MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

Ben Wallace
MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

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Postapokalyptische umherziehende Krieger habenʼs nicht leicht

Klappentext:
Mad Max meets Monty Python …
Die postapokalyptische Welt ist gar nicht so schlimm. Sicher, es gibt Mutanten. Aber für die Menschen in New Hope besteht der tägliche Überlebenskampf nicht so sehr aus der Suche nach Nahrung oder Medizin, viel schwieriger ist es, neue Spieler für ihre Kickball-Teams zu finden.
Dies macht es einem postapokalyptischen Krieger nicht einfach, Arbeit zu finden. Gott sei Dank ist da eine Armee von Mördern und Brandschatzern auf dem Weg in die friedliche Stadt, um sie dem Erdboden gleichzumachen. Nur eine Handvoll ausgebildeter postapokalyptischer umherziehender Krieger kann sie aufhalten.
Gleich zwei haben ihre Dienste angeboten. Einer von ihnen ist eingeladen, zu helfen. Der andere wird zurück in die Einöde geschickt. Doch haben die Stadtbewohner die richtige Wahl getroffen? Werden sie gerettet werden? Und was hat es eigentlich mit den SSB’s, den superschlauen Bären, auf sich?
Finden Sie es heraus, in MAD JERRY, einem rasanten Action- und Abenteuerroman, der in einer erschreckenden Zukunft spielt, die man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.
Fans von Terry Pratchett, Douglas Adams und Monty Python werden ihren Spaß an dieser Apokalypse haben.

Rezension:
Seit dem Fall nicht näher erläuterter Bomben vor 7 Jahren ist die amerikanische Zivilisation ins vor- bis frühindustrielle Zeitalter zurückgefallen. Während die großen Städte von Menschen verlassen wurden und jetzt die Heimat mutierter Wesen sind, leben die übriggebliebenen Menschen in den ländlichen Gegenden ein Leben, das dem des alten Wilden Westens nahekommt. Und dann gibt es da noch die rastlosen postapokalyptischen umherziehenden Krieger, die diesen Kleinstädten ihre Dienste anbieten. Allerdings wollen viele der Städte die Notwendigkeit dieser Hilfe nicht einsehen, denn sie wissen nur wenig von den umherziehenden, marodierenden Söldnertrupps, die sie bedrohen. Als dann zufällig gleich 2 postapokalyptische umherziehende Krieger ihre Dienste offerieren, hofft jeder der beiden, bleiben zu dürfen.
Ben Wallaceʼ Roman wirkt bei näherer Betrachtung nicht annähernd so karikatur- und parodiehaft, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Eine gesunde Portion Humor ist dem dystopischen Abenteuer trotzdem keinesfalls abzusprechen. Da sich die beiden ‚postapokalyptischen umherziehenden Krieger‘, die die Hauptcharaktere des Buches darstellen, ständig gegenseitig bezichtigen, nicht wirklich im Sinne der Orte, denen sie ihre Hilfe anbieten, zu wirken, steht lange Zeit die Frage im Raum, welcher beziehungsweise ob überhaupt einer von beiden eigene Interessen verfolgt. Mit der Einnahme ständig zwischen den beiden Protagonisten sowie weiterer Personen wechselnder Beobachterpositionen gelingt es dem Autor, die Handlung für den Leser beständig interessant zu halten. Insgesamt gesehen gelingt es ihm damit, einen unterhaltsamen Genre-Mix aus Endzeit-Drama, Abenteuer und Humor zu liefern, der Genre-Freunden empfohlen werden kann.

Fazit:
Diesem humorvollen Endzeit-Abenteuer gelingt es, Spannung mit Slapstick-Einlagen zu kombinieren.

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Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

Jennifer Jensch
Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen

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Verwandtschaften

Klappentext:
Das Leben von Niko und Alessa ändert sich schlagartig, als sie während einer Auseinandersetzung mit einem Fremden in eine andere Welt fliehen müssen. Nicht nur, dass die beiden sich dort ihren eigenen magischen Fähigkeiten stellen müssen, auch die Rückkehr nach Hause gestaltet sich schwierig. Denn die Königin verlangt, dass Niko und Alessa ihren Rollen in einer alten Prophezeiung gerecht werden. Wer ist diese Hexe, die sie aufsuchen sollen und was weiß sie über das gestohlene Amulett der Königin? Für Alessa und Niko beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch das magische Land.

Rezension:
Eigentlich wollte Niko zusammen mit seiner Freundin Alessa nur kurz bei seiner Großmutter nach dem Rechten sehen, weil er im Vorbeigehen ungewöhnliche Schatten sah. Überrascht stellt er fest, dass sich seine Oma einen magischen Kampf mit einem Fremden liefert. Ehe sie es sich versehen, landen Niko und Alessa durch ein magisches Portal in einer anderen Welt – in der man sie für ‚die Auserwählten‘ hält. Die Königin der fremden Welt erklärt ihnen höchstpersönlich, sie seinen die einzigen, denen es gelingen könnte, Kryptar, einen dunklen Magier, der diese Welt und wahrscheinlich auch die Heimat der beiden unfreiwilligen Helden gleich mit in den Untergang stürzen will, zu besiegen. Für die Beiden, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht haben, beginnt eine ‚Heldenreise‘, auf der sie nicht nur mehrfach um ihr Leben fürchten, sondern auch noch richtig zaubern lernen müssen.
Reisen in andere Welten und auch (mehr oder weniger) klassische Heldenreisen sind in der (Urban) Fantasy keine Seltenheit. Was Jennifer Jenschs Werk von der Mehrzahl ähnlicher Abenteuer abhebt, ist das Alter der Protagonisten. Diese sind volljährige junge Erwachsene und damit ein paar Jahre älter als der Genre-typische Durchschnitt. Für die Handlung spielt dies allerdings keine größere Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen, ähnlich gelagerten Geschichten gibt es hier allerdings nicht nur Schwarz und Weiß. Vielmehr wird im Handlungsverlauf zunehmend klar, dass auch die ‚Guten‘ nicht ganz unschuldig an den Vorkommnissen sind, dass auch der Schwarzmagier nicht völlig grundlos auf Rache sinnt.
Während „Das Amulett der zwei Welten: Grüne Flammen“ inhaltlich überzeugen kann, muss man sprachlich beziehungsweise stilistisch leider ein paar Abstriche machen. Speziell die sehr häufige Benutzung des Wortes „sagte“ fällt hier auf. Auch weist der Test des Buchs recht viele Flüchtigkeitsfehler auf. Hier wäre eine gründliche Überarbeitung wünschenswert.

Fazit:
Auffälligstes Merkmal dieser Weltenreise ist das in diesem Subgenre mit jungen Erwachsenen in den Hauptrollen relativ seltene Alterssegment.

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Supertramp

Tamina-Florentine Zuch
Supertramp

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Einmal Hobo sein

Klappentext:
Ein Solotrip voller Abenteuer auf der Suche nach der absoluten Freiheit
Sechstausend Meilen in sechs Wochen, von New York bis nach San Francisco, von der Ostküste bis zur Westküste – und das auf Güterzügen, illegal als blinder Passagier, vollkommen auf sich allein gestellt: Tamina-Florentine Zuch hat es gewagt und sich im Sommer 2017 auf die Spuren der Hobos begeben, die in den 1920er- und 1930er Jahren millionenfach mit den Zügen durch Amerika getrampt sind, um sich von einer Feldarbeit zur nächsten transportieren zu lassen.
Die 27-jährige Fotografin begegnete faszinierenden Persönlichkeiten, die sich den Anforderungen einer rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft widersetzen. Sie verbrachte Wochen unter freiem Himmel, erbettelte Geld und Essen, rauchte mit einem pensionierten Polizisten einen Joint und wurde an einem Tag beinahe von einer giftigen Schlange gebissen und von einem Redneck erschossen. Jeder Tag war ein Abenteuer und die Nächte erst recht.

Rezension:
Es gibt hierzulande bestimmt nicht wenige, die davon träumen, irgendwann mal eine ausgedehnte, lange USA-Rundreise zu unternehmen. Die wenigsten werden dabei aber auf die Idee kommen, eine solche Reise wie die Autorin in guter alter Hobo-Tradition als illegaler Fahrgast auf Güterzügen zu unternehmen. Dazu gehört schon ein gewisses Maß an Verrücktheit.
Gleich nach dem Flug nach New York sucht die Autorin Kontakt zu Obdachlosen, um Ratschläge und eventuell auch einen Reisekameraden zu finden. Obwohl sie beides bekommt, missfällt ihr dieser Reisestil bald, sodass sie jetzt auch größere Strecken als Anhalterin zurücklegt. Erst als sie auf andere Freizeit-Hobos trifft, die wie sie selbst nicht aus Not, sondern aus Abenteuerlust illegal auf Güterzügen reisen, scheint sie sich wirklich wohlzufühlen. Das merkt man als Leser dem Buch auch an, denn erst ab hier macht das Mitreisen auf dem Papier wirklich Spaß, während der Text zu Beginn – zumindest nach meinem Geschmack – zu oft auf die sozialen Probleme ihrer temporalen Reisegefährten eingeht. Erst bei den Erlebnissen mit Gleichgesinnten wird der Abenteuer-Charakter der Reise wirklich deutlich. Gemeinsam mit Seelenverwandten steigt allerdings auch die Risikobereitschaft der Autorin merklich an, die in mehrfacher Hinsicht an ihre Grenzen geht.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher und interessanter Reisebericht einer Autorin, die offenbar das Extreme liebt.

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Verborgene Wesen IV

Iolana Paedelt, Ralf Kor, Laura Noll, Detlef Klewer, Thorsten Schmidt
Verborgene Wesen IV

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Keine lieben ‚Tierchen‘

Klappentext:
Verborgen vor dem Menschen und der wissenschaftlichen Entdeckung existieren auf unserer Welt noch Wesen, die man allenfalls dem Reich der Mythen und Legenden anrechnet. Wesen, die sich erfolgreich in einer Welt behaupten, die von Menschen dominiert wird. Einige sehr zurückgezogen in entlegenen Lebensräumen, andere verbreiten unter den Menschen Angst und Schrecken, um sich gegen diese zu verteidigen.
Folgen Sie den Autoren, wenn sich diese auf die Fährte dieser verborgenen Wesen begeben.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Jonah“ von Iolana Paedelt
„Süßes Blut“ von Ralf Kor
„Der Camazotz“ von Laura Noll
„Auf der Suche nach dem Oingobonk“ von Detlef Klewer
„Der Hügel“ von Thorsten Schmidt
Ob in den Tiefen des Ozeans, in der Umgebung des eigenen Wohnortes oder sogar im eigenen Garten, überall stoßen die Protagonisten der hier versammelten Kurzgeschichten auf sagenhafte Wesen. Gemeinsam ist all diesen ‚Tierchen‘, dass sie den sie begegneten Menschen nicht besonders freundlich gesinnt sind. So verwundert es nicht allzu sehr, dass 4 der in dieser Anthologie enthaltenen 5 Kurzgeschichten einen eher negativen Ausgang haben. Welches Zusammentreffen zu einem positiven Ausgang führt, wird hier natürlich nicht verraten.
Den Autoren gelingt es überwiegend, weniger bekannte kryptozoologische Tiere als Antihelden ihrer Geschichten ‚zu engagieren‘. Abgesehen von der Seeschlange waren mir alle vorkommenden Fabelwesen bisher unbekannt. Auch sonst waren mir die zugrundeliegenden Ideen weitgehend neu – etwas, was man im (Urban-)Fantasy-Genre nicht sehr oft behaupten kann. Der einzige erwähnenswerte stilistische Fehlgriff, der auffällt, ist, dass eine der Kurzgeschichten aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten erzählt wird, der am Ende stirbt. Wie konnte er dann von seinen Abenteuern inklusive dem eigenen Tod berichten?

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Anthologie mit zahlreichen Horror-Elementen bewegt sich überwiegend abseits ausgetretener Pfade.

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Der zweite Schatten

Sabine Bürger
Der zweite Schatten

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Der gute Rat

Klappentext:
Ein zu realer Traum
Schon als Junge war Ulli begeistert von Autos. Kein Wunder, dass er – gerade volljährig und seinen Führerschein in der Tasche – als Kraftfahrer bei einem Tourismusunternehmen anheuert. Kurz vor einer Reise ins Gebirge wird er nächtelang von heftigen Alpträumen geplagt – bis der Reisetag plötzlich ansteht …

Rezension:
Als begeisterter Fahrer hat Ulli bei einem Busunternehmen genau den passenden Arbeitsplatz gefunden. Auf seine 1. größere Tour freut er sich schon lange. Doch plötzlich bekommt er alptraumartige Visionen. Sollte er vielleicht doch lieber auf die Fahrt verzichten?
Da das Cover von Sabine Bürgers booksnack vom Verlag mit dem Lable „Spannung“ geschmückt wird, dürften die meisten Leser einen Kurzkrimi erwarten, denn dieses Genre ist in dieser Reihe relativ häufig vertreten. Beim Lesen stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei dieser Geschichte vielmehr um Mystery handelt.
Die Autorin baut die Spannung in ihrer aus der Ich-Perspektive erzählten Kurzgeschichte gut auf. Allerdings wirkt das Geheimnis, dass Ullis Eltern ihm schließlich offenbaren, doch etwas unglaubwürdig. Wieso sollten sie ihm diese Information während seiner gesamten Kindheit und Jugend vorenthalten haben?

Fazit:
Eine unterhaltsame kurze Mystery-Story, die durch das Lable „Spannung“ allerdings falsche Erwartungen weckt.

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Rauchen kann tödlich sein

Jennifer Wellen
Rauchen kann tödlich sein

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Lebensgefährliches Rauchen

Klappentext:
Spring dem Tod mit ’ner Kippe von der Schippe
Als Arnos Frau für ihn einen Arztbesuch arrangiert, sieht er sich gezwungen, der Realität ins Auge zu blicken: Seine jahrelange Qualmerei ist nicht gerade gesundheitsfördernd. Doch seinen „treuesten Freund“ so einfach aufzugeben, ist schwieriger als gedacht …

Rezension:
Als sich Kettenraucher Arno von seiner Frau zu einem Vorsorgetermin überreden lässt, stellt der Arzt auch prompt Unregelmäßigkeiten im Lungenbereich fest. Eine eingehende Untersuchung steht an. Bei Arno läuten die Alarmglocken. Er muss seinen geliebten Glimmstengeln endlich entsagen. Oder ist es dazu etwa schon zu spät?
Rauchen kann tödlich sein. Einem gewohnheitsmäßigen Nichtraucher wie mir braucht man das natürlich nicht erst zu sagen. Daran, dass Jennifer Wellens Protagonist Arno in Lebensgefahr gerät, ist das in seinen Zigaretten enthaltene Nikotin jedoch unschuldig. Nachdem die Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe zunächst beinahe wie ein Beitrag zur Nichtraucherkampagne wirken könnte, nimmt sie zum Finale hin eine überraschende Wendung. Irgendwie beschleicht mich dabei sogar das Gefühl, die Autorin selbst könnte einer gelegentlichen Nikotininhalation nicht gänzlich abgeneigt sein. Egal, ihre Geschichte kann jedenfalls sowohl stilistisch als auch humoristisch überzeugen.

Fazit:
Dieser booksnack beweist humorvoll, dass im Nikotin nicht die einzige Gefahr des Rauchens liegt.

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Geschichten aus Barathrum – 1 – Das Monster von Pembertown

Nikolaus Jankowitsch
Geschichten aus Barathrum – 1 – Das Monster von Pembertown

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In des Monsters Höhle

Klappentext:
Die kleine Gemeinde Pembertown, fernab bekannter Handelsrouten in den Bergen gelegen, wird seit Monaten von einem Monster geplagt, welches immer wieder für mysteriöse Tode und verschwundene Bewohner sorgt. Joshua gelangt durch einen Zufall zu der entlegenen Stadt und wird dort vom Ältesten um Hilfe gebeten – was für Joshua wieder einmal ein rasantes Abenteuer mit haarsträubenden Situationen und überraschendem Ausgang bedeutet.
„Das Monster von Pembertown“ ist die erste Geschichte der neuen Kurzgeschichten-Reihe „Geschichten aus Barathrum“, welche bekannten und teilweise neuen Figuren auf ihren Abenteuern in der Welt von Barathrum – bekannt aus den vier Romanen der gleichnamigen Serie – folgt. Der Protagonist der Romane muss in dieser Kurzgeschichte mit einem gefährlichen Monster fertig werden und die kleine Gemeinde Pembertown von der Last des Monsters erlösen.
Auch hier werden sich LeserInnen wieder fragen: wie würde ich an seiner Stelle handeln?

Rezension:
Joshua zieht einsam durch eine Welt, die die Menschheit fast zerstört hat. Die einzigen überlebenden Tiere sind mutierte Formen der alten, längst ausgestorbenen Fauna. Als er den abgelegenen Ort Pembertown erreicht, bitten ihn die Einwohner um Hilfe, denn sein Ruf als ‚Held der Ödlande‘ eilt Joshua voraus. In den Bergen soll ein Monster leben, dass immer wieder Einwohner des Ortes tötet. Da man schließlich auch als Held vor irgendetwas leben muss, willigt er ein.
Wie man bereits dem Klappentext entnehmen kann, handelt es sich bei dieser Kurzgeschichte um das Spin-off einer Romanreihe. Der Tatsache, dass ich diese nicht kenne, mag es vielleicht geschuldet sein, dass ich mich schwer tat, in diese Welt und die Figur des Joshua hineinzufinden. Aus diesem Grund ist es auch sehr kompliziert, ein gerechtes Urteil über dieses eBook zu fällen. Der Stil und auch das geschaffene Ambiente haben durchaus ihren Reiz, und ich kann mir vorstellen, dass diese Nebengeschichte für Kenner der Romane gut funktioniert. Alleinstehend ohne diesen Hintergrund kann sie allerdings leider nicht gänzlich überzeugen, denn es bleibt zu wenig Raum, diese Welt kennenzulernen und den Protagonisten charakterlich zu verstehen.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte empfiehlt sich wohl nur für Kenner der zugrundeliegenden Romanreihe.

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Gus Masters – 1 – Lilith

Andreas Kohn
Gus Masters – 1 – Lilith

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Zombies im Wilden Westen

Klappentext:
Kriegsveteran Gus Masters führt im Jahr 1869 einen der letzten Siedlertrecks nach Westen, als dieser von wahnsinnig gewordenen Gestalten angegriffen wird. Die Angreifer scheren sich weder um Schmerzen noch um schwere Verletzungen, und sie scheinen weder lebendig noch wirklich tot zu sein. Nur mit Mühe und Not können sich die Überlebenden in den nächsten Ort retten. Doch auch hier geraten Gus Masters, die Siedler und nun auch Gumbles Bewohner mit den Horrorgestalten aneinander – und ihre Opfer reihen sich sogleich in das Heer der Untoten ein. Dann tauchen merkwürdige Fremde auf, die eine unglaubliche Geschichte zu erzählen haben, und ein Kind mit geheimnisvollen Kräften wird geboren, um das ein erbarmungsloser Kampf entbrennt.

Rezension:
Gus Masters ist ein Veteran des Westens. Für eine gute Bezahlung führt er einen überwiegend aus Frauen und Kindern bestehenden Trek nach Oregon, wo diese ihre Männer beziehungsweise Väter wiedertreffen wollen. Unterwegs wird der Trek jedoch von Eisenbahnarbeitern angegriffen, die sogar gegen Gewehrschüsse weitgehend immun zu sein scheinen. Schnell stellt sich heraus, dass es Untote sind. Obwohl ihnen zunächst die Flucht gelingt, folgt ihnen das Grauen in die nächste Stadt. Der Sheriff dort ist mit der Situation völlig überfordert. So müssen Gus und ein paar zuverlässige Helfer die Sache in die Hand nehmen. Der Trek zieht unterdessen ohne seinen Führer weiter. Niemand ahnt, dass ein paar in Kämpfen oberflächlich Verletzte das Grauen schon in sich tragen. Die Wahrheit über das Übel wissen Fremde, mit denen niemand rechnet.
Western, Zombie-Horror, SciFi, gewürzt mit einer Prise Humor – und das alles in einer einzigen Geschichte. Dass Andreas Kohns „Gus Masters“-Reihe ungewöhnlich ist, braucht man da wohl nicht ausdrücklich zu betonen. Auch wenn man es zunächst bezweifeln könnte, muss man eindeutig sagen, dass dieser Genre-Mix ausgezeichnet funktioniert.
Zumindest in diesem Band steht dabei der Titelheld weit weniger im Zentrum des Geschehens, als man bei einer nach ihm benannten Reihe erwarten könnte. Der Fokus liegt über weite Strecken auf anderen Personen. Da die Handlung allerdings häufig zwischen unterschiedlichen Schauplätzen wechselt, ist dies auch kaum verwunderlich. Ein Protagonist, der zuerst wie ein unwichtiger Nebencharakter wirkt, wird im Laufe der Geschichte sogar zu einer zentralen Figur.
Zusammenfassen kann man feststellen, dass diese doch sehr außergewöhnliche Idee überzeugend umgesetzt wurde. Auf die Fortsetzung(en) kann man gespannt sein.

Fazit:
Dieser wilde Genre-Mix aus Western, SciFi und Horror funktioniert überraschen gut. Daumen hoch!

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Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

Leah Maschek
Vorhang auf!: Das Theater des Löwen

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Das Rätsel des Löwen

Klappentext:
Zahlreiche Legenden und düstere Geschichten ranken sich um das Teatro del Leone. Es soll zu Cäsars Zeiten eine wundersame Vorstellung mit einem echten Löwen gegeben haben, einem Wesen, dem die Menschen verfielen, aber es heißt auch, der Löwe sei in den Zuschauerraum gesprungen …
Eine junge Journalistin begibt sich am Fuße des Ätna auf die Suche nach der wahren Vergangenheit. In der Einsamkeit der sizilianischen Provinz taucht sie in die sagenhaft schillernde Welt des einstigen Prunkbaus ein, der nun vergessen ist, aber zu ihrer Verwunderung nicht verfallen. Als eine römische Wache auftaucht, wird sie plötzlich Teil der gefährlichen Vorstellung …
Zeit und Raum vermischen sich auf bezaubernde Weise und nehmen den Leser mit in eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, in der Wünsche wahr zu werden scheinen und eine bittersüße Geschichte über die höchsten Güter des Menschen erzählt wird: über die Wahrheit und die Liebe.

Rezension:
Die junge Journalistin Luna beschließt eine Reportage über die Ruine des antiken Teatro del Leone auf Sizilien zu verfassen. Zu ihrer Überraschung muss sie jedoch feststellen, dass das alte Gebäude verdächtig gut erhalten wirkt. Mit einem geliehenen Schlüssel betritt sie das schon seit Ewigkeiten nicht mehr genutzte Theater – und wird plötzlich von einem römischen Wächter angesprochen. Dessen Kleidung wirkt merkwürdig authentisch. Er lädt Luna ein, eine Vorstellung vor rund 2000 Jahren zu besuchen …
In dieser kurzen Geschichte entwirft Leah Maschek eine eher ungewöhnliche Zeitreise. Im Gegensatz zum ‚Genre-Standart‘ ist hier nie mit Sicherheit erkennbar, wenn genau die Protagonistin den Wechsel in die jeweils andere Zeit vollführt. Sie selbst kann den Ort oder Zeitpunkt anscheinend nicht genau definieren. Bei ihrem Besuch der Vorstellung erklimmt sie beispielsweise den Berg, auf dem sich das Teatro befindet, in unserer Gegenwart und kommt kurz vor Beginn zusammen mit den historischen Besuchern an. Gerade deshalb ist nicht eindeutig zu sagen, ob die Zeitreisen Traum oder Realität sind. Wirklich wichtig ist das für die Handlung jedoch nicht, denn der eigentliche Schwerpunkt der Handlung liegt auf philosophischen Fragen wie der nach der Wahrheit.

Fazit:
Diese überraschend andere Zeitreisegeschichte zieht ihren Reiz gerade aus ihrer Ungewöhnlichkeit.

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Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

Suta Wanji
Daaje Wiemers: Ostfriesische Geisterjägerin – 1 – Güllefund

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Der Vampir und seine Königinnen

Klappentext:
Daaje Wiemers ist Ostfrieslands Geisterjägerin. Sie gehört einer übergeordneten Polizeieinheit an. Zusammen mit ihren Kollegen Ihno Coordes, Fritjof Jansen, Baldwin Behrends und ihrer Freundin Petra Wolfram bekämpft sie das Böse, das ja bekanntlich nie schläft. Intrigen innerhalb der Polizei und gefürchtete Gegner, die es zu bekämpfen gilt, sind ihr Lebensinhalt.

Rezension:
Daaje Wiemers gehört einer Spezialeinheit der Polizei an, die sich mit übernatürlichen Straftaten befasst. Da die Einheit sehr klein ist, sind ihre Angehörigen praktisch Tag und Nacht in Abrufbereitschaft. Als ein paar Schülerinnen währen einer aus dem Ruder laufenden Geisterbeschwörung versehentlich einen Vampir auf die Welt loslassen, bekommt das Team mehr Arbeit, als ihm lieb sein kann. Nicht genug damit, dass die Anzahl der in Ostfriesland vermisst gemeldeten Personen drastisch ansteigt, verlangen Presse und normale Polizeidienststellen immer beharrlicher nach Begründungen für die in immer größerer Zahl auftauchenden verstümmelten Leichen.
Akte X in Ostfriesland – so könnte man dieses Buch wohl in aller Kürze beschreiben. Zumindest dieser Band beschränkt sich bei den Gegnern allerdings auf die Blutsauger, während die Werwölfe eher die Guten sind. Letztere werden allerdings nie ausdrücklich als solche bezeichnet, auch wenn die Erwähnungen kaum einen Zweifel zulassen, dass es sich um Werwölfe handelt. Suta Wanji garniert ihren Fantasy-Horror zusätzlich mit den üblichen zwischenmenschlichen Konflikten, wie man sie auch aus ‚normalen‘ Krimis kennt. Überraschend ist der Gegensatz zwischen der Handlung, die man als ‚Soft-Horror‘ bezeichnen könnte, da eigentliche Gruselmomente fast gänzlich fehlen, und doch recht detailreichen Schilderungen verstümmelter Leichen.
Die Titelwahl lässt vermuten, dass weitere Bände um Daaje Wiemers und ihre Kollegen geplant sind. Dagegen kann man nichts einwenden, denn diese Geschichte bringt frischen Wind in die deutsche Horror-Landschaft. Kritikpunkte halten sich hier in Grenzen. Um diese konkret zu nennen: Zum einen werden einem als hochdeutschen Leser ein paar Dialoge auf Friesisch stolpern lassen, da man dem Inhalt kaum folgen kann, zum anderen kommt das Ende der Geschichte doch recht abrupt.

Fazit:
Urban Fantasy, Krimi und Horror – und das alles zusammen. Nein, das ist kein Überraschungsei, das ist ein eBook.

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