Keeper of the Lost Cities – 8.5 – Entschlüsselt

Shannon Messenger
Keeper of the Lost Cities – 8.5 – Entschlüsselt

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Übersetzung: Doris Attwood

Manifestationen

Klappentext:

Ein episches Fantasy-Abenteuer der preisgekrönten Bestsellerautorin Shannon Messenger. Die fantastische Reihe um Elfen, Freundschaft und Magie mit jeder Menge Spannung für Mädchen und Jungen ab 12 Jahren.

Der achteinhalbte Band des mitreißenden Abenteuers

Die Geschichte geht weiter: Ein turbulentes Abenteuer erwartet Sophie in der Elfenwelt. Dunkle Geheimnisse kommen ans Licht und Sophie und ihre Freunde stehen vor der größten Prüfung, die sie sich je hätten vorstellen können …

Dieser unverzichtbare Band enthält außerdem ein Vorwort von Shannon Messenger, magische Rezepte, Quizfragen, eine Karte der Verlorenen Städte, viele Illustrationen und weiteres exklusives Zusatzmaterial!

Tiefe Einblicke für Leser:innen: Dieses Buch ist nicht nur aus Sophies, sondern auch aus Keefes Perspektive erzählt!

Extra-Motivation: Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin

„Keeper of the Lost Cities. Entschlüsselt“ ist der achteinhalbte Teil der preisgekrönten magischen Fantasy-Reihe – das unverzichtbare Handbuch mit exklusiven Inhalten und spannender Geschichte aus Sophies und Keefes Sicht!

Rezension:

8 reguläre Bände aus Shannon Messengers Jugend-Urban-Fantasy-Reihe rund um die unter Menschen aufgewachsene Jung-Elfe Sophie wurden bisher auf Deutsch veröffentlicht. Band 9 ist für den Sommer (2023) angekündigt. Schon seit Band 1 („Der Aufbruch“), dem ich damals 4 Sterne zugestand, bin ich Fan der Reihe, obwohl ich altersmäßig weit jenseits der Hauptzielgruppe liege. Die Bände 2 („Das Exil“) bis 8 („Das Vermächtnis“) erhielten von mir sogar durchgehend jeweils 5 Sterne. Und jetzt kommt dieser Sonderband 8½. Und ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Zuerst einmal muss wohl geklärt werden, worum es sich bei diesem Band mit der auffallenden Nummerierung eigentlich handelt. Der weitaus größte Teil des Buches, rund ⅔ der Seiten, stellt eine Art Lexikon der Welt Sophies und der Verlorenen Städte dar. Hier finden sich ‚Akten‘ mit allem, was die einzelnen Charaktere für die Geschichte relevantes erlebt haben. Hier gibt es auch die in den Büchern erwähnten Zeichnungen Keefes mit seinen Kommentaren dazu, genau wie mit menschlichen Mitteln nachkochbare Rezepte vieler in den Büchern erwähnter Gerichte. Erst im restlichen ⅓ des Buches geht die Geschichte dort weiter, wo sie in Band 8 aufhörte. Wie die Autorin erwähnt, wurde dieses Handlungssegment in diesen Sonderband ausgelagert, weil im Gegensatz zu den regulären Bänden, in denen alles aus Sophies Sichtwinkel erzählt wird, hier wechselweise auch Keefe im Fokus steht. Der abschließende Cliffhanger lässt dann wieder sehnsüchtig auf die Fortsetzung in Band 9 warten, der dann wieder im gewohnten Stil erzählt werden soll.

Und hier haben wir mein Dilemma. ⅓ des Buches enthält die Fortsetzung der Story, die so gut wie gewohnt ausfällt und für Fans der „Keeper“ unverzichtbar sein dürfte. Dieser Teil hätte wieder glatte 5 Sterne verdient! Aber …

Und genau dieses „Aber“ ist es. Die vorhergehenden ⅔ Lexikonteil halte ich für verzichtbar. Hier ist nichts wirklich Relevantes zu finden, außer dass einige wichtige bisherige Ereignisse nochmals kurz zusammengefasst werden. Aber braucht man dafür 500 Seiten? In meinen Augen wäre es erheblich sinnvoller gewesen, die etwa 250 Seiten der Geschichte als dünneres Buch ohne das Lexikon zu veröffentlichen. (Und dieses gegebenenfalls solo.)

Fazit:

Die wie üblich überzeugende Fortsetzung wird leider hinter doppelt soviel verzichtbarer Lexikon-artiger Zusammenfassung versteckt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Mysterium der Drachenreiter

Birgit Waßmann
Mysterium der Drachenreiter

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Der Wanderer

Klappentext:

Was hat das Verschwinden von Studenten aus einem Universitäts­lese­saal am hell­lich­ten Tage mit dem Auf­tauchen ge­heim­nis­voller Flug­drachen zu tun? Steckt wo­mög­lich ein omi­nö­ser Ge­heim­orden da­hin­ter?

Die junge Studentin Alicia, eine Augenzeugin der mysteriösen Vor­komm­nisse, wird kurz darauf von einem Mann kon­tak­tiert, der alles andere als ver­trauens­wür­dig er­scheint.

Zu spät wird Alicia klar, dass sie sich auf gefährliches Terrain be­gibt, wenn sie heim­lich Nach­for­schungen an­stellt, um mehr über die ver­däch­tige Drachen­bru­der­schaft heraus­zu­fin­den.

Schon bald hat sie die Aufmerksamkeit des Hohen Rates auf sich ge­zo­gen, einer Ins­tanz des Or­dens, der man bes­ser aus dem Wege geht.

Rezension:

In der Universitäts-Bibliothek wird Alicia Zeugin, wie Drachen auf­tauchen und einige Kom­mi­li­to­nen spur­los ver­schwin­den. Sie selbst kann sich nur auf eine Art ret­ten, die ihr selbst un­be­greif­lich ist. Ent­ge­gen ihrer Er­war­tungen löst das spur­lose Ver­schwin­den je­doch kei­nen öffent­lichen Auf­schrei aus. Als ein Frem­der auf­taucht und ihr er­klärt, dass sie zu den Weni­gen ge­hört, die ver­bor­gene Dinge er­ken­nen kön­nen, wirbt er Alicia gleich für seine Orga­ni­sation an. Schnell merkt die Stu­den­tin aller­dings, dass die­ser Orden ver­däch­tige Ab­sich­ten hegt.

In Birgit Waßmanns Urban-Fantasy-Story stehen Drachen weitaus weni­ger im Fokus, als der Titel ver­mu­ten lässt. Sie stel­len eigent­lich eher den Aus­gangs­punkt des­sen dar, in was sich die Prota­gonis­tin immer wei­ter ver­strickt. Den größ­ten Teil des Ge­sche­hens nimmt Alicias Ver­such ein, mehr über den selt­sa­men Orden heraus­zu­fin­den und schließ­lich gegen die­sen zu kämpfen. Das alles wirkt recht ver­wor­ren. Dass sie Prota­gonis­tin zwischen­durch noch mit einem Freund ein Geis­ter­haus (in dem sie natür­lich wirk­lich auf solche tref­fen) er­kun­det, ver­bes­sert die Ge­schichte nicht wirk­lich, er­öff­net es doch nur ein wei­teres Thema, das da­nach gleich wie­der fal­len­ge­las­sen wird. Ein mys­teri­öser Mann, in den sich die Prota­gonis­tin (natür­lich) ver­liebt, des­sen Ver­hal­ten zu­nächst auf ein­deu­tig schlechte Ab­sich­ten deu­tet, dem sie aber beim nächs­ten Zu­sam­men­tref­fen gleich wie­der ver­traut, er­scheint auch nicht als glaub­wür­diger, gut ge­plan­ter Charak­ter. Auch sonst fal­len beim Lesen lei­der einige Un­ge­reimt­hei­ten auf.

Die Autorin fokussiert die aus Beobachtersicht verfasste Hand­lung ganz auf ihre Prota­gonis­tin. Trotz­dem wirkt alles oft etwas sprung­haft.

Fazit:

Trotz brauchbar erscheinender Grundidee wirkt diese Geschichte nicht rich­tig stim­mig und kann nicht ganz über­zeu­gen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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#IchBinArtemis – 1 – Dämonenschatten

Holger Kellmeyer
#IchBinArtemis – 1 – Dämonenschatten

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Die Abspaltung

Klappentext:

Innerhalb weniger Tage sterben zwei Kinder unter tragischen Um­stän­den an Arte­mis’ Schule. Ein un­glück­licher Post mit einem Foto von ihrem Mit­schü­ler Ben auf einer Party am Vor­abend sei­nes Selbst­mor­des lan­det in den sozia­len Netz­wer­ken und sorgt dafür, dass ihre Klas­sen­kame­ra­den ihr die Schuld an sei­nem Tod geben. Die Hölle des Shit­storms und das Mob­bing, das darauf­hin über sie herein­bricht, sind für Arte­mis kaum zu er­tra­gen. Als Ben aus­ge­rech­net ihr einen ge­heim­nis­vol­len Ab­schieds­brief durch sei­nen bes­ten Freund Ilja schickt und ihr ein Gri­moire ver­erbt, das an­geb­lich magi­sche Kräfte be­sitzt, ist sie über­zeugt: Das kann nur ein äußerst grau­sa­mer Scherz sein. Die digi­talen Puzzle­teile aus Bens Hin­ter­las­sen­schaf­ten füh­ren Arte­mis und ihre neuen Freunde Ilja und Jenna in die Schat­ten ihrer Welt, die immer dunk­ler wird. Ge­lingt es ihr, die To­des­fälle auf­zu­klä­ren und das herauf­däm­mernde Grauen zu be­sie­gen, oder wird Bens Erbe auch sie ins Un­glück stür­zen? Der Auf­takt der mehr­bän­di­gen All-Age Urban-Fan­tasy-Reihe um die junge Dä­mo­nen­jä­gerin Arte­mis und ihre Freunde Ilja und Jenna.

Rezension:

Mit ihren 15 Jahren darf Artemis erstmals am berühmt-berüchtigten jähr­lichen Schul­ball auf einer Wald­lich­tung teil­neh­men. Um mehr Be­ach­tung zu fin­den, do­ku­men­tiert sie alles auf Social Media. Als sie den schwer­ver­letz­ten Ben fin­det, schickt sie un­be­ab­sich­tigt bei der hek­ti­schen Suche nach der Taschen­lam­pen-Funk­tion des Smart­phones auch ein Bild des übel zu­ge­rich­te­ten Jungen ab. Nach sei­nem kurz darauf er­folg­ten Selbst­mord wird Arte­mis zur Außen­sei­terin. Doch dann über­gibt ihr Bens bes­ter Freund ein Gri­moire, das Ben ihr in sei­nem Ab­schieds­brief ‚ver­erbt‘ hat.

Im Prinzip handelt es sich bei Holger Kellmeyers mit diesem Band star­ten­dem Mehr­tei­ler mit einer Prota­gonis­tin, die un­er­war­tet in über­na­tür­liche Er­eig­nisse ver­strickt wird, um eine ty­pi­sche Urban-Fan­tasy-Ge­schichte. Mit ihrem Alter von 15 Jah­ren liegt Arte­mis auch im für Bü­cher die­ses (Sub-)Gen­res ty­pi­schen Alters­be­reich. Was die­ses Buch aller­dings von den meis­ten anderen die­ser Art unter­schei­det, ist der hohe Anteil von ‚nor­ma­lem‘ Schü­ler-All­tag. Be­son­ders die The­men Mob­bing und Trauer­be­wäl­ti­gung wer­den in einem in der Urban Fan­tasy un­üb­lich ho­hem Maß the­ma­ti­siert. Genau hier liegt auch mein Kritik­punkt. Die er­wähn­ten Punkte, die man wohl tref­fend als Real-World-Kri­tik be­zeich­nen kann, neh­men nach mei­nem Ge­schmack deut­lich zu viel Schwung aus der Fan­tasy- be­zie­hungs­weise Mys­tery-Hand­lung heraus. Letz­tere kann aller­dings durch­aus über­zeu­gen, zumal die da­hin­ter­lie­gende Idee nicht dem Schema F ent­spricht. Da die Fan­tasy-Ele­mente im Laufe des Buches je­doch immer mehr in den Fokus rücken, kann man für die Fort­set­zung even­tuell eine Verb­es­serung des Real-World-Fan­tasy-Ver­hält­nis­ses zu­guns­ten der Fan­tasy er­war­ten.

Der Autor erzählt die Ereignisse aus Erzählersicht mit Fokus auf seine Prota­gonis­tin Arte­mis. Unter­brochen wird dies von Auf­zeich­nungen von Bens Freund Ilja über die ge­mein­sa­men über­natür­lichen Er­leb­nisse.

Fazit:

Die gute Fantasy-Idee hinter dieser Story leidet leider unter einer beson­ders zu Beginn (zu) star­ken Fokus­sierung auf Real-World-The­men.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Bis das letzte Sandkorn fällt – 1 – Dämonentor

Chrissy Em Rose
Bis das letzte Sandkorn fällt – 1 – Dämonentor

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Die verlorenen Portale

Klappentext:

Malias größter Traum geht in Erfüllung: Sie hat ihre Prüfung be­stan­den und ist die jüngste Elite­magie­rin aller Zei­ten. Doch das Fest bleibt aus, denn der magi­sche Zir­kel steht kurz vor dem Unter­gang, und nicht nur das Schick­sal ihrer Hei­mat, son­dern auch ihr eige­nes Leben ist plötz­lich in Ge­fahr. Denn Malia ist mit der gro­ßen Sand­uhr ver­bun­den, einem magi­schen Relikt, das den Zir­kel über­wacht. Durch den miss­lungenen Zau­ber eines mäch­ti­gen Ma­giers ist die Men­schen­welt vom Reich der Dämo­nen ge­trennt, nur mit­hilfe von Malias be­son­deren Fähig­keiten kann das Por­tal re­pa­riert wer­den. Die Zeit läuft, und Malia ist sich sicher, der Auf­gabe ge­wach­sen zu sein, wäre da nicht die­ser arro­gante Halb­dämon Livio, der sie und ihre Magie trai­nie­ren soll und vor­hat, sie auf ihre Mis­sion zu be­glei­ten. Doch kann Malia ihm und sei­ner düs­teren Magie ver­trauen?

Rezension:

Wenn sie die bevorstehende Prüfung besteht, könnte die 18-jährige Malia die jüngste Elite­magie­rin aller Zei­ten wer­den. Da ahnt sie aber noch nicht, dass ihr Zir­kel dem Unter­gang ge­weiht ist. Die Sand­uhr des Wüs­ten­zir­kels ist durch einen miss­lungenen Zau­ber block­iert, und wenn das letzte Sand­korn ge­fal­len ist, geht der Zir­kel mit allen Mit­glie­dern unter. Zu­sam­men mit Master Toma, einem Halb­dä­mo­nen, soll Malia ihren Zir­kel retten.

Dass Setting in Chrissy Em Roses Urban-Fantasy-Geschichte ist durch­aus als un­ge­wöhn­lich zu be­zeich­nen. Ma­gisch be­gabte Men­schen tre­ten hier Ma­gier-Zir­keln wie bei­spiels­weise dem Wüs­ten­zir­kel, in dem diese Story an­ge­sie­delt ist, dem Was­ser­zir­kel oder dem Wind­zir­kel bei, um sich dort zu magi­schen Ord­nungs­hütern aus­bil­den zu las­sen. Prota­gonis­tin ist die sehr be­gabte Malia aus Deutsch­land, die sich seit ihrem 10. Lebens­jahr beim Wüs­ten­zir­kel in den Tie­fen der Sahara aus­bil­den ließ. Sie wirkt sehr über­heb­lich, könnte aber zur jüngs­ten Ab­sol­ven­tin aller Zei­ten wer­den. Dass der Master, mit dem zu­sam­men sie das Pro­blem lösen soll, min­des­tens ge­nauso arro­gant auf­tritt, führt zu einer eigen­arti­gen Chemie zwi­schen bei­den Charak­teren. Lei­der glei­tet das schnell in eine Be­zie­hungs­ge­schichte ab, zu der sich auch noch ein wei­terer Mann mit Inte­resse an Malia hin­zu­fin­det. Die Ge­schichte über das exis­tenzi­elle magi­sche Pro­blem tritt da­ne­ben fast gänz­lich in den Hin­ter­grund, so­dass der Leser über die magi­sche Welt im gan­zen Buch nicht viel mehr er­fährt, als ich hier kurz an­ge­ris­sen habe. Eine deut­lich stär­kere Fokus­sierung auf die Fan­tasy-As­pekte wäre nach mei­ner Mei­nung wün­schens­wert. Das Buch endet dann in einer Situ­ation, die kei­nen wirk­lichen Ab­schluss dar­stellt, ohne dass es einen Hin­weis auf eine kom­mende Fort­setzung gibt. Diese ist aller­dings doch in Pla­nung. Ein deut­licher Hin­weis, dass es sich bei die­sem Buch um den An­fang eines Mehr­teilers han­delt, wäre aber sicher sinn­voll.

Die Autorin lässt ihre Protagonistin die Ereignisse aus der Ich-Per­spek­tive wie­der­geben.

Fazit:

Die interessante Fantasy-Idee tritt leider gegenüber dem Gefühls­chaos einer Drei­ecks­be­zie­hung viel zu sehr in den Hin­ter­grund.

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Fancynien – 1 – Der Drache in mir

Tina Reinhardt
Fancynien – 1 – Der Drache in mir

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Siras Baku

Klappentext:

Drachen gibt es auf dem Planeten Fancynien nicht. Oder doch? Für die Men­schen sind es nur Fa­bel­wesen. Auch der jungen Sira von Drachen­fels geht es so. Das ändert sich eines Tages ganz plötz­lich, als sie sich selbst unter qual­vol­len Schmer­zen in ein sol­ches We­sen ver­wan­delt. Am nächs­ten Mor­gen er­wacht sie … als Mensch. War das alles nur ein Traum? Ver­liert sie jetzt den Ver­stand oder sollte sie nur etwas weni­ger Alko­hol trinken? Sie ahnt nicht, dass dies erst der An­fang ihrer Ge­schichte ist und viele Schwie­rig­kei­ten auf sie war­ten. Sira steht vor dem Be­ginn eines ganz neuen Le­bens und du kannst sie auf ihrer Reise be­gleiten.

Rezension:

Auf Fancynien leben Menschen, deren Vorfahren vor langer Zeit durch ein Por­tal, das es nicht mehr gibt, von der Erde hier­her­ge­langten. Einer von ihnen ist Sira, die die Ab­schluss­klasse der Schule be­sucht. Auch auf Fancy­nien gibt es Drachen nur in Myt­hen – denken zu­min­dest alle. Doch eines Tages ver­wan­delt sich Sira in einen. Als sie am nächs­ten Mor­gen je­doch in ihrem Bett er­wacht, glaubt sie zu­nächst, alles sei nur ein Traum im Rausch ge­wesen.

Tina Reinhardt führt ihre Leser mit diesem Buch in die Welt Fancy­nien, wo die Er­leb­nisse der jungen Drachen­wand­lerin Sira in die­ser hier be­gin­nen­den Fan­tasy-Tetra­logie be­glei­tet wer­den. Wie so oft ahnt die Prota­gonis­tin zu­nächst nichts von ihrer Be­son­der­heit oder Magie im All­ge­mei­nen. Dass am Ende einige Fra­gen offen­blei­ben, ist beim Auf­takt eines Mehr­tei­lers natür­lich zu er­war­ten. Aller­dings gibt es in der Hand­lung, vor allem im vor­deren Teil des Buches, einige Auf­fäl­lig­kei­ten, die sich auch im wei­teren Ver­lauf der Ge­schichte wohl nicht lo­gisch auf­lösen dürf­ten. Zum einen ist da die Frage, wieso als Hand­lungs­ort diese fremde Welt ge­wählt wurde, wo prak­tisch alle kul­tu­rel­len As­pekte doch unserer Welt zum Ver­wech­seln ähn­lich sind. Auch dass der bei­nahe er­wach­senen Prota­gonis­tin ein Nach­bar­ort, der in kur­zer Zeit zu Fuß er­reich­bar ist, völ­lig un­be­kannt ist, wirkt sehr merk­wür­dig. Eine un­er­war­tete Charakter­änderung einer Neben­figur ist eben­falls recht un­glaub­haft. Siras eigent­liches Aben­teuer, wenn man es so nen­nen will, ent­wickelt sich im Ver­lauf der Hand­lung aller­dings zu­neh­mend interes­sant, so­dass für die Fort­set­zungen durch­aus eine posi­tive Ent­wick­lung der Ge­schichte ab­seh­bar ist.

Die Autorin lässt Sira als Ich-Erzählerin auftreten, was natürlich zur Folge hat, dass das Wis­sen des Lesers immer auf das der Prota­gonis­tin be­schränkt ist.

Fazit:

Diese Fantasy-Story bietet durchaus Alleinstellungsmerkmale, weist aller­dings auch ein paar (be­heb­bare) Schwä­chen auf.

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The ‰-Files

Markus Heitkamp (Hrsg.), Nele Sickel (Hrsg.)
The ‰-Files

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Blau, blauer, am blausten

Klappentext:

Er gurgelt und schmeichelt, sprudelt und prickelt. Er beißt, brennt, zischt und knallt: Alko­hol. Mal Freund, mal Feind, immer auf­re­gen­der Be­glei­ter. Wo­mit aber wehrt man sich gegen voll­trunkene Orks? Wie viel Cham­pag­ner ver­tra­gen Wunsch­feen? Und kann der rich­tige Fusel einem ein­fachen Men­schen viel­leicht sogar un­ge­ahnte Kräfte ver­lei­hen? In 11 Ge­schich­ten ent­hül­len die Pro­mille-Akten feucht­fröh­liche Wahr­hei­ten über die be­schwipste Seite der phan­tas­tischen Welt. Hier wer­det ihr er­blin­den – äh, quatsch, alles fin­den: Zun­der und Wun­der. Wer­mut und Schwer­mut. Schein, Sein und … ach ja: Wein. 11 im Voll­rausch ge­schrie­bene Ge­schich­ten von Olivia Meyer, Tho­mas H. Demian, Lau­rence Horn, Hanna Nol­den, Den­nis Frey, Clau­dia Rapp, Tina Sku­pin, Mark G. Rum­mel, Anna Holub, Jörg Fuchs Ala­meda und Nele Sickel. Der Ver­lag spen­det außer­dem alle Ge­winne aus dem Ver­kauf die­ser Antho­logie für einen guten Zweck.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Die Legende vom verfluchten Einhorn – Olivia Meyer
Auge um Auge – Thomas H. Demian
Thronstürzer – Laurence Horn
Blackout – Nele Sickel
Drunken Dragon Tattoo – Hanna Nolden
Blutdurst – Dennis Frey
Der blaue Stein der Weisen – Claudia Rapp
Prager Absinth – Tina Skupin
Dinner for Six – Mark G. Rummel
Die blaue Fee – Anna Holub
Die letzte Schlacht der Alkohelden – Jörg Fuchs Alameda

Alkohol. Fast genauso vielfältig wie die Sorten ‰-hal­ti­ger Ge­tränke sind die Fol­gen ihres reich­hal­ti­gen Ge­brauchs. Da geht es um etwas zu ‚guten‘ Absinth, um ein im Voll­rausch er­hal­tenes Tat­too, eine gute Fee, die der neu­ge­bo­renen Toch­ter des Königs einen Wunsch­zau­ber ver­pas­sen soll, sich vor­her aber zu viel Mut an­trinkt, Wis­sen­schaft­ler, die Bier für Mars-Sied­ler ent­wick­eln, Wi­kinger beim Trink­gelage oder be­sof­fene Ein­hör­ner.

Ganz in der Tradition des Talawah-Verlags, der bereits einige Antho­lo­gien der „-Files“-Reihe wie „The A-Files“ über Ama­zo­nen, „The D-Files“ über Drachen, „The P-Files“ über Phö­nixe, die „The S-Files“ über Suc­cubi oder „The U-Files“ über Ein­hör­ner ver­öffent­lichte, gibt es jetzt „The ‰-Files“, in denen sich na­tür­lich alles um Pro­mille dreht. Vom Genre her reicht das Spek­trum von unserer rea­len Welt über Fan­tasy – so­wohl in ‚Rein­form‘ als auch in der Urban-Vari­ante – und Hor­ror bis hin zu Science Fic­tion.

Im Gegensatz zu den mir bisher bekannten Anthologien dieser Reihe, sind dies­mal lei­der rela­tiv viele Bei­träge ent­hal­ten, die mich nicht über­zeu­gen konn­ten. Wie ge­wohnt widme ich mich aber lie­ber den ‚Per­len‘ näher:

In „Die blaue Fee“ lässt Anna Holub ihrer Protagonistin, einer guten Fee, die Ehre zu­teil­wer­den, der Toch­ter des Königs einen magi­schen Wunsch auf­zu­prä­gen. Lei­der spricht sie zuvor nur etwas zu sehr dem Alko­hol zu und kann sich am nächs­ten Mor­gen nicht mehr er­in­nern, was sie dem Baby ge­wünscht hat. Und irgend­etwas scheint nicht zu stim­men … Eine humor­volle Fan­tasy-Story.

Die Protagonistin in Nele Sickels „Blackout“ wacht in Räum­lich­kei­ten auf, die wie ein Labor wir­ken. Hat je­mand sie etwa zu Dro­gen­ex­peri­men­ten miss­braucht? Dass es hier um Alko­hol geht, ist einem als Leser na­tür­lich klar. Die Wen­dung am Ende die­ser SciFi-Story ist aber ge­lungen.

Tina Skupins Protagonist hat in „Prager Absinth“ nach Absinth-Ge­nuss starke psy­chi­sche Pro­bleme. Die wah­ren Hin­ter­gründe sind je­doch über­rasch­end und füh­ren in den Urban-Fan­tasy-Be­reich.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Fazit:

In dieser Anthologie dreht sich alles um (und durch) Alko­hol. Die Qua­li­tät der Bei­träge ist aller­dings durch­mischt.

Fürimmerhaus

Kai Meyer
Fürimmerhaus

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Das Erbe des Erbauers

Klappentext:

Das Fürimmerhaus steht zwischen den Welten, am Ufer eines dunk­len Oze­ans. Es hat tau­sende Hal­len und Säle, seine Korri­dore sind end­los. Und noch immer wächst es wei­ter und ver­än­dert sich.

Im Fürimmerhaus stranden junge Heldinnen und Helden, die ihre Wel­ten vor dem Unter­gang be­wahrt ha­ben. Die Herr­schen­den fürch­ten ihre Macht und schicken sie hier­her ins Exil. Doch Car­ter ist kein Held wie die ande­ren. Er be­sitzt keine Erin­nerung, ist nur von einem über­zeugt: Er hat nie­mals eine Welt ge­ret­tet. Und so be­gibt er sich auf die aben­teuer­liche Reise durch das Für­immer­haus, auf der Suche nach sei­ner Be­stim­mung.

Rezension:

Carter taucht aus einem Brunnen auf. Aber wo ist er hier – und wer ist er? Außer sei­nem Namen weiß er nichts von sich. Als er auf andere trifft, muss er aller­dings fest­stel­len, dass er damit schon eine Aus­nahme bil­det. Alle kamen ohne Erin­nerungen im Für­immer­haus an. Selbst ihren eige­nen Namen kann­ten sie nicht, der wurde ihnen erst von einem ‚Begrü­ßungs-Komitee’ ver­raten. Ein sol­ches gab es bei Car­ter jedoch über­haupt nicht. Trotz­dem schließt er sich den anderen an, die ver­suchen wol­len, dem Haus zu ent­fliehen.

Kai Meyer ist in der deutschsprachigen Fantasy ein fester Begriff. Mir war er bis­her haupt­säch­lich durch seine Merle-Tri­logie sowie die im sel­ben Hand­lungs-Uni­ver­sum spie­lende „Sera­fin“-Ge­schichte be­kannt. Diese Bücher waren mir aus­nahms­los 5-Sterne-Be­wer­tungen wert. Und jetzt das „Für­immer­haus“, das für mich schon eine ge­wisse Ent­täu­schung dar­stellt. So­wohl die Prota­gonis­ten­gruppe als auch die Welt des Hau­ses er­schei­nen äußerst sur­real. So fin­den sich unter den Jugend­lichen, die einen Aus­weg suchen, bei­spiels­weise ein Mario­net­ten­mäd­chen und ein Kanin­chen­junge. Um nicht falsch ver­stan­den zu wer­den: Diese be­sit­zen nicht etwa Mario­net­ten be­ziehungs­weise Kanin­chen, sie sind Mario­nette und Kanin­chen! Auch wenn es am Ende natür­lich einige Ant­wor­ten gibt, die unter anderem Car­ters Be­son­der­hei­ten er­klä­ren, ist die ganze Ge­schichte für mei­nen Ge­schmack doch deut­lich zu ab­strakt. Dass die Ge­fangenen des Hau­ses aus ver­schie­denen Wel­ten stam­men, er­fah­ren Car­ter und die Leser zwar gleich zu Be­ginn, was für eigen­artige Wel­ten das seien müs­sen, wird je­doch nicht weiter ver­tieft.

Sprachlich und stilistisch entspricht das Buch durchaus dem vom Autor ge­wohn­ten Niveau, die Hand­lung und ihre Welt sind mir aber doch etwas zu abs­trakt, sur­real, aka­demisch ab­ge­ho­ben, um mich wirk­lich über­zeu­gen zu kön­nen.

Fazit:

Wer ein Werk ähnlich Kai Meyers Merle-Trilogie erwartet, könnte von die­sem Buch, in dem Anders­artig­keit Sys­tem ist, ent­täuscht wer­den.

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Kulturgeschichten Europas

Thomas Stiegler
Kulturgeschichten Europas

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Warum der Vogelhändler Napoleon mit Rosen nach Canossa führte

Klappentext:

Napoleon, der Vogelhändler, die Schlacht am Weißen Berg, der Gang nach Canossa, Irish Coffee und der Muske­tier D’Artag­nan – all dies sind nicht nur Namen und Schlag­worte, son­dern Men­schen, die sich durch ihre Werke und Taten in unser kul­tu­rel­les Ge­dächt­nis ein­ge­gra­ben haben.

Erleben Sie in diesem Buch Geschichte und Kultur auf eine neue Art und Weise, ab­seits der gängi­gen Kul­tur­ge­schich­ten. An­hand von auch weni­ger be­kann­ten Ge­schich­ten und Er­zäh­lungen über Kunst­werke, Musik­stücke, Kai­ser und Könige wer­den Sie durch fast 2000 Jahre unse­rer Ge­schichte ge­führt und ler­nen im Laufe die­ser Buch­reihe aus­ge­wählte Mo­ment­auf­nah­men unse­rer Kul­tur näher ken­nen.

Für interessierte Leser gibt es über die eingefügten QR-Codes die Mög­lich­keit, Bil­der und Vi­deos zu den ein­zel­nen Ka­pi­teln an­zu­sehen, um so noch tie­fer in die ein­zel­nen The­men ein­zu­dringen.

Das neue Buch von Thomas Stiegler, Autor verschiedener Bücher zur Kul­tur­ge­schichte Eu­ro­pas und Lei­ter der online Kul­tur­platt­form „Der Leier­mann“, lässt in die­sem Werk auf unter­halt­same Weise Ge­schich­ten aus der His­torie Eu­ro­pas le­ben­dig wer­den.

Rezension:

„Europäische Kultur“ ist ein Begriff, den man extrem unterschied­lich defi­nie­ren kann. Tho­mas Stieg­ler ver­sucht aber auch gar nicht, die­sen Be­griff exakt ab­zu­stecken. Statt­des­sen greift er eine Reihe As­pekte heraus, die man unter die­sem Ober­be­griff stel­len kann oder könnte. Das ergibt aller­dings ein ziem­lich wil­des Sam­mel­surium.

In seinem Buch „Kulturgeschichten des Kaffees“ lieferte der Autor ein ähn­liches Werk, nur dass die Bei­träge die­ses einem the­ma­tisch defi­nier­ten Aspekt folg­ten. Auf diese Weise bot es durch­aus interes­sante Infor­mati­onen. Im Gegen­satz dazu er­streckt sich die The­men­wahl des vor­lie­gen­den Buches vom be­rühm­ten Gang nach Canossa über Ge­mälde, Musik und ihre Macher so­wie das Vor­bild für die lite­ra­ri­sche Figur D’Artag­nan bis hin zu den Hin­ter­grün­den von Napo­leons Wap­pen. Auch wenn ein­zelne De­tails durch­aus interes­sant sind, bil­det alles zu­sam­men doch nur ein the­ma­tisches Wirr­warr.

Fazit:

Was man von den hier wahllos zusammengestellten Einzel­the­men als „Kul­tur­ge­schich­ten Eu­ro­pas“ de­fi­nie­ren kann, bleibt Inter­pre­ta­tions­sache.

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Verhängnisvolles Vermächtnis auf Rügen

Ove Janssen
Verhängnisvolles Vermächtnis auf Rügen

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Die Feder der Rache

Klappentext:

Als die Tante von Katja Moormann auf Rügen stirbt, hinter­lässt sie ihrer Nichte ein un­glaub­liches Ver­mächt­nis. Ab sofort ist sie die Hü­terin magi­scher Arte­fakte, deren Be­nut­zung töd­liche Fol­gen haben kann. Um die Gegen­stände zu zer­stö­ren, braucht sie die Hilfe von Men­schen, die damit ver­bun­den sind. Aber diese Men­schen ste­hen unter dem Ein­fluss der dunk­len Magie.

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs Katja bei ihrer Tante auf. Auch nach ihrem Jour­na­lis­tik­stu­dium kehrte sie zu ihr in die Ein­sam­keit Rügens zu­rück. Als ihre Tante stirbt, hinter­lässt sie der Nichte aller­dings ein mys­teri­öses Erbe. Katja soll die neue Hü­terin magi­scher Arte­fakte wer­den. Dumm nur, dass die Tante ihr zuvor nie davon er­zählt hatte. Und so muss Katja plötz­lich eine ge­fähr­liche Schreib­feder ‚ent­schär­fen‘, die den Tod meh­rerer Men­schen ver­ur­sachen könnte.

Ove Janssen, wohinter sich, wie das Impressum dem aufmerk­samen Leser ver­rät, nie­mand ande­res als der für Ge­schich­ten unter­schied­lichs­ter Gen­res be­kannte Alfred Bekker ver­birgt, legt mit die­sem Buch eine Urban-Fan­tasy-Novelle vor. Wieso es auf dem Cover als Thril­ler be­zeich­net wird, er­schließt sich mir aller­dings nicht. Die die­sem zu­grunde­lie­gende Idee klingt interes­sant, doch wirkt die Um­set­zung irgend­wie ‚un­voll­stän­dig‘. Die Prota­gonis­tin muss als frisch­ge­backene Hü­terin magi­scher Arte­fakte solche, die eine Ge­fahr dar­stel­len, zer­stö­ren. Das geht jedoch nur unter Ein­be­zie­hung des mit dem je­weili­gen Arte­fakt ver­bun­denen Men­schen. Da die­ser aber unter dem Ein­fluss des Arte­fakts steht, ist kaum frei­wil­lige Mit­ar­beit zu er­war­ten. So weit – so gut. Als Reihe könnte ich mir die­ses Kon­zept gut vor­stel­len. Hier han­delt es sich aller­dings an­schei­nend um einen Einzel­band, bei dem sich keine Hin­weise auf ge­plante Fort­set­zungen fin­den las­sen. Trotz­dem wirkt das Ende irgend­wie un­ab­ge­schlos­sen, (zu) viele Fra­gen blei­ben offen.

Der Autor erzählt wechselweise aus den Perspektiven verschie­dener Be­tei­lig­ter, wobei Katja jedoch die ein­deu­tige Prota­gonis­tin dar­stellt.

Fazit:

Als Reihenauftakt hätte die Idee dieser Urban Fantasy Potenzial, als Einzel­band fühlt es sich aber un­voll­stän­dig an.

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Feuerlabyrinth

Saga K. Rosenthal
Feuerlabyrinth

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Die Schwestern des Schicksals

Klappentext:

Einen Ausflug mit der ganzen Familie auf den Mittelaltermarkt? Die 15-jäh­rige Skuld kann sich wirk­lich Schö­ne­res vor­stel­len an einem hei­ßen Som­mer­tag – noch dazu, wenn ihre Mut­ter or­dent­lich sauer auf sie ist. Aber dann fin­det sich Skuld plötz­lich zu­sam­men mit einem feuer­spuck­en­den Drachen­baby in einer frem­den Welt wie­der. Einer Welt, in der Tag und Nacht durch eine schwankende Brücke ver­bun­den sind und ein ge­broch­enes Ver­sprechen die Träu­me und Hoff­nung aller Men­schen be­droht. Ver­folgt von Krä­hen begibt sie sich auf eine aben­teuer­liche Suche nach der Wahr­heit und einem Weg zu­rück nach Hause. Aber sie ist nicht alleine, denn da ist Adrian – viel­leicht sind Mittel­alter­märkte doch nicht so schlecht?

Rezension:

Skulds Eltern sind Mittelalterfans, und so bleibt ihr Jahr für Jahr nichts anderes übrig, als am obli­ga­to­ri­schen Fa­milien­aus­flug zum Mittel­alter­markt teil­zu­neh­men. Doch dies­mal lernt sie ein paar ältere Jungen ken­nen, von de­nen einer ihr trotz ihrer erst 15 Jahre an Ort und Stelle ein Tattoo sticht. Beim abend­lichen Tanz im Feuer­laby­rinth kommt es je­doch zu einem Un­fall, und Skuld fin­det sich samt ihrer neuen Freunde und eines jungen Dra­chens, der sie stark an ihren klei­nen Bru­der er­in­nert, in einer frem­den Welt wie­der.

Saga K. Rosenthal folgt in ihrem Buch dem Schema, dass sich eine Gruppe junger Men­schen un­er­war­tet in einer an­deren Welt wie­der­fin­det und einen Rück­weg suchen muss. Zu­dem er­fährt die 15-jäh­rige Prota­gonis­tin im Laufe der Hand­lung etwas über ihre Her­kunft, was ihr bis­her un­be­kannt war. Auch das ist in der jugend­lichen Urban Fan­tasy nicht un­ge­wohnt. Trotz­dem bie­ten beide Ele­mente immer wie­der die Grund­lage interes­san­ter Aben­teuer. In die­sem Fall tre­ten aller­dings auch ein paar Schwächen zu­tage. So neh­men bei­spiels­weise alle von der Wel­ten­reise Be­trof­fenen ihre Situ­ation viel zu gleich­gültig hin. Poten­ziell interes­sante Situ­ati­onen wer­den von der Autorin nicht wirk­lich ge­nutzt, an anderen Stel­len rea­gie­ren Charak­tere nicht nach­voll­zieh­bar. Auf diese Weise ver­schenkt sie Mög­lich­kei­ten, die eigent­lich interes­sante Idee zu einem wirk­lich über­zeu­gen­den Buch zu machen.

Der erzählerische Fokus wechselt zwischen verschiedenen Charak­teren, auch wenn die Prota­gonis­tin Skuld natür­lich im Mit­tel­punkt steht. Ein Per­so­nen- und Ortsr­egis­ter im An­hang hilft bei der Zu­ord­nung der Per­so­nen.

Fazit:

Die diesem Urban-Fantasy-Weltenreise-Abenteuer zugrundeliegende Idee wird in die­sem Buch leider nicht opti­mal um­ge­setzt.

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