Ein Enola-Holmes-Krimi – 5 – Der Fall des rätselhaften Reifrocks

Nancy Springer
Ein Enola-Holmes-Krimi – 5 – Der Fall des rätselhaften Reifrocks

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Übersetzung: Nadine Mannchen

Ein Rätsel aus Blüten und Blättern

Klappentext:

Enolas Vermieterin, die fast taube und manchmal etwas zu neu­gierige Mrs Tupper, ist Enola in ihrer Zeit in Lon­don, in der sie ansons­ten recht ein­sam ist, sehr ans Herz ge­wach­sen. Da sitzt der Schock tief, als Enola eines Tages nach Hause kommt und fest­stel­len muss, dass Mrs Tupper ent­führt wurde! Wer würde diese alte Dame ver­schlep­pen und warum? Nach­dem Enola das durch­wühlte Haus unter­sucht hat, kommt sie zum dem Schluss, dass es die Ent­führer offen­bar auf einen von Mrs Tuppers alten Reif­röcken abge­sehen hatten, in dem sich eine geheime Bot­schaft ver­birgt. Ver­folgt von einer unbe­kann­ten Per­son, führt die Spur Enola bis zu Flo­rence Nightin­gale. Was hat die ehe­malige Kranken­schwes­ter und eng­lische Natio­nal­heldin mit dem Ver­schwin­den der Ver­mie­terin zu tun? Enola stößt auf unge­heuer­liche Dinge und eine Spio­nage­affäre aus der Ver­gangen­heit …

Rezension:

Enolas Vermieterin Mrs Tupper wurde entführt! Natürlich beschließt die junge Detek­tivin sofort, der zurück­gelas­senen mys­teri­ösen Bot­schaft nach­zu­gehen. Doch alles ergibt zu­nächst kei­nen Sinn, und außer­dem spricht alles dafür, dass Mrs Tupper wirk­lich selbst keine Ah­nung hat, wo­rum es geht. Und zu allem Übel scheint Enolas Bru­der Sher­lock am sel­ben Fall zu arbei­ten.

Im 5. Band ihrer Detektiv-Reihe lässt Nancy Springers die kleine Schwes­ter von Sher­lock Hol­mes in eige­nem Inter­esse ermit­teln. Erneut muss die junge Prota­gonis­tin paral­lel zu ihrem berühm­ten Bru­der ermit­teln, wie es ähn­lich schon in Band 4 („Der Fall des geheim­nis­vollen Fächers“) der Fall war. Der Schwer­punkt liegt dies­mal auf Ereig­nissen, die bis weit vor Enolas Geburt zurück­reichen. Die eigent­lichen Beweg­gründe des Hinter­manns der Ent­führung blei­ben mir aller­dings auch am Ende noch ver­bor­gen, da er auch aus einem Erfolg keinen mir erkenn­baren Nutzen gezo­gen hätte. Auf­fällig finde ich auch, dass wir Leser das Alter der Ver­mie­terin erfah­ren. Mrs Tupper ist erst An­fang 50! Nach den Be­schrei­bungen in den bis­heri­gen Büchern hätte ich sie min­des­tens 20 Jahre älter ge­schätzt. Auch wenn alles natür­lich aus der Sicht der 14-jähri­gen Enola ge­schil­dert wird und man berück­sich­tigt, dass die Lebens­erwar­tung Ende des 16. Jahr­hun­derts geringer als heute war, pas­sen die mehr­fach erwähn­ten Alters­erschei­nungen nach meiner Mei­nung nicht zu einer Frau dieses Alters. Trotz dieser leicht un­logi­schen Ten­den­zen kann das Detek­tiv-Aben­teuer aber erneut über­zeu­gen.

Selbstverständlich bleibt die Autorin ihren in dieser Reihe etab­lier­ten Stil­ele­menten wie bei­spiels­weise der Rolle ihrer Prota­gonis­tin als Ich-Erzäh­lerin treu.

Fazit:

Auch in ihrem mittlerweile 5. Fall wird Sherlock Holmes’ kleine Schwes­ter wie­der mit den Machen­schaf­ten der Upper Class kon­fron­tiert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Rückkehr der Finsternis – 1 – Akademie der Drachenreiter

Ava Richardson
Die Rückkehr der Finsternis – 1 – Akademie der Drachenreiter

Wilde Drachen

Klappentext:

Agathea, aus dem adligen Haus der Flamma, möchte ihrer Familie Ehre machen, indem sie in die Fuß­stapfen ihrer Brü­der tritt und den ihr zu­stehen­den Platz als Drachen­reiterin ein­nimmt. Hei­rat wäre die ein­zige Alter­na­tive, daher kann Thea einen Miss­erfolg nicht akzep­tieren. Sie ist nicht über ihren unbe­hol­fenen, unge­pfleg­ten Part­ner Seb erfreut, aber ihr Drachen hat sie beide ge­wählt und nun muss das un­gleiche Paar lernen, als Team zu arbei­ten.

Der siebzehnjährige Sebastian schämte sich seit langem wegen seines be­trunkenen Vaters und sei­ner mangel­haf­ten Erzie­hung, aber dann wurde er aus­er­wählt, an der reno­mmier­ten Aka­demie als Drachen­reiter aus­ge­bil­det zu wer­den. In eine Welt ge­sto­ßen, in die er nicht passt, fin­det Seb eine Ver­bin­dung mit sei­nem Drachen, die noch stär­ker ist, als er sie sich vor­ge­stellt hatte. Bald tut er alles, was er kann, um erfolg­reich zu sein und seine neue Part­nerin, Thea, nicht in Ver­legen­heit zu bringen.

Als Seb Gerüchte hört, dass eine alte Gefahr wieder auf­er­steht, begin­nen er und Thea nach­zu­for­schen. Allein mit ihrer Ent­schlos­sen­heit und dem Drachen, den sie beide rei­ten, be­waff­net, könn­ten Thea und Seb viel­leicht die ein­zige Ver­teidi­gung gegen die Fins­ter­nis sein, die das Land zu über­fluten droht. Ge­mein­sam wer­den sie ler­nen müs­sen, zu­sam­men­zu­arbei­ten, um ihr König­reich zu ret­ten … oder bei dem Ver­such zu ster­ben.

Rezension:

Jedes Jahr machen sich die jungen Drachen der Akademie als Drachen­reiter an einem Tag auf die Suche nach ihren Rei­tern. Jeder Drache be­nötigt 2, einen Lenker, der eine enge geis­tige Bezie­hung zu dem Drachen ein­geht, und einen Be­schüt­zer, der den Len­ker und den Drachen selbst mit Pfeil und Bogen ver­tei­digt. Von einem Drachen ge­wählt zu wer­den, ist eine große Ehre. Aga­thea, deren adlige Familie auf Gene­rati­onen von Drachen­reitern auf­baut, hofft schon lange, genau wie ihre älteren Brü­der aus­ge­wählt zu wer­den, ob­wohl das bei Mäd­chen nur sehr sel­ten pas­siert. Tat­säch­lich wählt ein Drache sie, sogar ein sel­tener Roter. Des­sen andere Wahl ist jedoch der Sohn eines armen Schmieds, Sebas­tian. Aga­thea und Sebas­tian ver­stehen sich über­haupt nicht, doch kön­nen sie nur zu­sam­men zu Drachen­reitern wer­den – oder in Un­ehre aus­scheiden.

Im Bereich Drachen und Drachenreiter ist Ava Richardson zweifel­los eine Wieder­holungs­täterin. Mit die­sem Buch star­tet sie wie­der in eine neue Tri­logie, in der es erneut um die Aben­teuer junger Drachen­reiter geht. Dies­mal sind es die jugend­lichen Prota­gonis­ten Aga­thea und Sebas­tian, deren Be­wäh­rung als Drachen­reiter im Fokus der Hand­lung steht. Die Kon­stel­lation, dass sich gegen­sätz­liche Charak­tere zu­sam­men­raufen müs­sen, weil sie nur gemein­sam beste­hen kön­nen, ist natür­lich nicht neu. Daran, dass es ihnen am Ende gelingt, besteht natür­lich kaum ein ernst­hafter Zwei­fel. Wie in zahl­reichen ähn­lichen Fan­tasy-Ge­schich­ten müs­sen sich auch die Prota­gonis­ten die­ser gegen Zweif­ler be­haup­ten, sind sie doch beide Außen­seiter, Aga­thea, weil sie weib­lich ist, Sebas­tian, weil er aus der Unter­schicht stammt und sein Vater als Säu­fer ver­rufen ist. Trotz der vie­len bekann­ten Ele­mente kann die Story ihre Leser jedoch mit­neh­men, zumal die Autorin auf die bei ähn­lichen Voraus­setzungen meist obli­gatori­sche Love­story ver­zich­tet.

Die Autorin lässt ihre beiden Helden von Kapitel zu Kapitel wechsel­weise als Ich-Erzäh­ler agie­ren. Ob­wohl das Buch ein ‚rich­tiges‘ Ende auf­weist, blei­ben genü­gend lose Fäden für die Fort­setzungen offen, die zu ver­fol­gen interes­sant zu wer­den ver­spricht.

Fazit:

Auch dem altbekannten Thema einer Drachenreiter-Akademie kann man durch­aus neue interes­sante Sei­ten abge­winnen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Damien und die Silbernadel

Matthias Boden
Damien und die Silbernadel

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Eine Hilde zu viel

Klappentext:

Der junge Damien muss nach den Sommerferien auf eine neue Schule wech­seln. Dort erfährt er durch eine Füh­rung mit sei­nen Freun­den, dass diese Schule eine lange zurück­reichende Ver­gangen­heit be­sitzt. Unter anderem gab es auch eine Ge­schichte eines alten Man­nes, der vor vie­len Jahren im Neben­haus lebte. Der alte Jere­mias, der erste Be­sitzer und Arbei­ter, der das alte Ge­mäuer bauen ließ, ver­steckte dort lange vor dem Krieg einen wert­vollen Schatz. Laut den Leh­rern konn­ten die Reich­tümer noch nicht ge­fun­den wer­den. Zu­sam­men mit sei­nen Freun­den Laura und Ralf findet er auch eine erste Spur. Neben dem lang­weili­gen Schul­all­tag begin­nen die Drei der Spur zu fol­gen. Die drei begin­nen bald schon daran zu zwei­feln, ob es die­sen Schatz auch wirk­lich gab, denn um ihn zu fin­den müs­sen sie viele Rät­sel lösen.

Rezension:

Damien und seine Freunde kommen auf eine neue Schule, um deren Vor­ge­schichte sich eine alte Le­gende webt. Wie schon Gene­rati­onen an Schü­lern vor ihnen machen sie sich auf die Suche nach dem legen­dären Schatz, der auf dem Ge­lände ver­steckt sein soll. Im Gegen­satz zu denen schei­nen sie aller­dings wirk­lich auf eine heiße Spur zu sto­ßen.

Ähnlich wie auch andere Autoren von Jugendabenteuern lässt auch Matthias Boden sei­nen Prota­gonis­ten Damien in einer ganz nor­malen Situ­ation star­ten, dem Wech­sel an eine neue Schule. Die Situ­ation dürfte natür­lich zahl­reichen jetzi­gen und ehe­mali­gen Schü­lern be­kannt vor­kom­men. Dass man die neue Um­ge­bung erst mal erkun­den muss, ist da nor­mal. Im Gegen­satz zu den meis­ten Schü­lern gibt es für Damien und seine Freunde aller­dings wirk­lich etwas zu ent­decken. Die­ses Aben­teuer erweist sich auch als so interes­sant, wie es sich an­hört. Aller­dings hat das Buch auch seine Schwächen, und die beste­hen einer­seits in schrift­steller­ischen Mängeln wie mehr­fachen Wie­der­holungen von Tat­sachen, die jeder (auch junger) Leser schon bei der erst­mali­gen Er­wäh­nung ver­stan­den hat, Zeit­feh­lern und aus­gie­bigen Ab­schwei­fungen zu The­men, die mit der Ge­schichte abso­lut nichts zu tun haben, anderer­seits leider auch in gro­ßen Logik­löch­ern. Zu die­sen Logik­löch­ern gehört bei­spiels­weise, dass der Prota­gonist und seine Freunde nach Ab­schluss der Grund­schule ans Gym­nasium be­ziehungs­weise die Real­schule (bei­des inner­halb der Ge­samt­schule, die der Hand­lungs­ort ist) wech­seln, sie aber schon 13 Jahre als sind. Auf der Schatz­suche müs­sen die Freunde auch in alten Ur­kun­den suchen und stel­len fest, dass in das Rät­sel ein Graf, der damals 28 Jahre alt war, und des­sen 16-jähri­ger Sohn ver­wickelt sind. Der Graf muss wirk­lich sehr früh für Nach­wuchs gesorgt haben! All das stört den Lese­genuss doch deut­lich. Nach einer gründ­lichen Über­arbei­tung könnte das Aben­teuer der 3 Freunde aber bestimmt über­zeu­gen.

Fazit:

Eine interessante jugendliche Schatzsuche, die allerdings eine schrift­steller­ische Über­arbei­tung nötig hätte.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Der Seelenbanner von Ishkra

Tankred Kiesmann
Der Seelenbanner von Ishkra

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Das Geheimnis der schwarzen Wolken

Klappentext:

Ein Kontinent in einer Welt, die mittelalterlich bis früh-neuzeit­lich anmu­tet. Es gibt mehrere König­reiche und das Kauf­manns­reich Ishkra. In den Rand­gebie­ten leben unab­hängige Stämme, Natur­völker und diverse magi­sche Wesen.

Der Magier Roduan ist auf der Suche nach der Unsterb­lich­keit. Sein Gehilfe Ivan kann die Aura von Men­schen sehen, die eine soge­nannte Ur­seele tra­gen. Gemein­sam fin­den sie heraus, dass diese Seelen der Schlüs­sel zur Un­sterb­lich­keit sind. Sie bege­ben sich auf eine gefähr­liche Reise durch den Kon­ti­nent, um Men­schen zu fin­den, die Trä­ger sol­cher Ur­seelen sind.

Doch es sind unruhige Zeiten, denn es herrscht Krieg zwi­schen den Reichen und ein Macht­kampf zwi­schen den Frak­ti­onen der Magier erschüt­tert die Welt …

Werden Roduan und Ivan genügend Seelenträger finden, um das magi­sche Ritual der Extrak­tion voll­zie­hen zu kön­nen? Und kann Roduan die Un­sterb­lich­keit erlangen?

Rezension:

Königreiche, Magier und Händler – so unterschiedlich sie sind, wollen sie doch alle ihre Macht aus­bauen. Das Nach­bar­reich zu über­fallen, nach Un­sterb­lich­keit zu stre­ben, Kon­kur­ren­ten zu be­seiti­gen – in der Wahl der Mit­tel sind alle nicht gerade wäh­ler­isch. Und dann wären da noch die Vam­pire. Wenn sie nicht aus­ster­ben wol­len, müs­sen sie sich end­lich wie­der ver­meh­ren. An Kon­flikt­poten­zial fehlt es also defini­tiv nicht. Doch was pas­siert, wenn alle diese Vor­haben sich inein­ander ver­stricken?

Mangelnde Komplexität kann man Tankred Kiesmanns Fantasy-Epos defini­tiv nicht vor­wer­fen. Zu An­fang fällt es dem Leser schwer, sich zwi­schen den zahl­reichen stän­dig wech­seln­den Hand­lungs­orten und Prota­gonis­ten zurecht­zu­fin­den. Erst mit der im Lauf der Ge­schichte erfol­gen­den Kon­zen­tra­tion der Hand­lungs­stränge ist lang­sam ein Über­blick zu ge­win­nen. Dabei bleibt die Zu­ord­nung der Charak­tere in Prota­gonis­ten, Anta­gonis­ten und Neben­figuren bis zum Ende kom­pli­ziert. Es gibt kaum eine han­delnde Per­son, die vor Ge­walt zurück­schreckt. Trotz­dem kris­tal­li­sie­ren sich Sym­pathie­trä­ger heraus. So­bald man in das äußerst kom­plexe Hand­lungs­geflecht hinein­gefun­den hat, nimmt einen die Story ge­fangen. Es macht zu­neh­mend Spaß, die Zu­sam­men­hänge zu erkun­den und die Welt der Ge­schichte zu ver­ste­hen. Lei­der blei­ben ein paar Hand­lungs­stränge recht offen, so­dass man als Leser nur auf eine (hof­fent­liche) Fort­setzung war­ten kann, um auch hier alle Ant­wor­ten zu erfah­ren.

Der sehr angenehm lesbare Stil des Autors ist zweifellos ein gro­ßer Plus­punkt die­ses Buches, zieht er den Leser doch in sei­nen Bann, noch bevor sich die kom­plexe Hand­lung zu­neh­mend ent­rät­selt und den Leser über­zeu­gen kann.

Fazit:

Die Komplexität dieser Fantasy-Welt überrascht und überflutet den Leser am An­fang zu­nächst mit Teil­hand­lungen und Charak­teren.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Met-Magie – Der Trunk der Götter, Barden und Bauern

Amandara M. Schulzke (Hrsg.), Nadine Muriel (Hrsg.)
Met-Magie – Der Trunk der Götter, Barden und Bauern

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Der treue Freund in der Flasche

Klappentext:

Heilmittel und Zaubertrank: Schon vor 20.000 Jahren sollen sich Mensch und Tier an der exqui­siten Köst­lich­keit Met be­rauscht haben. Ob in Ritu­alen, als Bar­den­trunk, mys­tische Opfer­gabe und Teil fest­licher Zere­mo­nien: Met ist un­ver­zicht­bar. Die nam­haf­ten Auto­rinnen und Auto­ren die­ser Samm­lung lie­ßen, wie einst die nordi­schen Skal­den, ihre Phan­ta­sie durch Met be­flü­geln. In fünf­zehn Er­zäh­lungen prei­sen sie den fruch­tigen, süßen oder her­ben Göt­ter­trunk in all sei­nen Vari­anten. Folgt ihnen über die Blau­beer­brücke, über den gro­ßen Teich und durch die Zei­ten. Seid dabei, wenn Met heilt, Men­schen ret­tet oder heiß um­kämpft wird, und fin­det mit ihm die Liebe und die Magie des Augen­blicks. Mit Tex­ten von Tommy Krapp­weis, Sandra Melli alias Iny Lorentz, Ju Honisch, Mira Valen­tin, Sam Feuer­bach und vie­len anderen.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Tommy Krappweis: Met(h)Ode
Amandara M. Schulzke: Die Tränen des Ra
Sandra Melli: Die Jagd der Katzenfrau
Nadine Muriel: Winterzauber
Thomas Heidemann: Ein Hauch von Minze
Megan E. Moll: Das Hochzeitsgeschenk
Rainer Wüst: Du, Martin
Mira Valentin: Hexenblut
Sam Feuerbach: Der Berg und der Prophet
Friedhelm Schneidewind: Met für Amerika
Stefan Cernohuby: Ein letzter Schluck
Laurence Horn: Das Gegenmittel
Petra Hartmann: Die Blaubeerbrücke
Astrid Rauner: Schottisches Blut
Ju Honisch: Hüttenzauber

Von einer Imker-Familie im alten Ägypten über Hexen­jäger im 16. Jahr­hun­dert, deut­sche Aus­wan­derer und Morde im alten Lon­don bis hin in eine apo­kalyp­tische Welt auf der Suche nach einem Heil­mittel füh­ren die Bei­träge die­ser Antho­logie ihre Prota­gonis­ten. Und all die haben einen stän­digen Beglei­ter: Met.

Anthologien gibt es viele. Die meisten haben ein Thema, das die ein­zel­nen Kurz­geschich­ten ver­bin­det. Die Idee, Met als die­ses Thema zu wäh­len, ist aller­dings schon etwas über­rasch­end. Die Tat­sache, dass ein Online­shop für Honig­wein hin­ter die­ser Antho­logie steht, erklärt diese außer­ge­wöhn­liche Themen­wahl aller­dings.

Die weit­aus meis­ten der hier versammelten Geschichten fallen in den Bereich der Fan­tasy, doch fin­den sich auch Bei­träge, die man als his­tori­sches Aben­teuer, apo­kalyp­tische Agen­ten­story oder als Charakter­studie ein­ord­nen könnte be­ziehungs­weise muss. Wie bei Antho­logien ge­wohnt, trifft nicht jeder Beitrag den per­sön­lichen Ge­schmack gleicher­maßen gut, doch ist die Quote an ‚Nie­ten‘ hier unge­wöhn­lich klein. Eigent­lich sind es nur 2 Kurz­geschich­ten, die mich nicht über­zeu­gen konn­ten. Aber sehen wir uns lie­ber die an, die mir be­son­ders ge­fielen:

In Thomas Heidemanns „Ein Hauch von Minze“ verirren wir uns ins Lon­don des aus­gehen­den 18. Jahr­hun­derts. Die Stadt­wache ver­folgt einige mys­teri­öse Mord­fälle. Der Täter erweist sich als ‚unge­wöhn­lich‘, das Hilfs­mittel, ihn fest­zu­setzen, noch mehr. Eine his­tori­sche Urban Fan­tasy mit Horror-An­klängen.

Amandara M. Schulzke schickt ihre Leser in „Die Tränen des Ra“ sogar ins alte Ägyp­ten. Die Kin­der eines Honig­bauern suchen nach einem ent­lau­fenen Esel. Auch hier bege­ben wir uns in den Bereich der Fan­tasy.

Ju Honisch lässt dem Leser in „Hüttenzauber“ sogar die Wahl des Genres. Die Story besitzt näm­lich gleich 3 Enden, die sie je nach Aus­wahl als Fan­tasy, Science Fic­tion oder sogar Technik-Thril­ler er­scheinen las­sen.

Fazit:

Diese Anthologie weist einen außergewöhnlich hohen Anteil gelungener Stories auf. Na dann: Darauf einen Met!

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Autorenwegweiser

Gerrit P. Cziehso
Autorenwegweiser

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Von der Idee zum (hoffentlich) erfolgreichen Buch

Klappentext:

Der große Traum vom eigenen Buch

Was brauche ich, um einen Roman zu schreiben und zu veröffentl­ichen? Wie ver­markte ich ein Buch? Wann ist ein Buch erfolg­reich?

Dieser Ratgeber kommt aus der Praxis. Er zeigt den gesamten Prozess – von der Ideen­fin­dung über den Schreib­prozess und die Ver­öffent­lichung bis hin zum Buch­marke­ting.

Dr. Gerrit P. Cziehso erklärt auf leicht verständliche und unter­halt­same Weise, wel­che schrift­stel­ler­ischen und unter­nehmer­ischen Aspekte zum Erfolg füh­ren. Zur Unter­stüt­zung der prak­tischen Um­set­zung wird eine Reihe von Bei­spiel­doku­men­ten, Vor­lagen und Daten­banken online zur Ver­fügung gestellt.

Ein unterhaltsamer Ratgeber, der jedem Selfpublisher und Verlagsautor genug Wis­sen mit­gibt, um das Beste aus sei­nem Roman heraus­zu­holen.

Rezension:

Ratgeber für angehende Autoren sind bei den einschlägigen Bezugs­quel­len ohne viel Auf­wand zu fin­den, denn es gibt einige davon. Ein paar habe ich im Lauf der letz­ten Jahre auch schon rezen­siert. Die Schwer­punkte wer­den von den Autoren dabei recht unter­schied­lich gelegt. Gerrit P. Cziehso folgt in sei­nem „Autoren­weg­weiser“ sys­te­matisch dem Weg eines ent­stehen­den Buches von der Aus­wahl der pas­sen­den Roman­idee über das eigent­liche Schrei­ben und die ver­schie­denen Kor­rek­tur­stu­fen bis zur eigent­lichen Ver­öffent­lich­ung und dem darauf­folgen­den Marke­ting. Gerade letz­teres nimmt einen gro­ßen Raum ein, was mei­ner eigenen Erfah­rung nach durch­aus sinn­voll ist. Auch ein Punkt, der in anderen ein­schlägi­gen Rat­gebern oft aus­ge­lassen wird, wird aus­führ­lich behan­delt: die Ent­schei­dung, ob (und wie) ein Ver­lag ge­fun­den wird oder die Ver­öffent­lichung im Self­pub­lishing erfolgt. Für beide Fälle gibt es um­fang­reiche nütz­liche Tipps, die bis hin zu im Ver­lags­ver­trag zu beach­ten­den Punk­ten reichen. Das ein­zige, was etwas stief­mütter­lich be­han­delt wird, sind die für eine Ver­öffent­lichung als Self­pub­lisher nöti­gen Arbei­ten der Cover-Erzeu­gung und des Buch­satzes. Bei­des wird, obwohl natür­lich un­ver­zicht­bar, nur ober­fläch­lich ge­streift.

Immer wieder verweist der Autor auf sein eigenes Autoren-Portal, auf dem eine ganze An­zahl nütz­licher Vor­lagen und Ver­zeich­nisse zu fin­den ist.

Der Autor schafft es, seine Empfehlungen gut lesbar und verständlich auf­zu­berei­ten, wobei er sehr sys­tema­tisch vor­geht.

Fazit:

Ein systematischer Leitfaden für werdende Autoren, bei dem der Schwerpunkt im krea­tiven und im Marke­ting­bereich liegt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Nighthunter – 12 – Blutmond

Anton Serkalow
Nighthunter – 12 – Blutmond

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Erinnerungen

Klappentext:

»Hell on Wheels« trifft Fantasy

Unabhängig voneinander begeben sich Horace Whittmore und Louis Royaume auf eine Zeit­reise und die Ver­gangen­heit offen­bart ihnen Erkennt­nisse, die den Lauf der Gegen­wart ver­än­dern wer­den.

1867 erhält Horace Whittmore den Auftrag nach einem verschwun­denen Agen­ten und dem legen­dären Carrizo-Schatz zu suchen. Bei der Suche stößt Horace auf ein Wesen, von dem er nie ge­glaubt hätte, dass Der­arti­ges über­haupt exis­tiert: Den Vam­pir Louis Royaume. Die­ser befin­det sich auf einem Rache­feld­zug und dabei gerät der Un­sterb­liche zum ers­ten Mal an einen eben­bür­tigen Geg­ner: Den mäch­tigen Scha­manen und Ge­stalt­wand­ler Geist­wolf. Diese Ereig­nisse füh­ren alle drei nach Kan­sas, direkt hinein in die blu­tigen Un­ruhen des Eisen­bahn­baus am Smoky Hill, den die Ein­ge­borenen Pe P’a nen­nen. Dort wer­den ihre Schick­sale auf ewig mit­ein­ander ver­bun­den.

Rezension:

Während Horace Whittmore sich in seine neue leitende Posi­tion bei den Pinker­tons ein­ar­bei­ten muss, wan­dern seine Ge­danken in einer Unter­hal­tung zurück in die Zeit, als er erst­mals mit dem Vam­pir Louis Royaume und damit dem Über­natür­lichem kon­fron­tiert wurde. Die­ser dage­gen erin­nert sich daran, wie er damals mit sei­nem spä­teren india­nischen Weg­gefähr­ten Geist­wolf zu­sam­men­traf.

Nachdem Anton Serkalow in den letzten Bänden seiner Wild-West-Fan­tasy-Reihe „Night­hunter“ die ur­sprüng­lichen Prota­gonis­ten Louis Royaume und Geist­wolf etwas aus dem Fokus ver­loren und (spe­ziell im vor­her­gehen­den Band 11 „Sturm­er­wachen“) andere Charak­tere ins Ram­pen­licht ge­stellt hatte, spie­len beide dies­mal wie­der eine tra­gende Rolle. In Erin­ner­ungen erfährt der Leser in die­sem Band, wie der Vam­pir und der Ge­stalt­wand­ler sich einst ken­nen­lern­ten. Dabei wird auch (wenn ich mich rich­tig erin­nere erst­mals) Geist­wolfs ur­sprüng­licher – und prak­tisch un­aus­sprech­licher – Name genannt. Der andere Erzähl­strang kon­zen­triert sich auf den frü­heren Erz­geg­ner der beiden Night­hunter. Der Wech­sel zwi­schen bei­den Hand­lungs­strängen einer­seits und erzäh­ler­ischer Gegen­wart (1882) und Rück­blicken in Erin­ner­ungen anderer­seits, for­dert dem Leser dies­mal beson­dere Auf­merk­sam­keit ab, um nicht den Über­blick zu ver­lieren.

Am Ende dieses gewohnt guten Bandes gibt es leider eine Mit­tei­lung des Autors, die den Fans der Reihe weni­ger ge­fal­len dürfte. Nach dem kom­men­den 13. Band wird die „Night­hunter“-Reihe wegen mangeln­den wirt­schaft­lichen Erfolges bedauer­licher­weise auf un­be­stimmte Zeit pau­siert wer­den.

Fazit:

Back to the roots: In dieses 12. Band erfährt man endlich, wie die Ge­schichte um Louis Royaume und Geist­wolf ur­sprüng­lich begann.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Teirish Dominion

A. Kaiden
Teirish Dominion

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Puppe

Klappentext:

Im Traum begegnet Melisse der Göttin Kiandra aus einer anderen Welt. Kiandra bit­tet die Jugend­liche darum, den Frie­den in ihrer Welt zu bewah­ren. Dafür muss Melisse auf die Teirish Domin­ion, ein Luxus­schiff der Ander­welt, das droht, durch eine Bombe eines Unbe­kann­ten in die Luft zu flie­gen. Voller Taten­drang und mit dem Wil­len, unzäh­lige Leben zu ret­ten, sagt Melisse zu. Wird sich die Jugend­liche in der anderen Welt zu­recht­fin­den und vor allen Dingen: Kann sie das Un­glück ver­hin­dern?

Rezension:

Melisse hat einen eigenartigen Traum. Eine Göttin namens Kiandra erscheint ihr und bittet sie, in einer Paral­lel­welt an einer Kreuz­fahrt eines Luxus-U-Schiffs teil­zu­neh­men, um dort ein Bom­ben­atten­tat zu ver­hin­dern. Das Pro­blem dabei ist, dass ihr wah­rer Kör­per in unserer Welt im Koma zu­rück­bleibt. Trotz­dem sagt sie zu. Melisses älterer Bru­der Tailor sorgt sich jedoch so um seine im Koma lie­gende Schwes­ter, dass ihm Kiandra auch erscheint und auch ihn rekru­tiert.

Weltenreisen sind ein nicht ganz selten anzutreffendes Element in der Urban Fan­tasy. A. Kaiden wählt die­ses als das zen­trale Merk­mal ihrer Ge­schichte um die bei­den jugend­lichen Ge­schwis­ter Melisse und Tailor. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Wel­ten­reise-Stories lan­den die Rei­sen­den hier aller­dings nicht in einer mittel­alter­lich ge­präg­ten Welt, son­dern in einer tech­nisch ent­wickel­ten, nur dass die Tech­nik hier haupt­säch­lich auf Magie auf­baut. Außer dem U-Schiff, auf dem die rele­vante Hand­lung statt­fin­det, ler­nen Prota­gonis­ten und Leser aber nichts vor die­ser Welt ken­nen. So bleibt vie­les mehr oder weni­ger rätsel­haft. Selbst die Per­son des eigent­lichen Atten­täters wird nicht auf­ge­klärt. Aller­dings lässt das doch ziem­lich über­raschende Ende die Mög­lich­keit für eine Fort­setzung offen. Diese wäre auch durch­aus wün­schens­wert, schon um die jetzt noch offen­bleiben­den Fra­gen zu beant­worten.

Die Autorin überlässt es ihren beiden Protagonisten abwechselnd, ihre Erleb­nisse in der Ich-Form zu erzäh­len. Eine gewisse Span­nung ent­steht dabei auch daraus, dass die Ge­schwis­ter manches unter­schied­lich inter­pre­tieren.

Fazit:

Diese Urban-Fantasy-Weltenreise mit Science-Fiction-Elemen­ten hebt sich in eini­gen Punk­ten vom Schema F des Gen­res ab.

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Jane Wunderly-Reihe – 1 – Die Tote im Mena House

Erica Ruth Neubauer
Jane Wunderly-Reihe – 1 – Die Tote im Mena House

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Lennart Janson

Banker und andere Verdächtige

Klappentext:

In der Welt der Reichen und Schönen ist nicht alles Gold, was glänzt …

Jane Wunderly stolpert mitten in ihren ersten Fall, von der Gewinnerin des Agatha Awards Erica Ruth Neu­bauer

Jane Wunderly und ihre Tante Millie besuchen das Mena House Hotel – ein Luxus Resort, das der High Society aus der gan­zen Welt erlaubt, hier die Nach­wir­kungen des ers­ten Welt­kriegs zu ver­gessen und die Alko­hol Pro­hibi­tion zu umge­hen. Die char­man­ten Gäste des Hotels sor­gen bei Jane für Zer­streu­ung – allen voran der mys­teri­öse Banker Mr Red­vers. Doch auf den scheint es auch die attrak­tive Anna Stain­ton abge­sehen zu haben und stellt gleich zu Beginn klar, dass sie das Ram­pen­licht mit nie­man­dem teilt. Als aus­ge­rech­net Jane es ist, die bald darauf Annas Leiche fin­det, steht sie schnell im Zent­rum der poli­zei­lichen Ermitt­lungen. Schafft sie es, ihre Un­schud zu bewei­sen und heraus­zu­fin­den, wem der Hotel­gäste sie trauen kann und wer mehr als nur ein dunk­les Ge­heim­nis zu ver­ber­gen hat?

Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Mord im Mena House.

Rezension:

Auf Einladung und Kosten ihrer Schwiegertante verbringt die junge Witwe Jane einen Ur­laub im vor­neh­men Mena House vor der Toren Kai­ros. Gleich am Tage ihrer An­kunft bekommt sie Streit mit einer anderen Ameri­kanerin. Als aus­ge­rech­net sie diese Anna ermor­det auf­findet, ist Jane schnell die Haupt­ver­däch­tige. Da sie dem Kommis­sar der ägyp­tischen Poli­zei nicht ver­traut, be­schließt sie, selbst Nach­for­schungen vor­zu­nehmen.

Vor knapp 2 Jahren hörte ich das Hörbuch zu „Mord im Mena House“. Da dieses Buch jetzt leicht über­arbei­tet und mit etwas abge­wan­del­tem Titel neu heraus­ge­geben wurde, wieder­hole ich meine Mei­nung – eben­falls leicht über­arbei­tet:

Erica Ruth Neubauers Cosy-Krimi führt den Leser in die Zeit zwi­schen den Welt­krie­gen. Wäh­rend die Hand­lungs­zeit durch­aus als Genre-typisch betrach­tet wer­den kann, ist es der exo­tische Hand­lungs­ort eher weni­ger. Diese exo­tische Kulisse beein­flusst die Hand­lung jedoch rela­tiv wenig, tre­ten Ägyp­ter doch fast aus­schließ­lich in Form des Hotel­per­so­nals und der Poli­zei in Erschei­nung. Bei den Hotel­gäs­ten han­delt es sich dage­gen aus­nahms­los um Euro­päer und Nord­ameri­kaner.

Auf dieses Buch stieß ich vor allem, weil mich die eben­falls von dp DIGI­TAL PUB­LISHERS heraus­ge­gebenen Cosy-Crime-Bücher der „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“-Reihe vol­lends über­zeu­gen konn­ten. Ent­sprech­end hoch waren meine Erwar­tungen. Da stellt sich natür­lich sofort die Frage nach einem direk­ten Ver­gleich. Erica Ruth Neu­bauers Buch kann gefal­len. Trotz­dem reicht es nicht ganz an die „Im Auf­trag Ihrer Majes­tät“-Reihe heran. Der hier vor­lie­gende Mord­fall weist durch­aus Raffi­nesse auf, doch fehlt dem Buch der Humor, der die Lady-Georgie-Fälle von Rhys Bowen so per­fekt macht.

Erica Ruth Neubauer lässt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin auf­tre­ten, sodass der Leser meist auf dem Erkennt­nis­stand die­ser ist. Der Stil kann dabei durch­aus über­zeu­gen. Übri­gens han­delt sich auch bei den Mord­fällen Jane Wunder­lys um eine Reihe.

Fazit:

Cosy Crime im Land der Pharaonen.

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Do not eat!

Kevin Hearne
Do not eat!

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Urban Hofstetter

Im Schutz des T-Shirts

Klappentext:

Sechs Wissenschaftler – ein Plan: nicht als Alien-Snack enden … In der bitter­bösen Science-Fiction-Komö­die Do not eat! von Kevin Hearne geht es um Alien-Ent­füh­rungen, inter­stel­lare Rei­sen durchs Welt­all und natür­lich nichts weni­ger als die Ret­tung der Mensch­heit!

Wie scheiße kann ein Tag werden? Erst muss Physiker Clint Beecham mit anse­hen, wie sein bes­ter Freund von Aliens ge­fres­sen wird, dann wird er selbst auf deren Raum­schiff ver­schleppt. Immer­hin steckt man ihn zur Sicher­heit in ein T-Shirt mit der Auf­schrift »Do not eat!« – denn Clint und fünf wei­tere Wis­sen­schaft­ler sol­len für etwas Beson­deres auf­ge­spart wer­den. Wäh­rend die Aliens mit Reise­proviant in Form von 50.000 Ge­fangenen ihren Hei­mat­plane­ten ansteu­ern, um dort vom All-you-can-eat-Buffet namens Erde zu schwär­men, wird den Wis­sen­schaft­lern eines klar: Es ist höchste Zeit, E.T. so rich­tig in den Arsch zu tre­ten!

Bestseller-Autor Kevin Hearne hatte sichtlich Spaß am Schrei­ben dieses ur­komi­schen Science-Fiction-Romans, der voller schwar­zem Humor steckt und sich selbst nie zu ernst nimmt.

Rezension:

Clint Beecham, Physiker, ist gerade mit einem befreundeten Ang­lis­ten im National­park wan­dern, als sie 2 kleine Mäd­chen, die ganz allein unter­wegs sind, ent­decken. Doch die ent­pup­pen sich als (aus­ge­wach­sene) Aliens. Hung­rige Aliens! Clints Freund dient sofort als Snack, er selbst wird ent­führt. Er und 5 andere Wis­sen­schaft­ler sol­len den Frem­den als For­schungs­objekte die­nen, wäh­rend 50000 andere ent­führte Men­schen die Nah­rungs­reserve dar­stel­len. Was kann man da noch machen?

Kevin Hearnes Science-Fiction-Novelle – als Roman möchte ich die Ge­schichte wegen ihrer ge­ringen Länge nicht be­zeich­nen – ist defini­tiv ‚anders‘. Eine ver­gleich­bare SciFi habe ich noch nicht gele­sen. Am ehes­ten kann man den Stil dieses Buches wahr­schein­lich mit dem der alten Monthy-Python-Filme ver­gleichen. Die Hand­lung stellt eine Anein­ander­reihung skur­riler Situ­ati­onen dar. Das mag natür­lich nicht jeder­manns Ge­schmack tref­fen, mich konnte diese Idee (und natür­lich auch ihre Aus­füh­rung) jedoch über­zeu­gen.

Der Autor lässt seinen Protagonisten die Geschehnisse selbst in einem Tage­buch-ähn­lichen Stil erzäh­len. Gerade die Tat­sache, dass die doch recht ver­rück­ten Erleb­nisse in eher nüch­ter­ner Form be­rich­tet wer­den, betont die Absur­di­tät der Situ­ation(en) sogar noch. Science-Fiction-Fans, die dem Monthy-Python-Stil etwas abge­win­nen kön­nen, wer­den von die­sem Buch mit Sicher­heit nicht ent­täuscht wer­den.

Fazit:

Science Fiction trifft Monthy Python – mehr muss der poten­zielle Leser eigent­lich gar nicht wis­sen. Ein­fach lesen und los­lachen!

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– Blick ins Buch –

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