Keeper of the Lost Cities – 8 – Das Vermächtnis

Shannon Messenger
Keeper of the Lost Cities – 8 – Das Vermächtnis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Doris Attwood

Der Plan des Zwergenkönigs

Klappentext:

Der achte Band des mitreißenden Abenteuers

Sophie will endlich Antworten. Wer sind ihre echten Eltern? Wem kann sie ver­trauen? Und wel­che Rolle muss sie in der Welt der Elfen spie­len? Jeder Hin­weis lässt Sophie und ihre Freunde wei­ter in die Ver­gangen­heit rei­sen. Doch die steckt voller un­er­war­te­ter Wen­dungen und düs­terer Ge­heim­nisse …

Rezension:

Nach den Vorfällen auf dem Vacker-Anwesen ist das Renom­mee von Sophie und ihren Freun­den zur eige­nen Über­raschung sogar ge­stie­gen, konnte doch ein gro­ßer Teil der Elfen-Ge­sell­schaft live mit­er­leben, wie sie sich dabei schlu­gen. Das will der Hohe Rat aus­nut­zen und er­klärt sie zu Ab­ge­ord­neten, die offi­ziell im Auf­trag des Rats tätig sind. Gleich­zeitig ver­sucht Sophie, end­lich heraus­zu­fin­den, wer ihre bio­lo­gischen Eltern sind..

Dass Shannon Messenger die Bände ihrer Urban-Fantasy-Reihe um die jungen Elfen recht naht­los an­ein­ander an­schlie­ßen lässt, ist den Lesern längst be­kannt. So baut auch dieser Band un­mittel­bar auf den Er­eig­nissen sei­nes Vor­gängers („Der An­griff“) auf. Auch den Trend, die Bücher von Band zu Band länger wer­den zu las­sen, setzt sie fort. Mittler­weile hat sie (be­zo­gen auf die deut­sche Aus­gabe) so­gar die 800-Seiten-Marke über­schrit­ten. Im Gegen­satz zu den vor­heri­gen Bän­den gibt es dies­mal auch keine relativ ruhi­gen Ab­schnitte, son­dern die Hand­lung be­wegt sich bei­nahe stän­dig auf einem span­nen­den Niveau. In den Fokus des Ge­sche­hens rücken im 8. Band (er­neut) Keefes Familien­ver­hält­nisse sowie die Zwerge. Den Ab­schluss bildet dann ein ziem­lich hefti­ger Cliff­hanger, auf des­sen Auf­lösung die deutsch­sprachi­gen Leser auch noch un­ge­wohnt lange wer­den war­ten müs­sen. Wäh­rend der Ver­lag (arsEdition) die bis­heri­gen 8 Bände näm­lich im 2-Monats-Ryth­mus auf den Markt brachte, ist Band 8.5 – was auch immer diese Num­mer­ierung zu be­deu­ten hat, eine Kurz­ge­schichte oder Novelle even­tuell? – erst für März 2023 an­ge­kün­digt, Band 9 sogar erst für den Som­mer 2023. Die Er­war­tungen dürf­ten nach dem vor­lie­gen­den Band jeden­falls hoch sein.

Stilistisch ändert die Autorin erwartungsgemäß nichts gegenüber den bis­heri­gen Bän­den.

Fazit:

Die Entwicklungen spitzen sich an allen Fronten zu. Die Protagonis­ten (und Leser) können sich kaum ent­schei­den, was zuerst wich­tig ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Geheimakte … – Sonderband Die Weihnachts-Akten 2

André Milewski
Geheimakte … – Sonderband Die Weihnachts-Akten 2

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Tricks des Weihnachtsmannes

Klappentext:

Es weihnachtet sehr in Boston … oder doch nicht? Patrick O’Malley jeden­falls ver­sucht sein bes­tes, um in der Vor­weih­nachts­zeit Gutes zu tun, als er die Lei­tung einer Spen­den­samm­lung für ein Waisen­haus in South Bos­ton über­nimmt.

Doch nicht alle Einwohner Bostons sind in Weihnachtsstimmung und so muss Pat­rick den Wert einer Freund­schaft neu ent­decken …

Eine weihnachtliche Geheimakte-Novelle!

Erlebe die Helden der GEHEIMAKTE-Reihe von einer ganz anderen Seite. Die Weih­nachts­ge­schichte für alle Fans und solche, die es noch wer­den wollen.

Auch ohne Kenntnis der Hauptreihe zu lesen!

Rezension:

Die Weihnachtszeit 1953. Max, Joe und Patrick studieren noch in Bos­ton. Doch ist Pat­rick der­zeit mit sei­nen Freun­den zer­strit­ten. Des­halb sind die bei­den auch nicht be­tei­ligt, als er sich bei der Spen­den­samm­lung zu­guns­ten eines Waisen­hauses en­ga­giert. Dass er dabei einem alten Be­kann­ten be­geg­net, er­weist sich nicht gerade als hilf­reich.

Nachdem André Milewski bereits im vergangenen Jahr einen weih­nacht­lichen Son­der­band zu sei­ner „Ge­heim­akte …“-Reihe ver­öffent­lichte, setzt er das auch in die­sem Jahr wie­der fort. Dies­mal steht Pat­rick im Fokus des Ge­sche­hens. Erneut be­ginnt die Weih­nachts-Novelle recht ruhig, um erst zum Ende hin Span­nung und Action auf­zu­bauen. Interes­sant ist, dass eine reale his­tori­sche Per­son in die Hand­lung inte­griert wird. In einer Neben­hand­lung wer­den auch Joes Pro­bleme, an der Uni­versi­tät all­ge­meine An­er­ken­nung zu fin­den, the­ma­ti­siert. Archäo­logie spielt in die­sem Son­der­band da­ge­gen keine Rolle. Statt­dessen ste­hen Zeit­geist und sozi­ale Pro­bleme der da­ma­li­gen Zeit hin­ter der Hand­lung.

Stilistisch folgt der Autor seinem aus der Reihe gewohntem Kon­zept.

Fazit:

Max Falkenburg spielt in dieser weihnachtlichen Kurzepisode nur eine Neben­rolle. Statt­des­sen muss Patrick sein Stu­den­ten­leben be­wäl­tigen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Berlin Haunted – 2 – Runenhexe

FE Boulaich
Berlin Haunted – 2 – Runenhexe

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Lilo und der Wodanaz-Verehrer

Klappentext:

Die Überfälle des wiedererwachten Voodoo-Priesters Comte Badawi und sei­nes Ge­fol­ges lie­gen noch nicht lange zurück. Berlin erholt sich nur all­mäh­lich von dem Schock. Zwar wurde der See­len­bin­der un­schäd­lich ge­macht, doch bei allen, die mit ihm in Be­rüh­rung kamen, sind Nar­ben ge­blie­ben.

Das gilt auch für Lilo. Mit anderen jungen Leuten wurde sie in die Villa des See­len­bin­ders ge­bracht. Doch sie ist die Ein­zige, die von einer mys­teri­ösen Hexe in ein tie­feres Ver­lies ver­schleppt und täto­wiert wurde. Monate danach be­sucht sie mit Freun­den eine Hallo­ween­party. Dort ver­ur­sacht sie eine Katas­trophe, als ihr Stirn-Tattoo akti­viert wird.

Unter den Gästen befindet sich auch Tawë, ein Angehöriger der Voo­doo-Ge­mein­schaft und Dä­mo­nen­jäger des Nyang. Die sich über­schla­gen­den Er­eig­nisse füh­ren die bei­den zu­sam­men. Womit er nicht rech­net ist, dass er sich bald einer weit­aus ge­fähr­lich­eren Heraus­for­der­ung stel­len muss als der Wer­wolf Jagd. Denn fern der Hei­mat ist die Kraft der Vul­kane un­er­reich­bar für ihn und nicht nur die Kälte Ber­lins kriecht ihm unter die Haut.

Allmählich begreifen die beiden, dass sich nicht nur die Geister aus der Welt des Voo­doo über Ber­lin aus­to­ben, son­dern auch ger­ma­nische Göt­ter. Alles deu­tet auf einen Macht­kampf in den Geist­wel­ten hin. Die Frage ist, ob Lilo und Tawë zum Spiel­ball der über­natür­lichen Akteure wer­den oder ob sie ihr Schick­sal in die Hand neh­men.

Runenhexe ist der zweite Band in der offenen Urban‑Fantasy‑Reihe über Ber­lin. Der Roman baut auf dem ers­ten Band, dem See­len­bin­der auf, kann aber auch un­ab­hängig davon gele­sen wer­den.

Rezension:

Ein paar Monate sind seit den Ereignissen um den Seelen­bin­der ver­gangen. Für die meis­ten Be­tei­lig­ten hat sich das Leben wie­der nor­ma­li­siert. Das dachte eigent­lich auch die Stu­den­tin Lilo, die zu der Gruppe ge­hörte, die damals in die ver­bor­gene Villa ver­schleppt wurde. Aller­dings war sie damals von Marie täto­wiert wor­den, und diese Tattoos haben es in sich – haben Magie in sich. Mit­ten in einer Party las­sen ihre Emo­ti­onen eines der Tattoos aus­brechen. Nur der zu­fällig auch an­we­sende Dä­mo­nen­jäger Tewë kann das Schlimmste ver­hin­dern. Aber wie soll es jetzt mit Lilo wei­ter­gehen?

Mit diesem Buch setzt FE Boulaich ihre Urban-Fantasy-/Grusel-/Horror-Ge­schichte fort, die mit den Er­eig­nis­sen rund um den „See­len­bin­der“ begann. Zu Beginn wun­dert man sich viel­leicht darü­ber, dass kaum ein aus Band 1 be­kann­ter Charak­ter in Er­schei­nung tritt, und wenn doch, dann nur als Rand­figur. Die Prota­gonis­ten-Riege be­steht aus bis­her zu­min­dest nie nament­lich er­wähn­ten Figu­ren. Das führt aller­dings auch dazu, dass sich neben dem Er­zähl­strang im his­to­ri­schen Berlin, der im 1. Band in den 1920ern an­ge­sie­delt war und sich in die­sem Band von dort bis in die Ge­gen­wart er­streckt, und dem Er­zähl­strang im heu­tigen Berlin zu­sätz­lich Text­teile fin­den, die in die Zeit des Ban­des 1 füh­ren, was den Über­blick über die Zu­sam­men­hänge nicht ein­facher macht. Wäh­rend sich der Vor­gänger ganz auf den Voo­doo-Kult kon­zen­trierte, kommt dies­mal zu­sätz­lich die alt-nor­di­sche Mytho­logie ins Spiel. Im Zu­sam­men­hang mit dem Prota­gonis­ten-Ge­spann Lilo und Tewë spie­len aller­dings auch ro­man­tische Ele­mente eine Rolle.

Die Autorin lässt den erzählerischen Fokus kapitelweise zwi­schen mehre­ren Charak­teren wech­seln, be­lässt es dabei je­doch stets beim Blick­winkel eines Beo­bach­ters.

Fazit:

Nicht nur Voodoo sorgt für Wirbel in Berlin. Auch Wesen der ger­manisch-nor­dischen Mytho­logie sor­gen dort für reich­lich Durch­ein­ander.

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Dark Journals

Patrick Kaltwasser (Hrsg.)
Dark Journals

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Ein Rummel für Mutige

Klappentext:

Stell dir einen Jahrmarkt vor, der ganzjährig seine Türen öffnet. Ein Spaß für Kin­der, Er­wach­sene und … tote See­len? Hörst du fröh­liches Kin­der­lachen oder doch ge­quälte Schreie? Oder sogar bei­des …? Komm mit mir. Der Ein­tritt kos­tet nur deine Seele. Will­kom­men auf dem Dark Carnival.

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Willkommen auf dem Dark Carnival – Alina Pütz
Die verlorene Zukunft – Ela Bloom
Lebensfragmente – Pia Bardenhagen
Two Steps Behind – Jamie L. Farley
Zeitrad – Dani Aquitaine
The Dark Curse – Nadine Nightingale
Spiegelmann – Jace Moran
Selfie im Teufelstor – Cora Most
Der Mann im Mond – Christian Heß
Gondelfluch – Stefanie Bender
Wellensang – Mona Dertinger
Seelenretter – Felix Forberg
Nachtflug – Marissa Barks
Seelenspiegel – Alexander Eisenmann
Alfie – Saskia Hehl
Die Schatulle des Zoltan Aramenus – R. W. Steinbach
Dein Traum, der Albtraum – Pêcheuse
Die Manege der verlorenen Kinder – Julia Heuer
Ein alter Mann am Jahrmarkt – Raphael Grascher
Verborgen ist, was tiefer liegt – A. M. Harries
Tunnelblick – Lex Wesley
Hinab – Sebastian Steffens
Schwarzblut – Patrick Kaltwasser

Ein Jahrmarkt sorgt für Unterhaltung. So soll es sein. Doch der Dark Carnival ist anders. Auf die­sem Jahr­markt amü­siert sich nicht jeder. Den Attrak­tionen hier haftet etwas Un­heim­liches an. Viele dunkle Ge­rüchte machen die Runde. So soll die Geis­ter­bahn mit echten Leichen deko­riert sein, und man­cher, der den Rum­mel betritt, soll ihn nie wie­der ver­lassen.

Grusel ist das Thema dieser Anthologie. Im Gegen­satz zu vie­len ähn­lichen Kurz­ge­schich­ten­samm­lungen haben die Bei­träge hier einen ge­mein­samen Hand­lungs­platz, den Dark Carnival. Den defi­nieren die be­tei­ligten Autoren aller­dings recht unter­schied­lich. Mal ist es ein fes­ter Ver­gnügungs­park, mal ein Rum­mel, der jedes Jahr wie­der in die Stadt kommt. Aber un­heim­lich ist es immer, was dort ge­schieht. Dass die ein­zel­nen Ge­schich­ten einer der­arti­gen Zu­sam­men­stel­lung eine unter­schied­liche Quali­tät haben, ist man als Leser natür­lich ge­wohnt. Bei der vor­liegen­den Antho­logie fällt aller­dings auf, dass mich nur wenige wirk­lich über­zeu­gen konn­ten, was zu mei­ner eher mittel­mäßi­gen Ge­samt­bewer­tung führt. Trotz­dem will ich das her­vor­heben, was mich über­zeu­gen konnte:

„Die Manege der verlorenen Kinder“ von Julia Heuer ist mein ein­deuti­ges High­light. Ein Junge, der sich gar nicht mehr erin­nern kann, was vor­her war, lebt im Zir­kus des Rum­mel­platzes. Er weiß nur, dass immer, wenn neue Kinder da­zu­kom­men, die ältes­ten ver­schwin­den. Es müs­sen immer 7 sein. Als eines Nachts das ein­zige Mäd­chen, das schon länger als er selbst hier ist, weg­geht, be­schließt er, nach­zu­sehen, was aus ihm wird. Eine ge­lungene Gru­sel-Story mit über­raschen­dem Ende.

Auch „Dein Traum, der Albtraum“ von Pêcheuse konnte mir gefal­len, auch wenn die wah­ren Hin­ter­gründe offen blei­ben.

In „Seelenretter“ thematisiert Felix Forberg Kinder, deren Eltern den Jahr­markts­besuch nur schnell hin­ter sich bringen wol­len. Der Prota­gonist, der selbst ähn­liche Kind­heits­erin­nerungen hat, ‚rettet‘ diese Kin­der. Eine Ge­schichte mit einem über­raschen­den, tief­schwarzen Ende.

Fazit:

Diese Anthologie mit einer Horror-Grusel-Thematik leidet leider unter einem rela­tiv hohen Anteil nicht über­zeugen­der Bei­träge.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Verflixt und zugebissen – 6 – Wer einmal beißt, dem glaubt man nicht

Allyson Snow
Verflixt und zugebissen – 6 – Wer einmal beißt, dem glaubt man nicht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Gallier, Pfannen, Spielcasino

Klappentext:

Seinen Klienten Geld abzuluchsen, würde Finanzberater Michael Girard im Traum nicht ein­fal­len. Dumm nur, dass ihm das nie­mand glaubt, und plötz­lich ist die halbe Pariser Unter­welt hin­ter ihm her.

Privatinsolvenz ist keine Option, Flucht dafür schon! Leider weiß Michael nicht so recht, wie das über­haupt geht. Und als der be­rüch­tigte Jason Harris seine zwölf Milli­onen von ihm zu­rück­for­dert, glaubt Michael, nicht mal genug Zeit zu haben, um sein Tes­ta­ment zu schrei­ben. Doch Jason ist nicht nur ein Mafia­boss, son­dern auch der über­for­derte Vater eines drei Monate alten Babys, das aus­ge­rech­net bei Michael ruhig wird. Aus ‚Geld oder Leben‘ wird ‚Baby­sitten oder Leben‘, und die Wahl fällt Michael nicht schwer. Dabei würde er statt eines Babys lieber die Poli­zis­tin Natalia im Arm hal­ten. Aber diese hat noch eine Rech­nung mit Jason offen und ist fest ent­schlos­sen, sie end­lich zu be­gleichen.

Auch der sechste Band der witzig-skurrilen Erfolgsreihe ›Verflixt und zu­ge­bis­sen‹ ist in sich ab­ge­schlos­sen und kann un­ab­hängig von den anderen Teilen ge­lesen wer­den.

Rezension:

Michael ist Finanzberater, und in dem Job fühlt er sich wohl. Als er eines Abends jedoch noch­mal ins Büro zu­rück­kehrt, um sein ver­ges­senes Handy zu holen, liegt sein Kol­lege tot auf dem Boden. Bevor er sich noch klar­wer­den kann, was zu tun ist, stür­men Mafiosi das Büro, um ihn zu ihrem Paten zu bringen. An­geb­lich soll Michael dem ein paar Milli­onen ‚ent­führt‘ haben. Doch er be­kommt eine 2. Chance, die Wahr­heit zu be­wei­sen, weil die Frau des Paten ihn kur­zer­hand als Baby­sitter zwangs­ver­pflichtet.

Dass der vampirische Mafia-Pate Jason Harris und sein Umkreis durch­aus stei­ger­ungs­fähig sind, be­wies uns Allyson Snow schon in den bis­heri­gen Bän­den. Musste in Band 4 („Alles, was Sie beißen, kann gegen Sie ver­wen­det wer­den“) Notre-Dame unter den Meinungs­ver­schie­den­heiten zwi­schen unseren vam­piri­schen Mit­bür­gern lei­den, war es in Band 5 („Ist das bis­sig, oder kann das weg?“) gleich der Vati­kan. Da fragt man sich als Fan der humor­vollen Vampir-Urban-Fan­tasy-Reihe natür­lich, wel­che Insti­tution es dies­mal trifft. Aber nein: Die­ses in einer auf­fällig hel­len Fassaden­farbe ge­hal­tene Ge­bäude kann ich wirk­lich nicht als Stei­ger­ung an­er­ken­nen. Sau­komisch ist es aber trotz­dem, wenn der dies­malige Prota­gonist sich er­staun­lich lange geis­tig wei­gert, an­zu­er­ken­nen, in wes­sen Hän­den er da ge­lan­det ist. Auch dass Linett mit ihren Lieb­lings­waffen wie­der­mal eine grö­ßere Rolle spielt, freut den Fan und stei­gert den Humor­pegel. Eine abso­lute Lese­empfeh­lung!

Leider gibt es am Ende des Buches eine traurige Nachricht: Nach dem noch zu er­war­ten­den 7. Band soll Schluss sein! Eigent­lich müsste man die­ses Buch also wegen an­ge­droh­tem bös­willigen Pfan­nen-Ent­zug um min­des­tens 5 Sterne ab­wer­ten. 😉 Oder man war­tet erst­mal be­sag­ten 7. Band ab? Die Ent­schei­dung fällt mir schwer.

Fazit:

Was ein (fast) unschuldiger Finanzberater zwischen Galliern und Las Vegas durch­leiten muss, freut den Vampir-süch­tigen Leser.

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– Blick ins Buch –

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Die Bibliothekare – 8 – Das verbotene Kapitel

Genevieve Cogman
Die Bibliothekare – 8 – Das verbotene Kapitel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Dr. Arno Hoven

Das Vermächtnis der Gründer

Klappentext:

Wieder einmal muss sich Irene Winters, die unerschrockene Agen­tin der un­sicht­baren Bib­lio­thek, in Gefahr be­ge­ben. Dies ist nicht das erste Mal, aber was, wenn es das letzte Mal ist? Allein auf sich ge­stellt muss sie sich einem alten Feind stel­len. Doch es gibt noch wei­tere schlechte Nach­rich­ten. Meh­rere Pa­ral­lel­wel­ten sind auf un­er­klär­liche Weise ver­schwun­den – und die Bib­lio­thek könnte etwas damit zu tun haben. Irene und ihre Freunde müs­sen tief in die noch un­er­forsch­ten Ge­biete der Bib­lio­thek ein­tauchen, wenn sie das Rätsel um die ver­schwin­den­den Wel­ten lösen wol­len. Und das, was sie heraus­fin­den, stellt alles infrage, was sie je dach­ten, über die Bib­lio­thek zu wis­sen …

Rezension:

Irene hat erfahren, dass einer ihrer erbittertsten Gegner und Feind der Un­sicht­baren Bib­lio­thek ihr leib­licher Vater ist. Schlim­mer noch: Ihre Vor­ge­setz­ten setzen sie unter Druck, für seinen schnells­tmög­lichen Tot zu sor­gen. Als Irene ge­mein­sam mit ihren Freun­den ver­sucht, eine Spur zu fin­den, wer­den sie aller­dings auf hoch­gradig ver­däch­tige Ak­ti­vi­tä­ten inner­halb der Bib­lio­thek auf­merk­sam. Selbst einige der Lei­ten­den Bib­lio­the­kare schei­nen in die An­ge­legen­heit ver­wickelt zu sein.

Ich muss zugegen, dass ich bei Genevieve Cogmans Fantasy-Reihe „Die Bib­lio­the­kare“ eher zu den Ge­legen­heits­lesern gehöre. Erst bei Band 4 („Das dunkle Archiv“) stieß ich auf die Reihe, las dann auch Band 5 („Das töd­liche Wort“) – und ver­lor sie dann wie­der aus den Augen. Jetzt liegt schon der 8. Band vor, der zur Ab­wechs­lung mal wie­der den Weg in meine Hände fand. Wäh­rend zu­min­dest in den mir bis­her be­kann­ten Bän­den vor­nehm­lich um die Be­schaf­fung wich­tiger Bücher und die Pro­bleme zwi­schen Men­schen, Drachen und Elfen ging, ste­hen dies­mal die Un­sicht­bare Bib­lio­thek selbst und ihre Hin­ter­gründe im Fokus der Hand­lung. Natür­lich fin­den auch wie­der Rei­sen in Pa­ral­lel­wel­ten statt, doch die­nen die haupt­säch­lich der Hin­ter­grund­geschichte um den leib­lichen Vater der Prota­gonis­tin. Auf die Wel­ten wird kaum näher ein­ge­gangen, zumal sie zu­min­dest teil­weise Prota­gonis­tin und Lesern schon be­kannt sind. Ob­wohl es zwischen­zei­tig recht un­über­schau­bar wird – was aller­dings Teil der Hand­lung ist –, kann auch dieser Band wie­der über­zeu­gen.

Wie gewohnt schilder die Autorin die Ereignisse wieder aus Beobach­ter-Per­spek­tive.

Fazit:

Bücher und (Parallel-)Welten spielen im mittlerweile 8. Band der Fan­tasy-Reihe um „Die Bib­lio­the­kare“ eher eine Neben­rolle.

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– Blick ins Buch –

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Berlin Haunted – 1 – Seelenbinder

FE Boulaich
Berlin Haunted – 1 – Seelenbinder

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Minna, Marie und der Voodoo-Prieser

Klappentext:

Thomas, Schädlingsbekämpfer im dritten Lehrjahr, hat keine Ahnung, was ihn in der ver­wahr­los­ten Villa am Wann­see er­war­tet. Auf­ge­spießte Vögel im Gar­ten, Spuk­schloss Atmos­phäre, ver­mischt mit Zwan­ziger­jahre Charme, und zu guter Letzt eine aus­ge­mer­gelte Leiche mit einer Krone aus Dol­chen. Er glaubt sich end­gül­tig in einem Alb­traum ge­fangen, als bis auf die Knochen ab­ge­ma­gerte Ge­stal­ten ihn ver­fol­gen und bei­nahe er­wischen. Vor der Toi­lette einer Pizzeria grei­fen die Un­toten ihn erneut an, in die­sem Mo­ment kommt ihm Minna zu Hilfe. Das Mäd­chen mit den merk­wür­di­gen Augen be­haup­tet, be­reits seit sieb­zig Jah­ren auf der Flucht zu sein. Von ihr er­fährt Tho­mas, dass es sich bei dem König um Comte Badawi Amara Attisser han­delt, einen Voo­doo-Pries­ter, der sich be­reits vor Jahr­hun­der­ten mit dunk­len Geis­tern ein­ge­las­sen hat. All­mäh­lich er­kennt Tho­mas, dass ihn etwas mit dem Comte ver­bin­det, ein Ereig­nis, das sich 1789 in Haiti zu­trug. Schließ­lich wird er damit kon­fron­tiert, dass der Comte nach dem Herz von Tho­mas dem Zweif­ler trach­tet. Ihm wird klar, dass es um weit mehr geht als sein Leben. Ein Urban Fan­tasy Ro­man über Voo­doo in Berlin. Eine ge­wagte Ge­schichte, die sich vom Haiti des acht­zehn­ten Jahr­hun­derts über die Zwan­ziger­jahre bis in die heu­tige Zeit er­streckt.

Rezension:

Als Thomas, der sich im Betrieb seines Onkels zum Schäd­lings­be­kämpfer aus­bil­den lässt, neu­gierig einen Blick ins Nach­bar­grund­stück wirft, stößt er auf ein bau­fälli­ges Haus. Darin­nen riecht es nicht nur un­an­ge­nehm, hier hau­sen Un­tote, die ihn nicht wider gehen las­sen wol­len. Auch nach­dem ihm die Flucht doch ge­lingt, las­sen sie nicht von ihm ab und ver­fol­gen ihn. Erst als er auch noch auf ein an­schei­nend etwa gleich­alteri­ges Mäd­chen trifft, das be­haup­tet, schon seit vie­len Jahr­zehn­ten das gleiche Pro­blem zu ha­ben, beginnt er ganz lang­sam zu be­grei­fen, wo er da hinein­ge­raten ist.

In seinem Urban-Fantasy-Abenteuer mit (sehr) deutlichen Horror- und Grusel-Ele­men­ten baut FE Bou­laich ein kom­plexes Puzzle mit meh­reren Zeit­ebenen auf, bei dem sich die Zu­sam­men­hänge erst lang­sam er­ge­ben und zu einem Gan­zen zu­sam­men­fü­gen. Der zeit­liche Rah­men reicht von der Kari­bik des 18. Jahr­hun­derts übers Berlin der 1920er bis in die heu­tige deut­sche Haupt­stadt, von der bru­talen Aus­beu­tung afri­kani­scher Skla­ven über die für viele nicht ganz so gol­denen 20er bis hin zur moder­nen Groß­stadt­kul­tur und -sub­kul­tur. Den Hin­ter­grund bie­tet der Voo­doo-Kult. Im Ge­gen­satz zu vie­len grund­sätz­lich ähn­lich ge­la­ger­ten Ge­schich­ten haben die Charak­tere hier auch Grau­töne. So ist ‚der Böse‘ nicht von Grund auf böse. Es gibt nach­voll­zieh­bare Gründe, wieso er zum Voo­doo-Pries­ter wurde, der sich mit dunk­len Mäch­ten ein­ließ. In Berlin an­ge­sie­delte Urban-Fan­tasy-Stories er­schei­nen in letz­ter Zeit zwar einige, doch fügt die­ses Buch die­sem ‚Sub-Sub-Genre‘ ganz neue Ideen hinzu. Auf die Fort­setz­ung(en) darf man sicher ge­spannt sein.

Der Autor folgt erzählerisch zwar überwiegend seinen Haupt­prota­gonis­ten Tho­mas durch das heu­tige Berlin, doch tre­ten speziell in den anderen Zeit­ebenen natür­lich auch andere Charak­tere in den er­zäh­ler­ischen Fokus.

Fazit:

Voodoo in Berlin! Auch wenn das Berlin-Kenner vielleicht (fast) nor­mal fin­den, lie­fert die­ses Buch doch über­raschende An­sich­ten dazu.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Ein Jill Carter Thriller – Das letzte Vermächtnis

Ernst Jakob
Ein Jill Carter Thriller – Das letzte Vermächtnis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Verborgen im Schutze antiker High Tech

Klappentext:

Die waghalsige Jagd nach dem Schatz beginnt mit einer Ent­führung …

Der Abenteuer-Thriller führt Jill Carter durch Ägypten über Griechen­land bis nach Israel

Vor der erfahrenen Archäologin Jill Carter sind weder ver­steckte Grab­kam­mern noch Ge­heim­zu­gänge sicher. Doch auf der Suche nach den Über­res­ten der legen­dären Biblio­thek von Alexan­dria be­nö­ti­gen die Bri­tin und ihr Team mehr als nur ein fei­nes Ge­spür für ver­bor­gene Arte­fakte. Denn im Wett­lauf gegen skru­pel­lose Grab­räuber be­schüt­zen töd­liche Fal­len den Schatz, Codes und Rät­sel ver­schlei­ern den Pfad. Nur wer das Wis­sen über ver­blüf­fende Er­fin­dungen aus dem Alter­tum be­sitzt, wird über­leben. Eine aben­teuer­liche Reise vol­ler Ge­fah­ren be­ginnt …

Rezension:

Gerade haben Jill Carters Mitarbeiter im Tal der Könige einen an­schei­nend interes­santen Fund ge­macht, da ruft sie der Anruf eines alten Freun­des nach Alexan­dria. Auch er steht offen­bar vor einer be­deu­ten­den Ent­deckung. Aller­dings haben Ver­brecher seine Toch­ter ent­führt, um die Über­gabe des Fund­stücks zu er­pres­sen. Ehe sie es sich ver­sehen, stecken Jill und ihr Assis­tent in einem lebens­ge­fähr­lichen Wett­lauf um die Ent­schlüs­selung eines alten Rät­sels.

Dass Ernst Jakobs Archäologie-Abenteuer Anleihen am Erzählstil der Indiana-Jones-Filme nimmt, ist defini­tiv kein Zu­fall. Wem das nicht sowieso auf­fällt, der wird spä­tes­tens durch den Spitz­namen ‚Indiana Jill‘ der Prota­gonis­tin darauf auf­merk­sam ge­macht. Die aben­teuer­liche Jagd nach einer alten Schrif­trolle führt mit­ten hin­ein ins Span­nungs­feld der Religi­onen im Nahen Osten. Die Be­züge zu religi­ösen The­men hät­ten dabei nach mei­nem Ge­schmack durch­aus etwas weni­ger the­ma­ti­siert wer­den kön­nen. Die Action sowie die Lösung zahl­reicher his­tori­scher Rät­sel kön­nen aber über­zeu­gen. Mit die­ser Prota­gonis­tin und dem ge­lungenen Stil könnte ich mir durch­aus noch eine Reihe wei­terer Aben­teuer vor­stellen, wobei die Be­zeich­nung „Ein Jill Carter Thril­ler“ ja darauf hin­deutet, dass solche geplant zu sein schei­nen.

Der Autor nutzt einen auktorialen Erzähler, wobei die Hauptprotagonis­tin nicht stän­dig im Fokus steht. Zahl­reiche Sze­nen wer­den auch mit Blick auf einen anderen Charak­ter er­zählt.

Fazit:

Ein spannendes Archäologie-Abenteuer im Stil Indiana Jones’, in dem die Prota­gonis­tin nicht als Super­hel­din dar­ge­stellt wird.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Valkyrie – 3 – Hels Armee

Tina Skupin
Valkyrie – 3 – Hels Armee

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Laevateins Wille

Klappentext:

Ein Jahr ist vergangen, seit Walküre Frida in Stockholm auf­tauchte. Ohne Kon­takt zu ihrer alten Hei­mat Asgard hat sie ihren Platz in der moder­nen Welt ge­fun­den. Alte und neue Norsen leben mittler­weile neben­ein­ander, sind aber weit davon ent­fernt, sich an­ein­ander zu ge­wöh­nen. Der Don­ner­drachen liegt im Hafen Stock­holms, als etwas Dunk­les sich auf das Herz der Stadt zu­be­wegt. Men­schen ver­schwin­den spur­los und der Ver­dacht fällt auf die Nor­sen. Frida sucht als Neu­zu­gang der nor­sischen Poli­zei nach den Hin­ter­grün­den der mys­teri­ösen Ver­miss­ten­fälle. Doch alles, was sie fin­det, sind Chaos, Ränke­spiele und Fins­ter­nis. Und wäh­rend Fri­das Jarl um sei­nen Kopf fürch­ten muss, regt sich Hels Armee im Schat­ten. Wer­den es Frida und ihre Ver­bün­de­ten schaf­fen, recht­zeitig ein­zu­greifen?

Rezension:

Welcher Job wäre für eine (ehemalige) Walküre besser geeignet, als einer bei der Poli­zei? Frida ist bei der Nor­sen-Poli­zei ge­lan­det, wo sie aller­dings nicht nur Freunde hat. Nicht allen ge­fal­len ihr Ein­tre­ten für die Neu­nor­sen oder ihre Nähe zu Loki. Als immer mehr Men­schen spur­los ver­schwin­den, kommt es zu gegen­seiti­gen Ver­däch­ti­gungen. Steckt die Odins­kirche da­hin­ter? Oder die Feen? Auch die erst kürz­lich in der heuti­gen Zeit an­ge­kom­menen Nor­sen wer­den ver­däch­tigt. Oder sollte sogar Loki seine Hände im Spiel haben? Und plötz­lich sitzt Frida wie­der zwi­schen allen Stüh­len.

Erneut lässt Tina Skupin handlungsmäßig einige Zeit zwischen dem Finale des 2. Ban­des („Ruf des Schick­sals“) und dem Start in den vor­lie­gen­den ver­gehen. Mittler­weile lebt ihre Prota­gonis­tin Frida schon 12 Monate in der moder­nen Welt. Da Hand­lungs­stränge aus den bis­heri­gen Bän­den weiter­ge­führt wer­den, er­scheint die Welt der Nor­sen im heuti­gen Schwe­den immer kom­plexer. Die bis­her the­ma­ti­sierte Suche nach Asgard tritt da­ge­gen dies­mal in den Hinter­grund. Statt­dessen wird die Un­einig­keit zwi­schen den ver­schie­denen Frak­tionen der Nor­sen sowie den Feen ins Zent­rum der Hand­lung ge­rückt. Im Gegen­satz zu Band 2 zei­gen sich dies­mal keine Längen. Aller­dings ver­liert die Humor-Kompo­nente, die in Band 1 noch recht deut­lich war, auch zu­neh­mend an Ge­wicht. Auf die wei­tere Ent­wick­lung darf man aber trotz­dem ge­spannt sein.

Stilistisch lässt die Autorin natürlich alles beim Alten.

Fazit:

Auch im 3. Versuch können die Erlebnisse der Walküre im heu­tigen Skandi­navien Urban-Fan­tasy-Freunde gut unter­halten.

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Mina Moningham – 1 – Das Schulhaus am Ende der Galaxis

Jana Paradigi
Mina Moningham – 1 – Das Schulhaus am Ende der Galaxis

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Cowboy im Gästezimmer

Klappentext:

Ein sonderbares Schulhaus samt skurriler Bewohner. Der Wunsch nach einer Fami­lie. Und eine Reise, die erst der An­fang eines gro­ßen Aben­teuers ist.

Die vierundzwanzigjährige Mina hat sich gerade in London im Bereich Grafik­design selbst­stän­dig ge­macht, da erbt sie un­er­war­tet ein altes Schul­ge­bäude. Als neue Hü­terin des wun­der­samen Hau­ses muss sie eine Probe­zeit be­ste­hen und sich dabei an die selt­sams­ten Regeln hal­ten. Dazu kom­men ein paar außer­ordent­lich skur­rile Mit­be­woh­ner, die Mina schmerz­haft an ihre ver­schol­lene Mut­ter er­in­nern. Waren ihre Ge­schich­ten über sprech­ende Tiere und Un­glück bringende Vor­zeichen am Ende wahr?

Während Mina noch mit sich und dem Erbe hadert, kom­men auf an­deren Ebenen be­reits Kräfte zu­sam­men, die es auf das Haus ab­ge­sehen haben. Denn es gibt einen Grund, wa­rum es »Das Schul­haus am Ende der Galaxis« genannt wird. Und der ist aben­teuer­licher und magi­scher, als Mina das für mög­lich hält.

»Mina Moningham – Das Schulhaus am Ende der Galaxis« Ein in sich ab­ge­schlos­sener Urban-Fan­tasy­roman und gleich­zeitig der Auf­takt einer mehr­teili­gen Buch­reihe.

Rezension:

Mit ihrer Mutter verbindet Mina nur Erinnerungen an deren an­schein­end sinn­lose Ängste. Spä­ter gab sie die Mut­ter ein­fach in einem Inter­nat ab – und mel­dete sich nie wie­der. Mittler­weile ist Mina er­wach­sen. Als sie eines Tages die Mit­teilung erhält, sie hätte von ihrer ihr gänz­lich un­be­kann­ten Groß­mut­ter ge­erbt, be­ginnt für Mina das Aben­teuer ihres Lebens.

Jana Paradigis Urban-Fantasy-Geschichte wählt einen relativ un­ge­wöhn­lichen Ein­stieg: Die Prota­gonis­tin erbt un­er­war­tet Haus, Grund­stück und Ver­mögen ihrer Groß­mut­ter, die sie über­haupt nicht kannte. So weit, so gut. Aller­dings sind die Um­stände schon etwas selt­sam, die Be­dingungen eigen­artig. Dass die Prota­gonis­tin zu­nächst wenig Infor­mati­onen über ihr Erbe er­hält, dient wohl vor allem dazu, den Leser zu­sam­men mit ihr die Ge­heim­nisse des Erbes er­grün­den zu las­sen. Aller­dings muss man sich als Leser schon hin und wie­der fra­gen, wieso Mina Ge­legen­hei­ten zum Nach­fra­gen oder Nach­lesen nur in letz­ter Not nutzt. Die Autorin lässt sie immer wie­der von Fett­näpf­chen zu Fett­näpf­chen hangeln. So er­fährt auch der Leser erst nach und nach, wel­che Ge­heim­nisse das Schul­haus am Ende der Galaxis birgt – und was die­ses wirk­lich dar­stellt. Über­raschen­der­weise er­leben Prota­gonis­tin und Leser gegen Ende einen deut­lichen Wechsel in Form einer Reise, die sich grund­legend von der bis­her eher ruhigen Hand­lung unter­schei­det. Am Ende bleibt eine ganze Reihe an Fra­gen offen, auf die wohl erst in den an­ge­kün­dig­ten wei­teren Bän­den näher ein­ge­gangen wird.

Die Autorin lässt Mina Moningham in der Ich-Form berich­ten. Auf­fal­lend ist, dass die Prota­gonis­tin in Ge­sprä­chen zwar als ‚Miss Mor­ning­ham‘ an­ge­sprochen wird, andere Per­sonen in der in Eng­land an­ge­sie­del­ten Story aber als Herr be­ziehungs­weise Frau be­nannt wer­den. Auch die Lage des ge­erb­ten Grund­stücks in der Kirch­gasse wirkt da etwas eigen­artig. Dass die Autorin aus Öster­reich kommt, be­merkt man neben­bei be­merkt daran, dass Mina immer von ihrer Banko­mat­karte er­zählt.

Fazit:

Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer lebt von den Eigenheiten seiner Prota­gonis­tin, die ihr Erbe nur häpp­chen­weise zu ver­ste­hen lernt.

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