Anarchie Déco

J. C. Vogt
Anarchie Déco

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Strahlen der Medusa

Klappentext:

Babylon Berlin mit Magie: ein historischer Fantasy-Roman aus der Wei­marer Repu­blik.

Das Leben im Berlin der Zwanzigerjahre gleicht einem Tanz auf dem Vul­kan. Zumal sich die Magie auf der Straße und im Nacht­leben breit­macht. Eine Frau ver­schwin­det und taucht wenig später als Stein­statue wieder auf. Nazis machen mit einem aus dem Nichts beschwo­renen Adler Jagd auf poli­tische Gegner, und selbst das Varieté fügt den ohne­hin schon abge­fahrenen Num­mern ein paar über­natür­liche hinzu. Sogar der Reichs­tag berät über die Mög­lich­keit einer Wieder­bewaff­nung mit magi­schen Mitteln.

Die junge Physikerin Nike Wehner arbeitet nicht nur wissen­schaft­lich daran, das neue Phäno­men zu ver­stehen, son­dern hilft auch der Ber­liner Polizei bei der Auf­klärung magi­scher Ver­brechen. Zur Seite stehen ihr der Bild­hauer Sandor Černý und der kurz vor der Pension ste­hende Kom­missar Seidel. Zusam­men bilden sie die erste Spezial­ein­heit einer neuen Magie­polizei.

Für Leser*innen von Neil Gaiman, Ben Aarono­vitch, Volker Kutscher und Fans der „Phan­tas­tischen Tier­wesen“.

Rezension:

1928 arbeitet Nike Wehner, eine junge Physikerin, an ihrer Promo­tion. Dabei forscht sie an der erst kürz­lich ent­deckten Tat­sache, dass das Zusam­men­spiel von Physik und Kunst magi­sche Kräfte frei­setzen kann. Doch auch ver­brecher­ische Kreise haben dieses Phäno­men schon für sich ent­deckt; ein Poli­tiker ertrinkt in einem Marmor­block, eine Frau ver­schwin­det und taucht als Stein­statue wieder auf. Des­halb arbeitet Nike neben ihrer wissen­schaft­lichen Tätig­keit als Bera­terin der Polizei mit Kom­missar Seidel zusam­men, um Ver­brechen zu klären, die es offiziell noch gar nicht gibt.

Das Autorenduo J. (und) C. Vogt führt seine Leser in diesem Uban-Fantasy-Krimi ins Berlin der 1920er Jahre. Man könnte dieses Buch auch dem Genre der Alter­nate History zuord­nen, denn mit der Ent­deckung der Quanten­physik zweigt die hier dar­ge­stellte Geschichte von unserer realen ab. Reale wissen­schaft­liche Berühmt­heiten der dama­ligen Zeit bekom­men ihre Cameo­auftritte.

Die Verknüpfung von Wissenschaft, Magie und Kriminalis­tik kann dem Genre-affinen Leser gefallen. Leider tritt die Geschichte um die mysteri­ösen Morde vor allem im Mittel­teil des Buches vorüber­gehend stark in den Hinter­grund, wäh­rend sich die Hand­lung hier fast voll­ständig auf die Auf­arbei­tung der (realen) dama­ligen gesell­schaft­lichen und poli­tischen Fragen und Pro­bleme kon­zen­triert. Dem typi­schen Fantasy-Fan wird dieser Teil des Buches weniger über­zeugen können. Erst zum Finale hin dürfte es für diesen wieder interes­sant werden. Das ist dann aller­dings wieder richtig gut. Wenn sich all die Puzzle­teile zusam­men­setzen und die Zusam­men­hänge erkenn­bar werden, hat man wieder eine über­zeu­gende Fantasy-Story vor sich.

Die Autoren konzentrieren den Erzählfokus nicht durch­gehend auf ihre (Haupt-)­Prota­gonis­tin Nike, sondern lassen diesen szenen­weise auch auf andere Charak­tere wie bei­spiels­weise den tschechi­schen Bild­hauer Sandor Černý, der bei den For­schun­gen den künst­ler­ischen Gegen­part zur Wissen­schaft­lerin bildet, wechseln.

Fazit:

Eine interessante Urban-Fantasy-Kriminalgeschichte im Berlin der 1920er Jahre, die im Mittel­teil leider etwas den Fokus aufs Genre ver­liert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin

Nicole Rensmann
Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der schwarze Hund

Klappentext:

Jo und Pete sind beste Freunde. Als sie von den drei Rauf­bolden der Schule über die Straße gehetzt werden, endet die Jagd vor dem herunter­gekom­menen Haus an der Ecke, in dem eine Hexe leben soll. Keiner der Jungs ahnt, dass sie in diesem Moment einen jahr­hundert­langen Fluch brechen. Pete ent­deckt ein junges Mädchen am Fenster, doch das ist noch nicht alles: Wer ist diese selt­same Gestalt am Fenster, eine Etage tiefer und wo sind mit einem Mal ihre Familien abge­blieben? Gemein­sam wollen sie die Hexe auf­spüren und ihre Eltern befreien. Einen Plan haben sie nicht, nur ihren Mut und uner­wartete Hilfe. »Das Haus an der Ecke mit der Hexe darin« ist eine span­nende Retro-Geschichte, die in den 80-er Jahren spielt. Mit dreißig Vig­netten.

Rezension:

Auf der Flucht vor rauflustigen Mitschülern geraten Jo und Pete in den Garten eines Hauses, über das in der Stadt viele Schauer­geschich­ten im Umlauf sind. Hier soll eine Hexe woh­nen, was natür­lich nie­mand ernst­haft glaubt. Doch hinter den Fenstern tauchen tat­sächlich Gestalten auf; eine ältere Frau und ein Mäd­chen. Kurz darauf gesche­hen selt­same Dinge: Men­schen, unter anderem die Eltern der beiden Freunde, ver­schwin­den. Die Jungs beschlie­ßen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Auch wenn in Nicole Rens­manns in den 1980ern ange­siedelten Urban-Fantasy-Geschichte der Fantasy-Aspekt im Vorder­grund steht, werden auch Themen wie Mobbing und häus­liche Gewalt thema­tisiert. Natür­lich stehen die beiden Prota­gonis­ten im Fokus der Hand­lung, doch werden die Vor­komm­nisse teil­weise auch aus den Per­spek­tiven anderer Betei­ligter, wie bei­spiels­weise der eines jungen Polizisten, erzählt. Dass es im frag­lichen Haus tat­säch­lich Hexen gibt, dürfte bei einem Buch dieser Aus­gangs­lage natür­lich von Anfang an klar sein.

Auch wenn sich die eigentlichen Protagonisten, wie auch ihre mensch­lichen Gegen­spieler im Alters­bereich um die 13 und 14 Jahre bewe­gen, stellt sich mir die Frage, wer eigent­lich das Ziel­publi­kum dieses Buches ist. Die Geschichte gewinnt näm­lich einen Groß­teil ihres Reizes aus der (teil­weise etwas ver­klärten) Dar­stel­lung des Lebens in den 1980er Jahren. Das dürfte Leser, die an diese Zeit selbst eigene Erinner­ungen haben, wohl erheb­lich stärker anspre­chen, als Leser, die jetzt etwa im Alter der Prota­gonis­ten sind.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus wechselnder Perspek­tive, jedoch stets in der 3. Person. Auf­fal­lend ist dabei der Epilog, in dem der Leser erfährt, wie die Erei­gnisse des Buches das Leben der Betei­ligten ver­ändert haben.

Fazit:

Diese junge Urban Fantasy gewinnt einen besonderen Reiz daraus, dass die Hand­lung ins nos­tal­gische Ambi­ente der 1980er einge­bettet ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Aequipondium – 5 – Das Geheimnis der Hexe

Ima Ahorn
Aequipondium – 5 – Das Geheimnis der Hexe

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Kuckuckseltern

Klappentext:

Ein dürrer Druide, der von einem Megalithen erschlagen wurde?

Hexe Theolinde kann nicht glauben, dass ihr Vater so sein Ende gefun­den haben soll. Über­haupt hat die wal­küren­hafte Hexe Zweifel an der Geschichte, die ihr ihre Mutter Wal­friede über ihren angeb­lichen Vater auf­tischt.

Als Siegbald Sockenloch ihr einen Heiratsantrag macht, will Theo­linde end­lich die Wahr­heit wissen. Sie erfährt, dass ihre Mutter einst wegen groben Unfugs ans Ende der Welt ver­bannt wurde. Von dort brachte sie später ihre kleine Tochter mit nach Hause. Doch um zu erfah­ren, wer tat­säch­lich ihr Vater ist, müssen sich Theo­linde und ihr Ver­lobter auf die Spuren der lebens­lus­tigen Jung­hexe begeben, die ihre Mutter einst war. Spuren, die seit dreißig Jahren kalt sind und sie schließ­lich bis ins Heim der ver­gessenen Götter führen.

Wird Theolinde ihren wahren Vater aufspüren können?

Ein humorvolles Fantasyabenteuer mit Entdecker Siegbald Socken­loch und Hexe Theo­linde, mit skurrilen Charak­teren und fremd­artigen Göttern.

Dies ist Siegbalds fünftes Abenteuer, aber alle Bücher der Serie können auch einzeln gelesen werden.

Rezension:

Siegbald hat sich entschlossen, Theolinde zu heiraten. In diesem Zusam­men­hang erfährt er jedoch Über­raschen­des. Theo­lindes Vater war wohl doch kein Druide, der ver­sehent­lich von einem Hinkel­stein erschla­gen wurde. Theo­lindes Mutter war in ihrer Jugend vor­über­gehend ver­bannt worden und brachte bei ihrer Rück­kehr Klein-Theo­linde mit. Da sich Wal­friede jedoch stand­haft weigert, ihrer Tochter weiter­gehende Aus­künfte zu ihrem Vater zu geben, machen sich Theo­linde und Sieg­bald auf den Weg, näheres in Erfah­rung zu bringen.

Nachdem Ima Ahorn in den bisherigen Bänden ihrer Fantasy-Reihe („Die Ent­deckung des Gegen­gewicht-Konti­nents“, „Schiff­bruch im Süden“, „In der magi­schen Mitte“, „Ein neuer König“) den Lesern den Kon­tinent Aequi­pon­dium näher­gebracht hat, legt sie den Fokus dies­mal ganz auf die Hexe Theo­linde und ihre Familien­geschichte. Diese möchte end­lich ihren Vater kennen­lernen, um ihn zur Hoch­zeit einzu­laden. Die Reise zu ihren Wur­zeln erweist sich als aben­teuer­lich, aber gewohnt lustig und endet mit einer großen Über­raschung. Der Heim­kehr­wunsch des Prota­gonis­ten Sieg­bald Socken­loch, der in den bis­heri­gen Bänden immer einen starken Einfluss auf das Gesche­hen hatte, spielt diesmal dagegen eine Neben­rolle.

Mit der zunehmenden Vertrautheit mit den Charakteren und dem Hand­lungs­ort erschei­nen die Geschichte und der märchen­hafte Konti­nent für den Leser immer ‚runder‘. Da kann man nur gespannt sein, wie es für den preußi­schen (Möchte­gern-)Ent­decker weiter geht.

Fazit:

Auch bei Siegbalds mittlerweile 5. Abenteuer warten wieder zahl­reiche lustige Zwischen­fälle auf ihn und seine Leser.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Der Drachenstein

Kristin Fieseler
Der Drachenstein

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Bananen und Drachenladies

Klappentext:

Die fast 17jährige Sabine Schuh wird von ihrem Vater aus­spio­niert, weil ihr Freund Peter mehr von ihr möchte als nur kuscheln. Als Sabine und Peter eine Frei­zeit ihrer Theater AG im Schwarz­wald ver­bringen, sind da auf einmal nicht nur ihr Vater und sein Kumpel Lothar, son­dern auch Drachen, die ein Geheim­nis umhüllt.

Dieses Jugendbuch ist ein Liebesabenteuer mit Fantasy-Elemen­ten. Es ist der Nach­folge­band von Band 1 „Der Malachit­könig“. Aber ohne Band 1 gelesen zu haben, ist Band 2 allein auch ein Genuss.

Rezension:

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die mittlerweile 17-jährige Sabine zusam­men mit Vater und Oma. Dass sie mittler­weile einen festen Freund hat, gefällt ihrem Vater nicht so ganz. Seine Auf­klärungs­ver­suche sind aller­dings reich­lich unbe­hol­fen. Dass die Theater-AG einen Aus­flug in den Schwarz­wald plant, kommt da gerade recht, um mal unge­stört mit ihrem Peter Zeit ver­bringen zu können. Dumm nur, dass der beste Freund ihres Vaters kürz­lich eine Ent­deckung gemacht hat, die nahe­legt, nicht weit von der Jugend­her­berge könnte es lebende Drachen geben. Nach­dem er seinen Freund zuerst nicht bei dem offen­sicht­lichen Unsinn unter­stützen wollte, fährt Vater Schuh doch mit seinem Kumpel in die Gegend. Schließ­lich kann er so ganz neben­bei ein Auge auf seiner Tochter haben.

Kristin Fieselers Werk in ein Genre einzuordnen, fällt alles andere als leicht. Teen­ager, Liebe und ein über­besorg­ter Vater sprechen ein­deutig fürs Genre Jugend­buch. Der Klappen­text spricht auch von einem Liebes­aben­teuer. Und Drachen? Das kann doch eigent­lich nur Urban Fantasy sein. Alles das ist nicht gänz­lich falsch, auch wenn zumin­dest der Begriff „Liebes­aben­teuer“ die meisten poten­ziellen Leser wohl in eine falsche Rich­tung denken lässt. Primär würde ich dieses Buch aller­dings ein­deutig unter Humor ein­ord­nen. Das, wovon die Hand­lung eigent­lich lebt, sind näm­lich die kuriosen, für den Leser urkomi­schen Situ­ationen, in die Sabines Vater, genannt Schüh­chen, ständig beim ‚Beschüt­zen‘ seiner Tochter gerät. Die (tat­säch­lich in Erschei­nung treten­den) Drachen oder die große Liebe spielen nämlich nur Neben­rollen.

Den Vorgänger-Band „Der Malachitkönig“ kenne ich leider nicht. Wahr­schein­lich wären mir die handeln­den Charak­tere sonst näher bekannt gewesen, denn über deren Hinter­gründe erfährt der Leser dieses Bandes leider wenig.

Die Autorin lässt den Fokus ständig zwischen diversen Han­deln­den wechseln. Dazu gehören sowohl Sabine und ihr Vater, als auch mehrere Drachen. Das führt zu teil­weise sehr kurzen Kapiteln, die teil­weise nur ½ Seite lang sind. Das, was bei diesem Buch über­zeugen kann, ist jedoch definitiv der beson­dere Humor, der ein­deutig dazu ver­leitet, auch den 1. und den kom­men­den 3. Band zu lesen.

Fazit:

In diesem Buch treffen sich einige Genres, doch über­wiegt der Humor andere Ele­mente wie bei­spiels­weise die Fantasy-Aspekte bei weitem.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Blackwood

Lena Knodt
Blackwood

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Mann im Keller

Klappentext:

Eine rätselhafte Vergangenheit. Ein finsteres Herren­haus im Wald. Und ein Geheim­nis, das Jack und Lively an die Gren­zen ihres Ver­stan­des stoßen lässt. Eng­land, 1905: Nach der Schlie­ßung ihres ehe­mali­gen Kinder­heims erhal­ten die Zwil­linge Jack und Lively beun­ruhigende Hin­weise über ihren Vater, die sie in das kleine Dorf Westin­gate und auf die Spur seiner mysteri­ösen Ver­gangen­heit führen. Die Ant­worten auf ihre Fragen schei­nen in der dunk­len Villa Whitefir Man­sion zu liegen, doch bei den Bewoh­nern stoßen sie auf nichts anderes als Schwei­gen. Woher kannte der Haus­herr ihren Vater? Und was hat es mit den quälen­den Schreien aus dem Keller auf sich? Je näher die beiden der Wahr­heit kom­men, desto weiter ent­fer­nen sie sich von­ein­ander – und mit dem beklem­men­den Miss­trauen erwacht der Zwei­fel an ihnen selbst.

Rezension:

Die Zwillinge Jack und Lively wuchsen im Waisen­haus auf. Als sie jetzt – mittler­weile erwach­sen – erfah­ren, dass ihr Waisen­haus geschlos­sen werden soll, suchen sie es noch­mals auf. Gegen anfäng­lichen Wider­stand kann Lively erreichen, dass ihnen ihre Akte aus­ge­hän­digt wird. End­lich bietet sich die Gelegen­heit, etwas über ihre Eltern zu erfah­ren. In der Akte finden sich der Name ihres Vaters sowie Name und An­schrift des Kinder­mäd­chens, dass sie damals im Waisen­haus ablie­ferte. In ihrem Heimat­dorf ange­kom­men stoßen die Geschwis­ter jedoch auf eine Mauer des Schwei­gens.

Bei Lena Knodts Buch handelt es sich weniger um Fantasy- als viel­mehr um Grusel­litera­tur. Die darin ent­hal­tenen Fantasy-Ele­mente treten gegen­über dem Mys­terium, das die beiden Prota­gonis­ten wie auch die Leser ent­schlüs­seln müs­sen, in den Hinter­grund. Viel tiefer kann man auf dieses Thema aller­dings auch nicht ein­gehen, ohne des Rätsels Lösung zu offen­baren. Die Mystik der Geschichte beruht zu einem erheb­lichen Anteil darauf, dass das Miss­trauen im Ver­lauf der Hand­lung immer weiter wächst und sich selbst die Geschwis­ter schon bald nicht mehr gänz­lich ver­trauen. Die Auf­lösung dürfte über­raschen – zumin­dest soweit man von einer Auf­lösung reden kann, da bei wei­tem nicht alle Fragen abschlie­ßend beant­wortet werden. Speziell was die Zukunft der Prota­gonis­ten betrifft, bleibt einiges offen. Könne das viel­leicht auf eine geplante Fort­setzung hin­deuten?

Die Autorin wechselt zwischen den Perspektiven der beiden Geschwis­ter, wo­durch unter anderem auch erreicht wird, dass der Leser man­ches, was ein Teil des Prota­gonis­ten-Duos schon erfah­ren hat, genau wie der andere Geschwis­ter­teil noch nicht erfährt. Dadurch erscheint man­ches noch geheim­nis­voller, weil man nicht weiß, worauf sich die Gedan­ken des anderen Prota­gonisten nach dem nächs­ten Perspek­tiven­wechsel beziehen.

Fazit:

Dieser Gruselroman folgt einerseits klassischen Mustern, lässt die Charak­tere anderer­seits aber oft nach moder­nen Vor­stel­lungen handeln.

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Wintermaid & Höhlenbrut – 1 – Wintermaid (Hörbuch)

Klara Bellis
Wintermaid & Höhlenbrut – 1 – Wintermaid (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Sprecherin: Katja Sallay

Zwischen ‚Geist‘ und Männern

Klappentext:

Ein heiliger Auftrag führt die Jägerin Lhan ins Gebirge. Als soge­nannte Winter­maid soll sie den Winter bezwin­gen. Doch zwi­schen den Felsen lauert der Eis­geist, ein blut­rünsti­ger Men­schen­fresser. Wenn es ihr gelingt, die Bestie als Jagd­beute ins Dorf zu bringen, wird sie als Winter­bezwin­gerin gefeiert. Sollte sie schei­tern, wird die Rache des Dorfes grau­sam sein.

Schon bald wächst in Lhan der Verdacht, dass dies ihr gerings­tes Pro­blem ist.

Rezension:

Im tiefsten Winter wird eine Jungfrau in die Berge geschickt, um reiche Beute heim­zu­bringen. So ist es Tradi­tion. Wenn ihr das gelingt, wird sie geehrt, wenn nicht oder sie sich sogar ver­letzt, gilt sie als die Schande des Dorfes. Lhan ist stolz, die Aus­er­wählte zu sein. Als es ihr sogar gelingt, einen echten Eis­geist zu über­wäl­tigen, fühlt sie sich auf der Sieger­seite. Doch die raue Wirk­lich­keit holt sie schnell ein …

In ihrer Fantasy-Geschichte um die Wintermaid verarbei­tet Klara Bellis Geschlech­ter­rollen ver­gange­ner Zivi­lisat­ionen. So erfährt die Prota­gonis­tin nach ihrer Rück­kehr, dass ihr Vater sie in der Zwischen­zeit an einen alten Mann als dessen als 5. Ehe­frau ver­kauft hat. Ent­sprech­end histo­risch erscheint auch die Welt der Hand­lung. Aber auch ihre Beute scheint nicht das Monster zu sein, als das Eis­geister in ihrer Heimat gelten. Dass die Heldin der Geschichte gegen all das aufbe­gehrt, ist natür­lich zu erwar­ten. Die Ent­wick­lung der Figur ist dabei über­zeugend darge­stellt. Aller­dings endet die Story, wenn der Leser gerade das Gefühl hat, es würde gerade erst richtig los­gehen. Aber das dürfte Band 2 wohl nach­holen.

Der Stil der Autorin erweist sich als gut les- beziehungs­weise hör­bar. Auch die Hör­buch­um­setzung macht einen gelun­genen Ein­druck.

Fazit:

Diese Fantasy-Geschichte legt stärkeren Wert auf die mensch­lichen Bezie­hungen und Werte­vor­stel­lungen als auf die Fantasy-Ele­mente.

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Das Prinzessinnenspiel

Steve Cotten
Das Prinzessinnenspiel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die tote Königin

Klappentext:

Die schüchterne Karen wächst an einem entlegenen Berg­see bei ihrer Pflege­mutter auf, die ihr einige spär­liche Grund­kennt­nisse von Magie ver­mittelt. Trotz­dem ist sie unglück­lich und droht an der Ein­sam­keit zu zer­brechen. Eines Tages taucht die mutige Jelena auf und nimmt Karen mit auf ihrer Reise nach Lusan­dria. Dort wird das Prin­zes­sin­nen­spiel aus­ge­tra­gen und die Sie­gerin bekommt den Prinzen samt König­reich. Schon der Weg in das geheime Land ist voller Gefah­ren, aber die sind nichts im Ver­gleich zu den Mons­tern, denen Jelena beim Prin­zes­sin­nen­spiel gegen­über steht. Vieles erweist sich als anders, als es erscheint. Wird sich am Ende die starke Freund­schaft zwi­schen Karen und Jelena als der ent­schei­dende Vor­teil erwei­sen?

„Das Prinzessinnenspiel“ ist ein spannendes Märchen, in dem es um Freund­schaft und Selbst­behaup­tung geht. Es ist eine unge­wöhn­liche Geschichte voller über­raschen­der Wen­dungen und Einzel­schick­sale.

Rezension:

Die Königin von Lusandria, eine mächtige Frucht, wie die Magierin­nen hier genannt werden, ist gestor­ben. Dabei wurde das ganze Schloss ein­schließ­lich ihres Sohnes magisch ein­ge­froren. Laut Testa­ment soll ein Turnier statt­finden, in dem ein­ge­ladene Prin­zes­sin­nen gegen Monster kämpfen sollen, das Prin­zes­sin­nen­spiel. Der Sie­gerin fällt das ganze König­reich zu, und den Prin­zen bekommt sie zum Mann. Auch Prin­zessin Jelena, die wegen ihrer reptilien­artigen Haut die Öffent­lich­keit meidet, will teil­neh­men. Unter­wegs trifft sie Karen, die von ihrer Pflege­mutter in Magie aus­ge­bildet wird, also eine Blüte ist. Doch sie will die weite Welt sehen. Jelena hofft, dass Karen sie magisch unter­stüt­zen kann, und ver­spricht ihr im Gegen­zug den Prin­zen.

Spätestens mit dem Eintreffen der beiden Protagonistinnen am Schau­platz des Tur­niers wird es in Steve Cottens Fantasy-Aben­teuer ver­wirrend. Das betrifft aller­dings auch die han­deln­den Charak­tere, ist also durch­aus beab­sich­tigt. Genau aus dieser mit Fort­schrei­ten der Hand­lung eher zuneh­men­den Unsicher­heit, was hier eigent­lich wirk­lich vor sich geht, gewinnt diese Geschichte ihren Reiz. Für Prota­gonis­tinnen wie Leser erscheint alles wie ein großes Puzzle. Dass am Ende alles ganz anders ist, als alle Teil­nehmer­innen glauben, stellt dann wohl keine allzu große Über­rasch­ung dar. Die tat­säch­lichen Hinter­gründe, die erst sehr spät erkenn­bar werden, stellen sich aller­dings auch für den Leser als über­raschend heraus.

Der Autor folgt in seinem Buch wechselweise den beiden Prota­gonis­tinnen, wobei er stets aus Erzähler­sicht schreibt. Auch wenn der Geschichte nicht immer leicht zu folgen ist, was aller­dings zumin­dest teil­weise beab­sich­tigt sein dürfte, ent­wickelt diese damit ihren eigenen Reiz. Ob­wohl die Hand­lung weit­ge­hend abge­schlossen ist, deutet das Ende doch auf eine geplante Fort­setzung hin.

Fazit:

Dieses teilweise (wahrscheinlich absichtlich) verwirrende Fantasy-Aben­teuer kann durch­aus mit seiner ‚Anders­heit‘ punk­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Lia Sturmgold – Im Reich der Schnee-Elfen

Aniela Ley
Lia Sturmgold – Im Reich der Schnee-Elfen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Schneekugel-Gefahr

Klappentext:

Willkommen im Reich der Schnee-Elfen!

Bis eben langweilte sich Lia noch im schnarchigsten Unter­richts­fach aller Zeiten, als sie aus Ver­sehen eine Schnee­kugel zer­bricht und ein Riesen­schnee­gestö­ber aus­löst. Doch als der Schnee sich legt, sieht alles plötz­lich so ver­ändert aus. Keine Spur mehr von ihrer Lehrerin und ihrem Klas­sen­zim­mer, dafür schnee­bedeckte Berge und Wälder. Ein winter­liches Aben­teuer beginnt …

Weihnachtliche Kurzgeschichte aus der bezaubernden Elfen­welt von Lia Sturmgold.

Rezension:

Lia Sturmgold ist ein junger Mensch, besucht aber die ‚Formi­dable & All­ge­meine Elfen­schule Spring­wasser‘. Als sie wäh­rend des Unter­richts mit einer Schnee­kugel spielt, geht diese kaputt – und Lia befindet sich plötz­lich in der Welt inner­halb der Schnee­kugel.

Aniela Leys Fantasy-Kurzgeschichte wendet sich ein­deutig an junge Leser. Da es sich dabei aller­dings um einen ‚Sonder­band‘ einer Roman­reihe han­delt, fehlt ohne Kenntnis der Bücher etwas der Zusam­men­hang. Der Leser erfährt zwar, dass die Prota­gonis­tin Lia, ein Men­schen­mäd­chen, eine Elfen­schule besucht, aller­dings nicht, wes­halb oder wie es dazu kam. Die Hand­lung dieser kurzen Geschichte besteht ledig­lich darin, wie Lia heraus­findet, wohin es sie ver­schla­gen hat und wie sie zurück­findet. Denn daran, dass sie das schafft, besteht bei einer der­arti­gen Story natür­lich von Anfang an kein Zweifel.

Die Autorin schreibt in einem gut lesbaren, deutlich der Ziel­gruppe ange­passten Stil. Dass mir einige Zusam­men­hänge nicht klar sind, da ich die zugrunde­liegen­den Bücher nicht kenne, kann ich Autorin und Buch natür­lich nicht anlasten.

Fazit:

Um diese Kurzgeschichte wirklich zu schätzen, sollte man zuvor die zugrunde­liegenden Romane kennen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Wahre Schönheit: Die Reise zum Schwarzen Turm

Christian Huyeng
Wahre Schönheit: Die Reise zum Schwarzen Turm

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gesangsunterricht für Nixen

Klappentext:

Nur ein wahrer Held kann dieses Abenteuer überstehen!

Eigentlich wollte sich der Held Ilian alsbald zur Ruhe setzen. Aber sein Assis­tent Milo kann ihn zu einem letzten, glor­reichen Auf­trag über­reden: Der Magier Uzan hat allen Män­nern des Dorfes Linder­hof ihre Schön­heit gestoh­len und die ent­setzten Ehe­frauen suchen Hilfe bei dem altern­den Helden. Zusam­men mit den drei Freunden Janosch, Pieter und Franjo machen sich Ilian und Milo auf eine gefähr­liche Reise zum Schwar­zen Turm der Zau­berer. Unter­wegs lauern schreck­liche Gefah­ren und magi­sche Wesen. Können die fünf un­gleichen Reise­genos­sen ihr Ziel erreichen? Und welches dunkle Geheim­nis aus der Ver­gangen­heit bindet Ilian an den bösen Zau­berer Uzan?

Rezension:

Linderhof ist bekannt für seine schönen Männer. Das ändert sich erst, als der Zau­berer Uzan den Män­nern ihre Schön­heit stiehlt. Viel schlim­mer als die Män­ner selbst finden das aller­dings ihre Ehe­frauen. Die enga­gieren den altern­den Helden Ilian samt Gehil­fen, um ihren Män­nern die Schön­heit wieder­zu­be­schaf­fen. Und damit Ilian die Schön­heit nicht heim­lich für sich selbst ver­wen­det, schicken sie 3 der Männer, Janosch, Pieter und Franjo, gleich mit. Wird es gelin­gen, die Schön­heit zurück­zu­bekom­men?

Mit dieser kurzen Zusammenfassung ist wohl schon klar, dass es in Christian Huyengs Fan­tasy-Aben­teuer nicht allzu ernst zugeht. Das bestä­tigt sich auch, sobald die Reise los­geht. Schon bald ist nicht mehr klar, wer in der ‚Reise­gesell­schaft‘ auf wen auf­passen muss. Die Mon­ster, die ihnen begeg­nen, sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – oder was zumin­dest Ilian behaup­tet, dass sie seien. Alle Clichés von tap­feren Hel­den und mäch­tigen Zau­ber­ern werden hier kräftig durch den Kakao gerührt. Und ob die Ehe­frauen mit dem Ergeb­nis der Helden-Quest zufrie­den sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Dem Autor gelingt es, klassische Heldenreisen stilistisch über­zeu­gend zu kari­kieren. Ob­wohl die Geschichte Genre-typisch in einer mittel­alter­lich wir­ken­den Umge­bung ange­siedelt ist, werden darin auch diverse Ele­mente des moder­nen Lebens sati­risch verar­beitet.

Fazit:

Ein gelungener, augenzwinkernder Fantasy-Spaß. Ein wahres Aben­teuer für das Zwerch­fell des helden­haf­ten Lesers!

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Children of Blood and Bone – 1 – Goldener Zorn (Hörbuch)

Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone – 1 – Goldener Zorn (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Andrea Fischer
Sprecherin: Vanida Karun

Von der Devine zur Matshai

Klappentext:

Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geist­wand­ler schufen schil­lernde Träume und Seelen­fänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte ver­sieg­ten und der macht­hungrige König von Orïsha jeden ein­zel­nen Magier töten ließ.

Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem gan­zen Volk die Hoff­nung. Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurück­zu­holen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rache­durstige Geister lauern, und durch glü­hende Wüsten, die ihr alles abver­langen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Beson­ders dem Kron­prin­zen, der mit allen Mitteln ver­hin­dern will, dass die Magie je wieder zurück­kehrt…

Rezension:

Zélies Mutter starb in der Blutnacht, als König Saran alle Matshai, die magisch Begab­ten, töten ließ. Da war Zélie noch ein Kind. Jetzt ist sie 17 und will auf dem Markt der Haupt­stadt einen wert­vollen Fisch ver­kau­fen, um die Steu­ern bezah­len zu können. Dabei trifft sie auf ein gleich­altriges Mäd­chen, dass vor den Wachen des Königs flieht. Beide fliehen zusam­men, ohne dass Zélie ahnt, wem sie da hilft. Es ist Prin­zessin Amari, deren Vater gerade ihre Die­nerin und Freun­din töten ließ, weil sie genau wie Zélie eine Devine, eine uner­wachte Zau­berin war. Und sie hat ein Perga­ment bei sich, mit dessen Hilfe man alle Devine zu Matshai erwecken könnte. Zusam­men mit Zélies Bruder treten sie die Flucht an, ver­folgt von Amaris Bruder, dem Kron­prinzen, und der gesam­ten Armee.

Bevor ich näher auf das Buch eingehe, muss ich darauf hin­weisen, dass ich es als Hör­buch gehört habe. Die Schreib­weise aller Namen (mit Aus­nahme Zélies, die ja im Klap­pen­text erwähnt wird) und speziel­len Begriffe (wie Devine und Matshai) könnte also falsch sein. Die Schreib­weise man­cher Namen habe ich auch aus anderen Rezen­sionen über­nom­men, wo ich hoffe, dass sie dort korrekt wieder­gegeben sind.

Wie viele andere Fantasy-Autoren siedelt auch Tomi Adeyemi ihre Fantasy-Reihe in einer mittel­alter­lich oder zumin­dest vor­industri­ellen Umge­bung an. Anders als in den meisten anderen Geschichten des Genres sind hier aller­dings aus­nahms­los alle Charak­tere schwarz, da der (fiktive) Hand­lungs­ort in Afrika ange­siedelt ist. Eine spe­zielle Bedeu­tung für die Hand­lung bekommt das aber nicht, auch wenn immer wieder die unter­schied­lichen Dunkel­keits­stufen der Haut erwähnt werden. Wäh­rend Zélie zu Beginn im Fokus der Hand­lung steht, teilt sich die Prota­gonis­ten­rolle später auf mehrere, relativ gleich­wertige Charak­tere auf, die dann jeweils auch die Rolle eines Ich-Erzäh­lers ein­neh­men. Aus diesem Grund ist der Leser stets über die Gefühls­lage des jewei­ligen Charak­ters infor­miert, wohin­gegen diese sich teil­weise mit großem Miss­trauen begeg­nen. Typisch für den Beginn eines Mehr­teilers ist, dass sich die Prota­gonis­ten am Ende dieses Bandes in einer relativ aus­sichts­losen Lage wieder­finden.

Die Autorin erzählt ihre interessante Geschichte in einem ange­neh­men Stil, wobei einige im Genre selten vor­kom­mende Ele­mente auf­fallen. Die üblichen Fantasy-Wesen fehlen dagegen gänz­lich. Auch die Hör­buch­um­setzung kann über­zeugen. Auf die Fort­setzung, die in Schrift­form bereits liefer­bar ist, will man am Ende bestimmt nicht ver­zichten.

Fazit:

Dieses Fantasy-Abenteuer hebt sich besonders durch seine unge­wohnte Kulisse aus der Masse ver­gleich­barer Geschich­ten ab.

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