Ein Fall für Frey und McGray – 3 – Die Todesfee der Grindlay Street (Hörbuch)

Oscar de Muriel
Ein Fall für Frey und McGray – 3 – Die Todesfee der Grindlay Street (Hörbuch)

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Übersetzung: Peter Beyer
Sprecher: Günter Merlau

Blut, Banshees und Seitensprünge

Klappentext:

London 1889. Nach der Aufführung von „Macbeth“ wird eine mit Blut ge­schrie­bene Bot­schaft auf­ge­fun­den: In Edin­burgh, der nächs­ten Sta­tion der be­rühm­ten The­ater­truppe, soll je­mand grau­sam zu Tode kom­men. Der Fall ruft die Inspec­tors Ian Frey und Adol­phus McGray auf den Plan. Wäh­rend der ver­nünf­tige Eng­län­der Frey die düs­tere An­kün­di­gung für reine Pub­licity hält, ist McGray von einem über­natür­lichen Phäno­men über­zeugt, da Be­sucher eine „Todes­fee“ vor dem The­ater ge­sehen haben wol­len. Ein Wett­lauf mit der Zeit be­ginnt, denn was auch immer dahinter­steckt – in der Premieren­nacht in der Grindlay Street soll der Tod die Haupt­rolle spielen…

Rezension:

Kaum ist Inspector Frey zuhause, um sich auszuruhen, erscheint ein auf­gereg­ter Mann, der zu ihm ge­schickt wurde, weil Inspec­tor McGray nicht auf­find­bar ist. Der Super­inten­dant per­sön­lich be­steht auf eine bevor­zugte Be­hand­lung des Falls. Wer da vor Frey steht, ist nie­mand anders als Bram Stoker, der in Edin­burgh „Mac­beth“ auf­führen will. Aller­dings er­klang bei der letz­ten Auf­führung der Schrei einer Todes­fee, die an­schei­nend auch noch eine mit Blut ge­schrie­bene Ant­wort hinter­ließ. Der per­fekte Fall für McGray, wäh­rend Frey einen Pub­licity-Gag ver­mutet.

Der 3. Fall aus Oscar de Muriels historischer Krimireihe fällt etwas aus dem Rah­men, lässt der Autor darin­nen doch gleich mehrere reale Per­sonen der Epoche auf­treten. Neben Bram Stoker tre­ten Oscar Wilde und meh­rere andere zur Hand­lungs­zeit in der bri­tischen The­ater­szene be­kannte Per­sonen in Er­schei­nung. (Auf Einzel­heiten und Ab­weich­ungen zur Rea­lität geht der Autor im An­hang aus­führ­lich ein.) Auch stilis­tisch weicht de Muriel etwas von den bis­heri­gen Bän­den ab, indem er immer wieder (fik­tive) Tage­buch­ein­träge Stokers in den Text ein­fügt. Was zu­nächst etwas ver­wirrt, erweist sich dann aber als interes­santes Stil­ele­ment. Interes­sant für die Ent­wick­lung der Ge­samt­hand­lung der Reihe erweist sich eine zu­sätz­liche Kon­fron­tation der bei­den Prota­gonis­ten mit ihrem Vor­ge­setzten, Super­inten­dant Cambel, die schon in Band 4 („Im Bann der Fleder­maus­insel“) be­deut­sam wird.

Die erzählerische Grundstruktur mit Frey als Ich-Erzähler und zusätz­lichen Szenen, die aus Beo­bach­ter­sicht er­zählt wer­den, bleibt natür­lich erhal­ten. Auch die Hör­buch­um­setzung ent­spricht dem bereits Ge­wohn­ten.

Fazit:

Auch wenn der Fall vom Aufbau her etwas von den vorherigen abweicht, funktio­nieren die Gegen­sätze zwi­schen den bei­den Haupt­figuren erneut.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Ein Fall für Frey und McGray – 4 – Im Bann der Fledermausinsel (Hörbuch)

Oscar de Muriel
Ein Fall für Frey und McGray – 4 – Im Bann der Fledermausinsel (Hörbuch)

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Übersetzung: Peter Beyer
Sprecher: Günter Merlau

Fledermäuse und Prismen

Klappentext:

Die Highlands 1889. Als der junge Erbe der betuchten Familie Kolo­man eine Todes­dro­hung erhält, rei­sen Inspec­tor Frey und sein Kol­lege McGray un­ver­züg­lich zum nebel­ver­hangenen nörd­lichen Zipfel des Lan­des. Dort, am abge­legenen Loch Maree, kom­men sie im unheim­lichen Herren­haus der Kolo­mans unter. Die nahe­ge­legene Insel ist von Fleder­mäu­sen befal­len, und jeder der Bewoh­ner scheint etwas zu ver­ber­gen. Als kurz darauf ein grau­samer Mord im Wald ge­schieht, ist den Ermitt­lern klar: Um die Ge­heim­nisse des mys­teri­ösen Loch Maree zu wah­ren, geht jemand über Leichen…

Rezension:

Während McGray seine Schwester besucht, taucht bei seinem Kolle­gen Frey eine Frau auf. Diese erzählt ihm die Ge­schichte ihres un­ehe­lichen Sohns, für den sie eine Mord­drohung erhielt. Auf den Ein­wand, sie könn­ten nicht als Leib­wäch­ter in die tiefste schot­tische Pro­vinz rei­sen, ködert die Frau die Inspek­toren mit einem Heil­mittel für McGrays Schwes­ter, von deren Zu­stand sie über­raschen­der­weise weiß. Natür­lich sagt dieser zu. Im abge­legenen Herren­haus der Kolo­mans, deren Ange­stellt die Frau ist, wird alles von Stunde zu Stunde mys­teri­öser …

Im 4. Fall seiner historischen Krimireihe führt Oscar de Muriel seine bei­den Prota­gonis­ten und mit ihren seine Leser ins tiefste schot­tische Hinter­land. Eisen­bahn­ver­bindungen oder selbst halb­wegs brauch­bare Stra­ßen sind hier im Jahr 1889 noch Fremd­wörter. Wie man es von den bis­heri­gen Bän­den (wobei ich Band 3 ver­sehent­lich über­sprungen habe) ge­wohnt ist, deu­ten viele Indi­zien zu­nächst aufs Über­natür­liche hin, erwei­sen sich dann aber doch als nor­mal er­klär­bar. Noch stär­ker als in den mir schon bekann­ten Bän­den zeigt sich in die­sem das Stil­ele­ment, dass sich alle Ver­dachts­mo­mente – oft sogar mehr­fach – ins Gegen­teil ver­kehren. Wer Täter und wer (poten­zielles) Opfer ist, er­weist sich erst im Finale, wobei es in die­sem Band ein uner­warte­tes, weil völ­lig über­raschen­des Opfer gibt. Was mich per­sön­lich dies­mal aller­dings etwas stört, ist die Tat­sache, dass das Schick­sal eini­ger wich­tiger Charak­tere am Ende offen bleibt. Ein paar wis­sen­schaft­liche Erläu­ter­ungen zum Hin­ter­grund der Story run­den das Buch ab.

Der Autor erzählt seine historische Detektivgeschichte in der mittler­weile schon be­kann­ten, über­zeugen­den Art, wobei der Haupt­teil der Hand­lung natür­lich weiter­hin von Inspec­tor Frey in der Ich-Form er­zählt wird, wäh­rend Sze­nen, in denen Inspec­tor McGray in Mittel­punkt steht, aus Be­obach­ter­per­spek­tive ge­schil­dert wer­den. Auch die Ver­tonung durch Günter Merlau kann erneut über­zeu­gen.

Fazit:

Wer an einer Blutphobie leidet, sollte um das aktuelle Aben­teuer der so unter­schied­lichen Poli­zisten lie­ber einen Bogen machen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Die Schattenseher – 1 – Die Schattenseher: London

Morgan Rice
Die Schattenseher – 1 – Die Schattenseher: London

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Übersetzung: Simon Dehne

Mord in Bedlem

Klappentext:

DIE SCHATTENSEHER: LONDON (Buch Eins) erzählt die Geschichte von Kaia, einem 17-jähri­gen Waisen­kind, das im viktori­anischen Lon­don der 1850er auf­wächst. Kaia sehnt sich danach, ihrem schreck­lichen Waisen­haus zu ent­kom­men und heraus­zu­finden, wer ihre Eltern waren. Und danach, end­lich zu ver­stehen, warum sie Schat­ten sieht, die andere nicht sehen. Aber auf den Stra­ßen Lon­dons geht es ge­nau­so bru­tal zu, wie in dem Weisen­haus – und Kaia bie­tet sich kein ein­facher Aus­weg aus dieser Misere.

Als Kaia verhaftet wird und ihr damit eine noch größere Strafe be­vor­steht, be­merkt Detec­tive Pins­ley, 45, eine selt­same Mus­terung auf ihrem Arm und glaubt, dass Kaia der Schlüs­sel zur Lö­sung eines be­son­ders mys­teri­ösen Falls sein könnte. Denn in Lon­don wer­den immer wie­der Leichen gefun­den, bei denen Pins­ley sich fragt: Steckt dahin­ter ein Serien­mör­der oder viel­leicht doch etwas… anderes? Die Opfer wer­den auf uner­klär­liche Weise ermor­det und der Täter selbst springt dem Tod immer wie­der aufs Neue von der Klippe.

Kaia wird vor die Wahl gestellt: Entweder sie hilft dabei, den Fall zu knacken – oder sie kommt in die berüch­tigte Irren­anstalt Bed­lem.

Die beiden ungleichen Partner misstrauen sich zwar gegen­seitig, aber Kaia und Pins­ley machen sich trotz­dem gemein­sam daran, auf der Suche nach Hin­weisen die dunkels­ten Ecken im Lon­don des 19. Jahr­hun­derts zu erkun­den.

Die schrecklichen und schockierenden Dinge, die sie dabei enthüllen, dürf­ten selbst an den bei­den nicht spur­los vorüber­gehen.

In DIE SCHATTENSEHER trifft finstere Fantasy auf Mystery. Der atmos­phärische Thril­ler bie­tet nicht nur authen­tische und detail­lierte Beschrei­bungen des 19. Jahr­hun­derts, son­dern auch viele über­raschende Wen­dungen und Cliff­hanger, die dir den Atem rau­ben. Kaia erobert mit ihren An­streng­ungen, sich ein bes­seres Leben zu schaf­fen und schein­bar uner­klär­liche Ver­brechen auf­zu­klären, auf Anhieb dein Herz. Fans von Büchern wie den Dres­den-Files, den Chro­niken der Unter­welt oder Dr. Jekyl und Mr. Hyde haben auch an DIE SCHAT­TEN­SEHER ihre Freude. Des­halb sind Fans span­nen­der Fan­tasy- und Mys­tery-Bücher auf der Suche nach einer neuen Leiden­schaft hier genau richtig. Die gelungene Mischung aus ver­schie­denen Gen­res spricht sowohl jugend­liche als auch erwach­sene Leser an. Mach dich darauf gefasst, in eine neue Welt ein­zu­tauchen – und dich dabei in neue Charak­tere zu ver­lie­ben, die du nie wie­der ver­ges­sen wirst.

Rezension:

Am Tag vor ihrem 17. Geburtstag flieht Kaia aus dem Waisen­haus, denn sie be­fürch­tet, an die­sem Tag an irgend­einen reichen ‚Gön­ner‘ ver­kauft zu wer­den. Doch kurz darauf wird sie fälsch­licher­weise eines Dieb­stahls ver­däch­tigt und fest­ge­nom­men. Unter­dessen muss Detec­tive Pins­ley einen Mord im Irren­haus Bed­lem auf­klären. Der Falls scheint klar: Nur die Zellen­genos­sin kann ihre Mit­bewoh­nerin um­ge­bracht haben. Doch in der abge­sperrten Zelle findet sich keine Tat­waffe, und ohne­hin wäre die Ver­däch­tigte körper­lich kaum in der Lage, die töd­lichen Ver­letzungen her­bei­ge­führt zu haben. Als Pins­ley zurück im Revier bei Kaia ein iden­tisches Mutter­mal wie bei der Toten sieht, hofft er, das Mäd­chen könnte bei der Auf­klärung des Mordes helfen.

Der Reihenstart in diese historischen Mysterie-Geschichte über­rascht mit einem erstaun­lich kom­plexen Setting. Natür­lich könnte man die Story um mys­teri­öse Schat­ten und Schat­ten­seher auch in den Bereich der his­torischen Fan­tasy-Krimis ein­ord­nen. Ob auch die wei­teren Bände Krimi-Ele­mente bein­hal­ten wer­den, lässt sich aller­dings nicht vor­her­sagen. In Band 1 führt Mor­gan Rice ihre Leser ins Lon­don des 19. Jahr­hun­derts, wo sie atmos­phärisch stim­mig auch die Miss­stände der viktori­anischen Gesell­schaft the­ma­tisiert. Auf­fällig ist, dass hier im Gegen­satz zu den etab­lierten Genre-Stan­dards auf eine Liebes­geschichte zwi­schen den bei­den Prota­gonis­ten ver­zich­tet wird. Die persön­lichen Hinter­gründe bei­der Per­sön­lich­keiten wer­den dage­gen aus­führ­lich the­mati­siert. Die Ge­schichte selbst dürfte Genre-Fans leicht in ihren Bann zie­hen, denn die Genre-Kom­bina­tion funk­tioniert aus­ge­sprochen gut. Ob dem Leser beide Prota­goni­sten im nächs­ten Band wie­der begeg­nen wer­den, bleibt am Ende offen. Ob das alte Paris, der Hand­lungs­ort des 2. Ban­des, an den Reiz des alten Lon­don heran­reichen kann, wird sich zei­gen müs­sen.

Die Autorin wechselt mit dem Fokus zwischen ihren beiden Prota­gonis­ten, erzählt dabei jedoch stets aus der Sicht eines exter­nen Beo­bach­ters.

Fazit:

Ein atmosphärisches und mysteriöses Krimi-Abenteuer im alten Lon­don. Doch hüte dich vor den Schat­ten!

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Eine Rose für Jack the Ripper

Kristy Nichols
Eine Rose für Jack the Ripper

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Die zweifelhafte Mieterin

Klappentext:

Jessica Fellmers friedliches Leben ist schlagartig vorbei, als eines Nach­mit­tags ihr schwer ver­letz­ter Bru­der in ihr Apparte­ment stol­pert und in ihren Armen stirbt. Schockiert ent­deckt sie, dass Chris ein Mit­arbei­ter eines gehei­men Regierungs­pro­jektes war und als Zeit­reisen­der im Lon­don des Jah­res 1888 unter­wegs. Mit Hilfe sei­nes Part­ners reist sie in der Zeit zurück, um mehr über die Um­stände sei­nes Todes zu erfah­ren. Wäh­rend die junge Frau ver­sucht, im Lon­don des vik­tori­anischen Zeit­alters zurecht­zu­kom­men, stellt sie gleich­zeitig fest, dass die Kennt­nis über zu­künf­tige Ereig­nisse nicht immer ein Segen ist.

Und dann lauert neben den Gefahren für ihren Körper auch noch die Gefahr für ihr Herz in den dunk­len, nebe­ligen Gas­sen. Aber wem kann Jessica ver­trauen?

Zischende Gaslaternen, wabernde Nebel, geheimnisvolle Schatten und eine Frau, deren Wis­sen um die Zu­kunft ihr zum Ver­häng­nis wer­den kann.

Rezension:

Jessica lebt im Jahr 2035. Womit ihr Bruder sein Geld verdient, weiß sie aller­dings nicht. Bis er eines Tages schwer ver­letzt in ihre Woh­nung wankt und ihr mit letz­ter Kraft gesteht, dass er als eine Art Zeit-Agent für die Re­gierung arbei­tet. Sein Zeit­reise­gerät hinter­lässt er ihr. Natür­lich will Jessica erfah­ren, wer am Tod ihres Bru­ders schuld ist. Des­halb begibt sie sich ins Lon­don des Jah­res 1888, in die Welt Jack the Rippers.

Kristy Nichols’ Buch einem Genre zuzuordnen, erscheint hoffnungs­los. Die Rah­men­hand­lung ist in der näheren Zu­kunft ange­sie­delt, die aller­dings deut­lich dys­to­pische Züge auf­weist. Also eine Dys­to­pie? Wie die Prota­gonis­tin fest­stellen muss, wird im Ge­hei­men an Zeit­reise­techno­logie gear­beitet. Also Science Fiction? Sie begibt sich auf eine Zeit­reise. Also Fan­tasy? Im vik­tori­anischen Lon­don wird sie in die Mord­serie des wohl berühm­tes­ten Mas­sen­mör­ders der Ge­schichte ver­wickelt. Ein his­tori­scher Ro­man oder doch eher ein Krimi? Und dass sich Jessica ver­liebt, kann natür­lich auch nicht aus­blei­ben. Also viel­leicht doch ein Liebes­roman? Alles passt zu­min­dest auf einige Hand­lungs­ele­mente zu. In eine Genre-Schub­lade kann man die­ses Buch dem­zu­folge nicht ein­ordnen.

Die Zeitebene in der nahen Zukunft stellt lediglich einen Neben­schau­platz dar, und er ist auch der ein­deu­tig schwächere. Außer­dem erschei­nen so auf­fal­lende so­wohl tech­nische als auch gesell­schaft­liche Ent­wick­lungen in den nur 13 Jah­ren zwi­schen dem Erschei­nen des Buches 2022 und der Hand­lungs­zeit doch recht un­rea­lis­tisch. Die Hand­lung im alten Lon­don wirkt da deut­lich über­zeugend­er. Letzt­en­en­des läuft alles auf die Frage hinaus, ob man his­tori­sche Per­sonen ret­ten soll, wenn sich die Ge­legen­heit ergibt, oder ob man die Ge­schichte bewah­ren soll, um die Zu­kunft/Gegen­wart nicht zu ver­ändern.

Der Stil, in dem die Autorin die Geschichte aus Beobachter­perspek­tive erzählt, wirkt gelungen. Ohne die dys­topi­schen Ele­mente der Rah­men­hand­lung würde alles viel­leicht noch stim­miger erschei­nen. Aller­dings be­schränkt sich diese auf die Kapi­tel 1 bis 4 von ins­gesamt 12. Ab Kapi­tel 5 spielt sich alles im Jahr 1888 ab.

Fazit:

Willkommen in der Welt von Jack the Ripper! Diese Zeit­reise ins alte Lon­doner East­end ver­eint zahl­reiche Gen­res.

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Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 1 – 6 – Dem Adel auf der Spur (Hörbuch)

Rhys Bowen
Im Auftrag Ihrer Majestät – Staffel 1 – 6 – Dem Adel auf der Spur (Hörbuch)

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Übersetzung: Sarah Schemske
Sprecherin: Arlett Drexler

Der (Selbst?-)Mord im Birnbaum

Klappentext:

Weiß wie Schnee und blau wie Blut – ein neuer Fall für Lady Georgie

Das Staffelfinale der Cosy-Krimi-Reihe von New York Times Best­seller Autorin Rhys Bowen. Fort­setzung folgt …

Schottland, 1933: Während ihre große Liebe Darcy sein feliz navidad in Süd­amerika ver­bringt und ihre Mut­ter sich in einem klei­nen Nest namens Tiddle­ton-under-Lovey ver­kriecht, steckt Lady Geor­gie dank einem Schnee­sturm in Schloss Ran­noch fest – zusam­men mit ihrem ver­stock­ten Bru­der Binky und seiner miese­pet­rigen Frau Fig.

Es scheint wie ein Weihnachtswunder, als sie es schafft, eine Stelle als Gesell­schafts­dame bei einer vor­neh­men Weih­nachts­party in Tiddle­ton zu ergat­tern. Doch sobald Lady Geor­gie in dem idyl­lischen Dorf an­kommt, neh­men die Dinge einen töd­lichen Ver­lauf. Nach­dem es inner­halb weni­ger Tage zum drit­ten mys­teri­ösen Unfall kommt, beginnt Geor­gie sich zu fra­gen, ob in die­sem Win­ter­wun­der­land nicht etwas Böses lauert …

Rezension:

Diesmal scheint es für Georgie keine andere Möglichkeit zu geben, als Weih­nach­ten im hei­mi­schen, aber un­wohn­lichen Ran­noch zu ver­bringen. Gerade recht­zeitig tut sich aller­dings eine Alter­na­tive auf. Sie kann als Gesell­schafts­dame an einer Weih­nachts­party teil­neh­men – und wird dafür sogar be­zahlt. Schon bei ihrer An­kunft er­fährt sie jedoch, dass es kurz zuvor einen töd­lichen Un­fall gab. Und das soll nicht der letzte blei­ben, doch so mys­teri­ös die Un­fälle auch sind, gibt es keine Hin­weise, dass jemand nach­ge­hol­fen haben könnte. Bis der Mör­der einen Feh­ler macht …

In Band 6, dem Staffelfinale der 1. Staffel von Rhys Bowens humor­voller Cosy-Crime-Reihe „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“, ver­schlägt es die junge adelige Prota­gonis­tin Lady Geor­giana in ein klei­nes Dorf, von dem sie nie zuvor gehört hatte. Aber wie soll es anders sein? So­bald Geor­gie dort weilt, ster­ben die Men­schen schnel­ler als die Flie­gen. Wäh­rend es nor­maler­weise zum Stil der Autorin gehört, den Mord erst rela­tiv spät erfol­gen zu las­sen, beginnt die Mord­serie in die­sem Band gleich mit der An­kunft der Prota­gonis­tin. Dafür wer­den es dies­mal be­son­ders viele Todes­fälle. Eine wei­tere Außer­ge­wöhn­lich­keit liegt darin, dass der ermit­telnde Inspek­tor Geor­gies Hilfe dies­mal dank­bar an­nimmt, da ihn die vie­len ‚Un­fälle‘ merk­lich über­for­dern. Wie es der Leser in die­ser Reihe bereits ge­wohnt ist, tauchen die anderen üb­lichen Ver­däch­tigen auch wieder mehr oder weni­ger zufäl­lig am Hand­lungs­ort auf, ent­puppt sich die Gast­geberin und damit Geor­gies Arbeit­ge­berin doch zu­fäl­liger­weise als Darcys Tante.

Schriftstellerisch belässt die Autorin natürlich wieder alles beim Ge­wohn­ten, was auch für die Hör­buch­um­setzung gilt.

Fazit:

In Georgies aktuellem Fall ist der Mörder ihr beinahe gewachsen. Bis er einen Feh­ler macht …

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Fräulein Stinnes und die Reise um die Welt

Jansen Lina
Fräulein Stinnes und die Reise um die Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Wo nie ein Auto zuvor gefahren ist …

Klappentext:

1927. Von Berlin mit dem Auto um die Welt: über den Baikal­see, durch die Wüste Gobi und über die Anden. Eine Frau beweist, was sie kann.

Als Clärenore Stinnes am 25. Mai 1927 in ihrem Auto aufbricht, die Welt zu um­run­den, ahnt sie nicht, was sie er­war­ten wird. Was sie weiß ist, dass sie es der Welt zei­gen will, dass auch eine Frau ein wag­hal­siges Aben­teuer be­ste­hen kann. Zusam­men mit ihrem Hund, zwei Tech­nikern, einem Foto­gra­fen und etwas Pro­vi­ant macht sie sich auf ent­lang einer damals sehr ge­fähr­lichen Route durch Syrien, über den zuge­fro­renen Baikal­see, durch die Wüste Gobi und über die Anden, wo sie sich der größ­ten Heraus­for­derung ihres Lebens stel­len wird. Und sie findet mehr als ein Aben­teuer. Sie begeg­net dem Mann, der sie nicht nur um die Welt, son­dern sogar bis ans Ende ihres Lebens be­glei­ten wird.

Inspiriert von der beeindruckenden Lebensgeschichte der Clä­re­nore Stin­nes, eine Ge­schichte, die fas­zi­niert und Mut macht. Eine Ge­schichte, die unbe­dingt gelesen wer­den sollte …

Rezension:

Das Jahr 1927 ist noch keine 100 Jahre her. Auch wenn die Tech­nik natür­lich noch nicht auf dem heu­tigen Stand war, gehör­ten Kraft­fahr­zeuge doch schon zum All­tag. Zu­min­dest in West­europa. Dass das noch längst nicht über­all auf der Welt so war, kann man leicht ver­ges­sen. Aber Clä­re­nore will es der Welt be­wei­sen. Sie will die Welt im Auto um­run­den. Und zwar als Frau.

Clärenore Stinnes ist eine reale Person (beziehungsweise war es). Von ihrer Welt­um­run­dung hatte ich vor eini­ger Zeit be­reits eine TV-Doku­men­tation gese­hen. Jetzt hat Lina Jansen (wo­hin­ter sich, wie ein Auf­kle­ber auf dem Buch offen ver­rät, Beate Maly ver­steckt) diese Reise in Form eines bio­gra­fischen Ro­mans auf­ge­arbei­tet. In die­sem Ro­man kon­zen­triert sich die Autorin einer­seits auf die Per­son der Clä­re­nore Stin­nes sowie ihre Be­zie­hung zum schwe­dischen Kamera­mann und Foto­gra­fen Carl-Axel Söder­ström, anderer­seits auf die aben­teuer­lichen Etap­pen der Welt­reise. Eher pro­blem­lose Ab­schnitte wer­den dage­gen weitest­gehend über­sprungen oder zumin­dest im Zeit­raffer­tempo abge­arbei­tet. Die Erleb­nisse der Reise sind sehr gut les­bar, wobei sich mir im Hinter­kopf immer die Frage stellte, was kon­kret über­lie­fert und was Aus­schmückung der Autorin ist. Im Nach­wort gibt diese dazu zwar einige Infor­mati­onen, was aber natür­lich nichts über kon­krete Situ­ation, die in der Hand­lung vor­kom­men, aus­sagt. Trotz­dem ist das hier schrift­steller­isch auf­be­reitete, reale Aben­teuer vor allem auch aus his­tori­scher Sicht unge­mein interes­sant. Für Freunde his­tori­scher Reise­be­schrei­bungen ist das Buch eine ein­deutige Lese­empfeh­lung!

Fazit:

Im Auto um die Welt zu einer Zeit, als es vielerorts noch gar keine Stra­ßen gab. Der bio­gra­fische Ro­man ver­mittelt viel Zeit­kolorit.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Der Herr von Buchenhain – 5 – Himmlischer Zorn

H. J. Mayfield
Der Herr von Buchenhain – 5 – Himmlischer Zorn

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Hofmagier

Klappentext:

Du kannst fliehen. Doch dein Schicksal findet dich überall.

Das Adelsfräulein Laila und der Alchemist Walther sind auf der Flucht vor ihren über­mäch­tigen Fein­den am Hof des Her­zogs von Kor­dorien. Im König­reich Horien glau­ben sie, in Sicher­heit zu sein, doch auch hier trach­tet ihnen jemand nach dem Leben. Jemand, dem jedes Mittel recht ist, um sein Ziel zu er­reichen …

Rezension:

Mit knapper Not ist Walther und Laila die Flucht gelungen, doch schon droht neue Ge­fahr. Das Schiff, auf dem sie sich befin­den, gerät in ein Un­wet­ter. Mit Mühe und Not kann es sich in den Hafen von Fluren­kron ret­ten. Doch hier geht die töd­liche Rot­fäule um, und um nach der Repa­ra­tur des Schiffs erneut aus­zu­lau­fen, ist der Win­ter ohne­hin zu nah. In den Unter­lagen, die Walt­her aus dem Turm des Zau­ber­ers ret­ten konnte, findet sich jedoch das Rezept eines Heil­mit­tels …

Mit diesem Band setzt H. J. Mayfield seine historische Abenteuer-Reihe un­mittel­bar da fort, wo der Vor­gänger „Kom­pen­dium“ endete. Wie weit­ge­hend schon dort spielt der titel­gebende Herr von Buchen­hain hier keine Rolle mehr. Erneut ste­hen des­sen Toch­ter Laila, die die Herr­schaft ihres ver­stor­benen Vaters ver­loren hat, und der Alche­mist Walt­her im Zent­rum der Hand­lung. Für beide Prota­gonis­ten zeich­net sich dies­mal Hoff­nung ab, könnte Laila doch am Königs­hof Ver­bün­dete für die Rück­eroberung ihres Besitzes fin­den, wäh­rend Walt­her hof­fen darf, zu alche­mis­tischen Ruhm zu ge­langen. Dass sich bei­des nicht als so leicht wie erhofft erweist, dürfte dem Leser natür­lich klar sein. Die­sen Band, der im Gegen­satz zu den bis­heri­gen weit­gehend auf Kämpfe ver­zich­tet, halte ich (viel­leicht gerade des­halb) sogar für den bis­her ge­lungens­ten der Reihe. Auf die wei­teren Aben­teuer des un­gleichen Prota­gonis­ten-Ge­spanns darf man wohl ge­spannt sein.

Vom Stil her bleibt sich der Autor natürlich weiterhin treu. Auch dass der Erzäh­ler wechsel­weise den bei­den Prota­gonis­ten folgt, bleibt un­ver­ändert.

Fazit:

Mit den neuen Abenteuern des (zivilen) Protagonisten-Duos erreicht die Reihe sogar einen neuen Quali­täts-Level.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Met-Magie – Der Trunk der Götter, Barden und Bauern

Amandara M. Schulzke (Hrsg.), Nadine Muriel (Hrsg.)
Met-Magie – Der Trunk der Götter, Barden und Bauern

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der treue Freund in der Flasche

Klappentext:

Heilmittel und Zaubertrank: Schon vor 20.000 Jahren sollen sich Mensch und Tier an der exqui­siten Köst­lich­keit Met be­rauscht haben. Ob in Ritu­alen, als Bar­den­trunk, mys­tische Opfer­gabe und Teil fest­licher Zere­mo­nien: Met ist un­ver­zicht­bar. Die nam­haf­ten Auto­rinnen und Auto­ren die­ser Samm­lung lie­ßen, wie einst die nordi­schen Skal­den, ihre Phan­ta­sie durch Met be­flü­geln. In fünf­zehn Er­zäh­lungen prei­sen sie den fruch­tigen, süßen oder her­ben Göt­ter­trunk in all sei­nen Vari­anten. Folgt ihnen über die Blau­beer­brücke, über den gro­ßen Teich und durch die Zei­ten. Seid dabei, wenn Met heilt, Men­schen ret­tet oder heiß um­kämpft wird, und fin­det mit ihm die Liebe und die Magie des Augen­blicks. Mit Tex­ten von Tommy Krapp­weis, Sandra Melli alias Iny Lorentz, Ju Honisch, Mira Valen­tin, Sam Feuer­bach und vie­len anderen.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Tommy Krappweis: Met(h)Ode
Amandara M. Schulzke: Die Tränen des Ra
Sandra Melli: Die Jagd der Katzenfrau
Nadine Muriel: Winterzauber
Thomas Heidemann: Ein Hauch von Minze
Megan E. Moll: Das Hochzeitsgeschenk
Rainer Wüst: Du, Martin
Mira Valentin: Hexenblut
Sam Feuerbach: Der Berg und der Prophet
Friedhelm Schneidewind: Met für Amerika
Stefan Cernohuby: Ein letzter Schluck
Laurence Horn: Das Gegenmittel
Petra Hartmann: Die Blaubeerbrücke
Astrid Rauner: Schottisches Blut
Ju Honisch: Hüttenzauber

Von einer Imker-Familie im alten Ägypten über Hexen­jäger im 16. Jahr­hun­dert, deut­sche Aus­wan­derer und Morde im alten Lon­don bis hin in eine apo­kalyp­tische Welt auf der Suche nach einem Heil­mittel füh­ren die Bei­träge die­ser Antho­logie ihre Prota­gonis­ten. Und all die haben einen stän­digen Beglei­ter: Met.

Anthologien gibt es viele. Die meisten haben ein Thema, das die ein­zel­nen Kurz­geschich­ten ver­bin­det. Die Idee, Met als die­ses Thema zu wäh­len, ist aller­dings schon etwas über­rasch­end. Die Tat­sache, dass ein Online­shop für Honig­wein hin­ter die­ser Antho­logie steht, erklärt diese außer­ge­wöhn­liche Themen­wahl aller­dings.

Die weit­aus meis­ten der hier versammelten Geschichten fallen in den Bereich der Fan­tasy, doch fin­den sich auch Bei­träge, die man als his­tori­sches Aben­teuer, apo­kalyp­tische Agen­ten­story oder als Charakter­studie ein­ord­nen könnte be­ziehungs­weise muss. Wie bei Antho­logien ge­wohnt, trifft nicht jeder Beitrag den per­sön­lichen Ge­schmack gleicher­maßen gut, doch ist die Quote an ‚Nie­ten‘ hier unge­wöhn­lich klein. Eigent­lich sind es nur 2 Kurz­geschich­ten, die mich nicht über­zeu­gen konn­ten. Aber sehen wir uns lie­ber die an, die mir be­son­ders ge­fielen:

In Thomas Heidemanns „Ein Hauch von Minze“ verirren wir uns ins Lon­don des aus­gehen­den 18. Jahr­hun­derts. Die Stadt­wache ver­folgt einige mys­teri­öse Mord­fälle. Der Täter erweist sich als ‚unge­wöhn­lich‘, das Hilfs­mittel, ihn fest­zu­setzen, noch mehr. Eine his­tori­sche Urban Fan­tasy mit Horror-An­klängen.

Amandara M. Schulzke schickt ihre Leser in „Die Tränen des Ra“ sogar ins alte Ägyp­ten. Die Kin­der eines Honig­bauern suchen nach einem ent­lau­fenen Esel. Auch hier bege­ben wir uns in den Bereich der Fan­tasy.

Ju Honisch lässt dem Leser in „Hüttenzauber“ sogar die Wahl des Genres. Die Story besitzt näm­lich gleich 3 Enden, die sie je nach Aus­wahl als Fan­tasy, Science Fic­tion oder sogar Technik-Thril­ler er­scheinen las­sen.

Fazit:

Diese Anthologie weist einen außergewöhnlich hohen Anteil gelungener Stories auf. Na dann: Darauf einen Met!

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Nighthunter – 12 – Blutmond

Anton Serkalow
Nighthunter – 12 – Blutmond

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Erinnerungen

Klappentext:

»Hell on Wheels« trifft Fantasy

Unabhängig voneinander begeben sich Horace Whittmore und Louis Royaume auf eine Zeit­reise und die Ver­gangen­heit offen­bart ihnen Erkennt­nisse, die den Lauf der Gegen­wart ver­än­dern wer­den.

1867 erhält Horace Whittmore den Auftrag nach einem verschwun­denen Agen­ten und dem legen­dären Carrizo-Schatz zu suchen. Bei der Suche stößt Horace auf ein Wesen, von dem er nie ge­glaubt hätte, dass Der­arti­ges über­haupt exis­tiert: Den Vam­pir Louis Royaume. Die­ser befin­det sich auf einem Rache­feld­zug und dabei gerät der Un­sterb­liche zum ers­ten Mal an einen eben­bür­tigen Geg­ner: Den mäch­tigen Scha­manen und Ge­stalt­wand­ler Geist­wolf. Diese Ereig­nisse füh­ren alle drei nach Kan­sas, direkt hinein in die blu­tigen Un­ruhen des Eisen­bahn­baus am Smoky Hill, den die Ein­ge­borenen Pe P’a nen­nen. Dort wer­den ihre Schick­sale auf ewig mit­ein­ander ver­bun­den.

Rezension:

Während Horace Whittmore sich in seine neue leitende Posi­tion bei den Pinker­tons ein­ar­bei­ten muss, wan­dern seine Ge­danken in einer Unter­hal­tung zurück in die Zeit, als er erst­mals mit dem Vam­pir Louis Royaume und damit dem Über­natür­lichem kon­fron­tiert wurde. Die­ser dage­gen erin­nert sich daran, wie er damals mit sei­nem spä­teren india­nischen Weg­gefähr­ten Geist­wolf zu­sam­men­traf.

Nachdem Anton Serkalow in den letzten Bänden seiner Wild-West-Fan­tasy-Reihe „Night­hunter“ die ur­sprüng­lichen Prota­gonis­ten Louis Royaume und Geist­wolf etwas aus dem Fokus ver­loren und (spe­ziell im vor­her­gehen­den Band 11 „Sturm­er­wachen“) andere Charak­tere ins Ram­pen­licht ge­stellt hatte, spie­len beide dies­mal wie­der eine tra­gende Rolle. In Erin­ner­ungen erfährt der Leser in die­sem Band, wie der Vam­pir und der Ge­stalt­wand­ler sich einst ken­nen­lern­ten. Dabei wird auch (wenn ich mich rich­tig erin­nere erst­mals) Geist­wolfs ur­sprüng­licher – und prak­tisch un­aus­sprech­licher – Name genannt. Der andere Erzähl­strang kon­zen­triert sich auf den frü­heren Erz­geg­ner der beiden Night­hunter. Der Wech­sel zwi­schen bei­den Hand­lungs­strängen einer­seits und erzäh­ler­ischer Gegen­wart (1882) und Rück­blicken in Erin­ner­ungen anderer­seits, for­dert dem Leser dies­mal beson­dere Auf­merk­sam­keit ab, um nicht den Über­blick zu ver­lieren.

Am Ende dieses gewohnt guten Bandes gibt es leider eine Mit­tei­lung des Autors, die den Fans der Reihe weni­ger ge­fal­len dürfte. Nach dem kom­men­den 13. Band wird die „Night­hunter“-Reihe wegen mangeln­den wirt­schaft­lichen Erfolges bedauer­licher­weise auf un­be­stimmte Zeit pau­siert wer­den.

Fazit:

Back to the roots: In dieses 12. Band erfährt man endlich, wie die Ge­schichte um Louis Royaume und Geist­wolf ur­sprüng­lich begann.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Jane Wunderly-Reihe – 1 – Die Tote im Mena House

Erica Ruth Neubauer
Jane Wunderly-Reihe – 1 – Die Tote im Mena House

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Lennart Janson

Banker und andere Verdächtige

Klappentext:

In der Welt der Reichen und Schönen ist nicht alles Gold, was glänzt …

Jane Wunderly stolpert mitten in ihren ersten Fall, von der Gewinnerin des Agatha Awards Erica Ruth Neu­bauer

Jane Wunderly und ihre Tante Millie besuchen das Mena House Hotel – ein Luxus Resort, das der High Society aus der gan­zen Welt erlaubt, hier die Nach­wir­kungen des ers­ten Welt­kriegs zu ver­gessen und die Alko­hol Pro­hibi­tion zu umge­hen. Die char­man­ten Gäste des Hotels sor­gen bei Jane für Zer­streu­ung – allen voran der mys­teri­öse Banker Mr Red­vers. Doch auf den scheint es auch die attrak­tive Anna Stain­ton abge­sehen zu haben und stellt gleich zu Beginn klar, dass sie das Ram­pen­licht mit nie­man­dem teilt. Als aus­ge­rech­net Jane es ist, die bald darauf Annas Leiche fin­det, steht sie schnell im Zent­rum der poli­zei­lichen Ermitt­lungen. Schafft sie es, ihre Un­schud zu bewei­sen und heraus­zu­fin­den, wem der Hotel­gäste sie trauen kann und wer mehr als nur ein dunk­les Ge­heim­nis zu ver­ber­gen hat?

Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Mord im Mena House.

Rezension:

Auf Einladung und Kosten ihrer Schwiegertante verbringt die junge Witwe Jane einen Ur­laub im vor­neh­men Mena House vor der Toren Kai­ros. Gleich am Tage ihrer An­kunft bekommt sie Streit mit einer anderen Ameri­kanerin. Als aus­ge­rech­net sie diese Anna ermor­det auf­findet, ist Jane schnell die Haupt­ver­däch­tige. Da sie dem Kommis­sar der ägyp­tischen Poli­zei nicht ver­traut, be­schließt sie, selbst Nach­for­schungen vor­zu­nehmen.

Vor knapp 2 Jahren hörte ich das Hörbuch zu „Mord im Mena House“. Da dieses Buch jetzt leicht über­arbei­tet und mit etwas abge­wan­del­tem Titel neu heraus­ge­geben wurde, wieder­hole ich meine Mei­nung – eben­falls leicht über­arbei­tet:

Erica Ruth Neubauers Cosy-Krimi führt den Leser in die Zeit zwi­schen den Welt­krie­gen. Wäh­rend die Hand­lungs­zeit durch­aus als Genre-typisch betrach­tet wer­den kann, ist es der exo­tische Hand­lungs­ort eher weni­ger. Diese exo­tische Kulisse beein­flusst die Hand­lung jedoch rela­tiv wenig, tre­ten Ägyp­ter doch fast aus­schließ­lich in Form des Hotel­per­so­nals und der Poli­zei in Erschei­nung. Bei den Hotel­gäs­ten han­delt es sich dage­gen aus­nahms­los um Euro­päer und Nord­ameri­kaner.

Auf dieses Buch stieß ich vor allem, weil mich die eben­falls von dp DIGI­TAL PUB­LISHERS heraus­ge­gebenen Cosy-Crime-Bücher der „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“-Reihe vol­lends über­zeu­gen konn­ten. Ent­sprech­end hoch waren meine Erwar­tungen. Da stellt sich natür­lich sofort die Frage nach einem direk­ten Ver­gleich. Erica Ruth Neu­bauers Buch kann gefal­len. Trotz­dem reicht es nicht ganz an die „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“-Reihe heran. Der hier vor­lie­gende Mord­fall weist durch­aus Raffi­nesse auf, doch fehlt dem Buch der Humor, der die Lady-Georgie-Fälle von Rhys Bowen so per­fekt macht.

Erica Ruth Neubauer lässt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin auf­tre­ten, sodass der Leser meist auf dem Erkennt­nis­stand die­ser ist. Der Stil kann dabei durch­aus über­zeu­gen. Übri­gens han­delt sich auch bei den Mord­fällen Jane Wunder­lys um eine Reihe.

Fazit:

Cosy Crime im Land der Pharaonen.

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