Odem des Todes

Alisha Bionda (Hrsg.)
Odem des Todes

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Einsatz für Edgar

Klappentext:

Hommage an Edgar Allan Poe.

Kunst ist die Wiedergabe dessen, was die Sinne in der Natur durch den Schleier der Seele erken­nen. Edgar Allan Poe

Barbara Büchner, Tanya Capenter, Nicolaus Equidamus, Andreas Flögel, Erik Hauser, Florian Hille­berg, Desirée Hoese, Sören Prescher und Art­hur Gor­don Wolf ver­fassten ihre ureigene Hom­mage an Edgar Allan Poe, indem sie den Meister des Grauens in ihren Geschichten agieren lassen. Mit einem Essay von Florian Hille­berg Das Beson­dere an diesem Band ist, dass jede der Geschichten wahre Statio­nen und Begeben­heiten aus dem Leben von EAP bein­haltet, sprich er selbst Prota- oder Anta­gonist in den Texten ist.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Die Geister der Vergangenheit – Arthur Gordon Wolf
Süße Liebe Wahnsinn – Florian Hilleberg
Das Verhängnis der Griswolds – Barbara Büchner
Die Rosenbrosche – Nicolaus Equiamicus
Metzenger – Sören Prescher
Odem des Todes – Erik Hauser
Die fehlenden Köpfe – Andreas Flögel
Dunkel sind die Kammern deiner Träume – Desirèe Hoese
Geisterstunde – Tanya Carpenter
Edgar Allan Poe – Ein Essay von Florian Hilleberg

Thematische Anthologien gibt es viele. Es gibt wohl kaum ein Genre oder spezi­elles Thema, zu dem noch keine erschie­nen ist. Auch solche, die sich thema­tisch an ‚alte‘ Autoren anleh­nen, sind mir schon begeg­net. Eine Antho­logie, in deren Bei­trägen ein realer toter Autor als Prota­gonist auftritt, ist mir aller­dings neu.

Auch wenn mir Edgar Allan Poe selbstverständlich ein Begriff ist, muss ich geste­hen, dass ich nur 1 oder 2 Kurz­geschich­ten von ihm kenne. Ob die hier ent­haltenen Geschich­ten seinen Stil treffen, kann ich also nicht beur­teilen. Dass die (natür­lich fikti­ven) Stories sich an reale Lebens­abschnitte des Autors anleh­nen, ist mir auch erst beim Lesen des abschlie­ßenden Essays aufge­fallen. Dass die Geschich­ten (mehr oder weniger) deut­liche Grusel­elemente zeigen, ver­wundert natür­lich kaum. Trotz­dem unter­scheiden sie sich vom Charak­ter deutlich. Manche Geschich­ten erzeu­gen die Grusel­effekte ganz ohne Fantasy-Ele­mente, andere thema­tisieren solche explizit.

Wie immer bei Anthologien können natürlich auch bei dieser nicht alle ent­hal­tenen Kurz­geschich­ten im gleichen Maße über­zeugen. Beson­ders heraus­heben möchte ich „Die feh­lenden Köpfe“ von Andreas Flögel. Hier soll Poe die Poli­zei in einem Mord­fall unter­stützen, bei der der Täter die Leichen kopf­los hinter­lässt. Ob es eine über­natür­liche Kompo­nente gibt, bleibt am Ende weit­gehend offen. Gerade das macht die Story aber im Nach­hinein beson­ders interes­sant.

Das Thema bedingt natürlich, dass diese Anthologie relativ Special Interest ist. Leser, die sich
(auch) für klas­sischen Grusel interes­sieren, sollten ihr durch­aus mal einen Blick gönnen.

Fazit:

Edgar Allan Poe als Grusel-Held – diese Anthologie kommt recht außer­gewöhn­lich daher.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 6 – Zur Hochzeit ein Mord

Rhys Bowen
Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 6 – Zur Hochzeit ein Mord

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Personalprobleme

Klappentext:

Lady Georgie und Darcy ziehen in ein Herrenhaus, in dem es nicht mit rech­ten Dingen zu geht …

Das spannende Finale von Staffel 2 der Cosy-Krimi-Reihe von Rhys Bowen

Wäre Lady Georgie doch bloß mit ihrer großen Liebe Darcy O’Mara durch­gebrannt! Statt­dessen muss sie jetzt eine „kleine“ Hoch­zeit organi­sieren, auf der das gesamte Königs­haus anwe­send sein wird. Apro­pos Haus, nun wird es auch höchste Zeit, einen geeig­neten Land­sitz für das Paar zu suchen. Doch Darcy ist mal wieder auf gehei­men Missi­onen unter­wegs und Georgie muss das Herren­haus alleine her­richten. Es ist in so schlech­tem Zustand, dass einem Besu­cher und auch Georgie selbst einige „Un­fälle“ pas­sieren … oder hat es etwa jemand auf sie abge­sehen?

 

Rezension:

Endlich ist es so weit. Sie wissen zwar noch nicht, wo sie danach wohnen sollen, aber der Termin der Hoch­zeit von Georgie und Darcy steht fest. Was aller­dings als Feier im kleinen Kreis ange­dacht ist, mons­tert sich zum gesell­schaft­lichen Groß­ereig­nis, als sich die gesamte könig­liche Familie selbst einlädt. Doch dann findet sich über­rasch­end eine Lösung für das Wohnungs­problem. Ein rich­tiges Herren­haus nebst Diener­schaft steht Lady Georg­iana plötz­lich zur Ver­füg­ung. Diese Diener­schaft ist jedoch gänz­lich anders, als sie es erwartet. Georgie ist sich schnell sicher, dass hier eini­ges nicht stimmt!

Im mittlerweile 12. Band ihrer Cosy-Crime-Reihe „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“ bricht Rhys Bowen deut­lich mit dem prin­zip­iellen Hand­lungs­aufbau, dem die meisten der vor­herigen Bände folgten. Der deut­sche Titel führt aller­dings in die Irre. Einen Mord zur Hoch­zeit gibt es näm­lich nicht. Da ist der Fall längst gelöst. Der Original­titel „Four Funerals and Maybe a Wedding“ trifft es auch nicht viel besser. Beer­digungen – zumin­dest im eigen­tlichen Sinn – erleben wir im Buch nämlich auch nicht.

Die Handlung schöpft ihre Spannung aus dem ständigen Wechsel zwischen Ver­dachts­momen­ten gegen die Diener­schaft und deren (anschei­nender?) Ent­kräf­tung. Auch wenn dem Leser recht schnell ein grund­legen­der Ver­dacht kommt, weckt die nächste Szene gleich wieder Zweifel daran. In dieser Hin­sicht kann auch Band 12 (beziehungs­weise 2-6) wieder über­zeugen.

Allerdings muss man diesem Band auch seine Schwächen anlasten. Zum einen wäre da eine große Logik­lücke. Sir Hubert, der Georgie das Herren­haus zur Ver­fügung stellt (und der schon in frü­heren Bän­den erwähnt wurde), schreibt näm­lich schon in sei­nem Brief, dass er den Ein­druck hat, dort würde etwas nicht stimmen. Es bleibt aller­dings voll­kom­men offen, woher er diesen Ver­dacht hat. Die Diener­schaft hat ihn mit Sicher­heit nicht infor­miert, sowohl der von ihm mit der Auf­sicht betraute Anwalt als auch sein die Finan­zen regeln­der Banker hegen aber ein­deutig keiner­lei Ver­dacht. Woher kommt der Ein­druck also? Die andere Schwä­che des Bandes ist die nach Lösung des Falls recht lieblos abge­han­delte Zeit bis zur Hoch­zeit und diese selbst. Da kommt man sich als Leser fast vor wie bei einem Video im Schnell­durch­lauf.

Trotz der genannten Schwächen konnte mich der eigent­liche Fall wieder über­zeugen. Das bereits erwähnte unge­wohnte Hand­lungs­schema sorgt für frischen Wind in der Reihe. Das unge­wohnte Ende weckte bei mir schon die Besorg­nis, damit könnte diese Reihe abge­schlossen sein, doch ist im eng­lischen Origi­nal bereits Band 15 ange­kündigt. Für Nach­schub ist also gesorgt.

Dass die Autorin ihre Protagonistin auch weiterhin als Ich-Erzählerin agieren lässt, lohnt sich wohl kaum noch zu erwäh­nen.

 

Fazit:

Lady Georgianas 12. Fall unterscheidet sich grundlegend von den bisherigen. Für Fans der Reihe ist er trotz Schwä­chen wieder ein must-read.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Music in the Air: AFN, BFBS, Ö3, Radio Luxemburg und die Radiokultur in Deutschland

Wolfgang Rumpf
Music in the Air: AFN, BFBS, Ö3, Radio Luxemburg und die Radiokultur in Deutschland

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rock around the ARD

Klappentext:

Popmusik aus dem Radio ist heute eine mitunter plagende Selbst­verständ­lich­keit. Das war aber nicht immer so: Vor allem in den 1960er Jahren, als die Pop­kultur – kulmi­nierend in Wood­stock – zur jugend­lichen Massen­bewegung wurde, suchte man die Beatles, Jimi Hendrix, Melanie oder die Rolling Stones in der ARD (bis auf kleine Inseln im Jugend­funk oder beim Beat-Club) ver­geblich. Auf der Suche nach Beat und Pop lande­ten junge Hörer zwangs­läufig bei Radio Luxem­burg, AFN, BFBS oder Ö3. Warum Pop im ARD-Rund­funk so lange tabu war, klärt diese Studie, die sich nicht nur mit der Radio­literatur und der damals neuen Medien­forschung aus­einander­setzt, sondern durch Inter­views mit Zeit­zeugen die Denk­horizonte der dama­ligen Musik­redak­teure und Modera­toren in den Blick nimmt. Erst durch diese Sicht hinter die Kulis­sen in die Welt der Radio­macher lässt sich der Wandel vom elitären Bildungs­funk der Nach­kriegs­jahre zum service­orien­tierten, pop­musik­geprägten Dienst­leistungs­radio der 1970er erklären und nach­voll­ziehen.

Rezension:

Die neuesten Popmusik-Titel im Radio zu hören ist für uns selbst­ver­ständ­lich. Heute. Wenn der Autor dieses Buches sich an seine Jugend­zeit in den späten 1960ern und frühen 1970ern zurück­erinnert, muss das damals aller­dings ganz anders gewe­sen sein. Zumin­dest bei den öffent­lich-recht­lichen Sendern der ARD gab es Pop und Rock anschei­nend nur in homöo­pathischen Dosen – wenn über­haupt. So blieb den damals jungen Zuhör­ern nur der Weg zu den ameri­kanischen und bri­tischen Soldaten­sendern und (später) zu Radio Luxem­burg. Wäh­rend sich die alt-gedien­ten Musik­redak­teure der ARD-Anstal­ten zu der Zeit hinter ihrem öffent­lich-recht­lichen Bildungs­auftrag und soge­nannter ‚niveau­voller‘ Musik ver­schanz­ten, boten diese Sender auch die damals aktuelle Musik, und das natür­lich im Original.

Wolfgang Rumpf, der heute selbst Redakteur bei Radio Bremen ist, geht den Grün­den nach, wieso sich die ARD so lange den Ver­änder­ungen im Musik­markt ver­schloss. Dazu befragte er auch ver­schie­denen Betei­ligte, die zur frag­lichen Zeit selbst in unter­schied­lichen Positi­onen bei den ein­zelnen ARD-Anstal­ten, aber auch bei AFN, BFBS und Radio Luxem­burg tätig waren. Wie sich zeigt, ist die dama­lige Pop- und Rock-Feindlich­keit der ARD nicht ein­deutig an einer einzelnen Ursache fest­zu­machen. Interes­sant ist aber auch, wie unter­schied­lich die einzel­nen Befrag­ten die dama­lige Situ­ation bewer­ten.

Für alle, die sich für Rundfunk-, aber auch Musik­geschichte interes­sieren, ist dieses schon 2007 erschie­nene und leider nicht mehr neu liefer­bare Buch sicher einen Blick wert – falls sich eine Gelegen­heit bietet.

Fazit:

Ein interessanter Einblick in die (west-)deutsche Rundfunk­geschichte auf Pro­gramm­ebene.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam: Reprint eines Bildbands aus den 1910ern

Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam: Reprint eines Bildbands aus den 1910ern

Letztes Jahr fiel mir ein antiquarisches Exemplar eines alten Bildbands, des „Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam“, in die Hände. Dieser konnte mich mit seltenen Aufnahmen des alten Berlins, des damals noch nicht eingemeindeten Vorortes Charlottenburg und Potsdams überzeugen, sodass ich beschloss, das Buch als Reprint wieder einer breiten Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Die alten Originale werden schließlich immer seltener. Fast 1 Jahr Arbeit war erforderlich, um alle Vorbereitungen für eine hochwertige Herausgabe durchzuführen. Jetzt liegt diese vor. Das „Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam“ ist als Reprint erschienen.

Mit 37,50 € ist es zwar nicht ganz billig, dafür stimmt aber auch die Qualität des Hardcovers. Das Format ist A4 quer. Insgesamt sind es 144 Seiten bei einem Gewicht von etwas über 1 kg! Die ISBN ist 9783754102084.

Im Onlineshop des Verlags (https://bit.ly/3dvkWKT) und bei Amazon (https://amzn.to/3sLcLAK) ist es schon bestellbar. Aber vielleicht ist es auch eine gute Idee, es in einer Buchhandlung vor Ort zu kaufen bzw. zu bestellen.

Mit 16,00 € deutlich preiswerter ist die Taschenbuchausgabe im Format A5 quer. Diese ist exklusiv bei Amazon (https://amzn.to/3MoDMEY) unter der ISBN 9798833888520 erhältlich

Etwas mehr zum Inhalt verrät das Vorwort:

Bildbände mit historischen Berlin-Bildern sind keine Seltenheit. Der Großteil dieser wurde allerdings nach unterschiedlichen Vorstellungen aus Bildern verschiedenster Quellen neu zusammengestellt. Beim vorliegenden Bildband handelt es sich im Gegensatz dazu um das Reprint eines zur damaligen Zeit erschienenen Buches. Die Auswahl der Bilder wurde unverändert übernommen und nicht nach modernen Vorstellungen verändert.

Schon beim soeben verwendeten Begriff der „damaligen Zeit“ wird es allerdings etwas komplizierter. Ein Impressum, wie wir es heute kennen, war ‚damals‘ nicht üblich. Sprich: Das Buch ist nicht datiert. Wann ist es im Original also erschienen? Das lässt sich nur an verschiedenen Indizien ermitteln. Zum einen wäre da der Titel: „Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam“. Charlottenburg war also noch nicht Bestandteil Berlins. Das Buch muss also vor der Gründung von Groß-Berlin 1920 erscheinen sein. Somit hätten wir schon eine obere Grenze. Auf einem der Bilder ist das Hotel Adlon zu sehen. Dieses wurde 1907 eröffnet. Demzufolge kann das Buch nicht vor diesem Zeitpunkt erscheinen sein, der somit die Untergrenze des infrage kommenden Zeitraums darstellt. Eine Diskussion einzelner Bilder in einer Facebook-Gruppe („Roaring Berlin. Die vergessene Metropole“) führte zu der Erkenntnis, dass die Bilder (oder zumindest manche dieser) mit großer Wahrscheinlichkeit Anfang der 1910er Jahre aufgenommen wurden. Darüber, ob alle enthaltenen Bilder annähernd zur selben Zeit aufgenommen wurden oder mit welchem zeitlichen Abstand zu den Aufnahmen der Druck erfolgte, kann man natürlich nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten dürfte aus den genannten Gründen allerdings ein Erscheinungsjahr zwischen 1910 und 1915 sein. (Über Hinweise betreffs einer genaueren Datierung einzelner Bilder [zum Beispiel anhand zu erkennender Bauten bekannten Baujahres oder nicht mehr vorhandener bekannten Abbruchjahres] ist der Herausgeber jederzeit dankbar.)

Selbst der Fotograf (oder die Fotografen) wird nicht genannt. Bei der Abbildung des Spittelmarktes konnte herausgefunden werden, dass sie von Waldemar Titzenthaler (wahrscheinlich) 1909 aufgenommen wurde. Ob andere oder sogar alle Fotografien von ihm stammen, ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu beurteilen.

Außer den knappen Bildunterschriften, die lediglich aussagen, was auf dem jeweiligen Bild zu sehen ist, enthält dieser Bildband keinerlei erläuternde Texte. Auf das nachträgliche Hinzufügen solcher in diesem Reprint wurde bewusst verzichtet.

Beim Betrachten der Bilder fällt auf, dass viele der Motive heute nicht mehr oder nur noch in stark veränderter Form existieren. In den meisten Fällen ist das natürlich auf die Zerstörungen des 2. Weltkrieges und die folgenden Aufbaumaßnahmen zurückzuführen. Andere Lokalitäten wurden aber auch unabhängig davon in den vergangenen rund 110 Jahren bis zur Nichtwiedererkennbarkeit verändert. Um so überraschender wirkt es, dass manches diese Zeit dagegen mit relativ wenigen Veränderungen überstanden hat.

Auffällig aus heutiger Sicht ist auch das sehr dichte und stark befahrene Straßenbahnnetz.

Was ebenfalls ins Auge fällt, ist, dass die Bilder auch damals, lange vor Erfindung der digitalen Bildbearbeitung, schon munter manipuliert wurden. Auf vielen Bildern wurde der ‚zu leere‘ Vordergrund mit einkopierten Personen und Fahrzeugen belebt.

Abschließend bleibt mir nur, allen Leser – oder besser gesagt: Betrachtern – eine interessante Bilderreise in die (mehr oder weniger) gute alte Zeit zu wünschen.

Weitere Infos zu diesem und anderen Veröffentlichungen incl. ‚Innenansichten‘ finden sich in dieser PDF-Broschüre.

Ein Fall für Wells & Wong – 9 – Der Tod setzt Segel

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 9 – Der Tod setzt Segel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Übersetzung: Nadine Mannchen

Die Piratin schläft an Deck

Klappentext:

Daisy und Hazel sind in Ägypten und freuen sich auf eine Nil­kreuz­fahrt, Mumien und Tempel. Doch ein Mord­fall durch­kreuzt auch hier ihre Urlaubs­pläne! Eine Gruppe vor­nehmer eng­lischer Damen und Herren, die sich für Rein­karnati­onen der alten Phara­onen halten, reisen eben­falls auf ihrem Schiff. Kurz nach Beginn der Kreuz­fahrt wird die Anfüh­rerin der Gruppe erstochen in ihrer Kabine aufge­funden. Daisy und Hazel ist schnell klar, dass deren schüch­terne Tochter, die zum Schlaf­wandeln neigt, als Täterin her­halten soll. Doch inner­halb der ver­schro­benen Gesell­schaft hätte jeder einen Grund für diesen Mord gehabt …

Die Mädchen beginnen ihren bisher schwie­rigsten und letzten Fall. Über­all lauert Gefahr und nur ein Mit­glied der Detek­tei wird es dieses Mal lebend nach Hause schaffen …

Rezension:

Auf Aminas Einladung verbringen Daisy und Hazel einen Urlaub in Ägyp­ten. Auch Hazels Vater besucht mit ihren jünge­ren Schwes­tern das Land, um zusam­men mit den Mädchen eine Nil­kreuz­fahrt zu unter­nehmen. Dass auch die Junior-Pinker­tons Alex­ander und George ‚zufällig‘ auf dem Schiff sind, stört die beiden Jung­detektiv­innen nicht, auch wenn Mr Wong das etwas ver­dächtig findet. Eine Gruppe exzent­rischer Eng­länder, die auch auf dem Schiff mit­fährt, sorgt aller­dings von Anfang an für Wirbel. Als deren Anfüh­rerin, die sich für die Rein­karna­tion der Phara­onin Hat­schep­sut hält, ermordet wird, sehen sich Daisy und Hazel jedoch gezwun­gen zu ermitteln, denn sie sind über­zeugt, dass die Tochter der Toten, die von allen für schul­dig gehal­ten wird, unschul­dig ist.

Der 9. Band aus Robin Stevensʼ historischer Jugend-Cosy-Crime-Reihe sticht schon durch sein gol­denes Cover hervor. Ein Blick auf den Rück­seiten­text dürfte Fans der Reihe aber gleich in dop­pelter Hinsicht schocken. Dass es der letzte Fall der jungen Hobby­detektiv­innen ist, dürfte schon den wenigs­ten Wells-&-Wong-Freun­den gefallen. Und dann der letzte Satz …

Welches Mitglied der Detektei gemeint ist, erfährt der Leser gleich am Anfang von Kapitel 1, als Hazel in tiefer Trauer auf dem An­wesen der Wellsʼ sitzt und den tragi­schen Fall nieder­schreibt. Das führt natür­lich dazu, dass wohl jeder Leser geschätzte 90 % des Buches darauf hin­fiebert, wie es passiert. Daran, dass der Fall trotz allem gelöst wird, dürfte wohl kaum jemand zweifeln.

Wenn eine geschätzte Buchreihe endet, stellt das für den Leser immer einen Ab­schied dar. Auch wenn die Anzahl der Morde, in die die beiden Prota­gonistin­nen über 9 Bände hinein­gestolpert sind, eigent­lich natür­lich schon unlo­gisch ist, hätte man doch gerne noch ein paar mehr gelesen. Aller­dings hält sich Robin Stevens mit dem Ende eine Hinter­tür offen, even­tuell doch noch weitere Bücher folgen zu lassen.

Stilistisch bietet der Abschlussband der Reihe keine Über­raschungen. Wie bereits in 7 der 8 vor­her­gehen­den Bände über­lässt es die Autorin Hazel, die Vor­komm­nisse schil­dern.

Fazit:

Band 9 stellt einen würdigen Abschied von den beiden Jung­detektiv­innen dar.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
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Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 5 – Rache Royal

Rhys Bowen
Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 5 – Rache Royal

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Übersetzung: Sarah Schemske

Verfängliche Bilder

Klappentext:

Georgies Hochzeit mit Darcy steht noch bevor, doch zuerst muss sie eine andere ver­hindern …

Die Cosy-Krimi-Reihe von New-York-Times-Bestsellerautorin Rhys Bowen geht weiter

Lady Georgiana Rannoch würde so gerne nach Italien reisen, um ihre beste Freun­din Belinda zu unter­stützen, die ein Baby erwartet. Doch trotz ihres könig­lichen Blutes hat Lady Georgie leider noch immer kein Geld. Glück­licher­weise führt der neueste Auftrag der Queen sie auf ein italie­nisches Haus­fest, auf das der Kron­prinz und seine schreck­liche ameri­kanische Freundin einge­laden sind. Georgie soll die beiden im Auge behalten und eine mög­liche geheime Hoch­zeit ver­hindern. Doch als einer der Party­gäste tot aufge­funden wird, bleibt Georgie nichts anderes übrig, als den Täter zu finden …

Rezension:

Georgie und Darcy haben einige Zeit gemeinsam auf dem Familien­sitz der OʼMaras ver­bracht. Als Darcy jedoch zu einem Auftrag auf­brechen muss, von dem er wieder nichts Näheres ver­raten darf, bricht Georgie nach London auf, um ihre Löschung aus der Thron­folge zu klären. Die Queen bittet sie, nach Italien zu reisen, um den Thron­folger und dessen ameri­kanische Geliebte im Blick zu behal­ten. Das kommt Georgie ganz recht, denn auch ihre Freun­din Belinda hält sich in der Nähe auf. Wie nicht anders zu erwar­ten ist, bringt ein Todes­fall Georgies Pläne durch­einander.

Nachdem Rhys Bowens den grundsätzlichen Handlungs­verlauf im vorher­gehenden Band („Zur Krönung: Mord“) ihrer Cosy-Crime-Reihe etwas anders gestaltet hatte, kehrt sie hier wieder zum gewohn­ten Schema zurück. Das Hand­lungs­element, dass es die Prota­gonistin und ihren Freund Darcy unab­hängig von­ein­ander und ohne gegen­seitig davon zu wissen an den Ort eines bevor­stehenden Mordes ver­schlägt, kommt mir mittler­weile aber doch etwas (zu) abge­nutzt vor. Hier könnte (beziehungs­weise sollte) in Zukunft doch mal etwas variiert werden. Der Fall an sich ist wieder interes­sant konstru­iert. Der wahre Täter stellt sich erst spät heraus, wobei die Autorin einen in derar­tigen, in Kreisen der Ober­schicht ange­siedelten Krimis selten benutzten Twist nutzt, um die Leser zu über­raschen. Aller­dings muss man auch erwäh­nen, dass die Autorin den ört­lichen Kom­missar bei den Ermitt­lungen zu einem Mittel greifen lässt, dass zwar erforder­lich ist, damit die Story funktio­niert, das im Rahmen der Hand­lung aber keine sinn­volle Begrün­dung hat.

Fazit:

Auch der mittlerweile 11. Lady-Georgiana-Krimi kann vom Fall und den Charak­teren her wieder über­zeugen.

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Die schlechtesten Bücher aller Zeiten – 3 – Eine Studie in Scharlachrot

Arthur Conan Doyle, Mikkel Robrahn
Die schlechtesten Bücher aller Zeiten – 3 – Eine Studie in Scharlachrot

St,rSt,rSt,bSt,bSt,b

„Gründe, Watson mitzunehmen: Null.“

Klappentext:

Manche Bücher sind so furchtbar, dass man sie nicht alleine lesen sollte.

Die Autoren von Die schlechtesten Bücher aller Zeiten begleiten Sie deshalb mit beißen­den Kommen­taren auf Ihrem schweren Weg durch die schlimms­ten Klassiker der Schund- und Welt­literatur – was ver­blüffend oft das­selbe ist.

Doktor John Watson erzählt, wie er einem selbstverliebten Kotz­brocken namens Sher­lock Holmes dabei hilft, Ver­brechen aufzu­klären. Erleben Sie ver­blüfft, wie Holmes mit seinen Schluss­folger­ungen immer recht hat, auch wenn sie noch so will­kürlich sind. Über­springen Sie die zweite Hälfte des Buchs, die voll­kommen über­flüssig ist. Und stellen Sie genervt fest, dass die Geschichte genauso hirn­verbrannt ist wie der Titel.

Dieses eBook enthält den kompletten Text des Originals. Leider.

Rezension:

„Eine Studie in Scharlachrot“ – der Titel dürfte natürlich vielen bekannt vor­kommen. Aller­dings nicht im Zusammen­hang mit einer Reihe, die sich selbst „Die schlech­testen Bücher aller Zeiten“ betitelt. Und Sher­lock-Holmes-Fans dürften sich wohl einig sein, dass es sich bei besag­tem Fall nicht unbe­dingt um die beste Holmes-Geschichte handelt, sie diese Ein­stufung aber bestimmt auch nicht ver­dient hat.

Die Idee ist einfach beschrieben: Man nehme ein bekanntes Buch, dessen Rechte längst abge­laufen sind, und füge mehr oder wenige sinn­lose Kommen­tare hinzu. Ich muss zuge­ben, dass ich diese Idee zuerst gar nicht schlecht fand. Die kon­krete Um­setzung aller­dings schon. Es wird leider nicht erwähnt, auf welche der zahl­losen Über­setzungen dieses Buch aufbaut. Es handelt sich aber definitiv nicht die beste. Die humor­losen Kommen­tare, die an allen mög­lichen Stellen einge­baut wurden, halten sich vom Unter­haltungs­wert sehr in Grenzen. Wenn Holmes beispiels­weise zu einem Tatort auf­bricht und Watson auf­fordert mitzu­kommen, muss ich zugeben, dass mir defini­tiv nie der Gedanke „Gründe, Watson mitzu­nehmen: Null.“ gekom­men ist. Gleich am Anfang, als Dr. Watson seinen Werde­gang erzählt („Bevor ich jedoch an den Ort meiner Bestim­mung gelangte, brach der zweite afgha­nische Krieg aus,) wird kommen­tiert: „Ja, er ‚brach aus‘, indem die Briten ein­marschier­ten. Was ist das eigent­lich mit diesem rie­sigen Haufen Steine und Dreck, dass immer wieder drum gekämpft wird? Warum gab es nie einen Schweiz-Krieg? Fragt der Deut­sche hier ganz unschul­dig…“ Oder was soll der Kommen­tar „Und uns zu fragen, wieso es keine Toilette gibt.“ bei der Beschrei­bung der Woh­nung in der Baker Street?

Der Sinn dieser ‚kommentierten Ausgabe‘ des Doyle-Originals erschließt sich mir jeden­falls nicht. Die Anzahl der Kommen­tare, die wirklich eine gute Pointe dar­stellen, hält sich leider sehr in Grenzen.

Fazit:

Auf diese kommentiere Ausgabe einer Sherlock-Holmes-Geschichte kann man gut ver­zichten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 1 – 4 – Adel unter Verdacht (Hörbuch)

Rhys Bowen
Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 1 – 4 – Adel unter Verdacht (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Übersetzung: Sarah Schemske
Sprecherin: Arlett Drexler

Die Kerker von Schloss Bran

Klappentext:

London, 1932: Lady Victoria Georgiana Charlotte Eugenias, kurz Lady Georgies, Bruder Binky ist in der Stadt und bringt die junge Lady zur Ver­zweif­lung. Da kommt ihr der Auf­trag der Queen gerade recht. Georgie soll die könig­liche Familie bei einer Hoch­zeit in Trans­syl­vanien ver­treten – der legen­dären Heimat der Vampire. Freudig reist sie ab, aber kaum ist sie ange­kommen, beginnt die Braut, sich ein wenig ver­rückt zu beneh­men. Dann wird auch noch ein promi­nenter Hoch­zeits­gast ver­giftet und Georgie bleibt nichts Anderes übrig, als mal wieder selbst zu ermitteln.

 

Rezension:

Da auch ihr Bruder und dessen Frau in London weilen, fühlt sich Lady Georgi­ana zuneh­mend unwohl in Ran­noch House. Da kommt es ihr durch­aus recht, dass die Queen sie als Abge­ordnete des briti­schen Königs­hauses zu einer könig­lichen Hoch­zeit nach Rumä­nien schickt. Die Braut hat sogar aus­drück­lich nach ihr als Braut­jungfer ange­fragt, da sie eine alte Schul­freundin aus dem Internat in der Schweiz ist. Aller­dings kann Georgie sich kaum an die Prin­zessin erin­nern. Auf Schloss Bran ange­kommen, fühlt sich Georgie überall von Vampiren bedroht, doch dann passiert ein ganz realer Mord. Die Ange­legen­heit könnte sogar zu einem Krieg führen. Im tief einge­schneiten Schloss nimmt Lady Georgi­ana die Ermitt­lungen auf.

Die Hörbuchveröffentlichung von Rhys Bowens humor­voller Cosy-Crime-Reihe „Im Auf­trag Ihrer Majestät“ schreitet mit dem 4. Band weiter voran. Dieser führt die Prota­gonistin in ihr völlig unbe­kannte Gebiete. Dass die Autorin auch Georgies Dauer­freund Darcy in die Karpaten schickt, wirkt aber doch etwas konstru­iert. Die Benut­zung der ‚Balkan-typischen‘ Clichés dürfte aller­dings durch­aus Absicht sein. Inwie­weit die ver­wandt­schaft­lichen Verflech­tungen der dama­ligen ost­euro­päischen Königs­häuser der Realität ent­sprechen, kann ich nicht beur­teilen. Nach zahl­reichen falschen Spuren wirkt die Auf­lösung des Falls (wie in dieser Reihe schon gewohnt) über­raschend schlüssig.

Mit Band 4 hat sich diese Reihe bereits warm gelaufen. So wundert es natür­lich nicht, dass die Autorin ihrem Stil treu bleibt. Auch die Über­setzerin und die Vor­leserin der Hör­buch­fassung bleiben unver­ändert, sodass sich auch an der Qualität der Umset­zung keine erwähnens­werten Ver­änder­ungen ergeben.

 

Fazit:

Auch abseits der gewohnten britischen Umgebung kann der 4. Fall der adligen Amateur­detektivin wieder mit Einfalls­reichtum über­zeugen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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FlammenBringer – 2 – WuchtBewahrer

Dan Dreyer FlammenBringer – 2 – WuchtBewahrer

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

In den Mühlen der Schlachten

Klappentext:

Die Revolution ist vorbei. Der Krieg ist es nicht. Der König ist tot. Die Republik lebt.

Der Erste Konsul muss sie gegen Kräfte im Äußeren wie im Innern ver­teidigen, während sich ein weiteres Reich zum Kampf rüstet, und im fernen Topan­gue ein Soldat seine Bestim­mung findet. Lysan­der und Gorm setzen ihre Reise fort, mit einem unnach­giebigen Feind auf ihren Fersen.

Rezension:

Nach der Entdeckung des SeelenSauger-Zaubers ist Lysan­der zusam­men mit seinem Beglei­ter Gorm auf der Flucht. Dabei hat er selbst noch nicht wirk­lich begrif­fen, was da mit ihm passiert ist. Unter­dessen spitzt sich die Lage sowohl in Kern­burgh als auch in Topan­gue zu. Als sich Konsul Grimm­faust ent­schließt, im Konflikt mir North­isle Kriegs­magie einzu­setzen, ver­sucht er, Lysan­der anzu­werben, und bietet ihm dafür eine Begna­digung an.

Im Mittelteil seiner Fantasy-Trilogie baut Dan Dreyers die schon bisher sehr kom­plexe Hand­lung weiter aus. War die Welt dieser Geschichte in Band 1 an die Zeit der fran­zösischen Revo­lution ange­lehnt, dient dies­mal ein­deutig die napole­onische Epoche als Vor­bild. Die Zuord­nung Kern­burghs zu Frank­reich ist genauso ein­deutig erkenn­bar wie die North­isles zu Groß­britannien oder Topan­gues zu Indien. Auch bei den mäch­tigen Personen dieser Zeit sind ein­deutige Vorbild­rollen für die verschie­denen Prota­gonisten erkenn­bar.

Während der Handlungsbogen um den jungen Magier weiter­hin sehr interes­sant ist und den Leser fesseln kann, nehmen die zahl­reichen und sehr aus­führlich geschil­derten Schlachten leider (zumin­dest gefühlt) noch breiteren Raum als in Band 1 („Seelen­Sauger“) ein. In dieser Hin­sicht würde ich mir eine erheb­lich stärkere Konzen­tration auf den eigent­lichen Fantasy-Plot wün­schen. Das kann natür­lich auch daran liegen, dass die Kriegs­schilder­ungen meinen Geschmack nicht annä­hernd treffen. Im Gegen­satz dazu wirkt das Magie­konzept dieser Fantasy-Welt gelungen.

Stilistisch gilt natürlich auch bei diesem Band das zum 1. Band Gesagte. Sprach­lich kann man dieses Buch als gelungen und ange­nehm lesbar beschrei­ben.

Fazit:

Während sich die magische Handlung weiter interes­sant ent­wickelt, ziehen sich die Schlachten-Szenen leider doch sehr in die Länge.

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Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 4 – Zur Krönung: Mord

Rhys Bowen
Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 2 – 4 – Zur Krönung: Mord

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Übersetzung: Sarah Schemske

Das Erbe der O’Maras

Klappentext:

Georgie und Darcy wollen endlich heiraten – aber vorher muss sie erst ihren künf­tigen Familien­namen rein­waschen

Die zweite Staffel der Cosy-Krimi-Reihe von New-York-Times-Best­seller­autorin Rhys Bowen geht weiter …

Lady Georgiana Rannoch und ihr geliebter Darcy O‘Mara sind fest­entschlos­sen zu heiraten und dabei auch ein paar könig­liche Regeln zu umgehen. Nichts wird sie von ihrem Plan abhalten – außer viel­leicht die Nach­richt, dass Georgies zukünf­tiger Schwieger­vater gerade wegen Mordes an eben dem reichen Ameri­kaner, der gerade das Schloss der Familie gekauft hat, ver­haftet wurde. Das Durch­brennen muss warten, und sie machen sich auf den Weg nach Irland, wo der Ver­däch­tige auf seine Unschuld pocht. Nun liegt an ihnen, die Unschuld zu beweisen und den wahren Mörder zu finden.

 

Rezension:

Georgie und Darcy sind vom Pech verfolgt. Auf dem Weg zu ihrer heim­lichen Hoch­zeit werden sie erst von einem Schnee­sturm aufge­halten, und dann liest Darcy in der Zeitung, dass sein Vater des Mordes ange­klagt wird. Er besteht darauf, alleine nach Irland aufzu­brechen, denn er will nicht, dass Georgies guter Name mit der Ange­legen­heit in Ver­bindung gebracht wird. Aber wird das Lady Geor­giana wirklich daran hindern, ihm nach Irland zu folgen?

Der insgesamt 10. Fall aus Rhys Bowens Cosy-Crime-Reihe unter­scheidet sich gleich in mehrerer Hin­sicht von allen bis­herigen Bänden – zumin­dest von denen, die ich bisher kenne, denn in der 1. Staffel fehlen mir noch die Bände 4 bis 6. Das fängt schon damit an, dass die Hand­lung unmittel­bar an das Ende des vorher­gehen­den Bandes („Ein Prinz auf Abwegen“) anschließt. Auch wird die Unge­schicklich­keit der Prota­gonisten dies­mal in keiner einzigen Szene thema­tisiert. Genau­genommen löst sie auch den Mord­fall nicht, sondern erkennt nur die Grund­lagen. Mehr kann ich in dieser Hin­sicht nicht ver­raten, um nicht zu viel vorweg­zunehmen. Der aus den Georgie-Geschichten gewohnte Glamour fehlt weit­gehend. Dafür wird ein neuer, interes­santer Charakter einge­führt, die im eng­lischen Exil lebende polnische Prin­zessin Zamanska.

Im Zentrum der Handlung dieses Bandes steht das Familien­anwesen der O’Maras, das – wie in den bis­herigen Bänden der Reihe öfters erwähnt – von Darcys Vater aus Geld­not an einen reichen Ameri­kaner ver­kauft wurde. Als letzterer ermordet wird, ist der alte O’Mara Haupt- und nach Meinung der ört­lichen Polizei einziger Ver­dächtiger. Anders als bei Geor­gies meisten Fällen liegt diesmal auch keine relativ über­schau­bare Anzahl zur Tat­zeit anwe­sender Ver­dächtiger vor. Außer­dem gibt es – was bis­her in der Reihe eben­falls nicht üblich war – ein relativ umfang­reiches ‚Was-danach-geschah‘. Das führte dazu, dass ich schon fast das Ende der Reihe befürch­tete. Aber keine Sorge: Im Anhang wird schon der nächste Band ange­kündigt.

Auch wenn es natürlich auffällt, dass die Autorin in dieser relativ weit fort­geschrittenen Reihe den Mut auf­bringt, deut­liche Ver­änder­ungen durch­zuführen, kann auch der neue Fall der adligen Amateur­detektivin wieder über­zeugen.

 

Fazit:

Dieser Georgie-Mord ist anders, als bisher gewohnt, kann aber trotzdem über­zeugen.

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