… so lang noch das Lämpchen glüht: Eisenachs historischen Gaststätten auf der Spur

Karlheinz Büttner
… so lang noch das Lämpchen glüht: Eisenachs historischen Gaststätten auf der Spur

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Kneipen, Cafés und Restaurants

Klappentext:

Freut euch des Lebens …; wer kennt nicht diese von Sinnenfreude strot­zende Lied­stro­phe, deren zwei­ten Teil ich zum Titel die­ses Buches aus­wählte, wohl wis­send, dass nicht das Lämp­chen über der Tür der lang ver­ges­senen Gast­stätte „Klos­ter­kel­ler“ auf dem Titel­bild damit ge­meint ist, die im Volks­mund nur unter dem Namen „Grü­ner Kof­fer“ be­kannt war. Aber da es in dem vor­lie­gen­den klei­nen Büch­lein um Eisen­achs his­tori­sche Gastst­ätten geht …

Rezension:

Wie in wahrscheinlich jeder Stadt lebt auch in Eisenach die Erin­nerung an zahl­reiche Gast­stätten, die es längst nicht mehr gibt. Von ihnen blie­ben nur Ein­träge in alten Adress­büchern, Zei­tungen, Akten und na­tür­lich den Köpfen alter Eisen­acher. Andere exis­tie­ren auch heute noch in mehr oder weni­ger ver­änder­ter Form.

Karlheinz Büttner ist in Eisenach bekannt für eine ganze An­zahl Bücher über die lokale Ge­schichte. Eigen­arti­ger­weise sind einige die­ser Bücher wie auch das vor­lie­gende bei den ein­schlä­gi­gen On­line­händ­lern nicht ge­lis­tet, son­dern aus­schließ­lich im ört­lichen Han­del er­hält­lich. In die­sem Buch wid­met sich der Autor den his­to­ri­schen Gast­stätten Eisen­achs. Neben einer Auf­lis­tung der über­lie­fer­ten Er­wäh­nungen und der Nen­nung der Wirte in alten Adress­büchern fin­den sich bei vie­len der Eta­blisse­ments auch Ab­bil­dungen, oft in Form von durch die In­haber ver­öffent­lich­ter Post­kar­ten. Nega­tiv fällt aller­dings auf, dass die Ein­träge manch­mal etwas un­über­sicht­lich sind. Viele Gast­stätten haben im Laufe der Zeit mehr­mals Namen und Adres­sen ge­wech­selt. Dabei ist oft nicht er­kenn­bar, ob das Lokal um­ge­zo­gen ist oder nur die Haus­num­mer ge­än­dert wurde. Trotz­dem stellt das Werk eine höchst interes­sante Zu­sam­men­fas­sung der his­tori­schen Ent­wick­lung des Eisen­acher Gast­ge­wer­bes dar.

Fazit:

Dieser Einblick in die Geschichte Eisenachs aus einem speziellen Blick­winkel ist für his­torisch interes­sierte Eisen­acher einen Kauf wert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Das Erbe der Lilith – 5 – Die fünfte Dimension

Yvonne Wundersee
Das Erbe der Lilith – 5 – Die fünfte Dimension

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Die Greu(e)l der Hölle

Klappentext:

Lizzy wollte niemals wieder ohne Mathias sein. Doch nach seinem Tod in der vier­ten Di­men­sion, reist sie allein durch den Stru­del, der die Wel­ten mit­ein­ander ver­bin­det. Sie lan­det in Pem­peda, einer Stadt am Mit­tel­meer. Als wahre Hü­terin wird sie hier von der Be­völ­ker­ung wie eine Göt­tin ver­ehrt. Alles scheint per­fekt zu sein, als auch noch Mat­hias mit aus­ge­brei­te­ten Ar­men auf Lizzy zu­eilt. Selbst der Tod konnte ihn nicht von ihr tren­nen. Jetzt kann doch nichts mehr schief gehen, auch wenn der König ihr mit Arg­wohn und Feind­selig­keit be­geg­net und ein akti­ver Vul­kan die Land­schaft er­zit­tern lässt. Lizzy ist zu­ver­sicht­lich, denn sie kommt ihrem Ziel immer näher. Nichts ist wich­ti­ger, als Satan zu be­sie­gen und damit ihre Familie zu ret­ten, koste es was es wolle.

Rezension:

Als Lissy in der nächsten Dimension ankommt, wird sie über­raschen­der­weise er­war­tet. Ihr Er­schei­nen war hier schon vor­her be­kannt. Sie macht sich aller­dings Sor­gen, weil Mat­hias, der kurz zuvor starb, sie nicht be­glei­ten konnte. Wird er eine Mög­lich­keit fin­den, ihr zu fol­gen? Zu ihrer Über­rasch­ung muss sie je­doch heraus­fin­den, dass Mat­hias sogar schon vor ihr hier ein­traf.

Auch diesmal schafft es Yvonne Wundersees wieder, der sich in jeder Di­men­sion wie­der­holen­den Grund-Story ganz neue Sei­ten ab­zu­ge­win­nen. Mit mehre­ren un­er­war­teten Vari­atio­nen em­pfinde ich „Die fünfte Di­men­sion“ sogar als den bis­her ge­lungens­ten Band der Reihe. Erst­mals ler­nen wir hier auch eine Be­woh­nerin der Hölle näher ken­nen. Trotz mehre­rer Fehl­schläge des Prota­gonis­ten-Duos ist es für Leser der Reihe na­tür­lich von An­fang an klar, dass Lizzy auch in die­ser Di­men­sion ihre Auf­gabe meis­tern wird. An­sons­ten wäre die Reihe ja be­endet. Ohne­hin sind es jetzt nur noch 2 Di­men­sionen, die die Prota­gonis­tin meis­tern muss.

Stilistisch ändert sich in diesem fortgeschrittenen Stadium der Reihe er­war­tungs­ge­mäß nichts.

Fazit:

Eine neue Dimension und wieder die gleiche Aufgabe – und doch ist alles wie­der ganz anders.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Night School – 1 – Du darfst keinem trauen (Hörbuch)

C. J. Daugherty
Night School – 1 – Du darfst keinem trauen (Hörbuch)

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Sprecher: Luise Helm

Was ist los in Cimmeria?

Klappentext:

Das spurlose Verschwinden ihres Bruders wirft Allie komplett aus der Bahn. Sie miss­ach­tet jede Regel und rebel­liert gegen alles und jeden. Als sie schließ­lich auf dem Poli­zei­revier lan­det, reicht es Allies Eltern. Sie schicken ihre Toch­ter auf das Inter­nat Cim­meria, an dem nicht ein­mal Han­dys erlaubt sind. Zum Glück findet Allie dort schnell eine neue Clique und wird von gleich zwei Jungen um­schwärmt. Doch auf Cim­meria er­eig­nen sich selt­same Vor­fälle und plötz­lich gerät Allie selbst in Le­bens­ge­fahr. Wem kann sie hier wirk­lich trauen?

Rezension:

Seit dem Verschwinden ihres großen Bruders ist die 15-jährige Allie nicht mehr die brave Schü­lerin, die sie mal war. Als ihre Eltern sie auf dem Poli­zei­revier ab­holen müs­sen, ent­schlie­ßen sie sich, Allie auf ein Inter­nat zu schicken. Dort gibt es weder Han­dys noch für die Schü­ler zu­gäng­liche Comp­uter. Selbst An­rufe bei den Eltern werden nur in Aus­nahme­fäl­len ge­stat­tet. Ob­wohl die Schul­lei­terin sehr nett zu seien scheint und sich von den Schü­lern mit dem Vor­namen an­sprechen lässt, wird Allie schnell klar, dass hier irgend­was nicht stimmt. Und dann stol­pert sie auch noch über die Leiche einer Mit­schü­lerin, der je­mand die Kehle auf­ge­schnit­ten hat.

Ein Teenager kommt kurzfristig auf ein Internat – so fangen zahl­reiche Urban-Fan­tasy-Ge­schich­ten an. Bei C. J. Daughertys „Night School“-Reihe han­delt es sich jedoch – ob­wohl auch der Rei­hen­titel in diese Rich­tung denken lässt – um keine solche. Fan­tasy-Ele­mente gibt es in die­sem Buch nicht, und es deu­tet auch nichts da­rauf hin, dass sich das in den fol­gen­den Bän­den än­dern würde. Trotz­dem ist auf Cim­meria eini­ges äußerst mys­teriös. Was Prota­gonis­tin und Leser in die­sem Band zu den Hin­ter­grün­den der Schule er­fah­ren, dürfte ledig­lich die Spitze des Eis­bergs dar­stel­len.

Angesiedelt ist diese Reihe in England. Der ursprüngliche Wohnort Allies war Lon­don, bevor sie auf das Inter­nat Cim­meria in einer ab­ge­le­genen Ecke des länd­lichen Eng­lands kommt. Die­ses be­fin­det sich auf einen ex­trem weit­läufi­gen, bei­nahe her­me­tisch von der Außen­welt ab­ge­rie­gel­tem Grund­stück. Erst gegen Ende die­ses Ban­des gibt es einige Er­klä­rungen für die gan­zen Merk­wür­dig­kei­ten die­ser Schule. Vie­les bleibt aller­dings noch für die wei­teren Bände die­ser Reihe offen. Das er­höht na­tür­lich einer­seits die Er­war­tungen an die Fort­setzungen, an­derer­seits wirkt es beim Lesen be­ziehungs­weise Hören über einige Ab­schnitte auch etwas be­hä­big, bis man zu ver­ste­hen be­ginnt, wo­rum es auf Cim­meria eigent­lich geht.

Die Autorin erzählt Allies Erlebnisse aus Beobachtersicht. Die Sprecherin der Hör­buch­aus­gabe, Luise Helm, liest das Buch zwar in einer an­ge­neh­men Art, doch trifft ihre Stimm­lage lei­der nicht ganz mei­nen Ge­schmack.

Fazit:

Trotz des mysteriösen Reihentitels kommt die Night School völlig ohne Fan­tasy-Ele­mente aus. Ge­heim­nisse gibt es dafür um so mehr.

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Fancynien – 1 – Der Drache in mir

Tina Reinhardt
Fancynien – 1 – Der Drache in mir

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Siras Baku

Klappentext:

Drachen gibt es auf dem Planeten Fancynien nicht. Oder doch? Für die Men­schen sind es nur Fa­bel­wesen. Auch der jungen Sira von Drachen­fels geht es so. Das ändert sich eines Tages ganz plötz­lich, als sie sich selbst unter qual­vol­len Schmer­zen in ein sol­ches We­sen ver­wan­delt. Am nächs­ten Mor­gen er­wacht sie … als Mensch. War das alles nur ein Traum? Ver­liert sie jetzt den Ver­stand oder sollte sie nur etwas weni­ger Alko­hol trinken? Sie ahnt nicht, dass dies erst der An­fang ihrer Ge­schichte ist und viele Schwie­rig­kei­ten auf sie war­ten. Sira steht vor dem Be­ginn eines ganz neuen Le­bens und du kannst sie auf ihrer Reise be­gleiten.

Rezension:

Auf Fancynien leben Menschen, deren Vorfahren vor langer Zeit durch ein Por­tal, das es nicht mehr gibt, von der Erde hier­her­ge­langten. Einer von ihnen ist Sira, die die Ab­schluss­klasse der Schule be­sucht. Auch auf Fancy­nien gibt es Drachen nur in Myt­hen – denken zu­min­dest alle. Doch eines Tages ver­wan­delt sich Sira in einen. Als sie am nächs­ten Mor­gen je­doch in ihrem Bett er­wacht, glaubt sie zu­nächst, alles sei nur ein Traum im Rausch ge­wesen.

Tina Reinhardt führt ihre Leser mit diesem Buch in die Welt Fancy­nien, wo die Er­leb­nisse der jungen Drachen­wand­lerin Sira in die­ser hier be­gin­nen­den Fan­tasy-Tetra­logie be­glei­tet wer­den. Wie so oft ahnt die Prota­gonis­tin zu­nächst nichts von ihrer Be­son­der­heit oder Magie im All­ge­mei­nen. Dass am Ende einige Fra­gen offen­blei­ben, ist beim Auf­takt eines Mehr­tei­lers natür­lich zu er­war­ten. Aller­dings gibt es in der Hand­lung, vor allem im vor­deren Teil des Buches, einige Auf­fäl­lig­kei­ten, die sich auch im wei­teren Ver­lauf der Ge­schichte wohl nicht lo­gisch auf­lösen dürf­ten. Zum einen ist da die Frage, wieso als Hand­lungs­ort diese fremde Welt ge­wählt wurde, wo prak­tisch alle kul­tu­rel­len As­pekte doch unserer Welt zum Ver­wech­seln ähn­lich sind. Auch dass der bei­nahe er­wach­senen Prota­gonis­tin ein Nach­bar­ort, der in kur­zer Zeit zu Fuß er­reich­bar ist, völ­lig un­be­kannt ist, wirkt sehr merk­wür­dig. Eine un­er­war­tete Charakter­änderung einer Neben­figur ist eben­falls recht un­glaub­haft. Siras eigent­liches Aben­teuer, wenn man es so nen­nen will, ent­wickelt sich im Ver­lauf der Hand­lung aller­dings zu­neh­mend interes­sant, so­dass für die Fort­set­zungen durch­aus eine posi­tive Ent­wick­lung der Ge­schichte ab­seh­bar ist.

Die Autorin lässt Sira als Ich-Erzählerin auftreten, was natürlich zur Folge hat, dass das Wis­sen des Lesers immer auf das der Prota­gonis­tin be­schränkt ist.

Fazit:

Diese Fantasy-Story bietet durchaus Alleinstellungsmerkmale, weist aller­dings auch ein paar (be­heb­bare) Schwä­chen auf.

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Die Lichtstein-Saga – 4 – Enyas

Nadine Erdmann
Die Lichtstein-Saga – 4 – Enyas

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Familientreffen

Klappentext:

Nach dem Zusammentreffen mit Konstantin im Tal der Drachen for­dert Noah Ant­wor­ten von Ben und Mia. Was ist vor acht­zehn Jah­ren pas­siert? Trägt er tat­säch­lich nicht nur das Engels­licht, son­dern auch die Fins­ter­nis in sich? Wäh­rend Noah sich mit quä­len­den Fra­gen aus­ein­ander­set­zen muss, suchen die Men­schen wei­ter fie­ber­haft Unter­stüt­zung bei den ande­ren interri­ani­schen Völ­kern. Um ihre Hei­mat vor einer Inva­sion aus der Schat­ten­welt zu be­wah­ren, muss das Por­tal in Kons­tan­tins Burg zer­stört wer­den. Die Burg scheint je­doch un­ein­nehm­bar und die Zeit läuft ihnen da­von … Das Finale zur gro­ßen Licht­stein-Saga von Nadine Erd­mann.

Rezension:

Obwohl Noah sich noch mit den überraschenden Infor­mati­onen über sich selbst aus­ein­ander­set­zen muss, müs­sen die Cays die Ber­gung des 4. Steins or­ga­ni­sie­ren. Doch auch wenn das ge­lingt und das Engels­licht für die nächste Peri­ode wie­der­be­lebt wer­den kann, bleibt immer noch das Pro­blem Kons­tan­tin be­ste­hen. Wie kann man ihn end­gül­tig be­sie­gen?

Im abschließenden Band ihrer Fantasy-Tetralogie führt Nadine Erd­mann die Ge­schichte um die 4 Cays und die ihnen zu­ge­ord­ne­ten Steine er­war­tungs­gemäß zum Ab­schluss. Im Ge­gen­satz zu den vor­her­ge­hen­den Bän­den, in denen es je­weils pri­mär um die Er­langung des je­wei­li­gen Steins ging, ist der eigent­liche Höhe­punkt die­ses Ban­des der Kampf gegen den Anta­gonis­ten Kons­tan­tin. Nach Ab­schluss des Kampfes ge­währt der 10 Jahre spä­ter an­ge­sie­delte Epi­log dann noch einen kur­zen Ein­blick in das wei­tere Schick­sal der Be­tei­lig­ten.

Liv, der zu Beginn des Mehrteilers die eindeutige Protagonisten­rolle zu­kam, spielt dies­mal fast schon eine Neben­rolle. Der eigent­liche Prota­gonist die­ses Fina­les ist da­ge­gen defi­ni­tiv Noah, der, wie schon in Band 3 („Fineas“) deut­lich wurde, per­sön­lich viel tie­fer in die Hand­lung ver­zahnt ist, als er selbst ahnte.

Stilistische Experimente wagt die Autorin im Abschlussband der Tetra­logie natür­lich nicht. In dem Punkt bleibt alles beim Ge­wohn­ten. Poten­ziel­len Lesern kann ohne­hin nur empfoh­len wer­den, die 4 Bände (be­gin­nend mit „Aqui­las“) der Reihe nach zu lesen.

Fazit:

Ein gelungener Abschluss der Fantasy-Tetralogie, der mit einem ab­schlie­ßen­den Blick in die Zu­kunft eine Fort­setzung aus­schließt.

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The ‰-Files

Markus Heitkamp (Hrsg.), Nele Sickel (Hrsg.)
The ‰-Files

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Blau, blauer, am blausten

Klappentext:

Er gurgelt und schmeichelt, sprudelt und prickelt. Er beißt, brennt, zischt und knallt: Alko­hol. Mal Freund, mal Feind, immer auf­re­gen­der Be­glei­ter. Wo­mit aber wehrt man sich gegen voll­trunkene Orks? Wie viel Cham­pag­ner ver­tra­gen Wunsch­feen? Und kann der rich­tige Fusel einem ein­fachen Men­schen viel­leicht sogar un­ge­ahnte Kräfte ver­lei­hen? In 11 Ge­schich­ten ent­hül­len die Pro­mille-Akten feucht­fröh­liche Wahr­hei­ten über die be­schwipste Seite der phan­tas­tischen Welt. Hier wer­det ihr er­blin­den – äh, quatsch, alles fin­den: Zun­der und Wun­der. Wer­mut und Schwer­mut. Schein, Sein und … ach ja: Wein. 11 im Voll­rausch ge­schrie­bene Ge­schich­ten von Olivia Meyer, Tho­mas H. Demian, Lau­rence Horn, Hanna Nol­den, Den­nis Frey, Clau­dia Rapp, Tina Sku­pin, Mark G. Rum­mel, Anna Holub, Jörg Fuchs Ala­meda und Nele Sickel. Der Ver­lag spen­det außer­dem alle Ge­winne aus dem Ver­kauf die­ser Antho­logie für einen guten Zweck.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Die Legende vom verfluchten Einhorn – Olivia Meyer
Auge um Auge – Thomas H. Demian
Thronstürzer – Laurence Horn
Blackout – Nele Sickel
Drunken Dragon Tattoo – Hanna Nolden
Blutdurst – Dennis Frey
Der blaue Stein der Weisen – Claudia Rapp
Prager Absinth – Tina Skupin
Dinner for Six – Mark G. Rummel
Die blaue Fee – Anna Holub
Die letzte Schlacht der Alkohelden – Jörg Fuchs Alameda

Alkohol. Fast genauso vielfältig wie die Sorten ‰-hal­ti­ger Ge­tränke sind die Fol­gen ihres reich­hal­ti­gen Ge­brauchs. Da geht es um etwas zu ‚guten‘ Absinth, um ein im Voll­rausch er­hal­tenes Tat­too, eine gute Fee, die der neu­ge­bo­renen Toch­ter des Königs einen Wunsch­zau­ber ver­pas­sen soll, sich vor­her aber zu viel Mut an­trinkt, Wis­sen­schaft­ler, die Bier für Mars-Sied­ler ent­wick­eln, Wi­kinger beim Trink­gelage oder be­sof­fene Ein­hör­ner.

Ganz in der Tradition des Talawah-Verlags, der bereits einige Antho­lo­gien der „-Files“-Reihe wie „The A-Files“ über Ama­zo­nen, „The D-Files“ über Drachen, „The P-Files“ über Phö­nixe, die „The S-Files“ über Suc­cubi oder „The U-Files“ über Ein­hör­ner ver­öffent­lichte, gibt es jetzt „The ‰-Files“, in denen sich na­tür­lich alles um Pro­mille dreht. Vom Genre her reicht das Spek­trum von unserer rea­len Welt über Fan­tasy – so­wohl in ‚Rein­form‘ als auch in der Urban-Vari­ante – und Hor­ror bis hin zu Science Fic­tion.

Im Gegensatz zu den mir bisher bekannten Anthologien dieser Reihe, sind dies­mal lei­der rela­tiv viele Bei­träge ent­hal­ten, die mich nicht über­zeu­gen konn­ten. Wie ge­wohnt widme ich mich aber lie­ber den ‚Per­len‘ näher:

In „Die blaue Fee“ lässt Anna Holub ihrer Protagonistin, einer guten Fee, die Ehre zu­teil­wer­den, der Toch­ter des Königs einen magi­schen Wunsch auf­zu­prä­gen. Lei­der spricht sie zuvor nur etwas zu sehr dem Alko­hol zu und kann sich am nächs­ten Mor­gen nicht mehr er­in­nern, was sie dem Baby ge­wünscht hat. Und irgend­etwas scheint nicht zu stim­men … Eine humor­volle Fan­tasy-Story.

Die Protagonistin in Nele Sickels „Blackout“ wacht in Räum­lich­kei­ten auf, die wie ein Labor wir­ken. Hat je­mand sie etwa zu Dro­gen­ex­peri­men­ten miss­braucht? Dass es hier um Alko­hol geht, ist einem als Leser na­tür­lich klar. Die Wen­dung am Ende die­ser SciFi-Story ist aber ge­lungen.

Tina Skupins Protagonist hat in „Prager Absinth“ nach Absinth-Ge­nuss starke psy­chi­sche Pro­bleme. Die wah­ren Hin­ter­gründe sind je­doch über­rasch­end und füh­ren in den Urban-Fan­tasy-Be­reich.

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In dieser Anthologie dreht sich alles um (und durch) Alko­hol. Die Qua­li­tät der Bei­träge ist aller­dings durch­mischt.

Die Welt ist meine Auster – 2

Matthias Drawe
Die Welt ist meine Auster – 2

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Zwischen Broadway und Jamaika

Klappentext:

Matthias Drawe lernt, wie man in einer brasilianischen Favela ein Haus baut, ent­deckt die Ge­heim­nisse der Grenz­mauer in Tijuana und be­kommt es in Mos­kau mit der rus­sischen Mafia zu tun.

Er fängt sich eine Lebensmittelvergiftung in Kairo ein, geht in L.A. auf Promi-Jagd und spielt in einem Klos­ter die Kamin­szene aus „Der Name der Rose“ nach.

In New York bekommt er den Beweis, dass Hühnersuppe tat­säch­lich gut für die Seele ist, in Ja­maika er­fährt er, dass ein Joint dort zum Früh­stück ge­hört, und in Ber­lin lan­det er mit einer Kopf­wunde in einem Kranken­haus am Bahn­hof Zoo.

Rezension:

Der Rundfunk braucht ständig Reportagen aus allen Ecken der Welt. Als freier Korres­pon­dent zieht es Matthias Drawe aus sei­ner Wahl­hei­mat New York immer wie­der in Ge­gen­den, die Touris­ten eher nicht auf­suchen. In einer brasiliani­schen Favela mie­tet er sich ein Zim­mer, auf Ja­maika mischt er sich unter eher er­folg­lose, rasta­haarige Musi­ker. Aber auch ein Klos­ter oder die Un­fall­station eines Kranken­hauses sind vor ihm nicht sicher. Wo­bei er auf letz­teren Be­such wohl gerne ver­zich­tet hätte.

Wie bereits in Band 1 seiner Reiseberichte geht der Autor seine Aben­teuer und Aben­teuer­chen eher humor­voll an. Wie man alleine sei­ner Hotel­aus­wahl ent­neh­men kann, ist das Spe­sen­konto bei die­sen Repor­tagen wohl eher weni­ger be­last­bar. Aber es sind auch vor­zugs­weise die ‚nor­malen‘ Leute, die im Fokus der kur­zen Reise­be­richte ste­hen. Tref­fen mit Bür­ger­meis­tern oder Millio­nären sucht man hier ver­geb­lich.

Fazit:

Wenn Matthias Drawe auf Reisen geht, bewegt er sich oft im ‚Boden­satz‘ der Ge­sell­schaft, fin­det dort aber interes­sante Stories.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Geheimakte … – 13 – Geheimakte Pandora

André Milewski
Geheimakte … – 13 – Geheimakte Pandora

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Labyrinth auf Kreta

Klappentext:

Das 13. Geheimakte-Abenteuer von Max Falkenburg

Boston 1969

Max Falkenburg ist zum neuen Dekan des Elliot College ernannt wor­den. Von der Ge­heim­orga­ni­sa­tion Zer­berus fehlt nach den Er­eig­nis­sen in Boli­vien jede Spur. Wäh­rend die CIA erfolg­los ver­sucht, eine Fährte zu fin­den, braut sich in der Sowjet­union das Un­heil zu­sam­men.

Max ist völlig klar, dass die Gefahr immer noch im Dunkeln lauert. Als er un­ver­hofft ein altes Rät­sel löst, nimmt er er­neut den Kampf auf. Er ahnt nicht, dass er dies­mal mit weit­aus schlim­meren Mäch­ten kon­fron­tiert wird!

Rezension:

Max wurde gerade erst zum Dekan ernannt, Joe arbeitet jetzt in Washing­ton. Beide haben noch an ihrem letz­ten Aben­teuer zu knab­bern. Als der CIA je­doch auf neue Akti­vi­tä­ten von ZER­BERUS stößt, bittet er die bei­den um Hilfe. Zu­sam­men mit Max’ Frau Jody und einer jungen CIA-Agen­tin rei­sen sie zu­erst nach Ita­lien und dann nach Kreta. Doch die Fäden im Hin­ter­grund span­nen sich um die ganze Welt.

Nachdem André Milewski in Band 12 seiner „Geheimakte“-Reihe (die ich un­be­ab­sich­tigt über­sprungen habe) einige der aus den vor­heri­gen Bän­den be­kann­ten Mit­strei­ter ‚ent­sorgt‘ hat, be­steht das ‚Stamm­per­so­nal‘ nur noch aus Max, Joe und Jody. Zur zen­tra­len Anta­gonis­tin hat sich mitt­ler­weile Pa­loma von Stein­heim, die die Grup­pie­rung ZER­BERUS an­führt, ent­wickelt. Im Fokus ste­hen na­tür­lich wei­ter­hin archäo­logi­sche und his­tori­sche For­schungen, die – wie in die­ser Reihe ge­wohnt – teil­weise über­sinn­liche Hin­ter­gründe haben. Anders als die bis­heri­gen Bände endet diese Ge­heim­akte aber in einem Cliff­hanger. Das aktu­elle Aben­teuer bleibt also vor­erst un­be­en­det. Der vor­lie­gende 13. Band bil­det zu­sam­men mit dem für März 2023 an­ge­kün­dig­ten 14. ge­wis­ser­maßen eine ‚Doppel­akte‘. Das tut der Span­nung je­doch kei­nen Ab­bruch, be­zieh­ungs­weise stei­gert diese mit dem War­ten auf die Fort­set­zung sogar noch.

Stilistisch folgt der Autor dem aus den bisherigen Geheimakten Ge­wohn­ten.

Fazit:

Zum 13. Mal müssen Max und Co. die Welt vor archäologischen Ge­fah­ren ret­ten. Doch dies­mal wird die Ret­tung erst­mals ver­tagt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Bromley: (k)ein Agentenroman

Christian von Aster
Bromley: (k)ein Agentenroman

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Liftboy im Flüchtigkeitsfehlerdepot

Klappentext:

Bromley ist ein Agent, wie er im Buche steht. Auch in diesem. Aller­dings nicht so wie ge­plant.

Eine einarmige Revolverheldin und ihre Verbündeten entfüh­ren den Autor des Romans, um das Narra­tiv an sich zu rei­ßen, und so gerät der mittel­mäßige Agen­ten­thril­ler außer Kont­rolle. Wäh­rend die Ka­pitel­gren­zen von Söld­nern ge­sichert wer­den und auch der Prota­gonist ver­schleppt wird, geht es plötz­lich weni­ger um Agen­ten als viel­mehr um Dan­tes Höllen­kreise, Fuß­noten­luken und die Rache un­ver­öffent­lichter Figu­ren.

Ein verwegener Erzähltrip, der vorbei an allerlei Klischees und Un­mög­lich­kei­ten an Worte heran­führt, die noch nie ein Mensch zu­vor ge­le­sen hat.

Rezension:

In einem für derartige Zusammenkünfte einschlägigen Hotel wartet Agent Brom­ley auf ein kon­spi­ra­ti­ves Tref­fen. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Eine Revol­ver­hel­din über­nimmt die Kont­rolle über das Hotel. Dabei wird sie von einem halb­nack­ten Wil­den und einem Pira­ten­kapi­tän unter­stützt. Und Brom­ley wird aus dem Ver­kehr ge­zo­gen. Das kann doch gar nicht sein! Immer­hin ist das sein Roman, des­sen Titel­held er ist. Und der spielt im 21. Jahr­hun­dert und nicht in der Vor­zeit, der Ära der Pira­ten oder der Zeit des Wil­den Wes­tens. Was läuft hier?

Was passiert, wenn ein Autor in seinen eigenen Roman hinein ent­führt wird? Und wie kom­men nie ver­öffent­lichte Figu­ren sei­ner frü­hen Geh­ver­suche als Schrift­steller in diese Ge­schichte hin­ein? Und die wich­tigste Frage: Was muss Chris­tian von Aster ge­raucht haben, um auf solche völ­lig ab­sur­den Ein­fälle zu kom­men? Auch wenn man als Leser durch die Ge­stal­tung des Covers und den Klap­pen­text na­tür­lich schon darauf vor­be­rei­tet ist, dass man es hier garan­tiert mit kei­nem rich­ti­gen Agen­ten­roman zu tun hat, fragt man sich nach ein paar Sei­ten, wo­ran man mit die­sem Buch eigent­lich ist. Beim Weiter­lesen er­schließt sich erst lang­sam der ganze – na­tür­lich be­ab­sich­tigte – Wahn­sinn die­ser Ge­schichte. Wenn man doch den Mut auf­bringt wei­ter­zu­lesen, offen­bart sich lang­sam, dass die­ses Buch doch eine Ge­schichte er­zählt, die am Ende sogar irgend­einen Sinn er­gibt. Wenn man sich da­rauf ein­lässt, macht es sogar wirk­lich Spaß.

Als besonders schwierig erweist es sich, diesen „Agentenroman“ einem Genre zu­zu­ord­nen. Ein­deu­tig klar ist eigent­lich nur, dass es kein Agen­ten­roman ist. Humor passt schon bes­ser. Unterm Strich würde ich das Buch wegen di­ver­ser Hand­lungs­ele­mente unter Fan­tasy ein­stu­fen, ob­wohl es kein ein­zi­ges der eigent­lich üb­lichen Ele­mente die­ses Gen­res ent­hält. Aller­dings ist selbst die­ser Ein­ord­nungs­ver­such wahr­schein­lich erst zu ver­ste­hen, wenn man das Buch selbst ge­lesen hat.

Fazit:

Dieses Buch ist mit keinem, das ich kenne, auch nur halbwegs ver­gleich­bar. Ent­weder fin­det man es genial – oder Müll­tonne.

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Finsterwelt – 1 – Das verbotene Buch (Hörbuch)

Katharina Herzog
Finsterwelt – 1 – Das verbotene Buch (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Sprecherin: Vanida Karun

Der unbekannte Bruder

Klappentext:

In ein Internat für Kinder aus Märchenfamilien zu gehen, ist nicht so wun­der­bar wie es klingt, wenn man vom Frosch­könig ab­stammt. Es ist schon schwie­rig genug, 12 zu sein, aber sich un­kont­rol­liert in einen Frosch zu ver­wan­deln, ist noch viel, viel schlimmer! Und das pas­siert Leonie aus­ge­rech­net vor Tris­tan, dem neuen, gut aus­sehen­den Jungen, von dem kei­ner so richtig weiß, aus wel­cher Fa­milie er eigent­lich kommt. Als Leonie die alte Märchen­kam­mer im Dorn­rös­chen­turm ent­stau­ben muss, öff­net sie ein Buch, das ihr dort in die Hände fällt. Das hätte sie bes­ser nicht ge­tan! Am nächs­ten Tag hat es ihre beste Freun­din Marle schein­bar nie ge­ge­ben. Ein­zig Tris­tan er­in­nert sich an sie – kön­nen Leonie und er das Ge­heim­nis da­hin­ter lüf­ten und ihre Freun­din ret­ten?

Rezension:

Einer von Leonies Vorfahren ist der berühmte Froschkönig. Sie kann sich in einen Frosch ver­wan­deln, doch meist ge­schieht dies un­ge­wollt, wenn sie sich auf­regt. Die Rück­ver­wand­lung fällt ihr meist deut­lich schwerer. Des­halb be­sucht sie seit dem letz­ten Jahr auch ein spe­zi­el­les Inter­nat für die Nach­fah­ren be­rühm­ter Märchen­fi­gu­ren. Und das be­fin­det sich im Dorn­rös­chen­schloss! Ihre beste Freun­din Marle stammt aus der Ahnen­reihe des Rot­käpp­chens. Nach­dem Leonie ein altes Buch ge­fun­den und darin ge­lesen hat, ist Marle aller­dings spur­los ver­schwun­den. Außer ihr und Tris­tan, der beim Fund des Buches dabei war, kann sich nie­mand er­in­nern, dass es Marle jemals gab.

Katharina Herzogs Urban-Fantasy-Reihe, die mit diesem Band an den Start geht, rich­tet sich vor allem an junge Leser. Das wird auch an der Aus­drucks­weise deut­lich, wenn die 12-jäh­rige Prota­gonis­tin in der Ich-Form von den mys­teri­ösen Vor­komm­nis­sen be­rich­tet.

Besondere Internate, an denen besondere Schüler unterrichtet werden, sind in Büchern die­ses Gen­res ein recht weit ver­brei­te­tes Ele­ment. Dass die Gebrü­der Grimm als essen­zi­elles – wenn auch wie in der Rea­li­tät längst ver­stor­benes – Be­stand­teil in eine Urban-Fan­tasy-Story ein­be­zo­gen wer­den, ist da­ge­gen schon ein Allein­stel­lungs­merk­mal. Wäh­rend das Pro­blem eini­ger aus den Märchen auch in den Er­in­ner­ungen fast aller ver­schwun­denen Figu­ren sowie deren Nach­kom­men in die­sem Band (zu­min­dest vor­erst) ab­ge­schlos­sen wird, zeigt sich darin, dass andere Fra­gen offen blei­ben, dass diese Reihe auf einen über­grei­fen­den Hand­lungs­bogen aus­ge­legt ist. Mit einer mys­teri­ösen Figur, deren Iden­ti­tät völ­lig offen bleibt, sowie dem neuen Mit­schü­ler Tris­tan, den eben­falls ein Ge­heim­nis um­gibt, wird die Neu­gier auf die Fort­setzungen auf­ge­baut. Zu­sam­men mit dem interes­san­ten aktu­ellen Aben­teuer dürfte das für eine hohe Er­war­tungs­hal­tung der Leser sor­gen.

Der Stil der Autorin kann überzeugen. In der von mir gehörten Hör­buch­fas­sung empfand ich die Lese­weise der Sprecherin (Vanida Karun) aller­dings als ge­wöh­nungs­be­dürf­tig lang­sam.

Fazit:

Dieser Start in eine neue Urban-Fantasy-Welt für primär junge Leser kann mit einem ge­lungenem Span­nungs­auf­bau über­zeu­gen.

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