Kingswood Castle Academy – 2 – Das Zeichen der Götter

Alexandra Fuchs
Kingswood Castle Academy – 2 – Das Zeichen der Götter

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Väter

Klappentext:

Laurie kommt auf Kingswood Castle nicht zur Ruhe. Zwar weiß sie nun, was das Geheim­nis hinter Maris und den Elite­schülern ist, doch keiner kann sich erklären, warum ihre neue Freun­din Kira plötz­lich ver­schwun­den ist. Laurie macht sich mit den Royals auf Spuren­suche und gleich­zeitig muss sie auch noch ihre neuen Kräfte trai­nieren, vor denen sich Laurie jedoch insge­heim fürchtet. Zu allem Über­fluss wird in Kings­wood Castle einge­brochen. Warum ausge­rechnet jetzt? Hat es etwas mit Kiras Ver­schwin­den zu tun? Nicht einmal Maris kann Laurie beruhi­gen, denn obwohl sie sich weiter­hin näher­kommen, spürt sie, dass er etwas vor ihr verbirgt. Dann erfährt Laurie etwas, dass ein ganz neues Licht auf Kiras Ver­schwin­den wirft. Kann sie ihre Freun­din retten und die Schule beschüt­zen?

 

Rezension:

Seit klar ist, dass sie auch eine Halbgöttin ist, wird Laurie von den ‚Royals‘ akzep­tiert. Alles kon­zen­triert sich jetzt auf die Frage, was mit Kira ist. Wurde sie ent­führt, oder ist sie einfach weg­gelaufen? Doch dann scheint ein Ein­brecher in der Schule sein Un­wesen zu treiben. Anschei­nend hat er es speziell auf die Geheim­nisse der Halb­götter abge­sehen. Und der Direktor scheint auch etwas zu ver­bergen. Ist er etwas ein Ver­räter?

Band 2 aus Alexandra Fuchsʼ Jugend-Urban-Fantasy-Reihe setzt erwartungs­gemäß da an, wo Band 1 („Der Fluch der Götter“) endete. Für die Prota­gonistin Laurie ändert sich einiges. Außer den aktu­ellen Proble­men bewegt sie auch die Frage, welcher ihrer ver­stor­benen Eltern­teile der gött­lichen Linie ent­stammte. Logik­lücken, wie ich sie bei Band 1 bemäng­elte, sind diesmal nicht fest­zustellen. Genau wie für die Prota­gonistin ist es auch für den Leser jetzt weit­gehend ver­ständ­lich, was sich am Inter­nat abspielt. Statt­dessen sind die offenen Fragen jetzt weit­gehend klar erkenn­bar. Für die Lösungen trifft dies natür­lich keines­falls zu. Der Roman­tasy-Aspekt tritt in diesem Band nicht so stark in Erschei­nung, wie es beim Vor­gänger der Fall war.

Natürlich überlässt es die Autorin auch weiterhin ihrer Prota­gonistin, die Gescheh­nisse in der Ich-Form zu berich­ten. Der Schreib­stil ist sowohl fesselnd als auch gut lesbar. Stellte sich am Ende von Band 1 noch die Frage, in wel­cher Rich­tung sich die Geschichte weiter bewegt, ist diesmal recht klar erkenn­bar, welchen grund­sätz­lichen Weg Band 3 (wahr­scheinlich) ein­schlagen wird.

 

Fazit:

Das Abenteuer der jungen Halbgötter nimmt eine interes­sante Wen­dung. Der Roman­tasy-Anteil fällt dabei dies­mal dezenter aus.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Leroy Phoenix – 1 – Über Luft und Schatten

Karsten Zingsheim
Leroy Phoenix – 1 – Über Luft und Schatten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ordensritter und Vampirin

Klappentext:

Schwarzmagische Ritualmorde halten die übersinnliche Gesell­schaft von London in Atem. Der Luft­elemen­tarist Leroy Phoenix wird vom Hohen Rat beauf­tragt, alles in seiner Macht stehende zu unter­nehmen, um den Übel­täter zu finden. Doch je tiefer er gräbt, desto undurch­dring­licher wird das Dickicht der Intrigen und desto weiter muss er die Grenzen seiner eigenen Moral­vorstel­lungen dehnen.

Die Grenze zwischen Freund und Feind verwischt zuneh­mend. Letzt­end­lich stellt sich eine ent­schei­dende Frage: Wie sehr darf er sich selbst ver­lieren, um seinen Hals aus der Schlinge einer töd­lichen Intrige zu ziehen?

 

Rezension:

Leroy Phoenix gehört als Magier des Elements Luft der magi­schen Gesell­schaft Londons an, ver­dient sein Geld aber damit, als Fantasy getarnte Bücher für nor­male Menschen zu schreiben. Mit dem Wächter­rat steht er auf Kriegs­fuß. Des­halb wundert es ihn auch, als er ‚gebeten‘ wird, einen magi­schen Ritual­mord aufzu­klären. Will ihn der Rats­vorsitzende herein­legen? Leroy ist sich nicht sicher, wem er trauen kann. Oben­drein gefällt es der mensch­lichen Polizei auch nicht besonders, dass ein Außen­stehender sich für einen unge­klärten Fall interes­siert.

London ist fast so etwas wie die Welthauptstadt der Urban Fantasy. Auf­fällig viele der­artige Geschichten sind hier ange­siedelt. Auch Karsten Zingsheim behei­matet seine neue Urban-Fantasy-Reihe beziehungs­weise deren Prota­gonisten hier. Ausnahms­weise und fast schon unty­pisch für das Genre ist der Prota­gonist kein ‚Normalo‘, der in die magi­sche Welt hinein­stolpert, sondern ein seit Genera­tionen altein­geses­sener Magier, der sich in beiden Welten auskennt. Das Magie­bild unter­scheidet sich in manchen Punkten vom Gewohnten. Während Vampire und Wer­wölfe zum üblichen ‚Personal‘ des Genres gehören, unter­teilen sich die Magier in Elemen­taristen der verschie­denen Elemente, Negro­manten und Druiden. Die genauen Unter­scheidungs­merkmale werden im vor­liegenden 1. Band aller­dings noch nicht gänzlich klar.

Die Zusammenhänge der Geschichte bleiben lange undurch­sichtig, was aber Teil der Hand­lung ist. Die Auf­lösung der Zusam­men­hänge und Machen­schaften geht dann fast etwas zu schnell. Hier muss der Leser gut auf­passen, um alles zu ver­stehen. Aller­dings dürfte dieser Band natür­lich auch zu erheb­lichen Teilen dazu diesen, die Charak­tere kennen­zulernen, die einem in folgenden Bänden wahr­scheinlich noch näher­gebracht werden. Vieles deutet darauf hin, dass beispiels­weise eine Vampirin und eine (mensch­liche) Poli­zistin noch größere Bedeu­tung erlangen dürften.

Der Autor belässt der Erzählfokus stets auf dem Prota­gonisten und Titel­helden Leroy Phoenix. Erzählt wird dabei aus Beobachter­perspektive.

 

Fazit:

Ein interessanter Einstieg in eine Urban-Fantasy-Reihe über eine magi­sche Unterwelt Londons, erzählt aus magi­scher Perspek­tive.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

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Die Wächter von Magow – 1 – Rendezvous mit dem Rattenkönig

Regina Mars
Die Wächter von Magow – 1 – Rendezvous mit dem Rattenkönig

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Singen nicht vergessen!

Klappentext:

Besoffene, Schlägereien, besoffene Schlägereien: Als Barkeeperin ist Sofie an einiges gewöhnt. Nur nicht an drei mit Schwer­tern Bewaffnete, die in ihren Club stürmen und gegen ein Ratten­monster kämpfen. Eigent­lich wollte sie nur in Ruhe vor ihrer Ver­gangen­heit davon laufen, jetzt steckt sie bis zum Hals im Kampf gegen eine abscheu­liche Bestie, die alles bedroht, was ihr geblie­ben ist.

Aber nicht mit Sofie! Sie wird es diesem Ratten­könig zeigen. Selbst, wenn sie dafür Hilfe in An­spruch nehmen muss, die äußerst frag­würdig ist: Ein hasen­zähniger Vampir und eine Wer­wölfin, die kein Blut sehen kann, sind nur der Anfang. Denn Sofie hat das best­gehütete Geheim­nis der Haupt­stadt ent­deckt: Magow, den magi­schen Bezirk Berlins, in dem zuge­zogene Elfen pöbeln und Ein­hörner fleisch­fressende Bestien sind.

Enthält: Magie, Monster und viel zu viele Ratten

 

Rezension:

Ihr Job in einem Club ist eigentlich zu Sofies Zufrieden­heit. Dass ihr Chef ihr die Arbeit über­lässt, um sich in Hinter­zimmer mit Besucher­rinnen zu amü­sieren, stört sie nicht weiter. Als sie bei einem Besucher jedoch ein scharfes Schwert entdeckt, schlagen ihre Alarm­glocken an. Komisch nur, dass außer ihr anschei­nend nie­mand die Waffe sehen kann. Bevor Sofie jedoch dazu kommt, das auszu­disku­tieren, wird der Club von Ratten über­schwemmt. Dass sie plötz­lich von Vampiren, Wer­wölfen und noch merk­würdig­eren Wesen umgeben ist, stellt Sofies Leben nach­haltig auf den Kopf.

Mit „Die Wächter von Magow“ legt Regina Mars eine Urban-Fantasy-Reihe mit betont humor­vollem Unter­ton vor. Darin werden Prota­gonistin und Leser nach Berlin-Magow entführt. Berlin-Magow? Berlin-Mitte, Berlin-Köpenik oder Berlin-Charlot­ten­burg sind ja allge­mein bekannt. Auch Berlin-Tegel oder Berlin-Lichten­berg kennt man. Zur Not sogar Berlin-Pankow, Berlin-Kreuz­berg oder Berlin-Spandau. (Verzei­hung! Ich meinte natür­lich Spandau bei Berlin.) Aber Berlin-Magow? Diese Unkennt­nis kann natür­lich nur an einem fehlen­den Magie-Gen liegen, denn Magow ist der magi­sche Stadt­teil Berlins, den man natür­lich nur mit den entsprech­enden Voraus­setzungen und gehei­men Infor­mationen betreten kann. Hätte ich nicht bereits erwähnt, dass das Buch humor­voll ver­fasst ist, wäre es spätes­tens jetzt wohl jedem klar.

Dass jemand überraschend in eine magische Unterwelt hinein­stolpert, ist natür­lich die klas­sische Aus­gangs­lage sehr vieler Urban-Fantasy-Stoffe. Dass die ‚magi­schen Kontakt­personen‘ des Prota­gonisten nicht gerade der Elite der beson­deren Parallel­welt ent­stam­men, ist dann schon weitaus seltener anzu­treffen. Genau dieser Besonder­heit bedient sich die Autorin in dieser Reihe. Und so werden die magi­schen Wesen, auf die die Prota­gonistin Sofie trifft, auch schnell zur magi­schen Putz­brigade straf­versetzt. Ein aus Köln zuge­zogener Pegasus und die Marzahn­zel­männchen tragen zu weiteren augen­zwinkern­den Ein­lagen bei. Ansons­ten gibt es natür­lich auch hier eine Bedro­hung, die abge­wendet werden muss, wobei die Hinter­gründe in diesem Auftakt­band noch recht offen bleiben. Im Vorder­grund steht hier zuerst das Kennen­lernen der Charak­tere. In den folgen­den Bän­den dürf­ten dann wahr­schein­lich die Details des magi­schen Lebens stärker in den Fokus gelangen.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte über­wiegend aus der Sicht ihrer Prota­gonistin. Hin und wieder wechselt der Erzähl­fokus aller­dings auch auf andere Personen, wobei die Ereig­nisse jedoch immer in der 3. Person wieder­gegeben werden.

 

Fazit:

Spätestens nach dem Lesen dieses eBooks weiß der Leser, dass das magi­sche Berlin mindes­tens genau­so ver­rückt wie das reale ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Bilder aus Altbayern

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Das Erbe der Macht – 25 – Schattenglas

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 25 – Schattenglas

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

7 Ritter

Klappentext:

Der Auftakt zur dritten Staffel.

Die Zuflucht erreicht ihr letztes Ziel.

Doch zwischen eisigen Temperaturen erwartet die über­lebenden Magier der Schlacht eine weitere Herausf­order­ungen. Tief unter dem Eis liegt ein uraltes Mys­terium verborgen.

Unterdessen setzt Alex mit Kyras Hilfe alles daran, heraus­zufinden, was mit Jen geschehen ist. Muss er ihren Verlust betrauern oder gibt es noch eine Chance?

Rezension:

Merlin konnte nicht besiegt werden. Die Magie vom Anbe­ginn drängt in unsere Zeit. Und die Zuflucht ist an unbe­kanntem Ort gestran­det. Wie geht es jetzt weiter? Das weiß nie­mand. Die noch Hand­lungs­fähigen suchen an unter­schiedlichen Orten nach Ant­worten, doch die sind nur schwer zu finden.

Die mittlerweile bereits 3. Staffel von Andreas Sucha­neks Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ schließt nahtlos an das Finale der 2. Staffel („Schatten­krieg“) an. Was ich bereits bei der dama­ligen Rezen­sion erwähnte, bestätigt sich hier: Es fühlt sich nicht wie ein wirk­licher Staffel­wechsel an. Viele offene Fragen wurden mit in die neue Staffel genom­men – und kaum eine davon wird in diesem Band beant­wortet. Nach­dem der Sonder­band zur Staffel­pause („Die Chronik der Archi­varin – 2 – Auf der Suche nach H. G. Wells“) mit seiner klaren Linie und der Konzen­tration auf das Wesent­liche punkten konnte, wird es hier gleich wieder unüber­sichtlich. Um nicht falsch ver­standen zu werden: Die Hand­lung ist nach wie vor interes­sant und mit­reißend. Nur ist die Hand­lung der Haupt­reihe mittler­weile doch ziem­lich unüber­sichtlich geworden. Nach meinem Geschmack wurden deut­lich zu viele offene Hand­lungs­fäden mit in die neue Staffel genommen. Jede Übersicht, was die der­zeitige Situ­ation der diversen Charak­tere ist, geht dem Leser leider ver­loren. Bei einer Viel­zahl lieb­gewon­nener Prota­gonisten ist die letzte Erwäh­nung schon einige Bände her, sodass wohl kaum ein Leser noch einen halb­wegs voll­ständigen Über­blick hat. In dieser Hin­sicht ist dringend zu hoffen, dass die Hand­lung dem­nächst mal wieder zu einem zwischen­zeitlichen Ruhe­punkt findet, an dem die bis­herigen Teil­plots zusam­men­finden und aus dem sich dann neue Abenteuer ent­wickeln können. Auch eine Zusam­men­fassung mit den aktu­ellen Aufent­halts­orten und Situ­ationen aller wich­tigen Figuren wäre definitiv wünschens­wert. Um so besser könnte man die laufenden Gescheh­nisse genießen.

Fazit:

Die Handlung bleibt auch in der neuen Staffel interes­sant, ent­wickelt sich aller­dings zuneh­mend unüber­sicht­lich.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Das Geheimnis der Prophezeiung

Pelle Gernot
Das Geheimnis der Prophezeiung

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rätsel um Eunice

Klappentext:

Eine Expedition, ein gefährlicher Auftrag und eine kryptische Prophe­zeiung.

Birk soll für den BND das ›Institut für experimentelle Archäo­logie‹ ausfor­schen. Nach einem schweren Schicksals­schlag ist der neue Job eine Chance, auf die er nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. Eines Nachts aber werden die Wissen­schaftler auf eine Forschungs­reise geschickt – nach Rom – ins Jahr 83 vor Christus. Ihr Auftrag lautet, die Sibylli­nischen Bücher einzu­sehen, die streng bewacht im Keller des Jupiter­tempels liegen. Voller Begeis­terung tauchen die Frauen und Männer in das Leben der antiken Metro­pole ein. Doch die Expe­dition gerät zuneh­mend außer Kont­rolle und schon bald kann Birk nur noch auf Nora zählen. Eine faszi­nierende und abenteuer­liche Reise in das spät­republi­kanische Rom. Tauche ein in das leben­dige Treiben einer antiken Super­macht, besuche Thermen und Latrinen, sei Gast eines aus­schwei­fenden Gast­mahls und begib dich auf Schleich­wege durch die Cloaca Maxima. Es gilt den geheimnis­vollsten Spruch der Sybille von Marpessos zu ent­schlüsseln.

 

Rezension:

Birk ist Archäologe. Nach einem Gefängnisaufenthalt, weil er Fund­stücke privat verkaufen wollte, kann er jedoch nur noch als Hilfs­arbeiter jobben. Plötzlich taucht ein BND-Mitar­beiter bei ihm auf und bietet ihm einen berei­nigten Lebens­lauf, wenn er sich als Spitzel ins Institut für experi­men­telle Archäo­logie ein­schleusen lässt. Das erscheint durch enge Kontakte nach Russland nämlich verdächtig. Birk geht auf den Handel ein – und gerät in ein ver­rücktes Aben­teuer. Das Institut besitzt nämlich ein Zeit-Portal. Zusammen mit anderen Wissen­schaftlern reist Birk ins alte Rom, um nach den Sibylli­nischen Büchern zu suchen.

Pelle Gernot geht sein Zeitreise-Abenteuer auf ungewöhn­lichem Weg an. Die Verbin­dung mit histori­schem Wissen und ein paar Polit-Thriller-Elemenden kann durchaus gefallen. Beson­ders auffällig für einen Roman erscheint der umfang­reiche Anhang mit über 300 End­noten, in denen speziell Begriffe aus der römischen Geschichte erläu­tert werden.

Das Abenteuer des Protagonisten entwickelt sich interes­sant, denn natür­lich läuft längst nicht alles so glatt, wie es geplant ist. Gerade im Zusam­men­hang mit dem vermit­telten geschicht­lichen Wissen kann das den (entsprech­end interes­sierten) Leser fesseln. Haupt­sächlich der Teil der Geschichte vor Antritt der Zeit­reise könnte aller­dings eine Straf­fung ver­tragen. Dieser wirkt stellen­weise doch etwas (zu) aus­führlich.

Der Autor erzählt seine Geschichte auf auffallend ruhige Weise, die selbst in Schlüssel­momenten kaum einmal hektisch wirkt. Dabei bedient er sich der 3rd-Party-Perspek­tive. Fast schon als Aus­nahme im aktuellen Buch­markt kann man es bezeich­nen, dass es sich bei diesem Buch um eine komplett abge­schlos­sene Geschichte handelt, die keine Hinter­türen für eine even­tuelle Fort­setzung offen lässt.

 

Fazit:

Dieses Zeitreise-Abenteuer vor archäologischen Hinter­grund kann man beinahe schon als episch bezeich­nen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

Banner LBG Weihnachten
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Flüsterwald – 1.5 – Eine Weihnachtsüberraschung

Andreas Suchanek
Flüsterwald – 1.5 – Eine Weihnachtsüberraschung

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Weihnachtsmann und Schwestermonster

Klappentext:

Weihnachten in Winterstein! Im Haus von Lukasʼ Familie steigt die Vorfreude auf den Weih­nachts­abend – da bekommt Lukas Besuch von seinen magi­schen Freunden aus dem Flüster­wald! Die Elfe Felicitas, der wissens­durstige Rani und die Katze Punchy haben eine Über­raschung für ihn. Als aber der schoko­laden­süchtige Rani den Duft der Plätzchen erhascht, droht alles schief­zu­gehen …

Eine lustige und stimmungsvolle Weihnachts­geschichte voller Zauber und Magie

Rezension:

Weihnachten. Während Lukasʼ kleine Schwester sich Sorgen macht, ob der Weihnacht­smann sie in ihrem neuen Zuhause über­haupt findet, bekommt Lukas Besuch von seinen nicht­mensch­lichen Freunden aus dem Flüster­wald.

Kurz vor Erscheinen des 2. Bandes seiner Urban-Fantasy-Reihe für junge Leser schiebt Andreas Suchanek diese (dauer­haft kosten­lose) Weih­nachts-Kurz­geschichte ein. Lukas, seine Familie und seine neuen Freunde aus dem Flüster­wald konnte der Leser bereits in „Das Aben­teuer beginnt“ kennen­lernen. Wirklich Neues passiert in dieser Kurz­geschichte nicht, und ihre Kenntnis dürfte für Band 2 nicht erforder­lich sein. Sie bietet aber ein Wieder­sehen mit den bekannten Charak­teren und beschreibt deren Sorgen zur Weihnacht­szeit.

Fazit:

Ein weihnachtliches Fantasy-Betthupferl aus der Welt der „Flüster­wald“-Kinder-&-Jugend-Urban-Fantasy-Reihe.

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Elfenzeit – 1 – Herbstfall

Uschi Zietsch, Michael Marcus Thurner
Elfenzeit – 1 – Herbstfall

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Eine Elfe unterm Parlament

Klappentext:

Das Ende der Anderswelt naht!

Es gibt die Unsterblichen wirklich: Elfen, Feen, Vampire, Götter, Fabel­tiere … und sie leben gleich nebenan. Alle Mythen und Legen­den der vielen Ethnien sind wahr.

Seit Jahrhunderten sind die Grenzen zwischen den Welten geschlos­sen.

Doch dann geschieht etwas, das unmöglich scheint: Die Zeit bricht in die Anders­welt ein, die Grenzen werden durch­lässig. Die Suche nach dem Quell der Unsterb­lichkeit beginnt!

… und zwar in Paris.

Die erfolgreiche, leicht chaotische Journalistin Nadja Oreso freut sich auf die Moden­schau in Paris. Sie traut ihren Augen nicht, wer da über den Cat­walk tänzelt: Eine ätheri­sche Frau mit seltsam spitzen Ohren, deren Füße den Boden nicht berühren und die ihren Schatten verliert!

Zusammen mit ihrem Kollegen und Freund Robert Waller wird Nadja in das außer­gewöhn­lichste Aben­teuer ihres Lebens hinein­gezogen, als sie heimlich der Elfe folgt und dabei einem fin­steren Geschöpf, dem Mann ohne Schatten, in die Quere kommt.

Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, denn uner­klärliche Fälle plötz­licher Koma­zustände häufen sich, die immer tödlich enden. Als würde den Betrof­fenen das Leben ausge­saugt … oder die Seele.

Nadja und Robert ahnen, dass der Mann ohne Schatten dafür verant­wortlich ist. Oder ist es das unheim­liche Wesen, dessen fremde Augen aus Spiegeln blicken?

Die Spur führt ins britische York, wo es während des Guy-Fawkes-Festivals zu weiteren uner­klär­lichen Todes­fällen kommt – ein neuer Soft­drink scheint dafür verant­wortlich zu sein. Der Produ­zent ist ein Elf …

Zwei umfangreiche Romane in einer Ausgabe – Spannung pur!

Geh mit auf die große Reise um die Welt, lerne berühmte Städte kennen, springe von Konti­nent zu Konti­nent und erfahre die wahre Geschichte der vielen myt­hischen Helden, Götter und Schöpfer.

Rezension:

Eigentlich sind die Journalistin Nadja und der Fotograf Robert nur nach Paris gekom­men, um einen Bericht über eine Moden­schau zu erstellen. Dabei fällt ihnen aller­dings auf, dass eines der Models über den Lauf­steg zu schweben scheint, statt darauf zu gehen. Komischer­weise scheint das keinem anderen der Anwe­senden aufzu­fallen. Aber Robert hat Beweis­bilder auf der Speicher­karte! Was ist hier los? Schnell stellt sich heraus, dass sie es mit echten Elfen zu tun haben. Genau gesagt sogar mit einem Prinzen und einer Prinzessin. Die wurden von ihrem Vater in die Menschen­welt entsandt, um zu ergrün­den, wieso die Elfen plötz­lich sterb­lich werden. Doch das bleibt nicht das einzige Rätsel.

Diese Urban-Fantasy-Reihe von Uschi Zietsch und Co-Autoren wie hier Michael Marcus Thurner ist auf recht epische Aus­maße angelegt. Schon dieser 1. Band enthält 2 Romane – jeweils 1 von jedem der beiden Autoren –, und es sollen 10 Bände werden!

Roman 1 aus der Feder von Uschi Zietsch nimmt sich auch gleich gut aus. Der Leser lernt die Prota­gonisten aus beiden Welten kennen und begibt sich mit denen in ein rätsel­haftes Aben­teuer, in dem auch eine mys­teriöse Krank­heit eine Rolle spielt. Etwas ver­wirrend für den Leser ist ledig­lich, dass die wechsel­weise aus Sicht der Men­schen und der Elfen erzähl­ten Kapitel zu Beginn nicht in chrono­logischer Reihen­folge darge­boten werden. Erst nach dem Zusam­men­treffen ändert sich dies. Ansons­ten bietet der 1. Roman einen gelun­genen Einstieg in die Reihe.

Der 2. in diesem Band enthaltene Roman von Michael Marcus Thurner fällt leider weitaus weniger gelungen aus. Hier werden wechsel­weise die Erleb­nisse der beiden Reporter auf einem Guy-Fawkes-Festival sowie die Erleb­nisse eines Gottes über viele Jahr­hunderte hinweg erzählt, während die Elfen-Geschwister aus Roman 1 über­haupt nicht in Erschei­nung treten. Leider plät­schern rund 70 Prozent der Hand­lung an beiden Schau­plätzen voll­kommen ereignis­los dahin. Erst kurz vor Ende dieses Romans ergibt sich ein Zusam­men­hang. Ab hier wird die Geschichte wieder interes­sant und fügt sich in ein Ganzes mit den Vorkomm­nissen aus dem 1. Roman ein.

Diese Reihe verspricht durchaus interessant zu werden, doch leidet dieser 1. Band leider an der (viel zu) langen Ereignis­losigkeit im 2. Roman. Da kann man bei den Folge­bänden nur aus Bes­serung hoffen.

Fazit:

Die sich entwickelnde interessante Urban-Fantasy-Geschichte leidet leider unter einem zu ausge­dehnten ereignis­armen Abschnitt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Milo und das Geheimnis von Polyrica

Nicolas Mueller
Milo und das Geheimnis von Polyrica

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das rätselhafte Mädchen

Klappentext:

Hast du nicht auch schon einmal davon geträumt? Wie es wäre, wenn du ein Buch nicht nur lesen, sondern mitten­drin sein könntest? Wenn du in die Hand­lung ein­tauchen und ein Teil der Geschichte werden wür­dest? Alles, was du tust, hätte Folgen und würde den Ver­lauf der Ereig­nisse beein­flussen. Ein bisschen wie bei einer Zeit­reise, in der du nur eine kleine Sache verän­derst und schon nimmt die Geschichte eine kom­plette Wen­dung.

Dann geht es dir genau wie Milo. Er ist von den fremden Welten aus Büchern, Filmen und Video­spielen begeis­tert. Wenn er gerade keine Lust mehr auf die echte Welt in Aachen hat, dann begibt er sich in diese phantas­tischen Welten. Dabei träumt er immer davon, sie zu erkunden und die Men­schen dort kennen­zulernen. Eines Tages dann bleibt es nicht mehr nur beim Träumen.

In „Milo und das Geheimnis von Polyrica“, dem Debüt­roman von Fantasy Kinder- und Jugend­buch­autor Nicolas Mueller, kannst du seine Geschichte mit­erleben.

Dieser Abenteuerroman richtet sich an junge Leser­innen und Leser. Aber auch an (jung­gebliebene) Erwach­sene, die gerne Urban Fantasy, Fantasy und Abenteuer­bücher lesen. Im Grunde an alle, die sich gerne in fremde Welten mit Magie, Zauberei oder fabel­artigen Wesen ent­führen lassen.

Rezension:

Milo ist 13 und bei seinen Mitschülern nicht besonders beliebt. Obwohl er sehr gut in der Schule ist, fühlt er sich von den Anfor­derungen seines Vaters über­fordert. Viel lieber liest er Bücher über andere Welten. Als sich ihm eines Tages die Möglich­keit bietet, in eine dieser Bücher­welten einzu­tauchen, nimmt er die Gelegen­heit wahr. … und steckt gleich in Schwierig­keiten.

Weltenreisen sind in der Fantasy-Literatur relativ häufig anzu­treffen. Nicolas Mueller wählt hier aller­dings eine nicht so oft genutzte Vari­ante, indem er seinen jungen Prota­gonisten in die Welt eines (fiktiven) Buches ein­tauchen lässt. Bei dieser ‚Ziel­welt‘ handelt es sich um eine Stadt, die vom Ent­wicklungs­stand etwa der frühen Neuzeit ent­sprechen dürfte. Für die gesell­schaft­lichen Zustände gilt das jedoch nur einge­schränkt. Die wirken in mancher Hinsicht deut­lich moder­ner. Aller­dings kennt der Prota­gonist nicht die Hand­lung, in die er eintaucht. Nur spätere Ereig­nisse sind ihm bekannt, und eines davon möchte er gerne verhin­dern. Die Frage, die sich dem Leser dabei stellt, ist natür­lich die, inwie­weit der Held dieses Buches die besuchte Welt verän­dern kann. Auch die Standart­fragen der­artiger Welten­reisen, wem der Prota­gonist ver­trauen kann oder auch nicht, wird natür­lich themati­siert.

Der Autor erzählt Milos Abenteuer in einer angenehm lesbaren Art. Am Ende bleiben zwar ein paar Fragen unbe­antwortet, doch ist eine Fort­setzung bereits ange­kündigt.

Fazit:

Dieses interessante Jugend-Fantasy-Abenteuer schickt seine Leser zusam­men mit dem Prota­gonisten auf die Reise in eine Buch­welt.

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Isʼ ja SAGENhaft! – 2

Lars Kramer
Isʼ ja SAGENhaft! – 2

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Mörderhafte Reime

Klappentext:

Moin, moin geschätzter Sagenfreund,
gut siehste aus, so frisch gebräunt!
Wie schön, Du bist erneut dabei,
bei Is‘ ja SAGENhaft! Teil 2.
Drum bringe ich es auf den Punkt,
beim ersten Mal hat’s wohl gefunkt.
Und all die andern, hab die Ehre,
seid mir willkommen zur Premiere!
Ihr freut Euch sicher, seid gespannt
aufs SAGENhafte Norddeutschland.
So krallt Euch fest, ich nehm Euch mit
auf einen wilden Märchenritt!

Rezension:

Da Lars Kramer in Band 1 natürlich längst nicht alle nord­deutschen Sagen voll ver­ulken konnte, folgt hier Band 2. Und um es vorweg­zunehmen: Die Bände 3 und 4 haben auch bereits das Licht der nord­deutschen Unter­welt erblickt. Wie bereits beim 1. Band waren mir als Nicht-Nord­deutschen auch diese Fabeln zuvor aus­nahms­los unbe­kannt. Unver­ändert bleibt natür­lich auch die Tat­sache, dass die Fabeln nicht nur in Reim­form gebracht, sondern auch stark ver­ändert wurden. Das ist ihnen trotz der Unkennt­nis der Origi­nale meist deutlich anzu­merken.

Insgesamt wirkt diese 2. Sammlung sogar noch etwas runder als ihr Vor­gänger. Die dort von mir ange­merkten manch­mal etwas holp­rigen Reime sind mir hier an keiner Stelle aufge­fallen. Ein vergnüg­licher Sagen-Snack!

Fazit:

Alte Sagen in Reimform neu aufbereitet – das funktio­niert auch in Versuch Nummer 2 erstaun­lich gut.

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Imaginate

Nina F. May
Imaginate

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Süße Dämpfe

Klappentext:

Stell dir vor

du bist die Hauptfigur in einem Roman. In den Buchhandlungen werden sogar Fan­artikel aus deinem Alltag ver­kauft. Doch eine alte Prophe­zeiung sagt voraus, dass du das Zeit­alter des Friedens beenden wirst. Also musst du heraus­finden, wer der ano­nyme Autor deines Lebens­romans ist und dein Schick­sal selbst in die Hand nehmen.

So ergeht es der Literaturliebhaberin Raizel. Ihr zur Seite stehen der Bücher­wurm Vermi­celli und die Kobold­heilerin Lille. Aber welche Rolle spielt der arro­gante Tarik, von dem sich Raizel seltsam ange­zogen fühlt?

Als sie sein dunkles Geheimnis aufdeckt, muss sie eine folgen­schwere Ent­scheidung treffen.

Imaginate, stell dir vor.

Rezension:

Als die Literaturstudentin Raizel in der Bibliothek von der Leiter fällt, befürch­tet sie natür­lich zunächst, sich zu ver­letzen. Doch der Fall dauert viel länger, als es bei der Höhe des Regals logisch wäre. Und dann landet sie weich – auf Straßen­pflaster. Raizel findet sich in einer Welt wieder, in der es Elfen, die in Wirklich­keit Balden heißen, sprech­ende Esel und Bücher­würmer und sogar 4‑armige Wesen gibt. Noch größer wird der Schock, als Raizel erfährt, dass das die reale Welt und ihre nur eine Buch­welt aus einer erfolg­reichen Roman­reihe ist. Und sie selbst die Haupt­figur dieser Reihe!

Wie würde sich Harry Potter fühlen, wenn er plötz­lich in der echten Welt erwachen und erfahren würde, dass er eigent­lich nur eine Roman­figur ist? Genau dieser Situ­ation setzt Nina F. May ihre Prota­gonistin aus. Die will natür­lich zurück in ihre Welt, ob die nun real ist oder nicht. Die Idee, die in der Urban Fantasy übliche Ausgangs­lage prak­tisch auf den Kopf zu stellen, ist interes­sant. Das ist aber nicht alles, was diese Geschichte aus­macht. Die Suche der Prota­gonistin nach ihrem Autor bietet der realen Autorin reich­lich Gelegen­heit, die oft über­triebene Ver­mark­tung (und Aus­schlach­tung) erfolg­reicher Bücher(-Reihen) zu kari­kieren. Auch hier lassen Ver­gleiche mit einem gewissen Harry P. grüßen. So gibt es eine Grup­pierung, die Ver­einten Rea­listen, die es für gefähr­lich erachtet, wenn den Kindern mit den Raizel-Büchern eine unmög­liche Welt nahe­gebracht wird, in der keine Magie existiert. Sollen die Kinder am Ende noch an so einen Quatsch glauben?

Was in dieser Geschichte allerdings etwas auf der Strecke bleibt, ist Raizels Leben in ihrer Welt. Da­von, von ihren Eltern und Freun­den, erfährt der Leser leider über­haupt nichts. In dieser Hin­sicht bleibt die Prota­gonistin etwas blass.

Die Autorin folgt nicht ständig ihrer Haupt­prota­gonistin, sondern wechselt immer wieder auch zu anderen Charak­teren und deren Erleb­nissen. Der Stil wirkt sehr gelungen und gut lesbar. Beson­ders erwähnens­wert ist auch die Sprache der Balden (Elfen), die einen ganz eigenen Charakter aufweist. Dieser Mix aus geho­bener Sprache und Slang klingt dann etwas so: „Later, Baby. Ein Hauch von Patience erquickt den Geist und relaxt unge­mein.“

Ob es eine Fortsetzung dieser gelungenen Idee geben wird, ist leider noch offen.

Fazit:

Die Erlebnisse einer Studentin, die plötzlich erfährt, dass sie nur eine Roman­figur ist – Urban Fantasy mal andersherum.

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