Geheimakte … – Sonderband

André Milewski
Geheimakte … – Sonderband

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Dabneys Weihnachtsmänner

Klappentext:

Dezember 1952: Weihnachtszeit in Boston!

Max Falkenburg ist jedoch alles andere als weihnacht­lich zumute. Erst seit weni­gen Monaten lebt er in der Stadt und hat sich mit seinem För­derer, Profes­sor Crich­ton, über­worfen. Dazu kommt ein chro­nischer Geld­mangel.

Schließlich findet sich Max im Kostüm eines Kaufhaus­weih­nachts­mannes wieder, doch damit fangen seine Pro­bleme erst richtig an …

Eine weihnachtliche Geheimakte-Novelle!

Erlebe Max Falkenburg und Co. von einer ganz neuen Seite. Die etwas andere Weih­nachts­geschichte. Ho ho ho …

Geeignet für alle Fans und solche, die es noch werden wollen.

Rezension:

Max Falkenburg ist ein begabter Student, doch mittellos. Da er sich nicht mal ein eigenes Zim­mer leisten kann, lebt er bei Pro­fessor Crich­ton. Lang­sam kriselt es aber zwi­schen den beiden. Max braucht drin­gend einen Job. Der ein­zige, den er auf die Schnelle jedoch finden kann, ist der eines Kauf­haus-Weih­nachts­manns. Und der erweist sich als anspruchs­voller als gedacht.

Für Leser der „Geheimakte …“-Reihe von André Milewski sind Max Falken­burg und Pro­fessor Crich­ton natür­lich gute Bekannte. Dieser weih­nacht­liche Sonder­band in Novel­len-Länge geht in die Zeit von Max’ Stu­dium zurück. Wer ein Aben­teuer im Stil der zugrunde­liegen­den Reihe erwar­tet, könnte aller­dings etwas ent­täuscht wer­den. Das gibt es hier näm­lich nicht, obwohl es zum Ende hin für den Prota­gonis­ten doch noch zumin­dest ansatz­weise aben­teuer­lich wird. Ein Groß­teil der Geschichte wid­met sich jedoch eher dem Amerika der 1950er Jahre sowie der Weih­nachts­zeit. Wirk­liche Span­nung kommt erst im letzten Drittel ins Spiel.

Stilistisch lehnt sich dieser Sonderband natürlich an das von der Reihe Gewohnte an.

Fazit:

Max Falkenburg ganz ohne archäologische Rätsel. Die liegen dies­mal eher in mensch­lichen Ab­grün­den ver­borgen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Seele eines Spukhauses

Helena Gäßler
Die Seele eines Spukhauses

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Ordnungsliebende Bedienstete

Klappentext:

Der Schlüssel zu einem Spukhaus ist zu begreifen, dass es eine Seele besitzt. Und lange genug zu über­leben, um sie zu hei­len. In einer Welt voller Luft­schiffe und Dampf­maschi­nen wirken Geister wie ein lästiges Über­bleib­sel der Ver­gangen­heit. Als Exor­zistin liegt es an Mag­nolia Feyler, Gebäude von ihrem Spuk zu befreien. Sie ver­steht die Häuser wie keine andere, erkun­det ihre Geschichte und heilt ihre Wun­den. Doch alles ändert sich, als sie den größ­ten Auf­trag ihrer Karriere annimmt: Shaw Manor, ein Schloss, in dem es seit Jahr­zehn­ten spukt. Mag­nolia steigt tief hinab in die ver­winkel­ten Gemäuer und die Ver­gangen­heit des Anwe­sens. Hinab in ein Netz aus Familien­geheim­nissen, ver­ges­senem Leid und Maschi­nen, die ein bedroh­liches Eigen­leben ent­wickelt haben. Wird sie den Spuk lüften oder am Ende selbst von den Mau­ern ver­schlungen wer­den?

Rezension:

Um ein seit langem leerstehendes Herrenhaus endlich ver­kaufen zu kön­nen, enga­giert der Bür­ger­meis­ter eine Exor­zisten-Agen­tur, denn mit seinen starken Spuk-Erschei­nungen findet das An­wesen keinen Käufer. Nach­dem ein Exor­zist aller­dings nach weni­gen Tagen spur­los ver­schwin­det, folgt ihm seine Kollegin Mag­nolia Feyler, die sich selbst eher als Häuser­flüs­terin sieht. Aber auch sie kommt in diesem Haus schnell an ihre Gren­zen.

Eine Verbindung von Fantasy/Grusel/Horror mit Steam­punk, wie sie Helena Gäßlers Buch bietet, war mir zuvor noch nicht in die Hände gefal­len. Des­halb über­raschte es mich schon, als die Prota­gonis­tin mit einem Luft­schiff anreiste. Darauf folgt dann aber auch schon die eigent­liche ‚Reini­gung‘ des Hauses, die in einem eher nüch­ter­nen Stil mit zahl­reichen Tage­buch­zitaten erzählt wird. Wäh­rend die Autorin die Geschichte an sich aus Beo­bach­ter­per­spek­tive erzählt, sind die teil­weise umfang­reichen Tage­buch­ein­träge natür­lich in der Ich-Form wieder­ge­geben. Dieser Stil führte dazu, dass ich einige Zeit brauchte, um inner­lich in die Geschichte hin­ein­zu­fin­den. Nach Über­winden dieser Hürde nimmt einen das Gesche­hen jedoch gefan­gen. Speziell zum Ende hin, wenn sich die Puzzle­teil­chen lang­sam zusam­men­finden, wird es span­nend. Ohne zu viel vor­weg­zu­neh­men, kann erwähnt werden, dass beseelte, dampf­betrie­bene Auto­maten in Men­schen- und Tier­form eine nicht unwesent­liche Rolle bei der Auf­deckung des Geheim­nisses von Shaw Manor spielen. Das Hand­lungs­jahr 1862 wirkt dabei für Steam­punk unge­wohnt früh, sind Geschich­ten dieses Genres doch meist etwas später ange­siedelt. In der kon­kreten Hand­lung fällt das aller­dings nicht ins Gewicht, wirkt die Story an sich doch relativ zeit­los.

Fazit:

Eine ungewohnte Genre-Kombination sorgt für ein unge­wohn­tes Ergeb­nis, das über­rasch­end ‚anders‘, aber gerade des­halb interes­sant ist.

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Ein Fall für Frey und McGray – 1 – Die Schatten von Edinburgh (Hörbuch)

Oscar de Muriel
Ein Fall für Frey und McGray – 1 – Die Schatten von Edinburgh (Hörbuch)

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Übersetzung: Peter Beyer
Sprecher: Günter Merlau

Tödliche Geigen

Klappentext:

Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von Lon­don nach Schott­land zwangs­ver­setzt. Für den kulti­vierten Eng­länder eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vor­ge­setz­ten, Inspec­tor McGray, kennen­lernt, findet er all seine Vor­ur­teile bestä­tigt: Unge­hobelt, aber­gläu­bisch und bär­beißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehren­kodex. Doch dann bringt ein schier unlös­barer Fall die bei­den grund­ver­schie­denen Männer zusam­men: Ein Violi­nist wird grau­sam in sei­nem Heim ermor­det. Sein auf­ge­löstes Dienst­mäd­chen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musik­zim­mer gehört hat. Doch in dem von innen ver­schlos­senen, fenster­losen Raum liegt nur die Leiche des Haus­herren…

Rezension:

Gegen den Willen seines reichen Vaters ist Ian Frey Polizei-Inspek­tor gewor­den. Durch die Auf­klärung eines spek­taku­lären Mord­falls genießt er auch eine gewisse Aner­ken­nung. Als sein Vor­ge­setzter, zu dem er ein gutes Ver­hält­nis hat, durch poli­tische Winkel­züge zum Rück­tritt gezwun­gen wird, folgt die­sem ein Mann, mit dem Ian schon zuvor nicht gut aus­kam. Trotz seiner Erfolge muss Ian gehen. Doch dann bekommt er uner­warte­ten Besuch vom Premier­minis­ter per­sön­lich. In Schott­land gibt es einen Fall, der keines­wegs an die Öffent­lich­keit dringen darf. Mangels Alter­nati­ven nimmt Ian an. Und alle seine Vor­ur­teile über Schotten scheinen sich zu bestä­tigen. Sein neuer Chef McGray ist alles andere als ein Gentle­man, und statt den bestia­lischen Morden nach­zu­gehen, ver­folgt er lieber Irr­lich­ter und Geister­er­scheinun­gen.

In seiner historischen Krimi-Reihe „Ein Fall für Frey und McGray“ führt Oscar de Muriel seine Leser ins Groß­britan­nien des späten 19. Jahr­hun­derts. Anders als Inspec­tor McGrays Vor­lieben ver­muten las­sen, führt uns dieser Fall aller­dings keines­wegs ins Urban-Fantasy-Genre. Alle Vor­kom­mnisse erwei­sen sich als rein mensch­lich ver­ur­sacht. Das eigent­liche Thema des Buchs ist aber ohne­hin nicht der spek­taku­läre Krimi­nal­fall, son­dern das Auf­ein­ander­treffen des Gentle­mans aus den besseren Kreisen Lon­dons mit dem boden­stän­digen und rauen schott­ischen Poli­zis­ten, der auch gerne mal zu Hand­greif­lich­keiten neigt. Ent­sprechend wenig Sympa­thie hegen die beiden Inspek­toren zunächst auch für­ein­ander. Der ver­zwickte und bri­sante Fall führt aller­dings dazu, dass beide zuneh­mend gegen­seitig ihre Kompe­tenz aner­ken­nen müssen. Als Leser muss man sich dabei natür­lich die Frage stellen, ob sich die fol­gen­den Bände dann even­tuell doch stärker auf die zu klären­den Fälle fokus­sieren.

Der Autor lässt seinen Protagonisten, Inspector Ian Frey, als Ich-Erzäh­ler agieren, wo­raus folgt, dass die Leser sich stets auf dessen Kennt­nis­stand befin­den. Der Stil erinnert dabei an klas­sische briti­sche Krimis dieser Epoche. Auch dem Sprecher der Hör­buch-Fas­sung, Günter Merlau, gelingt es gut, diese Stim­mung umzu­setzen.

Fazit:

Ein überzeugender Einstieg in eine Krimi-Reihe klas­sisch-briti­schen Stils, die mit Vor­ur­teilen zwi­schen Eng­län­dern und Schot­ten spielt.

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Die Tränen der Göttin

André Milewski
Die Tränen der Göttin

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die falsche Gottheit

Klappentext:

Goldene, düstere Zeiten …

Im Jahr 1927 ist New York die Stadt der Träume und eine Ver­heißung für eine große Zu­kunft. Eine Eben­solche erhofft sich auch der Archäo­logie­profes­sor Frede­rick Crich­ton, der aus Bos­ton in die Stadt kommt, um eine Stelle im Museum anzu­treten. Doch schnell zer­platzt dieser Traum und Crich­ton findet sich statt­dessen im Haus eines exzent­rischen Millio­närs wieder, um die­sem die Echt­heit eines ägyp­tischen Arte­fakts zu bestä­tigen. Doch die ein­fache Auf­gabe ent­wickelt sich zu einem Alb­traum für den Archäo­logen. Als sich ein Mord ereig­net, gerät er ins Visier der Poli­zei, die ihn für den Täter hält. Crich­ton bleibt nicht viel Zeit, um den wahren Mör­der zu finden und seine Un­schuld zu bewei­sen …

Ein Geheimakte-Spinoff!

Rezension:

Nach jahrelangen Ausgrabungsarbeiten sucht Professor Crich­ton nach einer ruhige­ren Tätig­keit. Die offene Stelle des Kura­tors der ägyp­tischen Abtei­lung des Metro­poli­tan Museum in New York käme da gerade pas­send. Als er anreist, ist diese jedoch schon ver­geben. Um die Reise nicht ganz um­sonst ange­treten zu haben, nimmt er das Ange­bot an, für einen Millio­när ein neu erwor­benes alt­ägyp­tisches Arte­fakt zu begut­ach­ten. Dabei kommt es jedoch zum Streit, und als sein Auf­trag­geber ermor­det wird, ist Frede­rick Crich­ton plötz­lich der Haupt­ver­däch­tige. Beim Ver­such, seine Un­schuld zu bewei­sen, gerät er zwi­schen Poli­zei, Mafia und Presse.

Wer André Milewskis „Geheimakte …“-Reihe kennt, kennt natür­lich auch Pro­fes­sor Frede­rick Crich­ton, der dort die Rolle eines regel­mäßig wieder­kehren­den Neben­charak­ters ein­nimmt. In die­sem Spin-off präsen­tiert der Autor den Profes­sor in jün­geren Jahren. Das Thema Archäo­logie spielt dabei aller­dings nur eine Neben­rolle. Viel­mehr haben wir hier eine Krimi­nal- beziehungs­weise Detek­tiv­geschichte im New York der 1920er Jahre vor uns, die aus Sicht des unschul­dig Ver­däch­tig­ten erzählt wird. Auch wenn der Schreib­stil natür­lich Paral­lelen auf­weist, fehlen die Action-Ele­mente der Mutter­reihe hier weit­gehend. Statt des „Indiana Jones“-Feelings der „Geheim­akte …“-Bücher gibt es die Stim­mung klas­sischer Gang­ster­krimis, wobei humor­volle Unter­töne auch hier nicht ganz fehlen. Ob dieses Setting das Zeug zu einer eigenen Reihe hat, muss wohl jeder Leser für sich selbst beant­worten.

Fazit:

Statt der Archäologie-Action der „Geheimakte …“-Reihe bietet dieses Spin-off Krimi-Feeling – und spricht damit eine andere Ziel­gruppe an.

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Die Glas-Trilogie – 3 – Das ewige Glas

Heiko Hentschel
Die Glas-Trilogie – 3 – Das ewige Glas

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Die Geheimnisse des Hexenhauses

Klappentext:

Das spektakuläre Finale der atemberaubenden Glastrilogie

Moritz reist mit seiner Schwester Konstanze und ihrer Freun_din Helene durch das düs­tere mittel­alter­liche Deutsch­land. Sie sind auf der Flucht vor der Hexe Baba Jaga, die die Seele von Hele­nes Bruder Edgar for­dert, die sich in eine kleine Elster zurück­ge­zogen hatte. Um Edgars Seele zu retten, neh­men es die drei sogar mit den sieben Monster­knech­ten der mäch­tigen Hexe auf und gera­ten dabei immer tiefer in ihre Fänge. Doch Moritz hat noch einen viel größeren Kampf zu beste­hen, denn der schwarze Splitter der tod­bringen­den gläser­nen Maske streckt seine dunk­len Kräfte nach ihm aus …

Rezension:

Seit Helenes Heilung durch den Mock haben Moritz, Konstanze und Helene das Gefühl, dass ihnen die Baba Jaga auf den Fer­sen ist. Egal, wel­chen Weg sie wäh­len, schei­nen alle Straßen nur Rich­tung Osten zu füh­ren. Werden sie einen Weg finden, Edgars Seele vor der Hexe zu retten?

Nach den Ereignissen in den Bänden 1 („Das hungrige Glas“) und 2 („Das flüs­ternde Glas“) seiner Fan­tasy-Trilogie lässt Heiko Hentschel alles auf ein finales Tref­fen seiner (zumin­dest körper­lich) jungen Prota­gonis­ten mit Baba Jaga hinaus­laufen. Daran, dass dieses Zusam­men­treffen unaus­weich­lich ist, kom­men von Anfang des Buches an keine Zwei­fel auf. Dass Moritz, Kon­stanze und Helene gleich zu Beginn einen neuen Mit­reisen­den in Form eines Homun­culus bekom­men, ist da schon eher eine Über­raschung. Sieht man von diesem und dem treuen Boogel­bie ab, sind die 3 Reise­gefähr­ten und die Hexe Baba Jaga auch die einzi­gen han­deln­den Charak­tere des Buches. Die größte Über­raschung dürfte die Hexe aller­dings selbst dar­stel­len, denn diese erweist sich als ganz anders, als die Prota­gonis­ten und wohl auch fast alle Leser erwar­ten. Das ändert aller­dings nichts daran, dass sie auf die ihr vertrags­mäßig zuste­hende Seele Edgars besteht. Auf Details soll hier natür­lich nicht ein­ge­gangen wer­den.

Stilistisch bleibt der Autor natürlich beim Gewohnten, wobei auf­fällt, dass es dies­mal deut­lich mehr Szenen als bei den Vor­gängern gibt, in denen Moritz nicht anwesend ist, und die sich statt­dessen auf Helene und/oder Kon­stanze kon­zen­trieren.

Insgesamt gesehen bildet dieser Band einen würdigen Abschluss der Tri­logie, der am Ende auch einen klei­nen Blick in die Zukunft bietet. Ein paar kleine Fragen bleiben aller­dings offen, deren Beant­wortung zumin­dest interes­sant gewesen wäre.

Fazit:

Band 3 bietet einen würdigen Abschluss der Fantasy-Tri­logie, der einige Über­raschungen bereit­hält.

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Ministry of Souls – 2 – Die Schattenarmee

Akram El-Bahay
Ministry of Souls – 2 – Die Schattenarmee

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Die Portale der Zwischenwelt

Klappentext:

London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministry of Souls dafür, die Seelen Ver­stor­bener in die Zwi­schen­welt zu beför­dern. Der Soul­man Jack und die arabi­sche Prin­zessin Naima sind dem mys­teri­ösen Schat­ten­spieler auf der Spur ― einem Wesen, das zwi­schen den Wel­ten wech­seln kann und Jack mit einem Fluch belegt, der dafür sorgt, dass er immer mehr an Kraft ver­liert und so durch­schein­end wird wie Glas. Ihnen bleibt wenig Zeit, um nicht nur den Fluch zu brechen, son­dern auch die fins­teren Pläne des Schat­ten­spielers zu durch­kreuzen.

Rezension:

Als einzige ihrer Familie hat die arabische Prinzessin Naima den An­griff eines Wesens aus der Zwi­schen­welt über­lebt. Jack, der für ein gehei­mes briti­sches Minis­terium dafür sorgt, dass die Seelen Gestor­bener sicher in die Zwi­schen­welt gelan­gen, bekam dabei einen Fluch ab, der ihn töten wird, wenn er nicht recht­zeitig ein Gegen­mittel findet. Zusam­men machen sie sich in Naimas Hei­mat auf, um Jack zu retten und Naimas Familie zu rächen.

Ein Geheim-Ministerium, das im viktorianischen Eng­land dafür sorgt, Seelen sicher in die Zwi­schen­welt zu beför­dern, stellt die Grund­lage für Akram El-Bahays his­tori­sche Urban-Fan­tasy-Reihe dar. Dass es einen vor­her­gehen­den Band gibt, in dem wohl die Geschichte des Besuchs von Naimas Familie in Lon­don erzählt wird, wurde mir erst wäh­rend des Lesens klar. Dieser Band ist aller­dings auch ohne dieses Vor­wis­sens gut ver­ständ­lich, da wich­tige Vor­gänge im Ver­lauf des Gesche­hens immer wieder kurz erwähnt werden. Neben der eigent­lichen Fantasy-Hand­lung wird immer wie­der auch kri­tisch auf die dama­lige briti­sche Prä­senz in Ägyp­ten ein­ge­gangen. Selbst Queen Vic­toria höchst persön­lich bekommt einen Gast­auftritt spen­diert. Diese Mischung aus realer Geschichte und Fan­tasy macht einen runden Ein­druck und dürfte viele Fantasy-Fans an­sprechen. Aller­dings muss man auch sagen, dass alle Charak­tere außer Naima und Jack doch relativ blass blei­ben. Trotz­dem dürfte es sich lohnen diese Reihe weiter­hin im Blick zu behal­ten.

Der Autor erzählt seine Geschichte aus Beobachtersicht, lässt den Fokus dabei aber zwi­schen Jack und Naima wech­seln.

Fazit:

Urban Fantasy, das viktorianische England und Ägyp­tens Geheim­nisse – diese Mischung kann doch fast nicht dane­ben gehen.

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Der Uhrmacher in der Filigree Street

Natasha Pulley
Der Uhrmacher in der Filigree Street

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Übersetzung: Jochen Schwarzer

Erinnerungen an die Zukunft

Klappentext:

Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhr­macher begeg­nete.

»Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mit­reißende, phan­tas­tische Geschichte um eine rätsel­hafte Uhr und einen ebenso spek­taku­lären wie unmög­lich auf­zu­klären­den Bom­ben­anschlag auf Scot­land Yard. Das Buch nimmt die Lesen­den mit auf eine Reise durch das vikto­riani­sche Eng­land und das Japan des 19. Jahr­hun­derts und es eröf­fnet Türen in eine ganz andere, selt­same und magi­sche Ver­gangen­heit.

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steeple­ton, ein ein­facher Ange­stellter im Innen­minis­terium, in seine win­zige Londoner Miet­wohnung heim. Da findet er auf seinem Kopf­kissen eine gol­dene Taschen­uhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate spä­ter explo­diert im Gebäude von Scot­land Yard eine Bombe. Steeple­ton wurde gerade recht­zeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarm­sig­nal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhr­macher und findet Keita Mori, einen freund­lichen, aber ein­samen Mann aus Japan. So harm­los Mori auch scheint, eine Kette von unheim­lichen Ereig­nissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu ver­ber­gen hat…

Rezension:

Thaniel Steepleton arbeitet als Telegraf im Innenministerium. Sein Leben ist alles andere als span­nend. Das ändert sich, als eines Tages in seine Woh­nung einge­brochen wird. Doch statt etwas zu stehlen, lässt der Ein­brecher eine Taschen­uhr zurück. Monate später warnt diese Uhr Thaniel vor einer Bom­ben­explo­sion. Die Nach­forschun­gen führen ihn zu einem japa­nischen Uhr­macher namens Keita Mori, der die auf­wändige Uhr geschaffen hat. Ist er auch der Bom­ben­leger? Ob­wohl der Mann fließend Eng­lisch spricht, sind seine Aus­sagen sehr ver­wirrend.

Natasha Pulleys historische Urban Fantasy hebt sich stark vom Gewohn­ten ab. Urban-Fantasy-Geschichten, die im vik­tori­anischen London ange­siedelt sind, kennt der Genre-affine Leser natür­lich einige, doch diese ist in vieler­lei Hin­sicht anders. Wobei sich aller­dings erweist, dass „anders“ nicht unbe­dingt gleich­bedeu­tend mit „besser“ ist. Die Story ist über weite Teile schlicht ver­wirrend, auch wenn sich am Ende das meiste (weit­gehend) auf­klärt. Dass sich Mori an die Zukunft ‚erinnern‘ kann, wird dabei aller­dings recht früh klar. Das erklärt aller­dings nicht so manche völlig uner­wartete Wen­dung. Bei­spiels­weise umar­men sich die beiden Männer in einer Szene plötz­lich innig, ohne dass zuvor auch nur die kleinste Andeu­tung auf eine sich heraus­bil­dende gegen­seitige Anzie­hung erkenn­bar war. Eine weitere Haupt­figur, die Studen­tin Grace Carrow, die ver­sucht, sich im von Männern domi­nierten Wissen­schafts­betrieb zu etab­lieren, bleibt doch eher eine Rand­figur, ob­wohl ganze Kapitel aus ihrer Sicht erzählt werden. Für die eigent­liche Geschichte wäre sie weit­gehend ver­zicht­bar gewesen.

Leider erweist sich auch der Stil der Autorin nicht gerade als mit­reißend, sodass die im Grunde interes­sante Idee nur zu einem eher durch­schnitt­lichen Buch führt.

Fazit:

Eine außergewöhnliche Handlungsidee muss leider nicht immer zu einem wirk­lich über­zeugen­den Buch führen – wie dieses hier beweist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Anarchie Déco

J. C. Vogt
Anarchie Déco

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Strahlen der Medusa

Klappentext:

Babylon Berlin mit Magie: ein historischer Fantasy-Roman aus der Wei­marer Repu­blik.

Das Leben im Berlin der Zwanzigerjahre gleicht einem Tanz auf dem Vul­kan. Zumal sich die Magie auf der Straße und im Nacht­leben breit­macht. Eine Frau ver­schwin­det und taucht wenig später als Stein­statue wieder auf. Nazis machen mit einem aus dem Nichts beschwo­renen Adler Jagd auf poli­tische Gegner, und selbst das Varieté fügt den ohne­hin schon abge­fahrenen Num­mern ein paar über­natür­liche hinzu. Sogar der Reichs­tag berät über die Mög­lich­keit einer Wieder­bewaff­nung mit magi­schen Mitteln.

Die junge Physikerin Nike Wehner arbeitet nicht nur wissen­schaft­lich daran, das neue Phäno­men zu ver­stehen, son­dern hilft auch der Ber­liner Polizei bei der Auf­klärung magi­scher Ver­brechen. Zur Seite stehen ihr der Bild­hauer Sandor Černý und der kurz vor der Pension ste­hende Kom­missar Seidel. Zusam­men bilden sie die erste Spezial­ein­heit einer neuen Magie­polizei.

Für Leser*innen von Neil Gaiman, Ben Aarono­vitch, Volker Kutscher und Fans der „Phan­tas­tischen Tier­wesen“.

Rezension:

1928 arbeitet Nike Wehner, eine junge Physikerin, an ihrer Promo­tion. Dabei forscht sie an der erst kürz­lich ent­deckten Tat­sache, dass das Zusam­men­spiel von Physik und Kunst magi­sche Kräfte frei­setzen kann. Doch auch ver­brecher­ische Kreise haben dieses Phäno­men schon für sich ent­deckt; ein Poli­tiker ertrinkt in einem Marmor­block, eine Frau ver­schwin­det und taucht als Stein­statue wieder auf. Des­halb arbeitet Nike neben ihrer wissen­schaft­lichen Tätig­keit als Bera­terin der Polizei mit Kom­missar Seidel zusam­men, um Ver­brechen zu klären, die es offiziell noch gar nicht gibt.

Das Autorenduo J. (und) C. Vogt führt seine Leser in diesem Uban-Fantasy-Krimi ins Berlin der 1920er Jahre. Man könnte dieses Buch auch dem Genre der Alter­nate History zuord­nen, denn mit der Ent­deckung der Quanten­physik zweigt die hier dar­ge­stellte Geschichte von unserer realen ab. Reale wissen­schaft­liche Berühmt­heiten der dama­ligen Zeit bekom­men ihre Cameo­auftritte.

Die Verknüpfung von Wissenschaft, Magie und Kriminalis­tik kann dem Genre-affinen Leser gefallen. Leider tritt die Geschichte um die mysteri­ösen Morde vor allem im Mittel­teil des Buches vorüber­gehend stark in den Hinter­grund, wäh­rend sich die Hand­lung hier fast voll­ständig auf die Auf­arbei­tung der (realen) dama­ligen gesell­schaft­lichen und poli­tischen Fragen und Pro­bleme kon­zen­triert. Dem typi­schen Fantasy-Fan wird dieser Teil des Buches weniger über­zeugen können. Erst zum Finale hin dürfte es für diesen wieder interes­sant werden. Das ist dann aller­dings wieder richtig gut. Wenn sich all die Puzzle­teile zusam­men­setzen und die Zusam­men­hänge erkenn­bar werden, hat man wieder eine über­zeu­gende Fantasy-Story vor sich.

Die Autoren konzentrieren den Erzählfokus nicht durch­gehend auf ihre (Haupt-)­Prota­gonis­tin Nike, sondern lassen diesen szenen­weise auch auf andere Charak­tere wie bei­spiels­weise den tschechi­schen Bild­hauer Sandor Černý, der bei den For­schun­gen den künst­ler­ischen Gegen­part zur Wissen­schaft­lerin bildet, wechseln.

Fazit:

Eine interessante Urban-Fantasy-Kriminalgeschichte im Berlin der 1920er Jahre, die im Mittel­teil leider etwas den Fokus aufs Genre ver­liert.

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Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin

Nicole Rensmann
Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der schwarze Hund

Klappentext:

Jo und Pete sind beste Freunde. Als sie von den drei Rauf­bolden der Schule über die Straße gehetzt werden, endet die Jagd vor dem herunter­gekom­menen Haus an der Ecke, in dem eine Hexe leben soll. Keiner der Jungs ahnt, dass sie in diesem Moment einen jahr­hundert­langen Fluch brechen. Pete ent­deckt ein junges Mädchen am Fenster, doch das ist noch nicht alles: Wer ist diese selt­same Gestalt am Fenster, eine Etage tiefer und wo sind mit einem Mal ihre Familien abge­blieben? Gemein­sam wollen sie die Hexe auf­spüren und ihre Eltern befreien. Einen Plan haben sie nicht, nur ihren Mut und uner­wartete Hilfe. »Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin« ist eine span­nende Retro-Geschichte, die in den 80-er Jahren spielt. Mit dreißig Vig­netten.

Rezension:

Auf der Flucht vor rauflustigen Mitschülern geraten Jo und Pete in den Garten eines Hauses, über das in der Stadt viele Schauer­geschich­ten im Umlauf sind. Hier soll eine Hexe woh­nen, was natür­lich nie­mand ernst­haft glaubt. Doch hinter den Fenstern tauchen tat­sächlich Gestalten auf; eine ältere Frau und ein Mäd­chen. Kurz darauf gesche­hen selt­same Dinge: Men­schen, unter anderem die Eltern der beiden Freunde, ver­schwin­den. Die Jungs beschlie­ßen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Auch wenn in Nicole Rens­manns in den 1980ern ange­siedelten Urban-Fantasy-Geschichte der Fantasy-Aspekt im Vorder­grund steht, werden auch Themen wie Mobbing und häus­liche Gewalt thema­tisiert. Natür­lich stehen die beiden Prota­gonis­ten im Fokus der Hand­lung, doch werden die Vor­komm­nisse teil­weise auch aus den Per­spek­tiven anderer Betei­ligter, wie bei­spiels­weise der eines jungen Polizisten, erzählt. Dass es im frag­lichen Haus tat­säch­lich Hexen gibt, dürfte bei einem Buch dieser Aus­gangs­lage natür­lich von Anfang an klar sein.

Auch wenn sich die eigentlichen Protagonisten, wie auch ihre mensch­lichen Gegen­spieler im Alters­bereich um die 13 und 14 Jahre bewe­gen, stellt sich mir die Frage, wer eigent­lich das Ziel­publi­kum dieses Buches ist. Die Geschichte gewinnt näm­lich einen Groß­teil ihres Reizes aus der (teil­weise etwas ver­klärten) Dar­stel­lung des Lebens in den 1980er Jahren. Das dürfte Leser, die an diese Zeit selbst eigene Erinner­ungen haben, wohl erheb­lich stärker anspre­chen, als Leser, die jetzt etwa im Alter der Prota­gonis­ten sind.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus wechselnder Perspek­tive, jedoch stets in der 3. Person. Auf­fal­lend ist dabei der Epilog, in dem der Leser erfährt, wie die Erei­gnisse des Buches das Leben der Betei­ligten ver­ändert haben.

Fazit:

Diese junge Urban Fantasy gewinnt einen besonderen Reiz daraus, dass die Hand­lung ins nos­tal­gische Ambi­ente der 1980er einge­bettet ist.

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Blackwood

Lena Knodt
Blackwood

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Mann im Keller

Klappentext:

Eine rätselhafte Vergangenheit. Ein finsteres Herren­haus im Wald. Und ein Geheim­nis, das Jack und Lively an die Gren­zen ihres Ver­stan­des stoßen lässt. Eng­land, 1905: Nach der Schlie­ßung ihres ehe­mali­gen Kinder­heims erhal­ten die Zwil­linge Jack und Lively beun­ruhigende Hin­weise über ihren Vater, die sie in das kleine Dorf Westin­gate und auf die Spur seiner mysteri­ösen Ver­gangen­heit führen. Die Ant­worten auf ihre Fragen schei­nen in der dunk­len Villa Whitefir Man­sion zu liegen, doch bei den Bewoh­nern stoßen sie auf nichts anderes als Schwei­gen. Woher kannte der Haus­herr ihren Vater? Und was hat es mit den quälen­den Schreien aus dem Keller auf sich? Je näher die beiden der Wahr­heit kom­men, desto weiter ent­fer­nen sie sich von­ein­ander – und mit dem beklem­men­den Miss­trauen erwacht der Zwei­fel an ihnen selbst.

Rezension:

Die Zwillinge Jack und Lively wuchsen im Waisen­haus auf. Als sie jetzt – mittler­weile erwach­sen – erfah­ren, dass ihr Waisen­haus geschlos­sen werden soll, suchen sie es noch­mals auf. Gegen anfäng­lichen Wider­stand kann Lively erreichen, dass ihnen ihre Akte aus­ge­hän­digt wird. End­lich bietet sich die Gelegen­heit, etwas über ihre Eltern zu erfah­ren. In der Akte finden sich der Name ihres Vaters sowie Name und An­schrift des Kinder­mäd­chens, dass sie damals im Waisen­haus ablie­ferte. In ihrem Heimat­dorf ange­kom­men stoßen die Geschwis­ter jedoch auf eine Mauer des Schwei­gens.

Bei Lena Knodts Buch handelt es sich weniger um Fantasy- als viel­mehr um Grusel­litera­tur. Die darin ent­hal­tenen Fantasy-Ele­mente treten gegen­über dem Mys­terium, das die beiden Prota­gonis­ten wie auch die Leser ent­schlüs­seln müs­sen, in den Hinter­grund. Viel tiefer kann man auf dieses Thema aller­dings auch nicht ein­gehen, ohne des Rätsels Lösung zu offen­baren. Die Mystik der Geschichte beruht zu einem erheb­lichen Anteil darauf, dass das Miss­trauen im Ver­lauf der Hand­lung immer weiter wächst und sich selbst die Geschwis­ter schon bald nicht mehr gänz­lich ver­trauen. Die Auf­lösung dürfte über­raschen – zumin­dest soweit man von einer Auf­lösung reden kann, da bei wei­tem nicht alle Fragen abschlie­ßend beant­wortet werden. Speziell was die Zukunft der Prota­gonis­ten betrifft, bleibt einiges offen. Könne das viel­leicht auf eine geplante Fort­setzung hin­deuten?

Die Autorin wechselt zwischen den Perspektiven der beiden Geschwis­ter, wo­durch unter anderem auch erreicht wird, dass der Leser man­ches, was ein Teil des Prota­gonis­ten-Duos schon erfah­ren hat, genau wie der andere Geschwis­ter­teil noch nicht erfährt. Dadurch erscheint man­ches noch geheim­nis­voller, weil man nicht weiß, worauf sich die Gedan­ken des anderen Prota­gonisten nach dem nächs­ten Perspek­tiven­wechsel beziehen.

Fazit:

Dieser Gruselroman folgt einerseits klassischen Mustern, lässt die Charak­tere anderer­seits aber oft nach moder­nen Vor­stel­lungen handeln.

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