Die Roamer-Chroniken – IV – Ragnarok

David Blaschke
Die Roamer-Chroniken – IV – Ragnarok

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In der Midgardschlange

Klappentext:
Damals.
Eine heikle Mission im Nordpolarmeer. Roamer Tom und sein alter Weggefährte Terry sollen in einer Geiselnahme vermitteln und müssen dabei – ganz gegen ihre Natur – diplomatisches Fingerspitzengefühl beweisen. Schließlich steht nicht weniger als der Frieden im gesamten Norden auf dem Spiel.
Doch als würde das noch nicht reichen, merken die beiden schnell, dass aus dem Verborgen noch andere Parteien operieren und ihre eigenen Ziele verfolgen. Und können sich die beiden Roamer nach all der Zeit noch gegenseitig trauen? Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Rezension:
Um eine ganze Familie sowie die Besatzung ihrer Yacht zu retten, begibt sich Tom auf eine diplomatische Mission. Begleitet wird es von seinem alten Freund Terry, der sich eigentlich schon seit langem an keinen Außeneinsätzen mehr beteiligt. Die Verhandlungspartner sind natürlich keine Menschen. Aber kann man mit Dämonen wirklich verhandeln? Tom muss jedoch feststellen, dass diese diesmal nicht seine einzigen Gegner sind.
Eine ganze Weile ist vergangen, seit ich die Teile 1 bis 3 der „Die Roamer-Chroniken“-Reihe gelesen (und rezensiert) habe. Deshalb dauerte es einige Seiten, bis ich mich wieder in den Protagonisten und seine Eigenarten eingelesen hatte. Nach dem (für Leser der bisherigen Bände wohl kaum verwunderlichen) Scheitern der Verhandlungen kommt es dann natürlich zum großen Kampf Menschen gegen Dämonen, wobei es diesmal auch auf der menschlichen Seite einige Opfer gibt.
Der Trend der bisherigen Bände, langsam an Umfang zuzunehmen, setzt sich auch hier fort. David Blaschkes 4. Band könnte man durchaus auch schon als Novelle einstufen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Dämonenjäger-Geschichten gelingt es dem Autor, seine kurzen Urban-Fantasy-Geschichten nicht an den Stil typischer ‚Groschenheft‘-Romane anzulehnen. Stattdessen bleiben die Abenteuer dieser Reihe ihrer ganz eigenen Erzählform treu.

Fazit:
Fans des Dämonenjäger-Subgenres sollten dieser Reihe den einen oder anderen Blick gönnen.

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm
Der Welten-Express 1

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Das fehlende Ticket

Klappentext:
Der WELTEN-EXPRESS
Ein rollendes Internat voller Geheimnisse.
Ein Mädchen auf der Suche.
Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf und Magie.
Nacht für Nacht sitzt Flinn Nachtigall an einem stillgelegten Bahnhof: dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug einfährt, gezogen von einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn …
… stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Jugendlicher, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, an dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Ein Ort voller Geheimnisse. Doch das größte Geheimnis verbirgt sich in Flinn selbst …

Rezension:
Flinn lebt auf einem einsamen Bauernhof außerhalb eines winzigen Dorfes. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, mit ihren jüngeren Halbbrüdern versteht sie sich auch nicht besonders gut. Seit ihr älterer Halbbruder vor 2 Jahren spurlos verschwunden ist, lebt ihre Mutter nur noch lustlos vor sich hin und vernachlässigt ihre Kinder weitgehend. Abends sitzt Flinn gerne auf dem Bahnsteig des vor langem stillgelegten Bahnhofs, so wie ihr Bruder das vor seinem Verschwinden auch immer gerne gemacht hat. Eines Abends fährt auf dem Bahnhof, der eigentlich längst keinen Gleisanschluss mehr hat, ein altertümlicher Zug ein. Als dieser sich gerade wieder in Bewegung setzt, springt Flinn kurzentschlossen auf. Das Abenteuer, das sie jetzt erwartet, übersteigt all ihre Erwartungen. Gibt es im Zug etwa sogar eine Spur ihres Bruders zu entdecken? Immerhin war sein einziges Lebenszeichen eine Postkarte, die genau diesen Zug zeigt.
Ein magischer Zug, der von ‚normalen‘ Menschen nicht gesehen werden kann – wer denkt da nicht sofort an den Hogwarts-Express? Beim Weiterlesen fallen sogar noch weitere Parallelen zum berühmten Zauberschüler auf, sei es nun der etwas schrullige Direktor oder die (in diesem Fall weibliche) übellaunige Lehrerin, die gerne Strafen verteil, und – nicht zu vergessen – ein magisches Internat. Trotzdem kommt Anca Sturms Buch keineswegs als Harry-Potter-Abklatsch daher. So ist der Welten-Express kein Transportmittel, das die Schüler zum Internat befördert, sondern er selbst ist das Internat. Und obwohl der Zug selbst ganz und gar magisch ist, bekommen die Schüler hier keinen Zauberunterricht. Auch Zauberstäbe kommen nicht vor.
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt darauf, wie sich Flinn als vorläufiger Gast des fahrenden Internats einlebt, wie sie Freundschaften schließt und natürlich nach Hinweisen auf ihren verschwundenen Bruder sucht. Das wird im Laufe der Story nicht nur immer spannender, es ist dank vieler einfallsreicher magischer Details auch interessant zu lesen.
Allerdings gibt es durchaus auch Schwächen. Außer der Protagonistin bleiben alle Personen sehr schemenhaft. Selbst die wenigen, mit denen sie sich anfreundet, bekommen kaum einen Hintergrund. Und am wichtigsten: Flinn sucht nach Hinweisen zu ihrem 2 Jahre älteren, vor 2 Jahren verschollenen Bruder. Dieser war damals also so alt, wie sie jetzt ist. Wen fragt Flinn aber nach Informationen? Gleichaltrige. Wieso kommt sie viel zu lange nicht auf die Idee, 2 Jahre ältere Schüler zu fragen, die ihren Bruder damals kennengelernt haben müssten? Das ist für mich ein echtes Plothole, denn die 13-Jährige wird ansonsten nicht als begriffsstutzig dargestellt. Wieso die Schüler als Pfauen bezeichnet werden, wird auch nicht erklärt. Außerdem fährt der Zug während der Handlung durch weite Teile Europas. Außer kurzen Erwähnungen der durchfahrenen Landschaften und Städte bleibt das aber bedeutungslos. Die Schüler und damit der Leser kommen praktisch überhaupt nicht in Kontakt mir den jeweiligen Ländern.
Trotz dieser Einschränkungen macht die interessant geschriebene Handlung Spaß, wobei natürlich auch der gut lesbare Schreibstil beiträgt. Das Buch wirkt mit seiner Hochglanzprägung und dem goldenen Leseband hochwertig. Band 2 von Flinns Abenteuern ist bereits angekündigt.

Fazit:
Ein gelungenes magisches Jugendabenteuer, das Freunde junger Urban Fantasy trotz einiger Schwächen gut unterhält.

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Tschüssikowski

J. Monika Walther
Tschüssikowski

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Summend zum Erfolg

Klappentext:
Der summende Kellner
Was muss alles geschehen, damit in einem feinen Schweizer Luxushotel ein Kellner Saalchef wird und die Gäste begreifen, was es mit dem Geld und dem Essen auf sich hat? Was muss geschehen, damit ein Saalchef bei der Arbeit summt?

Rezension:
Der Saalchef ist entsetzt. Einer seiner Kellner summt beim Bedienen und macht auch noch locker-flockige Bemerkungen in Gegenwart der Gäste. Das kann er natürlich nicht dulden, schließlich ist das ein feines Haus! Wohin die Auseinandersetzung führt, kann er nicht ahnen.
Mit „Tschüssikowski“ legt J. Monika Walther nach mehreren eher auf Spannung aufbauenden diesmal eine humorvoll angelegte Kurzgeschichte in der booksnacks-Reihe vor. Die zugrundeliegende Idee gefällt mir gut, doch hätte diese Story trotz ihres Kurzgeschichten-Charakters zumindest ein kleines bisschen ausführlicher ausfallen dürfen. Idee und der gelungene Stil der Autorin können trotzdem überzeugen.

Fazit:
Eine gelungene humorvolle Kurzgeschichte.

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Die Taylor-Chroniken – 1 – Das Rosenmedaillon

Betty J. Wendl
Die Taylor-Chroniken – 1 – Das Rosenmedaillon

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Zwischen den Welten

Klappentext:
Helena ist sechzehn und in ihrem letzten Schuljahr an einer Realschule in einer beschaulichen Kleinstadt, als plötzlich zwei neue geheimnisvolle Mitschüler auftauchen. Außerdem verfolgen sie sonderbare Träume von vermeintlich längst vergangenen Zeiten. Hat es mit dem alten Medaillon zu tun, das sie in den Sommerferien auf einem Flohmarkt gekauft hat oder verliert sie langsam den Verstand? Der erste Band der Taylorchroniken ist der Beginn einer Reihe um die Geschichte der Familien Taylor, de Marron und Vandermeer und ihrer Reise durch die Welten…
Das Buch ist für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet.

Rezension:
Gleich zu Beginn von Helena Schneiders letztem Schuljahr läuft alles schief. Sie bekommt neue Mitschüler, Zwillinge auf Kanada, die nach ihrem Umzug nach Deutschland einen deutschen Schulabschluss absolvieren möchten, obwohl sie den in Kanada bereits haben. Der Vater der beiden wird der neue Chef ihrer Eltern. Diese machen kein Geheimnis daraus, dass ihnen der Mann unsympathisch ist. Dazu kommt, dass Helena merkwürdige Träume hat. Könnte das Medaillon, dass sie kürzlich auf einem Flohmarkt gekauft hat, etwas damit zu tun haben? Die Zwillinge und deren Vater scheinen zumindest an dem Schmuckstück interessiert zu sein. Als Helena einen Ohnmachtsanfall erleidet, erwacht sie in Frankreich – einem Frankreich, dass sich anscheinend auf dem Stand vom Ende des 18. Jahrhunderts befindet.
Damit, dass der jeweilige Protagonist auf irgendeine Weise an ein Artefakt gerät, dass ihn in andere Welten versetzen kann, beginnen einige Fantasy-Geschichten. In ihrer Reihe „Die Taylor-Chroniken“ geht Betty J. Wendl jedoch noch einen Schritt weiter. Obwohl Helena anscheinend zufällig an ihr Medaillon kam, erweist es sich als altes Familienerbstück. Erst nach und nach kann sie die verwirrenden Informationen zusammensetzen. Um so mehr sie erfährt, um so klarer wird ihr allerdings, dass sie nicht weiß, wem sie vertrauen kann oder wer sie nur ausnutzen will. Dieses Verwirrspiel hat allerdings den Preis, dass man auch als Leser über einen erheblichen Teil des Buches hinweg nicht durchschauen kann, was da eigentlich passiert. Auch wenn schnell erkennbar wird, dass es gleich mehrere Parallelwelten sind, in die Helena wechseln kann, ist es oft schwer ersichtlich, mit welcher Inkarnation irgendeiner Person sie gerade spricht. Genau wie die Protagonistin muss nämlich auch der Leser feststellen, dass es auffallend viele der vorkommenden Charaktere sind, die zwischen den Welten wechseln können. Erst gegen Mitte des (mit 500 Seiten nicht gerade dünnen) Buches stellt sich ein gewisser Durchblick ein und man kann dem Geschehen besser folgen. Dass sich das Intrigenspiel auch jetzt noch nicht auflöst, ist natürlich der Entwicklung der Geschichte geschuldet.
Nach der etwas anstrengenden Verwirrung im vorderen Teil des Buches macht die spannende hintere Hälfte definitiv Lust auf mehr. Als Auftaktband einer Reihe (wahrscheinlich Trilogie) verwundert es natürlich nicht, dass dieses gut und interessant geschriebene Buch in einen Cliffhanger endet, der vieles offen lässt.

Fazit:
Diese Parallelwelten-Fantasy wird nach einem etwas anstrengenden Start höchst spannend und macht Lust auf die Fortsetzung.

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Barathrum – 1 – Apokalypse

Nikolaus Jankowitsch
Barathrum – 1 – Apokalypse

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Die Mauern von Vegas

Klappentext:
Im Jahr 2051 wird die Erde von weltweit auftretenden Erdbeben, Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Tsunamis verwüstet. Als in dieser dunklen Zeit alte Konflikte wieder aufflammen und verheerende Kriege ausbrechen, findet sich die Menschheit am Rand der Auslöschung wieder. Dieser Moment gilt als Beginn einer neuen Zeitrechnung – der Stunde Null.
Amerika, 30 Jahre danach: Die Überlebenden der Stunde Null trotzen fernab ehemaliger Großstädte der feindseligen Umwelt voller Banditen, Mutanten und anderer tödlicher Lebewesen – mit nur einem Ziel: Überleben.
Joshua – ein einsamer Drifter, dessen Augenmerk einzig ihm allein gilt – gelangt unerwartet zwischen die Fronten verfeindeter Fraktionen und sieht sich plötzlich gezwungen, gegen seine eigenen Regeln und Prinzipien zu handeln. Wird er in dieser Welt schaffen, was seit der Stunde Null undenkbar schien: Das Wohl anderer über das Eigene zu stellen und die Menschheit wieder zu vereinen?
Der erste Teil der „Barathrum“-Reihe zeichnet ein düsteres und doch seltsam vertrautes Bild einer Welt, die von globalen Naturkatastrophen und verheerenden Kriegen für die Menschheit feindselig geworden ist.
Die Reise durch den ersten Teil der „Barathrum“-Serie „Apokalypse“ ist eine rasante Fahrt, die aber stets genug Zeit findet um den LeserInnen die Charaktere und Umgebungen glaubwürdig näher zu bringen.
Eine Frage werden sich LeserInnen oft stellen: wie würde ich mich verhalten?

Rezension:
In einer durch Naturkatastrophen und Krieg zerstörten Welt haben es die wenigen Überlebenden nicht leicht. Das weiß Joshua nur zu gut. Selbst für Kleinigkeiten bringen sich die Menschen gegenseitig um, von den Gefahren, die von mutierten Tieren und Menschen ausgehen, ganz zu schweigen. Deshalb ist es Joshuas oberste Devise, sich in nichts einzumischen. Eigene Probleme hat er auch so genug. Als er jedoch nach Vegas, den Resten einer Stadt, in der Gerüchten zufolge ein relativ komfortables Leben möglich sein soll, gelangen will, sieht er ein, dass er zumindest jemanden braucht, der den Weg kennt. Als er endlich einen Trek findet, der in die richtige Richtung unterwegs zu sein scheint, wird dieser gerade angegriffen. So bleibt ihm nur die Wahl, sich entweder in Sicherheit zu bringen und auf die Chance zu verzichten, oder dem Trek zu helfen. Joshua entschließt sich zu letzterem. Nachdem er diesen Wagemut nur mit Glück überlebt hat, wird er als Held gefeiert – und als solcher auch in Vegas willkommen geheißen. Doch der Heldenstatus bringt nicht nur Vorteile …
Mit „Apokalypse“ startet Nikolaus Jankowitsch eine Endzeitreihe, in der (zumindest bisher) der unfreiwillige Held Joshua die Hauptrolle spielt. Die Handlung ist im Westen der (zur Handlungszeit ehemaligen) USA angesiedelt, wobei es sich bei Joshuas ‚Traum-Heimat‘ Vegas natürlich um die Überreste unseres heutigen Las Vegas handelt. Wie man es von ähnlichen Geschichten gewohnt ist, verlagert der Autor auch hier Western-Elemente in eine postapokalyptische Welt. Auch Military- und in Grenzen SciFi-artige Elemente spielen eine Rolle. Obwohl der Focus zeitweise auch auf anderen Personen liegt, kehrt er immer recht schnell zum Hauptprotagonisten zurück.
Der flüssige Stil des Autors lässt den Leser durch die Story gleiten. Allzu Zartbesaiteten kann dieses Buch jedoch nur eingeschränkt empfohlen werden, da doch einige recht detaillierte drastische Szenen vorkommen. Dieser 1. Band der „Barathrum“-Reihe verfügt über einen ‚richtigen‘ Abschluss, sodass er auch für sich alleine stehen kann und ein Weiterlesen nicht zwangsweise notwendig ist.

Fazit:
Freunde harter Endzeit-Abenteuer sollten dieser Reihe einen Blick gönnen.

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Riot Pack – 1 – Fairiestaub und andere Scherereien

Stefanie Foitzik
Riot Pack – 1 – Fairiestaub und andere Scherereien

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Werwölfe unter sich

Klappentext:
Hey Leute, ihr überlegt noch, gut, ihr müsst das nicht lesen. Ist peinlich genug, wie ich damals drauf war. Ihr würdet wirklich von einem Ohnmachstanfall zum anderen taumeln, das muss doch nicht sein. Ich habe mich verknallt, na und? Kann ja mal vorkommen, ist keine große Sache. Also geht und kuckt euch nen anderen Werwolf aus. Also ehrlich, lohnen würde sich das nur, um das Rudel kennezulernen. Das Riot Pack! Okay, das schon. Aber der Rest, naja.

Rezension:
Als noch recht junger Halb-Werwolf sucht Kilian nach seinem Platz sowohl in der Werwolf- als auch in der Menschenwelt. Zur Elfenverwandschaft mütterlicherseits hat er dagegen kaum Kontakt. Mit Wesen, die eine radikal-ablehnende Haltung gegen Hybriden wie ihm einnehmen, muss er sich öfters auseinandersetzen. Fast ohne soziale Kontakte fehlt ihm auch hier die benötigte Rückendeckung. Allerdings kann er sich auch nicht dazu entschließen, sich einem der Werwolfsrude, die er kennt, anzuschließen. Als er wieder mal in der Patsche sitzt, was bei Kilian eher der Normalfall als die Ausnahme ist, taucht ein ihm völlig fremdes Rudel auf und hilft ihm.
Die mit diesem Buch aus der Taufe gehobene „Riot Pack“-Reihe stellt ein Spin-off der „Galway Hunters“-Reihe dar. Während dort Michael und seine Kollegen von der Kopfgeldjäger-Agentur im Mittelpunkt stehen, ist es hier das Werwolfsrudel, das dort bereits am Rande in Erscheinung trat. Auch sonst gibt es einige Unterschiede zur Hauptreihe. Stellt Stefanie Foitzik das Geschehen dort aus wechselnden Perspektiven dar, konzentriert sich die Handlung hier ganz auf Kilian, der seine Erlebnisse in der Ich-Perspektive erzählt. Humorvolle Elemente spielen dabei eine deutlich prominentere Rolle.
Die Handlung (zumindest dieses Bandes) ist zeitlich vor den Geschehnissen im Band 1 der „Galway Hunters“ angesiedelt und auch ohne jede Kenntnis der dort erzählten Geschichte les- und verstehbar. Der Glossar am Ende des Buches ist sehr hilfreich, um sich in der sehr komplexen Welt irischer Sagenwesen zurechtzufinden. Aus diesem ‚Angebot‘ bedient sich die Autorin (in beiden Reihen) reichlich, sodass wohl (fast) jeder hier auf Wesen stößt, die ihm noch völlig unbekannt sind. Genau dies macht auch einen Teil des Reizes dieser Bücher aus. Der gelungene Stil der Autorin tut ein Übriges, dieses Buch wie auch die anderen Bücher aus Stefanie Foitziks irisch-phantastischer Welt zu einer Bereicherung des Urban-Fantasy-Kosmos zu machen.

Fazit:
Dieses „Galway Hunters“-Spinn-off bietet dem Fan keltisch-mystischer Urban Fantsy einen neuen Blickwinkel aufs Werwolfsdasein.

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Magie der Angst

Sarah Drews
Magie der Angst

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Im Banne der Calypsos

Klappentext:
Die vierzehnjährige Kimberly fürchtet sich vor nichts. Zumindest behauptet sie das. Gern gibt sie sich lässig und spottet auch schon mal über andere. Auf dem Jahrmarkt gerät Kimberly damit an die falsche Person, nicht ohne Folgen. Alltägliche Begebenheiten verwandeln sich in albtraumhafte Situationen, auf die sie keinen Einfluss hat. Was ist Wirklichkeit, was Illusion? Welche Rolle spielt die geheimnisvolle Calypso? Kimberly ist verzweifelt. Ihr bester Freund Franklin lässt sie nicht im Stich, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, das Geheimnis zu lüften.

Rezension:
Eine Kimberly hat doch vor nichts Angst! Das würde sie selbst gegenüber ihrem besten Freund niemals zugeben. Als die 14-Jährige auf dem Rummel, um von ihrer eigenen Panikattacke abzulenken, einen kleinen Jungen wegen seiner Angst verspottet, zieht sie sich den Unwillen einer alten Hexe zu. Deren Fluch lehrt das Mädchen, was wirklich Angst ist.
Sarah Drews zentriert die Handlung ihrer kurzen Urban-Fantasy-Geschichte ganz auf die Protagonistin Kimberley. Außer dieser, ihrem besten Freund Franklin und den beiden Hexen, die beide Calypso heißen, sind alle vorkommenden Personen nur als Randfiguren zu bezeichnen. Durch einen Fluch wird Kimberley gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen – und diese zuzugeben. Da der Leser natürlich schnell merkt, dass die anscheinend lebensbedrohlichen Situationen nicht real sind, hält sich das Spannungsniveau in Grenzen. Dies dürfte natürlich auch der eher jungen Zielgruppe des Buches geschuldet sein. Die spannendste Frage ist folglich, ob beziehungsweise wie Kimberley es schafft, Calypso zur Rücknahme des Fluches zu überzeugen.
Mit einem gut lesbaren ‚Popcorn-Stil‘ schafft es die Autorin, ihre jungen und junggebliebenen Leser in der Geschichte zu halten.

Fazit:
Ein pädagogisch angehauchter ‚Soft-Grusel‘ in einer amerikanischen Kleinstadt für junge und junggebliebene Leser.

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Hexeninternat – 1

Heiko Grießbach
Hexeninternat – 1

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Hexe unter Hexen

Klappentext:
Die sechzehnjährige Tanja aus Berlin erlebt mit dem Ende der Halbjahresferien auch das Ende ihres bisherigen Lebens. Sie stürzt beim Eislaufen mit der Freundin, sieht ihren Schwarm David mit einer blonden Tussi am Arm und als sie nach Hause kommt, trifft sie ihren blutenden Vater an. Ihre Eltern wurden von Jägern überfallen und müssen fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Erst jetzt klären sie Tanja darüber auf, dass sie keine normalen Menschen sind! Sie schaffen ihre Tochter in ein Internat für angehende Hexen und Hexer, wo sie die Schule beenden und ihre Fähigkeiten als Hexe kennenlernen soll. Ein in der realen Welt angesiedelter Fantasyroman für Jung und Alt.

Rezension:
Tanja lebt ein normales Teenagerleben in Berlin. Sie hängt gerne mit ihrer Freundin ʼrum und diskutiert über Jungs. Das ändert sich jedoch schlagartig, als sie nach Hause kommt und erfährt, dass ihr Vater angegriffen wurde. Zuerst versteht sie die Zusammenhänge überhaupt nicht, doch dann klären ihre Eltern sie auf. Sie sind Hexer und Hexe, wodurch Tanja selbst auch eine solche ist. Da sie jetzt vor den Hexenjägern untertauchen müssen, wird Tanja in Zukunft auf ein spezielles Internat für Hexen gehen, um in Sicherheit zu sein. In den kommenden Tagen erfährt sie vieles über ‚ihre‘ Welt, von deren Existenz sie bisher keine Ahnung hatte.
Heiko Grießbachs „Hexeninternat“ erinnert natürlich an einige andere Bücher, in denen Kinder beziehungsweise Jugendliche überraschend erfahren, dass sie über magische Fähigkeiten verfügen und deshalb in Zukunft eine entsprechende Bildungsstätte besuchen müssen. Diese Grundidee ist wohl seit dem Erfolg eines gewissen Zauberschülers mit Blitznarbe in Mode gekommen. Verglichen mit anderen Werken ähnlicher Ausgangslage ist die Protagonistin dieses Buches, Tanja, mit 16 Jahren relativ alt, als sie von ihrer wahren Natur erfährt. In diesem Alter ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch das Gefühlsleben eine Rolle spielt. Ob es allerdings wirklich realistisch ist, dass sich Tanjas Gedanken nach den traumatischen Veränderungen ihres Lebens sofort auf ihre neuen männlichen Mitschüler konzentrieren, ist eine andere Frage. Man sollte meinen, zu diesem Zeitpunkt hätte sie dringendere Probleme.
Am Erzählstil lässt sich wenig aussetzen. Dass der Autor eine relativ einfach gehaltene Ausdrucksweise benutzt, stellt in meinen Augen keinen Kritikpunkt dar. Dem Einfühlen in die Handlung steht es nicht im Wege.
Der Titel „Hexeninternat“ ohne irgendwelche Zusätze lässt vermuten, dass dieses Buch ursprünglich als Einzelwerk konzipiert war. Mittlerweile ist daraus allerdings eine 5-bändige Reihe mit mehreren Spin-offs entstanden. Tinas Erlebnisse sind mit diesem Buch also noch lange nicht fertig erzählt.

Fazit:
Eine Teen-Hexe versucht in dieser Urban Fantasy, ihren Platz in der magischen Welt zu finden.

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Keine Helden – Piraten des Mahlstroms

Nils Krebber
Keine Helden – Piraten des Mahlstroms

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Kurs Mahlstrom

Klappentext:
Eberhart Brettschneider ist Händler, Abenteurer und Entdecker – wenn man ihm glauben möchte.
Tatsächlich jedoch ist er einer der erfolgreichsten Betrüger Kammerbads. Gemeinsam mit seiner Partnerin Aurelia schwindelt er sich durch die Straßen seiner Heimatstadt.
Als Eberhart glaubt, den großen Coup gefunden zu haben, geraten die beiden durch eine Intrige mitten in die Suche nach dem Schatz des Schreckenskapitäns. Durch Piraterie und Hexerei werden sie bis in die Tiefen des Mahlstroms getrieben, wo Eberhart Sturmgeborene, Magier, Totenbeschwörer und die Götter selbst hereinlegen muss, um zu überleben.
Aber was soll schon passieren?
Das fantastische Debüt von Nils Krebber – eine abenteuerliche Jagd nach dem Schatz des Schreckenskapitäns.

Rezension:
Eberhard und Aurelia leben von Betrügereien. Als sie jedoch eine Gräfin betrügen wollen, dreht diese den Spieß um und ‚überzeugt‘ das Betrüger-Duo, ihr beim Heben des Schatzes des berüchtigten Schreckenskapitäns, der sich als ihr eigener Vorfahr entpuppt, zu helfen. Eberhard und Aurelia ahnen nicht, worauf sie sich einlassen und woraus dieser Schatz wirklich besteht. Erst im Laufe des Abenteuers begreifen sie, dass sie es mit jeder Menge übernatürlicher Kreaturen und Unmassen an Untoten zu tun bekommen. Die wahren Pläne der Gräfin schockieren sogar die beiden erfahrenen Betrüger.
Nils Krebbers Fantasy-Abenteuer entführt den Leser in eine mittelalterlich geprägte Fantasy-Welt. Auch wenn die einzelnen Elemente wie Nekromanten und Untote natürlich keine Neuerfindungen sind, verlässt der Autor doch die ausgetretenen Pfade, auf denen diese in anderen Büchern meist agieren. Während sowohl der Beginn der Handlung mit der Vorstellung der Protagonisten wie auch das grandiose Finale sehr interessant und (speziell letzteres) fesselnd sind, gibt es im Mittelteil des Buches leider einige Durchhänger. Hier würde eine leichte Straffung des Geschehens nichts schaden.
Nicht unerwähnt darf hier allerdings die nicht gerade glückliche Wahl des Titels bleiben. Wieso sich Autor und/oder Verlag (Amrûn) für „Kleine Helden“ entschieden haben, ist mir ein Rätsel. Bei diesem Titel denkt wohl jeder spontan an ein Kinderbuch. Selbst für ein Jugendbuch beziehungsweise ein Buch über jugendliche Protagonisten wäre er schon unpassend. Hier sind aber alle Prota- und Antagonisten Erwachsene, die das Jugendalter schon einige Jahre hinter sich gelassen haben. Auch aus der Handlung ergibt sich keine Begründung für diesen irritierenden Titel. Falls dieser als Wortspiel mit dem Begriff „Große Helden“ gemeint ist, kann man das wohl kaum als gelungen interpretieren.*
Von den Schwächen im Mittelteil abgesehen, ist dem Autor ein gut lesbares Buch mit einigen neuen Ideen gelungen, das Genre-Fans durchaus gefallen kann.

Fazit:
Nicht vom irreleitenden Titel täuschen lassen! Dieses Fantasy-Abenteuer richtet sich an erwachsene Leser.

* Peinlich, peinlich. Da lese ich das Buch, rezensiere es, suche die Links zu den Shops raus – und dann muss man mich erst darauf aufmerksam machen, dass das Buch gar nicht „Kleine Helden!“ sondern „Keine Helden!“ heißt. Dann ist die Titelwahl natürlich sofort verständlich.

 

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– Blick ins Buch –
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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FÜRCHTE DICH! – 1 – Das Haus des Hexenmeisters

Nicole Grom
FÜRCHTE DICH! – 1 – Das Haus des Hexenmeisters

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Zurück nach Salem

Klappentext:
Endlich Halloween! Doch Sarah versteht die Welt nicht mehr. Sie wollte die Nacht der Nächte mit ihren Freunden an der High-School feiern stattdessen kurvt sie mit ihrer nervigen Familie an der Küste von Massachusetts entlang. Nahe der Stadt Salem beginnt es in Strömen zu regnen. Das Navigationsgerät fällt aus. Die Straße endet im Nirgendwo.
Nach Mitternacht erreichen Sarah und ihre Familie eine Ansiedlung. Als sie vier Galgen auf einer Anhöhe entdecken, halten sie es für einen Halloween-Scherz. Wie altertümlich die Bewohner gekleidet sind und wie seltsam sie sprechen! Die Kulisse scheint perfekt.
Als Sarah und ihre Familie begreifen, dass es gar keine Kulisse gibt, ist es bereits zu spät.
Der Schrecken nimmt seinen Lauf …
Eine packende Horrorstory vor dem Hintergrund der Hexenprozesse von Salem!

Rezension:
Statt die lange erwartete Halloween-Feier ihrer High School zu besuchen, muss Sarah mit Eltern und Bruder verreisen. Dass es unterwegs wie aus Kübeln schüttet, ist das kleinste Übel. Zuerst fällt das Navigationsgerät aus, kurz darauf gibt das ganze altersschwache Auto seinen Geist auf. Komischerweise ist von der Straße, auf der sie gerade noch fuhren, keine Spur zu sehen. Zum Glück finden sie völlig durchnässt eine Hütte, in der anscheinend eine Theateraufführung der Hexenprozesse von Salem geprobt wird. Aber wieso wirkt alles so extrem real?
Mit „Das Haus des Hexenmeisters“ liegt der 1. Band einer Gruselreihe, die sich vornehmlich an junge Leser richtet, vor. Nicole Grom entführt ihre Leser darin in den Nordosten der USA, genauer gesagt in die Neuengland-Staaten, wo sich die Stadt Salem, Ort der berühmt-berüchtigten Hexenprozesse, befindet. Sie erzählt ihre Halloween-Geschichte aus Sicht der Protagonistin Sarah, sodass speziell deren Gedanken und Gefühle übermittelt werden. Stilistisch und sprachlich ist dem Buch anzumerken, dass es vor allem auf eine junge Leserschaft abzielt. Leider leidet das interessante Setting etwas darunter, dass die Reihe auf recht kurze Geschichten ausgelegt ist. Etwas mehr Ausführlichkeit könnte die auch so schon gute Story noch deutlich verbessern.

Fazit:
Dieser Halloween-Grusel für tendenziell jüngere Leser vermittelt am Rand auch geschichtliches Wissen zur Hexenverfolgung in Salem.

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