Agalstra

Anna Herzog
Agalstra

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die verfluchen Kostüme

Klappentext:
»Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak: Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!«
Durch die Mauern der alten Burg, wo Merle an einem Theater-Workshop teilnimmt, weht ein geheimnisvolles Wispern – sicher der Geist der Vergangenheit! Als Merle und ihre Freunde antike Kostüme von magischer Schönheit finden, beschließen sie, ein Stück aus einer längst vergangenen Zeit aufzuführen. Doch etwas Unheimliches liegt in der Luft: Warum überfällt Merle solch ein namenloses Grauen, wenn sie dem Burgherrn begegnet, dem alten Grafen? Warum gelingt ihnen alles wie von Zauberhand, sobald sie die Theaterkleider tragen? Und ist es wirklich noch ihr eigenes Stück, das sie da proben – oder ist es das uralte, grausame Spiel der Kostüme?

Rezension:
In den Ferien nimmt Merle zusammen mit ihrem kleinen Bruder an einem Theater-Workshop auf einer alten Burg teil. Nachdem sich schon bei der Ankunft Streit zwischen eher ‚vornehmen‘ Teilnehmern und den ‚Normalos‘ wie Merle anbahnt, werden 2 Gruppen gebildet, die jeweils ein eigenes Theaterstück erschaffen und am Ende aufführen sollen. Auf das Gewinnerteam warten Edel-Smartphones als Preis. Nachdem das Team um Merle und den sehr verschlossen wirkenden Wladimir zuerst eher planlos ist, finden sie beim heimlichen Herumstöbern im privaten Wald des Grafen, dem die Burg gehört, einen alten Eiskeller und darinnen eine Truhe mit Kostümen, die ihnen merkwürdigerweise wie maßgeschneidert passen. Sobald sie diese tragen, scheinen die alten Kleidungsstücke jedoch die Kontrolle über ihre Träger zu übernehmen. All das scheint im Zusammenhang mit einer lange vergessenen Tragödie zu stehen.
Bei Anna Herogs Jugendbuch mit Fantasy-Elementen liegen Licht und Schatten eng beieinander. Besonders gelungen erscheinen die Protagonisten, die in ihrer Darstellung, ihrem Handeln und ihrer Sprache sehr authentisch wirken. So kann man sich Kinder/Jugendliche in dem Alter (siehe unten) gut vorstellen. Auch die Handlung baut sich interessant auf und entwickeln im Verlauf eine sich ständig steigernde Spannung.
Auf der Negativliste stehen dagegen recht viele unbeantwortete Fragen sowie einige sehr konstruiert wirkende Handlungselemente. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Außer von Merles kleinem Bruder erfährt der Leser von keinem der Protagonisten das Alter. Lediglich aus einzelnen Handlungselementen kann man vermuten, dass sie wohl mindestens um die 12 Jahre alt sein müssen, eher sogar noch etwas älter. Merle fährt aber nur mit, weil ihr noch nicht ganz 7-jähriger Bruder die Teilnahme am Theater-Workshop bei der Tombola in seiner Grundschule gewonnen hat und der Vater ihn nicht alleine fahren lassen will. Wieso sollte in einer 1. Klasse aber eine Ferienaktivität verlost werden, die sich eigentlich an deutlich ältere Teilnehmer richtet? Außerdem gibt es im Buch immer wieder Textabschnitte in weißer Schrift auf schwarzem Grund, in denen sich die anscheinenden Strippenzieher der Vorfälle unterhalten. Bis zum Ende wird jedoch nicht aufgeklärt, wer beziehungsweise welche ‚Wesen‘ das eigentlich sind. Auch die Motivation des Grafen wird nie aufgeklärt.
Äußerst positiv muss dagegen die Gestaltung des Buches hervorgehoben werden. Normalerweise gehe ich selten auf Cover und sonstige Gestaltung der Bücher ein, aber hier muss es sein, denn dieses Buch ist ein echter ‚Hingucker‘. Das Cover ist in einem dunklen Metallic-Look gehalten, der eine Bühne darstellt. Der Mittelteil der Bühne ist ausgestanzt, sodass auf dem hinter dem Cover liegenden Blatt eine Landschaftsszene zu sehen ist. Komplettiert wird diese aufwändige Optik durch ein silbernes Lesebändchen.
Auch wenn der Verlag das Buch für Leser ab 10 Jahren empfiehlt, halte ich dies für deutlich zu jung angesetzt. Sowohl die Sprache als auch der Handlungsaufbau dürften die meisten Leser dieses Alters überfordern.
Die interessante Handlung und die sehr authentisch gelungene Charakterdarstellung der Hauptpersonen dieser jugendlichen Urban-Fantasy-Geschichte führen dazu, dass ich trotz der genannten Mängel einen positiven Gesamteindruck des Buches gewann und es Genre-Fans durchaus empfehlen kann.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch punktet mit sehr realistischen Charakteren und einer äußerst aufwändigen Gestaltung.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der schon in seiner bisherigen Fassung von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Phantasma Goriana

Markus K. Korb
Phantasma Goriana

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Zwischen Versailles und Schlachthof

Klappentext:
Wenn Disneyland von Zombies überrannt wird …
Wenn im Bauch eines gestrandeten Wals das Wimmern eines Säuglings zu hören ist …
Wenn ein Milliardär im Dschungel auf Kannibalen trifft …
Wenn der Sänger einer Rockband von der Liebe der Fans überwältigt wird …
Wenn im Garten von Versailles ein Toter gefunden wird …
Wenn eine Vegetarierin gezwungen wird im Schlachthof zu arbeiten …
… dann ist die Zeit reif für die Trugbilder von »Phantasma Goriana«!
Mehr als zwanzig Erzählungen, Novellen und Gedichte aller Spielarten der Phantastik: Science Fiction, Fantasy, Horror. Mit einem Nachwort von Arthur Gordon Wolf und einem Vorwort des Autors

Rezension:
Eine Anthologie voller Trugbilder. Von einem historischen Handelsschiff auf dem Mittelmeer über den Hof des Sonnenkönigs bis in einen modernen Schlachthof führen diese den Leser. Der Schwerpunkt der Kurzgeschichten aus der Tastatur Markus K. Korbs liegt dabei eindeutig bei Horror und Grusel. Gewürzt wird dieser von etwas Fantasy und einer Prise SciFi. Wenn man bedenkt, dass alle enthaltenen Geschichten der Phantasie eines einzigen Autors entsprungen sind, muss man sich allerdings über das erstaunlich differierende Qualitätsniveau wundern. Während vor allem einige der längeren Beiträge wie „Flucht aus der Unterwasserstadt“, eine dystopische SciFi, „Der Tod in der Orangerie“, ein historischer Fantasy-Krimi, „Das Auge der finsteren Stadt“, ebenfalls SciFi, oder „Die Spur der schwimmenden Särge“, eine historische Urban Fantasy, überzeugen können, trifft dies speziell auf einige der kürzeren Geschichten leider weniger zu. Besonders bei den beiden enthaltenen Gedichten („Der Weidebaum am Fluß“ und „Mein modriges Wasserpferd“) kann sich mir die zugrundeliegende Idee nicht erschließen. Viele der anderen Kurzgeschichte können zwar mit einer durchaus interessanten Idee aufwarten, diese in ihrer Kürze aber nicht gänzlich überzeugend an den Leser bringen. So hinterlässt dieses Buch trotz der routinierten Schreibweise des Autors einen durchaus gemischten Eindruck. Speziell die oben namentlich genannten etwas ausführlicheren Geschichten, die durch ihre relative Länge einen erheblichen Teil des Buches einnehmen, lassen den Kauf für Genre-Fans aber trotzdem lohnend erscheinen.

Fazit:
Trugbilder aus allen Nischen der Phantastik sind hier versammelt, wobei speziell die etwas ausführlicheren das Lesen lohnen.

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Verborgene Wesen IV

Iolana Paedelt, Ralf Kor, Laura Noll, Detlef Klewer, Thorsten Schmidt
Verborgene Wesen IV

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Keine lieben ‚Tierchen‘

Klappentext:
Verborgen vor dem Menschen und der wissenschaftlichen Entdeckung existieren auf unserer Welt noch Wesen, die man allenfalls dem Reich der Mythen und Legenden anrechnet. Wesen, die sich erfolgreich in einer Welt behaupten, die von Menschen dominiert wird. Einige sehr zurückgezogen in entlegenen Lebensräumen, andere verbreiten unter den Menschen Angst und Schrecken, um sich gegen diese zu verteidigen.
Folgen Sie den Autoren, wenn sich diese auf die Fährte dieser verborgenen Wesen begeben.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
„Jonah“ von Iolana Paedelt
„Süßes Blut“ von Ralf Kor
„Der Camazotz“ von Laura Noll
„Auf der Suche nach dem Oingobonk“ von Detlef Klewer
„Der Hügel“ von Thorsten Schmidt
Ob in den Tiefen des Ozeans, in der Umgebung des eigenen Wohnortes oder sogar im eigenen Garten, überall stoßen die Protagonisten der hier versammelten Kurzgeschichten auf sagenhafte Wesen. Gemeinsam ist all diesen ‚Tierchen‘, dass sie den sie begegneten Menschen nicht besonders freundlich gesinnt sind. So verwundert es nicht allzu sehr, dass 4 der in dieser Anthologie enthaltenen 5 Kurzgeschichten einen eher negativen Ausgang haben. Welches Zusammentreffen zu einem positiven Ausgang führt, wird hier natürlich nicht verraten.
Den Autoren gelingt es überwiegend, weniger bekannte kryptozoologische Tiere als Antihelden ihrer Geschichten ‚zu engagieren‘. Abgesehen von der Seeschlange waren mir alle vorkommenden Fabelwesen bisher unbekannt. Auch sonst waren mir die zugrundeliegenden Ideen weitgehend neu – etwas, was man im (Urban-)Fantasy-Genre nicht sehr oft behaupten kann. Der einzige erwähnenswerte stilistische Fehlgriff, der auffällt, ist, dass eine der Kurzgeschichten aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten erzählt wird, der am Ende stirbt. Wie konnte er dann von seinen Abenteuern inklusive dem eigenen Tod berichten?

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Anthologie mit zahlreichen Horror-Elementen bewegt sich überwiegend abseits ausgetretener Pfade.

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Der zweite Schatten

Sabine Bürger
Der zweite Schatten

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Der gute Rat

Klappentext:
Ein zu realer Traum
Schon als Junge war Ulli begeistert von Autos. Kein Wunder, dass er – gerade volljährig und seinen Führerschein in der Tasche – als Kraftfahrer bei einem Tourismusunternehmen anheuert. Kurz vor einer Reise ins Gebirge wird er nächtelang von heftigen Alpträumen geplagt – bis der Reisetag plötzlich ansteht …

Rezension:
Als begeisterter Fahrer hat Ulli bei einem Busunternehmen genau den passenden Arbeitsplatz gefunden. Auf seine 1. größere Tour freut er sich schon lange. Doch plötzlich bekommt er alptraumartige Visionen. Sollte er vielleicht doch lieber auf die Fahrt verzichten?
Da das Cover von Sabine Bürgers booksnack vom Verlag mit dem Lable „Spannung“ geschmückt wird, dürften die meisten Leser einen Kurzkrimi erwarten, denn dieses Genre ist in dieser Reihe relativ häufig vertreten. Beim Lesen stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei dieser Geschichte vielmehr um Mystery handelt.
Die Autorin baut die Spannung in ihrer aus der Ich-Perspektive erzählten Kurzgeschichte gut auf. Allerdings wirkt das Geheimnis, dass Ullis Eltern ihm schließlich offenbaren, doch etwas unglaubwürdig. Wieso sollten sie ihm diese Information während seiner gesamten Kindheit und Jugend vorenthalten haben?

Fazit:
Eine unterhaltsame kurze Mystery-Story, die durch das Lable „Spannung“ allerdings falsche Erwartungen weckt.

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Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

Hubert H. Simon
Die Abenteurer – 1 – Das magische Auge

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Forscher als Schatzsucher

Klappentext:
DIE ABENTEURER – AUF DEN SPUREN DER VERGANGENHEIT:
Auch in unserer modernen Welt gibt es unzählige Rätsel. So ist bis heute das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks ungelöst. Auch wurde bisher noch kein Hinweis auf die Existenz von Atlantis gefunden. Und welche Vorgänge verbergen sich hinter der Entstehung von Kornkreisen? Können tatsächlich alle UFO-Sichtungen auf optische Täuschungen zurückgeführt werden? Und gibt es irgendwo nicht doch ein „El Dorado“ zu entdecken?
Diesen und vielen anderen Rätseln sind die Abenteurer Thomas Ericson und Gudrun Heber auf der Spur. Egal, ob als dynamisches Duo oder in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen des A.I.M.-Teams, sie entschlüsseln antike Hinweise, erkunden atemberaubende Orte und bestehen tödliche Gefahren.
Doch nicht nur sie haben es auf die vergessenen Geheimnisse abgesehen. Verfolgt vom mysteriösen Professor Karney hetzen die Forscher über den ganzen Globus. Und dabei entpuppt sich ihr größenwahnsinniger Verfolger schnell als intelligenter Gegner: berechnend, eiskalt und immer tödlich …

DIE ABENTEURER – FOLGE 1: DAS MAGISCHE AUGE:
Bei einem Brand auf der Pazifikinsel Gardner wird eine bislang unerforschte Pyramide freigelegt. Die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber machen sich auf, ihre Geheimnisse zu lüften. Schnell ist klar, dass es hier weit mehr als eine alte Ruine zu entdecken gibt.
Doch sie begeben sich in höchste Gefahr. Denn in der Tempelanlage erwarten sie nicht nur ungeahnte Reichtümer und nie endender Ruhm, sondern auch tödliche Fallen, riesige Tempelwächter und ein uralter Mayafluch …
Und es kommt noch schlimmer: Auch der mysteriöse Professor Karney versucht, die alten Kostbarkeiten an sich zu reißen und das verlorengegangene Wissen für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und Karney hat bereits einigen Vorsprung …
Die Abenteurer – Auf den Spuren der Vergangenheit: Ein rasanter Trip an atemberaubende Orte der Menschheitsgeschichte. Ein Wettlauf um nie endenden Ruhm, unermesslichen Reichtum und längst vergessene Geheimnisse. Spring auf und entdecke zusammen mit den Abenteurern die Rätsel der Vergangenheit!
Ein Muss für Fans von Indiana Jones, Clive Cussler und Matthew Reilly!

Rezension:
Als auf einer Insel im Pazifik überraschend eine Pyramide entdeckt wird, wollen die beiden Wissenschaftler Thomas Ericson und Gudrun Heber diese unbedingt schnellstmöglich untersuchen. Sie ahnen nicht, dass die Insel bereits in grauer Vorzeit vor rund 5000 Jahren von Angehörigen heute beinahe vergessener Völker besucht wurde. Schnell müssen die beiden Forscher jedoch feststellen, dass das Objekt ihrer Begierde von unerwarteten Wächtern beschützt wird.
Wow, der ‚Klappentext‘ dieses eBooks erreicht beinahe die Länge mancher Kurzgeschichte – und ist damit deutlich länger als meine Rezension. Sowohl dieser als auch das Cover lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei „Die Abenteurer“ um eine Art eBook-Heftroman-Reihe handelt. Leider muss man feststellen, dass die Rückblicke in ferne Vergangenheit die interessantesten Abschnitte dieses Abenteuers darstellen, während die Gegenwartshandlung fast jedem nur denkbaren Cliché, das man mit Heftroman-Abenteuern assoziieren könnte, entspricht. Anders ausgedrückt: eine Handlung nach Schema F. Auch wenn nach Abschluss dieses Bandes noch nicht alle Zusammenhänge aufgeklärt sind und dieser in einem klassischen Cliffhanger endet, hält sich die Lust, der Geschichte im nächsten Band weiter zu folgen, in Grenzen.

Fazit:
Die an sich brauchbare Idee wird leider von einer lustlosen Umsetzung nach Schema F zunichtegemacht.

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FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

Annika Bützler, Jeanette Lagall, Daniel Möller, Agnes M. Holdborg, Kathrin Schröder, R.P. Hochkogler, Sabine Hentschel, Robin Lang, Curly Glander
FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Von allem etwas

Klappentext:
Jetzt wird es zauberhaft. Gar magisch und ebenso tierisch vergnügt. Folgt der FanZauber Familie an einen zauberhaften Ort unterhalb des Meeresspiegels und erlebt einen humorvollen vierten Frühling. Entdeckt, dass Liebe keine Grenzen kennt und Freundschaft überall zu finden ist. Stellt fest, dass man sich jederzeit verlieben kann, auf so unterschiedlichen Ebenen, und dass scheinbar wehrlose Kinder bösen Mächten trotzen können. Geht mit Zauberwesen, Elfen oder Zwerg Nase auf Reisen und macht euch auf die Suche nach legendären Schätzen. Erlebt, wie auch Machos sich unsterblich verlieben können, und dass das Leben ohnehin die schönsten Liebesgeschichten schreibt. Hier treffen Genres, wie Märchen, Romantik und Fantasy, aufeinander und ergeben einen wunderbaren Geschichten-Zauber.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Ein zauberhafter Ort – Annika Bützler
Aller guten Dinge sind fünf! – Agnes M. Holdborg
E.V.A – Liebe auf hohem Level – Daniel Möller
Der Zauber des Lebens – Sabine Hentschel
Alle seine Farben – Robin Lang
Der Alte Zauberer und seine Kinder – Kathrin Schröder
Reisefieber – Agnes M. Holdborg
Der Schatz des Holm – R. P. Hochkogler
Ein Wettkampf für die Liebe – Sabine Hentschel
Neulich bei Hollie´s – Curly Glander
Der Zauberer Wettkampf – Kathrin Schröder
Das Herz der Stadt – Jeanette Lagall
Zwerg Nase – Kathrin Schröder
In dieser Anthologie stellen sich Autoren ihren (potenziellen) Lesern vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Kurzgeschichtensammlungen ist diese jedoch nicht auf ein bestimmtes beziehungsweise mehrere ähnliche Genres begrenzt, sondern sehr weit gefächert. So reicht das Themenspektrum von Märchenadaptionen über Fantasy und Beiträgen, die man wohl am ehesten unter Gegenwartsliteratur einordnen könnte, bis hin zu Liebesgeschichten. Daher wird es wohl kaum einen Leser geben, der sich für alle enthaltenen Geschichten gleichermaßen interessiert. Aus diesem Grund fällt es mir auch sehr schwer, ein gerechtes Urteil über dieses Buch zu fällen. Dass speziell die Liebes- und Gegenwartsgeschichten nicht meinen Geschmack treffen, sagt natürlich wenig über deren Qualität aus, zumal der Stil einiger dieser durchaus überzeugen kann.
Regelmäßige Leser meiner Rezensionen wird es dagegen kaum wundern, dass mein Interesse besonders den Fantasy-Geschichten galt, von denen mich besonders „Ein Wettkampf für die Liebe“ sowie „Der Schatz des Holm“ überzeugen konnten. Während bei letzterer mit Bewusstseinsebenen gespielt wird und sich erst im Lauf der Handlung herausstellen muss, welche davon real ist, begibt sich erstere ins Reich der Drachen. Romantik steht dabei weit weniger im Vordergrund als der Titel vermuten (oder auch befürchten) lässt.
Alle, die mal einen Blick über den Tellerrand ihres Lieblingsgenres werfen möchten, könnten in dieser Anthologie eine Anregung finden.

Fazit:
Freunde des Quer-Beet-Lesens können hier relativ unbekannte Autoren unterschiedlichster Genres kennenlernen.

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Die Rache des Dr. Lackmöller

Kristin Lange
Die Rache des Dr. Lackmöller

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Schwesterchens Ex

Klappentext:
Eine unheimliche, phantastische Kurzgeschichte
Dass seit Jahrhunderten die ruhelosen Geister der Verstorbenen uns heimsuchen, ist wohl jedermann bekannt. Aber hätten Sie gewusst, dass auch die Seelen verlassener und verspotteter Liebhaber uns mit ihren Rachegelüsten verfolgen? Zwischen diesen Tagebuchzeilen lauert das Grauen!

Rezension:
Im Haus gehen merkwürdige Sachen vor sich. Zuerst taucht eine übergroße Motte auf, dann berichtet die Schwester am Telefon, dass sie ihr Ehemaliger als Computervirus heimgesucht hätte. Wie konnten sie alle diesen Dr. Lackmöller nur so verärgern?
Diese Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe entführt ihre Leser in die Welt der Heimsuchungen. Dabei bedient sich Kristin Lange des Stilmittels, die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen zu erzählen. Leider fehlt dieser humorvollen Gruselgeschichte das letzte Etwas, um vollends zu überzeugen, was schade ist, da die Idee durchaus Potenzial für eine Top-Geschichte hätte und auch der Stil angenehm lesbar ist..

Fazit:
Grusel mit Augenzwinkern – aber in der Idee hätte mehr Potenzial gesteckt.

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Prozession ins Totenmoor

Rolf Michael
Prozession ins Totenmoor

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Das Rätsel von Durham

Klappentext:
Niemand ahnt, dass die Bewohner des keinen verschlafenen Ortes Durham ein grausiges Geheimnis bewahren: die Prozession ins Totenmoor.
Nacht für Nacht locken bleiche Geister mit ihren unheimlichen Stimmen ihre unvorsichtigen, neugierigen Opfer ins verhängnisvolle Moor. Keiner weiß, was dort geschieht, denn niemand, der den Geistern folgte kam jemals zurück.
Doch eines Tages tauchte die junge, ehrgeizige Reporterin Jane Sullivan auf. Sie möchte einen sensationellen Bericht über den Spuk von Durham schreiben. Denn sie glaubt, dass es nur das ist – ein Spuk. Sie vermutet, dass hier jemand sein Unwesen treibt, der Besucher für den Or“t fernhalten möchte. Deshalb beschließt sie, dem geheimnisvollen Geisterzug ins Moor zu folgen …
Gelingt es ihr, das Mysterium ums Totenmoor zu lüften, oder hören die Bewohner von Durham in dieser Nacht auch ihren qualvollen Todesschrei?

Rezension:
Als die Reporterin Jane erfährt, dass im kleinen Dorf Durham allnächtlich seltsames vor sich geht, beschließt sie, den Ort zu besuchen. Eine gut recherchierte Spuk-Story könnte ihre Kariere sicher voranbringen. Bevor sie – wie so viele Leute vor ihr – spurlos verschwindet, kann sie ihrer Freundin, einer Privatdetektivin, noch eine Nachricht zuspielen. Diese macht sich umgehend auf den Weg, um zu ergründen, was die Dörfler mit dem Verschwinden-lassen auswärtiger Besucher verbergen wollen, denn an wahren Spuk glaubt sie nicht im geringsten.
Damit, die anfängliche Hauptprotagonistin mitten in der Geschichte aus der Handlung ausscheiden zu lassen und durch eine neue zu ersetzen, geht Rolf Michael einen in der Literatur recht selten benutzten Weg. Dies trägt durchaus dazu bei, diese kurze Horror-Geschichte spannend zu halten, da sich der Leser natürlich fragt, ob sich die Handlung um die Journalistin jetzt in ähnlicher Form mit ihrer Freundin wiederholt.
Auf der Negativ-Seite muss man diesem Werk allerdings einen Fehler anlasten, auch wenn dieser in sehr vielen, in Großbritannien handelnden Büchern und Filmen immer wieder wiederholt wird. Obwohl das Dorf sich mehrere Stunden Autofahrt von London entfernt befindet, ist immer wieder von Scotland-Yard-Beamten die Rede, die bisherige Vermisstenfälle zu den Akten gelegt haben, und denen die Detektivin die überführten Dorfbewohner zu übergeben gedenkt. Anscheinend hat sich unter nicht-britischen Autoren immer noch nicht herumgesprochen, dass Scotland Yard (in aktuellerer Zeit korrekt gesagt New Scotland Yard) nur die Zentrale und ‚Chefetage‘ der Londoner Metropolitan Police ist und außerhalb Londons weder Zuständigkeiten noch Befugnisse hat.
Trotz dieser Schwäche bildet die „Prozession ins Totenmoor“ Freunden des Horror-Genres eine durchaus lohnende Unterhaltung.

Fazit:
Diese kurze Gruselgeschichte geht vom Handlungsaufbau her außergewöhnliche Wege.

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Der Seelenspiegel

Jana Engels
Der Seelenspiegel

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Der Weg der Seelen

Klappentext:
Was tun, wenn die Welt völlig aus den Fugen gerät?
Das Leben der Zwillinge Malte und Niklas ändert sich von einem Tag auf den anderen schlagartig: In dem beschaulichen Touristenort Kyllbenden sollen sie im Haus ihrer Tante den Tod der Mutter verarbeiten. Doch nur wenige Tage nach ihrer Ankunft ereignen sich seltsame Dinge im örtlichen Museum: Die kleine Annie wird bewusstlos aufgefunden – direkt vor dem großen Spiegel im hintersten Ausstellungsraum. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel.
Zusammen mit Annies Schwester Sarah gehen Malte und Niklas den Ereignissen auf den Grund und müssen feststellen, dass nicht alles in Kyllbenden so ist, wie es scheint. Die Geister der Vergangenheit scheinen die Menschen im Ort heimzusuchen … und schon bald befinden sich nicht nur die Zwillinge in akuter Gefahr.

Rezension:
Nach dem Krebstod ihrer Mutter bricht für Malte und Niklas die Welt zusammen. Da sich ihr Vater in den Alkohol flüchtet, nimmt ihre Tante die 16-jährigen Brüder vorübergehend auf. Sie hofft, dass sich die beiden in ihrem abgelegenen Dorf besser als in der Großstadt sammeln können. Nach dem Schock, hier nicht mal ein funktionierendes Mobilfunknetz zu finden, fangen die Zwillinge an, sich langsam einzuleben. Vor allem mit der gleichaltrigen Tochter des örtlichen Museumsbetreibers, Sarah, verstehen sie sich schnell gut. Doch bei der Eröffnung der neuen Ausstellung passiert es: Sarahs kleine Schwester liegt ohne ersichtlichen Grund bewusstlos vor dem Prunkstück ebendieser Ausstellung, einem historischen Spiegel. Sollte wirklich etwas an den Gruselgeschichten sein, die die alten Leute im Dorf erzählen?
Beim im Klappentext erwähnten Handlungsort Kyllbenden könnte man zunächst an Irland denken. So ging es zumindest mir. Wie sich herausstellt, liegt dieser (fiktive) Ort jedoch in der Eifel. Hier siedelt Jana Engels ihre Urban-Fantasy- oder sogar eher Gruselgeschichte um die 16-jährigen Kölner Zwillinge an. Das Hauptthema der kurzen Geschichte ist dabei – wie sich allerdings erst im Laufe dieser herausstellt – der Tod. Vom noch frisch im Gedächtnis präsenten der eigenen Mutter sensibilisiert, wollen die Jungen dem todesähnlichen Zustand des kleinen Mädchens verstehen – und dessen tatsächliches Sterben damit verhindern. Ein paar zusätzliche Informationen zu den Personen (speziell der Zwillinge und ihrer neuen Freundin Sarah) würden dem Leser allerdings helfen, die konkreten Handlungen besser nachvollziehen zu können. Im Endeffekt stellt sich diese Geschichte als relativ tiefsinniges Grusel-Abenteuer heraus.

Fazit:
Dieses Grusel-Abenteuer um das Sterben spricht nicht nur (relativ) junge Leser an.

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Andor – 1 – Rätsel der Vergangenheit

Dan Gronie
Andor – 1 – Rätsel der Vergangenheit

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Wer ist Andor?

Klappentext:
Nach einem Unfall hat der Redakteur Bill Clayton sein Gedächtnis verloren. Auf der Suche nach seiner wahren Vergangenheit tauchen stets neue Rätsel auf. Dabei gerät er immer tiefer in ein Netz mysteriöser Ereignisse. Der Geheimdienst beschattet ihn, und ein Fremder will ihn töten. Seine Recherchen führen ihn nach München, wo er seiner Bestimmung folgen und den Kampf gegen außerirdische Mächte aufnehmen muss.

Rezension:
Nachdem er eines Morgens aus einem Albtraum erwacht, quälen Bill immer wieder eigenartige Träume. Als sich dann jedoch auch in der Realität unerklärliche Vorfälle häufen, kommt ihm mehr und mehr der Gedanke, seine Träume könnte mehr als solche sein. Erschwerend kommt hinzu, dass Bill vor ein paar Jahren bei einem Unfall sein Gedächtnis verlor und er absolut nichts über sein Leben davor weiß. Als Redakteur einer Zeitung nutzt er die sich bietende Gelegenheit, beruflich zu den mysteriösen Vorfällen zu ermitteln. Vielleicht kann er dabei ja auch etwas über sich selbst herausfinden.
Mit „Rätsel der Vergangenheit“ präsentiert Dan Gronie den Auftaktband seiner neuen Science-Fiction-Reihe „Andor“. Im Mittelpunkt steht der britische Zeitungsredakteur Bill Clayton, der zunehmend ins Zentrum mysteriöser Ereignisse gerät, die im Zusammenhang mit seiner eigenen, ebenso mysteriösen Vergangenheit stehen könnten. Nach dem Prolog beginnt das Buch recht gemächlich. Erst nach mehreren Kapiteln nimmt die Handlung Fahrt auf, um zum Ende hin immer spannender zu werden. Dann ist es aber auch schon zu Ende, ohne wirkliche Antworten zu liefern. Für diese muss sich der Leser wohl oder übel auf die folgenden Bände vertrösten.
Die vom Protagonisten in der 1. Person erzählte Geschichte verwirrt anfangs stellenweise, weil der Leser genau wie Bill selbst nicht immer weiß, was Traum und was Wirklichkeit ist. Mit Fortschreiten der Handlung gewöhnt man sich jedoch zunehmend an diesen Stil, der einen dann immer mehr fesselt. Gemeinsam mit dem Helden der Geschichte fängt der Leser langsam an, die Zusammenhände zu erahnen. Dabei ist letzterer bedingt durch die Kenntnis des Prologs gegenüber Bill etwas im Vorteil. Inwieweit diese Ahnungen sich als wahr herausstellen, muss sich natürlich in den kommenden Bänden zeigen.
Nicht verschwiegen werden soll, dass die Handlung an ein paar kleineren Unlogiken krankt, die sich nicht aus den Mysterien der Geschichte erklären lassen. Wenn ein britischer Redakteur beispielsweise in einem Londoner Café mit einem ebenfalls britischen Detektiv über dessen Honorar verhandelt und dabei ausschließlich die Währung Euro zur Sprache kommt, wirkt das auf den Leser zumindest verwirrend.

Fazit:
Genre-Fans werden von dieser Science-Fiction-Thriller-Reihe sicher nicht enttäuscht werden.

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