Hotel Illusio – 1 – Feurige Berührung

Patricia Jane Castillo
Hotel Illusio – 1 – Feurige Berührung

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Tanz mit dem Feuer

Klappentext:
In Chanayras Welt ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie die Show des mysteriösen Feuerkünstlers gesehen hat, wird ihr Leben durcheinandergewirbelt.
Was hat es mit dem merkwürdigen Symbol auf sich, das plötzlich ihre Handfläche ziert?
Alle Spuren führen zu dem neuen Hotel, das in Chanayras Heimatstadt eröffnet. Im Xouris ist nichts so wie es scheint. Die Menschen, die hier arbeiten, scheinen etwas zu verbergen.
Doch sie kann sich nicht fern halten, denn sie begegnet jemandem, der ihr Herz zum Brennen bringt.

Rezension:
Obwohl Chanayra schon bei mehreren Tanzakademien abgelehnt wurde, arbeitet sie weiter auf eine Tanzkarriere hin. Das Drängen ihrer Mutter, etwas anderes zu studieren, ignoriert sie. Nach einem zufälligen Wiedersehen mit einer alten Schulfreundin scheint sich plötzlich alles zu verändern. Chanayra hat plötzlich an allen möglichen Fronten Erfolg, alles scheint ihr zu gelingen. Sogar ein Soloauftritt zur Eröffnung eines neuen Hotels rückt in greifbare Nähe. Doch andererseits häufen sich die Mysterien in ihrem Leben.
Mit ihrer Trilogie „Hotel Illusio“ geht Patricia Jane Castillo ungewöhnliche Wege. Obwohl die Welt, in der die Protagonistin lebt, sowohl im Entwicklungsstand als auch im gezeigten täglichen Leben unserer sehr ähnelt, ist es eben doch nicht unsere Welt und die Geschichte somit keine Urban Fantasy. Auch ist die Protagonistin keine Schülerin, wie es oft der Fall ist, sondern eine junge Erwachsene, die noch auf der Suche nach ihrem richtigen Weg ist. Die Handlung, die die Autorin aus dieser Ausgangslage entwickelt, wird schnell mysteriös und von den Hintergründen her undurchschaubar. Leider ändert sich das bis zum Ende dieses Bandes nicht, sodass der Leser – genau wie die Protagonistin – zu diesem Zeitpunkt noch völlig im Dunkeln tappt. Kurze Textabschnitte aus der Sicht irgendwelcher Wesen, die nur mit „X“ und „Y“ benannt werden, verwirren mehr als Aufschluss zu bieten. Einiges deutet darauf hin, dass sich Weltenreisen hinter den Phänomenen verbergen könnten. Typische Fantasy-Wesen fehlen dagegen vollständig.
Das ‚normale‘ Leben der Protagonistin Chanayra dreht sich ganz um das Thema Tanz. … was zugegebenermaßen nicht gerade meinen Geschmack trifft. Positiv fällt allerdings auf, dass die männlichen Mitglieder der Tanztruppe entgegen üblicher Clichés als eindeutig heterosexuell dargestellt werden.
Die Autorin lässt die Handlung überwiegend ihrer Protagonistin folgen, gibt die Geschehnisse jedoch in der 3. Person wieder. Gerade durch ihre Andersartigkeit kann die Geschichte das Interesse des Fantasy- und Mystery-Fans wecken. Allerdings hätte ich mir gewünscht, am Ende des Bandes schon etwas mehr Durchblick zu haben.

Fazit:
Diese mysteriöse Fantasy wirft zahlreiche Rätsel auf, von denen in diesem 1. Band leider noch kein einziges gelöst wird.

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Regenbogenreihe – 1 – Fenice: Abseits des Regenbogens

Katrina Lähn
Regenbogenreihe – 1 – Fenice: Abseits des Regenbogens

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Tochter eines Stars

Klappentext:
Die Reise beginnt … abseits des Regenbogens
Emma Blair ist die Tochter eines berühmten Schauspielers und hatte bislang nur ein einziges Ziel in ihrem Leben. Sie wollte eine erfolgreiche Journalistin werden und aus dem Schatten ihres prominenten Vaters treten.
Als sie jedoch hinter das Geheimnis ihres Mitschülers Sam kommt, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Sie reist in das magische Land Feliccima und gerät dort direkt zwischen die Fronten der zwei verfeindeten Völker. Zwischen die Fenicis und die Cancros. Und wenn dann noch die Liebe anklopft, ist das Chaos vorprogrammiert.

Rezension:
Emmas Vater ist ein berühmter britischer Schauspieler. Nach der Trennung ihrer Eltern lebte sie jedoch bei ihrer Mutter in Deutschland. Nachdem diese gestorben war und sich die Oma aus Gesundheitsgründen nicht mehr um sie kümmern konnte, weigerte sich die neue Frau ihres Vaters, Emma aufzunehmen. Stattdessen besucht sie seitdem ein Nobelinternat in Berlin. Das ist Emma eigentlich ganz recht, denn der Trubel um ihren Vater nervt sie schon in den Ferien mehr als genug. Als Emma jedoch Sam, einen kranken ‚externen‘ Schulkameraden, besuchen will, mit dem zusammen sie ein Schulprojekt ausarbeiten muss, macht sie eine mysteriöse Entdeckung.
Katrina Lähn geht in ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Reihe von einer schon oft gesehenen Ausgangslage aus: Ein junger Mensch – in diesem Fall 17 Jahre alt – wird mit einer Welt konfrontiert, die allem Gelernten und bisher Erlebten widerspricht. Anders als in den meisten derartig beginnenden Geschichten entdeckt die Protagonistin dieses Buches allerdings keine besonderen Fähigkeiten oder sonstigen geerbten Eigenarten an sich selbst, sondern wird in die nicht ganz in unsere Naturgesetze passende Welt ihres Mitschülers verwickelt. Dass das ihr Leben völlig aus der Bahn wirft, nimmt in der Geschichte mindestens so viel Platz wie die übernatürlichen Vorkommnisse ein. Etwas mehr Konzentration auf den Fantasy-Aspekt könnte meiner Meinung nach stellenweise nicht schaden. Dass die Protagonistin hier nur selten (bewusst) die handlungsrelevanten Entscheidungen trifft, hebt Emmas Abenteuer etwas aus der Masse ähnlicher Stoffe heraus.
Die Autorin überlässt ihrer Heldin das Wort, von ihren Abenteuern zu berichten. Durch dieses Stilmittel wird die Protagonistin naturgemäß zur wirklich zentralen Figur der Story, die sich über 4 Bände erstreckt. Die weitere Entwicklung ist schwer vorauszusagen, zumal die im Buch enthaltene Leseprobe des 2. Bandes in dieser Hinsicht mehr Fragen aufwirft, als Antworten zu geben.

Fazit:
Ein solider Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe, die sich an ein eher junges Publikum richtet und keine großen Schwächen zeigt.

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Verliebt, Verhext, Verheiratet – 3 – Heiß begehrt – Holly & Kjartan

Natalie Salkin
Verliebt, Verhext, Verheiratet – 3 – Heiß begehrt – Holly & Kjartan

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine heiße Liebe

Klappentext:
Wenn ein magisch völlig unbegabter Mann zehn Töchter hat, die nur so vor Magie strotzen, dann ist das absolute Chaos vorprogrammiert.
Ronald Clevis, Versicherungsvertreter und alleinerziehender Vater von zehn Jung-Hexen, muss sich nicht nur um die Erziehung seiner Töchter kümmern, sondern gleichzeitig versuchen, heiratswillige Damen fernzuhalten. Zehn Mädels im Haus sind mehr als genug! Einzig Elvira, seine unverheiratete Schwägerin, kommt und geht, wie es ihr passt und wirbelt dabei den ganzen Haushalt durcheinander. Dabei hat sie natürlich auch ein Auge auf Ronald … Schließlich gibt er nach. Aber es gibt eine Bedingung: Wenn Elvira es schaffen sollte, seine Töchter unter die Haube zu bringen, dann nimmt er sie zur Frau. Für eine waschechte Hexe sollte das kein Problem sein. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht …
Im dritten Teil der Reihe, bekommt Holly einen feurigen Verehrer, der es vor allem auf ihre süßen Kuchen abgesehen hat. Wie wird man einen ewig hungrigen Drachen wieder los? Will sie ihn denn überhaupt loswerden? Und was ist mit ihren Schwestern Isabella und Eliza? Die scheinen auch, sehr an dem gutaussehenden Mann interessiert zu sein.

Rezension:
Als die 19-jährige Holly einen Mann kennenlernt, der ganz heiß auf ihre magisch aufgepeppten Kuchen ist, ahnt sie noch nicht, dass sie sich bald in diesen verlieben wird. Als Halbhexe mit menschlichem Vater ist sie sich sowieso noch im Unklaren, welcher der beiden Welten ihr Zukünftiger entstammen soll. Schon bald muss sie allerdings feststellen, dass Kjartan weder Mensch noch Hexer ist. Er ist ein Drache!
Wenn man über Natalie Salkins Buch stolpert, ist leider nicht sofort erkennbar, dass es sich um den 3. Band einer Reihe handelt. In dieser Reihe geht es um 10 (erwachsene) Junghexen, die seit dem Tod ihrer Hexenmutter bei ihrem menschlichen Vater leben. Anscheinend verfolgt diese Fantasy-Reihe das Prinzip, in jedem Band eine der Schwestern unter die Haube zu bringen. Der Klappentext erweckt dabei den Eindruck, dass dies auf eine humorvolle Weise geschehen könnte. Allerdings liegt natürlich auch der Verdacht nahe, das könnte in eine ausgesprochene Romantasy ausarten. Trotzdem habe ich den Versuch gewagt. Wie lautet nun das Ergebnis dieses Wagnisses?
Natürlich spielt die Romantik eine Rolle. Allerdings wirkt diese nicht ausufernd. Und Humor blitzt natürlich auch öfters auf. Ein wirkliches Problem stellt allerdings das, dass es sich eben um einen Band 3 handelt. Vieles zur familiären Situation und mehr noch zum Weltenbau erschließt sich einem ohne Kenntnis der vorhergehenden Bände nicht. Wieso steht die Tante auf der ‚Abschussliste‘ des Hexenrats? Was hat es mit dem Freund der Schwester, einem echten Höllen-Dämonen, auf sich? Wie sind Hexen- und Menschenwelt voneinander getrennt, und wieso können reinblütige Hexen nicht ständig in der Menschenwelt leben? Alle diese (und viele andere) Fragen führten dazu, dass es mir schwerfiel, einen wirklichen Zugang zu diesem Buch zu finden.
Aus diesem Grund fällt es natürlich auch schwer, dieses Buch objektiv zu beurteilen. Da das mangelnde Vorwissen aber eigentlich auf meinen Fehler zurückgeht, folge ich dem Prinzip „Im Zweifelsfall für den Angeklagten“ und erkenne ihm 4 Sterne zu.
Die Autorin erzählt ihre Story aus Beobachtersicht, wobei die Handlung wechselweise verschiedenen Mitwirkenden folgt.

Fazit:
Vorsicht! Dies ist der 3. Band einer Reihe und ohne Kenntnis der Bände 1 und 2 nur eingeschränkt verständlich.

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21 Tage im Sattel über die Rocky Mountains

Marion Klosterberg
21 Tage im Sattel über die Rocky Mountains

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das Glück der Erde …

Klappentext:
Vergiss deine Art zu reiten.
Werde zum Buschreiter.
Verlass dich auf den Instinkt deines Pferdes, sonst überlebst du das nicht.
Die Kosten einer solchen Reise: Flug nach Kanada, Ausrüstung und ein geeignetes Pferd – all das scheint unerschwinglich. Doch überraschend schnell fügt sich alles zum Guten. Ein Freund stellt ein ausgebildetes Pferd (Chrissie) zur Verfügung, und die Kontakte zum Veranstalter sind geknüpft.
Der Aufbruch in eine unbekannte, unwegsame Berglandschaft bedeutet nichts weniger als ein besonderes Ereignis – 650 Kilometer Rocky Mountains, vom Tagesanbruch bis zur Dunkelwerden im Sattel.
Beim Aufbruch bilden 95 Reiter, 120 Pferde und neun Planwagen den Treck. Weitere Lasttiere, Mulis und Esel nicht eingerechnet. Am Ziel werden es deutlich weniger Reiter und Pferde sein.
Ain gewaltiger Auftrieb im Staubdunst, übertönt von den Rufen der Wagenlenker, die ihre Tiere mit viel Geschick über die unwegsame Strecke dirigieren.
Neun, es ist nicht der Go-West-Trail europäischer Siedler anno achtzehnhundertirgendwas, auch kein Western mit John Wayne an der Spitze, aber – beinahe.
Allen Freizeit- oder Turnierreitern ins Stammbuch: Vergiss deine Art zu reiten. Werde zum Buschreiter. Verlass dich auf den Instinkt deines Pferdes, sonst überlebst du das nicht. Du und dein Pferd müssen eine Einheit bilden – blindes Vertrauen auf beiden Seiten. Sachs bis zwölf Stunden sitzt du im Sattel. Es geht bis ans Limit – für beide. Und oft darüber hinaus.
Wenn du das schaffst, gehörst du zu den Siegern. Keine Schwierigkeit der Welt kann dich noch schrecken.
Du gewinnst einen Blick auf die Urgründe der Schöpfung, wirst wieder eins mit ihr.
Dieses Gefühl wirst du niemals vergessen.

Rezension:
Anlässlich eines Jubiläums soll eine historische Reise aus der Zeit der Eroberung des kanadischen Westens auf dem Gold Rush Trail nachgestellt werden. Die Deutsche Marion Klosterberg ist Feuer und Flamme. Wenn da nur nicht das liebe Geld wäre! Die Teilnahme an diesem Reiterabenteuer ist nicht gerade billig, ganz zu schweigen von der Organisation eines solchen längeren Urlaubs. Doch mit genug Hartnäckigkeit finden sich für alle Probleme Lösungen. Und so steht dem Ritt durch die Rocky Mountains nichts mehr im Wege.
Marion Klosterberg legt mit diesem Buch Erinnerungen an eine Reise vor, die sie in gewisser Weise ins 19. Jahrhundert zurückführte. Allerdings liegt auch dieser Ritt schon einige Zeit zurück. Er fand bereits 1986, also 30 Jahre vor Veröffentlichung dieses Buches, statt. Ihre Erlebnisse erzählt die Autorin in einer an ein Tagebuch erinnernden Form, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf dem Berichten der Geschehnisse liegt und auf literarische Raffinesse verzichtet wird. Ergänzt wird der Reisebericht mit zahlreichen Fotos, die während des Trecks entstanden.

Fazit:
Diese Erinnerungen richten sich an Fans unaufgeregter autobiografischer Abenteuer.

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The A-Files

Sascha Eichelberg (Hrsg.)
The A-Files

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Frauen unter sich

Klappentext:
Amazonen. Sie sind stolz, sie sind stark, sie sind unerschrocken. Legenden ranken sich um ihren Mut und ihre Schlachten, ihre Siege und ihre Niederlagen. Aber woher kommen sie eigentlich? Wo wollen sie hin? Und wo machen sie Urlaub?
Lange mussten wir auf die Antworten warten, nun sind sie endlich da: Die Amazonen-Akten enthüllen in 32 Geschichten völlig ungeahnte Wahrheiten über die kriegerischsten Wesen der Mythenwelt. Hier werdet ihr alles finden: Roboter, Räuber und Raumschiffe. Abenteuer und Ungeheuer. Zauber und Zorn. Magie und Märchen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Der Gürtel Dder Hippolyta – Christina Hiemer

Elseterschatten – Tanja Hammer
Das Blut der Amazonen – Matthias Teut
Willkommen im Paradies – Peter R. Krüger
Die erste Nacht – Agga Kastell
Amazone wider Willen – Verena Jung
Hildegunde und der Stein der Lustlosigkeit – Yansa Brünnling
Scheiß Abend! – Klara Hell
Die erhobene Kriegerin – Pascal Wokan
Die Flucht der Amazone – Velisha Winter
Der Amazonenprinz – Adrian Schwarzenberger
Cool down and reboot – Marina Raisch
Die Demut zu teilen – Dennis Puplicks
Der Club der eisernen Ladys – Laurence Horn
Treibjagd – Dorothee Stern
Die Amorzone – Kira Borchers
Der Wolf – Nadine Y. Kunz
Der Feigling – Tobias Frey
Nachtjagd – Stefanie Kullick
Ständig muss Parthena die Welt retten – Dirk Ryll
Der Amazonenkönig – Nele Sickel
Silea und Partro – Stefan Lammers
Anaia Montgomery und der Sirnen-Stalker – Sophie Grossalber
Der Seher von Nyr – Mario Hammer
Glasaugenreise – Jörg Fuch Alameda
Süße Unschuld – Kathrin Fuhrmann
Das Ritual – Sarah Natusch
Gauklerblut – Janika Hoffmann
Die wahre Geschichte der SMS Amazone – Jessie Weber
Der Amazonen-Fall – Emely Werkmeister
Eine kleine Reise – Valerie Loe
Myrina und der Angriff der gelben Drachen – Lyakon
Amazonen? Waren das nicht diese Kriegerinnen, die nicht viel von Männern hielten? Und waren es nicht die alten Griechen, die dieses Frauenvolk ‚erforscht‘ haben? „Ja“ und „ja“ müssten die Antworten auf diese beiden Fragen lauten. Eigentlich. Denn zu diesem klassischen Amazonenbild passen nur wenige der 32 in dieser Anthologie versammelten Kurzgeschichten. Die Mehrheit der Stories entfernt sich deutlich vom antiken Cliché. Von typischer Urban Fantasy in aktueller oder auch historischer Zeit bis hin zu SciFi reicht die Bandbreite. Dabei sind einige der hier vorkommenden Amazonen nicht mal menschlich. In Ausnahmefällen begegnet der Leser hier sogar männlichen Amazonen. Und in gleich 2 der Geschichten leben Amazonen sogar mitten im kaiserlichen Deutschland.
Wie man es bei Anthologien gewohnt ist, können auch hier nicht alle der enthaltenen Kurzgeschichten gleichermaßen überzeugen. Manches ist dabei natürlich auch Geschmackssache. Wie üblich bei meinen Rezensionen zu Anthologien möchte ich deshalb auch hier ein paar der Geschichten herausgreifen, die mich besonders überzeugen konnten:
In „Glasaugenreise“ von Jörg Fuch Alameda bekommen es ein Jugendlicher und seine kleine Schwester mit Wesen zu tun, die wohl niemand spontan mit Amazonen assoziieren würde. Fern ab von Amazonen-Clichés kann diese Urban Fantasy mit leichtem SciFi-Einschlag überzeugen.
Ganz andere Probleme hat die Protagonistin in Dirk Rylls „Ständig muss Parthena die Welt retten“. Wie soll es eine alleinerziehende Amazone auch schaffen, ständig die Welt zu retten und doch immer pünktlich zurück zu sein, um das Kind aus dem Kindergarten abzuholen? Eine Superhel(inn)en-Geschichte mit Augenzwinkern.
Auch eine Amazone braucht mal Hilfe. Beispielsweise von einem Wahrsager. In „Der Seher von Nyr“ verfolgt Mario Hammer eine solche Konsultation.
„Der Club der eisernen Ladys“ muss dafür sorgen, dass Kaiser Wilhelm I mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals keinen Schaden anrichtet. Laurence Horn erläutert die Zusammenhänge.
Janika Hoffmann lässt in „Gauklerblut“ eigentlich ganz normale Frauen auf ein mythologisches Wesen Südamerikas treffen. Auch wenn der Zusammenhang mit Amazonen recht lose ist, weiß diese Urban-Fantasy-Story zu überzeugen.
Bei „Anaia Montgomery und der Sirnen-Stalker“ von Sophie Grossalber ist es hauptsächlich das Setting, das überzeugt. Die Geschichte selbst hätte in diesem Fall aber durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Fazit:
Eine Anthologie voller Amazonen. Auch wenn die Qualität der Beiträge durchmischt ist, können die Highlights überzeugen.

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April Moon – 2 – Hexenflucht

Lady Grimoire
April Moon – 2 – Hexenflucht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die neue Droge

Klappentext:
In letzter Sekunde gelingt April und Matyas die Flucht vor der eiskalten Mörderin, die so viele Junghexen auf dem Gewissen hat. Doch Matyas’ Teleportationsfähigkeit schlägt fehl, sodass sich jeder von ihnen an einem anderen Ort wiederfindet. Während die beiden mit ihrer jeweiligen Situation klarkommen müssen, findet Aprils neue Freundin Helena heraus, welch finsteres Geheimnis sich tatsächlich hinter dem PAGAN-Gründer verbirgt und dass ihre Freunde in höchster Lebensgefahr schweben. Aber ob sie es alleine schaffen kann, PAGAN aufzuhalten?

Rezension:
Mit Mühe und Not gelingt es April und Matyas zu fliehen. Bei der überhasteten Not-Teleportation werden sie allerdings getrennt. Während April ins Wasser plumpst und von einem Fremden, dessen Sprache sie nicht versteht, bewusstlos gerettet wird, erwacht Matyas mitten unter Drogensüchtigen. Derweil ist bei PAGAN der Teufel los. Die beiden Flüchtigen müssen unbedingt gefunden werden! Helena, die das zufällig mitbekommt, will den Freunden helfen. Doch wie soll sie das ganz alleine anstellen?
Nach dem Cliffhanger am Ende des 1. Bandes („Hexenrune“) verwundert es natürlich nicht, dass wir die Protagonistin genau in dieser aussichtslos erscheinenden Situation wiedertreffen. So rasant, wie der Vorgänger zu Ende ging, lässt es das Autorenduo Lady Grimoire von der 1. Zeile an weitergehen. Dieser Band widmet sich vollständig der Flucht der beiden Jugendlichen und dem, was daraufhin im Hauptquartier der PAGAN-Organisation passiert. Erwartungsgemäß wird die Situation in diesem Band noch nicht aufgelöst. Vielmehr endet dieser in einem erneuten Cliffhanger.
Die beiden (männlichen) Autoren erzählen ihr Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer wechselweise aus Sicht verschiedener Beteiligter, dabei jedoch stets in der 1. Person des jeweiligen Charakters. Der Stil wirkt dabei authentisch, die Protagonisten und deren Denkweise glaubhaft. Da will man nur schnellstmöglich mit Band 3 fortfahren. Zum Glück liegt das eBook schon auf meiner Festplatte!
Hinweis: Momentan ist das eBook anscheinend nicht lieferbar. Dazu, wieso das so ist beziehungsweise wann sich das ändert, liegen mir leider keine Informationen vor.

Fazit:
Mit Band 2 entwickelt sich die interessante und gut geschriebene Reihe in Richtung Urban-Fantasy-Thriller.

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April Moon – 1 – Hexenrune

Lady Grimoire
April Moon – 1 – Hexenrune

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Diese Rezension ist so alt, da gab es diesen Blog noch gar nicht. Da ich jetzt aber (endlich) Band 2 gelesen habe, dessen Rezension in Kürze folgt, will ich die von Band 1 natürlich noch nachreichen.

In Sicherheit verteleportiert

Klappentext:
April ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Hexe! Schamlos nutzt ihre Mutter Aprils besondere Gabe aus, um sich gierig zu bereichern. Doch eines Tages ist der Punkt erreicht, an dem die Junghexe ihrer Mutter die Grenzen aufzeigt. April entscheidet sich, ihr eigenes Leben zu leben, auch wenn sie erst fünfzehn Jahre alt ist. Verzweifelt schließt sie sich einem okkulten Prager Verbund von Hexen und Hexern an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem Teenager-Hexen unter seine Fittiche zu nehmen und diese zu fördern. Doch als April ein altes Geheimnis aufdeckt, das die Grundfesten der Organisation erschüttert, wird sie vom Schützling zur Gejagten unter ihresgleichen …

Rezension:
April lebt mit ihrer Mutter in der tschechischen Hauptstadt. Schon seit ihrer Kindheit besitzt sie die Gabe, selbst schwere Verletzungen magisch heilen zu können. Ihre Mutter nutzt das jedoch aus, sie gegen Bezahlung tätig werden zu lassen und dabei von ihren Kunden beträchtliche Geldbeträge einzufordern – selbst wenn das die betroffenen Familien in den finanziellen Ruin treibt. Wenn April dagegen aufbegehrt, schreckt ihre Mutter auch vor Schlägen nicht zurück. Nach einem besonders heftigen Streit, bei dem ihre Mutter ihr sogar die Nase bricht, reicht es April endgültig; sie will die Polizei anrufen. Doch plötzlich steht ein Junge wie aus dem Nichts vor ihr und erklärt ihr, ein Hellseher hätte vorausgesagt, dieser Anruf würde für sie tödlich enden. Stattdessen überzeugt er sie, ihn zu einer Geheimgesellschaft zu folgen, in der viele magisch begabte Jugendlich wie er und sie leben.
Dieses Buch soll den Auftakt zu einer ganzen Reihe um die junge Hexe April Moon darstellen, woraus sich erklärt, dass dieses kurze Büchlein genau da aufhört, wo die Geschichte eigentlich erst richtig loszugehen verspricht. An dieser Stelle endet der Band in einem heftigen Cliffhanger. Dabei schafft es das (übrigens männliche) Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym „Lady Grimoire“ verbirgt, ausnahmslos glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, die – egal ob sympathisch oder unsympathisch – aus dem Leben gegriffen sein könnten. Die Sprache wirkt natürlich, der Text liest sich flüssig. Das Buch ist sehr sorgfältig lektoriert, was heutigentags selbst bei großen Verlagen leider keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt.
Worum es sich bei der titelgebenden Hexenrune handelt, stellt sich erst im letzten Kapitel heraus. Danach bleibt dem interessierten Leser nichts anderes übrig, als auf eine möglichst baldige Fortsetzung zu hoffen.

Fazit:
Freunde klassischer Urban Fantasy, die genug Geduld aufbringen, eine interessante Geschichte in relativ kleinen Häppchen serviert zu bekommen, sollten dieser neuen Reihe einen Blick gönnen.

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Penny Küfer ermittelt – 4 – Arsen und Spitzenhöschen

Alex Wagner
Penny Küfer ermittelt – 4 – Arsen und Spitzenhöschen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Lästige Insekten

Klappentext:
Hat sich Niní Delight, Chefin einer Luxus-Dessous-Kette, wirklich mit Arsen das Leben genommen?
Die junge Frau hatte alles, was man sich nur wünschen kann: Traumvilla, beruflichen Erfolg, eine berühmte Burlesque-Diva zur Schwester und obendrein noch einen geheimnisvollen neuen Liebhaber.
Wer würde da sterben wollen? Die Polizei schließt ein Verbrechen aus. Doch Penny muss schon bald feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint, in der Welt von Spitze, Seide und Glamour …

Rezension:
Endlich hat Penny ihre eigene Detektei. Dass sie diese aus rechtlichen Gründen nicht so nennen darf, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Jetzt müssten nur noch Klienten kommen. Der finanzielle Rückhalt ist zwar kaum ein Problem, aber ohne Kunden leidet das Selbstwertgefühl doch merklich. Dass ausgerechnet ihre Mutter ihr die 1. offizielle Kundin vermittelt, ist dann aber doch eine große Überraschung. Dumm nur, dass die Polizei den Todesfall schon längst zum Selbstmord erklärt hat. Auch Penny kann zunächst nichts feststellen, was gegen einen solchen spräche. Um ihre Klientin nicht vor den Kopf zu stoßen, beschließt sie jedoch, trotzdem etwas nachzuforschen. Dabei kommt ihr dann doch manches verdächtig vor …
Nachdem Alex Wagner ihre Schnüfflerin Penny Küfer 3 Bände lang inoffiziell ermitteln ließ, entlässt sie ihre Protagonistin im 4. Band ins (nicht ganz offizielle) Berufsleben. An der Machart der Detektivgeschichten ändert das natürlich kaum etwas. Auch diesmal muss sich die Protagonistin wieder mit einem Mordfall herumschlagen, bei dem sich der Kreis potenziell Verdächtiger schnell auf beinahe alle Anwesenden ausdehnt. Was folgt, ist ein Indizien-Puzzle im Stil klassischer Detektivgeschichten. Da die Handlung immer der Protagonistin folgt, weiß der Leser nie mehr als diese. Die Tatsache, dass die Autorin ihre Geschichte aus der Sicht eines Beobachters erzählt, hat allerdings zur Folge, dass der Leser Pennys Gedankengänge nur eingeschränkt mitverfolgen kann. Die negative Seite dieser Erzählweise ist, dass man die Schlussfolgerungen der Heldin manchmal nicht wirklich nachvollziehen kann. Auf der Positiv-Seite steht dagegen, dass der Fall im Nachhinein vollkommen logisch erscheint. Alle scheinbaren Widersprüche sind am Ende geklärt.

Fazit:
Ganz im Stil klassischer Detektivstories ermittelt Penny Küfer auch in ihrem 4. Fall wieder in Kreisen der zahlungskräftigen Oberschicht.

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Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

Anke Dietrich
Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

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Ritterliche Träume

Klappentext:
England, Juni 1913
Als Anna und Karl Friedrich von Erlebach die Einladung der Rutherfords annehmen, ahnen sie nicht, dass ihnen in England erneut ein aufregendes Abenteuer bevorstehen wird. Greenhills Kirche birgt eine Krypta, deren Geheimnis kaum jemand kennt. Die Inschrift verändert sich wie durch Geisterhand, Schwerter wechseln die Lage. Als wäre das nicht genug, wird Karl von einem Fremden attackiert, der sich ihm und Anna als einer der dort bestatteten Ritter vorstellt.
Welches Geheimnis umgibt die Gruft, und was hat Karl damit zu tun? Wie viel Wahrheit steckt in den Mythen? Ist jener Fremde ein Verrückter, der Spaziergänger bedroht, oder tatsächlich einer der Toten?
Ein packendes Abenteuer beginnt, in dem nicht alles so zu sein scheint, wie es die Legende besagt.

Rezension:
Der Ägyptenaufenthalt scheint Karls Gesundheit gut bekommen zu sein. Da steht einem Sommerurlaub bei den Rutherfords in England nichts im Wege. Schon kurz nach ihrer Ankunft erfahren die von Erlebachs, dass in der Dorfkirche seit Jahrhunderten deutsche Ritter begraben liegen, die Brüder von Rabenfels. Das überrascht besonders Karl, denn das sind entfernte Verwandte von ihm, die ein Rätsel umgibt. Als er allerdings von einem Fremden im Rittergewand bedroht wird, der behauptet, einer dieser alten Ritter zu sein, wird die Sache mysteriös. Doch es wird noch viel rätselhafter …
Mit dem 2. Band entfernt sich Anke Dietrichs historisches Fantasy-Abenteuer vom Thema Archäologie, das in Band 1 („Gräfin Anna und die Rache der Verdammten“) zentraler Aufhängepunkt der Story war. Dafür steht diesmal die europäische Geschichte des Zeitalters des Rittertums im Fokus. Wieso ruhen deutsche Ritter, die der Familiensage nach einst spurlos verschwanden, in der englischen Provinz? Das ist die Frage, der das Protagonisten-Ehepaar diesmal auf den Grund gehen muss. Zumindest für Annas Mann könnte die Antwort überlebenswichtig werden. Allerdings steht auch die Gräfin selbst in diesem Band stärker im Fokus der Handlung und nimmt somit eine Position ein, die ihrer Rolle als Titelheldin besser gerecht wird, als es im Vorgänger-Band der Fall war. Die zentrale Figur ist allerdings eindeutig ihr Mann.
Nachdem das Thema Archäologie zumindest vorläufig ad acta gelegt wurde, könnte man natürlich spekulieren, in welche Richtung sich die Reihe im kommenden Band (und eventuellen weiteren) bewegen könnte. Hinweise darauf sind bisher nicht auszumachen. Feststehen dürfte allerdings, dass es sich wohl wieder um ein mysteriöses Rätsel aus der Vergangenheit handeln dürfte.
Stilistisch bleibt sich die Autorin treu, sodass alles in der Rezension zu Band 1 in dieser Hinsicht gesagte auch hier zutrifft. Auch diesmal wird die gut lesbare Geschichte wieder aus Beobachtersicht wiedergegeben.

Fazit:
Der Fantasy-Mystery-Mix der Reihe kann auch in 2. Versuch überzeugen.

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Von Magie und Unsterblichkeit – 1 – Die Wächter von Andalon

Mario Schenk
Von Magie und Unsterblichkeit – 1 – Die Wächter von Andalon

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Kristallsplitter

Klappentext:
Nur die Weltenwanderin Iris ahnt, dass eine fremde Rasse, die vor Jahrtausenden das magische Inselkönigreich Andalon vernichtete, für das rätselhafte Massensterben weltweit verantwortlich ist. Die Kreaturen sammeln im Verborgenen ihre Kräfte, um diesmal die gesamte Menschenwelt an sich zu reißen. Allein den neun wiedergeborenen Wächtern Andalons kann es gelingen, sie aufzuhalten. Doch kaum jemand weiß um die wahren Geschehnisse damals und wie es gelang, die Invasion zu beenden. Susan ist eine dieser neuen Wächter. Die Bestimmung in Einklang mit der Schule, Familie und ihren Freund zu bekommen, stellt gerade für sie eine besondere Herausforderung dar. Sie betrifft dieser schier aussichtslose Kampf nämlich weitaus mehr, als sie zunächst befürchtet. Der Auftakt des Urban & High Fantasy Epos um die fünf Fragmente des Elfenkristalls.

Rezension:
Für die 17-jährige Susan verläuft ihr Schülerdasein eigentlich ganz normal. Der Stress des Abschlussjahrgangs steht ihr noch bevor. Das ändert sich jedoch drastisch, als die mysteriöse Iris in ihr Leben tritt. Nicht nur, dass die ihr gesteht, kein Mensch zu sein und nicht von der Erde zu stammen, behauptet sie auch noch, Susan wäre eine wiedergeborene Wächterin des magischen Reiches Andalon. Von diesen soll es 9 geben, und es dauert auch wirklich nicht lange, bis die anderen wiedergeborenen Wächter bei Susan auftauchen. Gegen welche Bedrohung sie die Menschheit schützen sollen, wird schon bald erkennbar.
Dass Jugendliche überraschend erfahren, irgendwelche Besonderheiten zu besitzen, ist in der Urban Fantasy keine ungewöhnliche Ausgangssituation. Dass der jeweilige Protagonist erfährt, die Wiedergeburt eines anderen – und natürlich besonderen – Menschen zu sein, ist da schon deutlich außergewöhnlicher. Von genau dieser Ausgangslage geht Mario Schenk allerdings in seinem Jugend-Urban-Fantasy-Mehrteiler aus. Seine Protagonistin und ihre ‚Leidensgefährten‘ erfahren, dass sie die einzige Chance der Menschheit sind. Was im Genre wiederum nicht ganz so außergewöhnlich ist. Auch dass das Ganze in einem großen Kampf gipfelt, dürfte wohl niemanden verwundern. Idee und handlungmäßige Umsetzung können durchaus gefallen, wobei hier natürlich nicht auf Details eingegangen werden soll. Was dem Autor weniger geglückt ist, ist dagegen die Charakterzeichnung. Selbst die Protagonistin bleibt in ihrer Persönlichkeit recht blass. Viel erfährt der Leser nicht über Susans normales Leben, bevor sich dieses dramatisch ändert. Über die 8 anderen Wächter erfährt man leider noch viel weniger. In dieser Hinsicht besteht für die Fortsetzungen noch einiges Potenzial.
Sprachlich kann man der vom Autor aus Beobachtersicht erzählten Geschichte nichts anlasten. Der Stil entspricht dem im Genre üblichen. Nach den sich im Finale abzeichnenden Veränderungen darf man gespannt sein, wohin sich die Story in den kommenden Bänden entwickeln wird.

Fazit:
Die überzeugende Idee dieser Urban Fantasy um eine jugendliche Heldin leidet etwas unter einer eher schwachen Persönlichkeitszeichnung.

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