Atschori – Die Echsenbestie von Köln

Justus Wolf
Atschori – Die Echsenbestie von Köln

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Blutspur durch Köln

Klappentext:
Einmal in tausend Jahren ist alles möglich.
Die junge Biologistudentin Emilya braucht dringend einen Nebenjob. Unerwartet trifft sie den geheimnisvollen Lord Bradford und der stellt ihr Leben auf den Kopf: Plötzlich muss Emilya einen mordenden Echsenmenschen quer durch Köln jagen. Dabei entdeckt sie, dass sie eine ganz besondere Gabe besitzt.
Währenddessen geht für Marcel ein Traum in Erfüllung, denn er wird Kandidat bei einer Quizshow. Den Fernsehauftritt bei seinem großen Idol Christina Durmond hat er sich allerdings anders vorgestellt, als er in Wirklichkeit verläuft.
Schnell, hart und herzlich – „Atschori“ ist ein bewegender Fantasy-Thriller mit unterschiedlichen fantastischen Wesen.

Rezension:
Kaum hat Emilya ein Vorstellungsgespräch vermasselt, da wird sie auf offener Straße vom Insassen eines Rolls-Royce’ angesprochen. Dieser gibt sich als englischer Lord und Sonderermittler gegen übersinnliche Bedrohungen aus und will Emilya anwerben, weil diese angeblich über eine besondere Gabe verfügt, von der sie selbst nichts weiß. Die glaubt ihm natürlich nicht, doch der Fremde weist sich mit einem Ring aus, der dem gleicht, den Emilya einst von ihrem verschwundenen Vater bekam. So steht Emilya wenig später am Tatort, an dem ein Taucher von einem Echsenmann umgebracht wurde. Langsam beginnt sie, der Geschichte des Lords zu glauben. Aber werden sie das mysteriöse Wesen daran hindern können, weitere Morde zu begehen?
Der Titel und das Cover könnten durchaus den Eindruck erwecken, es beim vorliegenden Werk mit einem der üblichen ‚Groschenhefte‘ zu tun zu haben. Der Inhalt stellt sich dann jedoch als deutlich höherwertig heraus, als man aus dieser Erwartungshaltung heraus vermuten könnte. Justus Wolfs Fantasy-Story ist handwerklich gut geschrieben und hinterlässt einen positiven Eindruck. Lobend muss man bemerken, dass der Autor darauf verzichtet, das ganze in eine Lovestory zwischen der Protagonistin und dem Lord abgleiten zu lassen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung der Hintergründe des Wesens. Dabei werden allgemein bekannte Fantasy-Wesen auf interessante Weise in neue Zusammenhänge gebracht. Mit dem im Klappentext benutzen Begriff „Thriller“ würde ich dieses Buch allerdings weniger assoziieren.
Auch wenn der konkrete Fall am Ende (natürlich) erfolgreich abgeschlossen ist, wären weitere Abenteuer um die neuernannte Sonderermittlerin durchaus wünschenswert. Ein Mangel an (potentiell) bösartigen Wesen dürfte dem wohl kaum im Wege stehen.

Fazit:
Dieser Fantasy-Krimi bewegt sich auf überraschend hohem Niveau und macht damit Lust auf mehr.

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Träume

Christoph Junghölter
Träume

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Die große Wohnung

Klappentext:
Das Leben der Anderen
Was ist im Leben wichtig? Geld? Liebe? Stolz? Und was ist eigentlich Glück? Diese Fragen muss Andreas beantworten, als die Schwiegereltern ihm eine Wohnung schenken wollen.

Rezension:
Andreas’ Frau stammt aus wohlhabenden Verhältnissen. Da gerade Nachwuchs unterwegs ist, beschließen ihre Eltern, dem Paar eine traumhafte Eigentumswohnung zu schenken – noch dazu eine, die sich Andreas niemals leisten könnte. Das kann sein Stolz natürlich nicht zulassen. Noch dazu gäbe es im Haus keine Garage für seine geliebte Honda.
Christoph Junghölters Kurzgeschichte spielt mit dem Zwiespalt zwischen Stolz und Bedürfnis. Wird Andreas sich überwinden können, das Geschenk zu akzeptieren? Oder gibt es am Ende sogar noch eine Überraschung? Um das zu erfahren, muss man diese augenzwinkernde Kurzgeschichte schon selbst lesen.

Fazit:
Eine locker-leichte Geschichte aus einer eigentlich gut funktionierenden Beziehung.

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Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

Judith Fischer
Zantaliya – 1 – Reise durch das Schattenland

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Die verschwundenen Mädchen

Klappentext:
Niemals hätte Cate es für möglich gehalten, dass das geheimnisvolle Land, von dem ihre beste Freundin Mary ihrer Schwester erzählte, tatsächlich existiert. Doch als die Kleine plötzlich auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, führt ihre Suche sie genau dorthin.
Mit Mary an ihrer Seite stürzt sie Hals über Kopf in das größte Abenteuer ihres Lebens, denn was sie in Zantaliya erwartet, stellt alles, was sie bisher erlebt hat in den Schatten…
Den beiden Mädchen wird ein schweres Schicksal zuteil und ganz plötzlich sehen sie sich statt ihren üblichen Problemen mit fiesen Nachtraben, Gnomen und Baumgeistern konfrontiert. Aber sie haben keine Wahl, denn Cates kleine Schwester wird vom kaltblütigen Schwarzmagier Falador gefangengehalten und ihm gegenüberzutreten ist ihre einzige Chance, sie zu befreien…
»Reise durch das Schattenland« ist BAND 1 der Zantaliya-Trilogie und beschreibt die Erlebnisse der beiden Mädchen während der ersten Etappe ihrer abenteuerreichen Suche nach Cates kleiner Schwester.

Rezension:
Cate ist 13 und lebt mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester in bescheidenen Verhältnissen, ihre beste Freundin Mary seit dem Tod ihrer Eltern sogar im Waisenhaus. Cates kleine Schwester Sarah liebt die Geschichten, die Mary ihr oft erzählt. Doch eines Tages erzählt Mary eine ungewöhnliche Geschichte. Cate hat den Eindruck, dass die Freundin dabei geistig irgendwie abwesend ist. Kurz darauf verschwindet Sarah spurlos aus der Wohnung, die Polizei kann keine Spur von ihr finden, und Cate macht sich schwere Vorwürfe. Als sie nachts einen eigenartigen Traum hat, macht sie sich spontan selbst auf die Suche. Vor Marys Waisenhaus trifft sie auf ihre Freundin, die auch einen visionären Traum hatte. Kurz darauf betreten die beiden die Welt aus Marys Geschichte – eine Welt, die sehr gefährlich ist. Werden sie in der Lage sein, Sarah hier zu finden?
Judith Fischers Jugend-Fantasy erzählt die Abenteuer der beiden Freundinnen Cate und Mary in einer Parallelwelt, in die diese unerwartet geraden. Diese Handlungsidee ist sicher nicht neu. Geschichten, in denen Mädchen, Jungen oder auch Erwachsene in eine Fantasy-Welt geraden, gibt es schließlich einige. Trotzdem können die Abenteuer gerade auch junger Helden immer wieder unterhalten. Im vorliegenden Fall gelingt das recht gut. Nachdem die Vorgeschichte, in der der Leser die Protagonistinnen und ihre Umgebung in unserer Welt kennenlernt, noch recht behäbig erscheint, wird es nach dem Wechsel der Welten rasch abenteuerlich. Mit jedem Abenteuer, das die beiden Mädchen bestehen müssen, zieht das Buch den Leser mehr in seinen Bann – um dann in einem ziemlich heftigen Cliffhanger zu enden.
Da es sich bei „Zantaliya“ um eine Trilogie handelt, überrascht es natürlich nicht, dass das Abenteuer noch nicht beendet wird. Dass es so offen ohne einen ‚Teilabschluss‘ endet, dagegen schon. Immerhin ist Band 2 („Zantaliya – Suche nach der Wahrheit“) bereits lieferbar.
Die Autorin erzählt die Geschichte zwar hauptsächlich aus dem Blickwinkel der Freundinnen, unterbrochen wird dies jedoch immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, wie beispielsweise Cates Mutter, Sarahs oder auch anderer Personen. Der Stil ist gut lesbar. Gelungen ist ihr damit ein Buch, das Genre-begeisterten Lesern durchaus gefallen dürfte.

Fazit:
„Zantaliya – Reise durch das Schattenland“ ist der Auftakt einer Jugend-Urban-Fantasy-Trilogie, die gut lesbar ist.

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Der Traum von New Providence

Ann-Kathrin Speckmann
Der Traum von New Providence

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Auf der Flucht

Klappentext:
Anne feiert ihren 12. Geburtstag. Alles fängt wunderbar an, doch dann stiehlt ihr kleiner Bruder Julien ihr die Show. Auf einmal interessieren sich ihre Eltern nur noch für seine ersten Schritte. Anne soll mit ihrer Freundin picknicken gehen. Doch darauf hat sie überhaupt keine Lust. Stattdessen sieht sie sich am Hafen Charleston ein neues Schiff an. Dabei belauscht sie zwei Matrosen, denen das gar nicht gefällt.
Eine Kurzgeschichte aus der Kindheit der berühmten Piratin Anne Bonny. Gleichzeitig handelt es sich um die Vorgeschichte zu den Romanen „Anne Bonny – Piratenleben“ und „Anne Bonny – Piratengeheimnis“.

Rezension:
Anne hat es satt, dass ihre Stiefmutter sie zu einem ‚richtigen‘ Mädchen erziehen will. Als dann auch noch ihr kleiner Halbbruder gerade an ihrem Geburtstag aufrecht zu gehen beginnt und damit die ganze Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf sich zieht, läuft sie heimlich zum Hafen, um sich ein großes Schiff anzusehen.
Ann-Kathrin Speckmanns Kurzgeschichte blickt in die fiktive Kindheit der später bekannten (realen) Piratin Anne Bonny. Das Mädchen sehnt sich nach Abenteuern und hat überhaupt kein Interesse daran, zu einer ‚Dame‘ erzogen zu werden. Allerdings macht sie die Erfahrung, dass sie in der rauen Umgebung des Hafens nur eine Chance hat, wenn sie sich erfolgreich gegen erwachsene Männer durchsetzen kann.
Diese interessant geschriebene Geschichte dient wohl hauptsächlich dazu, das Interesse des Lesers an den beiden Anne-Bonny-Bücher der Autorin zu wecken. Mit Erfolg, muss man sagen, denn Annes kurzes Abenteuer macht eindeutig Lust auf mehr.

Fazit:
Ein kurzes historisches Jugend-Abenteuer vor realem Hintergrund, dass reichlich Potential für die folgenden Bücher erwarten lässt.

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Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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Venedig

Ankay Black
Venedig

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Wer träumt schon von Venedig?

Klappentext:
Der perfekte Plan
Johns Leben läuft perfekt: Ein gut bezahlter Job, eine treusorgende Ehefrau, die mit ihrer Sehnsucht nach Urlaub in Venedig nur minimal nervt, und eine leidenschaftliche Affäre mit der blutjungen Sekretärin. Doch als sich seine Liebschaft nicht mehr meldet und er sie besuchen will, kommt alles anders, als gedacht…

Rezension:
Johns Liebe zu seiner Frau ist im Laufe der Jahre etwas abgekühlt, doch er hat sich mit seinem Leben arrangiert. Schließlich hat er jede Woche 2 ‚freie‘ Abende; an einem macht er ‚Überstunden‘ im Bett seiner Sekretärin, am anderen besucht seine Frau ihren Yoga-Kurs. Doch als sich seine Teilzeit-Sekretärin einige Tage nicht meldet, stattet er ihr einen außerplanmäßigen Besuch ab – und ist schockiert.
Ankay Blacks Kurzgeschichte ist eine locker-leichte Unterhaltung für zwischendurch. Dabei bietet sie ein wirklich überraschendes Ende, denn DIE Auflösung hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

Fazit:
Eine kleine Kurzgeschichte zum Entspannen und einfach mal ‚Abschalten‘.

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Legenden aus Mornefey – 1 – Der geheime Prinz

Megan E. Moll
Legenden aus Mornefey – Der geheime Prinz

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Der geheimnisvolle Prinz

Klappentext:
Die Zauberin Runa bedroht das Königreich. Als die Situation zu eskalieren scheint, gibt das Mädchen Deliah der Königin ein sonderbares Versprechen: Sie soll den Prinzen, den es offiziell gar nicht gibt, in Sicherheit bringen. Die beiden treten eine nicht ungefährliche Reise durch das Land an, um ihre Heimat aus den Fängen der Zauberin zu befreien. Was verbirgt der unbekannte Prinz hinter seiner Maske? Und warum wurde seine Existenz verschwiegen?
Mit dem ersten Band der »Legenden aus Mornefey« für junge Erwachsene ab zwölf Jahren geht unsere »Schwarzer Drachen Kids« – Reihe pünktlich vor Weihnachten in die zweite Runde.

Rezension:
Als Deliah an ihrem 7. Geburtstag einen Platz sucht, an dem sie ihre Ruhe hat, landet sie auf einen verlassenen Hof auf der Rückseite des Königsschlosses. Doch plötzlich hört sie durch einen Steinschlitz eine Stimme. In einem Kellerraum des Schlosses lebt ein Junge, der – wie er ihr erzählt – wegen einer Sonnenallergie nie ins Freie kann. Obwohl sie sich nie sehen können, besucht Deliah den Jungen über die Jahre hin täglich. Doch erst als sie beide schon Jugendliche sind, lernen sie sich von Angesicht zu Angesicht kennen – und müssen sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um das Königreich zu retten.
Die Handlungsidee dieses Buches bietet durchaus Potential, verbindet es doch Fantasy mit Abenteuer, Jugendbuch und der Botschaft, sich nicht von Äußerlichkeiten leiten zu lassen. Etwas problematisch ist dabei lediglich die Zielgruppe. Der Klappentext nennt hier „junge Erwachsene ab zwölf Jahren“. Am Anfang hat die Geschichte gewisse märchenhafte Züge. Hier macht der Text von der Satz- und Handlungsgestaltung her eher den Eindruck, für (deutlich) jüngere Leser als 12-Jährige verfasst zu sein. Im Kontrast dazu stehen die Gespräche, die die beiden Hauptprotagonisten als 7- beziehungsweise 7½-Jährige miteinander führen und die für das Alter viel zu erwachsen wirken. Erst als die Haupthandlung mit der gemeinsamen Reise beginnt, passen Handlung und Stil zur Altersempfehlung. Hier macht das Buch dann auch erwachsenen Lesern durchaus Spaß. Die Handlung bleibt dabei stets sehr geradlinig, Abschweifungen zu Nebenhandlungen kommen nicht vor. Die Charaktere der Jugendlichen wirken glaubhaft.
Auch wenn die Autorin Megan E. Moll und der Verlag keine Angaben machen, wohin sich die weiteren Bände der „Legenden aus Mornefey“ entwickeln könnten, kann man wohl davon ausgehen, dass diese Reihe für den interessierten Leser interessant werden (beziehungsweise bleiben) könnte – vorausgesetzt es gelingt, einen altersgerecht einheitlichen Stil durchzuhalten, denn das ist beim vorliegenden Buch eigentlich der einzige wirkliche Kritikpunkt.

Fazit:
Ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer primär für junge Leser, das stellenweise leichte Schwierigkeiten mit der Zielgruppen-Ansprache hat.

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Winterstern

C.M. Spoerri (Hrsg.)
Winterstern

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Winterstern-Deutungen

Klappentext:
Was ist ein Winterstern? Ein magisches Artefakt? Ein verwunschener Ort? Eine verzauberte Person? Oder etwas, das gar nicht greifbar ist? Lasst euch in fremde Welten entführen, lernt fantastische Legenden kennen, kämpft für die Gerechtigkeit, Liebe oder Freiheit, erlangt Ruhm und Ehre, erfahrt, was wirklich zählt im Leben. Dies ist eine Fantasy-Anthologie, die euch zum Lachen, Lieben, Gruseln, Träumen, Hoffen und Bangen einlädt.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Jasmin Aurel – Gewispert
Jamie L. Farley – Verloren
Tara Florents – Entflammt
Christina Krüger – Schneeweiß
Juliane Maibach – Windstill
Regina Meißner – Vergangen
Anne Neuschwander – Allein
Janine Prediger – Bleich
Madeleine Puljic – Erwählt
Miriam Rademacher – Ahnungslos
Veronika Rothe – Ganz
Maya Shepherd – Vereist
Nele Sickel – Getäuscht
C. M. Spoerri – Selbstlos
Henrik Sturmbluth – Ruhmreich
Sabrina Weisensee – Hölzern
Alle Geschichten dieser Anthologie haben einen Winterstern zum Thema, was sich die einzelnen Autoren jedoch darunter vorstellen, unterscheidet sich grundlegend. Mal ist es ein Mensch, mal ein Tier, ein magischer Gegenstand und manchmal sogar ein wirklicher Stern. Genauso unterschiedlich sind auch die Themen. Hier erstreckt sich die Palette von High Fantasy über Urban Fantasy bis hin zu Mystery und sogar SciFi. Auffallend ist, dass von den (laut Vorwort) über 160 Einreichungen relativ viele mit einem eher traurigen Grundtenor beziehungsweise ohne Happy End ausgewählt wurden. Als Highlights kann man sicher die Kurzgeschichten „Allein“ über eine einsame Gardistin, „Getäuscht“, die beinahe ausschließlich aus einem Dialog besteht, sowie „Entflammt“ über die Abenteuer einer königlichen Kurierin bezeichnen. Leider erreichen nicht alle 16 enthaltenen Kurzgeschichten dieses Niveau, doch das ist bei Anthologien wohl unvermeidbar. Manches liegt natürlich auch im Geschmack des jeweiligen Lesers. Mich konnten beispielsweise sehr sentimentale Beiträge und Romanzen nicht überzeugen. Im Ganzen betrachtet kann man „Winterstern“ jedoch als lesenswerte Fantasy-Anthologie betrachten, in der jeder Fantasy-Begeisterte etwas für seinen Geschmack finden dürfte.

Fazit:
„Winterstern“ ist eine Fantasy-Anthologie mit einer thematisch sehr breiten Auswahl an Kurzgeschichten.

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Fitzmorton und der reisende Tote

Peter Hardcastle
Fitzmorton und der reisende Tote

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Der 3-fache Tod des Compte

Klappentext:
Der Medienmagnat Lord Buford kreuzt mit seiner Yacht im Mittelmeer, da geschieht ein Mord. Weil sich auch ein Mitglied des Königshauses an Bord befindet, wird Chefinspektor Sir Phileas Fitzmorton auf ausdrücklichen Wunsch des Premierministers zusammen mit seiner Freundin Lady Judith Crimpleby und seinem Assistenten Detective Sergeant John Miller per Hubschrauber an Bord gebracht.
Dort treffen sie auf eine berühmt-berüchtigte Gästeschar – darunter eine koksende Prinzessin, hübsche Bodyguards, schweigsame Geheimdienstler und ein mausetoter Mafioso.
Fitzmorton hat das Zeug zur schrulligen Kultfigur – sein dritter Fall: humorvoll, schnörkellos und spannend erzählt!

Rezension:
Inspektor Fitzmortons Chef ist sauer: Auf persönlichen Wunsch des Premierministers soll ausgerechnet Fitzmorton einen Mord auf einer Yacht im Mittelmeer untersuchen. Nicht nur dass der wie ein VIP von der Armee dorthin geflogen wird, nein, er wird auch noch schnell zum Chefinspektor befördert, um unter den ganzen VIPs an Bord nicht allzu sehr aufzufallen. Doch Fitzmorton ahnt schon, dass der ‚Ausflug‘ alles andere als Erholung wird. Und damit behält er natürlich recht, denn die an Bord befindlichen Geheimdienstler haben wenig Interesse an einer Zusammenarbeit.
Im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Bänden „Fitzmorton und der lächelnde Tote“ und „Fitzmorton und der sprechende Tote“ kommt Band 3 etwas ernsthafter daher. Trotzdem geht der Humor auch hier nicht verloren. Wie schon gewohnt erzählt der Autor Peter Hardcastle die Geschichte in einem ruhigen Stil, der praktisch komplett ohne Action auskommt und damit an klassische Krimis erinnert. Schnell wird dem Leser klar, dass sich Fitzmorton trotz des eigenen kürzliche geerbten Adelstitels im Kreis der Adligen und Geldadligen nicht besonders wohlfühlt. Doch obwohl weder die anderen Gäste an Bord der Yacht noch die anwesenden Geheimdienstler allzu großen Interesse an der Aufklärung des ‚Unfalls‘ zu haben scheinen, gelingt es ihm natürlich schlussendlich, den Fall zu lösen.
Da die „Fitzmorton“-Bücher bereits mehrere Jahre auf dem Markt sind und es sich bei den aktuellen eBooks nur um eine Neuveröffentlichung handelt, ist es wohl unwahrscheinlich, dass die Reihe mit weiteren Bänden fortgesetzt wird. Schade, denn an (Chef)Inspektor Fitzmorton kann man sich gewöhnen.

Fazit:
Ein interessanter Krimi der klassischen Art, der mit einer nicht zu kleinen Prise Humor gewürzt ist.

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Flavia de Luce – Das Geheimnis des kupferroten Toten

Alan Bradley
Flavia de Luce – Das Geheimnis des kupferroten Toten

Übersetzung Gerald Jung und Katharina Orgaß

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Die vielfältigen Anwendungen von CuSO₄

Klappentext:
Ein Fall für Flavia de Luce – die bezauberndste Detektivin Englands!
»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht … Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!

Rezension:
Flavia macht, was ein 11-jähriges Mädchen an einem Sonntagvormittag so macht: Sie sitzt in ihrem Labor und untersucht den Giftzahn einer Kreuzotter unterm Mikroskop. Dabei wird sie jedoch vom Butler der Familie gestört, der ihr einen Brief überbringt. Darin ruft sie ein Schüler des nahegelegenen Jungeninternats zu Hilfe, denn er hat einen Mord entdeckt. Natürlich zögert Flavia keinen Augenblick, denn was gibt es schöneres, als Leichen zu untersuchen und einen Mord aufzuklären?
Gut, spätestens jetzt ist wohl jedem klar, dass Flavia nicht unbedingt das normale 11-jährige Durchschnittsmädchen von nebenan ist. Mit Sicherheit war das auch im England um 1950, wo die Geschichte angesiedelt ist, nicht anders. Aber gerade darin liegt wohl der Reiz dieser Krimireihe um das chemiebegeisterte Mädchen. In diesem Fall liegen sowohl Rätsel als auch Lösung in der Formel CuSO₄ verborgen.
Nachdem ich schon einige Zeit mit der „Flavia de Luce“-Reihe liebäugelte, bot mir diese kostenlose Kurzgeschichte die passende Gelegenheit, Flavia endlich einmal kennenzulernen. Auch wenn einem manche Informationen ohne Kenntnis der vorausgegangenen Bücher fehlen (Wieso nennt sie ihr Fahrrad beispielsweise „Gladys“?), reicht diese Kurzgeschichte doch aus, Lust auf mehr zu machen. Diese Detektiv-Story sollte man jedenfalls trotz des geringen Alters der Hauptprotagonistin keinesfalls als ausschließliches Jugend- oder gar Kinderbuch abtun.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte bietet allen bisher Nichtinfizierten einen geeigneten Einstieg in Flavia de Luce’ Welt.

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