann auch noch ein neuer Schüler in ihre Klasse kommt, spitzen sich die Ereignisse zu.
Wieso sind es so oft 17-jährige Mädchen, die in die Mühlen der Magie (sprich: Urban Fantasy) geraten? Alle, die jetzt eine Antwort auf diese Frage erwarten, muss ich allerdings enttäuschen, denn diese habe ich auch nicht. Auch Alexander Macho wählt für seine Trilogie jedenfalls eine Protagonistin dieses Alters. In manch anderer Hinsicht stellt er sich jedoch gegen die üblichen Trends des Genres. So ‚verschwindet‘ Guinevere beispielsweise nicht in eine andere Welt, sondern versucht, ihr bisheriges Leben weitgehend weiterzuleben. Auch bleibt das Liebesleben der Protagonistin nur eine Hintergrundhandlung, die wenig zum eigentlichen Geschehen beiträgt.
Die Handlung dieses Buches konzentriert sich ganz auf Guinevere, was dazu führt, dass selbst ihre Eltern, ihre Schwester und ihre engsten Freundinnen eher blass bleiben und kaum einen eigenen Hintergrund bekommen. Wie bereits der Klappentext verrät, bildet „Guineveres Träume“ den Auftakt einer Tetralogie. Daraus folgt natürlich, dass auch in der Haupthandlung noch einiges offen bleibt. Selbst wer der Hintermann ihrer Feinde ist, erfährt der Leser – genau wie die Heldin selbst – noch nicht. Am Ende sind alle Beteiligten in einem Status Quo gefangen. Der interessant zu lesende Stil des Autors führt jedoch dazu, dass man diese Wissenslücke füllen möchte. Was bleibt einem also anderes übrig, als den nächsten Band zu lesen?

Fazit:
Dieser Auftakt einer Urban-Fantasy-Tetralogie weckt das Interesse auf den weiteren Fortgang der Geschichte.

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3:0 Fußballkrimis

Thomas Kowa
3:0 Fußballkrimis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Tödlicher Fußball

Klappentext:
Unser booksnack zur WM 2018
Was wäre, wenn der eigene Verein nicht den entscheidenden Elfmeter versemmelt hätte? Woher hat ein Puma seine drei Streifen bekommen? Und wie schaffen es zwei Komissare einen Mord bei einem Fußballspiel zu lösen, wenn der eine Fußball hasst und der andere Akten? Drei unterhaltsame booksnacks für alle Fußballfans!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Der Puma mit den drei Streifen
Tod auf dem Betze
1954
Da ich die Kurzgeschichte „Der Puma mit den drei Streifen“ bereits im Rahmen ihrer Solo-Veröffentlichung rezensiert und 5 Sternen für würdig befunden habe, beschränke ich mich hier auf die beiden anderen Beiträge.
Bei „Tod auf dem Betze“ muss sich ein Kommissar mit einem anscheinenden Selbstmord beschäftigen, der im Zusammenhang mit dem DFB-Pokal stehen könnte. „1954“ befasst sich dagegen mit berühmten Fußballspielen in einer alternativen Historie (und passt genaugenommen nicht unter den Begriff „Fußballkrimi“).
Allen 3 Kurzgeschichten gemein ist natürlich Thomas Kowas besonderer Sinn für Humor, den er bereits in zahlreichen anderen Kurzgeschichten beweisen hat. Leider kann „1954“ das Niveau der beiden anderen Geschichten nicht halten. Insgesamt gesehen ist dieser XXL-booksnack speziell für Freunde humorvoller Krimis lesenswert.

Fazit:
Gleich 3 humorvolle Kurzgeschichten, die zumindest entfernt mit Fußball zu tun haben, werden hier vereint.

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